Kassler auf Sauerkraut mit Kartoffelpüree [26.03.2012]

Zwar klangen sowohl die Poh Piard Thord – Knusprige Frühlingsröllchen als auch das Moo Pad Prik Bai Karprao – Schweinefleisch mit scharfem Basilikum und Thaigemüse in Austernsauce an der Asia-Thai-Theke recht verlockend, doch irgendwie war mir heute mal wieder eher nach westlicher Küche. Und hier hatte man für einen Montag ein recht gutes Angebot aufgefahren wie ich feststellen durfte. Am kalorientechnisch optimalsten wären natürlich die Gnocchi mit Ruccola und gedünsteten Kirschtomaten aus der Sektion Vitality gewesen, doch der Geschmack lag mit nach irgend einem Gericht mit Fleisch. Blieben also noch das Kassler auf Sauerkraut mit Kartoffelpüree bei Tradition der Region und der Biergulasch vom Rund mit Butternudeln bei Globetrotter. Und bei dieser Auswahl brauchte ich nicht lang überlegen, denn das Kassler-Gericht sah aus meiner Sicht eindeutig verlockender aus. Dazu gesellte sich noch ein Becherchen Obstkompott von der Dessert-Theke.

Kassler auf Sauerkraut mit Kartoffelpüree / Smoked pork chop on sauerkraut with mashed potatoes

Das einzige was ich an diesem Gericht etwas kritisieren musste war wie üblich das Kartoffelpüree, das für meinen Geschmack etwas zu dünn geraten war. Geschmacklich war es zwar in Ordnung, aber die Konsistenz legt die Vermutung nahe dass man hier einfach ein Pulver mit Wasser angerührt hatte – daher muss ich hier heute mal Abzüge geben. Am restlichen Gericht, bestehend aus zwei etwa fingerdicken Scheiben mageren und zarten Kasslerfleisches mit einer würzigen Sauce und einer annehmbar großen Portion ebenfalls sehr würzigen und knackigen Sauerkrauts, gab es aber absolut nichts auszusetzen. Sehr lecker. Und auch das Obstkompott, in dem man Stücke von Ananas und Mandarine mit frischen Minzeblättern kombiniert und vermischt hatte – eine Zusammenstellung die ich meines Wissens hier noch nie probiert habe – erfüllte alle meine Erwartungen.
Als ich meine Blicke über die anderen Tische und Tabletts schweifen ließ, meinte ich aber zu erkennen dass der Rinder-Biergulasch scheinbar noch einen kleinen Deut höher in der Gunst der anderen Kantinengästen stand und somit das Kassler auf einen knappen zweiten Platz der heutigen allgemeinen Beliebtheitsskala verdrängte. Auf Platz drei folgten dann die Asia-Gericht und auf einem sehr guten vierten Platz die Gnocchi mit Ruccola und Kirschtomaten. Hätte ich nicht schon am Samstag in meinem selbst zubereiteten Pesto-Hähnchen mit Gnocchi bereits Gnocchi verzehrt, wäre dies aber dennoch bestimmt heute in die nähere Auswahl gekommen. Lecker sah es auf jeden Fall aus, aber ich denke ich habe auch letztlich mit dem Kassler keine allzu schlechte Wahl getroffen.

Mein Abschlußurteil:
Kassler: ++
Sauerkraut: ++
Kartoffelpüree: +
Ananas-Mandarinen-Kompott mit Minze: ++

Madras Fisch-Curry – das Rezept

Heute war mir mal nach Fisch. Daher entschloss ich mich dazu, endlich mal das Rezept für das Madras Fisch-Curry auszuprobieren, das bei mir noch rum lag. Da ich auch schon länger nichts indisches geschweige den indisch angehauchtes gekocht hatte, kam mir die Gelegenheit natürlich gerade recht. Die Zubereitung las sich im ersten Moment recht simpel, aber die Tücke liegt hier im Detail. Doch dazu später mehr, wenden wir uns nun der Zubereitung zu.

Was brauchen wir also für 2 Portionen?

400g Fischfilet nach Wahl – ich entschied mich für Seelachs den ich noch vorrätig hatte
01 - Zutat Seelachs / Ingredient coalfish

1 kleiner Apfel – säuerliche Sorte
02 - Zutat Apfel / Ingredient apple

2-3 TL Madras-Curry – wenn das nicht im Haus ist, geht notfalls auch gewöhnliches Curry-Pulver, aber ich finde diesen einfach würziger
03 - Zutat Madras-Curry / Ingredient Madras curry powder

1 kleine Zwiebel
04 - Zutat Zwiebel / Ingredient onion

125ml Fleischbrühe
05 - Zutat Fleischbrühe / Ingredient meat stock

1-2 EL Mehl
06 - Zutat Mehl / Ingredient flour

200g Saure Sahne
07 - Zutat Saure Sahne / Ingredient sour cream

etwas Zitronensaft
08 - Zutat Zitronensaft / Ingredient lemon juice

eine Sättigungsbeilage nach Wahl – ich entschied mich für Basmati-Reis
09 - Zutat Basmati Reis / Ingredient basmati rice

sowie etwas Ghee, Butter oder Olivenöl zum anbraten
und bei Bedarf etwas hellen Soßenbinder

Während der Fisch auftaut – ich nahm die Auftaustufe meiner Mikrowelle zur Hilfe – bereiten wir wie üblich die anderen Zutaten vor. Wir schälen und würfeln also die Zwiebel,
10 - Zwiebel würfeln / Dice onion

schälen auch den Apfel,
11 - Apfel schälen / Peel apple

vierteln ihn, entfernen die Kerne und schneiden ihn ebenfalls in mundgerechte Würfel.
12 - Apfel würfeln / Dice apple

Sobald das Fischfilet gut angetaut ist, schneiden wir dieses auch in Würfel – wobei dies leichter geht wenn der Fisch noch leicht gefroren ist –
13 - Seelachs würfeln / Dice coalfish

und beträufeln die Würfel dann mit dem Zitronensaft und salzen sie etwas. Dies lassen wir für mindestens 10 Minuten einwirken.
14 - Salzen und mit Zitronensaft beträufeln / Salt and sprinkle with lemon juice

In der Zwischenzeit können wir das Mehl und das Currypulver in eine kleine Schüssel oder einen Teller geben
15 - Curry zu Mehl geben / Add curry to flour

und vermengen alles gut miteinander.
16 - Curry und Mehl vermengen / Mix curry and flour

Ist der Zitronensaft gut in die Fischwürfel eingezogen, wenden wir diese in der Mehl-Curry-Mischung. Das ist, wie sich herausstellte, eine ziemlich umständliche Aktion, zumal das Mehl dabei an den Fingerspitzen neigt zu verklumpen. Hier muss ich mir mal eine andere Verfahrensweise überlegen – evtl. kann man sie ja mit einem feinen Sieb bestäuben. Aber die Mühe lohnt sich auf jeden Fall.
17 - Fisch in Mehl-Curry-Mischung wälzen / Turn fish in flour curry mix

In einer größeren Pfanne erhitzen wir dann etwas Ghee oder Öl und braten die panierten Fischwürfel rundherum an. Da wir sie nach dem Anbraten wieder entnehmen, können wir hier gerne auch Portionsweise vorgehen.
18 - Fisch anbraten / Fry fish

Im verbliebenen Bratenfett (sollte keines mehr übrig sein geben wir noch etwas frisches dazu) dünsten wir dann zuerst die Zwiebeln an
19 - Zwiebeln andünsten / Stew onion

und geben wenig später auch die Apfelwürfel hinzu. Alles lassen wir für ca. 5 Minuten bei gelegentlichem Wenden in der Pfanne sanft bruzzeln
21 - Apfelwürfel mit dünsten / stew apple dices.

Jetzt ist auch ein guter Zeitpunkt, den Reis aufzusetzen und nach Packungsanleitung zuzubereiten.
20 - Reis kochen / Cook rice

Sind Apfel und Zwiebel gut angedünstet, gießen wir den Pfanneninhalt mit der Fleischbrühe auf
22 - Mit Fleischbrühe aufgießen / Pour meat stock

geben die Saure Sahne hinzu, verrühren alles gut miteinander
23 - Saure Sahne addieren / Add sour cream

und würzen es mit einem Teelöffel Madras-Currypulver, bei Belieben aber auch gerne etwas mehr.
24 - Mit Curry würzen / Taste with curry

Das Ganze lassen wir dann kurz aufkochen und für mindestens 2-3 Minuten leise vor sich hin köcheln
25 - aufkochen lassen / boil up

bevor wir dann auch die bereits angebratenen Fischwürfel wieder hinzu geben
26 - Fisch hinzufügen / Add fish

und dann weiter köcheln lassen bis die Sauce etwas andickt. Gegebenenfalls können wir hier aber auch gerne etwas hellen Soßenbinder zur Hilfe nehmen.
27 - Köcheln lassen / simmer

Sobald der Reis dann fertig, können wir das Gericht auch sogleich servieren und genießen.
28 - Madras Fisch-Curry / Madras fish curry - Serviert

Auch wenn das panieren der Fischstücken durchaus etwas mehr Aufwand bedeutet, so hatte sich dieser aber geschmacklich auf jeden Fall gelohnt. In ihrer durch das Currypulver leicht scharfen und würzigen Panade ergaben die Fischwürfel gemeinsam mit den Apfelwürfeln, die dem Ganzen eine fruchtige Komponente gaben, ein leckeres und pikantes Currygericht dem man seine indische Note nicht verkennen konnte. Zwar ist Seelachs nicht gerade ein Fisch der in der dortigen Zubereitung üblich ist, aber wer es noch authentischer haben will kann natürlich auch auf eine eher dort heimische Sorte zurückgreifen – ich denke da zum Beispiel an Pangasius. Und der Basmatireis gab dazu eine mehr als passende Sättigungsbeilage ab.

29 - Madras Fisch-Curry / Madras fish curry - CloseUp

Bei der Berechnung der Nährwerte kam ich dabei auf ca. 1200kcal für die komplette Zubereitung inkl. des Reis, das entspricht 600kcal pro Portion. Für ein so sättigendes Hauptgericht wie dieses ein absolut akzeptabler Wert wie ich finde. Hatte nicht gedacht dass man mit nur einer Gewürzmischung, dem fruchtig-pikanten Madras-Curry, ein so leckeres Gericht zaubern kann. Muss mich bei Gelegenheit wirklich mal nach weiteren Zubereitungen damit umsehen – das heutige Kochexperiment hat auf jeden Fall Lust auf mehr gemacht. 😉

Guten Appetit

Pesto-Hähnchen mit Gnocchi – das Rezept

Heute entschied ich mich nach einiger Recherche dazu, mal ein Pesto-Hähnchen mit Gnocchi zu kochen und dieses mit Tomate und Mozzarella zu überbacken. Bisher hatte ich, wie ich feststellen musste, hier noch nie ein Rezept mit Pesto vorgestellt, dabei ist diese italienische Würzsauce eine wirklich leckere und vielseitige Zutat, die ich sehr schätze und gerne verwende.

Was brauchen wir also für 3 bis 4 Portionen?

Je eine rote und eine gelbe Paprika
01 - Zutat Paprika / Ingredient paprika

1 große Stange Lauch
02 - Zutat Lauch / Ingredient leek

500g Hähnchenbrust
03 - Zutat Hähnchenbrust / Ingredient chicken breast

600g Gnocchi
04 - Zutat Gnocchi / Ingredient gnocchi

120g Pesto alla genovese
05 - Zutat Pesto / Ingredient pesto

120 – 150g Champignons
05 - Zutat Champignons / Ingredient mushrooms

1 kleine Zwiebel
06 - Zutat-Zwiebel / Ingredient onion

1 Becher Saure Sahne (200g)
07 - Zutat Saure Sahne / Ingredient sour cream

1-2 EL Körniger Senf – ich entschied mich für Dijon-Senf
08 - Zutat Dijon Senf / Ingredient dijon mustard

1-2 EL Italienische Kräuter
09 - Zutat Italienische Kräuter / Ingredient italian herbs

1 große Fleischtomate
10 - Zutat Tomate / Ingredient tomato

1 Kugel Mozzarella (200g)
11 - Zutat Mozzarella / Ingredient mozzarella

sowie
Salz & Pfeffer zum würzen
einen Schuss Milch
1-2 EL Olivenöl zum braten
etwas Butter zum Ausfetten der Auflaufform

Beginnen wir nun damit, die Gnocchi nach Packungsanleitung zu kochen.
12 - Gnocchi kochen / Cook gnocchi

Während diese kochen, wenden wir uns dem Gemüse zu und bereiten es vor. Wir waschen also die Stange Lauch
13 - Lauch waschen / Clean leek

und schneiden sie in Ringe.
14 - Lauch schneiden / Cut leek

Außerdem waschen wir die Paprika, entkernen sie und schneiden sie dann in dünne Streifen,
15 - Paprika in Streifen schneiden / Cut paprika in stripes

brausen die Champignons vorsichtig ab, trocknen sie ab,
16 - Pilze abbrausen / Wash mushrooms

schneiden sie in halbe Scheiben
17 - Pilze schneiden / Cut mushrooms

und schälen und würfeln schließlich noch die Zwiebel.
18 - Zwiebel würfeln / Dice onions

Sind die Gnocchi fertig gekocht, also wenn sie oben im Topf schwimmen, gießen wir sie in ein Sieb und lassen sie abtropfen.
19 - Gnocchi abtropfen lassen / Drain gnocchi

Als nächstes waschen wir die Hähnchenbrust gründlich unter fließendem Wasser, tupfen sie trocken,
20 - Hähnchenbrust waschen / Wash chicken breast

schneiden sie in schmale Streifen – natürlich wegen der Keimgefahr auf einem extra Schneidebrett und einem separaten Messer –
21 - In Streifen schneiden / Cut in stripes

und würzen sie dann mit Salz und Pfeffer.
22 - Mit Salz & Pfeffer würzen / Taste with salt & pepper

In einer großen Pfanne erhitzen wir nun etwas Olivenöl, braten die Hähnchenstreifen darin rundherum kräftig an
23 - Hähnchenstreifen anbraten / Roast chicken stripes

und stellen sie dann erst einmal bei Seite.
24 - Beiseite stellen / Remove chicken

Unter Zugabe von etwas weiterem Olivenöl dünsten wir dann die Zwiebelwürfel in der Pfanne glasig an
25 - Zwiebeln andünsten / Saute onions

und fügen dann die Paprikastreifen hinzu um sie ein bis zwei Minuten mit anzubraten.
26 - Paprika anbraten / Roast paprika gently

Haben die Paprikastreifen etwas Farbe bekommen, geben wir auch die Lauchringe mit in die Pfanne
27 - Lauch mit dünsten / Stew leek

und braten es ein paar Minuten unter gelegentlichen umrühren mit an.
28 - Einige Minuten braten / Steam some minutes

Dann können wir auch die geschnittenen Champignons dazu geben
29 - Champignons hinzugeben / Add mushrooms

und sie ebenfalls ein paar Minuten mit braten bis sie einigermaßen durch sind.
30 - weiter dünsten / stew

Anschließend fügen wir die Saure Sahne
31 - Saure Sahne beigeben / Add sour cream

und das Pesto zum Gemüse,
32 - Pesto addieren / Add pesto

verrühren alles miteinander
33 - verrühren / mix

und geben einen kräftigen Schuss Milch in die Pfanne.
34 - Milch aufgießen / Drain milk

Den Pfanneninhalt lassen wir dann kurz aufkochen, rühren den Dijon-Senf ein,
35 - Senf einrühren / Mix in mustard

würzen alles mit den italienischen Kräutern und lassen alles noch einmal ein bis zwei Minuten vor sich hin köcheln.
36 - Kräuter hinzufügen / Add herbs

Während alles köchelt, geben wir auch die Hähnchenstreifen wieder hinein
37 - Hähnchenstreifen wieder hinzufügen / Add chicken stripes

und schmecken alles noch einmal mit Salz und Pfeffer ab.
38 - Würzen / Taste

Zuletzt geben wir auch die Gnocchi mit zum restlichen Pfanneinhalt
39 - Gnocchi addieren / Add gnocchi

verrühren alles und lassen es auf niedriger Stufe weiter köcheln.
40 - Vermengen und köcheln lassen / Mix and simmer

Nun ist ein guter Zeitpunkt, den Backofen auf 200 Grad vorzuheizen. Außerdem können wir die Tomate
41 - Tomaten schneiden / Cut tomato

und den Mozzarella in Scheiben schneiden.
42 - Mozzarella schneiden / Cut mozzarella

Den Pfanneninhalt geben wir nun in eine leicht ausgefettet Auflaufform
43 - In Auflaufform geben / Put in casserole

und belegen alles dann mit Tomatenscheiben
44 - Mit Tomaten belegen / Add tomatoes

sowie Mozzarella.
45 - Mozzarella hinzufügen / Add mozzarella

Ist der Backofen vorgeheizt, schieben wir die Auflaufform auf der mittleren Schiene hinein und lassen alles für ca. 30 Minuten überbacken.
46 - Überbacken / au gratin

Anschließend können wir die Form entnehmen
47 - Pesto-Hähnchen / Pesto chicken - Fertig gebacken

und das Gericht sogleich servieren.
48 - Pesto-Hähnchen / Pesto chicken - Serviert

Das Ergebnis war ein angenehm würziges Gericht mit zarten, saftigen Hähnchenstreifen, die geschmacklich eine wunderbare Symbiose mit den knackigen Paprikastreifen, dem weichen Lauchringen und den Champignons eingingen. Gekrönt wurde das ganze natürlich durch das würzige Basilikumpesto welches alles wunderbar abrundete. Dazu die Gnocchi als Sättigungsbeilage ergab es ein mehr als gelungenes Gericht – ich war mal wieder sehr zufrieden.

49 - Pesto-Hähnchen / Pesto chicken - CloseUp

Was die Nährwerte angeht, handelte es sich bei dieser Zubereitung wie ich nach einer überschlägigen Berechnung feststellen musste, nicht gerade um ein Leichtgewicht, denn für die komplette Auflaufform kam ich auf eine Summe von 2800kcal, das heißt bei drei Portionen 933kcal, bei vier Portionen 700kcal pro Portion. Dennoch finde ich für ein Hauptgericht gerade noch akzeptabel. Den Gros der Werte nahmen dabei die Gnocchi ein, will man hier sparen wäre vielleicht Reis noch eine Alternative gewesen. Aber auch das Pesto ist nicht gerade ein Leichtgewicht, so ein kleines Gläschen mit 120g Gramm hat es durchaus in sich. Aber am Wochenende nehme ich das billigend in Kauf, immerhin war das Ergebnis mehr als Lecker.

In diesem Sinne: Guten Appetit

Moo Pad Sam Rod [23.03.2012]

Irgendwie konnte ich mich heute für nichts aus der regulären Küche begeistern. Der Milchreis mit Waldbeerensoße bei Tradition der Region sagte mir aufgrund seiner Eigenschaft als Süßspeise nicht zu, der Seelachs paniert mit Kartoffel-Gurkensalat und Remouladensauce in der Abteilung der Globetrotter-Angebote gefiel mir aufgrund des Kartoffelsalates nicht sonderlich und der Feine Putenbraten in Champignonsauce, dazu Vollkornreis bei Vitality sprach mich visuell überhaupt nicht an. Also wandte ich, zum zweiten Mal diese Woche, meine Aufmerksamkeit der Asia-Thai-Theke zu, wo ich neben den Gebackenen Ananas und Banane, die aber höchstens als Dessert geeignet erschienen, mit Moo Pad Sam Rod – Knusprig gebackene Schweinefleischstreifen mit frischem Gemüse in süsser Chilisauce auch gleich etwas entdeckte, das mir für heute das richtige erschien. Dazu nahm ich mir natürlich – wie üblich – noch eine Schale Reis als Sättigungsbeilage.

Moo Pad Sam Rod

In einer deutlich scharfen, aber gleichzeitig tatsächlich auch leicht süßlichen, dunklen Sauce hatte man hier nicht nur eine bunte Gemüsemischung aus Paprika, Lauch, Curryblättern, Zucchini, angenehm dünn geschnittenen Möhrenscheiben, Kohl, Brokkoli und Blumenkohl zusammengestellt, sondern diese auch mit zahlreichen zarten, in dünner Panade gebratenen Streifen Schweinefleisch. Mit kaum einem anderen Gericht hier im Betriebsrestaurant bekommt man wohl eine so reichhaltige Mischung verschiedener Gemüsesorten serviert – ein also nicht nur leckeres, sondern wohl auch recht gesundes Mittagsgericht, das sich in Kombination mit dem Reis als Sättigungsbeilage mal wieder als gut und langwierig sättigend erwies. Ich war, wie bei asiatischen Gerichten eigentlich die Regel, mal wieder sehr zufrieden.
Bei den anderen Kantinengästen lag aber das heute aber recht eindeutig das panierte Seelachsfilet mit Kartoffel-Gurkensalat am höchsten in der Gunst und landete somit zweifellos auf Platz eins der heutigen Allgemeinen Beliebtheitsskala. Auf Platz zwei folgten aber auch schon die Asia-Gerichte, gefolgt vom Putenbraten auf Platz drei und dem Milchreis auf Platz vier. Somit ergab die heutige keine wirklichen Überraschungen – aufgrund der bisherigen Erfahrungen entspricht das den Erwartungen die ich bei einer solchen Angebotskombination gehabt habe.

Mein Abschlußurteil:
Moo Pad Sam Rod: ++
Reis: ++

Tiroler Geröstel [22.03.2012]

Auch wenn die heutige Asia-Thai-Angebote in Form von Asiatischen Gemüse herzhaft gebraten in Austernsauce und Gaeng Pad Gai – Gebratenes Hühnchen mit frischem Gemüse, Bambussprossen und Kokosmilch in scharfem roten Curry recht gut klangen, ließ ich sie heute mal außen vor, denn die reguläre Küche hatte heute einiges zu bieten und ich hatte ja außerdem auch gestern schon Asiatisch gespeist. Am kalorientechnisch optimalsten klang natürlich die Spaghetti mit Balsamico-Linsen in der Sektion Vitality, die wie üblich mit frischem Ruccola garniert waren. Während die Rote und weiße Currywurst mit Pommes Frites bei Tradition der Region erschien mir wiederum zu kalorienreich. Interessant klang das bisher meines Wissens erstmalig angebotene Kalbsleber “Berliner Art” mit Kartoffelpüree, also eine gebratene Kalbsleber mit Apfelscheiben und Zwiebelringen. Einen Moment liebäugelte ich mit dem Lebergericht, auch wenn ich eigentlich kein allzu großer Fan dieser Art von Innereien bin da ich das Fleisch immer als recht trocken in Erinnerung habe. Aber ich war tatsächlich drauf und dran das Gericht zu wählen – wäre da nicht das zusätzliche ungeplante Sonderangebot in Form eines Tiroler Geröstel gewesen. Kurzfristig änderte ich meine ursprüngliche Planung und wählte dann doch diese eigentlich als Restegericht und auch als Tiroler Gröstl bekannte Zubereitung. Dazu nahm ich noch ein Becherchen Aprikosenquark von der Dessert-Theke.

Tiroler Geröstel

Neben Kartoffeln und Zwiebeln fanden sich reichlich grob geschnittenes, gebratenes Rinder- und Schweinefleisch, Eier sowie Gemüse in Form von grünen Bohnen, Erbsen und Möhren – pikant gewürzt mit Salz, Pfeffer, Majoran und einem Hauch Kümmel. Zusätzlich garniert hatte man das Ganze mit einer dunklen, herb-würzigen Sauce, die aber auch notwendig war um dem Gericht ausreichende Saftigkeit zu geben. Beim Verzehr musste ich feststellen, dass das hellere Schweinefleisch eindeutig überwog, da es aber angenehm mager war, möchte ich dies nicht in die Wertung einfließen lassen. Ich fand diese “gepimpten Bratkartoffeln” auf jeden Fall sehr lecker und bereute meine Entscheidung nicht. Und auch der mit zahlreichen Fruchtstückchen versehene Aprikosenquark erwies sich als gute Entscheidung und bot einen leckeren, nicht zu süßen Abschluss des heutigen Mittagsgerichts.
Bei den anderen Kantinengästen lag aber natürlich eindeutig die Currywurst mit Pommes Frites mit klarem Abstand am höchsten in der Gunst und landete somit auf Platz eins der heutigen Allgemeinen Beliebtheitsskala. Auf Platz zwei folgten die Asia-Gerichte, gefolgt vom Geröstel auf Platz drei und sehr knapp dahinter die Leber und die Spaghetti, denen ich beiden Platz vier zubilligte da hier kein Unterschied in der Beliebtheit erkennen konnte. Sollte man sich dazu entscheiden das durchaus interessant klingende Lebergericht ein weiteres Mal anzubieten, werde ich aber bestimmt die Gelegenheit nutzen auch diese Gericht zu probieren – die Zusammenstellung klang nämlich durchaus interessant.

Mein Abschlußurteil:
Tiroler Geröstel: ++
Aprikosenquark: ++