Archive for November, 2010

Chili con Carne & Baguette [30.11.2010]

Tuesday, November 30th, 2010

Zwar reizte mich heute das Gai Pad King – Gebratene Hähnchenfleischstreifen mit frischem Gemüse, Ingwer und Pilzen, das neben Pad Pak Raum Medmamaung – Gebratenes Gemüse mit Nüssen und Knoblauch in Soja Sauce an der Asia-Theke angeboten wurde, aber ein Angebot aus der regulären Küche reizte mich noch weitaus mehr. Doch nicht der Mariniert gebratene Tofu auf gedünstetem Chinakohl mit gebratenen Eierreis bei Vitality oder das traditionell-regionale Zürcher Rahmgeschnetzelte aus der Hähnchenbrust mit frischen Kräuterbandnudeln sondern natürlich das Chili con Carne mit Mais und Kidneybohnen, dazu Baguette aus der Sektion Globetrotter ließen mich jegliche andere Überlegungen vergessen, denn wie man weiß liebe ich Chili con Carne und kann hier einfach nicht Nein sagen. Man brauch ja nur hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier und hier (oder auch gerne als Gesamtübersicht) zu schauen, um meine Zuneigung zu diesem Gericht zu erkennen. 🙂 Auf weitere Komponenten verzichtete ich aber.

Chili con Carne & Baguette

Leider wurde ich heute von dem Chili etwas enttäuscht. Die Zusammenstellung aus gebratenem Mett, Kidneybohnen und Mais in Tomatensauce hatte sich zwar nicht geändert, aber mit dem Salz hatte man heute eindeutig etwas übertrieben – oder einfacher gesagt: Das Chili war leicht versalzen. Zum Glück war es aber nicht allzu heftig, so dass ich meine Mahlzeit komplett verzehren konnte. Zumindest das Baguette, mit dem hier wirklich nicht gespart worden war, erwies sich aber als knusprig und frisch – was ja leider auch nicht selbstverständlich ist.
Dennoch erfreute sich das Chili auch bei den anderen Kantinengästen großer Beliebtheit und belegte heute in der Hitparade der am häufigsten gewählten Kantinengerichte den ersten Platz. Auf Platz zwei folgte des Geschnetzelte, eng gefolgt von den Asia-Gerichten und schließlich dem Tofu auf Platz vier. Im Nachhinein gesehen wäre ich mit dem Asia-Gericht wohl doch besser bedient gewesen, aber so ein kleiner Ausrutscher wird meine Vorliebe für Chili nicht gleich beenden. Wenn ein solches Gericht mal wieder angeboten wird, werde ich wohl wieder erneut zuschlagen.

Mein Abschlußurteil:
Chili con Carne: +/-
Baguette: ++

Pflaumen, Clementinen, rote Banane & Almighurt Bratapfel

Tuesday, November 30th, 2010

Pflaumen, Clementinen, rote Banane & Almighurt Bratapfel

Ich habe den heutigen kalte Wintermorgen mit ca. minus acht bis minus neun Grad dank des blauen Himmels und ohne Schneefall wirklich genossen. So stelle ich mir einen idealen Wintertag vor. Einzig die Schneefahnen, die vorbeifahrende Züge und S-Bahnen hinter sich her zogen und die wartenden Fahrgäste einhüllten trübten das Ganze etwas. Dennoch kam ich pünktlich im Büro an und konnte mir dort wie üblich mein Frühstück zusammenstellen. Heute erschien mir die rote Banane auch reif genug, um sie zu verzehren. Die Schale ließ sich etwas schwerer lösen als bei der gelben Variante und das Fruchtfleisch erwies sich als etwas fester im Biss und etwas weniger süß. War aber ok, erwies sich mal als ein etwas anderes Geschmackserlebnis als bei den üblichen Bananen. Dazu nahm ich mit noch zwei Pflaumen, zwei Clementinen und einen 150g Becher Ehrmann Almighurt Bratapfel mit 20% Bratapfelzubereitung aus Apfel, Rosinen und Zimt. Fand die dickflüssige Joghurtzubereitung mit Apfelstücken und Rosinen mit ihren 147kcal oder 4 WW ProPoints für den Preis von 0,29 Euro sehr lecker, eine gute Wintervariante für einen Joghurt, der ich durchaus meine Empfehlung aussprechen kann.

Guten Appetit

Leberkäse mit Spiegelei & Bratkartoffeln [29.11.2010]

Monday, November 29th, 2010

Zum Wochenanfang war mir irgendwie nicht nach Asiatischem, daher ließ ich die Poh Piard Thord – Knusprige Frühlingsröllchen und das Gaeng Panang Moo – Gebratenes Schweinefleisch mit frischem Gemüse und Kaffir Limetten in rotem Panang Curry erst einmal links liegen. Auch die Tortelloni al pesto basilico aus dem Bereich Vitality reizte mich nicht sonderlich. Jetzt wäre es kalorientechnisch klüger gewesen gewesen, das Schaschlikgulasch mit Curryreis von der Globetrotter-Theke zu wählen, aber irgendwie lachte mich der Abgebräunte Leberkäse mit Spiegelei und Bratkartoffeln zu sehr an als dass ich hier vorbei gehen konnte. Hinter dem Begriff “abgebräunt” verbirgt sich übrigens meiner Recherchen nach einfach, dass der Leberkäse in der Pfanne angebraten ist. Bei einer solchen Kalorienbombe verzichtete ich aber auf jeglichen Nachtisch.

Leberkäse & Bratkartoffeln

Die Scheibe Leberkäse erwies sich als wirklich angenehm groß, noch perfekt heiß und wirklich sehr lecker. In Kombination mit dem Spiegelei eine wirklicher Genuss. Die Bratkartoffeln hingegen erschienen mir etwas verbesserungswürdig. Außer den Kartoffelscheiben selbst erschienen mit etwas matschig und außer dem Fett und etwas Kümmel hatte man auf alles verzichtet, was aus meiner Sicht gute Bratkartoffeln ausmacht: Kein Speck, keine oder kaum Zwiebeln und kein Ei. Hier kann ich leider keinesfalls die Bestnote geben, auch wenn ich eigentlich inzwischen daran gewöhnt sein dürfte dass die Bratkartoffeln die kleine Achillesferse dieser sonst vorzüglichen Kantine.
Dennoch belegte der Leberkäse bei der Allgemeinheit des Kantinengäste recht eindeutig den ersten Platz in der Beliebtheitsskala. Auf dem zweiten Platz folgten die Asia-Gerichte, aber eng gefolgt vom ebenfalls sehr beliebten Schaschlikgulasch mit seiner Paprika-Tomatensauce. Natürlich fanden sich auch Freunde für die vegetarischen Tortelloni, dennoch belegten sie recht eindeutig den vierten und letzten Platz. Abgesehen von den Bratkartoffeln war ich aber mit meiner Entscheidung dennoch ganz zufrieden – ich hoffe nur dass sich dieser kleiner “Ausrutscher” morgen nicht allzu sehr auf der Waage auswirken wird.

Mein Abschlußurteil:
Leberkäse mit Spiegelei: ++
Bratkartoffeln: +/-

Geschlossene Schneedecke, Obstgarten, Clementinen, Banane & Birne

Monday, November 29th, 2010
Geschlossene Schneedecke

Bereits als ich gestern Abend nach München zurückkehrte bliebt es mir natürlich nicht verborgen dass der Schneefall sich über das Wochenende intensiviert hatte und das Land um München inzwischen unter einer mehrere Zentimeter dicken, geschlossenen Schneedecke begraben hatte. Die Gegend um Frankfurt aus der ich kam war hingegen zwar kalt, aber weitgehend Schneefrei gewesen. Zum Glück hatte ich mit so etwas gerechnet und war mit entsprechendem Mantel, passendem Schuhwerk, Schal und Handschuhen passend ausgerüstet. Einzig mein Koffer-Trolley erwies sich als absolut Winteruntauglich und versuchte sich während ich ihn vom S-Bahnhof über die ungeräumten Gehsteige nach Hause zog mehr als Schneeschaufel als als Koffer. Ob es auch Trolleys mit Schneekufen gibt? Sollte das Wetter so bleiben wären solche durchaus von Vorteil.

Obstgarten, Clementinen, Birne & Banane

Und auch heute Morgen auf meinem Weg ins Büro begleitete mich ein zuerst leichter und später immer dichter werdender Schneefall so dass ich mich entschloss den Schirm heraus zu holen und mich damit vor den Flocken etwas zu schützen. Dann endlich konnte ich mich meinem Frühstück zuwenden. Zum Senseo-Kaffee entschied ich mich heute heute für eine Birne, zwei Clementinen, eine Banane und einen 125g Becher Danone Obstgarten Diät mit 0,4% Fett in Geschmacksrichtung Erdbeere. Ich finde dass man der schaumig geschlagenen Frischkäsezubereitung auf einem Bett aus Erdbeeren ihren reduzierten Fettgehalt geschmacklich anmerkte – immerhin ist Fett ja einer der Hauptgeschmacksträger – aber ich fand es trotzdem vollkommen ok. Und mit 77,5kcal oder 2 WW ProPoints waren auch die Nährwerte entsprechend niedrig. Einziger Kritikpunkt hier – aber das hatte ich ja bereits in früheren Posts angemerkt, ist die reduzierte Portionsgröße – ich sehe den 150g Becher immer noch als Standard an. Aber bei einem Preis von 0,33 Euro will ich hier auch nicht zu viel meckern. Passt schon….

Guten Appetit

Der Abend des Adlers – Frank Stefan Becker

Sunday, November 28th, 2010

Auch mit meinem letzten Buch habe ich meine aktuelle Vorliebe für Romane mit historischen Hintergrund fortgesetzt. Dabei fiel meine Wahl auf das Werk Der Abend des Adlers, das 2004 erschienene Erstlingswerk des promovierten Physikers, Siemens-Manager und nebenberuflichen Schriftstellers Frank Stefan Becker, der sich bisher vor allem mit Geschichten aus der Antike und Frühmittelater einen Namen gemacht hat.
Die Geschichte beginnt im Jahr 259 nach Christus. Germanische Stämme durchbrechen immer wieder den Limes im Norden Europas und überfallen die dortigen römischen Ansiedlungen. Auch Lopodunum, das heutige Ladenburg bei Heidelberg, wird dabei nicht verschont. Kurz bevor die Sueben, ein Volksstamm der den heutigen Schwaben entspricht, die Stadt überfällt und plündert gelingt es den Bewohnern noch die wertvollen Beschläge des Tempelportals vor den vordringenden Barbaren zu verstecken. Jahre später versuchen der junge Römer Flavius, der als Kind aus der Stadt fliehen konnte und auf bei seinem Onkel auf einem Landgut bei Trier aufwuchs, und sein Begleiter Ulixes Aquila, einem Coeparius (reisender Händler) und Agent des Kaisers in Germanien, die wertvollen Beschläge zu bergen, was jedoch misslingt. Die Bronzebeschläge gibt es übrigens wirklich und sie sind heute im Museum in Ladenburg zu bewundern. Wenig später gerät Flavius im Dekumatland, dem heutigen Baden Württemberg, in Gefangenschaft der Germanen und muss unter ihnen er als Sklave arbeiten. Schließlich kann er aber fliehen und schlägt sich bis in römische Augst (beim heutigen Basel) durch. Von dort aus kommt er schließlich nach Rom und trifft dort seinen Freund Ulixes wieder. Als dieser vom Kaiser Aurelian den Auftrag erhält, nach Palmyra im heutigen Syrien zu reisen und mit der dortigen Königin Zenobia in Verhandlungen zu treten, begleitet Flavius ihn. Er hofft von dort aus bis nach Persien zu kommen, um mehr über seinen Vater zu erfahren, der beim fehlgeschlagenen Feldzug des Kaisers Valerian in Gefangenschaft des persischen Königs Schapur geriet.
Das ganze Buch gliedert sich klar in vier Teilgeschichten, die in Germanien, Rom, im Nahen Osten und schließlich wieder in Rom spielen. Der Autor hat die Hintergründe und historischen Fakten dieser Zeit sehr genau und detailliert recherchiert und liefert viele historische Fakten, die nicht nur zum Fortlauf der Geschichte dienen sondern auch einfach nur gelungen eingestreut werden – so zum Beispiel die Ereignisse um den Gegenkaiser Postumus. Einziger Kritikpunkt sei hier die Tatsache, dass es keinen wirklichen Höhepunkt in der Gesamterzählung zu geben scheint, viel mehr stolpert der Protagonist Flavius von eine Abenteuer ins andere, so dass ein wirklicher roter Faden mit klarem Spannungsbogen zu fehlen scheint. Dennoch passt alles gut zusammen und die Geschichte endete mit einem, so viel kann ich wohl verraten ohne einen Spoiler wiederzugeben, Hangover, die eine Fortsetzung unumgänglich zu machen scheint. Für ein Erstlingswerk aber wirklich gute Arbeit, soviel muss ich sagen. Ich werde mir auch das Folgewerk Der Preis des Purpurs auf jeden Fall auch zu Gemüte führen.

Meine Wertung: 2 von 3 Sternen