Archive for Juli, 2012

Verrat im Zunfthaus – Petra Schier [Adelina Burka 3]

Dienstag, Juli 31st, 2012

Mit Verrat im Zunfthaus habe ich nun auch den dritten Teil der historischen Romanreihe um die Apothekerin Adelina Burka abgeschlossen – wie die Teile zuvor auch dieses Mal in Hörbuchform und gesprochen von Sabine Swoboda. Erworben war auch dieses Hörbuch natürlich bei meinen Haus- und Hof-Hörbuchdealer Audible.
Wir schreiben das 1397 Anno Domini in Köln, wo die Kölner Gaffeln, eine Art Bürgervereine, nun endgültig, nachdem ihr Verbundbrief nun auch vom Erzbischof und dem deutschen König anerkannt wurde, die Macht über die Stadt übernommen haben. Zwar gibt es noch weiterhin Widerstände seitens der alten herrschenden Klasse, der Patrizier, doch diese scheinen vorerst keine ernsthafte Bedrohung zu sein. Adelina Burka, inzwischen Mutter eines drei Monate alten Säuglings, ihrem Sohn Collin, und weiterhin glücklich mir dem städtischen Medicus Neklas Burka verheiratet, wollte sich eigentlich ihrer Familie widmen und sich in Zukunft aus fremden Angelegenheiten heraushalten. Doch als sie gemeinsam mit ihrer Magd Franziska eher per Zufall im Weinkeller der Gaffel Himmelreich die übel zugerichtete Leiche einer jungen Frau entdecken scheint es erst einmal mit der Ruhe vorbei. Die Tote stellt sich als Bela Elfge, die Tochter des Kölner Schöffen Wolfram Elfge, heraus. Wenig später wird derer Verlobter, der Weinhändler und Zunftmeister Avarus Vetscholder, tot und grausam zugerichtet vor den Toren der Stadt gefunden. Neklas Burka erhält nun sogar die Genehmigung, die Leichen zu obduzieren, wobei er feststellt dass die junge Frau schwanger gewesen ist. Es kommt der Verdacht auf, dass die vertriebenen Patrizier hier die Finger im Spiel hatten, da Gerüchte darüber kursieren dass sie über Bestechungsgelder einige der Ratsherren und Schöffen zur Unterstützung eines erneuten, womöglich bewaffneten Umsturzes überzeugen wollen. Adelina Burka wird von dem Ratsherren und inzwischen zum Gewaltrichter ernannten Georg Reese, den der Leser ja bereits aus den vorherigen Teilen kennt, ihn bei seinen Ermittlungen zu unterstützen und sich dabei auch bei ihren meist wohlhabenden Kunden umzuhören, um eventuell auf Hinweise zu stoßen wer die Verräter innerhalb der Kölner Stadtmauern sein könnten. Als wäre das noch nicht genug, kündigt sich dann auch noch die Mutter ihres Mannes Neklas samt deren Schwester zu einem kurzfristigen Besuch bei ihrer neuen Schwiegertochter an und ihre (im letzten Buch vorgestellte) und inzwischen in die Familie integrierte Stieftochter Griet verhält sich neuerdings seltsam und scheint plötzlich Gespenster zu sehen. Und um allen noch die Krone aufzusetzen, findet die Stadtwache bei einer Hausdurchsuchung in ihrer Apotheke auch noch ihr vollkommen unbekannte Goldmünzen und Edelsteine, die sie unter den Verdacht kommen lassen ebenfalls mit den Patriziern im Bund zu stehen. Und das wäre Hochverrat, der mit dem Tode bestraft werden würde. Es bleibt Adelina nur wenig Zeit ihre Unschuld zu beweisen und ihre Familie vor dem Unglück zu retten. Und natürlich auch der Dominikaner-Pater Thomasius und der inzwischen zum Hauptmann der Stadtwache beförderte Greverode, die der Protagonistin bereits in den vorherigen Teilen das Leben schwer gemacht haben, dürfen in diesem Buch natürlich nicht fehlen – auch wenn sie eine bisher unerwartete Charakterentwicklung durchmachen.
Mit Verrat im Zunfthaus hat Petra Schier der bisher sehr spannenden und vielversprechenden Reihe um ihre Heldin Adelina Burka einen weiteren, wieder sehr gelungenen Teil beigefügt. Dem Leser wird nicht nur ein realitätsnaher, detailreich und gut recherchierter Einblick in das Leben, Denken und das Handeln der Menschen verschiedener Gesellschaftsschichten des späten 14ten Jahrhunderts gegeben, auch das geschichtliche Umfeld über der Machtübernahme der Gaffeln im mittelalterlichen Köln samt der Widerstände und Bestechungsversuche der entmachteten Patrizier, die natürlich versuchten die alten Machtverhältnisse wieder herzustellen, ist nah an den tatsächlichen Ereignissen der dieser Zeit angelehnt und vermittelt dem geschichtsinteressierten Leser eine lehrreiche Übersicht über die damaligen Geschehnisse. Zwar erscheint es in manchen Momenten, dass hier sehr viele Dinge auf einmal geschehen und mehrere parallele Handlungsstränge aufgebaut, die in keinem direkten Zusammenhang zu stehen scheinen – doch der Autorin gelingt es wunderbar, alle Ereignisse zum Ende des Buches zur Zufriedenheit der Leser aufzulösen und zum Abschluss zu bringen. Ich war auf jeden Fall auch mit diesem Teil der Adelina Burka Reihe wieder einmal sehr zufrieden und bin schon dabei mit gleich den nächsten Teil zu Gemüte zu führen. Bald also mehr über das Leben in mittelalterlichen Köln. 😉

Meine Wertung: 3 von 3 Sternen

Chili con Carne & Baguette [31.07.2012]

Dienstag, Juli 31st, 2012

Auch wenn mit Farfalle al peperoni in der Abteilung Vitality wieder etwas leichtes auf dem Speiseplan der regulären Küche zu finden war und die Asia-Theke mit Gaeng Kiew Wan Pak – Gebratenes frisches Gemüse in grünem Thaicurry oder Nua PadKratiem Prik Thai – Gebratene Rindfleischstreifen mit frischem Gemüse, Knoblauch, schwarzem Pfeffer und Zwiebeln interessante Gerichte aufführte, so fand sich noch ein weiteres Gericht auf der Speisekarte, dem ich selten Widerstehen kann. Und das war nicht etwa das Schweinesteak „Tessin“ mit Schinken und Käse überbacken, dazu Pommes Frites bei Tradition der Region, sondern natürlich das Chili con Carne mit Mais und Kidney Bohnen und Baguette, das heute mal wieder in der Sektion Globetrotter auf dem Programm stand. Dazu fand dann auch noch ein Becherchen Waldbeerpudding Einkehr auf mein Tablett. Aber der konnte bei so etwas kalorientechnisch auch nicht mehr viel verderben.

Chili con Carne & Baguette

Das Chili erwies sich als einfach, aber überaus gelungen. Neben reichlich krümelig angebratenem Hackfleisch fand sich in der fruchtigen und heute auch mal wieder angenehm scharfen Tomatensauce eine absolut ausreichende Menge an Kidneybohnen und Mais. Das war dann auch schon alles und reichte für einen grundlegenden Chili-Genuss auch meiner Meinung nach vollkommen aus. Gut, ich selber hätte wahrscheinlich zumindest noch Stücke von Paprika, Zwiebel und geschälter Tomate mit herein getan und das Ganze dann noch mit einem Schuss trockenem Rotwein und etwas Saurer Sahne verfeinert, aber für ein Basis-Chili reicht auch diese durch ein relativ frisches Stück Baguette ergänzte Gericht vollkommen aus. Aus vorherigen ähnlichen Darreichungen in dieser Location, nämlich hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier (im Crêpe), hier und hier (mit Saurer Sahne), weiß ich ja inzwischen dass die Qualität durchaus variieren kann – aber heute gab es absolut nichts daran auszusetzen. Und auch der dünne, aber dafür zumindest nicht zu süß geratene Pudding mit Waldbeerengeschmack gab keinerlei Grund zur Kritik.
Bei der Allgemeinheit der Kantinengäste erfreute sich aber natürlich das Schweinesteak „Tessin“ mit Pommes Frites der größten Beliebtheit und erlangte mit kleinen, aber deutlichem Vorsprung Platz eins der heutigen allgemeinen Beliebtheitsskala. Auf Platz zwei folgte aber auch schon das Chili con Carne, das ich meinte etwas häufiger auf den Tabletts sehen zu können als die Asia-Gerichte, die somit auf Platz drei landeten. Die Farfalle al peperoni landeten schließlich, wie für vegetarische Gerichte meist üblich, auf Platz vier. Hatte zwar selbst eher vermutet dass die Asia-Gerichte vor dem Chili liegen, aber es scheint ja doch noch mehr Chili-Freunde unter meinen „Mitessern“ zu geben als als ich gedacht hatte. 😉

Mein Abschlußurteil:
Chili con Carne: ++
Baguette: ++
Waldbeer-Pudding: ++

Photowalk München Oberföhring 30.07.2012

Montag, Juli 30th, 2012

Nachdem ich kürzere, nicht erwähnenswerte Spaziergänge durchgeführt und am Wochenende andere Pläne verfolgt hatte, wollte ich am Montag nun wieder eine größere Aktion in Angriff nehmen.

Die Strecke


Streckenlänge: ca. 13km
Dauer: 2 Stunden 45 Minuten

Startpunkt war wie zuvor auch der S-Bahnhof Leuchtenbergring, von wo aus ich mich nach Norden wandte und der Richard-Strauss-Straße immer auf der rechten Seite folgte bis ich schließlich das Hypo-Hochhaus erreichte, über das ich mich ja in Bericht über diesen Photowalk bereits ausgelassen hatte.

Hypo-Haus
Hypo-Haus


Doch dieses Mal wandte ich mich nicht nach links in die Denninger Straße, sondern bewegte mich weiter in Richtung Norden, wo ich bald den Effnerplatz erreichte, benannt nach zwei Münchner Prominenten, nämlich dem Baumeister Joseph Effner und dem Gartengestalter Carl von Effner. Hier an einem wichtigen Verkehrspunkt des Münchner Stadtteils Bogenhausen hat die us-amerikanische Bildhauerin und Installationskünstlerin Rita McBride die nach der gleichnamigen Schauspielerin und Drehbuchautorin (1893 – 1980) benannte Installation Mae West errichtet – eine 52 Meter hohe Kohlenstofffaser-Konstruktion die aus 32 Rohren errichtet wurde und welche hier am 30. Januar 2011 fertiggestellt wurde. Ich erinnere mich noch genau an die Zeit an die Zeit wo ich hier während meiner Pendelzeit vorbei fuhr und die Bauarbeiten beobachten konnte.

Mae West by Rita McBride
Skulptur Mae West am Effnerplatz

Über eine längere, visuell eher uninteressante Strecke am Isarring entlang erreichte ich schließlich die John-F-Kennedy-Brücke, welche den Mittleren Ring – zu dem auch der Isarring gehört – durch über die Isar und durch den Englischen Garten führt. Die nördlichste Brücke des Münchner Innenstadtbereiches, die als erste Brücke nicht den Namen eines bayrischen Königs, sondern eines amerikanischen Präsidenten führt. Ursprünglich sollte sie Herzog Heinrich Brücke heißen, doch nach dem Attentat in Dallas erhielt sie diesen Namen und den Namen des Herzog Heinrich erhielt die nördlichere Brücke am Föhringer Ring. Kennedy selbst war aber nie in München, die Abschlußarbeit seines Studium (Senior Thesis) hatte aber den Titel „Appeasement at Munich“ und behandelte die Langsamkeit der Verhandlungen des NS-Regimes mit England vor Ausbruch des zweiten Weltkriegs.

John-F-Kennedy-Brücke
An der John-F-Kennedy-Brücke

Ich überquerte die Brücke jedoch nichts, sondern wandte mich auf der Heinrich-Mann-Allee, einem Fuß- und Fahrradweg entlang der Isar in Richtung Norden – immer noch östlich der Isar und benannt nach dem gleichnamigen Schriftstellers des vielleicht noch bekannteren Schriftstellers Heinrich Mann.

Am Isarufer - Heinrich-Mann-Allee
Heinrich-Mann-Alle – am Isarufer

Wenig später erreichte ich das Oberföhringer Sperrwerk, das ich ja hier in meinem Bericht über den Englischen Garten, Kleinhesseloher See und den Biergarten Aumeister bereits ausgelassen hatte.

Stauwerk Oberföhring Ost
Stauwerk Oberföhring

Vonhier startet ja wie man weiß der Isarkanal, der nach etwa 64 Kilometern bei Landshut wieder in den Fluss Isar mündet.

Isarkanal
Isarkanal

Daneben verläuft der „normale“ Lauf der Isar ihrem weiteren, normalen Lauf.

Isar am Oberföhringer Stauwerk
Isar am Oberföhringer Sperrwerk

Zuerst hatte ich ja geplant am Oberföhringer Sperrwerk die Isar zu überqueren und den Rückweg anzutreten, doch ich hatte Appetit auf mehr – daher wandte ich mich weiter nach Norden und überquerte die Isar schließlich an der Sankt-Emmeran-Brücke, über die ich hier ja schon mal etwas detaillierter geschrieben hatte. Immerhin eine zusätzliche Strecke von 2,7 Kilometer, die ich aber gerne in Kauf nahm.

Isarkanal St. Emmeran Brücke
Oberföhringer Sperrwerk – von der St. Emmeran Brücke gesehen

St. Emmeran Brücke
St.-Emmeran-Brücke

Wenig später erreichte ich wieder das Oberföhringer Sperrwerk

Stauwerk Oberföhring West
Oberföhringer Sperrwerk – Westseite

und setzte meinen Weg am westlichen Isarufer in südlicher Richtung fort. Andere Spaziergänger traf ich nur wenige, dafür aber viele Radfahrer und noch mehr Jogger die einzeln, zu zweit und manchmal auch in größeren Gruppen durch den oberen Teil des Englischen Gartens liefen. Bald schon passierte ich den Ausfluss des Tivoli-Kraftwerks, einem denkmalgeschützten Wasserkraftwerk im Englischen Garten, das 1895/96 hier errichtet wurde um für die damalige Lokomotivfabrik Maffei (später Kraus-Maffei) in Hirschau mit Hilfe des durch den Englischen Garten fließenden Eisbachs Strom zu produzieren. Muss ich mir bei Gelegenheit mal näher anschauen – vorausgesetzt man kommt bis an das Gebäude heran.

Ausfluss Tivoli-Kraftwerk
Isar-Ausfluss Tivoli-Kraftwerk

Wenig später unterquerte ich die John-F-Kennedy-Brücke und überlegte kurz hier wieder auf das andere Isar-Ufer zu wechseln – dann entschied ich mich aber noch bis zur nächsten Brücke, der Max-Joseph-Brücke weiter zu gehen.

Unter der John-F-Kennedy Brücke
Unter der John-F-Kennedy-Brücke

An der Max-Joseph-Brücke verließ ich schließlich den englischen Garten, wechselte wieder auf das östliche Isarufer und bog wenig später von der Mentgelasstraße in die Möhrlstraße ab, um mich ein wenig in Bogenhausen umzusehen. Über die Mompeschstraße bewegte ich mich dann in Richtung Sternwartstraße, um über sie diesen Stadtteil zu durchqueren.

Bogenhausener Hof
Bogenhausener Hof – Mompeschstraße, Ecke Ismaininger Straße

Hier in Bogenhausen stehen wirklich einige ansehnliche Villen und Anwesen musste ich feststellen – eindeutig eines der gehobeneren Wohngebiete der Stadt und angenehm ruhig. Leider versäumte ich hier ein paar Aufnahmen zu machen, aber das hole ich bei Gelegenheit mal nach.
Über Sternwartstraße, den Galileiplatz und die Röntgenstraße erreichte ich am Internat Max-Joseph-Stift schließlich die Mühlbaurstraße, die mich wie ich wußte zurück zur Richard-Strauß-Straße führen würde.

Röntgenstraße, Ecke Mühlbaurstraße
Röntgenstraße, Ecke Mühlbaurstraße

So konnte ich über die Richard-Strauß-Straße, unter der ja ein Teil des Mittleren Rings verläuft, zurück zur Einsteinstraße gehen, wo sich das Einstein-Einkaufscenter befindet.

DasEinstein
DasEinstein – Einsteinstraße, Ecke, Richard-Strauß-Straße

Von hier aus waren es nur noch ein paar Meter bis zum S-Bahnhof Leuchtenbergring, wo ich meinen heutigen Rundgang beendete. Mit einer Strecke von insgesamt etwas mehr als 13 Kilometern eine neue Bestleistung was die Entfernung angeht. Aber das Ganze soll ja mehr Spaß machen und meine Kenntnis von München verbessern, weniger irgendeinen Wettbewerb darstellen. Mal schauen wo es mich das nächste Mal hin verschlägt – München ist ja Groß und es gibt noch viel zu entdecken… 😉

Anmerkung: Dieser Beitrag ist etwas später entstanden und wurde entsprechend zurückdatiert.

Curryreis mit Zucchini-Möhrengemüse [30.07.2012]

Montag, Juli 30th, 2012

Obwohl ich versucht hatte, am Wochenende ja eher kalorienarm zu kochen hatte sich das Essen und die wetterbedingt eingeschränkte Bewegung doch etwas auf mein Gewicht niedergeschlagen. Daher wollte ich heute etwas leichter zu Mittag essen. Daher kam die Geschmorte Hähnchenkeule mit Paprikasauce und Reis bei Tradition der Region und die Canneloni mit Fleischfüllung und Tomatensauce gratiniert bei Globetrotter nicht in Frage und auch das Gaeng Massaman Noo – Gebratenes Schweinefleisch mit frischem Gemüse und Kartoffeln in Massaman Curry an der Asia-Theke erschien mit zu reichhaltig. Einzig das Phoaxao – Gebratene Reisnudeln mit Asia-Thai-Gemüse nach Namaing-Art und der Curryreis mit Zucchini-Möhrenragout bei Vitality erschien mir passend. Da ich lesen konnte dass das Vitality-Gericht nur mit 488kcal zu Buche schlagen sollte entschied ich mich für dieses Gericht und gönnte mir – eigentlich unvernünftigerweise – auch noch ein Becherchen Erdbeerjoghurt von der Dessert-Theke dazu.

Curryreis mit Zucchini-Möhrengemüse

Nachdem ich den Curryreis mit der Mischung aus gewürfelten Zucchini und Möhren und die dünne Sour Cream miteinander vermengt hatte, erwies sich die Mischung als gar nicht mal schlecht. Vielleicht hätte man es weniger kräftig würzen sollen, aber davon ansonsten erwies es sich als wirklich akzeptabel. Habe zwar schon bessere vegetarische Gerichte gegessen, aber es erfüllte seinen Zweck und erwies sich als angenehm lang sättigend. Der mit einigen Fruchtstücken versehene Erdbeerjoghurt erwies sich zwar als etwas dünn, aber eignete sich als gute Ergänzung zum heutigen Mittagsgericht.
Bei den anderen Kantinengästen schienen heute, mit knappen Vorsprung, die Asia-Gericht den größten Zuspruch zu finden und landeten so ohne jeden Zweifel auf Platz eins der heutigen allgemeinen Beliebtheitsskala. Auf Platz zwei folgten meines Eindrucks nach die Cannelloni und knapp dahinter die Hähnchenkeule auf Platz drei. Das Zucchini-Möhrengemüse mit Curryreis kam schließlich auf Platz vier. Hatte eine etwas andere Platzierung erwartet, aber die Gäste hatten heute mal etwas Abweichend von der üblichen Verteilung entschieden. 😉

Mein Abschlußurteil:
Curryreis mit Zucchini-Möhrengemüse: +
Erdbeerjoghurt: ++

Bunte Gemüsenudeln mit Räucherlachs – das Rezept

Sonntag, Juli 29th, 2012

Für den heutigen Sonntag hatte ich mir ein interessant klingendes Nudelgericht ausgesucht, dass in seiner ursprünglichen Ausprägung zwar vegetarisch war, das ich mir aber noch mit etwas Räucherlachs verfeinerte. Heraus gekommen ist ein sehr leckeres und zugleich leichtes Gericht, dass ich hier nun in der üblichen Form einmal kurz vorstellen möchte.

Was brauchen wir also für 3 Portionen?

1 kleine Stange Lauch (ca. 150 – 180g)
01 - Zutat Lauch / Ingredient leek

1 kleine Zucchini (ca. 200g)
02 - Zutat Zucchini / Ingredient zucchini

3 kleine Möhren (insgesamt ca. 150g)
03 - Zutat Möhren / Ingredient carrots

1 mittlere rote Zwiebel (ca. 90g)
04 - Zutat rote Zwiebel / Ingredient red onion

50ml Gemüsebrühe
05 - Zutat Gemüsebrühe / Ingredient vegetable stock

1 Bund Schnittlauch
06 - Zutat Schnittlauch / Ingredient chives

200g Nudeln (ich entschied mich für Linguine)
07 - Zutat Linguine / Ingredient linguine

250ml Sojacreme
08 - Zutat Sojacreme / Ingredient soy cream

100g Räucherlachs (Wer will kann auch mehr rein tun)
09 - Zutat Räucherlachs / Ingredient smoked salmon

2 EL Olivenöl
10 - Zutat Olivenöl / Ingredient olive oil

sowie Salz & Pfeffer zum würzen

Beginnen wir damit, die verschiedenen Zutaten vorzubereiten. Dazu zerkleinern wir erst einmal die Zwiebel – wahlweise in der Küchenmaschine oder mit dem Messer,
11 - Zwiebel zerkleinern / Hackle onion

waschen die Stange Lauch,
12 - Lauch waschen / Wash leek

schneiden sie in Ringe
13 - Lauch in Scheiben schneiden / Cut leek in slices

und zerkleinern diese dann noch einmal.
14 - Lauch zerkleinern / Hackle leek

Außerdem waschen wir die Zucchini und schneiden sie in feine Würfel
15 - Zucchini würfeln / Dice zucchini

und schälen die Möhren,
16 - Möhren schälen / Peel carrots

um sie dann ebenfalls fein zu würfeln.
17 - Möhren würfeln / Dice carrots

Des weiteren waschen wir den Bund Schnittlauch gründlich, schütteln ihn trocken und schneiden ihn dann in kleine Röllchen.
18 - Schnittlauch schneiden / Cut chives

Anschließend kochen wir die Nudeln nach Packungbeschreibung in Salzwasser
19 - Nudeln kochen / Cook noodles

und erhitzen dann die beiden Esslöffel Olivenöl in einer größeren Pfanne
20 - Öl erhitzen / Heat up oil

um darin dann die Zwiebelstückchen glasig anzudünsten.
21 - Zwiebel andünsten / Braise onion lightly

Jetzt können wir die Möhrenwürfel mit in die Pfanne geben und sie kurz mit anbraten bis sie etwas Farbe bekommen
22 - Möhren addieren / Add carrots

bevor wir auch die Zucchiniwürfel
23 - Zucchini hinzufügen / Add zucchini

und das Lauch mit hinein geben
24 - Lauch beigeben / Add leek

um alles dann für fünf bis sechs Minuten bei gelegentlichem umrühren auf mittlerer Stufe anzubraten.
25 - anbraten / roast

Dann gießen wir die Gemüsebrühe hinzu
26 - Gemüsebrühe aufgießen / Add broth

und lassen sie komplett einkochen.
27 - einkochen lassen / simmer

In der Zwischenzeit dürften auch die Nudeln fertig sein, die wir abgießen und abtropfen lassen.
28 - Nudeln abgießen / Drain noddles

Ist die Gemüsebrühe komplett eingekocht, geben wir die Sojacreme mit in die Pfanne
29 - Sojacreme hinzugeben / Add soy cream

und vermischen sie gut, um sie dann zwei bis drei Minuten köcheln zu lassen
30 - Köcheln lassen / Simmer

und den Räucherlachs hinzu zu zupfen.
31 - Lachs zupfen / Add salmon

Das Ganze würzen wir gut mit Salz und Pfeffer
32 - Mit Salz & Pfeffer würzen / Taste with salt & pepper

und sogleich natürlich auch probieren.
33 - Probieren / Try

Stimmt die geschmackliche Abstimmung, geben wir die abgetropften Nudeln hinzu
34 - Nudeln addieren / Add noodles

und vermengen sie gut mit der Gemüse-Räucherlachs-Sauce, um sie dann für weitere drei bis vier Minuten bei gelegentlichem umrühren köcheln zu lassen und sie damit wieder auf Temperatur zu bringen.
35 - Vermengen / Mix

Zum Schluss stellen wir die Platte aus und heben noch unser Schnittlauch unter,
36 - Schnittlauch hinzufügen / Add chives

um das Gericht sogleich zu servieren und zu genießen.
37 - Bunte Gemüsenudeln mit Räucherlachs / Greenstuff noodles with smoked salmon - Serviert

Möhren, Zucchini und Lauch waren in diesem Nudelgericht eine wunderbar geschmackliche Synthese eingegangen und gaben dem Gericht gemeinsam mit dem Schnittlauch eine frische und sommerliche Note. Dazu der würzige Räucherlachs und die weiche und leichte Sojacreme rundeten das Ganze schließlich zu einer sehr leckeren Gericht ab. Der Aufwand das Gemüse so fein zu würfeln hatte sich alle mal gelohnt. 😉

38 - Bunte Gemüsenudeln mit Räucherlachs / Greenstuff noddles with smoked salmon - CloseUp

Und auch was die Nährwerte angeht, kann sich das Gericht sehen lassen. Die komplette Pfanne hat meiner Berechnung nach ca. 1500kcal, aufgeteilt auf drei Portionen kommen wir auf 500kcal pro Portion. Den größten Teil davon nehmen natürlich die Nudeln ein- diese sind zwar nicht die Dickmacher als die sie verschrien sind, aber ein leichter Genuss sind sie auch nicht. Dennoch bin ich sowohl mit dem geschmacklichen als auch mit dem kalorientechnischen Ergebnis überaus zufrieden und kann auch dieses Rezept mal wieder vorbehaltlos weiter empfehlen.

Guten Appetit

Einfache Meeresfrüchte-Paella – das Rezept

Samstag, Juli 28th, 2012

Nachdem ich mich vor einiger Zeit ja schon einmal an einer Weichweizen-Paella versucht hatte, wollte ich mich heute nun an eine „echte“ Paella mit Meeresfrüchten und Reis heran wagen. Rezepte für dieses spanische oder sollte besser valencianische Nationalgericht (denn Paella stammt ja ursprünglich aus der Gegend um Valencia) gibt es ja wie Sand am Meer, ich entschied mich schließlich für diese einfache und was die Kalorien angeht etwas leichtere, aber auch sehr leckere Zubereitung, die ich nun hier einmal in gewohnter Form kurz vorstellen möchte.

Was brauchen wir also für 2-3 Portionen?

150g feine grüne Bohnen
01 - Zutat grüne Bohnen / Ingredient green beans

1 mittlere rote Paprikaschoten (ca. 200g)
02 - Zutat rote Paprika / Ingredient red bell pepper

1 mittlere Zwiebel (ca. 50g)
03 - Zutat Zwiebel / Ingredient onion

1-2 Zehen Knoblauch
04 - Zutat Knoblauch / Ingredient garlic

2 Tomaten (zusammen ca. 150-200g)
05 - Zutat Tomaten / Ingredient tomatoes

200g Risotto-Reis
06 - Zutat Risotto-Reis / Ingredient risotto rice

300g Meeresfrüchte (TK)
07 - Zutat Meeresfrüchte / Ingredient seafood

1 Döschen Safran-Fäden (0,1g)
08 - Zutat Safran / Ingredient saffron

3 EL Olivenöl
09 - Zutat Olivenöl / Inrgedient olive oil

400ml Gemüsebrühe
10 - Zutat Gemüsebrühe / Ingredient vegetable stock

1/3 – 1/2 Bund Petersilie (6-8 Stiele)
11 - Zutat Petersilie / Ingredient parsley

1 Bio-Zitrone
12 - Zutat Bio-Zitrone / Ingredient lemon

sowie etwas Salz & Pfeffer zum würzen

Beginnen wir nun damit, die Bohnen gründlich zu waschen
13 - Bohnen abspülen / Clean beans

und sie dann zu „putzen“. Früher hätte das bedeutet, dass man auch den Faden an der „Naht“ der Bohne hätte abziehen müssen, doch bei modernen Sorten reicht es glücklicherweise aus einfach die Enden abzuschneiden. Größere Bohnen halbieren wir am besten gleich noch einmal.
14 - Bohnen schneiden / Cut beans

Anschließend kochen wir sie für mindestens 10 Minuten in Salzwasser.
15 - Bohnen kochen / Cook beans

Während die Bohnen kochen, können wir uns schon einmal um die anderen Zutaten kümmern. Wir schälen also die Zwiebel und zerkleinern sie dann – ich nutzte hierzu meine handbetriebene Maschine, wer so etwas nicht besitzt kann natürlich auch gerne auf das klassische würfeln der Zwiebel mit dem Messer zurückgreifen.
16 - Zwiebel zerkleinern / Cut onion

Außerdem waschen wir die Paprika, entkernen sie und schneiden sie dann in dünne Streifen.
17 - Paprika in Streifen schneiden / Slice bell pepper

Bei den Tomaten entfernen wir, nachdem wir sie ebenfalls gewaschen haben (man weiß ja nie wer das Gemüse im Supermarkt bereits angefasst hat), die Stielansätze
18 - Stielansatz entfernen / Remove stalk

und schneiden sie in kleine Stücke.
19 - Tomate würfeln / Dive tomatoes

Sind die Bohnen dann fertig gekocht, gießen wir sie in ein Sieb, schrecken sie kurz mit kaltem Wasser ab und lassen sie dann abtropfen.
20 - Bohnen abschrecken / Drain beans

Den Safran geben wir anschließend in ein Schälchen mit 2 Esslöffeln lauwarmen Wassers und lösen ihn darin etwas auf.
21 - Safran auflösen / Dissolve saffron

In einer großen Pfanne bringen wir anschließend die 3 Esslöffel Olivenöl auf Betriebstemperatur,
22 - Olivenöl erhitzen / Heat up olive oil

dünsten die Zwiebel darin an
23 - Zwiebeln andünsten / Braise onions lightly

und geben wenig später auch das Knoblauch hinzu, welches wir ebenfalls andünsten.
24 - Knoblauch addieren / Add garlic

Kurz darauf können wir dann auch die Paprikastreifen mit in die Pfanne geben
25 - Paprika mit anbraten / Roast bell pepper slices

und braten sie für einige Minuten mit bis sie etwas Farbe bekommen. Dabei können wir alles auch schon einmal mit ein wenig Salz und Pfeffer würzen.
26 - Mit Salz & Pfeffer würzen / Taste with salt and pepper

Sind die Paprikastreifen gut angebraten, geben wir dann auch den Risotto-Reis in die Pfanne
27 - Reis dazu geben / Add rice

und braten ihn ebenfalls kurze Zeit mit an bis er glasig wird.
28 - glasig anbraten / stir-fry rice

Dann gießen wir etwa 1/3 der Gemüsebrühe mit dazu
29 - etwas Brühe angießen / Add some broth

und lassen sie einkochen / verdunsten
30 - einkochen lassen / simmer

um dann ein weiteres Drittel der Gemüsebrühe hinzuzufügen
31 - Brühe addieren / Add more broth

und anschließend die Meeresfrüchte mit in die Pfanne zu geben.
32 - Meeresfrüchte hinzufügen / Add seafood

Alles lassen wir nun kurz aufkochen
33 - aufkochen lassen / heat up

und dann auf leicht reduzierter Stufe für 10 Minuten vor sich hin köcheln, wobei wir es gelegentlich umrühren.
34 - köcheln und umrühren / Simmer and stir

Nach zehn Minuten geben wir schließlich auf das verbleibende drittel Gemüsebrühe hinzu,
35 - Rest Brühe hinzufügen / Add remaining broth

addieren den Safran
36 - Safran hinzufügen / Add saffron

und geben schließlich auch noch die gestückelten Tomaten
37 - Tomaten addieren / Add tomatoes

und die gekochten grünen Bohnen hinein
38 - Bohnen beigeben / Add beans

Für weitere acht bis zehn Minuten lassen wir das Ganze dann weiter vor sich hin köcheln, wobei wir auch hier das gelegentlich umrühren nicht vergessen sollten.
39 - Köcheln lassen / simmer

In der Zwischenzeit können wir dann auch die Petersilie waschen und trocken schütteln
40 - Petersilie waschen / Wash parsley

um anschließend die Blättchen von den Stielen abzuzupfen und sie fein zu zerhacken.
41 - Petersilie zerkleinern / Hackle parsley

Außerdem können wir noch unsere Bio-Zitrone in Spalten schneiden.
42 - Zitrone schneiden / Cut lemon

Kurz vor Garende schmecken wir das Gericht schließlich noch einmal mit Salz & Pfeffer ab
43 - Mit Salz & Pfeffer abschmecken / Taste with salt & pepper

und heben schließlich noch die gehackte Petersilie unter.
44 - Petersilie unterheben / Fold in parsley

Dann brauchen wir es nur noch einmal kurz probieren
45 - Probieren / Try

und wenn es uns geschmacklich zusagt gemeinsam mit den Zitronenspalten servieren.
46 - Meeresfrüchte-Paella / Seafood paella - Serviert

Ich hatte zwar damit gerechnet, dass der Reis durch das Safran noch etwas gelblicher wird, aber dazu hätte ich wohl noch Kurkuma verwenden müssen. Von dieser nicht erfüllten Erwartungshaltung aber einmal abgesehen war ich überaus zufrieden mit diesem Paella-Gericht. Die Meeresfrüchte aus Garnelenschwänzen, Tintenfischen und Miesmuschelfleisch passten geschmacklich wunderbar zu der Gemüsezusammenstellung aus grünen Bohnen, Tomaten und Paprikstreifen und harmonierten auch prächtig mit dem gut durchgekochten, durch das Safran sowie Salz und Pfeffer angenehm würzigen Risottoreis. Garniert mit dem Saft der Zitrone ein wahrer Genuss – ich war mit dem Ergebnis sehr zufrieden.

47 - Meeresfrüchte-Paella / Seafood paella - CloseUp

Werfen wir abschließend natürlich noch einen Blick auf die Nährwerte. Meiner Kalkulation nach liegt der komplette Pfanneninhalt bei 1300kcal, teilen wir es auf 2 Portionen auf – was jedoch recht große Portionen wären – lägen wir bei 650kcal pro Portion. Bei der realistischeren Aufteilung auf drei Portionen kämen wir auf 433kcal pro Portion. Für ein so mächtiges und dank des Reis auch angenehm sättigendes Hauptgericht ist das wie ich finde ein mehr als akzeptabler Wert.
Auch wenn es sich hier nur um eine einfache Variante der Paella handelt, kann ich das Rezept mal wieder vorbehaltlos weiter empfehlen. Das soll aber natürlich nicht heißen dass ich nicht bei Gelegenheit auch mal eine andere Variante ausprobiere – dazu ist meine Neugier nach neuen Geschmackserlebnissen einfach zu groß… 😉

In diesem Sinne: Guten Appetit

Tagliatelle mit Spinat und Lachswürfel in Gorgonzolasauce [27.07.2012]

Freitag, Juli 27th, 2012

Während die Asia-Theke heute mit Gerichten wie Gebackene Ananas und Banane und Gaeng Keaw Wan Gai – Gebratenes Hühnchen mit frischem Gemüse, Auberginen und Bambussprossen in scharfem grünen Curry lockte, reizte mich mehr die reguläre Küche, wo mich vor allem die Tagliatelle mit Spinat und Lachswürfel in Gorgonzolasauce bei Globetrotter und die Zarte Hühnerbrust gefüllt mit Basilikumpesto auf Tagliatelle al tomato reizte, während die Marillenknödel mit Vanillesauce bei Globetrotter als Süßspeise weniger mein Interesse weckte. Zum einen war es wohl die Tatsache dass ich die Hühnerbrust mit Basilikumpesto bereits öfters, nämlich hier, hier, hier, hier, hier oder hier, probiert hatte, zum anderen dass ich das Nudelgericht mit Lachs, Spinat und Gorgonzolasauce noch nie auf der Speisekarte gesehen hatte und mich somit die Neugier lockte, Auslöser dafür dass ich mich für dieses Gericht entschied. Dazu nahm ich mir noch ein kleines Becherchen mit einigen Früchten garnierten Grießbrei von der Dessert-Theke.

Tagliatelle mit Spinat und Lachswürfel in Gorgonzolasauce / Tagliatelle with spinach & salmon dices in gorgonzola sauce

Zuerst hatte ich ja befürchtet dass man alten, würzigen Gorgonzola verwendet hatte, wodurch sein Geschmack in der Sauce sehr dominant geworden wäre – doch hier hatte ich mich glücklicherweise geirrt. Viel mehr schien es sich um einen Gorgonzola dolce, also eine milde Variante, zu handeln, die den Käsegeschmack zwar präsent machte, ihn aber wunderbare mit dem Blattspinat und den zarten und natürlich grätenfreien Lachwürfeln harmonieren ließ. Dazu die schön al dente gekochten Tagliatelle, also schmale Bandnudeln ergänzten alles zu einem leckeren und vollwertigen Gericht, das sehr gut mundete. Einzig die Zitronenscheibe hätte meiner Meinung nach etwas größer ausfallen können, denn klein wie sie war eignete sie sich kaum um das ganze Gericht mit ihrem Saft zu garnieren. Und auch an dem nicht übermäßig süßen Grießbrei, auf dem eine dünne Schicht aus Erdbeer- und Aprikosenmus ruhte ließ aus meiner Sicht keine Wünsche offen – vorausgesetzt natürlich man mag Grießbrei. 😉
Und mit knappen Vorsprung vor der Hühnerbrust gelang es dem Nudelgericht mit Lachs-Spinat-Gorgonzolasauce dann auch, Platz eins der heutigen allgemeinen Beliebtheitsskala zu erlangen, die ich wie immer durch die Beobachtung der anderen Gäste erstellte. Ebenfalls knapp dahinter auf Platz drei folgten die Asia-Gerichte und die Marillenknödel landeten schließlich auf Platz vier. Gorgonzola ist eben nicht jedermanns Sache, andererseits wäre das Ergebnis wohl eindeutiger zugunsten des Nudelgerichts ausgefallen.

Mein Abschlußurteil:
Tagliatelle mit Spinat und Lachwürfeln in Gorgonzolasauce: ++
Grießbrei mit Früchten: ++

Photowalk München 26.07.2012 – Ostfriedhof, Deutsches Museum und Isar-Beachclub

Donnerstag, Juli 26th, 2012

Nach einem Tag Pause machte ich mich schließlich am Donnerstag wieder auf den Weg, um meine abendlichen Erkundungsgänge und Photowalks durch München fortzusetzen – das Wetter war einfach zu schön.

Die Strecke

Strecke: 11km
Dauer: ca. 2 Stunden 15 Minuten

Als Startpunkt wählte ich wieder den S-Bahnhof Leuchtenbergring und wandte mich von dort in Richtung Süden, überquerte die Berg-am-Laim-Straße und folgte der Ampfingstraße in südlicher Richtung. Zu Beginn war ich etwas „Fotografierfaul“, die einzige Aufnahme die ich tätigte war ein Bild vom Glockenturm der katholischen St. Pius Kirche, dort wo die Ampfingstraße in die Aschheimer Straße überging.

St. Pius - Aschheimer Straße
St. Pius Kirch – Aschheimer Straße

Als ich die Anzingstraße erreichte, bog ich in diese ab und folgte ihr sowie der direkt an sie anschließenden Sankt-Martin-Straße bis durch ein durch ältere Wohnblöcke und Firmengebäude geprägtes Gebiet bis zum St.-Martin-Platz im Stadtteil Obergiesing, wo ein sakral aussehendes Gebäude mit einer großen Kuppel mein Interesse weckte. Wie sich herausstellte handelte es sich nicht um eine Kirche, sondern eine Aussegnungshalle und gehörte zum Ostfriedhof von München.

Sankt-Martins-Platz - Moosach
Aussegnungshalle – St.-Martin-Platz – Obergiesing

Eigentlich bin ich kein großer Fan von Friedhöfen, doch als ich ein Stück die Mauer entlang gegangen war, entdeckte ich einen Durchgang und nutzte die Gelegenheit mir mal dieses Gräberfeld näher anzusehen – und der Blick lohnte sich durchaus, da hier wirklich einige kunstvolle Gräber zu entdecken waren, von denen ich ein paar Aufnahmen machte.

Erzengel - Ostfriedhof Kunstvoller Grabstein - Ostfriedhof
Links: Erzengel – Rechts: Justizrat Dr. Weber

Aussegnungshalle Ostfriedhof
Aussegnungshalle Ostfriedhof – Innenseite

Christus - Ostfriedhof München
Christus-Statue – Ostfriedhof München

Grabstein - Ostfriedhof München Christus - Ostfriedhof München
Links: Engel – Rechts: Christus

Cruzifix - Ostfriedhof München
Cruzifix

Trauer - Grabstein Ostfriedhof München
Trauer

Engel - Ostfriedhof München
Engel & Trauerkranz

Auf dem Gelände des Friedhofs befindet sich auch ein 1929 eröffnetes Krematorium, in dem – wie ich bei meiner Recherche für diesen Beitrag herausfand – während der NS-Zeit die Leichen von Tausenden der Opfer des damaligen Regimes verbrannt worden sind. Passender Weise wurde es am 17. Oktober 1946 auch dazu genutzt um die Leichen der in Nürnberg gehenkten NS-Kriegsverbrecher zu verbrennen bevor ihre Asche anschließend in die Isar gestreut wurde. (Quelle)

Zum Krematorium - Ostfriedhof München
Zum Krematorium

Des weiteren befinden sich hier auch die Gräber vieler Prominenter der Stadt wie Rex Gildo, Klaus Löwitsch oder Rudolph Mooshammer, die ich aber nicht (be)suchen wollte.

An der Tegernseer Landstraße verließ ich das Friedhofsgelände und bog dann an der Sankt-Bonifazius-Straße in Richtung Nockherberg ab. Wenig später überquerte ich einige Bahngleise

Bahngleise - Am Nockherberg
Bahngleise am Nockherberg

Kurz darauf erreichte ich dann den berühmten Paulaner Biergarten Am Nockherberg, wo jedes Jahr am Josefstag (17. März) mit der Starkbierprobe (Starkbieranstich) zu Beginn der Fastenzeit für 17 Tage der Salvator-Ausschank auf dem Nockherberg gefeiert wird. Das wird auch gerne als die Fünfte Jahreszeit Münchens bezeichnet. 😉

Am Nockherberg - Biergarten

Biergarten Am Nockherberg
Biergarten „Am Nockherberg“

Die Bezeichnung Nockherberg geht übrigens für die Bankiersfamilie Nockher zurück, die ab dem frühen 18. Jahrhundert hier ein Sommerhaus, das sogenannte „Nockherschlösschen“ besaß. Soweit ich weiß existiert dieses Gebäude aber heute nicht mehr.

Paulaner Biergarten Am Nockherberg
Paulaner „Am Nockherberg“

Über eine Treppe stieg ich von der Hochstraße, an der dieser Biergarten liegt, herab zur Straße Am Nockherberg, wo ich dann den Auer Mühlbach – ich war jetzt im Münchner Stadtteil Au – überquerte.

Auer Mühlbach - München
Auer Mühlbach

Schräg gegenüber an dem nun Ohlmüllerstraße genannten Verkehrsweg liegt auch die bekannte Paulaner-Brauerei.

Paulaner Brauerei - Ohlmüllerstraße
Paulaner Brauerei – Ohlmüllerstraße

Wie ich hier gelesen habe soll diese aber ab ca. 2016 zum großen Teilen nach nach Langwied an den nordwestlichen Stadtrands Münchens um und auf dem 85.000 Quadratmeter großen Gelände sollen teilweise Wohnungen und Geschäftsräume entstehen. Der Biergarten bleibt aber wohl erhalten. Damit wäre die seit 1634 hier beheimatete Brauerei die letzte der Münchner Brauereien, die ihren angestammten Platz aufgibt. Aber das nur am Rande erwähnt…

Über die weiter führende Ohlmüllerstraße erreichte ich schließlich die Reichenbachbrücke und die Isar unterhalb des Deutschen Museums auf der Museumsinsel, wo sich am Isarufer wieder zahlreiche Menschen versammelt hatten um den schönen Sommertag zu genießen.

Deutsches Museam & Isar - Reichenbachbrücke

Deutsches Museum & Isar - Reichenbachbrücke
Deutsches Museum & Isar – Reichenbachbrücke

Hier wo der Stadtteil Au in die Isarvorstadt überging entschied ich mich, ein wenig ins Gärtnerviertel hinein zu gehen und erreichte wenig später den ebenfalls gut besuchten Gärtnerplatz mit dem bekannten Staatstheater am Gärtnerplatz, das aktuell allerdings bis vorraussichtlich 2015 rennoviert und umgebaut wird. Über den Gärtnerplatz und seine Namensherkunft hatte ich mich hier ja schon mal ausgelassen.

Am Gärtnerplatz

Am Gärtnerplatz
Am Gärtnerplatz

Von hier aus ging es ein Stück in Richtung Norden bis zum Reichenbachplatz, wo ich in die Rumfordstraße abbog und ihr, vorbei am Zwingereck,

Gaststätte Zum Zwingereck
Zwingereck

bis zur Zweibrückenstraße, der ich wieder in Richtung Osten folgte und schließlich über die Ludwigsbrücke die Museumsinsel betrat. Dort sah ich, dass am Vater Rhein Brunnen (über den ich hier ja schon mal geschrieben hatte) irgend etwas abging – das wollte ich mir näher ansehen.
Wie ich feststellen durfte hatte man rund um den Brunnen hellen, dünnen Sand aufgeschüttet und den Platz in einen Beachclub verwandelt und in der Mitte des Brunnens war sogar eine kleine Bühne für Livemusik aufgebaut. Sehr schön – doch ich musste leider auch schon weiter.

Beachclub am Vater Rhein Brunnen
Beachclub am Vater-Rhein-Brunnen

Über den Wehrsteg, von dessen Rand ich noch einmal einen kurzen Blick auf die bereits beim letzten Photowalk erwähnten evangelischen Sankt Lukas Kirche werfen konnte

Sankt Lukas
Sankt Lukas

und vorbei am ebenfalls gestern erwähnten Isarstrand an der kleinen Isar

Isarufer - Kleine Isar - Müllersches Volksbad
Isarstrand an der kleinen Isar

erreichte schließlich den Kabelsteg, von dem aus ich Licht der untergehenden Sonne noch einmal meinen Blick in Richtung Sankt Lukas wandte

Dusk over Sankt Lukas - Munich
Dusk over Sankt Lukas

bevor ich mich durch den Park der Maximiliananlagen ein Stück in Richtung Maximilaneum wandte und kurz davor in Richtung Grütznerstraße

Grütznerstraße
Grütznerstraße

und dann in Richtung Wiener Platz an der Inneren Wiener Straße wandte, den ich wenig später auch erreichte. Dank seines meterhohen Maibaums war er auch kaum zu verpassen.

Maibaum am Wiener Platz
Maibum am Wiener Platz

Vom Wiener Platz ging es über die Steinstraße bis zur Preysingstraße im schönen Haidhausen, in die ich dann abbog und ihr in Richtung Nordosten folgte. Wenig später erreichte ich am Übergang Preysing- zu Wolfgangsstraße ein kleines, schnuckelig anmutendes Gebäude, dass sich als das sogenannte Überlacker-Häusl herausstellte.

Üblacker-Häusl Haidhausen
Übelacker-Häusl

Wie ich über die Webseite der Freunde Haidhausens erfuhr, handelt es sich dabei um ein am Ende des 18. Jahrhunderts am Rande einer kleinen Kiesgrube errichtetes Herbergsanwesen – wobei Herberge hier eine frühe Form der Eigentumswohnung bezeichnet. Bis 1974 war es noch bewohnt und sollte eigentlich abgerissen werden, wurde aber auf bestreben des Bezirksausschusses schließlich unter Denkmalschutz gestellt und ab 1977 renoviert. Im Inneren kann man die typischen Wohn- und Schlafräume einer Tagelöhner-Familie besichtigen – doch leider war ich bereits zu spät dran als dass ich dies noch wahrnehmen konnte – es war schon nach 20:00 Uhr.

Wenig später erreichte ich die Kirchstraße, der ich weiter in Richtung Osten folgte und kam dabei an der Alten Haidhauser Stadtkirche am Südende des Haidhauser Friedhofs vorbei.

Alte Haidhauser Kirche (am Ostfriedhof)
Alte Haidhauser Stadtkirche

Diese Kirche wurde erstmal in einer Urkunde vom 12. Februar 808 erwähnt, in der ein Priester Erlaperht die Kirche und seinen Besitz zur Kirche der heiligen allzeit reinen Jungfrau Maria zu Freising in die Hände seines Bischofs Atto übergibt. Das heutige Gebäude wurde aber erst 1875 errichtet – mehr Infos dazu gibt es hier.

Schließlich erreichte ich den Haidenauplatz und konnte auch schon das Technische Rathaus sehen, über das ich ebenfalls beim letzten Photowalk-Bericht etwas geschrieben hatte.

Am Haidenauplatz
Am Haidenauplatz

Von hier war er nur noch ein kleines Stück weg bis zum Anfang und Ziel des heutigen Münchenrundgangs, dem S-Bahnhof Leuchtenbergring. Damit war mein heutiger beendet – knapp 11km in etwas mehr als 2 Stunden. Na mal schauen wo es mich das nächste Mal hin verschlägt… 😉