Archive for November, 2008

Wildgulasch mit Rosenkohl [27.11.2008]

Thursday, November 27th, 2008

Auch am heutigen Donnerstag landete ich letztlich wieder in der Maarweg-Kantine, wo wir zwischen Miclhreis mit heißen Kirschen, Heringstipp “Hausfrauen Art”, mit Tomate und Mozarella überbackene Steaks und schließlich Wildgulasch mit Rosenkohl und Klößen wäheln konnten. Außerdem gab es noch im Sonderangebot den Putengulasch mit Reis von gestern im Sonderangebot für 4,50€uronen. Ich entschied mich den Wildschweingulasch, auch wenn ich den Milchreis ebenfalls reizte. Und das obwohl der Wildgulasch mit 5,90 €uronen das teuerste Angebot heute war.

Der Wildgulasch, dessen Sauce mit ein wenig schwarzen Pfefferkörnern versetzt war, erwies sich als ganz gute Wahl. Der Geschmack war leicht herb und das Fleisch angenehm zart. Leider war der Rosenkohl bereits weitgehend abgekühlt – und Rosenkohl gehört zu den wenigen Gemüsen, die einfach nicht mehr so recht schmecken wenn sie abgekühlt sind. Daher mußte ich hier auch leider einige auf dem Teller lassen. Die Klöße hingegen waren in Ordnung – auch wenn es einer hier mehr auch getan hätte. War in der Summe aber mal wieder eines der weniger guten Menus – da habe ich schon besseres in der Kantine erhalten.

Mein Abschlußurteil:
Wildgulasch: +
Rosenkohl: –
Kartoffelklöße: +

Putengulasch mit Reis [26.11.2008]

Wednesday, November 26th, 2008

Auch heute landeten wir wieder in der Kantine, wo wir u.a. zwischen Nasi Goreng im Sonderangebot, Filetstücken mit Pfeffer-Rahm-Sauce und vegetarischen Spaghetti Bolognese wählen konnten. Außerdem gab es Putengulasch mit Paprikawürfeln auf Reis für 5,50 €uronen, für den ich mich entschied. Wahlweise war ein Salat oder ein Dessert dabei – hier entschied ich mich für eine Mousse Vanille, welches mit Ananas, Sternfrucht und einer Weintraube garniert war.

Heute bereute ich meine Entscheidung nicht, denn die zwar etwas groß geratenen Putenstückchen in einer mit roten und grünen Paprikastücken garnierten Sahnesauce serviert wurden, erwiesen sich als äußerst schmackhaft. Und gemeinsam mit dem Reis erschien es auch nicht irgendwie trocken – so wie es gestern der Fall gewesen war. Ich war sehr zufrieden. Und auch das Dessert war – wie eigentlich fast immer – ein Genuß. Die Oberfläche war zwar bereits etwas trocken, aber das lässt sich bei einem Mousse, das etwas länger an der frischen Luft steht, nicht verhindern.

Mein Abschlußurteil:
Putengulasch mit Paprikastückchen: ++
Reis: +
Dessert: ++

Putensteak “Hawaii” [24.11.2008]

Tuesday, November 25th, 2008

Heute bot man uns in der Maarweg-Kantine mit Frischkäse und Brokkoli gefüllte Teigtaschen mit Tomaten-Rahm-Sauce, “Königsberger Klopse” mit Kapern-Sahne-Sauce, Fingermöhrchen und Salzkartoffeln, Schweinegulasch “Jäger Art” mit Butterspätzle und Salat sowie zwei Putensteaks “Hawaii” mit Ananasscheiben, Käse und Cocktailkirschen überbacken, dazu Currysauce und Mandelreis. Obwohl das Putensteak mit 5,90 €uronen das teuerste Gericht heute war, entschied ich mich dafür.

Was mir gleich als erstes auffiel war die Tatsache, dass man offensichtlich den auf der Karte ausgezeichneten Käse zum überbacken auf den Schnitzeln vergessen hatte. Das Fleisch war aber, von der nur noch mäßigen Temperatur einmal abgesehen, war aber ganz gut gelungen. Ich fand die Gesamtzusammenstellung trotz der milden Currysauce aber insgesamt etwas trocken. Lag wohl auch am Reis, an dem man bei Leibe nicht gegeizt hatte. War insgesamt nur Durchschnittlich muss ich sagen, im Nachhinein gesehen wären auch die Teigtaschen oder der Schweinegulasch vielleicht die bessere Wahl gewesen. Na ja, nächstes Mal bin ich hoffentlich schlauer. 😉

Mein Abschlußurteil:
Putenschnitzel “Hawaii”: +
Currysauce: +/-
Mandelreis: +/-

Zigeunerschnitzel mit Speckbohnen [24.11.2008]

Monday, November 24th, 2008

Zwar war der Schnee von dem ich gestern bis auf ein paar Restflecken vor allem auf den Dächern wieder weggetaut, aber als wir zum Mittagessen aufbrachen schneite es heftig und daher entschlossen wir uns keine weiten Ausflüge zu machen und gingen mal wieder in die Maarweg-Kantine. Das Angebot dort umfasste heute neben Käsespätzle, einer Krautroulade und Lachsfilet auch ein Zigeunerschnitzel, das mit Speckbohnen und Pommes Frites serviert wurde. Als ich meine Bestellung aufgab, “kratzte” die Thekenkraft die letzten Pommes aus der Ablageschale – daher befürchtete ich bereits dass sie nicht mehr die wärmsten waren. Das ganze sollte an der Kasse 5,50 €uronen kosten.

Obwohl sowohl Speckbohnen als auch Pommes nicht mehr die heißesten waren, besaßen sie noch eine erträgliche Temperatur. Das Schnitzel – ich vermute es handelt sich um ein fertig paniert gekauftes wie man an der hellen Farbe erkennen kann – erwies sich als recht schmackhaft und mehr als ausreichend groß. Besonderer Lob gilt beute aber heute der Zigeunersauce, die mit roten und grünen Paprika, Mais sowie Silberzwiebelchen garniert und zwar nicht scharf, aber von angenehm fruchtigem Geschmack war. Das versöhnte mich fast wieder mit den beiden etwas abgekühlten Menukomponenten.
War wie so oft mal wieder nichts besonderes, aber doch sehr sättigend und von ausreichend guter Qualität.

Mein Abschlußurteil:
Schnitzel: +
Zigeunersauce: ++
Speckbohnen: +/-
Pommes Frites: +/-

Amazing Head Tracking

Monday, November 24th, 2008

Interessant – habe ich auch noch nicht gewußt.
Aber wo komme ich auch schon mal mit einem ungebratenen Chicken in Berührung…

[via vowe.net]

Stillstände

Sunday, November 23rd, 2008

Fahrt von Jena nach Köln
Bis Frankfurt am Main Hauptbahnhof verlief alles wie guten Tagen, mit nur 5 Minuten Verspätung war mein ICE losgefahren und hatte diese Verspätung bis Frankfurt auch nur um etwa 5 Minuten erhöht, so dass ich noch genügend Zeit hatte meinen Anschluss-ICE in Richtung Köln am Gleis 10 zu erreichen. Sollte ich einmal rechtzeitig nach Köln kommen? Sollten trotz Schneefalls und schlechtem Wetter die Verspätungen der Bahn in erträglichen Grenzen halten? Frohen Mutes verscheuchte ich eine Person von meinem reservierten Sitzplatz und ließ mich dort nieder.

Frankfurt, Central Station

Leider weit gefehlt – ich hatte mich wirklich zu früh gefreut. Bereits kurz hinter Hanau fing es an: Der Zug blieb unvermittelt auf offener Strecke stehen, nach einiger Wartezeit wurde über die Lautsprecher verkündet dass eine defekte Signalanlage den Zug um etwa 10 Minuten aufhalten würde. Leider wurden aus den 10 Minuten dann gleich über dreißig. Langsam setzte sich der Zug schließlich wieder in Bewegung und wir setzten unseren Weg fort, bis in einem Tunnel kurz vor Siegburg-Bonn der nächste Stop, dieses Mal für 15 Minuten und etwas später noch einmal für mindestens 10 Minuten im nächsten Tunnel. Trotz der Entschuldigungen des Zugpersonals machte sich deutlich Unmut unter den Fahrgästen breit, der sich aber glücklicherweise eher in beißendem Sarkasmus als in Aggression ausdrückte. Dabei lernte ich auch meinen Banknachbarn, einen Düsseldorfer, kennen mit dem ich die Wartezeit mit einigen netten Gesprächen überbrücken konnte. Eine Begebenheit, die man leider viel zu selten in Zügen erlebt. Mit insgesamt “58 Plus Minuten Verspätung” (so der Wortlaut der Ansage im Zug – obwohl Minus-Verspätungen wohl eher ein Wunschtraum der Bahn sind 😉 ) erreichten wir schließlich Siegburg-Bonn. Es war bereits nach 21.00 Uhr – eigentlich hätte ich nach meinem Fahrplan bereits um 20.14 Uhr in Köln sein sollen.
Doch wer vermutet hat, dass es jetzt genug sei mit den Zugstillständen, der hat weit gefehlt. Noch drei Mal, das erste Mal nur kurz und die beiden folgenden Male deutlich länger, blieben wir auf offener Strecke stehen. Dieses Mal sei eine eingefrorene Weiche daran Schuld verkündete man uns aus den Lautsprechern. Und es gäbe nun als kleine Entschädigung alkoholfreie Getränke im Bordbistro. Nette Geste – aber ich verzichtete, da ich meine Notebooktasche weder alleinlassen noch mitschleppen wollte und ich außerdem mit entsprechend großem Andrang rechnete. Außerdem waren wir bereits kurz vor Köln und wenn der Zug endlich ankam wollte ich lieber bei meinem Gepäck als im Bordbistro sein.
Schließlich – mit 72 Plus Minuten Verspätung erreichten wir Köln – Messe Deutz. Kurz vor der Ankunft kam auch bereits ein Schaffner herum und verteilte Antragsformulare für die Fahrpreiserstattung von 20% des Fahrpreises bei 60 Minuten Verspätung. Doch leider nur für reguläre Tickets, Online-Ticket Inhaber müssen sich am Service Point innerhalb von 2 Tagen eine Bestätigung holen und dies dann Schriftlich mit Kopie des Onlinetickets einschicken. Doch dazu gleich noch mehr. Von Deutz ging es mit der S-Bahn der Linie 11 zum Hauptbahnhof, wo ich mich bis zum Servicepoint in der Eingangshalle auf Domseite durchkämpfte, doch dann aufgrund der sich dort bereits umfangreich gebildeten Schlangen von wartenden Fahrgästen nur passierte, um zur U-Bahn zu kommen. Bei 44 €uronen Fahrpreis sind 20 Prozent gerade mal 9,68 €uronen, dafür stehe ich ungern Stundenlang am Servicepoint an – zumal ich ja nichts wirklich Termine oder ähnliches verpasst habe.
Also ging es in die U-Bahn und auf den Weg in mein hiesiges Domizil. Und – allen Beteuerungen von hiesigen Kollegen, die Behauptet hatten in Köln würde NIEMALS Schnee liegen bleiben fand ich die Stadt tatsächlich unter einem weißem Mantel wieder.

Snow at Neumarkt, Cologne Snowbike

Leider taut es wieder, trotz später Stunde. Mich persönlich würde es freuen wenn der Schnee etwas liegen bleiben würde, aber sieht aktuell nicht so aus. Ich halte euch jedoch auch darüber auf dem laufenden. Inzwischen bin ich wieder in meinem hiesigen temporären Zuhause angekommen und bin stark am überlegen, ob ich mich morgen Abend auf den Weg zum Hauptbahnhof machen soll und für die Bescheinigung der Verspätungs-Zwanzig-Prozent-Erstattung am Service-Point anstehen sollte. Bei 2,30 €uronen pro Strecke für die Straßenbahn und noch mal 55 Eurocent für die Briefmarke tendiere ich aber aktuell eher dagegen – der Aufwand lohnt die Kosten nicht….

Verspätungen hoch drei

Saturday, November 22nd, 2008

Wäre ich klug gewesen, wäre ich am Freitag bereits um die Mittagszeit losgefahren – so wie es einige meiner Kollegen getan hatten – doch viel Arbeit hielten mich davon ab, den sicheren Weg zu wählen. Es war ja bereits seit spätestens Donnerstag Abend bekannt, dass da Wettertechnisch einiges auf uns zukam. Tief “Irmela” versprach Wetterchaos in ganz Deutschland. Hinzu kamen die noch immer andauernden Überprüfungen der ICEs die sich ja wie inzwischen bekannt wurde noch bis Februar hinziehen soll. Aber Arbeit geht nun mal vor.
Um 16.00 Uhr konnte ich mich dann endlich loseisen und machte mich auf den Weg zum Kölner Hauptbahnhof. Als ich am Gleis 6 ankam las ich auf dem der Anzeigetafel bereits von den ersten Folgen des Wintereinbruchs: Der ICE von Dortmund über Frankfurt Flughafen in Richtung München hatte über 40 Minuten wetterbedingte Verspätung. Eigentlich wollte ich ja mit dem Zug um 16:54 Uhr fahren, so aber entschied ich mich dazu diesen bereits verspäteten Zug zu nehmen und mich dann auf gut Glück von Frankfurt Flughafen zum Hauptbahnhof durchzuschlagen, um den Ersatz-Intercity in Richtung Dresden, der um 18.22 Uhr starten sollte, zu erwischen. Doch das war wirklich reines Wunschdenken.
Bis kurz vor den Bahnhof Siegburg-Bonn stand ich noch im Gang, ergatterte dann aber einen zwar reservierten, aber nicht in Anspruch genommenen Sitzplatz, den ich bis zum Fernbahnhof des Frankfurter Flughafens auch behalten konnte. Als ich dort am Gleis 5 ausstieg, schien mir das Glück hold zu sein, denn am gegenüberliegenden Gleis 4 sollte mit nur 5 Minuten verspätung ein ICE eintreffen, der über den Frankfurter Hauptbahnhof fahren sollte. Doch aus den 5 Minuten wurden 10, dann 15, dann 20, 25 und schließlich 30 Minuten. Meine Hoffnungen schwanden noch rechtzeitig am Hauptbahnhof anzukommen um den Zug um 18.22 Uhr zu erwischen
Gerade war ich drauf und dran, mich zum Regionalbahnhof des Flughafens auf den Weg zu machen, da wurde angekündigt das der Zug jetzt endlich einfahren würden. Mühevoll zwängte ich mich, in den Gang und blieb bereits kurz nach der Tür stecken. Sitzplätze zu suchen waren bei diesem bis zum letzten Stehplatz gefüllten Zug illusorisch – außerdem sollte die Fahrt eigentlich ja nur 10 Minuten dauern. Wankend und von Windböhen gepeitscht zwängte sich der Zug schließlich – nochmals mit etwa 7 Minuten Verspätung zusätzlich über die verregneten aber noch schneefreien Gleisanlagen in Richtung des Hauptbahnhofes. Der 18.22 Uhr Zug war natürlich längst weg – und der nächste Zug sollte angeblich um 19:19 Uhr fahren. Vor dem Gleis stand ein junger Mann in DB-Uniform und mit einer roten Mütze bekleidet, auf der in silbernen Lettern “Service” aufgeprägt war. Von ihm erfuhren ich und die anderen, teilweise extrem genervt klingenden Reisenden, dass der Zug wohl fahren würde, aber das Gleis frühstens um 19:00 Uhr feststehen würden. Also hieß es warten. Ich stöberte etwas im Zeitschriftenladen, holte mir eine Kleinigkeit bei Burger King und ließ mich auf einer Bank nieder, um meinen Burger zu verspeisen.

Das wirklich unangenehme war dabei nicht unbedingt das Warten, sonder die extreme Dichte an Bettlern, die sich gerade heute in der Halle des Frankfurter Hauptbahnhofes herumtrieben. Und alle schienen mich als Alleinreisenden als Opfer auserkoren. Es fing an mit einem älteren Typen mit Migrationshintergrund, der mir ein laminiertes Stück Papier vor die Nase hielt, auf dem irgend etwas von Frau, Kindern und Hunger in Comic Sans, Schriftgröße 24 aufgedruckt war. Ich schüttelte den Kopf und er ging von dannen. Der nächste war ein junger Typ, höchstens 18 oder 19 mit Bürstenhaarschnitt in abgetragener Winterjacke, der mich nach ein wenig Kleingeld fragte. Ich verwies auf mein Long Chicken Burger, an dem ich gerade kaute und sagte ich hätte dafür mein letztes Kleingeld ausgegeben. Auch er machte sich davon und sprach gleich einige Schritte weiter den nächsten an. Und gerade zwei Bissen später kam auch schon der nächste, ein grauhaariger, etwas ungepflegt wirkender Mann mit einer Krücke, der mich mir der Masche “… mir fehlen noch 50 Cent für den Zug nach Hause…” Geld abzuknöpfen. Eine weltweit offensichtliche extrem beliebte Masche, die ich sowohl am Hamburger und Kölner Hauptbahnhof als auch auf der Market Street in San Francisco und vor der Penn Station in New York schon gehört hatte. Wieder schüttelte ich den Kopf, würgte die letzten Bissen herunter und begab mich ein wenig auf Wanderschaft durch die Bahnhofshalle. Sitzende Personen sind einfach ein zu leichtes Ziel für Bettler.

Kurz nach 19.00 Uhr tönte dann der Lautsprecher von der Decke und durch die Geräuschkulisse der Bahnhofshalle und verkündete, dass der Ersatzzug in Richtung Dresden heute “Ausnahmsweise” von Gleis 10 fahren würde. Natürlich – wie sollte es anders sein – mit Verspätung. Also auf zum Gleis 10, noch ein Zigarettchen im gelb umrandeten Raucherbereich direkt am Bahnsteig gegönnt und dort auf den Zug gewartet.
Was man uns dort hinstellte war wirklich bar jeder Beschreibung. Die von reichlich Graffiti verzierten Wagen waren was die Einrichtung angeht wohl bereits alt als gewesen als ich noch Jung war – den Bezügen und der Einrichtung nach eine Regionalbahn aus den frühen 60er Jahren – von Tischen oder Steckdosen natürlich keine Spur. Also kein gucken von Filmen am Laptop oder ähnliches. Mein Banknachbar im glücklicherweise nur halb gefüllten Abteil rief mit seinem Handy während vor und nach der Abfahrt erst einmal seines halbes Adressbuch an und verkündete mit immer gleich lautenden Sätzen jedem seiner Bekannten lautstark seinen Missmut über das Bezahlen von “ICE-Preisen” für IC-Verbindungen und über diesen “Schrottwagon” dar – und das er jetzt doch keine Filme auf seinem Laptop gucken könnte, was ihn ja so sehr ankotzen würde. Mir gelang es glücklicherweise das halbwegs auszublenden und ein wenig zu lesen.
Beim letzten Umstieg war dann noch einmal dreißig Minuten Wartezeit angesagt, glücklicherweise stand der Zug aber bereits am Gleis und war bereits offen, so dass ich mich im warmen aufhalten konnte bis es endlich losging.
Insgesamt war ich schließlich wohl über sechseinhalb Stunden auf den Gleisen und Bahnhöfen Deutschlands unterwegs gewesen – für eine Fahrt die normalerweise keine vier Stunden dauert. Und das lag nicht nur daran, das in Teilen Deutschlands Wetterchaos herrschte – hinzu kommt die eindeutig sehr stiefmütterliche Bahandlung der Strecke Frankfurt-Dresden die ich ja in der Regel fahre durch die Deutsche Bahn. Wenn ich bedenke dass ich das wohl noch bis Februar mitmachen muss, wird mir wirklich ganz anders – das macht echt keinen Spaß mehr. Einziger Lichtblick ist die Tatsache, dass ich mal wieder dazu komme ein wenig mehr zu lesen – denn dazu eignen sich Bahnreisen wirklich wunderbar.

Cheeseburger [21.11.2008]

Friday, November 21st, 2008

Bei leichtem Nieselregen und stürmischen Wetter, wohl vorboten des für heute angekündigten Wintereinbruches, kämpften wir uns heute in die Kantine, um dort zu mittag zu speisen. Wir konnten wählen zwischen mit Ricottakäse gefüllten Cannellon für 5 €uroneni, einem Cheeseburger mit Tomate, Gurke, Zwiebeln und Käse überbacken, dazu Pommes Frites für 5 €uronen, Seelachsfilet “Florentiner Art” mit Rahm-Spinat und Butterkartoffeln für 5,50 €uronen und einer Schweineroulade “Hausfrauen Art” mit Speck, Gurke und Zwiebeln gefüllt, dazu Apfel-Rotkohl und Kartoffelklöße für 5,90 €uronen. Außerdem gab es Chili con Carne mit Reis, wohl die Überbleibsel von gestern, im Sonderangebot für 4,50 €uronen.
Meine beiden Favoriten waren das Seelachsfilet und der Cheeseburger. Sicherlich wäre der Fisch ernährungstechnisch die klügere Wahl gewesen, aber ich wählte letztlich dennoch den Burger. Die warme Tomatensauce, die man mir noch über die Pommes geben wollte lehnte ich ab und ersetzte sie mit simplem Tomatenketchup, der dank seiner festeren Konsistenz auf den Pommes verblieb nicht die Unterseite des Burger aufweichte. Außerdem nahm ich mir noch ein Kirschkompott mit Vanillesauce als Dessert mit, so daß ich zu dem Grundpreis von 5 €uronen noch 95 Eurocent addieren mußte und somit bei einem Gesamtpreis von 5,95 €uronen für dieses Menu landete.

Zwei meiner Begleiter hatten das Seelachfilet gewählt und waren bereits dabei, die scheinbar recht zahlreich darin enthaltenen Gräten zu entfernen, als ich mich über meinen Teller hermachte. Leider war der Cheeseburger selbst fast kalt, was den Genuss des ganzen natürlich erheblich minderte. Die Belegung mit einer frischen Tomatenscheibe, einer Scheibe Salatgurke und einigen Zwiebeln sowie eine süßlich schmeckende Creme und der Käse ließen mich zwar vermuten dass er in heißem Zustand mit Sicherheit gut gewesen wäre. Auch die beiden Brötchenhälften erschienen mir bereits etwas trocken – ob dies aber nun an der langen Lagerung in der Wärmetheke lag oder ein grundsätzliches Problem handelte. Die Pommes hingegen waren frisch aus der Friteuse und daher noch heiß und knusprig – was aber nur einen kleinen Trost darstellte. Ein wenig versöhnte mich dann jedoch wieder das Dessert, das zwar dieses mal eine etwas flüssigere Konsistenz hatte als frühere Desserts von der Sorte Kirschkompott, aber vom Geschmack her absolut nicht enttäuschte. Ob ein fast kalter Burger natürlich besser als ein mit vielen Gräten durchsetztem Fischfilet zu bezeichnen ist, sei mal so dahin gestellt.

Mein Abschlußurteil:
Cheeseburger: +/–
Pommes Frites: +
Kirschkompott: ++