Archive for July 9th, 2010

Mega-Verspätung

Friday, July 9th, 2010

Wie üblich machte ich mich heute gegen 15:00 Uhr auf den Weg zum S-Bahnhof, um mich auf den Weg in Richtung Hessen zu machen. Ich hatte zwar etwas gehadert ob ich nicht lieber doch im schönen München bleiben sollte, aber aus privaten Gründen hatte ich mich dennoch entschlossen den Weg auf mich zu nehmen. Doch die ganze Reise stand scheinbar unter keinem guten Vorzeichen – bereits am Münchner Ostbahnhof hielt meine S-Bahn unerwartet lange und letztlich wurden alle Fahrgäste aus- bzw. umzusteigen und eine andere Bahn in Richtung Hauptbahnhof zu nehmen. Entsprechend überfüllt war diese natürlich und an einen Sitzplatz war von vornherein nicht zu denken – man war froh wenn man einigermaßen unbehelligt irgendwo stehen konnte ohne einen der Ein- bzw. Aussteigenden zu behindern. Und wie man ja weiß scheinen die meisten Menschen in öffentlichen Verkehrsmitteln stumm zu sein, denn anstatt darum zu Bitten doch Platz zu machen wird einfach geschubst, gedrängelt und gestoßen. Schließlich erreichte ich aber wie gewohnt den Hauptbahnhof und hatte sogar – zumindest rein theoretisch – noch 10 Minuten bis mein Zug ging.
Theorie ist ja was schönes, aber die Praxis der Deutschen Bahn machte mir natürlich einen ziemlichen Strich durch die Rechnung. Wie man aus den Lautsprechern erfuhr, hatte es einen Notarzteinsatz im ICE 623 gegeben und man rechne mit 80 Minuten Verspätung – der ICE 620 sollte aber “nur” 10, später 15 Minuten später eintreffen.
Verspätung
Das kam mir von Anfang an etwas seltsam vor, denn wie ich von früheren Fahrten weiß wird besagter ICE 623 aus Köln in München zum 620er und fährt zurück in Richtung Köln. Doch vielleicht stellte man ja einen Ersatzzug zur Verfügung oder hatte sich eine andere Lösung ausgedacht. Doch Pustekuchen – aus den 15 wurden schnell 40 Minuten. Spürbare Verärgerung machte sich breit und in die Menschenmassen die am Bahnsteig warteten kam Bewegung. Viele verließen das Gleis um offensichtlich irgendwo anders zu warten, noch etwas zu essen oder was auch immer. Auch ich besorgte mir noch etwas Flüssiges – das heutige Wetter riet dazu viel und regelmäßig zu trinken – verbrachte aber die meiste Zeit auf dem Gleis und las. Nach fast einer Stunde kam dann endlich der Zug – besagter ICE 623 – und wurde umgehend zum ICE 620 umgelabelt. Menschentrauben bildeten sich an den Ausgängen, aus denen natürlich erst einmal die ankommenden Fahrgäste strömten. Ich konnte – so dachte ich zumindest – gelassen bleiben, denn wie üblich hatte ich eine Sitzplatzreservierung. Doch weit gefehlt, denn schon bald stauten sich die Menschen auf den Gängen. Kein vor und kein zurück. Irgendwann erbarmte man sich aber und ließ all jene mit Reservierung passieren und ich konnte endlich zu meinem Platz gelangen, der zwar Besetzt war, aber anstandslos freigegeben wurde. 68 Minuten Verspätung waren es inzwischen – und es sollte noch besser werden. Eigentlich hält dieser ICE nicht in Ingolstadt, doch wie man uns kurz vor diesem Bahnhof über Lautsprecher mitteilte hätte die Streckenleitung der Bahn beschlossen, dass wir dort zu halten hätten um weitere Fahrgäste aufzunehmen. Nun wurde der Zug richtig voll – die hineinströmenden Fahrgäste blockierten selbst die Gänge und ließen sich teilweise dort sogar auf dem Boden nieder, was aber niemanden störte da es ja eh nicht mehr vor oder zurück ging. Es wurde via Lautsprecher sogar verkündet, dass der Zug seine Kapazitätsgrenze erreicht hätte und dass die Fahrgäste doch bitte gebeten würden die Türen frei zu machen – ansonsten würde der Zug hier in Ingolstadt enden. So ganz nahm man diese Drohung aber nicht für voll, denn kurz darauf konnte ich uniformierte DB-Bedienstete (früher Schaffner) im Laufschritt am Zug entlang eilen um den Zug Abfahrfertig zu machen. Die Verspätung war auf 90 Minuten gestiegen, als wir endlich Ingolstadt verließen.
Doch wer glaubt dass damit bereits das Maß erreicht ist, irrt gewaltig. Kurz vor Nürnberg wurde wieder via Lautsprecher verkündet dass wir kurz vor Nürnberg auf einem Nebengleis halten und die Fahrtrichtung ändern würden. Grund war wie man uns mitteilte, dass im Leitstand des Lokführers die Klimaanlage ausgefallen sei und man bei über 50 Grad Innentemperatur gesundheitliche Bedenken hätte, den Mann weiter das Fahrzeug zu fahren. Also stoppte der Zug ein weiteres Mal unplanmäßig und während der mindestens 15 Minuten Haltezeit sahen wir den Lokführer draußen an uns vorbei spazieren, um sein klimatisierten Führerstand auf der anderen Seite zu erreichen. Glücklicherweise funktionierte die Klimaanlage in meinem Wagon zumindest dies Mal – auch da hatte ich ja schon ganz anderes erlebt.
Nun ging es weiter und über Nürnberg und Würzburg verlief die Fahrt erst einmal ereignislos. Sehr nett fand ich aber, dass meine gegenüber sitzende Mitreisende, die in Würzburg ausstieg, einer Nonne im Alter von über siebzig Jahren doch tatsächlich ihren Platz frei machte – eine sehr nette Geste muss ich sagen.
Kurz vor Aschaffenburg kam dann die nächste Überraschung: Man verkündete uns dass der Zug dieses Mal NICHT am Frankfurter Hauptbahnhof halten würde, sondern nur in Frankfurt Süd und in Frankfurt Flughafen. Super muss ich sagen, denn meine S-Bahn ging nur vom Hauptbahnhof. Jetzt stand ich vor der Wahl in Süd oder am Flughafen auszusteigen. Letztlich entschied ich mich für Frankfurt Süd, um dann von dort zum Hauptbahnhof zu reisen. Gehalten hatte ich im Rahmen meiner Reisen nach Köln schon einige Male in Frankfurt Süd, aber ausgestiegen war ich dort noch nicht. Bekanntestes Gebäude hier in Frankfurt-Sachsenhausen ist übrigens der Henninger-Turm, den ich schon einige Male gesehen, aber nie abgelichtet hatte. Das holte ich gleich mal nach während ich auch die S-Bahn wartete.
Bahnhof Frankfurt Süd mit Henninger-Turm
Bahnhof Frankfurt Süd mit Henninger-Turm
Dort angekommen ging es mit der S4 über Lokalbahnhof, Konstabler Wache und Taunusanlage zum Hauptbahnhof. Wie es das Glück wollte, war die S-Bahn in meine Richtung scheinbar gerade abgefahren und ich durfte noch einmal 30 Minuten warten bis ich endlich in einer fast auf Saunatemperatur aufgeheizten S-Bahn die Fahrt in Richtung meines Endziels antreten durfte. Ein Taxi vom Flughafen wäre hier vielleicht die bessere Wahl gewesen – aber ich hatte ja meine Fahrkarte bis zum Endbahnhof, da wollte ich diese zusätzliche Ausgabe sparen. Kurz nach 22:00 Uhr erreichte ich dies endlich – 7 Stunden nach meinem Aufbruch in München! Normalerweise schaffe ich das Ganze in 3:45 Stunden. Ein neuer Negativrekord.
Heute war das erste Mal dass ich wirklich bereut habe, mich fürs Bahnfahren entschieden zu haben – aber ein Switch auf Alternativen ist jetzt, kurz nachdem ich eine neue Bahncard 50 comfort erhalten habe natürlich nicht mehr so einfach möglich. Bleibt nur zu hoffen dass dies die Ausnahme bleibt. Obwohl ich beim Autofahren natürlich nicht so viel erlebt hätte. 😉

Mann, Mann Mann….

Pangasius mit provenzialischen Gemüse [09.07.2010]

Friday, July 9th, 2010

Während im Asia-Thai Bereich heute “Gaeng Massaman Moo – Schweinefleisch gebraten mit frischem Gemüse und Kartoffeln in Massaman Curry” und “Pud Pak Ruam Mit – Gebratenes frisches Gemüse in Austernsauce” lockten – außerdem standen natürlich wieder gebackene Ananas und Banane hier auf der Karte – hatte sich im regulären Bereich scheinbar kurzfristig kleine Änderungen eingeschlichen. Das Vitality-Angebot in Form eines “Hähnchenbrust aus dem Ofen nach provinzialischer Art
mit Schmorgemüse und Zitronenkartoffeln
” war zur “Putenbrust in Honig-Pfeffer-Sauce mit Karotten-Schwarzwurzel-Stampfkartoffeln ” geworden und das aus dem “Gebackener Seelachs mit Kartoffelsalat und Remouladensauce” bei Globetrotter hatte sich ein “Pangasiusfilet mit provenzialischen Gemüse und Reis” entwickelt. Einzig der traditionell-regionale “Germknödel mit Pflaumenmus gefüllt, dazu Vanillesauce” war gleich geblieben. Das brachte meine Vorüberlegungen natürlich vollkommen durcheinander, aber nach kurzem Überlegen entschied ich mich schließlich für das Pangasiusfilet, ganz unabhängig von der Tatsache dass ich ja diese Woche schon mal Fisch gehabt hatte.
Pangasius mit provenzialischen Gemüse
Unter dem zarten, grätenfreien Fischfilet fand sich eine Mischung aus verschiedenen, zu winzigen Streifen geschnittenen Gemüses, was die identifizierung der einzelnen Komponenten umso schwieriger machte. Auf jeden Fall erkannte ich aber Karotten und Zucchini, außerdem meine ich Paprika entdecken zu können. Der Rest war leider nicht näher identifizierbar – was aber dem leckeren Geschmack keinerlei Abbruch tat.Nur etwas mehr hätte man gerne auf den Teller tun können. Dafür war man mit dem Reis sehr großzügig umgegangen. Letztlich reichte aber alles um satt zu werden.
Als allgemein beliebtestes Gericht würde ich heute das Geflügel mit Honig-Pfeffersauce bezeichnen, auf Platz zwei kamen dann etwa gleich auf die Asia-Speisen und der Pangasius. Germknödel als Hauptgericht sah ich eher selten – aber wie immer wurde er gerne als Zweitgericht und Nachtisch gewählt. Für mich wäre das ja viel zu viel gewesen – aber Appetit und Essgewohnheiten sind nun mal verschieden. Und was die Kalorien angeht war meine Wahl – so denke ich – auch durchaus aktzeptabel.

Mein Abschlußurteil:
Pangasiusfilet: ++
Provenzialisches Gemüse: ++
Reis: ++

Weltmeister-Ecke, Aprikosen & Banane

Friday, July 9th, 2010

Weltmeister-Ecke, Aprikosen & Banane

Langsam aber sicher ist der Sommer zurück – das spürte ich heute früh sehr deutlich als ich mich zum S-Bahnhof begab. Zwar lagen die Temperaturen zu diesem Zeitpunkt bei maximal 21 Grad, aber die kräftig vom blauen, wolkenlosen Himmel scheinende Sonne drückte deutlich und brachte nicht nur mich zum schwitzen. Dafür werden die Kleidungsstücke auch immer kürzer, was visuell in einigen Fällen doch Vorteile bringt. Aber nur in einigen Fällen.
Leicht geschwitzt erreichte ich schließlich die Firma und begab mich wie immer erst einmal ins Kantinenbistro, um mich dort mit Kaffee und 1,5L Wasser einzudecken – Trinken ist wichtig gerade wenn man durch Transpiration eine nicht zu kleine Menge Flüssigkeit verliert. Außerdem unterstützt es meine Bestrebungen Gewicht zu reduzieren und inzwischen gelingt es mir fast täglich, mindestens eineinhalb Liter Wasser zu konsumieren.
Dazu gab es heute ein paar Aprikosen, eine Banane und einen 150g Becher Müller Ecke des Monats Weltmeister. Auch wenn wir jetzt leider kein Weltmeister mehr werden können, wollte ich doch nicht darauf verzichten dieses Produkt mal zu probieren bevor es aus den Regalen verschwindet. Das ganze besteht aus 133g Joghurt mit Apfel-Vanillegeschmack und 13g “schokolierten Knusperkugeln” (wie es so schön auf der Verpackung heißt) die tatsächlich eine gewissen Ähnlichkeit mit Fußbällen haben.
Ecke des Monats Weltmeister - offen
Mit 219kcal oder 6 WW ProPoints kein Leichtgewicht, aber mit seinem leicht säuerlichen Apfel-Vanillejoghurt doch wie ich fand sehr lecker. Nette Produkt-Idee für die nun fast abgeschlossene Weltmeisterschaft.

Guten Appetit