TGI Fridays

Location:

TGI Friday’s
230 Mishawum Rd.
Woburn, MA 01801
United States

T.G.I. Friday’s – Amerikanischen Restaurant einer im Jahre 1965 in New York gegründete Franchisekette mit über 500 Restaurants weltweit. Leicht zu erkennen an den rot-weißen Marquisen über den Fenstern. Im hiesigen Volksmund oft einfach als “Friday’s” bezeichnet.

Der Besuch fand letzten Sonntag statt, das Restaurant war recht gut besucht, aber es kam glücklicherweise zu keinerlei Wartezeiten. Freitag und Samstag sind jedoch mit solchen Wartezeiten zu rechnen.

Räumlichkeiten:

Einzeln stehendes Gebäude mit großer Parkfläche an zwei Seiten. Innen sowohl freistehende Tische als auch Sitznischen mit viel “Zeug” an den Wänden, darunter Sportgeräte, aber auch Porzellanfiguren oder Werbeschilder. Nehme an, da es sich um eine Franchisekette handelte, werden die zum Restaurant hinzu geliefert. Das Motiv der Farben rot und weiß taucht dabei immer wieder in der Dekoration der Innenräume auf, bis hin zu den Tischendecken. Sehr gemütlich gestaltet, lädt zum verweilen ein.

Bedienung:

Wie in amerikanischen Restaurants üblich wird man am Eingang von einem Angestellten begrüßt und zu einem der Tische geführt (“Wait here to get seated”). Die Bedienung, eine junge weiße Amerikanerin, stellte sich uns wieder namentlich vor und war freundlich und unaufdringlich wie zu erwarten war. Getränke und Essen wurden schnell geliefert, nur beim Bezahlen brauchten wir einige Anläufe, bis wir sie endlich um die Rechnung bitten konnten. Aber wie in den USA nicht anders zu erwarten ein guter Gesamteindruck.

Angebot:

Typisch amerikanisches Speiseangebot an Burger, Sandwiches, Chicken Wings, Pasta, Salate und Suppen – aber großer Fokus auf Steaks und Rips (Rippchen). Bei den Getränken großes Angebot an Margaritas und alkoholischen Longdrinks, Weine, Biere sowie die üblichen nichtalkoholischen wie Wasser, Limonaden und Cola.

Eigene Auswahl:

Als Wochenendabschluß wählte ich aus der Karte das Jack Daniel’s® Steak & Shrimp. Dieses wird normalerweise mit “Mashed Potatos” (Kartoffelbrei) serviert, dieser wurde jedoch auf meinen Wunsch hin gegen “Fries” (Pommes Frites) ausgetauscht. Das Steak bestellte ich “medium well“. Während ich aus einer deutschen Standardkneipe nur “englisch”, “medium” und “durch” als Grillstati eines Steakes kenne, wird hier in den Vereinigten Staaten (und in anderen Ländern sicherlich auch) etwas granularer Unterschieden:

raw nicht gekocht / rot und blutig
very rare/blue sehr rot und kalt (“blue rare”)
rare mit kaltem, roten Zentrum, außen rosa
medium rare mit warmen, roten zentrum, außen rosa
medium ganz leicht rosanes Zentrum, außen braun gebraten
medium well großtenteils braun gebraten mit grauen oder nur minmal rosanem Zentrum
well done Durchgebraten ohne Reste rosanem Fleisches

Für mich kommt alles ab medium in Frage, rohes Fleisch muß meiner Meinung nach nicht sein – aber es soll ja Leute geben denen so etwas schmeckt.
Dazu ein Glas Samuel Adams Lager – eines der hiesigen Biere die man tatsächlich auch als deutscher mal trinken kann.

Beurteilung des Gerichtes:

Steakfleisch war schön zart und mit wenig fett, dazu eine kleine Portion Pommes Frites gut frittiert und nicht zu weich. Shrimps paniert und leicht frittiert – waren sehr zart und schmackhaft. In der kleinen Schale zwischen Pommes und Shrimps befindet sich die Jack Daniel’s® Sauce, die dem Steak ihren Namen gibt. Nutzte ich, um das Steak darin zu tunken – der Geschmack ist jedoch schwer zu erklären – ich würde sie als eine Art Barbeque-Sauce mit etwas Whiskey-Malz versuchen zu beschreiben – bin jedoch nicht sicher ob das dem ganzen wirklich gerecht wird. Am besten mal selbst probieren.

Preisgestaltung:

Preislich liegt das TGI Friday’s in der etwas gehobeneren Klasse – es gibt Burger und Pastas ab 7 bis 8 Dollar, die Steaks und Rippchen liegen aber alle von 12 bis 13 Dollar aufwärts. Mein Jack Daniel’s® Steak & Shrimp schlug mit 18 Dollar zu Buche – also ca. 12 Euro. Das ist aber auch ein Preis, den ich in einem guten Steakhouse in Europa zahle.

Gesamturteil:

Zwar ist das TGI Friday’s etwas teurer als das durchschnittliche Restaurant hier, aber die Qualität der Speisen rechtfertigt den Preis meiner Meinung nach durchaus. In Verbindung mit dem durchaus gemütlichen Räumlichkeiten, freundliche und meistens schnelle Bedienung ein wirklicher Tipp für ein gutes Abendessen. Es gibt zwar auch ein Lunch-Angebot – aber dies war für uns leider uninteressant, da wir zur Mittagszeit ja nicht in Woburn weilen.

Ähnlich wie das Joe’s, welches ich bereits vor einigen Tagen beschrieben habe, eine sehr gute Location zum Essen im gehobenen Ambiente.

5 thoughts on “TGI Fridays

  1. Naja, Fridays würde ich nicht gehoben nennen. Wie Applebees und 99 halt. Gehoben wäre Joe’s.

  2. Im 99 war ich noch nicht, aber etwas gehobener als das Applebees fand ich es schon.
    Das Joe’s ist natürlich noch eine Klasse höher, da muß ich dir schon recht geben.

  3. Werden denn dort tatsächlich auch Steaks angeboten, die einen Zustand jenseits von medium rare besitzen (also rare und raw)? Das ist doch beim besten Willen nicht mehr als genießbar zu bezeichnen!

  4. Ich bin der Meinung, daß in der Menukarte alle diese Stufen aufgeführt waren – daß ein Gast so etwas gegessen hat konnte ich jedoch nicht beobachten. Ich würde alles ab medium rare abwärts auch nicht probieren wollen. Aber für unmöglich halte ich es nicht, es gibt ja auch Steak Tatar (rohes Rindfleisch) oder das in Deutschland allseits beliebte Gehacktesbrötchen (roher Schweinegehacktes). 😉

  5. Wenn ich mich richtig erinnere, gab es in Berlin mal ein TGI Fridays nahe/am Alexanderplatz.

    Natürlich ist Alles abwärts medium rare extreme Gesxgmackssache; dafür haben sie zwei Stufen für Medium. So kann man seine Vorliebe betr. Inneres&Äußeres genauer festlegen. – nur ob der Koch das exakt “trifft”.
    Ich persönlich bestelle immer medium und lasse mich dann überrasschen, wie der Koch es “interpretiert”…
    Hat irgendwer Tipps für ein gutes Steakhouse in Deutschland, hier speziell für Jena?

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