Archive for September 16th, 2009

Münchner Innenstadt und Steinmeier [16.09.2009]

Wednesday, September 16th, 2009

Nach Ende des heutigen Schulungstages machten wir uns auf den Weg in die Münchner Innenstadt, um ein wenig Sightseeing zu betreiben. Mit Hilfe unseres Navigationssystemes kämpften wir uns durch den Feierabendverkehr bis zu einem der Parkhäuser durch. Doch ich sollte meine Wahl für die sogenannte Pschorr Hochgarage bald bereuen. Schon die Auffahrt zur ersten Etage war ziemlich steil und endete ziemlich spitzwinklig, so dass ich (zum Glück unbegründet) befürchtete mit dem Auto aufzusetzen. Doch es kam noch schlimmer: denn nun mussten wir durch eine enge, kaum autobreite, sich windende Auffahrt nach oben bis auf das oberste Parkdeck. Ich schwitzte als Fahrer wahrlich Blut und Wasser, während ich mich fast in Schrittgeschwindigkeit bis nach oben kämpfte – ich wollte den Firmenwagen ja nicht beschädigen.

pschorr_hochgarage_muenchen

Wäre ich bloß weiter gefahren – in der Nähe gab es mindestens noch 2 weitere Parkhäuser. 🙁
Zum Glück ging alles gut und wir machten und auf den Weg in die Münchner Fußgängerzone, wo ich die ersten Aufnahmen machen konnte.

Hirmer Haus Dom zu Unserer Lieben Frau (Frauenkirche)
Links: Hirmer Haus – Rechts: Dom zu Unsrer Lieben Frau (Frauenkirche)

Trachtenmode
Trachtenmoden

Leider erwies sich schnell, dass die Lichtverhältnisse bei dem trüben Wetter heute sich für Sightseeing nicht so toll eignete. Als wir den Marienplatz am alten Rathaus von München erreichten, fanden wir dort eine große Menschenmenge und ein umfangreiches Polizeiaufgebot vor.

Menschenansammlung Menschenansammlung
Menschenansammlung auf dem Marienplatz

Schnell wurde uns klar: Hier fand offensichtlich eine Wahlkampfveranstaltung der SPD statt. Und als Höhepunkt des Abends sollte der Kanzlerkandidat Frank-Walter Steinmeier hier sprechen. An dieser Stelle möchte ich klar stellen, dass das Zusammentreffen dieses Ereignisses und unser Besuch in der Innenstadt rein zufällig stattfand. Ich sympathisiere nicht mit dieser Partei und möchte nur über die Begegnung berichten.
Es lief zu jenem Zeitpunkt aber nur ein Werbevideo und die Bühne war leer, daher setzten wir unseren Rundgang erst einmal fort. Ich persönlich hätte es mir auch nicht unbedingt antun müssen, aber meine Kollegen schienen sich dafür zu interessieren und außerdem hat man ja nicht jeden Tag die Gelegenheit, ein Regierungsmitglied live zu erleben – daher wollten wir später noch einmal zurückkehren.
Kurz hinter dem Marienplatz stieß ich – das aber nur am Rande erwähnt – auf den Müncher Apple Store, den ersten “richtigen” Apple Store hier in Deutschland. Den musste ich natürlich sofort ablichten. 😉

Apple Store München
Apple Store München

Nach einigen weiteren Laufkilometern und einer Stärkung in einem Burger King – Fastfoodrestaurant kamen wir schließlich zurück zum Marienplatz. Steinmeier war noch nicht da, aber die SPD-Kandidaten von München und einige Prominenz. Ziemlich weit hinten suchten wir uns einen Platz und beobachteten das Spektakel. Gerade wurde irgend ein Berliner Schauspieler und SPD Sympathisant (dessen Name mir aktuell entfallen ist) der “extra angereist war” interviewed. Die Menschentraube vor der Wahlkampfbühne hatte sich auch weiter vergrößert.

Schauspieler Menschentraube

Dann war es so weit – Außenminister Steinmeier erreichte den Marienplatz und ein paar (bestellte) Fahnen- und Plakateschwenker begannen in einer Ecke des Marienplatzes mit ihrem Gejubel. Auf einer großen Leinwand wurde der händeschüttelnde und winkende Politiker für alle deutliche gezeigt, während er sich durch die Massen seinen Weg zur Bühne bahnte.

Steinmeier kommt Händeschütteln
Steinmeier erreicht die Bühne

Anschließend begann der Müncher SPD-Oberbürgermeister Christian Ude mit einer Begrüßungsrede, in der er natürlich auch wahlkampfkonform noch einmal auf alles Hinwies, was die CSU in Bayern falsch gemacht hat. Als ob die SPD keine Fehler machen würde – aber ich will ja keine Partei ergreifen, denn meine Meinung über CDU/CSU habe ich ja auch in dieser Publikation häufig genug kund getan…

Christian Ude - Bürgermeister
SPD-Prominenz
SPD-Prominenz Plakatschwenker
Während der Rede von Christian Ude

Dann war es soweit: Frank-Walter Steinmeier – aktueller Außenminister und Kanzlerkandidat der SPD trat an das Rednerpult und begann mit seiner Wahlkampfrede.

Steinmeier Steinmeier

Eins muß man ihm lassen: Ein guter Rhetoriker ist Steinmeier. Kräftige Stimme, passende Körperhaltung, Augenkontakt, Hände und Arme zur Unterstützung und Unterstreichung seiner Aussagen – passte schon irgendwie alles. Wenn mir nicht klar wäre, dass Politiker im Wahlkampf gerne das blaue vom Himmel versprechen um gewählt zu werden und auch die SPD an der Regierung primär Lobbyistengesteuert ist, ebenso wie die CDU, hätte er mich schon fast überzeugen können. Aber wer hat denn so ein Zeug wie Hartz IV und Co verzapft? War das nicht ach so soziale und bürgerfreundliche SPD? Hat sie nicht die Vorratsdatenspeicherung mit und die Internetzensurinfrastruktur – äh, natürlich die Sperren die NUR und AUSSCHLIESSLICH (jaja, wers glaubt…) gegen die böse industriell organisierte KiPo-Mafia mit beschlossen? Hat sie nicht immer brav und linientreu mit ihrem Koalitionspartner fast einstimmig im Bundestag mit Ja gestimmt wenn es darum ging unter dem Deckmantel der Terrorbekämpfung den Datenschutz weiter einzuschränken, die Behördenbefugnisse zu erweitern und die Grundrechte weiter einzuschränken? Kleineres Übel – na ja, vielleicht – aber mit Sicherheit kein Heilsbringer wie Herr Steinmeier es hier von seiner Kanzel predigte und seine Zuhörer glauben machen wollte. Aber so ist eben Wahlkampf – und Wahlversprechen sind nach der Wahl eh vergessen. Wer glaubt dass die CDU unter Merkel Steuern senkt, glaubt wahrscheinlich auch noch an den Osterhasen.

Publikum Steinmeier

Nach über einer Stunde war das ganze dann vorbei. Wir machten uns auf den Rückweg zum Parkhaus,

Hirmer Haus

und nachdem ich uns vorsichtig den engen Weg über die Parkgaragen-Rampe zurück auf die Straße gebahnt hatte gings zurück ins Hotel. Interessantes Erlebnis den Wahlkampf auch mal Live zu erleben…

Fischpfanne Vitality [16.09.2009]

Wednesday, September 16th, 2009

Wie ja aus meinem vorherigen Bericht hervorgeht, halte ich mich momentan beruflich bedingt in der bayrischen Landeshauptstadt München auf. In Rahmen dieses Aufenthalte begaben wir uns heute in eine Kantine in Aschheim-Dornach bei München, um dort unser Mittagsmahl zu verzehren.
Die Auswahl war recht groß – drei asiatische Gerichte standen auf der Karte, außerdem gab es Salate und Desserts verschiedenster Art, Cevapcici mit Tomatenreis und schließlich die Fischpfanne Vitality für die ich mich entschied. Am Rande erwähnen möchte ich hier noch die Tatsache, dass es in dieser Kantine tatsächlich eine Glasvitrine gibt, in der die angebotenen Speisen in Real ausgestellt sind. Muß mal schauen ob ich mal ein Foto davon machen kann – so etwas habe ich nur mal in den USA mit Nachbildungen der Gerichte gesehen, aber noch nie so.

Fischpfanne Vitality

War wie in Kantinen leider so oft nicht mehr ganz heiß, aber die Zusammenstellung traf meinen Geschmack ganz gut. Zwischen den drei bis vier Fischsorten man verwendet hatte fanden sich neben Krabben und Lachs leider auch kleine Tintenfischarme mit Saugnäpfen daran – etwas was ich normalerweise nicht so besonders mag – aber es tat dem geschmacklich sonst eher positiven Gesamteindruck keinen Abbruch. Natürlich waren auch einige Gräten dabei – aber bei Fisch muss man damit ja immer rechnen. Des weiteren bestand die Pfanne aus Kartoffelspalten, Zwiebeln und weiterem Gemüse. War ok und reichte aus, um mich nicht hungrig durch den Nachmittag gehen zu lassen. Aber unsere Betriebskantine ist auf jeden Fall besser – dass muß ich hier mal anmerken.

Mein Abschlußurteil:
Fischpfanne Vitality: +

Sangeet in München [Qype]

Wednesday, September 16th, 2009

MuenchenEssen & TrinkenRestaurantsIndisch

Gestern bin ich mit zwei Kollegen chinesischer Herkunft in München angekommen und wollte noch etwas essen gehen. Mit Hilfe meiner iPhone App “AroundMe” stieß ich auf das Sangeet und konsultierte darauf hin Qype um die bisherigen Beurteilungen zu begutachten. Nachdem ich die durchgehend positiven Bewertungen gelesen hatte, entschieden wir uns dafür dort zu Abend zu essen. Freundlich wurden wir von einem Kellner mit Turban begrüßt und an unseren Platz geführt – trotz späteren Dienstag Abends waren doch relativ viele Tische besetzt.

Sangeet München

Ein Blick in die Speisekarte zeigte, dass die Preise für die exklusive Lage nahe des Odeonsplatzes angemessen waren: Sie gingen in etwa bei 10 bis 11 Euro los. Das Angebot war reichlich, ohne allzu überladen zu wirken: Einige indische Vorspeisen und viele verschiedene Gerichte nach Art des Fleisches bzw. Vegetarisch sortiert. Wir fanden Fisch, Huhn, Lamm-, Rind- und Schweinefleischgerichte sowie noch ein Angebot an verschiedenen Biryanis.

Speisekarte Sangeet

Neben einigen Gerichten fanden sich zwischen ein und fünf Chilischoten-Symbole, welche die Schärfe der Gerichte anzeigten. Ich entschied mich für das mit zwei Chilischoten markierte “Chicken Nilgiri” – einem Gericht mit Huhn, Rahmspinat, Chili, Safran und Kokos. Als Vorspeise wählten wir für alle überbackenes Naan. Hätten wir gewusst dass es auch ohne diese Bestellung einen Korb hauchdünnes Fladenbrot mit vier Saucen (mild, süß, leicht und sehr scharf) gab, hätten wir wohl darauf verzichtet.

Vorspeise mit 4 Saucen

An dieser Stelle sei noch vermerkt dass der Ober stets freundlich und aufmerksam war, ohne dabei jedoch auch nur einen Moment aufdringlich zu wirken. Er beriet wo es notwendig war und war auch gern zu einem kurzen Smalltalk bereit – ein sehr positives und lobenswertes Verhalten.
Nach recht kurzer Wartezeit wurden schließlich unsere Speisen in kleinen Messingtöpfen serviert – dazu gab es einen großen Teller mit Basmatireis für alle.

Chicken Nilgiri

Obwohl ich ein mit nur zwei Chilischoten markiertes Gericht gewählt hatte, musste ich schnell feststellen dass Schärfe hier wirklich ernst genommen wurde – nicht an europäische Geschmäcker angepasst wie man es so oft in indischen Restaurants erlebt. Und trotz des Tatsache dass ich scharf mag, kam ich bei meinem Chicken Nilgiri wirklich leicht ins Schwitzen. Also Vorsicht: Scharf heißt im Sangeet wirklich scharf – sogar sehr scharf. Ich möchte nicht wissen was das mit fünf Chilischoten markierte Chicken Madras auf meiner Zunge hervorgerufen hätte.
Alles in allem kann ich das Sangeet nur empfehlen. Die Preise für ein Abendessen sind zwar nichts für den kleinen Geldbeutel, aber für einen Liebhaber der indischer Küche ist dieses Restaurants nach meinem aktuellen Kenntnisstand eindeutig eine der ersten Adressen in München. Beide Daumen hoch!

Mein Beitrag zu Sangeet – Ich bin JaBB – auf Qype