Archive for Juni, 2011

Schweinekrustenbraten mit Dunkelbiersauce [30.06.2011]

Donnerstag, Juni 30th, 2011

Auch heute hielt ich mich an meine ungeschriebene Regel wenn möglich nicht zwei mal Asiatisch nacheinander zu speisen und ließ daher das Gebratene Curry-Gemüse nach Thai-Art und die Gai Pad Prik King – Gebratene Hähnchenfleischstreifen mit frischem Gemüse in rotem Curry an der Asia-Thai-Theke mal außen vor. Am vernünftigsten wäre aus dem regulären Angebot wäre dabei mit Sicherheit der Pikante Bohnengulasch aus dem Bereich Vitality gewesen – ein Gericht dass ich hier, hier, hier und hier schon mal probiert und für gut befunden hatte. Aber auch das Rinderhacksteak „Mexico“ mit Mais, Bohnen und Paprika, dazu Kartoffelwedges bei den Globetrotter-Angeboten – etwas dass ich hier und hier schon mal verzehrt habe – übte einen gewissen Reiz aus. Am meisten sprach mich heute aber dann doch letztlich der traditionell-regionale Schweinekrustenbraten mit Dunkelbiersauce und Semmelknödel an, dass man noch mit etwas Rot- bzw. Blaukraut ergänzt zu haben schien. Etwas ähnliches hatte ich hier schon mal versucht und war damals scheinbar nicht so zufrieden – doch daran dachte ich in diesem Moment nicht. Dazu gesellte sich dann noch eine Portion Milchreis auf geschnetzelter Birne von der Dessert-Theke – wobei ich offen zugebe dass ich mich hier auch von dem kleinen Stück Waffel als Dekoration hatte beeinflussen lassen.

Schweinekrustenbraten mit Rotkraut & Semmelknödel / pork roast with red cabbage & dumpling

Eine wirklich vorzügliche Wahl wie ich bereits nach den ersten Bissen feststellen durfte. Der Gros des Fleisches war angenehm zart und saftig – nur an den Rändern, die wie für Schweinekrustenbraten typisch mit einem Stück Schwarte bedeckt waren, fanden sich einige fettigere Stücke. Das ist aber bei Schweinekrustenbraten nun einmal so und fließt nicht in die Bewertung ein. Dazu gab es einen recht großen, von der Konsistenz her eher festen aber gut gelungenen Semmelknödel und eine kleine, aber schmackhafte Portion Rotkrauts. Garniert war das ganze in der leicht herben, kräftigen Dunkelbiersauce die meiner Meinung nach geschmacklich wunderbar zu den anderen Komponenten passte. Aber nicht nur mit dem Hauptgericht war ich sehr zufrieden, auch der mit Waffelstück und Schokosauce garnierte Milchreis auf einer Schicht in kleine Stücke zerschnittenen Birne erwies sich als gute Wahl – auch wenn er aufgrund der Schokosauce für meinen Geschmack einen winzigen Deut zu süß war. Aber das wurde durch den leckeren Milchreis und die frischen Birnenstücke alle Male kompensiert.
Den anderen Kantinengästen sagte heute aber scheinbar eher noch das Rinderhacksteak zu, welches somit den ersten Platz auf der allgemeinen Beliebtheitsskala belegte. Um Platz zwei lieferten sich der Schweinekrustenbraten und die Asia-Gerichte heute mal wieder ein Kopf-an-Kopf-Rennen, dass zumindest meiner Beurteilung nach die asiatischen Speisen knapp für sich entscheiden konnte. Um Haaresbreite folgte ihm aber der Schweinekrustenbraten auf Platz drei und schließlich der Bohnengulasch auf dem vierten Platz. Kalorientechnisch war der Schweinekrustenbraten mit Sicherheit nicht die optimale Entscheidung, aber bei Knödeln werde ich leider immer wieder schwach.

Mein Abschlußurteil:
Schweinekrustenbraten: ++
Rotkraut: ++
Semmeknödel: ++
Milchreis auf Birne: ++

Räucherlachs-Blätterteigschnecken – das Rezept

Mittwoch, Juni 29th, 2011

Was macht man wenn man bei der Durchsicht des Kühlschranks gleichzeitig eine Packung Blätterteig und eine Packung Räucherlachs entdeckt deren Ablaufdatum genau auf dem heutigen Tag liegt? Genau: Man macht spontan eine Portion Räucherlachs-Blätterteigschnecken. Ich nahm also:

1 Pck. Blätterteig (275 g)
10 - Zutat Blätterteig

1 Pck. Räucherlachs (200g)
08 - Zutat Räucherlachs

etwas Frischkäse
05 - Zutat Frischkäse

3-4 TL Dill
08 - Zutat Dill

1 Eigelb
13 - Zutat Eigelb

sowie optional etwas Zitronensaft

Jetzt rollen wir den Blätterteig aus, bestreichen ihn mit Frischkäse, belegen alles mit dem Räucherlachs und bestreuen alles noch mit Dill. Dann wird der Blätterteig zusammen gerollt und in etwa fingerdicke Scheiben geschnitten, ein paar davon mit etwas Zitronensaft beträufelt und mit dem verquirlten Eigelb bestrichen um dann bei 200 Grad für ca 20 Minuten im Backofen gebacken zu werden. Fertig ist ein leckerer und schnell zubereiteter Abendsnack.

Räucherlachs-Blätterteigschnecken - fertig gebacken

Das ganze Packet ergab bei mit neun ganze Schnecken und eine Verschnittstück, in dem ich die Reste von den Rändern verarbeitete. Das reicht – zumindest aus meiner Sicht – für 2 Portionen.

Räucherlachs-Blätterteigschnecken

Die Kombination aus knusprigen Blätterteig mit Frischkäse, Räucherlachs und einer kräftigen Menge Dill erwies sich für ein spontan entstandenes Rezept sehr lecker. Im Grunde genommen handelt es sich ja nur um eine vereinfachte Version meiner Blätterteigrolle mit Räucherlachs, Feta & Blattspinat – aber ich finde mit Räucherlachs und Blätterteig kann man nur wenig falsch machen. Richtig gewürzt ist das Ganze immer eine gute Kombination.

Räucherlachs-Blätterteigschnecken - CloseUp

Vielleicht hätte man hier Kräuterfrischkäse anstatt normalen Frischkäses nehmen können – ich hatte jedoch davon abgesehen da ich nicht sicher war inwieweit das mit dem Dill harmonieren würde. Das Ergebnis konnte sich ja auch so sehen lassen – ich war mit dem Ergebnis sehr zufrieden.

Pla Sam Rod [29.06.2011]

Mittwoch, Juni 29th, 2011

Der Mittwoch sollte natürlich auch diese Woche wieder mein Fisch- oder Meeresfrüchtetag sein. Da fielen die traditionell-regionalen Broccolinuggets auf Rahmgemüse sowie die Cannelloni mit Fleischfüllung in Tomatensauce bei Globetrotter natürlich flach. Das Barschfilet auf karibische Art aus dem Cajundunst mit kreolischem Bohnenreis in der Sektion Vitality schon besser. Aber die Gemüsezusammenstellung erschien mir hier heute zu Stangensellerielastig, daher sah ich mich auch an der Asia-Thai-Theke um und wurde dort mit Pla Sam Rod – Knusprig gebackener Fisch mit frischem Gemüse in Spezialsauce auch schnell fündig. Die andere Asia-Alternativangebot in Form von Feng shi Tzau Min – Glasnudeln mit Gemüse in Currysauce klang zwar auch nicht schlecht, aber ich hatte mich auf den Fisch festgelegt. Dazu gab es wie üblich natürlich eine Schale Reis. Etwas ähnliches hatte ich hier schon mal probiert.

Pla Sam Rod

Gerade im letzten der zahlreichen zarten Fisch-Filetstückchen fand sich zwar letztlich noch eine kleine Gräte, aber abgesehen davon gab es dieses Mal absolut nichts an dem Gericht auszusetzen. Obwohl der Fisch dominierte, gab es natürlich wie üblich auch wieder eine bunte Zusammenstellung verschiedener Gemüsesorten, darunter Zucchini, Paprika, Stangensellerie, Schoten und Frühlingszwiebeln. Alles zusammen war schließlich angerichtet in einer dunklen, herben und leicht scharfen Sauce – eben jener Spezialsauce die in der Gerichtbeschreibung erwähnt war. In Kombination mit dem Reis mal wieder sehr lecker und vor allem sättigend – ich war sehr zufrieden.
Bei den anderen Kantinengästen erfreuten sich heute aber eindeutig die Cannelloni mit ihrer Fleischfüllung und ihrer Tomatensauce der größten Beliebtheit. Auf Platz zwei folgten aber schon die Asia-Gerichte. Den dritten Platz teilten sich meinem Eindruck nach das Barschfilet und die Broccolinuggets. Dazu sei noch angemerkt dass aufgrund der beginnenden Urlaubszeit die Besucherzahlen temporär etwas rückläufig sind – dadurch gestaltete sich die Erstellung einer Allgemeinen Beliebtheitsskala etwas erschwert.

Mein Abschlußurteil:
Pla Sam Rod: ++
Reis: ++

Silberschweine [Marcus Didius Falco 1] – Lindsey Davis

Dienstag, Juni 28th, 2011

Wer sich mit dem Thema der historischen Krimis beschäftigt wie ich kommt dabei natürlich nicht an Marcus Didius Falco der britischen Authorin Lindsey Davis vorbei. Nachdem ich die SPQR-Reihe von John Maddox Roberts ja inzwischen durch habe (obwohl ich noch die Hoffnung habe dass da eventuell noch einmal was kommt) wandte ich vor einiger Zeit dieser bald mit dem zwanzigsten Band erscheinenden Krimireihe zu. Wie üblich wollte ich aber die Reihe natürlich von ganz vorne lesen, was sich jedoch als etwas vertrackt herausstellte da der erste Band nicht mehr verfügbar war – aber zum Glück fand ich ihn als gebrauchtes Buch und erwarb es für ein paar Euro über den Amazon Marketplace.
Protagonist dieser Reihe ist wie schon zu vermuten war eben jener Marcus Didius Falco, zweiter Sohn einer Plebejer-Familie, der als Privatermittler und Schnüffler mehr schlecht als recht versucht im kaiserlichen Rom um das Jahr 70 nach Christus sein auskommen zu finden. In diesem berühmten Vierkaiserjahr sitzt nun als nach einem Bürgerkrieg der Kaiser Vespasian auf dem Thron, der aus Sicht des normalen Volkes endlich Stabilität zu versprechen scheint. Nachdem unser Protagonist Sosia Cammilina, die Tochter des einflußreichen Senators Deciumus Cammilina Verrus, vor einigen Verfolgern gerettet hat, stößt er gemeinsam mit ihr in einem Schließfach auf ein sogenanntes Silberschwein, einen mit Silber versetzten Bleibarren, der eigentlich Eigentum des Kaisers ist. Nach anfänglichem Zögern nimmt er schließlich, nachdem einige scheinbar Unschuldige den Tod gefunden haben, doch die Ermittlungen auf. Dabei verschlägt es ihn dabei bis in die nördlichste der römischen Provinzen, Britannien – dem Herkunftsort des Silberschweins – wo er sich als vermeintlicher Sklave sogar in eine Silbermine verkaufen lässt um die Ermittlungen voran zu bringen. Nachdem er als Begleitung der zickigen und leicht arrogant wirkenden Senatorentochter Helena nach Rom zurück gekehrt ist, kommt es schließlich zum großen Showdown, bei dem nicht nur er in Lebensgefahr gerät.
Dieses 1989 in Großbritannien und 1991 bei Knaur hier in Deutschland veröffentlichte Erstlingswerk dieser britischen Autorin, die sich laut ihrer Biografie nach 13 Jahren Beamtenleben dazu entschloss Romane zu schreiben, zeichnet sich in diesem Erstlingswerk nicht gerade durch hundertprozentige historische Genauigkeit aus. Was als erstes auffällt ist die teilweise etwas flapsige, neumodische anmutende Ausdrucksweise der sich ein paar der Protagonisten bedienen. Aber auch kleine Details in der Gesamtgeschichte wie z.B. einem Basketballspiel passen nicht ganz in die Periode um 70 nach Christus. Trotzdem gefiel mir die Geschichte und ihr Protagonist auf Anhieb – er bietet einen interessanten Einblick ins Leben eines „einfachen“ Römers. Der von seinem Auftreten her leicht schnodderig wirkende Falco, der in einer heruntergekommenen Mietskaserne lebt und in einem nicht perfekten, aber sehr typisch wirkenden Familienumfeld einer plebejischen Familie lebt, wird dem Leser meiner Meinung nach sehr Vertrauenswürdig vermittelt. Mit seinen Fehlern und dem Potential hier und dort in Fettnäpfchen zu treten aus denen er gerade so entkommen kann wirkt er sehr echt und irgendwie sympathisch. Und bei bis jetzt insgesamt 20 Romanen die Lindsay Davis bis heute über diesen römischen Schnüffler veröffentlicht hat, scheine ich da nicht der einzige zu sein der dieser Meinung ist. Mir hat dieses Buch trotz seiner kleinen Unzulänglichkeiten was seine historische Korrektheit angeht durchaus Lust auf mehr gemacht. Somit war Silberschweine mit Sicherheit nicht der letzte Roman den ich aus der Marcus Didius Falco Reihe gelesen habe.

Meine Wertung: 3 von 3 Sternen

Putenoberkeule mit Orangenrahmsauce [28.06.2011]

Dienstag, Juni 28th, 2011

Zwar klangen Angebote der Asia-Thai-Theke durchaus verlockend – dort standen heute u.a. Asiatisches Gemüse herzhaft gebraten mit Thaicurry in Kokosmilchsauce und San Sei Chop Suey – Verschiedene Fleischsorten mit Gemüse in Spezial-Sauce (welches ich hier übrigens schon mal probiert hatte) auf der Karte – aber ich entdeckte noch etwas verlockenderes. Nicht die Gefüllte Aubergine mit Gemüse-Zartweizen bei Vitality oder die traditionell-regionale Gefüllte Paprikaschote (mit Fleisch) mit Tomatensauce und Reis hatte es mir angetan, sondern irgendwie war mir heute nach Gebratener Putenoberkeule auf Orangenrahmsauce mit Spätzle aus der Sektion Globetrotter. Ein solches Gericht hatte ich hier, hier und hier bereits probiert und die Erinnerung daran war durchaus positiv. Außerdem entdeckte ich auch etwas besonderes an der Dessert-Theke, wo ich unbedingt heute probieren wollte: Pannacotta mit Himbeeren. Keine Ahnung wann (oder ob überhaupt) ich Pannacotta zum Nachtisch gehabt habe. Dadurch wurde es zwar etwas heute eng auf meinem Tablett, aber das war es mit wert.

Putenoberkeule in Orangenrahmsauce

Zwar waren einige wenige fettige Stücke an der Putenoberkeule zu finden, der Gros bestand aber aus schmackhaftem, gebratenem Putenfleisch. Dazu gab es eine angenehm große Portion Knöpfle sowie einer mit deutlichem Orangenaroma versehenen, leicht cremige Sauce. Zwar nichts wirklich besonderes, dafür aber sehr lecker und sättigend. Die Portion Pannacotta war aber der kleine Höhepunkt des heutigen Mittagsmahles. Panna cotta, italienisch für „gekochte Sahne“, ist ein beliebtes Dessert aus Norditalien, dass wie der Name schon vermuten lässt aus Sahne, Zucker, Gelatine und Zimt hergestellt wird. Gemeinsam mit der fruchtigen Himbeersauce ergab das einen wirklich sehr leckeren Nachtisch. Muss ich unbedingt auch mal zubereiten – scheint ja nicht allzu schwer zu sein. Über die Kalorien möchte ich da aber lieber nicht nachdenken, immerhin handelt es sich hier wie gesagt um gekochte Sahne. Aber ist eben sehr lecker 😉
Auch die anderen Kantinengäste sprachen meinem Eindruck nach heute am meisten der Putenoberkeule zu, der ich somit unangefochten den ersten Platz auf der allgemeinen Beliebtheitsskala zubilligen würde. Auf Platz zwei folgten die Asia-Gericht, gefolgt von der gefüllten Paprika und schließlich der Aubergine. Das entsprach auch meiner vorherigen Abschätzung, einzig bei Paprika und Asiagerichten war ich nicht so ganz sicher gewesen. Kenne eben meine „Mitesser“ und ihre Vorlieben inzwischen.

Mein Abschlußurteil:
Putenoberkeule: ++
Orangenrahmsauce: ++
Spätzle (Knöpfle): ++
Pannacotta mit Himbeeren: ++

Coq au Vin [27.06.2011]

Montag, Juni 27th, 2011

Die Angebote an der Asia-Thai-Theke, die heute u.a. Poh Piard Thord – Knusprige Frühlingsröllchen oder Gai Pad Bai Krapao – Gebratene Hähnchenfleischstreifen mit Chili, frischem Gemüse und frischem Thai Basilikum umfassten, klangen zwar lecker, aber irgendwie war mir heute nicht nach Asiatischem. Also wandte ich meine Aufmerksamkeit der regulären Küche zu. Gut klang schon mal die Gemüsepfanne auf mediterrane Art mit Kräuterrisotto vom Weichweiten bei Vitality, die ich hier und hier schon mal probiert hatte, aber irgendwie erschien sprach es mich heute visuell nicht an und erschien mir etwas trocken. Besser sah da schon das traditionell-regionale Paprikarahmschnitzel mit Kartoffelröstinchen, welches hier, hier und hier bereits mein Tablett geziert hatte. Aber letztlich fiel meine Wahl dann doch Zugunsten des Coq au Vin – Geschmorte Hähnchenkeule in Rotweinsauce auf Tagliatelle in der Sektion Globetrotter – ein Angebot das ich in fast gleicher Form hier, hier und hier schon einmal genutzt hatte. Dazu gesellte sich noch eine Mousse mit Walnussgeschmack von der Dessert-Theke.

Coq au vin

Das erste was mir auffiel war die Tatsache dass die Sauce sich heute recht zwiebellastig gestaltete – was jedoch nicht negativ gemeint ist, sondern meiner Meinung nach recht gut zum Rest des Gerichts passte. Dazu kam noch eine heute leider nicht allzu große Hähnchenkeule, an der jedoch noch genügend Fleisch zu finden war – außerdem hatte ich leider kein visuell vorteilhaftes Stück erwischt hatte – der obere teil des Knochens lugte hervor. Daher kann ich hier heute leider keine Punktzahl geben. An den Tagliatelle gab es jedoch nichts auszusetzen, ebenso wenig wie an dem angenehm walnussigen Mousse mit Schokostreuseln und einem Klecks Himbeergelee als Garnitur.
Auf der allgemeinen Beliebtheitsskala lagen das Paprikarahmschnitzel und die Asia-Gerichte heute sehr eng beieinander, ich würde aber den Angeboten von der Asia-Theke heute mit knappen Vorsprung den ersten Platz zubilligen. Nach dem Paprikarahmschnitzel auf Platz zwei folgte schließlich der Coq au Vin und dann mit einigen Abstand die Mediterrane Gemüsepfanne. Im Nachhinein gesehen wäre ich heute auch mit dem Paprikarahmschnitzel wahrscheinlich noch etwas besser bedient gewesen, aber ich will hier natürlich nicht meckern – letztlich war auch der Coq au Vin ganz aktzeptabel.

Mein Abschlußurteil:
Hähnchenkeule: +
au Vin Sauce: ++
Tagliatelle: ++
Walnuss-Mousse: ++

Cremige Puten-Schupfnudelpfanne – das Rezept

Sonntag, Juni 26th, 2011

Nachdem ich in letzter Zeit ja ziemlich viel im Backofen gemacht habe, wollte ich heute mal wieder ein Pfannengericht zubereiten. Bei der Durchsicht der Rezepte stieß ich dabei auf ein Gericht mit Schupfnudeln, einer Zutat die ich so bisher noch nicht verwendet hatte. Da die Zusammenstellung auch noch recht lecker klang, stand somit das heutige Mittagsgericht schnell fest. Dabei wurde im ursprünglichen Rezept explizit auf die Verwendung von Chili-Öl hingewiesen, das ich nach etwas Suchen schließlich nicht etwa bei den normalen Ölen, sondern in dem Bereich der Asiatischen Zutaten entdeckte. Falls jemand das Gericht 1:1 nachkochen möchte und Chili-Öl nicht vorrätig hat, könnte dieser Hinweis recht hilfreich sein. Doch damit genug der Vorrede, kommen wir nun zu den benötigten Zutaten für 2-3 Portionen.

250 – 300g Putensteak
01 - Zutat Putensteak

300g Schupfnudeln
02 - Zutat Schupfnudeln

4 frische Champignons
03 - Zutat Champignons

2 kl. Dosen feine Erbse- & Möhren á 200g (130g Abtropfgewicht)
04 - Zutat Erbsen und Möhren

1 mittelgroße Zwiebel
05 - Zutat Zwiebel

1-2 Zehen Knoblauch (je nach Geschmack)
06 - Zutat Knoblauch

2 Frühlingszwiebeln (Optional – ich hatte diese noch im Kühlschrank und entschloss mich dazu sie hier mit zu verwenden)
07 - Zutat Frühlingszwiebeln

120ml Gemüsebrühe
08 - Zutat Gemüsebrühe

Chili-Öl zum anbraten
09 - Zutat Chili-Öl

1/2 Becher Creme legere (oder Creme fraiche)
10 - Zutat Creme legere

100ml Sahne
11 - Zutat Sahne

sowie Salz, Pfeffer und Chilipulver zum würzen.

Zuerst bereiten wir wie immer unsere Zutaten vor. Dazu brausen wir die Champignons kurz ab, trocknen sie und schneiden sie schließlich in Scheiben.
12 - Champignons schneiden

Außerdem waschen wir die Frühlingszwiebeln und schneiden sie in Ringe,
13 - Frühlingszwiebeln schneiden

schneiden die Putensteaks in mundgerechte Stücke und würzen sie mit Salz und Pfeffer. Das ganze lassen wir einige Minuten einziehen.
14 - Putensteak zerteilen und würzen

Dann braten wir die Putensteak-Würfel in Chili-Öl an und stellen sie bei Seite.
15 - In Chili-Öl anbraten

Anschließend dünsten wir die Zwiebeln ebenfalls in Chili-Öl an und pressen nachdem die Zwiebeln glasig sind das Knoblauch hinzu,
16 - Zwiebeln anschwitzen und Knoblauch hinzu

dann fügen wir die Champignon-Scheiben hinzu und schwitzen sie ebenfalls an. Ist alles gut durchgebruzzelt, stellen wir auch dies bei Seite.
17 - Champignons mit anschwitzen

Die Frühlingszwiebeln dünsten wir ebenfalls kurz an und legen sie auch zur Seite.
18 - Frühlingszwiebeln andünsten

Jetzt braten wir die Schupfnudeln gemäß Packungsbeschreibung für 5-7 Minuten an,
19 - Schupfnudeln anbraten

geben die Erbsen und Möhren hinzu und gießen alles mit Gemüsebrühe auf. Alles lassen wir für einige Minuten auf mittlerer Stufe köcheln.
20 - Erbsen & Möhren rein und Gemüsebrühe aufgießen

Während Schupfnudeln und Gemüse köchelt, verrühren wir den halben Becher Creme fraiche mit der Sahne
21 - Sahne und Creme legere verrühren

und rühren sie dann unter den Pfanneninhalt unter.
22 - Unterrühren

Jetzt ist auch der richtige Zeitpunkt alles kräftig mit Salz, Pfeffer und Chilipulver abzuschmecken.
23 - Würzen und abschmecken

Dann fügen wir Champignons, Zwiebeln, Lauchzwiebeln und die Putensteak-Würfel wieder hinzu,
24 - Rest wieder hinzufügen

rühren alles gut unter und lassen es vor sich hin köcheln damit alles wieder gut warm wird.
25 - Gut verrühren und köcheln

Abschließend brauch wir das ganze nur noch servieren und genießen. Ich garnierte es dabei noch etwas mit Petersilie – das Auge isst ja schließlich mit.
26 - Gericht serviert

Mal wieder sehr lecker muss ich sagen. Die Kombination aus Erbsen, Möhren und Champignons, Frühlingszwiebeln mit den Schupfnudeln und den gewürzten Putensteak-Würfeln ergab schon mal ein gelungenes Gericht und das Hinzufügen der Mischung aus Creme legere und der Sahne gab dem Gericht den letzten Schliff. Dabei ist das Gericht auch nicht allzu komplex in der Zubereitung, sieht man mal von dem anbraten und anschwitzen in Schritten ab.

27 - CloseUp

Dieses Mal habe ich keinerlei Ideen für Modifikation – aus meiner Sicht war das Gericht so wie es hier zusammengestellt war nicht mehr verbesserungswürdig. Ob die Frühlingszwiebeln nun viel zum Ergebnis beigetragen haben vermag ich nicht wirklich zu beurteilen, doch geschadet haben sie auf jeden Fall nicht. War mal wieder sehr zufrieden mit dem Ergebnis und möchte hiermit die Gelegenheit nutzen das Rezept für die Nachwelt festzuhalten.

Guten Appetit

Rösti-Leberkäse mit Frühlingszwiebeln – das Rezept

Samstag, Juni 25th, 2011

Für den heutigen Samstag hatte ich mir ein Rezept heraus gesucht das einfach und lecker erschien. Die ursprüngliche Zubereitung kam dabei ohne Gemüse aus, da ich aber nicht ganz darauf verzichten wollte entschied ich mich dazu das ganze mit etwas Frühlingszwiebeln aufzuwerten. Und das Ergebnis war wirklich sehr lecker und vor allem angenehm schnell zubereitet.

Was brauchen wir also für 2 Portionen?

2 Scheiben Leberkäse
01 - Zutat Leberkäse

6 Röstis (TK-Ware – wer mag kann sie natürlich auch frisch machen)
02 - Zutat Röstis

1 Becher Creme legere (150g) Alternativ gehen auch Creme fraiche oder Schmand
03 - Zutat Creme legere

2-3 Frühlingszwiebeln
04 - Zutat Frühlingszwiebeln

80g Edamer
05 - Zutat Edamer

außerdem benötigen wir Salz und Pfeffer zum würzen sowie etwas Öl oder Butter zum andünsten der Frühlingszwiebeln.

Zuerst waschen wir die Frühlingszwiebeln und schneiden sie in Ringe,
06 - Frühlingszwiebeln schneiden

dann dünsten wir sie mit etwas Butter in einer Pfanne an.
07 - andünsten

Sobald die Röstis einigermaßen aufgetaut sind, zerbröseln wir sie in ein passendes Behältnis,
08 - Röstis zerbröseln

geben die Creme legere sowie den Edamer hinzu
09 - Mit Creme legere und Edamer vermengen

und vermengen alles kräftig.
10 - verrühren

Dann rühren wir noch die gedünsteten Frühlingszwiebeln unter
11 - Frühlingszwiebeln addieren

und würzen alles kräftig mit Salz und Pfeffer.
12 - Mit Pfeffer und Salz würzen

Unseren Backofen heizen wir außerdem auf 200 Grad vor.

In eine ausgefettete Auflaufform legen wir dann den Leberkäse aus
13 - Leberkäse in Form legen

und bedecken die Leberkäs-Scheiben mit der Masse aus Röstis, Creme legere und Frühlingszwiebeln. Ich hatte ja befürchtet dass es etwas zu viel Masse war, doch glücklicherweise reicht die Menge perfekt für die kleine Auflaufform.
14 - Mit Röstimasse bedecken

Ist der Backofen aufgeheizt geben wir die bestückte Auflaufform in die Röhre und überbacken alles dort alles für ca. 30 – 35 Minuten. Wichtig ist dass die Röstimasse eine angenehm braune Färbung bekommt.
15 - im Ofen backen

Schließlich entnehmen wir die Form aus der Röhre
16 - fertig gebacken

und servieren es.
17 - serviert

Sehr sehr lecker muss ich sagen. Der Leberkäse war gut durchgebacken und die Röstimasse mit ihrer Würzung und dem angenehmen Geschmack der Frühlingszwiebeln ergaben ein zwar nicht sonderlich komplexes, dafür aber umso schmackhafteres Gericht. Natürlich hätte man auch noch mit weiteren Gemüsesorten experimentieren können, aber ich war nicht sicher welche Gemüsesorten noch gut mit Leberkäse harmonieren, also wollte ich – gerade da ich das Gericht das erste Mal zubereitete – nicht zu experimentierfreudig vorgehen. Denkbar wären noch blanchierte Möhrenstücke, Zucchini oder Tomaten gewesen. Auch wäre als Modifikation noch die Verwendung von Creme fraiche mit Kräutern denkbar. Das nächste Mal dann weitere Versuche – für heute war ich sehr zufrieden mit dem Ergebnis.

18 - CloseUp

Über die Kalorien möchte ich natürlich lieber nicht nachdenken, aber hin und wieder geht das schon einmal. Mir hat es sehr gut geschmeckt und habe mir den Rest noch am selben Abend in der Mikrowelle aufgewärmt und kann dieses Gericht somit bereits jetzt vorbehaltlos zum Aufwärmen freigeben. Ein bis zwei Tage sollte es sich aber auch problemlos abgekühlt im Kühlschrank halten – da bin ich mir sicher.

Also: Guten Appetit