Golden Gate Bridge [26.03.2006]
27.03.2006 07:30 bilderbuch, Photowalks, san francisco3 Kommentare
22:30 Uhr Pacific Standard Time (PST) – 7:30 Uhr Central European Time (CET)
Die Schlappe vom letzten Wochenende konnte ich unmöglich auf mir sitzen lassen – immerhin war ich in San Francisco – da will man natürlich auch die Golden Gate Bridge sehen – und das holte ich heute nach. Den Weg bis nach Marina lass ich hier mal weg – ich habe auch wenig Fotos gemacht. Hier aber erst einmal eine kleine Übersicht des Gesamtweges – den ich, das möchte ich betonen – komplett per Pedes bewältigt habe:
Am Ende des bereits letztes Wochenende erwähnten Yachthafens hinter dem Grünstreifen in Marina knickte der Fußweg nach rechts ab und führte dann nahe eines echten Sandstrandes entlang, der durch einen schmalen Grünstreifen vom Fußweg getrennt war – immerhin der erste Sandstrand den ich hier in Kalifornien bei diesem Besuch gesehen habe
Weiter hinten ging es dann sogar direkt am Sandstrand entlang und schließlich erreichte ich die ersten Gebäude, die natürlich – wie sollte es anders sein – eine kleine Snackbar beherbergten.
Noch weiter hinten gab es einen weiteren Gebäudekomplex – den Flaggen nach als “Warming Hut” bezeichnet und einen Steg in die Bay, den ich natürlich gleich mal begehen musse.
Schließlich gab stieg ich über eine Treppe auf einen schmalen, auch von Radfahrern benutzen Fußweg – der an einigen Stellen an den Seiten mit kleinen blauen Fähnchen flankiert war. Ich gehe mal davon aus daß es sich hier nicht um Minenwarnungen sondern um Markierungen anderer Art handelte – was es genau war konnte ich nicht herausfinden.
Schließlich erreichte ich die eigentliche Golden Gate Bridge und machte mich gleich daran sie zu überqueren – eine Idee die mit mir nicht gerade wenig andere Touristen hatten. Interessant hier zu erwähnen ist, daß die Brücke über insgesamt sechs Fahrspuren verfügt, die je nach Tageszeit entweder für den Verkehr in oder aus der Stadt hinaus verändert wird. Aktuell waren sie gleich verteilt – also drei rein und drei raus. Von meinem Besuch in 2001 konnte ich mich noch entsinnen, daß beim Verändern der Spurenzahl ein Transporter mit offenen Seitenladetüren im Schritttempo über die ganz linke Spur der Brücke fuhr und die Fahrbahnmarkierungen umsteckte – leider war ich zur falschen Zeit oben und konnte dieses Schauspiel nicht beobachten. Außerdem glaube ich auch, daß das nur während der Woche und nicht am Sonntag durchgeführt wird.
Von oben boten sich einige nette Blicke sowohl auf die Bay als auch auf San Francisco selbst – kann ich jedem der diese Stadt besucht nur empfehlen
Unter anderem konnte ich einen Hubschrauber beobachten, der recht niedrig über die Bay flog.
Weitere Erwähnung sollten hier auch noch die Notfall-Telefone für potentielle Selbstmörder finden, die in einigem Abstand auf der Brücke aufgestellt sind. Ich hatte zwar davon gelesen, sah sie aber das erste mal hier im Realen.
Ob jemand der den Entschluß gefasst hat seinem Leben durch einen Sprung von der Golden Gate Bridge ein Ende zu setzen wirklich zu so etwas greift kann man nicht sagen – aber ein netter Versuch. Die ganze Brücke vibriert natürlich durch den Verkehr der in stetigem Fluß über die Brücke strömte. Normalerweise habe ich keine Höhenangst, aber etwas mulmig – das gebe ich offen zu, war mir schon. Ich hatte mir aber ein Ziel gesetzt und verfolgte dies weiter. Die Strecke von einer Seite bis zur anderen ist schon nicht unerheblich – ich habe die Zeit nicht gemessen aber mit der ganzen Fotografiererei bin ich bestimmt 20 – 30 Minuten unterwegs gewesen.
Am ersten Pfeiler (zählt man von San Francisco Seite aus) sind im übrigen einige Plaketten oder Schilder angebracht, die die Erbauer der Brücke nennen und diese Ruhmestat us-amerikanischer Ingenieurskunst loben.
Schließlich erreichte ich endlich die andere Seite und begab mich erst einmal auf die Aussichtsplattform rechts der Brücke, die natürlich von Touristen überlaufen war. Hier wurde ich dann auch das erste mal von einer Latino-Familie aufgefordert, sie doch bitte vor dem Hintergrund der Brücke zu fotografieren – ein Erlebnis daß sich noch einige Male wiederholen sollte – sowohl von Arabern und Indern als auch von Asiaten und weißen Amerikanern. War mir gar nicht bewußt daß ich so Vertrauensvoll aussehe
*g* Obwohl die meisten Kameras nur einfach Einweg-Versionen oder analoge Modelle waren – von daher hätte es sich nicht besonder gelohnt. ![]()
Nennen möchte ich auch noch ein Sportflugzeug, daß über der Golden Gate Bridge kreiste und den Schriftzug Judith will you marry me – Darin hinter sich her zog – hach, wie schön Liebe doch sein muß….
Wie dem auch sei – von der ersten Aussichtsplattform führt eine Art Unterführung unter der Brücke hindurch zur anderen Seite. Man muß dazu wissen, daß die andere Seite – die zu der ich unter der Brücke hindurch gelangte – ausschließlich für Radfahrer gedacht ist, während die eine Seite über welche ich die Brücke überquert hatte sowohl für Radfahrer als auch für Fußgänger gestattet ist.
Von dort führte wie ich wußte der Weg zum alten Fort – einem der bekanntesten Aussichtspunkte der Stadt. Der Straße, der leider über keinen wirklichen Fußweg oder Bürgersteig, sondern nur über einen sehr schmalen Pfad am Rande einer Straße verfügt – die USA ist nun mal eine Nation von Autofahreren – gelangte ich zum ehemaligen Fort am Eingang zur Bay.
Oben erbot sich mir natürlich ein wundervoller Blick auf die Golden Gate Bridge – die Mühe des Weges hatte sich wirklich gelohnt.
Anschließend machte ich mich dann auf den Rückweg – für den Hinweg bis zu diesem Punkt hatte ich von der Bay Bridge aus über vier Stunden gebraucht – für den Rückweg brauchte ich etwa eben so viel. Nachdem ich also kurz nach 10.00 Uhr Ortszeit aufgebrochen war erreichte ich kurz nach 19:00 Uhr zerschlagen aber doch glücklich über die erbrachte Laufleistung wieder das Appartment, duschte mich und schrieb diesen Bericht. Ich wünsche allen Lesern eine gute Nacht – bis morgen.
PS: Natürlich gibt es wieder ein paar mehr als die hier gezeigten Bilder – sie sind wie immer in einem Set bei Flickr zusammengefasst. Ich habe mehr als 300 davon heute geschossen, habe sie aber für das geehrte Publikum auf die 68 wichtigsten gekürzt, um niemanden unnötig zu langweilen ![]()
Ich habe auch ein paar Filmaufnahmen gemacht, aber die muß ich erst einmal mit iMovie etwas nachbearbeiten und reiche sie bei Gelegenheit mal nach.
Tags: golden-gate-bridge, photo, reisen, san francisco, usa
Turkey, Ham & Bacon Sandwich
27.03.2006 01:24 kulinarisches, lunchtimeUnkommentiert
Heute ergab sich leider nichts mit Mittagessen gehen, daher holte ich mir im Café im Erdgeschoss unseres Bürogebäudes mal ein Sandwich. Ein wirkliches Monsterding, belegt mit einer dicken Schicht aus Putenbrust, Kochschinken, gebratenen Baconstreifen, Tomatenscheiben, knackigem Salat schließlich einer milden, leicht würzigen Sauce. Alles natürlich auf dem hier in USA üblichen, locker-weichen Weißbrot. Nichts besonderes, aber durchaus mal eine leckere Alternative zum warm essen gehen.
Tags: bacon, food, ham, lunch, san francisco, sandwich, turkey
Coit Tower [25.03.2006]
26.03.2006 20:03 bilderbuch, Photowalks, san franciscoUnkommentiert
Meine zweite Tour des Tages führte mich zuerst die Bay entlang zum Ferry Building über den Bereich hinter diesem Gebäude. Hier steht – warum auch immer – ein Mahatma Gandhi Denkmal. Außerdem bieten sich einige nette Blicke auf die Bay Bridge.
Des weiteren sah ich mir den Markt im Inneren des Ferry Buildings an – auch wenn die Preise nicht gerade niedrig sind, waren die dortigen Läden recht gut besucht.
Vom Ferry Building aus ging ich in die Market Street und bog dann in die Pine Street ab. Von dort gelangte ich über einige Seitenstraßen irgendwann wieder zurück zur Market Street.
Von dort aus ging es zum Union Square und dann die Powell Street hinauf bis zur Spitze und dann durch China Town hindurch. Von dort oben hat man ein schönen Blick in die steilen Straßen der Stadt, die alle Schnurgerade bis hinunter zur Bay verlaufen.
Von China Town kam ich schließlich nach Little Italy und zum Washington Square nahe des Coit Towers. Dort entschloß ich mich den Aufstieg zum Tower zu wagen.
Über die Filbert Street begann ich mich also dem Coit Tower zu nähren.
Oben überquerte ich dann den Telegraph Hill Blvd. auf dem sich im ständigen Stau die Autos den Weg zum Coit Tower hochbewegten. Die Parkplätze oben sind sehr begrenzt, also dürfen immer nur eine bestimmte Anzahl von Autos oben parken und sobald eines wieder runter fährt darf das nächste halten. Die Wartezeit auf einen Parkplatz kann also gut mal mehrere Stunden dauern – was die Einheimischen nicht davon abhält sich in einer ewig langen Autoschlange den Park hinauf zu wälzen anstatt unten zu parken und hoch zu laufen.
Na ja, jedem das seine. Oben bot sich, wie nicht anders zu erwarten ein wundervoller Blick über die Stadt – sowohl in Richtung des Russian Hill und der Golden Gate Bridge als auch in Richtung Bay Bridge und Financial District.
Die Schlange für den Fahrstuhl zur Spitze des Towers war ewig lang und da es bereits dämmerte verzichtete ich auf den Weg nach oben (die Treppen waren gesperrt) und machte noch ein paar Fotos vom Tower und dem Denkmal davor, bevor ich mich wieder an den Abstieg machte. Werde das mit dem nach oben gehen noch nachholen.
An der Peter and Paul Church vorbei ging ich weiter runter Richtung Bay, gelangte am Pier 39 am Fishermens Wharf auf den Embacadero und ging dann zurück in Richtung Bay Bridge – inzwischen wurde es schon dunkel.
Mit einigen Schnappschüssen von der Bay Bridge beendete ich den Tag dann.
Alle Fotos des Tages gibt es wie immer in einem Set bei Flickr (165 Photos).
Tags: photo, reisen, san francisco, usa
Subway – Sansome Street
26.03.2006 19:24 bilderbuch, imbisscasting, san franciscoUnkommentiert
Teil 5 der SF Subway Serie
Tags: imbisscasting, reisen, san francisco, subway, usa
SBC Park [25.03.2006]
26.03.2006 06:30 bilderbuch, Photowalks, san francisco2 Kommentare
21:30 Pacific Standard Time (PST) – 6:30 Central European Time (CET)
Meine erste Exkursion des heutigen Samstages verschlug mich in den Süden von San Francisco – ich hatte kein konkretes Ziel, wollte mir nur diesen Bereich einmal ansehen, da ich bisher in diesem Bereich noch nicht “hinter” die Bay Bridge gekommen war. Es war als ich das Appartment verließ zwar heiter, aber vor allem unten direkt an der Bay ziemlich windig. Aber ich war gerüstet.
Der erste Teil der Strecke war mit recht neuen, meist niedrigen Appartmenthäusern bebaut, dazwischen kleinere Cafés und Bistros – eine recht hübsche Wohngegend – weiter hinten wurden die Gebäude dann wieder etwas größer, aber das alles überragende Bauwerk war natürlich der SBC Ballpark – Die Heimat der San Francisco Giants – einer der hiesigen Baseballmannschaften.
Die Menschen davor und die Musik aus dem Inneren ließen recht leicht darauf schließen, daß hier irgend etwas stattfand – in Anbetracht des unerwarteter Weise doch recht guten Wetters und der Tatsache daß Samstag ist mit Sicherheit nichts ungewöhnliches an einem solchen Ort.
Also sah ich mir das ganze mal näher an – mein erster Gedanke war natürlich ein Baseball-Spiel – dann jedoch fiel mir die Bemerkung eines Kollegen ein, daß die Saison ja noch gar nicht angefangen hat – also doch eine andere Veranstaltung. Hmm, Rätsel über Rätsel – die es zu lösen galt.
Zuerst ging am Stadion auf der Embacadero Seite entlang – vorbei am 2nd Street Gate, einigen geschlossenen Kartenverkäufen bis hin zum Willie Mays Gate auf der anderen Seite
wo noch immer eine kleinere Anzahl von Personen ins Stadion ging, auch wenn der Hauptansturm wohl schon durch war und die Veranstaltung schon begonnen hatte – eine Annahme die durch den Gesang aus dem Inneren des Stadions auch bestätigt wurde. Also begann ich von der Seite von der ich gekommen war aus um das Stadion herumzugehen und erreichte über einen Parkplatz – von dem aus ich durch eine als Media Entrance bezeichnete Toröffnung auch das erste mal besetzte Rände sehen – wobei aber die meiste Aufmerksamkeit von den beiden riesigen Plastiken in Anspruch genommen wurde, die auf der Mauer thronten – eine Coca Cola Flasche und einem Baseball Handschuh. Damit dürfte wohl klar sein wer die Giants sponsort dachte ich so bei mir
Schließlich erreicht ich das Marina Gate direkt neben einem kleinen Hafen für Segelboote – allerdings war hier wenig los und die Verkäufer an einem Stand für Fanware langweilten sich.
Den Pier – der am Anfang eindeutig als Anglerpier ausgezeichnet war – ging ich nun entlang. Am Eingang lungerten einige einheimische Jugendliche herum, weiter hinten waren einige Angler zu sehen. Ein einlaufender Öltanker bewegte sich langsam in Richtung der Bay Bridge über die Bay.
Obwohl ein ziemlich stürmischer Wind blies hatte sich der Weg bis ans Ende des Piers auf jeden Fall gelohnt, denn es bot sich nicht nur ein wundervoller Blick auf den SBC Park selbst, sondern auch auf das umgebende China Bassin und die Bay Bridge.
Nun ging es zurück und an der linken Seite des SBC Park entlang – ein strenger Geruch schlug mir hier entgegen – die Ursache war schnell gefunden (Bild oben rechts)
– außerdem konnte ich durch einige Gitter einen Einblick ins innere des Stadions werfen – von dem was ich sehen konnte schloß ich darauf daß es sich um ein Konzert handelt – von welcher Band war jedoch nicht festzustellen – ich sah einige T-Shirts und Plakate mit dem Begriff “Battle Cry” darauf – vielleicht ist das der Name der Veranstaltung.
Weiterhin sehr erwähnenswert finde ich die Heldenverehrung, die die Einheimischen hier den erfolgreichen Spielern entgegen bringen, nicht nur daß sie die Eingangstore ihrer Stadien nach ihnen benennen, nein, sie lassen auf Plaketten in den Boden ein und errichten ihnen Statuen – das soll keinesfalls abwertend klingen – finde ich schön – aber so weit ist es im Deutschen Fussball noch nicht gekommen. (hier kann mich kernbergmaradona gern korregieren, wenn ich ich irren und er diesen Text lesen sollte)
Ich umrundete noch einmal das Stadion und ging dann am Hafen entlang wieder in Richtung Bay Bridge – es hatte sich inzwischen etwas bewölkt und ich wollte nicht in einen Regenschauer geraten.
Als ich den Hafen gerade hinter mir gelassen hatte, schien auch die Veranstaltung zu Ende zu sein, denn nun strömten auch massenhaft Menschen in Richtung Bay Bridge. Eine Begebenheit möchte ich da besonders erwähnen: Ein Einheimischer mit Namen Jerry sprach mich an als er sah daß ich fotografierte und verwickelte mich in einen kleinen Smalltalk – fragte wo her ich komme, wie mir San Francisco gefalle, ob ich auch andere Teile der USA besuchen wolle und berichtetete mir von einem Besuch seinerseits in Estland und Russland, aus dem seine Familie ursprünglich stammte. Außerdem berichtete er mir daß die Gegend in der wir uns befanden vor dem Erdbeben 1989 vollkommen heruntergekommen und zerfallen war und erst nach den Zerstörungen, die durch dieses Erdbeben ausgelöst wurden, in der jetzigen Form neu aufgebaut wurde. Fand ich sehr nett und ich habe war gelernt – treffe ihn zwar wahrscheinlich nie wieder, als er den Parkplatz mit seinem Auto erreicht verabschiedete er sich, aber ein durchaus gutes Erlebnis. Kurz nachdem mich Jerry verlassen hatte brach es dann los – ein Platzregen von ziemlich heftiger intensität. Ich hatte zum Glück einen Schirm dabei – aber da der Wind den Regen von der Seite herantrieb nutzte er recht wenig.
Wer noch unterwegs war zog sich eines der kleinen Bistros und Bars am Bay zurück – ich selbst ging erst einmal zurück ins Appartment und zog mit trockene Sachen an. Oben herum war ich ja nicht naß geworden, aber der Wind hatte dafür gesorgt, daß der Regen meine Hosenbeine ziemlich durchnässt hatte – und eine Erkältung wollte ich mir dann doch nicht holen. Später klarte es wieder auf und ich brach noch einmal zu einem zweiten Ausflug auf – doch davon in einem anderen Artikel, heute schaff ich den nicht mehr, werde ihn aber morgen nachreichen
Tags: photo, reisen, san francisco, sport, usa




















































































