Kampf der Titanen 3D – Filmreview

Kampf der Titanen - Kinokarte Gestern Abend kamen wir dazu, mal wieder ins Kino zu gehen und unsere Wahl fiel dabei auf “Kampf der Titanen” (Clash of the Titans) von Louis Leterrier mit dem bereits aus Avatar bekannten Sam Worthington als Perseus anzusehen – und zwar im Forumskino auf der Museumsinsel in München, wo ich direkt von der Arbeit aus mit der S-Bahn hin fuhr. Mein Kollege, der die vorbestellten Karten bereits abgeholt hatte, verspätete sich zwar etwas, aber wir betraten den Film noch während des Intros, so dass wir glücklicherweise nicht allzu viel verpassten. Dass wir uns dabei für die Vorstellung in 3D entschieden hatten brauche ich an dieser Stelle glaube ich gar nicht zu erwähnen – jetzt wo ich mit diesem 3D Kino “angefixt” bin, möchte ich die Filme wenn möglich natürlich auch in 3D sehen. ­čśë
Die Story ist schnell erzählt, da sie nicht besonders tiefgehend ist: Perseus (Sam Worthington), Sohn des Göttervaters Zeus und einer Sterblichen, wird als Kind ausgesetzt und von einem armen Fischer gefunden, der ihn in seine Familie aufnimmt und wie einen eignen Sohn aufzieht. Als die Götter durch den Bildersturz der Soldaten des Königs von Argos erzürnt werden, wird seine ganze Adoptivfamilie von Hades (Ralph Fiennes) getötet und der überlebende Perseus schließlich nach Argos gebracht. Hades überredet seinen Bruder Zeus (Liam Neeson) dazu, ihm die Bestrafung der abtrünnigen Menschen zu überlassen, führt dabei aber eigene Pläne im Schilde, durch die er die Macht im Olymp an sich reißen und Zeus stürzen will. Als das vom Götterglauben abgefallenen Königspaar von Argos den Göttern weiter lästert und die Königin sich und ihre Tochter Andromeda selbst als Gottgleich bezeichnet, erscheint Hades erneut und droht mit der Zerstörung von Argos durch sein Geschöpf, den Kraken, falls die Stadt nicht ihre Königstochter dem Ungeheuer opfert. Nach einigem Unwillen und durch die Überedungskunst der Io macht sich schließlich Perseus einigen Getreuen auf die gefährliche Reise, um dem Treiben des Gottes der Unterwelt einhalt zu gebieten und Argos zu retten.
Die Story ist der gleichnamigen Verfilmung von 1981, die vor allem durch die Stop-Motion-Technik des Ray Harryhausen bekannt geworden ist, sehr ähnlich. Die Mechano-Eule Bubo aus der alten Verfilmung, die aber, offensichtlich als kleiner Seitenhieb, in einer Szene dennoch kurz auftaucht, hat man zum Glück weggelassen. Das hätte das Niveau des Filmes auch glaube ich nur noch mehr runter gezogen.
Natürlich hat man wie in Hollywood üblich einfach weitere Charactere nicht nur aus der griechischen Mythologie genommen und in den Film eingebaut, denn weder Io noch die eher aus dem arabischen Fabelwelt stammenden Dschinns haben etwas mit der Perseus-Sage zu tun.
Dass man den Film nachträglich, dem aktuellen Hype folgend, in 3D umgearbeitet hat, sieht man dem Film teilweise auch an. Da sind Babys mit nicht zum Körper zu gehörend scheinenden Köpfen oder Kampfszenen mit Skorpionen, die einfach unscharf erscheinen. Das zeigte, dass nicht alles was 3D ist auch immer gleich wirklich gut sein muss. In 2D hätte es der Film auch getan.
Was letztlich heraus gekommen ist, ist ein meiner Meinung nach mittelmäßig guter Fantasy-Actionfilm mit nett anzusehender Tricktechnik. Kann man sich durchaus im Kino ansehen.

3 thoughts on “Kampf der Titanen 3D – Filmreview

  1. Soweit mir bekannt ist, gibt es den Film ausschließlich als 3D-Version. Eine 2D hätte mir auch gereicht…

  2. Das ist natürlich seltsam, da der Film ja ursprünglich in 2D gedreht wurde. Aber ich denke das liegt am aktuellen 3D Hype.

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