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Besuch bei Dunkin’ Donuts

Sunday, October 21st, 2007

Nach unserer Shopping Tour gesten im Wrentham Premium Outlet Village hatten wir beide etwas Hunger, daher kehrten wir bei einem der Dunkin’ Donuts Läden ein, wie es sie hier zu tausenden gibt.

Das Angebot dort umfasste neben den ja im Namen bereits beinhalteten Donuts auch verschiedene Bagel-Zubereitungen sowie Kaffee und Soft-Trinks. Wir reihten uns also in die (glücklicherweise kleine) Schlange an der Kasse ein.

Mein Begleiter wies mich zum Glück noch während wir warteten auf eine Besonderheit hier hin: Wenn man einen Kaffee bestellt, muß man explizit sagen, daß man keinerlei Zucker darin möchte. Ansonsten kriegt man das koffeinhaltige Heißgetränk stark gesüßt serviert. Neben dem Medium-Kaffee bestellte ich mir noch “Bacon Lovers Omlett“, einen Croissant, gefüllt mit einer Scheibe Omlett, überbacken mit etwas Käse und oben drauf noch zwei Bacon-Streifen – das ganze im Value Combo Paket für 5,04 US-Dollar. Natürlich geriet ich an den absoluten Neuling an der Kasse, der mehrfach bei einem seiner Kollegen rückfragen mußte, bis er meine Bestellung endlich eingegeben hatte.
Während ich auf das “Menu” am Ausgabeschalter wartete, fiel mir eine Art Uhr auf, die in der Küche oben an der Decke hing. Auf dem linken Display wurde eine Prozentzahl angezeigt, auf dem rechten eine rückwärts laufende Zeitangabe. Über die Bedeutung konnte ich jedoch nur mutmaßen. Vielleicht die verbleibende Zeit der aktuellen Schicht?

Als die Bedienung dann mir und einer ebenfalls wartenden Kundin die bestellten Speisen aushändigte (verpackt in große braune Papiertüten mit Dunkin’ Donuts Aufdruck), kam es auch noch zu einer Verwechslung – denn ich erhielt den Creamy Bagel der amerikanischen Kundin und sie meine Bacon Lovers – eine Tatsache die ich erst realisierte als ich mich am Tisch niederließ und die Tüte öffnete. Zum Glück konnte ich die Amerikanerin noch an ihrem Auto abpassen – und kurioserweise sprach sie auch noch etwas Deutsch – zwar mit deutlichem Akzent aber immerhin. Nach dieser kleinen Zwischensequenz endlich konnte ich an den Verzehr meines Bacon Lovers gehen.

Eindeutig unter der Kategorie Fast Food abzulegen – aber der Hunger treibts halt rein.
Was mich besonders faszinierte waren die ausgeklügelten Verschlüsse an den Kaffeebechern. Der Trinkschlitz war mit einer Plastiklasche verschließbar, die man bei Nichtgebrauch am hinteren Ende des Becherdeckels arretieren konnte. Ich weiß, daß es wohl inzwischen auch in Deutschland, genaugenommen in Berlin Dunkin’ Donuts Läden gibt und man es wohl auch dort sehen kann – aber ich war halt noch niemals zuvor in einem solchen Laden gewesen und fand diese kleine, funktionale Erfindung wirklich sehr innovativ. Ist wohl was ich so gehört habe auch von DD patentiert worden.

Fazit: Bacon Lovers Bagle ist so La-La, ein wenig zu fettig für meinen Geschmack, der Kaffee war aber für amerikanische Verhältnisse ganz ok. Kann man durchaus mal hingehen – falls ich nocheinmal in einem solchen Laden einkehren sollte werde ich einmal die Donuts probieren, mal schauen wie die so sind.

Unterschiede

Sunday, October 21st, 2007

Was für ein Unterschied im Wetter – und ich muß zugeben daß ich verständlicherweise aktuell lieber hier als zu Hause bin.

Wrentham Outlet Village [20.10.2007]

Sunday, October 21st, 2007

Heute fuhren wir ins Wrentham Outlet Village – eine Art von Einrichtung die seinesgleichen in Europa wohl sucht. Unbestätigten Gerüchten zur Folge soll es etwas ähnliches in der Gegend von Heidelberg auch in Deutschland geben – aber: Quad erat demonstrandum. Wer dahingehend mehr weiß kann dies gerne in den Kommentraren kund tun.
Der Anblick der sich uns bot war wirklich ungewöhnlich. Man stelle sich eine Siedlung vor, die nur aus Läden besteht – davor ein riesiger Parkplatz mit Unmengen von Autos – die zugehörigen Menschen sich alle, beladen mit Taschen und Tüten innerhalb der kleinen Siedlung einkaufend. Aber eins nach dem andere. Als wir die 495 verließen, fielen uns sogleich die Typen auf, die an allen Abfahrten in Richtung von Wrentham standen um dort einfach Schilder zu halten, die auf besondere Outlet-Verkäufe hinweisen sollten. Kein wirklicher Traumjob glaube ich…

Interstate 95 Scheiß Job
Links: Interstate 95 – Rechts: Schildhalter

Was ist nun solch ein Outlet Village? Man stelle sich eine kleine Stadt vor, die nur aus Läden besteht, die Markenwaren zu vergünstigten Preisen verkaufen. Der Tipp kam von einem Bekannten hier, der bereits dort gewesen war und wir waren nicht abgeneigt uns die ganze Sache einmal anzusehen. Über die Interstate 95 South und ein Stück über die Interstate 495 West erreichten wir nach ca. einer Dreiviertel Stunde Fahrtzeit von Woburn aus den kleinen Ort Wrentham, etwas südöstliche von Boston gelegen.


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Nachdem wir auf dem übervollen Parkplatz endlich einen Platz für unseren Mietwagen gefunden hatte, machten wir uns auf den Weg zu der Siedlung und fanden dort auch recht schnell ein Verzeichnis der vorhandenen Läden. An dieser Stelle einigten wir uns, uns zu trennen und und in eineinhalb Stunden, also um 14.30 Uhr EST, genau hier wieder zu treffen. Gesagt, getan.

Wrentham Sign Parking
Links: Wrentham Premium Outlet Village – Rechts: Parkplatz

Wrentham Directory
Verzeichnis der Geschäfte

Ich war wirklich begeistert, während ich einen ersten Rundgang durch die Straßen und Läden absolvierte. Von Benetton, Nike, Adidas, Thommy Hilfinger über Timberland, Banana Republik, Levis oder GAP bis hin zu Sony, Bose und sogar Villery & Boch war hier alles vertreten was Rang und Namen hat. Und die Preise lagen weit unter dem, was man in einem normalen Laden zu zahlen hätte – teilweise noch mit zusätzlichen Rabatten versehen, ähnlich “Buy two, get the third free.”
Die eineinhalb Stunden gingen eigentlich viel zu schnell herum, während ich durch die Geschäfte schlenderte und mich umsah, Dinge anprobierte und auch das eine oder andere kaufte. Ein Hemd von Tommy Hilfinger für gerade mal 39 US-Dollar ist ja nun wirklich ein Witz – in Deutschland zahlt man im Laden gerne mal 50 Euro für so ein Stück. Und was man alles für Leute dort sieht. Es passierte einige Male, daß ich hier auch auf Deutsche traf, zumeist Touristen in kurzen Hosen und mit Kindern – die wohl auch irgendwo den Tipp für diese Location aufgeschnappt hatten und sich nun hier eindeckten.

Wrentham
Wrentham Wrentham
Wrentham Wrentham

Als wir uns schließlich wieder am zum vereinbarten Zeitpunkt am vereinbarten Treffpunkt trafen, sahen wir uns nur kurz an. “Noch bis 15.10 Uhr?” Gesagt getan, und so zogen wir noch einmal los. Ein besonderes Erlebnis hatte ich noch in einem Laden der Marke Aldo, in der ich nach Schuhen ausschau hielt. Eine der Verkäuferinnen bemerkte meine unentschlossenheit und wandte sich mit der üblichen Frage an: Ob sie mir helfen kann. Als ich dann zwar die passenden Schuhe, aber nicht die richtige Größe fand, verschwand sie nach hinten ins Lager und suchte ziemlich intensiv nach meiner Größe. Dabei sei noch angemerkt, daß gerade bei Schuhen hier zwar das amerikanische Maß (man sehe auch hier) vorherrschte, aber gerade bei Aldo auch viele Modelle mit den deutschen Maßen ausgezeichnet waren. Ich erwähne das ganze nur daher, weil ich wirklich extrem von dem Service begeistert war, den man mir hier angedeihen ließ. Und das für ein Paar Schuhe von wirklich hoher Qualität, die letztenendes gerade mal 45 Dollar (31,50 Euronen) kostete. Normalerweise sind Aldo-Schuhe sonst eher im Preisbereich von 80-100 Dollar und mehr angesiedelt. Ich kann nur sagen, daß ich mal wieder sehr begeistert war. Im Sony-Store habe ich aber auch anderes erlebt – daher ist es dort leider nicht zu einem Geschäft gekommen. Pech für Sony – gut für meinen Geldbeutel. 😉
Letztenendes haben wir mehr fast drei Stunden in diesem Outlet Village verbracht – und es war gut daß wir uns schließlich überwinden konnten, doch zurück zum Auto zu gehen. An dieser Stelle sei noch einmal angemerkt, daß ich nun wirklich nicht zu den Markenfetischisten gehöre, aber wenn man günstig einkaufen kann, warum soll man es nicht nutzen?
Natürlich habe ich hier gesündigt – aber nicht über die Maßen.

Jedem USA-Besucher kann ich aber auf jeden Fall empfehlen sich einmal nach einer solchen Outlet-Village in seiner Zielgegend in den Staaten umzuhören – es lohnt sich auf jeden Fall.