ICE-Verspätung und Classic Beef Wrap

Ich habe ja nichts gegen den Sommer. Neben einer Kalten muss es auch eine warme Jahreszeit geben, gerade wenn man auf einem Planeten mit Achsneigung wie diesem hier lebt – aber muss es dann gleich so unerträglich heiß werden? Als ich heute am späten Nachmittag wieder in Richtung München aufbrach, fand ich es wirklich schon fast unerträglich mit Koffer und Notebooktasche durch die erbarmungslose Sonne zum S-Bahnhof zu laufen. Trotz dem Wetter angepasster Kleidung kein wirklich erfreulicher Weg. Zumindest konnte ich dort ein schattiges Plätzchen hinter dem Wartehäuschen ergattern und war so für die paar Minuten bis zum Eintreffen der S-Bahn zumindest vor der unmittelbaren Einstrahlung geschützt. In der S-Bahn selbst waren zwar alle oberen Klappfenster geöffnet, aber die Temperatur im Innenraum war dennoch alles andere als angenehm. Doch das sollte eigentlich gar nicht das Hauptthema sein.
Am Frankfurter Hauptbahnhof angekommen erwartete mich nämlich gleich die nächste Überraschung.
Schon wieder Verspätung
“Mein” ICE hatte mal wieder Verspätung – und alles fing genau so an wie am Freitag, an dem ich sieben Stunden in diversen, teilweise heillos überfüllten Zügen verbracht hatte. Zuerst war mal wieder nur von 10 Minuten Verspätung die Rede, dann 15, 20 und schließlich 25 Minuten. Das selbe Schema wie einige Tage zuvor. Dazwischen wurde angesagt dass der ursprüngliche ICE aus Köln wegen eines Notarzteinsatzes (eventuell wegen einer ausgefallenen Klimaanlage wie man hier bei Spiegel.de lesen kann) sich mindestens 90 Minuten verspäten würde – die Verdachtsmomente wieder viele ungeplante zusätzliche Stunden auf dem Bahnsteig und im Zug verhärteten sich immer mehr. Denn genau dieser ICE sollte ja von Frankfurt aus weiter nach München fahren. Doch dieses Mal hatte die Bahn offensichtlich Gnade mit ihren Fahrgästen, denn tatsächlich nicht ganz eine halbe Stunde später traf ein anderer ICE mit abweichender Zugnummer ein, der als Ersatz-ICE für die Fahrt nach München dienen sollte. Und dieses Mal wurde es – obwohl der Bahnsteig berstend voll gewesen war – recht leer im Zug. Da die Lautsprecher nicht explizit verkündet hatten, dass dieser ICE 2821 der Ersatz für stark verspäteten bzw. ausgefallenen ICE 725 war – ich hatte mich einfach an einen Herrn vom Zugpersonal gewandt und gefragt – sind viele wohl nicht auf die Idee gekommen in diesen Zug einzusteigen. Falls dem so gewesen sei tut mir das zwar leid für all jene, die weiter am Bahnsteig gewartet haben – aber manchmal muss man eben das nehmen was gerade da ist.
Der Rest der Fahrt verlief mit insgesamt auf 40 Minuten auflaufende Verspätung dann ereignislos. Per Lautsprecher teilte man uns mit, dass der ursprüngliche ICE 725 durch betriebsfremde Personen im Gleis, Personenschaden und Feuerwehreinsatz auf sich um unbestimmte Zeit verspäten würde und daher dieser Zug als Ersatzzug verkehre. In der Haut der Fahrgäste, die heute von Köln nach München reisen wollten möchte ich nicht stecken – vor weit nach Mitternacht werden die wohl nicht in Bayerns Hauptstadt sein.
Gegen kurz nach 22:00 Uhr erreichten wir schließlich München und wie nicht anders zu erwarten gewesen war die S-Bahn in meine Richtung offensichtlich gerade abgefahren. Also hatte ich ein zwanzig Minuten und entschied mich dazu der McDonalds-Filiale im Untergeschoß einen kleinen Besuch abzustatten. Dabei fiel meine Wahl heute mal auf den Classic Beef Wrap – obwohl ich auch die Idee des NürnBurgers, einem Burger mit drei Bratwürsten, Röstzwiebeln und Senf ganz lustig fand wie ich zugeben muss. Aber ich hatte mich für den Wrap entschieden, der in einer Pappumverpackung zum aufreißen geliefert wurde.
MacDonalds Classic Beef -  Packung
Von der Tatsache mal abgesehen, dass die Abbildung aus der Werbung mal wieder stark übertrieben war – denn von aus dem Tortilla quellenden Salatblättern und Beef sieht man bei echten Wrap nicht viel – muss ich zugeben dass dass dieses Ding wirklich sehr lecker ist.

McDonalds Classic Beef - ausgepackt
Oben: Der reale Classic Beef Wrap – Unten: Der Classic Beef Wrap aus der McDonalds Werbung

Zwischen den regulären Salatblättern finden sich dabei tatsächlich auch einige Stücke von Ruccola – aber am dominantesten finde ich den wirklich sehr Geschmack nach mit Pfeffer gewürzten Rindfleisch, dass mit Röstzwiebeln, etwas Käse und Sour Cream versehen ist.
McDonalds Classic Beef - innen
Mit Sicherheit kein wirklich diätisches Lebensmittel, so ein Wrap hat immerhin 570kcal oder 16 WW ProPoints pro Portion, aber einmal in der Woche kann man schon mal sündigen.

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2 Kommentare to “ICE-Verspätung und Classic Beef Wrap”

  1. Kurztest Burger King California Wrap | Subnetmask meinte am 17.07.2010 um 13:25 Uhr :

    […] ich am letzten Sonntag ja schon den Grilled Beef Wrap von McDonalds getestet hatte, nutzte ich die Wartezeit gestern Abend am Frankfurter Hauptbahnhof um auch mal das […]


  2. McWrap Crispy Shrimps – unwrapped | Subnetmask meinte am 11.10.2010 um 00:15 Uhr :

    […] nichts anderes erwartet. In der Summe durchaus essbar, aber dieser Wrap wird meinen Favoriten, den hier von mir getesteten McWrap Classic Beef mit Sicherheit nicht […]


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