Indisches Naan in der Pfanne

Neben meinem heutigen kleinen Misserfolg konnte ich auch etwas Positives verbuchen: Naan-Brot, das ich aufgrund eines fehlenden Backofens in der Pfanne anfertigte. Was braucht man dazu?

  • 200g Mehl (Typ 405)
  • 50 ml Milch
  • 3/4 TL Trockenhefe
  • 1/2 TL Backpulver
  • 50g Natur-Joghurt
  • ein Ei
  • 1/2 TL Salz
  • Zucker

Sowohl Joghurt als auch Milch sollten hier nicht aus dem Kühlschrank kommen, sondern am besten bereits Zimmertemperatur haben, wenn man sie verarbeitet.
Zuerst geben wir die Milch in eine Schüssel, fügen die Hefe und den Zucker dazu und verühren alles gut miteinander.
01 - Milch, Hefe & Zucker

Das ganze lassen wir für etwa 20 Minuten gehen. Im Rezept stand dass es etwas schäumen sollte – tat es aber bei mir nicht. Davon ließ ich mich aber nicht entmutigen.
Als nächstes siebte ich das Mehl in ein größeres Gefäß.
02 - Mehl sieben

Es folgten Salz, Zucker, das Milch-Hefe-Gemisch, einen 3/4 EL Olivenöl, der Joghurt, das Ei und das Backpulver.
03 - Zutaten in Mehl geben

Nun vermischte ich das ganze und knetete ich den Teig 6-7 Minuten durch. Was hätte ich hier für einen Mixer gegeben. ­čÖé Das Kneten mit einem Holzlöffel per Hand ist doch recht anstrengend.
04 - Teig kneten

Die Teigkugel wälzte ich abschließend in etwas Olivenöl zu einer Kugel und ließ den Teig dann für etwas über eine Stunde von einer Folie bedeckt an einem warmen Ort aufgehen.
05 - Teigkugel warm lagern

Ist der Teig aufgegangen und hat seine Masse vergrößert, kneten wir ihn noch einmal für einige Minuten gut durch,
06 - Aufgegangen & Kneten

dann geben wir den Teig auf eine mit Mehl ausgelegte Arbeitsfläche, zerteilen ihn in mehrere Stücke und pressen ihn zu flachen Fladen. Am besten auch die Hände etwas mit Mehl bedecken, denn der Teig klebt ziemlich. ­čÖé
07 - Teigfladen

Anschließend bestreichen wir eine flache Pfanne mit etwas Fett, lassen sie heiß werden und geben die Teigfladen hinein, um sie von beiden Seiten gut anzubacken. Dabei sollte der Teig etwas aufgehen. Ich bin bei der Backdauer nach Gefühl vorgegangen – man sollte die Fladen aber häufiger wenden, da sie schnell dunkele Stellen bekommen.
08 - Zubereitung

Wäre mein Tikka Masala gelungen, wäre es eine wirklich gute Sättigungsbeilage geworden – so werde ich sie wohl so verzehren müssen. Naan schmeckt zwar frisch am besten – aber man kann es aber notfalls auch abgekühlt noch gut essen.

Chicken Tikka Masala – ein Misserfolg

Ich stelle es gleich voran: mein heutiges Hauptkochexperiment ist leider fehlgeschlagen – und das trotz langer Vorbereitungen. Dennoch möchte ich kurz darüber berichten – sei es auch nur um zu zeigen wie man es nicht machen sollte. ­čśë
Mein Ziel war es Chicken Tikka Masala (CTM) anzufertigen – ein Gericht das zwar indisch klingt, aber ausschließlich in England verbreitet ist. Dazu rührte ich bereits gestern eine Marinade aus Joghurt, frisch gepressten Zitronensaft, Kreuzkümmel, Kurkuma, Chilipulver, einer halben gewürfelten Zwiebel, einer Knoblauchzehe, und Tomatenmark an. Hinein gab ich ca. 250g gewürfelte Hühnerbrust.

01 - Masse

Das ganze liess ich dann für 24 Stunden in einem geschlossenen Gefäß im Kühlschrank ruhen. Gemäß Rezept wurden “12, besser 24 Stunden” vorgeschlagen – hier lag aber wohl schon mein erster Fehler. Wie ich erst später erfuhr sollte man Geflügel nicht über so lange Zeiträume marinieren, da es ansonsten droht bei der Zubereitung zu zerfallen.
Heute gab ich das ganze mit etwas Butterschmalz in einen Topf und wollte es dort fertig schmoren lassen.

02 - Topf

Das Fleisch zerfiel wie bereits oben erwähnt etwas zu schnell. Außerdem musste ich beim ersten Geschmackstest feststellen, dass es etwas zu sauer geraten war. Ich hätte wohl doch nicht den Saft einer ganzen Zitrone hinein tun sollen. Außerdem hatte ich mich auch etwas “verwürzt”. Ich machte es mir dennoch auf einen Teller und probierte es, mußte aber zusätzlich noch feststellen, das obwohl des Fleisch bereits zerfiel die Zwiebeln noch nicht richtig durch waren – also schließlich musste ich es leider dann aber doch “entsorgen”. ­čÖü Geschmacklich war es leider misslungen.

03 - Fertiges Gericht

Denoch werde ich mich nicht entmutigen lassen – kleine Rückschläge passieren jedem mal. Außerdem ist mein Nebenexperiment gelungen – ich werde im Anschluß noch darüber berichten.

Aufgelegt

Gerade nach langer Ruhe mal wieder einen unaufgeforderten Werbeanruf (Cold Call) auf meinem Mobiltelefon bekommen – natürlich mit unterdrückter Rufnummer. Ein freundlich klingender Herr Albter (oder so ähnlich – Name stimmt wahrscheinlich eh nicht) frage mich, ob ich schon einmal bei Gewinnspielen gewonnen hätte. Es gäbe jetzt die Möglichkeit an 10.000 Gewinnspielen gleichzeitig teilzunehmen… blah blah blah. Die alte Leier – habe ich heute nicht das erste mal gehört.
Als ich seinen Redefluß kurz unterbrach und fragte von welcher Firma er anrufe, legte er sofort auf. War ja mal wieder sehr vertrauenswürdig. ­čśë

Chili con Carne Pfanne [25.03.2009]

Heute blieb die Küche mal kalt – ich begab mich mit ein paar Leuten in den Stilbruch, um dort zu Mittag zu essen. Wir hatten Glück im obersten Geschoss noch einen freien Platz zu finden, denn wie meist war die Restauration Stilbruch mal wieder brechend voll. Und dann auch noch neue Bedienungen – das konnte ja heiter werden. Und unsere Befürchtungen bewahrheiteten sich, denn es dauert schon über 20 Minuten bis man endlich unsere Bestellung aufnahm. Und dann dauerte es nochmal über eine halbe Stunde bis wir unsere Speisen erhielten. Na ja – für ein schnelles Mittagessen war der Stilbruch ja noch nie etwas. ­čśë
Ich entschied mich heute für eine halbe Chili-con-Carne Pfanne mit Baguettebrot – das reichte mir heute aus. Erfahrungsgemäß ist es ja meist mehr als nur genau die Hälfte.
20090325chili_stilbruch
Das Gericht war von der Konsistenz etwas verwässert – ich hatte es von früher etwas dicker in Erinnerung. Aber das lag wohl auch daran, dass ich eben nur eine halbe Pfanne bestellt hatte. Der Geschmack war gut wir immer – angenehm scharf und leicht fruchtig. Einziger Kritikpunkt ist heute, dass man heute für meinen Geschmack etwas zu viele Maiskörner hinein getan hatte. Dennoch gehört das Chili con Carne aus dem Stilbruch immer noch zu den besten Restaurant-Chilis, die man hier in Jena käuflich erwerben kann. ­čÖé Und für den kleinen Hunger war es auf jeden Fall mehr als ausreichend – für gerade einmal 4,65 Euronen.

Bombay Lamm-Curry – das Rezept

Nicht das ich nur indisch kochen würde, aber auch für heute hatte ich mal wieder ein Rezept gewählt, das eindeutig seinen Ursprung auf dem Subkontinent hat. Der Titel war zwar Bombay-Curry, jedoch auch hier mal wieder kein Currygewürz mit dabei. Aber ich denke mir natürlich keine neuen Namen aus, daher übernehme ich den Titel hier einfach. Man kann das Gericht entweder mit Lamm- oder mit Rindfleisch zubereiten – ich wählte die Variante mit Lamm. Und das obwohl Lammfleisch gar nicht mal so einfach hier in Jena zu bekommen ist. Zuerst war ich beim Metzger im Sparmarkt in der Löbstedter Straße, doch dort fand sich gar kein Koch- oder Bratfleisch sondern nur Wurst, Aufschnitt und verschiedene Salate. Als nächstes bin ich zur Fleischerei Puhlfürß am Teichgraben, aber auch dort trotz großen Fleischangebots Fehlanzeige – wieder kein Lamm, das gäbe es nur auf Vorbestellung sagte man mir. Meine letzte Hoffnung waren die Gönnataler Putenspezialitäten in der Grietgasse – und hier wurde ich fündig. Und ich hatte immer gedacht dort gäbe es nur Geflügel. ­čÖé
Aber genug der langen Vorrede, kommen wir zu den Zutaten die wir für dieses Gericht benötigen. Wir brauchen also

zwei Chilischoten (eigentlich standen grüne Schoten im Rezept, aber ich hatte noch rote im Haus und wollte diese erst einmal verbrauchen)
01 - Zutat Chilischoten

eine halbe Zwiebel (ich nahm hier die verbleibende Hälfte von gestern – das Foto ist eher ein Symbolfoto)
02 - Zutat Zwiebel

eine Zehe Knoblauch
03 - Zutat Knoblauchzehe

Butterschmalz oder Ghee (habe mir endlich mal richtigen Butterschmalz besorgt – der soll ja geschmacklich besser sein)
04 - Zutat Butterschmalz

eine Dose oder Packung stückige Tomaten
04 - Zutat stückige Tomaten

etwas Kokosmilch
06 - Zutat Kokosmilch

ein wenig frischen Ingwer (hatte ich ja auch noch von gestern übrig)
07 - Zutat frischer Ingwer

etwa 200 – 250g Lammfleisch
08 - Zutat Lammfleisch

als Gewürze Koriander, Kreuzkümmel, Chilipulver, Salz und Kurkuma
09 - Zutat Gewürze

und schließlich etwas Basmatireis
10 - Zutat Basmatireis

Für die Zubereitung schneiden wir zuerst einmal wieder die Zwiebel in Würfel,
11 - Zwiebel schneiden

entkernen und zerhacken die Chilischoten
12 - Chili entkernen und schneiden

und zerhacken den Ingwer. Ich hatte die unterste, trockene Schicht dem bereits angebrochenen Stück abgeschnitten und eine kleine Scheibe von der Ingwerwurzel abgetrennt, die ich dann zerkleinerte.
13 - Ingwer stückeln

Das Lammfleisch schneiden wir nun in mundgerechte Stücke. Leider hatte ich nur Schulter bekommen, das ich etwas von Fett und harten Stellen entfernen musste, richtiges Filetfleisch wäre hier mit Sicherheit noch etwas besser gewesen – aber ich war ja froh überhaupt etwas bekommen zu haben.
14 - Lammfleisch schneiden

In einem Topf lassen wir nun auf mittlerer Stufe etwa einen halben Esslöffel Butterschmalz zergehen
15 - Schmalz in Topf


und dünsten die Zwiebeln darin etwas an.
16 - Zwiebeln andünsten

Nun geben wir die geschnittenen Chilischoten, den Ingwer und das gepresste Knoblauch hinein und lassen alles etwas schwitzen.
20 - Chili, Ingwer und Knoblauch

Anschließend folgen Kurkuma, Kreuzkümmel, Chilipulver und Koriander. Hier sollte man Vorsicht walten lassen und gleich nach der Zugabe der Gewürze etwas umrühren, denn die Gewürze neigen dazu anzubrennen. Den Geruch von frisch angebratenen Kreuzkümmel finde ich übrigens sehr angenehm – riecht einfach lecker.
21 - Würzen

Ist alles gut vermengt, geben wir das geschnittene Lammfleisch hinzu
22 - Lamm hinzufügen

und rühren es gut unter bis das Fleisch von allen Seiten angebraten mit der Würzmasse bedeckt ist.
23 - Lamm anbraten

Nachdem alles gut angebruzzelt ist, können wir die gestückelten Tomaten in den Topf geben
24 - Tomaten rein

und würzen das ganze mit etwas Salz.
25 - Salzen

Bei geschlossenem Deckel lassen wir unser Gericht nun auf niedriger Stufe für 1 bis 1,5 Stunden vor sich hin schmoren. Ziel ist es das Fleisch schön weich wird.
26 - Kochen und rühren

Nach etwas mehr als einer Stunde entschied ich mich, mit dem nächsten Schritt fortzufahren.
Eigentlich sollte jetzt ca. 125ml ungesüßte Kokosmilch folgen. Doch als ich die Dose öffnete, erwartete mich eine Überraschung: Der Inhalt war fest und wie eine Paste. Ich hatte eher eine Flüssigkeit erwartet. Aber da das Zeug weder abgelaufen war noch unangenehm roch, entschied ich mich dazu damit zu arbeiten und rührte etwas von der Masse in meinen Topf unter.
27 - Kokosmilch

Nun war es an der Zeit das ganze einmal zu probieren – vor allem das Lammfleisch – um zu prüfen ob alles gut durch war. Dem war so, es fehlte nur noch etwas Salz, das ich hier noch hinzufügte.
28 - Probieren

Abschließend bereitete ich noch den Basmatireis in der Mikrowelle zu, gab alles auf den Teller und fertig war mein erstes selbstgekochtes Bombay Lamm-Curry.
29 - fertiges Gericht

Lamm ist ja das Schlachtfleisch mit dem größten Eigengeschmack und man muß glaube ich dieses Aroma mögen – ich selbst kenne einige Leute, die Lammfleisch ungern verzehren. Ich aber mag es aber – Lammfleisch zählt um ehrlich zu sein sogar zu meinen Lieblingsfleischsorten. Außerdem ist es mit ca. 3,7% Fett auch recht mager. Und was ich hier gezaubert hatte diente durchaus dazu, diese Meinung zu unterstützen. Das Gericht erwies sich als etwas fruchtig im Geschmack und auch angenehm scharf. Die Verwendung von roten, scharfen Thai-Chilischoten hatte sich entgegen meiner ersten Befürchtung doch als gute Idee herausgestellt. Die Masse die ich gekocht hatte reichte für eine gute Portion aus – wer größere Mengen kochen möchte, sollte die Mengen entsprechend anpassen. Alles in allem war ich mit dem Ergebnis mal wieder sehr zufrieden gewesen – wirklich eine leckere Speise, die trotz recht langer Gesamtzubereitungszeit von etwa eineinhalb Stunden einen festen Platz in meiner immer stärker wachsenden Rezeptsammlung finden wird.

Meine Wertung: 3 MG