Einkaufen und Nahrungsmittel [14.03.2006]

21:52 Pacific Standard Time (PST) – 6:52 Central European Time (CET)

Nach einem recht ruhigen Arbeitstag wollte ich heute auf den Heimweg (zu Fuß) einen Bogen über die Market Street – die ich ja schon in früheren Posts erwähnt hatte – machen um noch ein paar visuelle Eindrücke festzuhalten. Wie es das Unglück wollte setzte kurz nach erreichen dieser Straße ein ziemlich heftiger Platzregen ein, was mich dazu zwang nicht wie geplant über den The Embacadero am Ufer der Bay zurück zur Wohnung zu gehen, sondern eine Seitenstraße nahe zu nehmen. Der Regen wurde aber immer stärker und da ich gerade an einem Supermarkt mit Namen Whole food market vorbei kam entschloss ich mich dazu, dort etwas Schutz vor dem Regen zu suchen und gleich ein paar Sachen einzukaufen.
Leider sind nur zwei Bilder aus dem Inneren des Supermarktes soweit gut geworden, daß ich sie hier präsentieren möchte (anklicken für eine größere Ansicht):

Fruchtsäfte Bier

Das Linke zeigt Fruchtsäfte Hot sauce und das rechte einige der hiesigen Biersorten. Die anderen sind alle etwas zu unscharf geworden, da ich darauf bedacht war nicht zu auffällig zu fotografieren. Vielleicht bekomme ich ein ander mal Gelegenheit etwas mehr zu zeigen. Dennoch will ich die Gelegenheit nutzen auf die Nahrungsmittel hier etwas näher einzugehen.


Zum einen die Butter – ob die Indianer Butter kannten sei mal so dahingestellt – auf jeden Fall wird sie nicht etwa in den bei uns in Deutschland bekannten großen Päckchen verkauft, sondern

in vier solchen kleinen Päckchen geliefert – finde ich gar nicht mal so unpraktisch – lässt sich leichter abschälen, vor allem wenn sie hart aus dem Kühlschrank kommt.


Wiener Würstchen auf Amerikanisch – ein absoluter Fehlkauf finde ich – zum einen ist so eine kleine Packung mit fast 3 Dollar recht teuer – zum anderen sind die Würstchen in einer Art Gelee eingelegt und schmecken nach fast gar nichts. Nie wieder…


Turkey Breast – also Truthahn Brust. Das Zeug kostet fast acht Dollar und scheint vom Anschein her qualitativ nicht an das heranzukommen, was man von uns her kennt – ist auch geliert – ist zwar auch in Deutschland nicht günstig wie zum Beispiel einfacher Hinterschinken, aber dieser Preis hier war echt heftig.


Devil Ham Spread – scheint eine Art Streichschinken zu sein. Wurde auf jeden Fall ungekühlt verkauft – habe es trotzdem mal in den Kühlschrank gelegt und bisher nicht probiert. Werde ggf. noch mal darüber berichten wenn es angebrochen ist.


Kaffee – Classic (ebenso wie Italienische) Röstung ist etwas dunkler und kräftiger als das normale recht dünne koffeinhaltige Heißgetränk, daß hier von Starbucks & Co. verkauft wird. Gibt es auch in Bohnenform, die Packung kostet so von fünfeinhalb Dollar aufwärts – ist halt nicht so subventioniert wie bei uns in Europa. 😉 Außer der hier gezeigten Plastikdose gibt es auch noch Verpackungen, die stark an unseren Instant Kaffee erinnern, aber auch einfach nur normales Kaffeepulver enthalten. Nicht gerade so das leckerste, aber man kann damit leben. Das von Deutschland her bekannte Pfund Kaffee habe ich bisher gar nicht entdeckt – obwohl es in die nicht-metrischen Maßeinheiten hier gute reinpassen würde. *g*

Werde bei Gelegenheit noch mehr Dinge vorstellen. Viele Dinge gibt es hier natürlich in riesigen Mega-Packs, so zum Beispiel Milche in 1 Gallon Kanistern (ca. 3 Liter) oder ca. 1 Kilo Joghurt im Eimer. Für einen Ein-Personen-Haushalt leider recht ungeeignet Was gibt es noch zu berichten….. *hmmm*
*überleg*
Ach ja – Kartoffelchips gibt es bevorzugt gesalzen oder mit Käse, mit Paprika habe ich gar keine gesehen, aber daß es keine gibt will ich nicht beschwören. Außerdem gibt es unzählige Arten von Tacos, sowohl aus dem üblichen Getreide als auch aus Reis und in den unterschiedlichsten Farben bis hin zu einem tiefen braun-schwarz, welches auf den ersten Blick an visuell Schoko-Tacos erinnert, aber nur eine weitere Sorte der gewürzten Variante darstellt. Auch in ungewöhnlich vielen Größen und Formen gibt es irgendwelche Eiweiß- und Protein-Pulver – kannte ich so wie ich es hier gesehen habe nicht aus Deutschland. Und es gibt tatsächlich richtige Fleischtheken in Supermärkten, auch wenn die Darreichungsformen des Fleisches sich etwas von den bei uns bekannten unterscheiden. Was ich allerdings noch nicht entdecken konnte sind reine Metzgereien (man würde sie hier wohl als Butcher Shops oder so ähnlich bezeichnen) als eigenständige Ladengeschäfte – ich gehe davon aus daß es in Großstädten wie San Francisco so etwas gar nicht gibt. Dem Fleisch hier traue ich eh nicht so – sieht alles nicht so aus wie ich es aus meiner Heimat kenne. Das gebratene Fleisch – vor allem jenes von Rind und Schwein – ist meist ziemlich fett und Aufschnitt habe ich (mal abgesehen von so Dingen wie dem oben vorgestellten Turkey Breast oder Tofu-Wurst in etwa 10 verschiedenen Variationen) konnte ich gar nicht entdecken. Es gibt aber in den Supermärkten viele fertige Salate in verschiedensten Ausführungen und fertig angerichtet zum Mitnehmen in Plastikschalen sowie eine spezielle Theke wo eine Art Gemüseburger verkauft wird.
Na mal schauen was die amerikanische Nahrungsmittelindustrie noch an Überraschungen für mich bereit hält
Über Anregungen und andere Erfahrung bezüglich des Essens hier würde ich mich sehr freuen – bitte nutzt die Kommentarfunktion oder schreibt mir eine Mail an subnetblog[at]gmail.com.
Soviel für heute – euch einen guten Morgen und mir eine schöne Nacht.
Ciao

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7 Responses to “Einkaufen und Nahrungsmittel [14.03.2006]”

  1. Frank says:

    Von mir zwei “Geheimtipps”(Lieber die Finger davon lassen, ist nichts für Anhänger der eurpäischen Küche):
    – Flüssigei: für Rührei, wird auch gerne in Gallonen-Plastikkanistern verkauft. Seit ich das im Supermarkt gesehen hstte, habe ich beim Hotelfrühstück dort kein Rührei mehr gegessen…
    – “I can´t believe it´s not butter”: Irgendein Butter-Derivat(weniger Fett, gesünder, usw.), vieleicht eine Art Margarine, habe mich nie getraut, es zu probieren…

  2. JaBBa says:

    Flüssigei aus dem Kanister ? Hört sich nicht nach etwas an was mir gefallen könnte. Aber ich werde mal ausschau danach halten – nur rein interessehalber.
    Bezüglich des Butter-Derivates: Weißt du ob es so etwas wie Magarine hier gibt ? Gesehen habe ich noch nichts – aber das soll nichts heißen – denn außer in besagtem Supermarkt und dem Grocery Store an der Straßenecke nahe meines Appartments war ich in noch keinen Lebensmittelgeschäften….

  3. WiederFrank says:

    Thema “I can´t believe it´s not butter”: Ich bin mir ncht sicher, aber wenn ich mir die Website von dene so anschaue (www.tasteyoulove.com), scheint ICBINB wohl in etwa mit unserer Magarine vergleichbar zu sein…
    Selbstverständlich gibt es das nicht nur in den bakannten kleinen Töpfchen, sondern auch als Spray(!), für die Amis, die zu faul sdnd, das Zeug mit einem Messer aufs Toast zu schmieren…

  4. mac_7 says:

    Ah, the American superpmarket experience. so many choices, choices everywhere, but nothing to eat… btw, thats not Fruchtsäfte in that picture, its “hot sauce”.

  5. JaBBa says:

    Oh, really ? My fault – thanx for the information. I will correct it.

  6. JaBBa says:

    @Frank: Das mit dem Spray scheint mir gar keine so schlechte Idee um ehrlich zu sein – ist zwar etwas dekadent, aber was solls. Ich werde es mal testen *gg*

  7. […] Leider habe ich nicht daran gedacht, die Preisunterschiede mir mal anhand einiger Beispiele zu notieren, das werde ich bei Gelegenheit einmal nachholen. Der Aufbau des Marktes hat wenig besonderes – eine Fruchttheke an einem der großen Fenster, lange Regale mit verschiedenen Nahrungsmitteln sowie im ganz vorderen Bereich noch die hier für größere Märkte üblichen Salattheken und eine kleine Bäckere, die jedoch geschlossen schien. Einzig erwähnenswert erscheint mir noch daß sich am Ende des Bereichs mit Sanitärartikeln eine Art Apotheke fand – abgetrennt durch eine Theke und eine Glaswand mit einem Schalter für die Kunden. Ich habe die von Frank in seinem Kommentar zu meinem Post Einkaufen und Nahrungsmittel vom 14. März 2006 erwähnte “I can’t believe it’s not butter” Sprühmagarine oder was es auch immer ist entdeckt und mir gleich mal mitgenommen. […]

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