Berlin, Alexanderplatz

image Auf Empfehlung eines Kollegen habe ich mir mal Berlin Alexanderplatz von Alfred Döblin reingezogen.
Das Buch handelt vom entlassenen Sträfling Franz Biberkopf, der nach seiner Entlassung aus dem Gefängnis, in dem er 4 Jahre wegen Totschlags an seiner damaligen geliebten eingesessen hatte im Berlin der Jahrhunderwende (19./20. Jahrhundert) nicht zurechtfindet und bei einem Diebeszug, in den er wider Willens von seinem neuen Bekannten Reinhold hereingezogen wird einen Arm verliert, nachdem er von Reinhold aus einem fahrenden Wagen gestoßen wird, weil er sich gegen dessen Machenschaften sträubt.

So ganz konnte ich mich mit der Geschichte nicht anfreunden, das Buch verläuft ohne rechten Höhepunkt, ist aber ganz interessant zu lesen. Wenn man den Wikipedia-Eintrag so liest, definiert sich das Buch ja offensichtlich als der “bedeutenste deutsche Großstadtroman”. Vielleicht muß man ihn nochmal lesen, damit sich einem die Gesamtbedeutung erschließt ? Na ja, mein Geschmack ist es auf jeden Fall nicht so wirklich.
Daher Wertung: 0 Sterne

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Ein Kommentar to “Berlin, Alexanderplatz”

  1. Subnetmask-WebLog » BlogArchiv » Faserland - Christian Kracht meinte am 07.03.2006 um 14:10 Uhr :

    […] Faserland – Christian Kracht Kategorie: literarisches Mein aktuelles Buch war Faserland von Christian Kracht gewesen – welches ich gelesen habe obwohl ich zu diesem Zeitpunkt noch nicht wußte was genau eine “Barbourjacke” ist Kracht beschreibt in Ich-Form eine Reise durch Deutschland, beginnend in Sylt über Hamburg, Frankfurt, Heidelberg, Mersburg bis München und schließlich in die Schweiz nach Zürich. Der Bezeichnung als Abgesang auf die Generation der 80er trifft den Plot des Buches meiner Meinung nach sehr gut. Ohne große Gefühlsregung spricht der Author über das dekandent wirkende Leben der Endzwanziger/Anfangdreißiger überall in der Bundesrepublik, die mit Alkohol, Sex und Drogen ihre Hoffnungslosigkeit betäuben. Das geht bis hin zum Selbstmord eines Freundes, den der Author trotz der Tragik mit Gleichmut beschreibt. Das ganze Buch strotzt dabei von Symbolik bis hin zum plötzlich und etwas unerwartet kommenden Ende auf dem Züricher See. Besondere Symbolik spreche ich dabei der Beschreibung von Deutschland als Maschine im Norden (von der Schweiz aus gesehen) zu. Alles im allem ein Buch welches mich – auch wenn ich mich nicht zu der hier abgesungenen Generation zähle – doch etwas nachdenklich gestimmt hat. Ähnlich wie das von mir eher verrissene Berlin Alexanderplatz (dem ich bis heute nichts abgewinnen kann) ist die Handlung eher abstrakt und dient als Ummantelung für die Beschreibung eines gesellschaftlichen Zustandes. Aber durch die größere Nähe zur eigenen Generation kam Faserland wahrscheinlich einfach besser rüber. Meine Wertung: von JaBBa um 14:06 Uhr   [PermaLink]  [Translate] […]


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