Saltimbocca auf Weizensockel [12.03.2010]

Die heutige Auswahl machte es mir wieder ziemlich schwer das passende zu finden. Gut, die “Gebackene Ananas und Banane” von der Asia-Theke oder das traditionell-regionale Angebot “Apfelstrudel mit Vanillesauce” kamen für mich als Hauptspeise weniger in Frage – ich möchte zu Mittag schon gerne etwas kräftiges und nichts süßes. Da war das andere Asia-Gericht “Gung Po Jau Yu – Tintenfisch gebraten mit Gemüse und Chinapilzen in Hoi Sin Sauce” schon viel interessanter – denn Tintenfisch gehört zu den von mir sehr geschätzten Meeresfrüchten. Aber auch das “Pagnasiusfilet auf buntem Reis mit Curry-Kokossauce” als Globetrotter-Gericht klang nicht nur gut, sondern sah auch so aus. Außerdem gab es außer der Reihe noch als Sonderangebot “Pikantes Reisfleisch“, was wohl die Reste vom gestrigen Gulasch verwertete, aber hier und hier probiert und für gut befunden wurde. Aber da ich meinen geschätzten Lesern auch mal was neues, noch nicht Dagewesenes bieten wollte, entschied ich mich letztlich für das “Saltimbocca vom Hühnchen auf Weizensockel mit Tomate und Zucchini“, welches als heutiges Vitality-Gericht angeboten wurde. Mit 533 kcal (10g Fett, 53g Kohlehydrate und 53g Eiweiß – lt. Angaben der Kantine) hatte es außerdem den Vorteil dass es angenehm leicht war. Da konnte ich mir durchaus auch noch das Rhabarberkompott leisten, welches ich mir als Nachtisch mit auf mein Tablett stellte.

Saltimbocca auf Weizensockel

Der Begriff Saltimbocca oder “Salt’ im bocca” im römischen Dialekt bedeutet so viel wie “Spring in den Mund” und zählt in seiner originalen Zubereitung mit Kalbsschnitzel als Spezialität der römischen Küche. Auf dem eigentlichen Fleisch befindet sich noch Salbei und darüber schließlich eine Scheibe meist luftgetrockneter Schinken. Dass man hier im Betriebsrestaurant, zumindest meines Eindruckes nach, eher Kochschinken verwendet hatte, sei da mal verziehen. An das Salbei hatte man aber gedacht und gleich mehrere Blätter zentral unter dem Schinken platziert. Das wurde mir geschmacklich deutlich bewusst, als ich die Mitte des zwar für Geflügelfleisch typisch trockene, aber schmackhafte Saltimbocca erreichte und das erste Stück des Salbei erwischte. Ich hatte vergessen wie würzig so ein Stück frisches, unzerkleinertes Salbeiblatt sein kann. Aber geschmacklich Einwandfrei und eindeutig sehr lecker wenn man sich daran gewöhnt hat. Der Weizensockel bestand aus gekochtem Zartweizen, einer Sättigungsbeilage die ich meines Wissens in dieser Form noch nie an einem Mittagsgericht hatte. Eine kurze Recherche hier im Blog zeigte auch, dass Zartweizen zwar schon hier im Betriebsrestaurant angeboten, aber noch nie von mir gewählt worden war. Also sozusagen eine kleine Premiere. Geschmacklich muss ich zugeben, dass sie mich im ersten Moment an eine kleinere, deftigere, nicht süße Variante von Kellogs Smacks erinnerten, welche ja ebenfalls aus Weitenkörnern gefertigt werden. Ich musste feststellen, dass es sich bei Zartweizen durchaus um eine Alternative zu den sonst üblichen Sättigungsbeilagen wie Reis oder Kartoffeln handelt – schmeckt wirklich interessant. Das Gemüse in Form von Tomatenstücken und kleinen Zuchiniwürfeln erwies sich als eine scharf gewürzte und perfekt zum Saltimbocca passende Beilage handelte. Ein gut abgestimmtes Gericht, dass wirklich vorzüglich gemundet hat. Und schließlich auch das Rhabarberkompott war etwas ungewöhnliches, aber leckeres Dessert mit seinem doch recht säuerlichen, aber angenehmen Geschmack.
Was heute der absolute Renner unter den Gästen des Betriebsrestaurants war lässt sich wirklich sehr schwierig sagen. Das Pangasiusfilet und das Reisfleisch waren aber deutlich vorne dabei und die Asia-Gerichte dürften sich in ihrer Häufigkeit kaum von diesen beiden Gerichten unterschieden haben. Danach würde ich schon den Apfelstrudel mit Vanillesauce sehen und knapp danach das Saltimbocca. Aber alles natürlich rein subjektiv beurteilt. Ich auf jeden Fall war wirklich sehr zufrieden mit meiner Wahl und werde auf jeden Fall gerne wieder zugreifen, wenn ein solches Gericht irgendwo angeboten wird. Saltimbocca ist wirklich was ziemlich leckeres.

Mein Abschlußurteil:
Saltimbocca vom Hühnchen: ++
Zartweizen: ++
Tomaten-Zucchini-Gemüse: ++
Rhabarberquark: ++

« « CremeQuark, Pflaume & Mandarinen | Pflaume, Leberkäse & Banane » »

5 Kommentare to “Saltimbocca auf Weizensockel [12.03.2010]”

  1. manfred kimmel meinte am 12.03.2010 um 22:57 Uhr :

    sorry, aber 53g eiweiiß kann ich nicht glauben. woh ein irrtum oder?


  2. JaBB meinte am 13.03.2010 um 00:29 Uhr :

    So stands auf dem Aushang, Vielleicht haben die da ein Komma vergessen?


  3. Mediteranne Gemüsepfanne auf Kräuterisotto [28.06.2010] | Subnetmask meinte am 29.06.2010 um 00:24 Uhr :

    […] Auf einer angenehm großen Portion von Weichweizen, den ich ja schon damals beim Saltimbocca auf Weizensockel sehr schätzen gelernt hatte, fand sich eine reichhaltige und pikant gewürzte Mischung […]


  4. Saltimbocca vom Huhn auf Weizensockel [21.01.2011] | Subnetmask meinte am 21.01.2011 um 23:57 Uhr :

    […] Creme, eine Art Vanillemousse, mit drin. Saltimbocca in gleicher Zubreitungsform hatte ich hier ja schon mal probiert und für gut […]


  5. Antipasto & Saltimbocca | Subnetmask meinte am 03.05.2011 um 00:25 Uhr :

    […] mit Kartoffelpüree entschieden – ich wollte nach der Variante mit Huhn die ich ja hier und hier schon mal probiert hatte nun endlich mal ein “echtes” Saltimbocca in seiner […]


Hinterlasse ein Kommentar

XHTML: Erlaubte Tags: <a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <s> <strike> <strong>