Ko Lo Gai [09.07.2012]

Heute war einmal wieder einer jener seltenen Tag, an denen ich mich für keines der Angebote aus der regulären Küche so recht begeistern konnte. Einzig das Zigeunerschnitzel mit Kartoffelrösti bei Globetrotter wäre noch gerade so gegangen, hätte ich nicht Bedenken bezüglich der Kalorien gehabt. Die Farfalle al peperoni in der Sektion Vitality sprachen mich wiederum visuell absolut nicht an und an der traditionell-regionalen Thüringer Rostbratwurst mit Kartoffel-Gurkensalat störte mich der Kartoffel-Gurkensalat, der dieses Mal definitiv mit Mayonaise gemacht zu sein schien. Wäre er mit Essig-Öl gewesen, hätte ich das Gericht wohl noch in die nähre Auswahl gezogen. So aber wandte ich meine Aufmerksamkeit den asiatischen Angeboten zu, wo ich zuerst überlegte beim Kal Tzau Fhan – Gebratener Eierreis mit verschiedenem Gemüse zuzuschlagen. Da dies aber dadurch vereitelt wurde dass der zugehörige Wok fast leer und eine Auffüllung nicht in Sicht war, schwenkte ich noch schnell auf das Ko Lo Gai – Hühnerfleisch gebraten mit verschiedenem Gemüse in süß-saurer Sauce um – denn davon war noch genug da. Süß-Sauer geht eigentlich immer, so dachte ich zumindest, also landete dieses Gericht gemeinsam mit einer Schüssel Reis auf meinem heutigen Tablett.

Ko Lo Gai

Doch heute musste ich feststellen, dass dieses Gericht doch nicht so die allerbeste Wahl gewesen war. Dass es dieses Mal extrem saucenlastig erschien hätte ich noch verschmerzen können, doch leider war die Sauce – zumindest für meinen Geschmack – zu sauer und zu wenig süß geraten. Da konnte auch die wie üblich bunte und reichhaltige Zusammenstellung aus verschiedenen Gemüsesorten wie Zucchini, Auberginen, Möhren, Lauch, Blumenkohl Brokkoli, Paprika und Chinakohl, den Ananasstückchen sowie das zahlreich vorhandene, magere Hühnerfleisch nur bedingt etwas retten. Somit kann ich hier heute leider keine volle Punktzahl geben. Aber zumindest gab der Reis, den ich mir wie üblich mit einem großzügigen Esslöffel süß-scharfer Chilisauce garniert hatte, keinen Anlass zu weiterer Kritik.
Bei der großen Allgemeinheit der Kantinengäste erschien sich heute, ganz wie erwartet, das Zigeunerschnitzel mit Rösti der größten Beliebtheit zu erfreuen, gefolgt von den Asia-Gerichten auf Platz zwei der heutigen allgemeinen Beliebtheitsskala und schließlich der Thüringer Rostbratwurst auf einem guten, aber dennoch dritten Platz. Auf Platz vier folgte, wie fast üblich, das heutige vegetarische Gericht in Form der Farfalle al peperoni. Es hätte mich zwar interessiert ob meine Meinung bezüglich der süß-sauren Sauce auch von anderen Gästen geteilt wurde, aber leider konnte ich niemanden bekannten entdecken, der sich für diese Variante entschieden hatte. Somit stehe ich mit meiner Meinung nun alleine auf weiter Flur, aber ich denke schon dass ich hier nicht unter plötzlicher temporärer Geschmacksverirrung gelitten habe. Aber zum Glück sind solche kleinen Ausrutscher ja die absolute Ausnahme – ich bin sicher dass ich beim nächsten Mal dass ich mich für die Asiatische Küche entscheide wieder absolut zufrieden sein werde. 😉

Mein Abschlußurteil:
Ko Lo Gai: +
Reis: ++

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2 Kommentare to “Ko Lo Gai [09.07.2012]”

  1. Chu Chi Pla – Gebackener Fisch süß-sauer [25.07.2012] | Subnetmask meinte am 25.07.2012 um 18:59 Uhr :

    […] Mal war die süß-saure Sauce im Vergleich zum letzten Mal deutlich besser gelungen, die süße und die saure Komponente waren gut aufeinander […]


  2. Schweinefleisch süß-sauer [24.09.2012] | Subnetmask meinte am 24.09.2012 um 19:29 Uhr :

    […] Mal so – nachdem es zwischendurch mal eine Verbesserung gab hatte ich bereits Anfang Juli bemerken müssen, dass sich die Qualität verschlechtert hatte. Ich vermute mal dass man hier im […]


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