Steirische Kalbsrouladen mit Möhren & Kürbiskernen – das Rezept

Vor kurzem entdeckte ich ein Rezept, dass es mir absolut Wert schien mal ausprobiert zu werden: Steirische Kalbsrouladen, eine Rouladenzubereitung aus Kalbsschnitzel die mit geraspelten Möhren und gerösteten Kürbiskernen gefüllt wird. Das ganze ist etwas Aufwändiger als meine normalen Kochexperimente, doch jetzt, kurz vor Pfingsten und somit vor dem verlängerten Wochenende wollte ich es endlich mal wagen. Als ich heute dann einkaufte, wäre das Kochexperiment jedoch fast an etwas anderem gescheitert. Kalbsrouladen selbst gab es als solche nicht, man bot mir beim Metzger aber an, Kalbsfleisch von der Nuss in dünne Scheiben zu schneiden. Einen Moment überlegte ich, auf normale Rindsrouladen umzuschwenken da das Kalbsfleischstück recht schmal erschien. Dann bat die Fachkraft aber doch, mir vier Scheiben abzuschneiden. Als sie es auf die Waage legte, musste ich kurz schlucken – denn die Fleischmenge schlug mit fast neunzehn Euro zu Buche, ziemlich heftig. Dabei ist ein Kalb ja ein junges Rind und hat nicht so viel Pflege und Futter erhalten wie ein altes Rind, aus dem dann Rindsrouladen gemacht werden. Dennoch erwies sich das Kalbsfleisch als deutlich teurer. Kurz dachte ich daran es nun zu lassen und doch noch umzuschwenken, dann gab ich mir aber einen Ruck und akzeptierte den Preis. Und ich muss sagen dass ich die Entscheidung nicht bereute, denn Kalbsfleisch ist wirklich was sehr feines wie ich mal wieder feststellen durfte. Die daraus entstehenden Rouladen sind zwar klein, so dass zwei pro Person notwendig werden, aber es lohnt sich absolut. Damit aber genug der langen Vorrede, kommen wir nun zur Zubereitung:

Was brauchen wir also für 2 Portionen?

4 dünne Kalbsschnitzel oder Kalbsrouladen (je nachdem was der Metzger des Vertrauens anbietet)
01 - Zutat Kalbsschnitzel / Ingredient veal

2 gehäufte EL Kürbiskerne – ich entschied mich für die grüne Sorte
02 - Zutat Kürbiskerne / Ingredient pumpkin seeds

2 mittlere Möhren
03 - Zutat Möhren / Ingredient carrots

2 mittelgroße Zwiebeln
04 - Zutat Zwiebeln / Ingredient onions

2 Zehen Knoblauch
05 - Zutat Knoblauch / Ingredient garlic

2 EL Tomatenmark
06 - Zutat Tomatenmark / Ingredient tomato puree

1 TL Paprikapulver – rosenscharf
07 - Zutat Paprikapulver / Ingredient paprika

400ml Geflügelbrühe
08 - Zutat Geflügelbrühe / Ingredient chicken stock

100ml trockener Sherry
09 - Zutat trockener Sherry / Ingredient dry sherry

150ml Sojacreme
10 - Zutat Sojacreme / Ingredient soja cream

sowie etwas Pflanzenöl zum braten
Salz & Pfeffer zum würzen

Die Sättigungsbeilage oder Gemüse ist dabei dieses Mal nicht Bestandteil des Rezeptes – hier ist dem Leser freigestellt was er dazu zubereitet. Ich selbst entschied mich für meine Restbestände an Semmelknödeln im Kochbeutel sowie einer Portion Erbsen und Möhren, denkbar wären aber auch Nudeln wie z.B. Tagliatelle, Rotkraut oder frisches Ciabatta.

Kommen wir nun zur Zubereitung: Als ersten Schritt rösten wir die Kürbiskerne ohne Fett in einer kleinen Pfanne für einige Minuten rundherum an.
11 - Kürbiskerne rösten / Roast pumpkin seeds

Während die Kürbiskerne vor sich hin rösten, wobei sie knacken, aufplatzen und daher auch herausspringen können, schälen wir die Möhren
12 - Möhren schälen / Peel carrots

und raspeln sie dann auf der groben Seite einer Kastenreibe.
13 - Möhren raspeln / Crate carrots

Sind die Kürbiskerne rundherum geröstet, verteilen wir sie auf einem kleinen Teller und lassen sie etwas abkühlen.
14 - Kürbiskerne abkühlen lassen / Chilling pumpkin seeds

Wenden wir uns dann der Zwiebel zu, die es zu würfeln gilt. Dazu habe ich mir nun endlich mal ein – wohlgemerkt handbetriebenes Gerät – besorgt, in das ich die geschälten und geviertelten Zwiebeln gab. Über das Gerät selber berichte ich später noch einmal in einem separaten Artikel.
15 - Zwiebel zerkleinern / Dice onions

Zwei bis drei Züge am Bedienhebel des Gerätes (der übrigens an den Starter eines Rasenmäher-Zweitakters erinnert) und die Zwiebel war in innerhalb kürzester Zeit in kleine Würfelchen zerkleinert.
16 - Zwiebeln zerkleinert / Onion diced

Für Knoblauch ist das Gerät leider ungeeignet, daher musste ich zum zerkleinern der geschälten Knoblauchzehen dann leider doch wieder zum Messer greifen.
17 - Knoblauch zerkleinern / Cut garlic

Nun ist es an der Zeit das Kalbsfleisch aus dem Kühlschrank zu holen, gründlich zu waschen und trocken zu tupfen, dann breiten die Kalbsfleischstücke auf der Arbeitsfläche aus uns salzen sie von beiden Seiten.
18 - Kalbsfleisch salzen / Salt

Auf die Fleischstücke verteilen wir dann die geraspelten Möhren
19 - Mit geraspelten Möhren belegen / Add crated carrots

und bestreuen alles dann mit den gerösteten Kürbiskernen. Beides Salzen wir noch einmal ein wenig.
20 - Mit Kürbiskernen belegen / Add pumpkin seeds

Jetzt rollen wir die Rouladen vorsichtig auf
21 - Aufrollen / Roll up

und sichern sie dann mit Rouladennadeln oder – wenn nicht vorhanden – mit Zahnstochern.
22 - Sichern / Secure

In einem größeren Schmortopf oder einer Pfanne erhitzen wir dann etwas Pflanzenöl
23 - Öl erhitzen / Heat up oil

und geben unsere gerollten Kalbsrouladen hinein
24 - In Pfanne geben / Add to pan

und braten sie von allen Seiten kräftig an.
25 - Rundherum anbraten / Roast

Dann entnehmen wir sie, legen sie bei Seite
26 - Beiseite legen / Remove

und fügen zuerst die zerkleinerten Zwiebeln
27 - Zwiebeln anschwitzen / Roast onions gently

und dann das gehackte Knoblauch hinzu. Beides dünsten wir für ca. 1 Minute an.
28 - Knoblauch hinzufügen / Add garlic

Es folgen die beiden Esslöffel Tomatenmark
29 - Tomatenmark addieren / Add tomato puree

und der gehäufte Teelöffel rosenscharfes Paprikapulver.
30 - Paprikapulver einstreuen / Add paprika

Beides rösten wir ebenfalls für etwa eine Minute bei gelegentlichem rühren an.
31 - anbraten / sauté

Anschließend gießen wir alles mit dem trockenen Sherry auf
32 - Sherry aufgießen / Add sherry

und lassen ihn komplett einkochen
33 - einkochen lassen / reduce

bevor wir schließlich die Hühnerbrühe hinzufügen
34 - Hühnerbrühe addieren / Add chicken stock

und alles kurz aufkochen lassen.
35 - aufkochen lassen / Boil up

Nachdem wir dann die Kalbsrouladen wieder in die Pfanne gegeben haben
36 - Rouladen hinzufügen / Add roulades

lassen wir alles auf niedriger Stufe geschlossen für 50 bis 55 Minuten vor sich hin schmoren
37 - Zugedeckt schmoren / braise closed

wobei wir natürlich nicht vergessen sollten, die Rouladen zwischendurch immer mal zu wenden.
38 - Ab und zu wenden / rotate regular

Kurz vor Ende der Schmorperiode können wir schließlich auch unsere Sättigungsbeilage
39 - Klöße kochen / Cook dumplings

und das Gemüse zubereiten.
40 - Gemüse zubereiten / Cook vegetables

Nach fünfzig bis fünfundfünfzig Minuten wickeln wir unsere Rouladen schließlich zum warmhalten in etwas Alufolie.
41 - Rouladen in Alufolie warm halten / Keep roulades hot in aluminum foil

Anschließend filtern und pürieren wir die verbliebene Sauce durch ein Sieb
42 - Durch Sieb in Topf geben / Put in pot through sieve

gießen alles mit der Sojacreme auf
43 - Sojacreme hinzufügen / Add soja cream

und lassen die Sauce kurz aufkochen, wobei wir sie noch einmal mit etwas Salz und Pfeffer abschmecken.
44 - Aufkochen und würzen / Boil up and taste

Anschließend können wir unsere Steirischen Kalbsrouladen auch schon servieren und genießen.
45 - Steirische Kalbsrouladen mit Möhren & Kürbiskernen / Styrian veal roulade with carrots & pumpkin seeds - Serviert

Obwohl relativ wenig Gewürze verwendet worden waren, erwiesen sich sowohl die Kalbsrouladen als auch die Sauce als überaus würzig. Vor allem die angenehm zart geschmorten Rouladen mit ihrer Füllung aus geraspelten Möhren und gerösteten Kürbiskernen erwiesen sich als überaus lecker und gelungen. Aber auch die mit Sojasauce verfeinerte Sauce erwies sich durch die Zwiebeln das rosenscharfe Paprikapulver und dem trockenen Sherry als durchaus pikant – was wie ich fand geschmacklich wunderbar zu den Kalbsrouladen passte. Und auch bei den Semmelknödeln als Sättigungsbeilage und den Erbsen und Möhren hatte ich eine gute Wahl getroffen, beides passte wie ich fand sehr gut zu diesem Gericht. Ich war mit dem Ergebnis meines heutigen Kochexperiments sehr zufrieden.

46 - Steirische Kalbsrouladen mit Möhren & Kürbiskernen / Styrian veal roulade with carrots & pumpkin seeds - CloseUp

Die Kalbsrouladen selbst sind was die Nährwerte angenehm mager und schlagen gemeinsam mit der durch die Verwendung von Sojacreme ebenfalls sehr leichte Sauce pro Portion mit etwa 520kcal zu buche. Hinzu kommen natürlich die Sättigungsbeilage und das Gemüse – wer hier sparen will kann ja notfalls auf etwas Salat zurückgreifen. Mit dem Gebrauch von zwei Pfannen und drei Töpfen war dies – auch wenn es hier in der Beschreibung nicht so erscheinen mag – eines der aufwändigsten Gerichte das ich seit längerem zubereitet hatte. Das heißt viel Aufwasch, aber das nehme ich bei einem so leckeren Gericht natürlich gerne in Kauf. Ich habe den Kauf des doch etwas hochpreisigeren Kalbsfleisches auf jeden Fall zu keinem Moment bereut und hoffe wie immer, mit diesem Beitrag dem einen oder anderen Kochinteressierten eine interessante Anregung gegeben zu haben.

In diesem Sinne: Guten Appetit

Eragon 4 – Das Erbe der Macht – ein Kurzreview

Nun habe ich auch endlich den vierten und letzten Teil der Eragon-Reihe des amerikanischen (Jung-)Autors Christopher Paolini abgeschlossen, einem Schriftsteller der ja von der Presse inzwischen als Prinz der Fantasy und der den ersten Band dieser Reihe mit gerade mal 15 Jahren geschrieben hat. Wie bei den andere Teilen
Eragon – Das Vermächtnis der Drachenreiter,
Eragon 2 – Im Auftrag des Ältesten
und
Eragon 3 – Die Weisheit des Feuers
habe ich auch bei diesem Buch wieder auf die ungekürzte Hörbuch-Version gesetzt, die ich wie gewohnt bei meinem Hörbuch-Dealer Audible erworben hatte. Mit 33 Stunden und 32 Minuten Gesamtlaufzeit ein ziemlicher Brocken, aber es hat sich meiner Meinung nach wieder durchaus gelohnt, woran der Sprecher Andreas Fröhlich – bekannt aus Die Drei Fragezeichen – nicht ganz unschuldig ist. Da er aber auch schon die anderen drei Teile eingesprochen hatte, wäre es auch seltsam gewesen wenn es hier nicht der Fall gewesen wäre. 😉

Dennoch bin ich etwas hin und her gerissen über den Abschluss dieser so vielversprechend begonnenen Saga. Die Geschichte schließt relativ nahtlos an die Geschehnisse des dritten Bandes an, in der die Varden mit ihren Verbündeten aus allen großen Völkern der Fantasy-Welt Alagaesia bereits große Fortschritte im Kampf gegen den Diktator Galbatorix errungen hatten. In weiteren blutigen Schlachten fallen zu Beginn des vierten Buches weitere große Städte wie Drasleona in die Hand der Rebellen. Und bei den Beschreibungen der Kämpfe nimmt der Autor wahrlich kein Blatt vor den Mund bzw. vor die Tastatur, denn es wird während der Kämpfe zertrümmert, gespalten, geschlitzt, abgetrennt und zerfetzt ohne Gnade. Das tut der Spannung aber keinen Abbruch, sondern veranschaulicht nur dass der Kampf mit Hieb- und Stichwaffen eben kein Spaziergang ist.

Dennoch konnte ich den Eindruck nicht ganz erwehren, dass viele der allzu detailliert ausfallende Beschreibungen mitunter auch dazu dienten, den Umfang des Buches einfach etwas zu dehnen. Wie bereits aus den letzten Bänden gewohnt teilt sich die Geschichte schon bald in mehrere Handlungsstränge auf, welche die Wege der in den anderen Teilen aufgebauten Nebencharakteren wie Eragons Cousin Roran “Hammerfaust” oder der Varden-Führerin Nasuada beschreiben. Letztere gerät im Verlauf der Schlacht um Drasleona durch Eragons Halbbruder Murtak in die Fänge von Galbatorix, was dem Leser auch das erste Mal die Möglichkeit gibt, einen virtuellen Blick auf diesen Diktator zu werfen der in keinen der drei vorherigen Bände leibhaftig in Erscheinung getreten war. Ohne allzu viel von der Handlung verraten zu wollen, sei gesagt dass es schließlich zur Schlacht um die Hauptstadt des von Galbatorix beherrschenden Reiches Alagaesia, Uruk Baen, kommt, in dessen Verlauf schließlich auch der finale Kampf zwischen Eragon und diesem König stattfindet. Über diesen Abschnitt scheiden sich wohl auch am meisten die Geister der Leser, denn im Vergleich zu den vorherigen Beschreibungen anderer Kämpfe geht alles relativ schnell vonstatten und obwohl es am Anfang aussichtslos erscheint, gelingt es Eragon schließlich, Galbatorix und seinen Drachen Shruikan zu vernichten und somit den Krieg quasi zu beenden.
Was folgt sind politische Ränkespiele um die Nachfolgeordnung Alagaesias, verbunden mit dem Bemühen des Autors, so ziemlich jeden der vielen in diesem und den vorherigen Bänden aufgebauten Nebenhandlungsstrang und offene Punkte zum Abschluss zu bringen – mehr oder weniger zur Befriedigung der Leser. Zum Schluss “macht” Eragon schließlich den Frodo aus Tolkiens Herr der Ringe und verlässt das Land, wie ihm Weisgesagt wurde, auf einem weißen Elfenschiff – ob für immer oder nicht bleibt dabei jedoch offen.

Obwohl man eindeutig erkennen kann, dass Christopher Paolini in vielen bekannten und weniger bekannten Werken der Fantasy- und Science-Fiction-Literatur Anregung genommen hat, so muss ich doch dass auch der vierte Band einen soweit sehr würdigen Abschluss der Eragon-Reihe bot. Heutzutage ist es glaube ich nicht nur für einen gerade 20 Jahre alten Schreiber schwer, ein Buch in diesem Genre zu schreiben, in dem nicht etwas auftaucht dass so noch nicht in den zahlreichen anderen Werken schon einmal verwendet worden ist. Dennoch schwächelt der letzte Teil von Eragon auch an einigen Stellen. Dass die Geheimnisse gewisser Charaktere wie der Kräuterheilerin Angela ungelöst bleiben, der Verbleib bestimmter Gegenstände wie der Gürtel Beloths des Weisen nicht aufgeklärt wird oder Charaktere wie Murtak und sein Drache Dorn in eine ungewisse Zukunft entschwinden fällt dabei aber ebenso unter die künstlerische Freiheit des Autors wie die Tatsache, dass bestimmte, sich ankündigende Liebesbeziehungen nicht zustande kommen oder dass es kein klares Happy End gibt – auch wenn dadurch natürlich einige vielversprechende weitere, eventuell zukünftige Handlungsstränge unnötigerweise verbaut werden. Doch ich konnte mich trotz allem dem Eindruck nicht erwehren, dass Paolini am Ende einfach nur fertig werden wollte. Man hätte das eine oder andere also vielleicht noch weiter ausschmücken und andere Teile auch weglassen können, man hätte mehr Spannungsbögen aufbauen können und die eine oder andere Charakterentwicklung weiter vorantreiben können und vieles anderes – aber nach ca. 950 Seiten die das Werk in seiner Buchform hat, gibt es der Reihe trotz kleiner Schwächen einen überaus würdiger Abschluss. Ich stelle ein Buch dieser Art den Anspruch, unterhalten zu werden und eine spannende, gut durchstrukturierte Geschichte mit glaubwürdigen Charakteren vorzufinden – und diese Anforderungen wurden meiner Meinung nach sogar über das normale Maß erfüllt. Bin nun wirklich gespannt wie die schriftstellerische Karriere von Christopher Paolini weiter geht. Immerhin hat er nicht ausgeschlossen, dass es noch weitere Werke aus der Fantasy-Welt Alagaesia geben wird – aber auch wenn er etwas anderes schreibt bin ich eindeutig nicht abgeneigt es zu lesen bzw. zu hören.

Meine Wertung: 3 Sterne

Welsfilet in Zitronen-Meerrettichsahne [25.05.2012]

Heute wartete die reguläre Küche gleich mit zwei interessanten Gerichten auf, denn neben einer Zarten Hühnerbrust gefüllt mit Basilikumpesto auf Tagliatelle al tomato bei Vitality bot man heute auch in der Abteilung Globetrotter auch ein Welsfilet in Zitronen-Meerrettichsahne und Petersilienkartoffeln an. Da konnten weder die Gebackene Ananas und Banane und das Shi Zhu Yuk – Schweinefleisch gebraten mit verschiedenem Gemüse in Hoi Sin Sauce an der Asia-Theke noch die Dampdnudel mit Marzipan-Vanillesauce bei Tradition der Region mithalten. Nach kurzem Überlegen entschied ich mich schließlich für das Welsfilet, denn ein solches hatte ich meines Kenntnisstandes hier noch nie verzehrt. Dazu nahm ich mir noch ein Schälchen Mischgemüse aus dem optionalen Gemüseangebot sowie ein Becherchen eines nicht näher definierten Nachtischs von der Dessert-Theke.

Wels in Meerrettichsahnesauce

Das große, in dünner Panade gebratenes Welsfilet, das ich mir mit dem Saft der beigefügten Zitronenscheibe noch etwas garnierte, erwies sich als angenehm zart und weich und hatte einen angenehm aromatischen Geschmack. Laut meiner Recherche hier im Blog war dass das erste Welsgericht, dass ich hier dokumentiert habe. Auch wenn der Pangasius (den ich ja schon häufiger mal verzehrt hatte) auch zur Familie der Welse, um genau zu sein der Hai- oder Schlankwelse gehört, war dies der erste europäischer Flusswels, der übrigens der größte hiesige Süßwasserfisch ist. Und ich muss sagen dass er eine wirklich leckere und schmackhafte Alternative zu den ansonsten häufiger angebotenen Lachs-, Seelachs- oder Barschgerichten. Dazu gab es neben kleineren, teilweise mit einer Würzmischung garnierten Salzkartoffeln noch eine mit einigen Kräutern gewürzte, helle und sahnige Sauce, die den leicht säuerlichen Geschmack von Zitrone interessant mit der leichten Schärfe von etwas Meerrettich verband. Ein sehr leckeres Gericht. Dazu gab es eine Mischung aus Erbsen, Möhren, Schoten, kleinen Maiskölbchen und Streifen von gelben Karotten, der man zwar die zeitweilige Aufbewahrung in der Warmehaltetheke anmerkte, an denen geschmacklich aber absolut nichts auszusetzen war. Als Abschluss des Ganzen gönnte ich mir schließlich noch das Dessert, dass sich als mit einer Schicht Kirschgelee mit Fruchtstücken garnierter Grießbrei herausstellte und das ebenfalls keinerlei Grund zur Kritik barg. Ich konnte also rundum mit meiner heutigen Wahl absolut zufrieden sein.
Und auch die anderen Kantinengäste waren heute offensichtlich meiner Meinung und aßen sozusagen das Welsfilet mit knappen, aber doch nicht zu verkennenden Vorsprung auf Platz eins der heutigen allgemeinen Beliebtheitsskala. Ihm eng auf den Fersen war aber die Hühnerbrust mit Basilikumpesto, die noch vor den Asia-Gerichten einen verdienten zweiten Platz erntete. Die Dampfnudel schließlich landete auch Platz vier. Bleibt also zu hoffen, dass Wels hier keine Eintagsfliege war – ich würde mich auf jeden Fall sehr freuen wenn man diesen leckeren Fisch nun häufiger hier probieren kann. Nur bitte nicht mit Kartoffelsalat wenn es geht, denn der würde meiner Meinung nach überhaupt nicht dazu passen. 😉

Mein Abschlußurteil:
Welsfilet: ++
Zitronen-Meerrettichsahne: ++
Petersilienkartoffeln: ++
Grießbrei mit Kirschen: ++

Putensteak mit Spargel & Sauce Hollandaise [24.05.2012]

Heute war mal wie Donnerstag aktuell üblich wieder Spargeltag angesagt, und zwar in der Sektion Tradition der Region mit einer Portion Frischen Spargel mit Sauce Hollandaise, gebratenem Putensteak und Kartoffeln. Da kamen die Pilzpfanne mit Lauch und Kartoffeln bei Vitality ebenso wenig gegen an wie das Gebratene Schweinesteak “Florida” mit Pfirsich und Käse gratiniert, dazu Cherrysauce und Mandelreis bei Globetrotter oder die Asia-Angebote in Form von Feng shi Tzau Min – Glasnudeln gebraten mit verschiedenem Gemüse in Kokosmilchsauce oder Ente gebacken mit verschiedenem Gemüse in Hoi Sin Sauce – auch wenn ich zugeben muss dass vor allem die Ente durchaus reizvoll erschien. Zu dem Spargelgericht nahm ich mir noch ein Becherchen Schoko-Mousse von der Dessert-Theke.

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Einzige Komponente an der ich heute etwas aussetzen musste waren die Kartoffeln, wohl etwas zu lang gekocht und daher teilweise etwas zu weich geworden waren. An dem kleinen, aber zarten Stück Putensteak, den großen, zarten Stangen weißen Spargels und der würzigen Sauce Hollandaise gab es keinen Grund zur Kritik. Und auch der kleine, luftig-lockere Becher schokoladigen Mousses erfüllte alle Anforderungen, die ich an so ein Dessert setzte. In der Summe ein einfaches und leckere Mittagsmahl, das aus meiner Sicht keine nennenswerten Wünsche offen ließ.
Und auch die anderen Kantinengäste schienen meiner Meinung gewesen zu sein, denn das Putensteak mit Spargel und Sauce Hollandaise mit deutlichem Vorsprung auf Platz eins der heutigen Allgemeinen Beliebtheitsskala. Um Platz zwei lieferten sich schließlich die Asia-Gerichte und das Schweinesteak “Florida” ein enges Kopf-an-Kopf-Rennen, das die asiatischen Speisen knapp für sich gewinnen konnten. Nach dem Schweinesteak auf Platz drei kam schließlich – wie eigentlich üblich bei vegetarischen Gerichten – die Pilzpfanne mit Lauch und Kartoffeln. Da hat auch der Sour-Cream-Dip, mit dem sie garniert war, nicht mehr viel ändern können.

Mein Abschlußurteil:
Putensteak: ++
Spargel: ++
Sauce Hollandaise: ++
Kartoffeln: +
Schokoladen-Mousse: ++

FC Bayern

FC Bayern

Gesehen an der Ampel Schatzbogen, Ecke Kreiller Straße. Keine Ahnung ob das erst nach dem Champions League Dilemma im Finale gegen den FC Chelsea entstanden ist, aber ich habe es vorher noch nie hier in München gesehen. Teile diese Meinung nicht, ich dokumentiere es nur… 😉