Archive for June, 2010

Prig Pad Kai [30.06.2010]

Wednesday, June 30th, 2010

Mein erster Gedanke war heute, mich für das “Seelachsfilet im Pfirsich-Ingwer-Sud mit Kugel von Jasmin Duftreis” aus dem Bereich Vitality zu entscheiden, ein Gericht das ich hier und sehr ähnlich auch hier schon mal probiert und für sehr lecker befunden hatte. Aber auch die traditionell-regionalen “Broccoli-Nußecken an mediterranem Gemüse mit Basilikumdip” sowie das “Putensteak Hawaii mit Curryreis” bei Globetrotter klangen durchaus verlockend. Der “Khao Pad Pak – Thailändischer gebratener Reis mit Ei, frischem Gemüse in einer leichten Soja Sauce” aus dem Asia-Bereich war aber auch nicht von der Hand zu weisen – letztlich fiel meine Wahl aber dann auf das “Prig Pad Kai – Putenfleisch mit Chilischoten und verschiedenem Gemüse nach Thai-Art“, das ich mir selbst natürlich wie üblich mit einem Esslöffel Sambal Olek auf einer Schale Reis servierte.
Prig Pad Kai
Heute hatte ich wohl etwas zu kräftig beim Fleisch zugegriffen, denn meine Schale war mit mehr zarten und wohlschmeckenden Putenfleischstücken als Gemüse bestückt. Aber natürlich fand sich letztlich auch genügend Gemüse, darunter Zucchini, Blumenkohl, Mungobohnenkeimlinge, grüne Paprika und Frühlingszwiebeln, das in einer süßlichen, leicht scharfen Sauce garniert war. Der Schärfe des Sambal Olek übertraf die Schärfe der Sauce aber deutlich. Nur von den angekündigten Chilischoten konnte ich nichts entdecken, was sich aber als nicht sonderlich tragisch erwies. Insgesamt auf jeden Fall eine gute Wahl, hat mir mal wieder sehr gut geschmeckt.
Bei den anderen Kantinenbesuchern lag heute meiner Meinung nach das Putenschnitzel Hawaii leicht vorne, aber eng gefolgt von den Asia-Gerichten und dann dem Seelachsfilet im Pfirsich-Ingwer-Sud. Zuletzt kamen dann schließlich die Broccoli-Nußecken, welche im übrigen aus Kartoffelecken Gemüse und Nüssen bestanden. Auch wenn es visuell nicht viel hermachte war ich mit meiner heutigen Wahl auf jeden Fall sehr zufrieden.

Mein Abschlußurteil:
Prig Pad Kai: ++
Reis: ++

Ehrmann FitVital Quark & Pfirsich

Wednesday, June 30th, 2010

Ehrmann FitVital Quark & Pfirsich

Ein Geruch von feuchter Erde lag in der Luft als ich heute morgen mein Appartment verließ und mich durch den kleinen Park hinter dem Appartmentkomplex auf den Weg zum S-Bahnhof machte. Es hatte in der Nacht offensichtlich kräftig geregnet und dem ausgtrockneten Land die Nässe gebracht, nach dem es während des sommerlichen Wetters gelechzt hatte. Außerdem waren die Temperaturen auf ein durchaus erträgliches Maß zurückgegangen und die Sonne wurde von einem dünnen Wolkenschleier verdeckt, so dass sie nicht ihre ganze Kraft entfalten konnte. So könnte es den Rest der Woche gerne bleiben – doch leider wird, glaubt man der Wettervorhersage, spätestens morgen die Hitze zurückkehren.
Ich erreichte schließlich nach meiner morgendlichen S-Bahn Fahrt und einem zehnminütigen Spaziergang das Kantinenbistro und deckte mich dort wie jeden Morgen mit einem Becher Kaffee ein. Dazu gab es heute einen Pfirsich sowie einen 125g Becher Ehrmann FitVital Fruchtquark in der Geschmacksrichtung Erdbeere, der mit 111kcal oder 3 WW ProPoints zu buche schlug. Übrigens eine wirklich sehr gelungene Quarkzubereitung wie ich zum wiederholten Male feststellen muss. Unter einer dicken Schicht lockeren, schaumigen Quarks fand sich eine dünne Schicht Fruchtzubereitung. Beides vermengt ein lockerer und leichter Quarkgenuss. Einziger Kritikpunkt ist dass Ehrmann hier 25g von der gewohnten Bechergröße von 150g eingespart hat – aber das greift ja seit die Standard-Packungsgrößen dank der EU-Vereinheitlichung gefallen sind um sich. Gib der Lebensmittelindustrie nur die Gelegenheit den Verbraucher zu bescheißen und schon nutzt sie es. Aber wegen 25g will ich natürlich auch keinen Aufriss machen. Geschmeckt hats ja trotzdem. 😉

Guten Appetit

Spaghetti Bolognese [29.06.2010]

Tuesday, June 29th, 2010

Auch heute entschied ich mich gegen eines der Asia-Gerichte – obwohl es mit “Pad Pak Ruam Medmamaung – Gebratenes Gemüse mit Nüssen und Knoblauch in Soja Sauce” und “Gai Pad King – Gebratene Hähnchenfleischstreifen mit frischem Gemüse, Ingwer und Pilzen” durchaus verlockende Angebote begab. Am klügsten und kalorienbewußtesten wäre bestimmt der “Bunte Salatteller mit Schinken und Käsestreifen” gewesen, der bei Vitality angeboten wurde. Und auch das traditionell-regionale “Geflügelgeschnetzelte in Champignonrahm mit Knöpfle” wäre bestimmt ernährungstechnisch besser gewesen als das heutige Angebot bei Globetrotter in Form einer Portion “Spaghetti Bolognese mit Parmesan“, für das ich mich aus einer Laune heraus schließlich entschied.
Spaghetti Bolognese
Abgesehen von den wohl doch etwas höher angesiedelten Kalorienwerten eine gute Wahl. Auf angenehm al dente gekochten Spaghettinudeln fand sich eine Sauce aus körnig angebratenem Hackfleisch und einer würzig-fruchtigen Tomatensauce, in der ich sogar einige Stücke von ungeschälten Tomaten fand – was mich in meinem Eindruck bestärkte dass es sich hier zumindest um keine Fertigware handelt, viel mehr um eine frisch oder größtenteils frisch zubereitete Sauce. Aber ich hatte in diesem Betriebsrestaurant auch nichts anderes erwartet. Mit etwas Parmesan bestreut ein wirklich sehr leckeres Mittagsgericht.
Ausnahmsweise hatte ich mit den Spaghettigericht heute auch das gewählt, für das sich meines Eindrucks nach die meisten anderen Kantinengäste entschieden hatte. Auf Platz zwei folgten die Asia-Speisen, dann sehr knapp dahinter folgte aber schon das Geflügelgeschnetzelte. Und auch der Salat erfreute sich schließlich noch einer recht breiten Beliebtheit – was bei den heutigen Temperaturen eigentlich verständlich ist. Bei angekündigten 25 Grad war die gefühlte Temperatur gerade um die Mittagszeit doch deutlich höher. Bleibt nur zu hoffen dass mein Ausflug in die Welt der etwas massigeren Speisen sich morgen nicht zu sehr auf die Waage auswirkt. 😉

Mein Abschlußurteil:
Spaghetti Bolognese: ++

Bauer 4-Korn & Pflaumen

Tuesday, June 29th, 2010

Bauer 4-Korn & Pflaumen

Man merkt dass der Sommer nun in ganz großen Schritten zu kommen scheint. Obwohl die Wettervorhersage für heute “nur” mit Temperaturen bis 26 Grad rechnet, brannte der Atomofen unseres Sonnensystems heute früh bereits ziemlich heftig auf mich und die anderen Wartenden am S-Bahnhof hernieder. Und das bei meinem heute doch recht kräftigen Muskelkater – Bericht dazu folgt ggf. später – das macht das Schwitzen in der erbarmungslosen Morgensonne nicht gerade einfacher.
Daher war ich früh als ich heute das schattige Kantinenbistro erreichte und mich dort endlich mit einem Kaffee und einem 150g Bauer 4-Korn Joghurt, Geschmacksrichtung Apfel-Banane, eindecken konnte. (133,5kcal/4 WW ProPoints) Gemeinsam mit zwei Pflaumen aus eigenem Einkauf ein ausgewogenes Frühstück.

Guten Appetit

Mediteranne Gemüsepfanne auf Kräuterisotto [28.06.2010]

Monday, June 28th, 2010

Heute standen wieder einmal viele interessante Gerichte zur Auswahl – aber auf Asiatisches wie “Poh Piard Thord – Knusprige Frühlingsröllchen” oder “Gaeng Panang Moo – Gebratenes Schweinefleisch mit frischem Gemüse, Kaffir Limetten in roten Panang Curry” war mir nicht so. Das “Paprikarahmschnitzel mit Nudeln” aus dem Bereich der traditionell-regionalen Speisen klang da schon verlockender und auch die “Raviollo mit Käsefüllung in Ruccula-Kräutersauce” bei den Globetrotter-Gerichten war durchaus interessant. Meine endgültige Wahl fiel dann aber auf die “Gemüsepfanne auf mediterrane Art mit Kräuterrisotto vom Weichweizen“.
Mediterrane Gemüsepfanne
Abgesehen von den Oliven, denen ich auch heute keine rechte Begeisterung entgegen bringen konnte eine wirklich sehr schmackhafte Zusammenstellung. Auf einer angenehm großen Portion von Weichweizen, den ich ja schon damals beim Saltimbocca auf Weizensockel sehr schätzen gelernt hatte, fand sich eine reichhaltige und pikant gewürzte Mischung verschiedener Gemüsesorten – darunter Zucchini, Pilzen, Tomaten, wohl auch einige Stücke grüner Pepperoni, Paprika und einiges mehr. Auch wenn es sich hier um ein rein vegetarisches Gericht handelte, so war es doch letztlich sehr sättigend wie ich mit Genugtuung feststellen konnte. Und mit 472kcal pro Portion auch ein wirkliches Leichtgewicht.
Allgemein lag in der Beliebtheit beim restlichen Kantinenpublikum natürlich wie nicht anders zu erwarten das Paprikarahmschnitzel vorne, gefolgt von den Asia-Gerichten auf Platz zwei. Den dritten Platz belegten meiner Meinung nach schließlich die Ravioli und last but not least kam dann die Gemüsepfanne. Im Nachhinein gesehen klingt natürlich auch das Gaeng Panang Moo mit seinen Kaffirlimetten und dem Panang Curry sehr verlockend, aber was die Nährwerte angeht bin ich mir sicher, dass ich mit der Gemüsepfanne die eindeutig beste Wahl getroffen hatte.

Mein Abschlußurteil:
Mediterrane Gemüsepfanne auf Kräuterisotto: ++

Froop Waldfrucht, Pflaumen und warum ich lieber Zug fahre

Monday, June 28th, 2010

Froop Waldfrucht & Pflaumen

Gestern bin ich, nachdem ich mir natürlich vorher beim Bügeln noch das WM Spiel Deutschland-England angesehen hatte, zurück nach München aufgebrochen. Aus organisatorischen Gründen fuhr ich dieses Mal mit einem der firmeneigenen Poolwagen in Richtung München und wählte die Strecke A3 und A9, die meiner Meinung nach Fahrtechnisch etwas günstiger liegt als die Alternative über die A5 und A8. Die Fahrt verlief auch aufgrund des niedrigen LKW-Aufkommens soweit recht flüssig, aber ich wurde ein weiteres Mal in meiner Meinung bestärkt dass Zugfahren einfach weitaus entspannter ist.
Nur ein Beispiel von Mehreren war eine Situation als ich mit ca. 220 km/h (könnte auch schneller gewesen sein) gerade einige Autos überholte, die sich auf der Mittelspur befanden. Schneller konnte ich nicht fahren, da ein Audi Q7 und weitere Autos vor mir mit etwa der selben Geschwindigkeit fuhren. Plötzlich sehe ich im Rückspiegel, wie mir ein VW (Passat oder großer Golf, da bin ich nicht sicher) mit aufgeblendetem Fernlicht fast auf der Stoßstange hängt. Sagt mal: Haben solche Leute ein Ei am Kreisen? Sehen die nicht dass ich bei der Geschwindigkeit und bei dem Verkehrsaufkommen kaum nach rechts fahren kann. Aber der Vollprolet, der offensichtlich am Steuer des drängelnden Wagens saß ließ nicht locker und drängelte und nötigte mich weiter. Der Witz war, dass als ich den Überholvorgang beendet und auf die Mittelspur ausgewichen war dieser Drängler plötzlich nicht mehr genügend Power unter der Haube zu haben schien und ständig links hinter mit hängen blieb, so dass ich schließlich aufgrund des vorherfahrenden Verkehrs bremsen musste und er endlich vorbei zog. Wollte er mich ausbremsen nur weil ich ihn nicht vorbei gelassen hatte? Solchen Leuten sollte man nicht nur den Führerschein auf Lebenszeit entziehen – ich könnte mir weitaus bessere Strafen vorstellen, die ich aber aufgrund des Jugendschutzes hier leider nicht niederschreiben kann.
Es ist nichts dagegen zu sagen, einen hartnäckigen Linksfahrer bei freier rechter Fahrspur durch kurzes aufblenden der Scheinwerfer darauf hinzuweisen, die Bahn frei zu machen – aber wenn es die Verkehrssituation nun mal nicht anders zulässt sollte sich doch auch der schnellere Fahrer damit abgeben dass er kurz seine Geschwindigkeit reduzieren muss. Das Unterschreiten jeglichen Sicherheitsabstandes und vorsätzliche Nötigung des anderen Fahrers halte ich da für keine Alternative. Vor allem würde ein solcher Fahrzeugführer doch selbst wenn man ihnen Platz machen würde, sofort hinter dem nächsten Auto klemmen und es bedrängeln.
Ich kann bei so etwas mal wieder wirklich nur mit dem Kopf schütteln und mein Bedauern für so wenig Vorraussicht ausdrücken. Vor dem drehen des Zündschlüssel sollte man das Gehirn einschalten, nicht deaktivieren. Würden mehr Autofahrer nicht mit Tunnelblick und bei ausgeschaltetem Verstand fahren, sondern auch die Gesamtverkehrssituation in ihren Fahrstil einkalkulieren, würde der Verkehr weitaus besser und ruhiger fließen. Die deutsche Autobahn ist doch kein Kriegsgebiet, auf der die schnellen Fahrer die langsamen bekämpfen, nötigen und wegdrängeln müssen. Ein bisschen mehr Rücksicht täte allen gut.
Es gibt aber auch andere Situationen, die besonders gerne von den niedriger motorisierten Verkehrsteilnehmern provoziert werden. Mein absoluter “Liebling”, den ich gestern auch wieder erlebt habe, ist dabei folgende Verkehrslage: Man stelle sich eine zweispurige Autobahn mit mäßigen Verkehrsaufkommen vor, man selbst fährt mit hoher Geschwindigkeit auf der linken Spur, rechts ist in einiger Entfernung ein LKW und dahinter ein langsam fahrender PKW. Kein weiteres Auto befindet sich in sichtbarer Reichweite vor mir und auch hinter mir ist einiger Platz. Jedes einigermaßen mit Verstand ausgestattete, vernunftbegabte Wesen würde doch in einer solchen Verkehrssituation warten bis das schnellere Fahrzeug vorbei gefahren ist und dann hinter dem LKW ausscheren um zu überholen. Aber nein, warum sollte er warten? Kurz bevor man selbst mit hoher Geschwindigkeit zum überholen ansetzt, setzt der langsame PKW den Blinker und will jetzt plötzlich am LKW vorbei, obwohl er doch die mehreren Kilometer die er einsam hinter dem LKW hergefahren ist schon längst die Gelegenheit hätte nutzen können. Warten solche Leute mit Absicht darauf, bis jemand kommt den sie ausbremsen können? Auch solchen Leuten sollte, so finde ich, wegen vorsätzlicher oder fahrlässiger Verkehrsgefährdung der Prozess gemacht werden können. Es hat schon seinen Grund warum ich eine Zugfahrt dem Autofahren auf Langstrecke in den meisten Fällen vorziehe.
Letztlich bin ich aber ohne Probleme in München angekommen und heute früh dann mit dem Wagen auch zur Arbeit gefahren. Dabei fehlte mir zwar meine allmorgendliche Bewegung, die ich ja sehr zu schätzen gelernt habe, aber es ging leider nicht anders. Nachdem ich den Wagen abgestellt und mir einen Kaffee im Kantinenbistro geholte hatte, ergänzte ich ihn mit zwei Pflaumen und einem 150g Becher Froop Waldfrucht zu meinem heutigen Frühstück. Mit 156kcal oder 4 WW ProPoints absolut im Rahmen. Und das schaumige Fruchtgemisch mit dem milden Joghurt eines Bechers Froop ist wie ich finde auch eine absolut leckere und empfehlenswerte Joghurtzubereitung – alle Vorbehalte gegen Müller jetzt mal außen vor. Mir hats auf jeden Fall sehr gut geschmeckt.

Guten Appetit

Kurztest Frosta Shrimps Pfanne

Sunday, June 27th, 2010

Nach den Tests der beiden Frosta Fertiggerichte Hähnchen CousCous und Hähnchen Chakalaka wollte ich natürlich auch unbedingt noch das Dritte dieser Fußball-WM 2010 Produkte probieren. Doch das gestaltete sich wie ich feststellen musste schwieriger als gedacht, denn weder bei teGut, noch bei Rewe oder Tengelmann schien es diese Zubereitung zu geben. Per Zufall entdeckte ich es nun aber zum Preis von 3,78 Euro in einem Netto-Discounter und erwarb es natürlich sofort. Somit kann ich endlich auch dieses Produkt einer kritischen Betrachtung unterziehen: Die Frosta Shrimps Pfanne

01 - Packung vorne
Verpackung Vorne

02 - Packung hinten
Verpackung hinten

Ich warf erst einmal einen Blick auf die Zutaten, denn es interessierte mich was in einer Shrimps-Pfanne nach afrikanischer Küche nach der Meinung der Frosta Produkdesigner als Zutaten haben könnte. Neben besagten Shrimps und vorgegartem Reis entdeckte ich Mangostücke, Zucchini, Rosinen, rote Paprika, Cherrytomaten, Blattspinat, frittierte Zwiebeln und Tomaten, außerdem waren zum würzen ein Korianderblatt, Salz, Zucker, Knoblauch, Thymian, Cayennepfeffer, Kreuzkümmel, Nelken und Pfeffer zum Einsatz gekommen. Gut, abgesehen von vielleicht der Mango nicht unbedingt Zutaten die ich zwingend der afrikanischen Küche zuordnen würde – aber dass muss ja nichts heißen. Die Garnelen waren lt. Packungsangabe übrigens “glasiert”, ein Begriff mit dem ich erst einmal nichts anfangen konnte. Eine kurze Recherche förderte aber zu Tage, dass es sich bei glasierten Garnelen um nichts anderes als um durch einen dünnen Eispanzer vor Gefrierbrand geschütztes TK-Gut handelt, also nichts weiter beachtenswertes.
Für die Zubereitung geben wir nun ca. zwei Esslöffel Öl – ich nahm wie immer Olivenöl – in eine Pfanne und geben den Beutelinhalt hinein.

03 - In Pfanne geben
Beutelinhalt in Pfanne geben

Dann wird das ganz kurz auf höchster Stufe erhitzt und anschließend ca. 7-8 Minuten auf mittlerer Stufe gegart. Ich verließ mich dabei wie meist aber eher auf auf mein Gefühl und das Aussehen als auf die Uhr. Ein intensiver Geruch nach Nelken lag dabei während des erhitzens in der Luft.

04 - braten
Auf mittlere Stufe garen

Die Blattspinat-Brocken zerfielen dabei schön in kleine Stücke, die sich gut in der Gesamtmasse verteilten. Dass die kleinen Cherrytomaten ebenfalls zerfielen und gegen Ende des Zubereitung kaum noch als solche zu erkennen waren fand ich zwar nicht schön, es war aber auch kein großes Unglück.
Schließlich schien mir das Gericht fertig und ich konnte es servieren.

05 - Frosta Shrimps Pfanne - fertiges Gericht
Fertiges Gericht

Zwar befanden sich nur sechs Garnelen in der Zubereitung, dafür waren diese aber angenehm groß und reichten vollkommen für ein Gericht dieser Größe aus. Ich fand die Würze sehr gelungen, auch wenn ich der Meinung bin dass die zu Beginn so intensiv zu Tage tretenden Nelken im fertig zubereitenten Gericht geschmacklich nur noch eine untergeordnete Rolle spielten. Dafür gaben die Rosinen und vor allem die Mangostücke dem TK-Gericht eine angenehm fruchtigen Beigeschmack. Fand es doch sehr gelungen und vor allem sättigend.

Werfen wir aber noch mal eine Blick auf die Nährwerte:

Nährwerte:
  100g 500g
(Beutel)
Brennwert: 378 kj
89 kcal
1889 kj
447 kcal
Eiweiß: 2,9g 14,5g
Fett:
davon gesättige Fettsäuren:
1,8g
0,5g
9,0g
2,5g
Kohlehydrate:
davon Zucker:
15,4g
5,0g
77,0g
25,0g
Ballaststoffe: 1,2g 6,0g
Natrium: 0,3g 1,5g
BE: 1,2 6,0

Das entspricht 12 WW ProPoints pro Beutel – die 2 EL Olivenöl nicht eingerechnet. In der Summe ein wirklich sehr leichtes und leckeres Gericht, dass ich wie auch bei den anderen Frosta-Gerichten aus meinen vorherigen Tests vorbehaltlos empfehlen kann – vorrausgesetzt man findet es irgendwo im TK-Regal eines Supermarktes. 😉 Aber vielleicht habe ich ja einfach nur in den falschen Läden gesucht.

Meine Wertung: 3 MG

Richtungsänderung und Verspätung

Friday, June 25th, 2010

Heute nahm ich mal wieder den ICE von München in Richtung Frankfurt. Sah zuerst auch alles gut aus: Ich hatte eine Sitzplatzreservierung im ersten Wagen direkt hinter dem Zugführerabteil mit Tisch, ich würde also ganz vorne am Gleis in Frankfurt ankommen. Und der Zug sollte pünktlich und am angekündigten Gleis abfahren. Doch als ich das Großraumabteil betrat, musste ich sofort feststellen dass es hier ziemlich heiß war. Kurz darauf erfuhren wir dass die Klimaanlage ausgefallen war – und das bei den heutigen Temperaturen. Eigentlich hätte es nur noch gefehlt dass der Schaffner einen Aufguss macht und ein wenig mit dem Handtuch durch das Abteil wedelt – der Schweißfluss war auf jeden Fall recht ähnlich. Dass man kurz nach dem Start kostenlos Wasser an die Fahrgäste verteilte war da nur ein schwacher Trost. Der Zugführer hatte offensichtlich wegen der Hitze das Fenster geöffnet und fuhr daher auch eher langsam auf der Strecke in Richtung Nürnberg. Dass einer der Fahrgäste hinter der Führungskabine rief, er solle doch endlich mal das Fenster schließen und Gas geben ignorierte er dabei erst einmal, irgendwann tat er es dann aber und wir wurden schneller.
Zwischen München und Nürnberg tat es in voller Fahrt einen Schlag an der Spitze des Zuges und wir bremsten stark ab – nach kurzem nahmen wir aber wieder Fahrt auf. Ein Wildschaden? Schlimmeres mit Personenschaden hätte wohl einen Vollstop nach sich gezogen. Ich glaube jedenfalls dass dieser Schlag es letztlich war, der die Zugleitung oder wer auch immer das zu entscheiden hat die Fahrtrichtung des Zuges kurz vor der Einfahrt in den Nürnberger Hauptbahnhof ändern ließ. Irgendwo im Südosten Nürnbergs – ich konnte das Frankenstadion und großen Dutzendteich rechts sehen, hielt der Zug auf freier Strecke, der Zugführer kam aus dem Frontkabine und verschwand schnellen Schrittes in Richtung des anderen Zugendes. Etwa fünf Minuten später ging es in die andere Richtung wieder los – während ich mit den anderen Fahrgästen weiterhin im eigenen Saft langsam vor uns hin dünsteten. Mit fünfzehn Minuten Verspätung kamen wir schließlich in Nürnberg an und schafften es auch nicht diese Verspätung auf den Rest der Strecke aufzuholen. Da wir noch einmal bei Würzburg kurz einen Vollhalt einlegten, baute sich diese Verspätung sogar noch auf 21 Minuten aus. Dadurch verpasste ich in Frankfurt, wo ich jetzt natürlich ganz hinten auf dem Gleis ankam, auch noch gleich knapp meine S-Bahn und musste meine eine halbe Stunde zusätzlich warten. Dennoch sehe ich es auch positiv: Kein Stau, keine drängelnden Raser und ich konnte mein aktuelles Buch weiter lesen. Nur dass mit den Klimaanlagen sollten die Bahn dringend in den Griff kriegen – es war nicht das erste Mal dass sie auf dieser Strecke ausgefallen war. Vor einigen Wochen gab es bereits einen ähnlichen Vorfall, nur waren die Temperaturen da noch niedriger. Wenn das Wetter aber so bleibt, wonach es ja aktuell aussieht, macht Zugfahren in einem Backofen-Abteil wirklich weniger Spaß. Ich hatte sogar kurz überlegt in Würzberg auszusteigen und den nächsten Zug Richtung Frankfurt zu nehmen, hatte mich dann aber doch dagegen entschieden. Aber dann wäre ich womöglich noch später angekommen…