Archive for October 10th, 2010

McWrap Crispy Shrimps – unwrapped

Sunday, October 10th, 2010

Als ich heute Abend am Münchener Hauptbahnhof ankam, war mir noch nach einem kleinen Snack. Da meine S-Bahn noch nicht einmal dem Bildschirm der demnächst eintreffenden Linien auftauchte und ich entschied ich mich, der dortigen McDonalds Filiale noch einen kleinen Besuch abzustatten und erwarb dort zum Preis von 3,79 Euro einen Crispy Shrimps Wrap. Der Preis variiert hier offenbar von Filiale zu Filiale, ich habe bei meiner Recherche für diesen Beitrag auch Wie ich der Tafel entnehmen konnte ein zeitlich begrenztes Angebot, ein weiterer Grund das Ganze mal möglichst zeitnah zu testen.

01 - Crispy Shrimps Wrap - Packung
Wrap – Verpackung

Ich hatte die einzelnen Shrimps ja hier schon mal probiert und für gute befunden. Das Ganze zu einem Wrap zu verarbeiten erschien mir daher auch eine gute Idee.

02 - Crispy Shrimps Wrap - geöffnet
Packung geöffnet

In der Pappumverpackung, die man entweder an der Papplasche aufreißen oder aber auch an der Ober- bzw. Unterseite öffnen kann, findet sich schließlich der Tortilla-Wrap von dem – belässt man ihn in der unteren Papphälfte – etwa die Hälfte freiliegt.

03 - Crispy Shrimps Wrap - Blick in den Wrap
Blick in den Wrap

Da mich aber der Gesamteindruck interessierte, befreite ich den Wrap komplett von seiner Verpackung. Mit dem Bild aus der Werbung hatte das natürlich wie üblich wenig zu tun – aber das sind wir ja

04 - Crispy Shrimps Wrap - Wrap einzeln
Wrap – komplett ausgepackt


McWrap Crispy Shrimps in der Werbung (Quelle: mcdonalds.de)

Doch nicht nur der Außeneindruck erschien hier interessant, sondern auch auch der Inhalt der dünnen Scheibe Tortillateiges. Trotz der Gefahr ihn ggf. nicht wieder zusammenfügen zu können, entschloss ich mich also dazu, das ganze mal zu unwrappen, also auszupacken.

05 - Crispy Shrimps Wrap - unwrapped
Wrap unwrapped

Neben etwas kleingeschnippelten Eisbergsalat, dem man mit einigen Blättern Ruccola ergänzt hatte fanden sich drei Shrimps im Teigmantel, einige Croutons und natürlich die Sauce, die zwar mit etwas Chili versehen war. Leider kam meiner Meinung nach das Chili dabei kaum zur Geltung. Die Croutons waren durch die Sauce etwas weich geworden, aber teilweise noch einigermaßen knusprig – die Shrimps hätten wiederum etwas knuspriger sein können – waren aber waren noch in Ordnung.

05 - Crispy Shrimps Wrap - angebissen

Natürlich interessierten mich auch die Nährwerte. Hier gibt der Hersteller pro 100g Werte von 255kcal / 1070kj bei 8g Eiweiß, 26g Kohlehydrate und 13g Fett vor. Bei einem Gewicht von ca. 190g pro Wrap kommen wir so auf 484kcal pro Portion, was 13 WW ProPoints entspricht. Kein Leichtgewicht, soviel steht fest, aber ich hatte hier natürlich auch nichts anderes erwartet. In der Summe durchaus essbar, wenn auch für das was drin ist nicht gerade billig. Dieser Wrap wird aber auf jeden Fall meinen Favoriten, den hier von mir getesteten McWrap Classic Beef nicht ersetzen. 🙂

Das zweite Königreich – Rebecca Gablé

Sunday, October 10th, 2010

Mit “Das zweite Königreich” habe ich mein erstes Buch der deutschen Schriftstellerin Ingrid Krane-Müschen, besser bekannt unter ihrem Pseudonym Rebecca Gablé, abgeschlossen. Das als Audiobuch bei Audible.de erworbene Werk ist die vertonte Version des im Jahre 2000 erschienen historischen Romans gleichen Titels. Was mir gleich zu Beginn positiv auffiel war, dass man für dieses Werk nicht die übliche reine Vertonungsform gewählt hatte, sondern das ganze mit passenden Geräuschen und Effekten versehen wie ein Hörspiel aufgezogen hatte. Als Sprecher agiert Detlef Bierstedt, den ich ja u.a. schon bei den Hörbüchern der Feuerreiter-Romanen von Naomi Novik kennen und schätzen gelernt hatte.
Die Geschichte beginnt im England um die Mitte des 11ten Jahrhunderts. Der junge Caedmon von Helmsby, Sohn eines englischen Thane, wird vom Pfeil eines dänischen Piraten schwer verletzt, der seine bisher unbeschwerte Kindheit plötzlich beendet. Sein Vater, der befürchtet dass er zum Krüppel wird, schickt ihn mit Harald Godwinson in die Normandie, aus der auch seine Mutter stammt – eine Aktion die fast schon einer Abschiebung gleicht. Am Hofe des dortigen Herzogs Wilhelms, dem desiginierten Nachfolger des aktuellen englischen Königs Eduards des Bekenners, lernt er das Ritterhandwerk und kommt entgegen aller Befürchtungen über seine Verletzung hinweg. Jahre später kehrt Caedmon mit den normannischen Truppen Wilhelms zurück, um gegen den Verrat des inzwischen zum König von England gekrönten Harald Godwinson zu kämpfen. Es kommt zur berühmten Schlacht von Hastings, in der Wilhelm die Truppen Haralds schlägt, als Wilhelm der Eroberer in die Geschichte eingeht und seinen rechtmässigen Platz auf dem Thron von England einnimmt. Als Angelsachse am Hof des Königs wird er schnell zum wichtigen Mittelsmann und Schlichter zwischen den Normannen und Angelsachsen – eine Position die er nie anstrebte, doch versucht nach Besten Wissen und Gewissen auszufüllen.
Das ganze kann man ohne Vorbehalte als eine klassische Rittergeschichte mit Schlachten, Intrigen, Liebe und Verrat bezeichnen. Unterstützt durch das jeweils passende Hintergrundgeräusche und Klänge gelingt es dem Hörer nach kurzer Eingewöhnungszeit schnell, in das Leben im England des 11ten Jahrhunderts einzutauchen. Teilweise wird das ganze zwar meiner Meinung nach sehr langatmig ausgeführt und es wird teilweise versäumt, gewisse Begriffe wie Thane oder Housecarls näher zu erläutern, aber so etwas ist ja heutzutage schnell nachgeschlagen. Außerdem vermisst die Geschichte irgendwo einen wirklichen zentralen Höhepunkt, sondern besaß mehrere davon, die den Erzählfluss aber nicht minder spannend erscheinen ließen. Alles in allem eine meiner Meinung nach gelungener historischer Roman, der auch die zuerst unglückliche Liebesgeschichte nicht missen lässt.

Meine Wertung: 3 von3 Sternen