Archive for April 3rd, 2012

Hofbräukeller München & Bratenpfandl [03.04.2012]

Tuesday, April 3rd, 2012

Am Dienstag Abend verschlug es uns in den Hofbräukeller im schönen Münchner Stadtteil Au-Haidhausen. Ich war zwar schon mal dort gewesen, hatte aber damals versäumt darüber zu berichten. Das möchte ich heute mit diesem Beitrag nachholen.

Hofbräukeller - Wiener Platz

Das wuchtige Gebäude am Wiener Platz und der Inneren Wiener Straße wurde in den Jahren 1896 bis ins Jahr 1988 befand sich hier die Produktionsstätte der Münchner Hofbräu Brauerei. Am 6. April 1987 brannte ein großer Teil des Gebäudes aus, wobei die Produktionsanlagen jedoch unbeschädigt blieben. Danach wurde das Gebäude wieder aufgebaut und renoviert.

Größere Kartenansicht
Nachdem die Produktion von Hofbräu nach Reim verlegt worden war, wurden die verbliebenen Produktionsanlagen abgerissen und wichen einem Wohngebäude, das heute an der Wiener Straße gleich hinter dem Gebäude zu sehen ist. Heute wird der größte Teils der Erdgeschosses als Gastraum verwendet, im Obergeschoss befinden sich zwei große Festsäle, im ersten Untergeschoss eine Tanzbar, im zweiten Untergeschoss ein Jazzclub und hinter dem Gebäude ein großer Biergarten, der direkt an die Maximiliananlagen grenzt.

Hofbräukeller - Gastraum
Gastraum im Erdgeschoss

Wir hatten uns im Gastraum einen Tisch reserviert. Zu Beginn des Abends schien das zuerst nicht notwendig, doch trotz eines Dienstag Abends sollte sich der gesamte riesige Bereich noch gut füllen. Neben verschiedenen Brauereiprodukten der Marke Hofbräu sowie einem ebenso großen Angebot nichtalkoholischer Getränke für den Durst fand sich in der uns schon kurz nach dem Niederlassen am Tisch gereichten Speise- und Getränkekarte auch ein reichhaltiges Angebot meist einheimisch-bayrischer Gerichte für den großen und kleinen Hunger. Aus diesem Angebot entschied ich mich nach Durchsicht der verschiedenen Gerichte schließlich für das sogenannte Hofbräukeller Bratenpfandl, einer Zusammenstellung aus hinterer Hax’n, saftigem Schweinsbraten, frischer Ente kombiniert mit jeweils einem Brezen- und Kartoffelknödel sowie einer Portion Apfelblaukraut zum Preis von 12,90 Euronen. Nach angenehm kurzer Wartezeit wurde das Gericht dann auch schon serviert.

Hofbräukeller Bratenpfandl
Hofbräukeller Bratenpfandl

Das Gericht erwies sich als eindeutig sehr fleischlastig. Die Haxe mit knuspriger Haut und einem Stück Knochen bestand zwar auch zu einem Teil aus Fett, aber mit so etwas muss man bei einer Schweinshaxe eben rechnen. Dazu gab es eine Scheibe, die von der Beschreibung her zwar als Schweinebraten definiert war, von der dunkleren Farbe und der Struktur und dem Geschmack aber eher an Rind erinnerte. Am besten gefiel mir aber die das magere, zarte, saftige Stück Entenbraten unter knuspriger Haut, das im unteren Bereich der Metallpfanne zu finden war. Aber auch die leicht würzige Bratensauce, die kurioserweise mit Schwein, Rind und Geflügel geschmacklich harmonierte, war gut gewählt. An den beiden Klöße, einer ein etwas gröberer Kartoffelknödel, der andere ein klassischer Semmel- oder Bretzenknödel, gab es geschmacklich ebenfalls nichts auszusetzen und das mit einigen Apfelstückchen versetzte, würzige Blaukraut bzw. Rotkraut, dass in einer zusätzlichen Schale serviert worden war, rundete das Gericht schließlich geschmacklich ab.
Und auch abgesehen vom Speise- und Getränkeangebot waren wir sehr zufrieden mit dem Hofbräukeller. Die Bedienung war schnell und freundlich, der Gastraum mit seinem vielen dunklen Holz trotz seiner Größe sehr gemütlich und die Preise – wohlgemerkt für Münchner Verhältnisse – moderat. Ich denke das dies nicht der letzte Besuch in dieser wirklich sehr empfehlenswerten, von nur wenig Touristen frequentierten Location war. Vor allem der Biergarten interessiert mich hier natürlich sehr – aber dazu ist wohl im Laufe des späteren Frühlings und im Sommer noch genügend Zeit. Ich werde dann natürlich darüber berichten. 😉

Nua Pad Prik [03.04.2012]

Tuesday, April 3rd, 2012

Heute erschien mir das Nua Pad Prik – Gebratene Rindfleischstreifen mit Gemüse in Chilisauce, welches neben dem vegetarischen Taohoo Tod – Tofu gebacken auf Brategemüse in Koriandersauce und einem Gericht mit Ente an der Asia-Thai-Theke angeboten wurde, ein sehr verlockendes Gericht. Zwar waren die Farfalle al peperoni bei Vitality recht verlockend und auch das traditionell-regionale Schweineschnitzel “Wiener Art” mit Pommes Frites und Zitrone sowie die Gebratene Hähnchenbrust auf Currygemüse mit Reis aus dem Bereich Globetrotterwar nicht uninteressant, aber heute war mir tatsächlich mal wieder nach etwas Asiatischem. Dazu nahm ich mir wie üblich noch ein Schälchen Reis und einen Glückskeks.

Nua Pad Prik

In einer wie immer sehr reichlichen Gemüsemischung, in der ich Zucchini, Möhren, Blumenkohl, Paprika in grün und rot, Curryblätter, Stangensellerie und Kohl entdeckte, welches in einer dunklen, kräftigen und leicht scharfen Chilisauce angemacht waren, fanden sich reichlich magere, dünne und sehr leckere Rindfleischstreifen. In Kombination mit dem Klebereis, den ich mir wie üblich mit einem gehäuften Esslöffel süß-scharfer Chilisauce extra garniert hatte ein sehr leckeres und sättigendes Gericht, mit dem ich absolut zufrieden war.
Bei den anderen Kantinengästen lag aber natürlich, ganz wie erwartet, natürlich das Schweineschnitzel “Wiener Art” auf Platz eins der Allgemeinen Beliebtheitsskala. Auf Platz zwei folgten schließlich mal wieder die Asia-Gerichte, aber sehr eng gefolgt von der Hähnchenbrust auf Platz drei. Somit erlangte das vegetarische Farfalle-Gericht wie für solche Angebote üblich den vierten Platz. Eine übliche Platzierung, der ich nichts hinzuzufügen habe.

Mein Abschlußurteil:
Nua Pad Prik: ++
Reis: ++