Verrat im Zunfthaus – Petra Schier [Adelina Burka 3]

Mit Verrat im Zunfthaus habe ich nun auch den dritten Teil der historischen Romanreihe um die Apothekerin Adelina Burka abgeschlossen – wie die Teile zuvor auch dieses Mal in Hörbuchform und gesprochen von Sabine Swoboda. Erworben war auch dieses Hörbuch natürlich bei meinen Haus- und Hof-Hörbuchdealer Audible.
Wir schreiben das 1397 Anno Domini in Köln, wo die Kölner Gaffeln, eine Art Bürgervereine, nun endgültig, nachdem ihr Verbundbrief nun auch vom Erzbischof und dem deutschen König anerkannt wurde, die Macht über die Stadt übernommen haben. Zwar gibt es noch weiterhin Widerstände seitens der alten herrschenden Klasse, der Patrizier, doch diese scheinen vorerst keine ernsthafte Bedrohung zu sein. Adelina Burka, inzwischen Mutter eines drei Monate alten Säuglings, ihrem Sohn Collin, und weiterhin glücklich mir dem städtischen Medicus Neklas Burka verheiratet, wollte sich eigentlich ihrer Familie widmen und sich in Zukunft aus fremden Angelegenheiten heraushalten. Doch als sie gemeinsam mit ihrer Magd Franziska eher per Zufall im Weinkeller der Gaffel Himmelreich die übel zugerichtete Leiche einer jungen Frau entdecken scheint es erst einmal mit der Ruhe vorbei. Die Tote stellt sich als Bela Elfge, die Tochter des Kölner Schöffen Wolfram Elfge, heraus. Wenig später wird derer Verlobter, der Weinhändler und Zunftmeister Avarus Vetscholder, tot und grausam zugerichtet vor den Toren der Stadt gefunden. Neklas Burka erhält nun sogar die Genehmigung, die Leichen zu obduzieren, wobei er feststellt dass die junge Frau schwanger gewesen ist. Es kommt der Verdacht auf, dass die vertriebenen Patrizier hier die Finger im Spiel hatten, da Gerüchte darüber kursieren dass sie über Bestechungsgelder einige der Ratsherren und Schöffen zur Unterstützung eines erneuten, womöglich bewaffneten Umsturzes überzeugen wollen. Adelina Burka wird von dem Ratsherren und inzwischen zum Gewaltrichter ernannten Georg Reese, den der Leser ja bereits aus den vorherigen Teilen kennt, ihn bei seinen Ermittlungen zu unterstützen und sich dabei auch bei ihren meist wohlhabenden Kunden umzuhören, um eventuell auf Hinweise zu stoßen wer die Verräter innerhalb der Kölner Stadtmauern sein könnten. Als wäre das noch nicht genug, kündigt sich dann auch noch die Mutter ihres Mannes Neklas samt deren Schwester zu einem kurzfristigen Besuch bei ihrer neuen Schwiegertochter an und ihre (im letzten Buch vorgestellte) und inzwischen in die Familie integrierte Stieftochter Griet verhält sich neuerdings seltsam und scheint plötzlich Gespenster zu sehen. Und um allen noch die Krone aufzusetzen, findet die Stadtwache bei einer Hausdurchsuchung in ihrer Apotheke auch noch ihr vollkommen unbekannte Goldmünzen und Edelsteine, die sie unter den Verdacht kommen lassen ebenfalls mit den Patriziern im Bund zu stehen. Und das wäre Hochverrat, der mit dem Tode bestraft werden würde. Es bleibt Adelina nur wenig Zeit ihre Unschuld zu beweisen und ihre Familie vor dem Unglück zu retten. Und natürlich auch der Dominikaner-Pater Thomasius und der inzwischen zum Hauptmann der Stadtwache beförderte Greverode, die der Protagonistin bereits in den vorherigen Teilen das Leben schwer gemacht haben, dürfen in diesem Buch natürlich nicht fehlen – auch wenn sie eine bisher unerwartete Charakterentwicklung durchmachen.
Mit Verrat im Zunfthaus hat Petra Schier der bisher sehr spannenden und vielversprechenden Reihe um ihre Heldin Adelina Burka einen weiteren, wieder sehr gelungenen Teil beigefügt. Dem Leser wird nicht nur ein realitätsnaher, detailreich und gut recherchierter Einblick in das Leben, Denken und das Handeln der Menschen verschiedener Gesellschaftsschichten des späten 14ten Jahrhunderts gegeben, auch das geschichtliche Umfeld über der Machtübernahme der Gaffeln im mittelalterlichen Köln samt der Widerstände und Bestechungsversuche der entmachteten Patrizier, die natürlich versuchten die alten Machtverhältnisse wieder herzustellen, ist nah an den tatsächlichen Ereignissen der dieser Zeit angelehnt und vermittelt dem geschichtsinteressierten Leser eine lehrreiche Übersicht über die damaligen Geschehnisse. Zwar erscheint es in manchen Momenten, dass hier sehr viele Dinge auf einmal geschehen und mehrere parallele Handlungsstränge aufgebaut, die in keinem direkten Zusammenhang zu stehen scheinen – doch der Autorin gelingt es wunderbar, alle Ereignisse zum Ende des Buches zur Zufriedenheit der Leser aufzulösen und zum Abschluss zu bringen. Ich war auf jeden Fall auch mit diesem Teil der Adelina Burka Reihe wieder einmal sehr zufrieden und bin schon dabei mit gleich den nächsten Teil zu Gemüte zu führen. Bald also mehr über das Leben in mittelalterlichen Köln. 😉

Meine Wertung: 3 von 3 Sternen

Chili con Carne & Baguette [31.07.2012]

Auch wenn mit Farfalle al peperoni in der Abteilung Vitality wieder etwas leichtes auf dem Speiseplan der regulären Küche zu finden war und die Asia-Theke mit Gaeng Kiew Wan Pak – Gebratenes frisches Gemüse in grünem Thaicurry oder Nua PadKratiem Prik Thai – Gebratene Rindfleischstreifen mit frischem Gemüse, Knoblauch, schwarzem Pfeffer und Zwiebeln interessante Gerichte aufführte, so fand sich noch ein weiteres Gericht auf der Speisekarte, dem ich selten Widerstehen kann. Und das war nicht etwa das Schweinesteak “Tessin” mit Schinken und Käse überbacken, dazu Pommes Frites bei Tradition der Region, sondern natürlich das Chili con Carne mit Mais und Kidney Bohnen und Baguette, das heute mal wieder in der Sektion Globetrotter auf dem Programm stand. Dazu fand dann auch noch ein Becherchen Waldbeerpudding Einkehr auf mein Tablett. Aber der konnte bei so etwas kalorientechnisch auch nicht mehr viel verderben.

Chili con Carne & Baguette

Das Chili erwies sich als einfach, aber überaus gelungen. Neben reichlich krümelig angebratenem Hackfleisch fand sich in der fruchtigen und heute auch mal wieder angenehm scharfen Tomatensauce eine absolut ausreichende Menge an Kidneybohnen und Mais. Das war dann auch schon alles und reichte für einen grundlegenden Chili-Genuss auch meiner Meinung nach vollkommen aus. Gut, ich selber hätte wahrscheinlich zumindest noch Stücke von Paprika, Zwiebel und geschälter Tomate mit herein getan und das Ganze dann noch mit einem Schuss trockenem Rotwein und etwas Saurer Sahne verfeinert, aber für ein Basis-Chili reicht auch diese durch ein relativ frisches Stück Baguette ergänzte Gericht vollkommen aus. Aus vorherigen ähnlichen Darreichungen in dieser Location, nämlich hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier (im Crêpe), hier und hier (mit Saurer Sahne), weiß ich ja inzwischen dass die Qualität durchaus variieren kann – aber heute gab es absolut nichts daran auszusetzen. Und auch der dünne, aber dafür zumindest nicht zu süß geratene Pudding mit Waldbeerengeschmack gab keinerlei Grund zur Kritik.
Bei der Allgemeinheit der Kantinengäste erfreute sich aber natürlich das Schweinesteak “Tessin” mit Pommes Frites der größten Beliebtheit und erlangte mit kleinen, aber deutlichem Vorsprung Platz eins der heutigen allgemeinen Beliebtheitsskala. Auf Platz zwei folgte aber auch schon das Chili con Carne, das ich meinte etwas häufiger auf den Tabletts sehen zu können als die Asia-Gerichte, die somit auf Platz drei landeten. Die Farfalle al peperoni landeten schließlich, wie für vegetarische Gerichte meist üblich, auf Platz vier. Hatte zwar selbst eher vermutet dass die Asia-Gerichte vor dem Chili liegen, aber es scheint ja doch noch mehr Chili-Freunde unter meinen “Mitessern” zu geben als als ich gedacht hatte. 😉

Mein Abschlußurteil:
Chili con Carne: ++
Baguette: ++
Waldbeer-Pudding: ++

Photowalk München Oberföhring 30.07.2012

Nachdem ich kürzere, nicht erwähnenswerte Spaziergänge durchgeführt und am Wochenende andere Pläne verfolgt hatte, wollte ich am Montag nun wieder eine größere Aktion in Angriff nehmen.

Die Strecke

Streckenlänge: ca. 13km
Dauer: 2 Stunden 45 Minuten

Startpunkt war wie zuvor auch der S-Bahnhof Leuchtenbergring, von wo aus ich mich nach Norden wandte und der Richard-Strauss-Straße immer auf der rechten Seite folgte bis ich schließlich das Hypo-Hochhaus erreichte, über das ich mich ja in Bericht über diesen Photowalk bereits ausgelassen hatte.

Hypo-Haus
Hypo-Haus


Doch dieses Mal wandte ich mich nicht nach links in die Denninger Straße, sondern bewegte mich weiter in Richtung Norden, wo ich bald den Effnerplatz erreichte, benannt nach zwei Münchner Prominenten, nämlich dem Baumeister Joseph Effner und dem Gartengestalter Carl von Effner. Hier an einem wichtigen Verkehrspunkt des Münchner Stadtteils Bogenhausen hat die us-amerikanische Bildhauerin und Installationskünstlerin Rita McBride die nach der gleichnamigen Schauspielerin und Drehbuchautorin (1893 – 1980) benannte Installation Mae West errichtet – eine 52 Meter hohe Kohlenstofffaser-Konstruktion die aus 32 Rohren errichtet wurde und welche hier am 30. Januar 2011 fertiggestellt wurde. Ich erinnere mich noch genau an die Zeit an die Zeit wo ich hier während meiner Pendelzeit vorbei fuhr und die Bauarbeiten beobachten konnte.

Mae West by Rita McBride
Skulptur Mae West am Effnerplatz

Über eine längere, visuell eher uninteressante Strecke am Isarring entlang erreichte ich schließlich die John-F-Kennedy-Brücke, welche den Mittleren Ring – zu dem auch der Isarring gehört – durch über die Isar und durch den Englischen Garten führt. Die nördlichste Brücke des Münchner Innenstadtbereiches, die als erste Brücke nicht den Namen eines bayrischen Königs, sondern eines amerikanischen Präsidenten führt. Ursprünglich sollte sie Herzog Heinrich Brücke heißen, doch nach dem Attentat in Dallas erhielt sie diesen Namen und den Namen des Herzog Heinrich erhielt die nördlichere Brücke am Föhringer Ring. Kennedy selbst war aber nie in München, die Abschlußarbeit seines Studium (Senior Thesis) hatte aber den Titel “Appeasement at Munich” und behandelte die Langsamkeit der Verhandlungen des NS-Regimes mit England vor Ausbruch des zweiten Weltkriegs.

John-F-Kennedy-Brücke
An der John-F-Kennedy-Brücke

Ich überquerte die Brücke jedoch nichts, sondern wandte mich auf der Heinrich-Mann-Allee, einem Fuß- und Fahrradweg entlang der Isar in Richtung Norden – immer noch östlich der Isar und benannt nach dem gleichnamigen Schriftstellers des vielleicht noch bekannteren Schriftstellers Heinrich Mann.

Am Isarufer - Heinrich-Mann-Allee
Heinrich-Mann-Alle – am Isarufer

Wenig später erreichte ich das Oberföhringer Sperrwerk, das ich ja hier in meinem Bericht über den Englischen Garten, Kleinhesseloher See und den Biergarten Aumeister bereits ausgelassen hatte.

Stauwerk Oberföhring Ost
Stauwerk Oberföhring

Vonhier startet ja wie man weiß der Isarkanal, der nach etwa 64 Kilometern bei Landshut wieder in den Fluss Isar mündet.

Isarkanal
Isarkanal

Daneben verläuft der “normale” Lauf der Isar ihrem weiteren, normalen Lauf.

Isar am Oberföhringer Stauwerk
Isar am Oberföhringer Sperrwerk

Zuerst hatte ich ja geplant am Oberföhringer Sperrwerk die Isar zu überqueren und den Rückweg anzutreten, doch ich hatte Appetit auf mehr – daher wandte ich mich weiter nach Norden und überquerte die Isar schließlich an der Sankt-Emmeran-Brücke, über die ich hier ja schon mal etwas detaillierter geschrieben hatte. Immerhin eine zusätzliche Strecke von 2,7 Kilometer, die ich aber gerne in Kauf nahm.

Isarkanal St. Emmeran Brücke
Oberföhringer Sperrwerk – von der St. Emmeran Brücke gesehen

St. Emmeran Brücke
St.-Emmeran-Brücke

Wenig später erreichte ich wieder das Oberföhringer Sperrwerk

Stauwerk Oberföhring West
Oberföhringer Sperrwerk – Westseite

und setzte meinen Weg am westlichen Isarufer in südlicher Richtung fort. Andere Spaziergänger traf ich nur wenige, dafür aber viele Radfahrer und noch mehr Jogger die einzeln, zu zweit und manchmal auch in größeren Gruppen durch den oberen Teil des Englischen Gartens liefen. Bald schon passierte ich den Ausfluss des Tivoli-Kraftwerks, einem denkmalgeschützten Wasserkraftwerk im Englischen Garten, das 1895/96 hier errichtet wurde um für die damalige Lokomotivfabrik Maffei (später Kraus-Maffei) in Hirschau mit Hilfe des durch den Englischen Garten fließenden Eisbachs Strom zu produzieren. Muss ich mir bei Gelegenheit mal näher anschauen – vorausgesetzt man kommt bis an das Gebäude heran.

Ausfluss Tivoli-Kraftwerk
Isar-Ausfluss Tivoli-Kraftwerk

Wenig später unterquerte ich die John-F-Kennedy-Brücke und überlegte kurz hier wieder auf das andere Isar-Ufer zu wechseln – dann entschied ich mich aber noch bis zur nächsten Brücke, der Max-Joseph-Brücke weiter zu gehen.

Unter der John-F-Kennedy Brücke
Unter der John-F-Kennedy-Brücke

An der Max-Joseph-Brücke verließ ich schließlich den englischen Garten, wechselte wieder auf das östliche Isarufer und bog wenig später von der Mentgelasstraße in die Möhrlstraße ab, um mich ein wenig in Bogenhausen umzusehen. Über die Mompeschstraße bewegte ich mich dann in Richtung Sternwartstraße, um über sie diesen Stadtteil zu durchqueren.

Bogenhausener Hof
Bogenhausener Hof – Mompeschstraße, Ecke Ismaininger Straße

Hier in Bogenhausen stehen wirklich einige ansehnliche Villen und Anwesen musste ich feststellen – eindeutig eines der gehobeneren Wohngebiete der Stadt und angenehm ruhig. Leider versäumte ich hier ein paar Aufnahmen zu machen, aber das hole ich bei Gelegenheit mal nach.
Über Sternwartstraße, den Galileiplatz und die Röntgenstraße erreichte ich am Internat Max-Joseph-Stift schließlich die Mühlbaurstraße, die mich wie ich wußte zurück zur Richard-Strauß-Straße führen würde.

Röntgenstraße, Ecke Mühlbaurstraße
Röntgenstraße, Ecke Mühlbaurstraße

So konnte ich über die Richard-Strauß-Straße, unter der ja ein Teil des Mittleren Rings verläuft, zurück zur Einsteinstraße gehen, wo sich das Einstein-Einkaufscenter befindet.

DasEinstein
DasEinstein – Einsteinstraße, Ecke, Richard-Strauß-Straße

Von hier aus waren es nur noch ein paar Meter bis zum S-Bahnhof Leuchtenbergring, wo ich meinen heutigen Rundgang beendete. Mit einer Strecke von insgesamt etwas mehr als 13 Kilometern eine neue Bestleistung was die Entfernung angeht. Aber das Ganze soll ja mehr Spaß machen und meine Kenntnis von München verbessern, weniger irgendeinen Wettbewerb darstellen. Mal schauen wo es mich das nächste Mal hin verschlägt – München ist ja Groß und es gibt noch viel zu entdecken… 😉

Anmerkung: Dieser Beitrag ist etwas später entstanden und wurde entsprechend zurückdatiert.

Curryreis mit Zucchini-Möhrengemüse [30.07.2012]

Obwohl ich versucht hatte, am Wochenende ja eher kalorienarm zu kochen hatte sich das Essen und die wetterbedingt eingeschränkte Bewegung doch etwas auf mein Gewicht niedergeschlagen. Daher wollte ich heute etwas leichter zu Mittag essen. Daher kam die Geschmorte Hähnchenkeule mit Paprikasauce und Reis bei Tradition der Region und die Canneloni mit Fleischfüllung und Tomatensauce gratiniert bei Globetrotter nicht in Frage und auch das Gaeng Massaman Noo – Gebratenes Schweinefleisch mit frischem Gemüse und Kartoffeln in Massaman Curry an der Asia-Theke erschien mit zu reichhaltig. Einzig das Phoaxao – Gebratene Reisnudeln mit Asia-Thai-Gemüse nach Namaing-Art und der Curryreis mit Zucchini-Möhrenragout bei Vitality erschien mir passend. Da ich lesen konnte dass das Vitality-Gericht nur mit 488kcal zu Buche schlagen sollte entschied ich mich für dieses Gericht und gönnte mir – eigentlich unvernünftigerweise – auch noch ein Becherchen Erdbeerjoghurt von der Dessert-Theke dazu.

Curryreis mit Zucchini-Möhrengemüse

Nachdem ich den Curryreis mit der Mischung aus gewürfelten Zucchini und Möhren und die dünne Sour Cream miteinander vermengt hatte, erwies sich die Mischung als gar nicht mal schlecht. Vielleicht hätte man es weniger kräftig würzen sollen, aber davon ansonsten erwies es sich als wirklich akzeptabel. Habe zwar schon bessere vegetarische Gerichte gegessen, aber es erfüllte seinen Zweck und erwies sich als angenehm lang sättigend. Der mit einigen Fruchtstücken versehene Erdbeerjoghurt erwies sich zwar als etwas dünn, aber eignete sich als gute Ergänzung zum heutigen Mittagsgericht.
Bei den anderen Kantinengästen schienen heute, mit knappen Vorsprung, die Asia-Gericht den größten Zuspruch zu finden und landeten so ohne jeden Zweifel auf Platz eins der heutigen allgemeinen Beliebtheitsskala. Auf Platz zwei folgten meines Eindrucks nach die Cannelloni und knapp dahinter die Hähnchenkeule auf Platz drei. Das Zucchini-Möhrengemüse mit Curryreis kam schließlich auf Platz vier. Hatte eine etwas andere Platzierung erwartet, aber die Gäste hatten heute mal etwas Abweichend von der üblichen Verteilung entschieden. 😉

Mein Abschlußurteil:
Curryreis mit Zucchini-Möhrengemüse: +
Erdbeerjoghurt: ++

Bunte Gemüsenudeln mit Räucherlachs – das Rezept

Für den heutigen Sonntag hatte ich mir ein interessant klingendes Nudelgericht ausgesucht, dass in seiner ursprünglichen Ausprägung zwar vegetarisch war, das ich mir aber noch mit etwas Räucherlachs verfeinerte. Heraus gekommen ist ein sehr leckeres und zugleich leichtes Gericht, dass ich hier nun in der üblichen Form einmal kurz vorstellen möchte.

Was brauchen wir also für 3 Portionen?

1 kleine Stange Lauch (ca. 150 – 180g)
01 - Zutat Lauch / Ingredient leek

1 kleine Zucchini (ca. 200g)
02 - Zutat Zucchini / Ingredient zucchini

3 kleine Möhren (insgesamt ca. 150g)
03 - Zutat Möhren / Ingredient carrots

1 mittlere rote Zwiebel (ca. 90g)
04 - Zutat rote Zwiebel / Ingredient red onion

50ml Gemüsebrühe
05 - Zutat Gemüsebrühe / Ingredient vegetable stock

1 Bund Schnittlauch
06 - Zutat Schnittlauch / Ingredient chives

200g Nudeln (ich entschied mich für Linguine)
07 - Zutat Linguine / Ingredient linguine

250ml Sojacreme
08 - Zutat Sojacreme / Ingredient soy cream

100g Räucherlachs (Wer will kann auch mehr rein tun)
09 - Zutat Räucherlachs / Ingredient smoked salmon

2 EL Olivenöl
10 - Zutat Olivenöl / Ingredient olive oil

sowie Salz & Pfeffer zum würzen

Beginnen wir damit, die verschiedenen Zutaten vorzubereiten. Dazu zerkleinern wir erst einmal die Zwiebel – wahlweise in der Küchenmaschine oder mit dem Messer,
11 - Zwiebel zerkleinern / Hackle onion

waschen die Stange Lauch,
12 - Lauch waschen / Wash leek

schneiden sie in Ringe
13 - Lauch in Scheiben schneiden / Cut leek in slices

und zerkleinern diese dann noch einmal.
14 - Lauch zerkleinern / Hackle leek

Außerdem waschen wir die Zucchini und schneiden sie in feine Würfel
15 - Zucchini würfeln / Dice zucchini

und schälen die Möhren,
16 - Möhren schälen / Peel carrots

um sie dann ebenfalls fein zu würfeln.
17 - Möhren würfeln / Dice carrots

Des weiteren waschen wir den Bund Schnittlauch gründlich, schütteln ihn trocken und schneiden ihn dann in kleine Röllchen.
18 - Schnittlauch schneiden / Cut chives

Anschließend kochen wir die Nudeln nach Packungbeschreibung in Salzwasser
19 - Nudeln kochen / Cook noodles

und erhitzen dann die beiden Esslöffel Olivenöl in einer größeren Pfanne
20 - Öl erhitzen / Heat up oil

um darin dann die Zwiebelstückchen glasig anzudünsten.
21 - Zwiebel andünsten / Braise onion lightly

Jetzt können wir die Möhrenwürfel mit in die Pfanne geben und sie kurz mit anbraten bis sie etwas Farbe bekommen
22 - Möhren addieren / Add carrots

bevor wir auch die Zucchiniwürfel
23 - Zucchini hinzufügen / Add zucchini

und das Lauch mit hinein geben
24 - Lauch beigeben / Add leek

um alles dann für fünf bis sechs Minuten bei gelegentlichem umrühren auf mittlerer Stufe anzubraten.
25 - anbraten / roast

Dann gießen wir die Gemüsebrühe hinzu
26 - Gemüsebrühe aufgießen / Add broth

und lassen sie komplett einkochen.
27 - einkochen lassen / simmer

In der Zwischenzeit dürften auch die Nudeln fertig sein, die wir abgießen und abtropfen lassen.
28 - Nudeln abgießen / Drain noddles

Ist die Gemüsebrühe komplett eingekocht, geben wir die Sojacreme mit in die Pfanne
29 - Sojacreme hinzugeben / Add soy cream

und vermischen sie gut, um sie dann zwei bis drei Minuten köcheln zu lassen
30 - Köcheln lassen / Simmer

und den Räucherlachs hinzu zu zupfen.
31 - Lachs zupfen / Add salmon

Das Ganze würzen wir gut mit Salz und Pfeffer
32 - Mit Salz & Pfeffer würzen / Taste with salt & pepper

und sogleich natürlich auch probieren.
33 - Probieren / Try

Stimmt die geschmackliche Abstimmung, geben wir die abgetropften Nudeln hinzu
34 - Nudeln addieren / Add noodles

und vermengen sie gut mit der Gemüse-Räucherlachs-Sauce, um sie dann für weitere drei bis vier Minuten bei gelegentlichem umrühren köcheln zu lassen und sie damit wieder auf Temperatur zu bringen.
35 - Vermengen / Mix

Zum Schluss stellen wir die Platte aus und heben noch unser Schnittlauch unter,
36 - Schnittlauch hinzufügen / Add chives

um das Gericht sogleich zu servieren und zu genießen.
37 - Bunte Gemüsenudeln mit Räucherlachs / Greenstuff noodles with smoked salmon - Serviert

Möhren, Zucchini und Lauch waren in diesem Nudelgericht eine wunderbar geschmackliche Synthese eingegangen und gaben dem Gericht gemeinsam mit dem Schnittlauch eine frische und sommerliche Note. Dazu der würzige Räucherlachs und die weiche und leichte Sojacreme rundeten das Ganze schließlich zu einer sehr leckeren Gericht ab. Der Aufwand das Gemüse so fein zu würfeln hatte sich alle mal gelohnt. 😉

38 - Bunte Gemüsenudeln mit Räucherlachs / Greenstuff noddles with smoked salmon - CloseUp

Und auch was die Nährwerte angeht, kann sich das Gericht sehen lassen. Die komplette Pfanne hat meiner Berechnung nach ca. 1500kcal, aufgeteilt auf drei Portionen kommen wir auf 500kcal pro Portion. Den größten Teil davon nehmen natürlich die Nudeln ein- diese sind zwar nicht die Dickmacher als die sie verschrien sind, aber ein leichter Genuss sind sie auch nicht. Dennoch bin ich sowohl mit dem geschmacklichen als auch mit dem kalorientechnischen Ergebnis überaus zufrieden und kann auch dieses Rezept mal wieder vorbehaltlos weiter empfehlen.

Guten Appetit