Tod eines Centurio [SPQR 6]

In nur knapp einer Woche habe ich nun auch das sechste Buch der von mir sehr geschätzten SPQR Reihe von amerikanischen Author John Maddox Roberts verschlungen. Damit bin ich leider auch am Ende zumindest der aktuell als Hörbuch bei Audible verfügbaren Teile angekommen. Insgesamt hat Roberts aber bis heute dreizehn Teile heraus gebracht, die letzten sieben Teile sind aber aktuell nur als gedruckte Version verfügbar. Wie ich ja bereits zuvor erwähnt hatte, habe ich vor einigen Wochen via Mail bei Audibe angefragt ob eine weitere Vertonung geplant ist und als Antwort erhalten, dass dies für die nächste Zeit keine weiteren SPQR-Teile vorgesehen sind. Sehr schade – ich mich für den Rest der Serie dann wohl auf die gedruckten Bücher verlegen.
Aber kommen wir zum nun endlich zum Tod eines Centurio. In Rom ist Clodius, der Lieblingsfeind unseres Protagonisten Decius Caecilius Metellus des Jüngeren, zum Volkstribun gewählt worden. Daher zieht es Decius vor der Stadt fern zu bleiben und zieht mit dem Prokonsul Gaius Julius Cäsar nach Gallien. Im Lager der 10ten Legion im Rhonetal angekommen macht er sich aber mit seiner direkten und ehrlichen Art nicht gerade viele Freunde den anderen Führungsoffizieren. Als Decius von Cäsar nach dem geheimnisvollen Mord am allgemein unbeliebten Centurio Vitus Vinius den Auftrag erhält dieses Verbrechen aufzuklären, muss er sehr bald feststellen, dass der Feind nicht nur in Form von wilden Galliern und Germanen vor den Toren, sondern auch im Lager zu lauern scheint. Und die Zeit spielt gegen Decius, denn wenn er die wahren Täter nicht bald findet, werden unschuldige Männer, darunter einer seiner eigenen Klienten, einen grausamen Tod sterben.
Der Sprecher Erich Räuker verleiht dem wie zuvor auch in diesem Teil dem in der Ich-Form von den Ereignissen erzählenden Decius seine Stimme. Und wie ich es auch von den vorherigen Teilen her kenne sind die historischen Gegebenheiten vom Autor Roberts detailreich recherchiert und geben dem Leser (oder Hörer) dieses mal einen tieferen Einblick in das Leben und die Organisation einer römischen Legion zum Ende der alten römischen Republik. Die Ereignisse spielen zu Beginn des fünfjährigen Prokonsulates von Julius Cäsar in Gallien, was 58 vor Christus oder besser 696 a.u.c ab urbe condita (“Von der Gründung der Stadt an”) – Römische Zeitrechnung stattfindet. Doch auch die Begegnung mit den vom hochnäsigen Römer als Barbaren bezeichneten Gallier, Helvetier und Germanen wird sehr schön beschrieben. Beim Konsum dieses Werkes kann man sich wirklich wunderbar in die damalige, antike Zeit hineinversetzen. Durch das Einbinden des (natürlich fiktiven) Charakters Decius Caecilius Metellus in reelle historische Ereignisse liefert John Maddox Roberts dem Leser nicht nur eine spannende und kurzweilige Krimigeschichte, sondern bringt ihm auch gleichzeitig einen Teil der römischen Geschichte näher. Meiner Meinung nach war der sechste Teil der bisher beste Teil von allen. Die fast acht Stunden Hörzeit gingen wirklich wie im Flug vorüber und machten mir Lust auf mehr von Decius – viel mehr.

Meine Wertung: 3 von3 Sternen

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2 Kommentare to “Tod eines Centurio [SPQR 6]”

  1. Der Fluch des Volkstribun [SPQR 7] | Subnetmask meinte am 22.06.2010 um 22:18 Uhr :

    […] ich ja bereits in meinem Beitrag zum sechsten Teil der SPQR-Reihe (Tod eines Centurio) bemerkte, gibt es leider keine weiteren […]


  2. Die Schiffe der Kleopatra [SPQR 9] | Subnetmask meinte am 18.07.2010 um 23:29 Uhr :

    […] andere, dunklere und einfachere Kleidung von den Römern unterschieden haben (was er z.B. in Tod eines Centurio behauptet). Das einzige was sie damals nicht tragen durften war die Toga, die ein […]


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