Archive for November, 2012

Stromausfall in München

Thursday, November 15th, 2012

Auch mich hat der heutige Stromausfall in München kalt erwischt. Zum Glück war ich schon im Bad fertig, so dass ich nicht mit nassen Haaren oder halbrasiert durch die Wohnung laufen musste. Zuerst dacht ich natürlich an ein lokales, nur auf meine Wohnung bezogenes Problem und prüfte sofort den Sicherungskasten, aber nachdem dort alles in Ordnung war und auch im Treppenhaus kein Licht ging war schnell klar, dass hier ein etwas flächendeckenderes Problem vorlag. Nicht mal die Telefonnummer der Störungsstelle des SWM konnte ich über das Mobiltelefon herausfinden, da ich zwar Mobilfunknetz, aber entweder die Webseite der Münchner Stadtwerke oder aber das ganze mobile Internet nicht ging. Ich war schon kurz davor die Auskunft anzurufen, als der Strom plötzlich wieder da war – bei mir sogar schon ca. 7:08 Uhr und nicht erst 7:30 Uhr wie in anderen Teilen der Stadt. Zum Glück ist nichts passiert und die halbe bis dreiviertel Stunde dürfte auch dem Tiefkühlgut nicht geschadet haben. Solche ein Vorkommnis führen einem aber dennoch mal wieder mal deutlich vor Augen wie Abhängig man von der Elektrizität ist und wird den Händlern von Notstromaggregaten hier in der Gegend bestimmt gute Geschäfte in den nächsten Tagen bescheren, soviel steht fest – auch wenn ich mich an solchen Panikkäufen mit Sicherheit nicht beteiligen werde. 😉

Karibischer Barsch mit kreolischem Bohnenreis [14.11.2012]

Wednesday, November 14th, 2012

Auch der heutige Mittwoch sollte, wie üblich wieder mein traditioneller Fisch- & Meeresfrüchte-Tag werden. Leider fand sich dafür aber auf der Karte der Asia-Thai-Theke weder mit Feng shi Tzau Min – Glasnudeln mit Gemüse in Curry Sauce noch mit San Sei Chop Suey – Verschiedene Fleischsorten mit Gemüse in Spezial Sauce etwas passendes. Zum Glück bot die regulär-westliche Küche aber neben einem Hähnchen Cordon bleu mit Zitronenecke und Pommes Frites und einer Portion Spaghetti Carbonara mit Parmesan heute auch ein Barschfilet auf kribische Art aus dem Cajundunst mit kreolischem Bohnenreis in der Sektion Vitality an. Somit war mein Fisch-Mittwoch glücklicherweise gerettet. Und bei 502kcal pro Portion meinte ich auch, mir noch einen kleinen Becher Aprikosenquark von der Desserttheke gönnen zu können.

Karibisches Barschfilet mit kreolischem Bohnenreis / Caribbean perch filet with bean rice

Im Vergleich zu früheren Darreichungen dieses Gerichtes zum Beispiel hier, hier, hier, hier oder hier hatte man die heutige Portion sogar noch etwas aufgewertet, denn statt des normalen Reis mit Kidneybohnen hatte man dieses Mal mit Fruchtstücken versehenen Tomatenreis und sogar etwas mehr Kidneybohnen als Sättigungsbeilage beigelegt. Dazu gab es eine würzige Gemüsemischung aus Paprika, Zwiebeln, Stangensellerie und geschälten Tomaten und schließlich ein zartes und saftiges, angenehm großes Stück mit einer Paprika-Würzmischung bestrichenen Barschfilet, das sich natürlich als vollkommen grätenfrei erwies. Und auch an dem mit zahlreichen Fruchtstücken versehenen, nur leicht gesüßten Aprikosenquark gab es keinerlei Grund zur Kritik. Insgesamt sehr schmackhaft, ich war mit meiner Wahl auch heute sehr zufrieden.
Sah man sich heute im Gastraum um, sah man schnell dass mit uneinholbar riesigem Vorsprung vor allen anderen Gerichten das Cordon bleu mit Pommes frites heute den ersten Platz auf der Allgemeinen Beliebtheitsskala belegte. Um Platz zwei lieferten sich die Spaghetti Carbonara und die Asia-Gerichte ein enges Kopf-an-Kopf-Rennen, das meiner Meinung nach die Nudeln mit knappen Vorsprung für sich entscheiden konnte. Auf einem guten, aber dennoch vierten Platz folgte schließlich das karibische Barschfilet. Wieder einmal zeigte sich, das Fisch nicht jedermanns bzw. jederfraus Geschmack ist – was ich natürlich schade finde, aber auch leider nicht ändern kann. 😉

Mein Abschlußurteil:
Barschfilet: ++
Karibisches Gemüse: ++
Tomaten-Bohnenreis: ++
Aprikosenquark: ++

Hirschgulasch mit Maronen [13.11.2012]

Tuesday, November 13th, 2012

Einen Moment überlegte ich heute zwar, an der Asia-Thai-Theke zuzugreifen, wo neben Asiatischen Gemüse, herzhaft gebraten mit Thaicurry und Kokosmilchsauce auch Pla Sam Rod – Gebackener Fisch mit frischem Gemüse in Spezialsauce angeboten wurde, aber ich sollte noch etwas besseres entdecken. Der Abgebräunte Leberkäs mit Bratkartoffeln und Spiegelei, der als Globetrotter-Gericht hier auf der Speisekarte stand, erschien dabei zwar verlockend, war mir aber eindeutig zu kalorienlastig. Besser klang da schon das Risotto mit Austernpilzen und Ruccola, das bei Vitality angeboten wurde – aber zwei mal Pilze wollte ich dann auch nicht. So fiel meine Wahl schließlich auf den traditionell-regionalen Hirschgulasch mit Maronen und Kräuterspätzle, den ich mir noch mit einem Schälchen Erbsen, Möhren und Spargelspitzen von der Gemüsetheke ergänzte.

Hirschgulasch mit Maronen und Kräuterspätzle

Von Kräutern konnte ich, abgesehen von dem als Garnitur verwendeten Schnittlauch, zwar an den Spätzle bzw. Knöpfle nichts entdecken, aber das sollte den Genuss glücklicherweise nicht schmälern. Dazu kam eine reichhaltige Portion aus recht groß geschnittenen, aber dafür angenehm fettarmen Hirschfleischstücken und leider nur sehr wenigen Maronen, sprich Esskastanien, die aber dennoch der dunklen, würzigen Gulaschsauce einen schmackhaftes, leichtes Kastanienaroma gab. Ich vermute mal dass ich einfach nur Pech gehabt hatte als die Kelle meine Portion aus der Servierschale holte und ich daher nur fünf bis sechs kleine Stückchen Maronen in meinem Gulasch fand. Gemeinsam mit der würzigen Portion Gemüse aus Erbsen, Pariser Möhren und kleinen Spargelspitzen ergab alles in Summe ein meine Meinung nach sehr ausgewogenes und leckeres Mittagsgericht, mit dem ich überaus zufrieden sein konnte.
Sah ich mich heute an den anderen Tischen um, erkannte ich schnell dass der abgebräunte Leberkäse mit klar erkennbaren Vorsprung das heute am häufigsten gewählte Gericht war und somit den ersten Platz auf der Allgemeinen Beliebtheitsskala ergatterte. Ihm dicht auf den Fersen war aber auch schon der Hirschgulasch auf Platz zwei, womit die Asia-Gerichte heute nur den dritten Platz ergattern konnten, womit das vegetarische Risotto mit Austernpilzen, wie für solche Gerichte üblich, auf den vierten Platz lancierte. Bei einer solchen Angebotskombination war wohl auch nichts anderes zu erwarten gewesen.

Mein Abschlußurteil:
Hirschgulasch: ++
Spätzle: ++
Gemüsemix: ++

Gnocchi mit Austernpilzen, Egerlingen & Spinat [12.11.2012]

Monday, November 12th, 2012

Während die Asia-Thai-Theke am heutigen Montag mit Gerichten wie Poh Piard Thord – Knusprige Frühlingsröllchen und Gai Pad Bai Krapao – Gebratene Putenstreifen mit Chili, frischem Gemüse und frischem Thai-Basilikum lockte, standen in der regulären Küche neben Gnocchi mit Austernpilzen, Egerlingen, Spinat und feinem Walnussöl und Canneloni mit Fleischfüllung und Tomatensauce gratiniert auch bei Tradition der Region eine Bratwurstschnecke mit Rahmgemüse und Kartoffelpüree und als Sonderangebot ein Hähnchenschenkel mit Rahmgemüse und Kartoffelpüree auf der Speisekarte. Einen Moment liebäugelte ich mit der Bratwurstschnecke, rief mir dann aber in Erinnerung dass das Kartoffelpüree hier ja in der Regel ziemlich dünnflüssig ist und somit schwenkte ich dann doch auf das vegetarische Gnocchi-Gericht um, das mit seinen 539kcal noch einigermaßen leicht erschien.

Gnocchi mit Austernpilzen, Egerlingen, Spinat und feinem Walnussöl

Unter einer mit einer größeren Menge Parmesan garnierten Mischung aus kleingeschnittenen Austernpilzen und kleinen Egerlingen (auch als Champignons bekannt) und mit leckerem Walnussöl und Zwiebeln angemachten Blattspinat fand sich wie üblich eine mehr als ausreichend große Portion Gnocchis, die das Gericht als Sättigungsbeilage komplettierten. Ein einfaches, aber überaus schmackhaftes Gericht, bei dem ich zu keinen Moment bereute mich dafür entschieden zu haben – zumal es auch ohne Nachtisch mehr als genügend lang sättigte.
Der Gros der anderen Gäste hatte sich heute aber dann doch für die Bratwurstschnecke mit Rahmgemüse und Kartoffelpüree entschieden, womit ich diesem Gericht den heutigen Platz eins auf der Allgemeinen Beliebtheitsskala zubilligen würde. Eng gefolgt wurden diese von den ebenfalls sehr beliebten Cannelloni mit Fleischfüllung auf Platz zwei, dann den Asia-Gerichten auf Platz drei, der Hähnchenkeule auf Platz vier und den vegetarischen Gnocchi schließlich auf einem guten, aber dennoch fünften Platz. Das entsprach auch der Platzierung die bei einem solchen Angebot zu erwarten gewesen war, daher brauche ich dem wohl nichts mehr hinzuzufügen. 😉

Mein Abschlußurteil:
Gnocchi: ++
Austernpilze, Egerlinge & Blattspinat in Walnussöl: ++

Rührei mit Artischockenherzen & Kirschtomaten – das Rezept

Sunday, November 11th, 2012

Nach der gestrigen Schlemmerei mit dem Hähnchen wollte ich heute etwas einfacher und leichter halten, daher entschied ich mich für ein vegetarisches Rezept mit Artischockenherzen, Kirschtomaten und Schafskäse. Gleich einleitend muss ich aber erwähnen, dass ich damit eigentlich ein Omelett bzw. einen Tortilla anfertigen wollte, dieser mir aber leider beim Wenden zerbröselt ist. Da sich das Rezept aber alleine wegen seiner Zusammenstellung als sehr lecker erwies, habe ich mich von diesem kleinen Malheur nicht entmutigen lassen und einfach den Titel des Beitrages an das Ergebnis angepasst. 😉

Was braucht man für 2 Portionen?

1 Dose Artischockenherzen (220g Abtropfgewicht)
01 - Zutat Artischockenherzen / Ingredient artichoke hearts

100g Kirschtomaten
02 - Zutat Kirschtomaten / Ingredient cherry tomatoes

4 Hühnereier
03 - Zutat Eier / Ingredient eggs

1 Zwiebel
04 - Zutat Zwiebel / Ingredient onion

1-2 Zehen Knoblauch
05 - Zutat Knoblauch / Ingredient garlic

1/2 Bund Petersilie
06 - Zutat Petersilie / Ingredient parsley

75g Schafskäse (gerne auch mehr)
07 - Zutat Schafskäse / Ingredient feta

1/2 – 3/4 EL Tomatenmark
08 - Zutat Tomatenmark / Ingredient tomato puree

6 EL fettarme Milch (1,5% Fett)
09 - Zutat Milch / Ingredient milk

1 EL Olivenöl
10 - Zutat Olivenöl / Ingredient olive oil

sowie etwas Salz & Pfeffer zum würzen

Beginnen wir nun damit, die Artischockenherzen in ein Sieb zu gießen und gut abtropfen zu lassen.
11 - Artischocken abtropfen lassen / Drain artichoke hearts

Während diese abtropfen schälen wir die Zwiebel und Würfeln sie fein
12 - Zwiebel würfeln / Dice onion

und schälen das Knoblauch und zerkleinern es ebenfalls gut.
13 - Knoblauch zerkleinern / Mince garlic

In der Zwischenzeit müssten unsere Artischocken dann soweit abgetropft sein, dass wir sie halbieren können.
14 - Artischoken halbieren / Halve artichokes

Dann waschen wir noch die Tomaten
15 - Tomaten waschen / Clean tomatoes

und halbieren sie ebenfalls.
16 - Tomaten halbieren / Divide tomatoes in half

Außerdem waschen wir die Petersilie, schütteln sie trocken,
17 - Petersilie waschen / Wash parsley

zupfen die Blättchen vom Stil
18 - Blättchen abzupfen / Pick leaflets

und zerkleinern diese dann gründlich.
19 - Petersilie zerkleinern / Grind parsley

Anschließend schlagen wir die Eier in ein passendes Behältnis auf,
20 - Eier aufschlagen / Open eggs

fügen sechs Esslöffel Milch hinzu
21 - Milch addieren / Add milk

und würzen alles gut mit Salz und Pfeffer
22 - Mit Salz & Pfeffer würzen / Taste with salt & pepper

um es dann gut zu verrühren
23 - Gut verrühren / Mix well

und dabei noch 2/3 der Petersilie sowie das Tomatenmark unterheben.
24 - Petersilie und Tomatenmark unterheben / Fold in parsley & tomato puree

Jetzt erhitzen wir den Esslöffel Öl in einer beschichteten Pfanne und dünsten darin Zwiebeln und Knoblauch an.
25 - Zwiebeln & Knoblauch anschwitzen / Braise onion & garlic lightly

Ist beides gut angedünstet, geben wir die halbierten Artischockenherzen hinzu und lassen sie für einige Minuten mit anbraten,
26 - Artischocken anbraten / Fry artichokes lightly

gefolgt von den Tomaten, die ebenfalls ein bis zwei Minuten angedünstet werden.
27 - Tomaten dazu geben / Add tomatoes

Schließlich schalten wir die Platte etwas herunter und gießen unsere Ei-Mischung mit in die Pfanne
28 - Eimischung dazu gießen / Add egg mix

wo wir sie sechs bis acht Minuten stocken lassen sollten.
29 - Stocken lassen / Let cease

Eigentlich wollte ich danach das ganze Omelett auf einen Teller gleiten lassen und von dort umgedreht wieder auf die Pfanne bugsieren, um so auch die andere Seite anzubraten. Doch wie einleitend erwähnt ist mir meine Variante an dieser Stelle zerbröselt, womit aus dem Omelett ein Rührei wurde – aber vielleicht hat der eine oder andere an dieser Stelle ja mehr Glück.
30 - Auf Teller gleiten lassen / Put on dish

Nach dem wenden braten wir auch die andere Seite für vier bis fünf Minuten auf leicht reduzierter Stufe an.
31 - Andere Seite anbraten / Fry other side

In der Zwischenzeit können wir auch unseren Schafskäse würfeln
32 - Schafskäse schneiden / Cut feta

und ihn noch in der Pfanne auf dem Gericht zu verteilen
33 - Schafskäse aufstreuen / Add feta

wo er etwas anschmelzen kann.
34 - anschmelzen lassen / melt cheese lightly

Anschließend brauchen wir das Gericht nur noch mit der restlichen Petersilie garniern und servieren.
35 - Rührei mit Artischockenherzen & Kirschtomaten / Eggs with artichoke heart & cherry tomatoes - Serviert

Auch wenn das Gericht als vollständiges Omelett visuell mit Sicherheit mehr hergegeben hätte, brauchte es sich was den Geschmack anging absolut nicht zu verstecken. Die Kombination aus knackigen angebratenen Artischockenherzen, fruchtigen Kirschtomaten, würziger Eimasse und der Garnitur aus leicht salzigem Schafskäse erwies sich als überaus gelungen und lecker. Dabei zeigte sich, das die Zugabe von Tomatenmark der Eimasse ein ebenfalls leicht fruchtiges Aroma verpasste, das wunderbar mit den anderen Zutaten harmonierte. Ich war mit dem Ergebnis auf jeden Fall sehr zufrieden.

36 - Rührei mit Artischockenherzen & Kirschtomaten / Eggs with artichoke heart & cherry tomatoes - CloseUp

Und auch was die Nährwerte angeht, kann sich dieses Gericht sehen lassen. Meiner Berechnung nach kommt die Zubereitung auf 630kcal, bei zwei Portionen kommen wir also auf gerade mal 315kcal pro Portion. Dabei war es aber trotzdem angenehm sättigend wie ich feststellen durfte. Somit kann ich trotz des kleinen Unglücks beim Wenden auch mit dem Ergebnis heutigen Kochexperiments wieder durchaus zufrieden und das Rezept vorbehaltlos weiterempfehlen.

Guten Appetit

Hähnchen mit Polentafüllung an Paprika-Kartoffelspalten – das Rezept

Saturday, November 10th, 2012

Ich habe ja schon viel verschiedene Gerichte mit Geflügel gekocht und dabei vor allem Hähnchenbrust und Schenkel verwendet, aber noch nie hatte ich mich daran gewagt ein ganzes Tier zu verarbeiten. Daher hatte ich mir für diesen Samstag in den Kopf gesetzt, dieses Versäumnis nun endlich zu korrigieren. Meine Wahl fiel dabei auf ein Rezept für ein mit Polenta und Mais gefülltes Hähnchen, das ich mit einigen in Paprika und Knoblauch gewendete Backofenkartoffeln zum heutigen Gericht ergänzte. Und auch wenn sich Aufwand als etwas größer erwies, war das Ergebnis die Mühe auf jeden Fall wert gewesen. Daher möchte ich es natürlich nicht versäumen, das Rezept in üblicher Form hier einmal kurz vorzustellen.

Was brauchen wir also für ein Gericht (ca. 3-4 Portionen)?

1 Hähnchen (küchenfertig – 1 bis 1,2kg)
01 - Zutat Hähnchen / Ingredient chicken

Für das Hähnchen und die Füllung

100g Polenta
02 - Zutat Polenta / Ingredient polenta

1 mittelgroße Zwiebel
03 - Zutat Zwiebel / Ingredient onion

1 Dose Mais (300g Füllgewicht)
04 - Zutat Mais / Ingredient corn

1/2 Bund Petersilie
05 - Zutat Petersilie / Ingredient parsley

250ml Gemüsebrühe
06 - Zutat Gemüsebrühe / Ingredient vegetable stock

1 Hühnerei (Größe S)
07 - Zutat Ei / Ingredient egg

1 EL Rapsöl (oder ein anderes neutrales Pflanzenöl)
08 - Zutat Rapsöl / Ingredient rapeseed oil

1 TL Speisestärke
10 - Zutat Speisestärke / Ingredient starch

2 EL Kochsahne (fettreduziert)
09 - Zutat Kochsahne / Ingredient cooking cream

etwas naturtrüben Apfelsaft
11 - Zutat Apfelsaft / Ingredient apple juice

sowie Salz, Pfeffer und edelsüßes Paprika zum würzen

Für die Kartoffelspalten

750g festkochende Kartoffeln (größere Exemplare)
12 - Zutat Kartoffeln / Ingredient potatoes

3 Zehen Knoblauch
13 - Zutat Knoblauch / Ingredient garlic

1 EL Paprikapulver – edelsüß
14 - Zutat Paprikapulver edelsüß / Ingredient paprika

2 EL Olivenöl
15 - Zutat Olivenöl / Ingredient olive oil

sowie Salz und Pfeffer zum würzen

Beginnen wir also damit, die Füllung für das Hähnchen vorzubereiten. Dazu schälen wir die Zwiebel und zerkleinern sie – wahlweise mit dem Messer oder einer Küchemaschine.
16 - Zwiebel zerkleinern / Grind onion

Dann erhitzen wir den Esslöffel Rapsöl in einem kleinen Topf
17 - Rapsöl erhitzen / Heat up oil

und dünsten die zerkleinerte Zwiebel darin kräftig an.
18 - Zwiebel anschwitzen / Braise onions lightly

Dann gießen wir die Gemüsebrühe hinzu
19 - Gemüsebrühe hinzu gießen / Add vegetable stock

und lassen sie kurz aufkochen
20 - Aufkochen lassen / Bring to a boil

um dann nach und nach unter ständigen rühren die Polenta einzustreuen.
21 - Polenta einrühren / Stir in polenta

Das ganze lassen wir dann auf reduzierter Stufe bei regelmäßigen umrühren etwa acht bis neun Minuten vor sich hin köcheln
22 - Köcheln lassen / Simmer

wobei wir es gleich ein wenig mit Pfeffer und Salz abschmecken.
23 - Mit Salz & Pfeffer würzen / Taste with salt & pepper

Während die Polenta vor sich hin köchelt, waschen wir die Petersilie
24 - Petersilie waschen / Clean parsley

zupfen die Blättchen von den Stilen
25 - Blättchen abzupfen / Pick leaves

und zerkleinern diese dann.
26 - Petersilie zerkleinern / Grind parsley

Am Ende des Garprozesses rühren wir schließlich die Petersilie in die Polenta und nehmen den Topf von der Platte, um ihn etwas abkühlen zu lassen.
27 - Petersilie einrühren / Fold in parsley

Während die Polenta abkühlt, lassen wir den Mais abtropfen
30 - Mais abtropfen lassen / Drain corn

und schälen wir die Kartoffeln
28 - Kartoffeln schälen / Peel potatoes

um sie sie dann in etwa 2-3 Zentimeter große Stücke zu schneiden.
29 - Kartoffeln zerkleinern / Cut potatoes

Ist die Temperatur der Polenta dann etwas herunter gegangen, fügen wir den Mais hinzu
31- Mais addieren / Add corn

und rühren das Hühnerei unter.
32 - Ei unterrühren / Mix in egg

Dann ist es an der Zeit, den Backofen auf 200 Grad vorzuheizen und beginnen. Anschließend waschen wir das Hähnchen von innen und außen gründlich ab, trocknen es mit Küchentüchern
33 - Hähnchen gründlich waschen / Wash chicken thorougly

und reiben es dann von sowohl von außen als auch von Innen mit Salz und Paprikapulver ein.
34 - Mit Salz & Paprikapulver einreiben / Rub with salt and paprika

Anschließend verschließen wir die Halsöffnung mit einem Zahnstocher,
35 - Hals mit Zahnstocher verschließen / Seal throat with toothpick

geben die Polenta in einen Einweg-Spritzbeutel
36 - Spritzbeutel befüllen / Fill piping bag

und befüllen dann das Innere unseres Hähnchens mit soviel Polenta wie möglich. Den Rest stellen wir bei Seite.
37 - Hähnchen füllen / Stuff chicken

Dann verschließen wir auch die untere Öffnung des Hähnchens mit einigen Zahnstochern
38 - Mit Zahnstochern verschließen / Seal with toothpicks

und binden die Schenkel mit etwas Küchengarn zusammen.
39 - Schenkel zusammen binden / Tie legs

Ist das erledigt, geben wir das Hähnchen mit der Brust nach unten in eine passende Auflaufform und gießen 220ml Wasser hinzu
39 - Wasser hinzu gießen / Add water

und schieben die Form dann auf der untersten Schiene in unseren vorgeheizten Backofen.
40 - In Backofen schieben / Put in oven

Während das Hähnchen für 30 Minuten im Ofen backt, können wir uns weiter um die Sättigungsbeilage kümmern. Dazu schälen wir die Knoblauchzehen und zerkleinern sie sehr fein
41 - Knoblauch zerkleinern / Mince garlic

und geben den Knoblauch dann mit den Kartoffeln und zwei Esslöffeln Olivenöl in eine Schüssel
42 - Knoblauch & Öl zu Kartoffeln geben / Add garlic and oil to potatoes

würzen alles mit dem Esslöffel Paprikapulver sowie Salz und Pfeffer
43 - Mit Pfeffer, Salz & Paprika würzen / Taste with salt, pepper & paprika

und vermischen alles gründlich miteinander damit alles gut mit Öl und Gewürzen bedeckt wird.
44 - Gut vermengen / Mix well

Die so vorbereiteten Kartoffelstücke verteilen wir dann auf einem mit Backpapier ausgelegtes Backblech.
45 - Auf Backblech verteilen / Spread on baking tray

Nach 30 Minuten im Ofen entnehmen wir die Auflaufform mit dem Hähnchen
46 - Hähnchen aus dem Ofen entnehmen / Take chicken from oven

und bepinseln es gründlich mit dem Apfelsaft
47 - Mit Apfelsaft bestreichen / Brush with apple juice

wobei wir es wenden und auf den Rücken drehen. Gegebenenfalls können wir auf dieser Seite jetzt noch etwas Paprikapulver uns Salz hinzu geben.
48 - Hähnchen wenden / Flip chicken over

Dann reduzieren wir die Temperatur unseres Backofens auf 180 Grad und geben das Hähnchen zurück hinein
49 - Zurück in den Ofen / Back to oven

um dann das Blech mit den Kartoffelstücken auf die mittlere Schiene ebenfalls in den Ofen zu schieben und für weitere 30 Minuten zu backen.
50 - Kartoffelblech einschieben / Add baking tray with potatoes

Die verbliebene Polenta geben wir nun in eine kleine Auflaufform
51 - Rest Polenta in Auflaufform geben / Put remaining polenta to casserole

und schieben sie 10 Minuten nach dem Hähnchen ebenfalls in den Ofen, um sie für mindestens 20 bis 25 Minuten mit zu garen.
52 - Polenta mit backen / Bake polenta

Sind die 30 Minuten verstrichen, entnehmen wir die Auflaufform mit dem Hähnchen erneut, betten das Tier auf ein Stück Alufolie um,
53 - Hähnchen in Alufolie legen / Put chicken in tin foil

Formen eine kleine Schale um die Flüssigkeit des Hähnchens aufzufangen und legen es dann, nachdem wir etwas Platz geschaffen haben, auf das Blech mit den Kartoffelstückchen.
54 - Hähnchen auf Blech geben / Add chicken to tray

Den Bratensud aus der Auflaufform füllen wir dann in eine kleine Pfanne oder einen Topf um und erhitzen ihn.
55 - Bratensud erhitzen / Heat up brew

Außerdem vermengen wir die Speisestärke mit drei Esslöffeln lauwarmen Wassers – dadurch verhindern wir die Bildung von Klümpchen –
56 - Speisestärke verrühren / Stir starch

und rühren dann zuerst die beiden Esslöffel Kochsahne
57 - Sahne hinzufügen / Add cream

sowie die aufgelöste Speisestärke mit in den Sud ein.
58 - Stärke beigeben / Add starch

Das Ganze lassen wir dann einige Minuten vor sich hin köcheln
59 - köcheln lassen / simmer

und schmecken es dabei noch einmal mit Salz und Pfeffer ab.
60 - Mit Pfeffer & Salz abschmecken

Schließlich können wir das Backblech mit dem Hähnchen und den Kartoffelspalten entnehmen, die Zahnstocher und das Küchengarn vorsichtig entfernen
61 - Backblech entnehmen / Remove baking tray

und unser Hähnchen servieren.
62 - Hähnchen mit Polentafüllung an Paprika-Kartoffelspalten / Chicken stuffed with polenta on paprika potato wedges - serviert

63 - Hähnchen mit Polentafüllung an Paprika-Kartoffelspalten / Chicken stuffed with polenta on paprika potato wedges - serviert - CloseUp

Nun brauchen wir das Tier nur noch zu tranchieren und es mit den Kartoffelspalten, ein wenig Polentafüllung sowie etwas der aus dem Bratensud hergestellten Sauce in Portionen aufteilen.
64 - Hähnchen mit Polentafüllung an Paprika-Kartoffelspalten / Chicken stuffed with polenta on paprika potato wedges - Portion serviert

Ich hatte mich für ein Stückchen Hähnchenbrust und einen der eher kleinen Schenkel entschieden, die sich beide als angenehm zart und saftig sowie sehr gut gewürzt erwiesen. In Kombination mit der überaus leckeren Bratensauce, den knusprigen Kartoffelspalten und der würzigen Polentafüllung ergab sich ein überaus gelungenes und schmackhaftes Gericht, das den etwas größeren Aufwand bei seiner Zubereitung mehr als wert gewesen war.

65 - Hähnchen mit Polentafüllung an Paprika-Kartoffelspalten / Chicken stuffed with polenta on paprika potato wedges - Portion-CloseUp

Bei der Berechnung der Nährwerte tat ich mir heute etwas schwer, denn ich konnte nicht genau bestimmen wie viel des Hähnchens aus Fleisch und wie viel Knochen waren. Daher lasse ich diesen Punkt heute mal außen vor, möchte aber anmerken dass ich durch den nur sparsamen Einsatz von Öl sowohl bei den Kartoffelspalten als auch bei dem Hähnchen sicher bin, dass die Kalorien absolut im akzeptablen Rahmen für ein Hauptgericht bewegten. Somit bleibt mir nichts weiteres zu sagen, als noch einmal meine ausdrückliche Empfehlung für dieses leckere Rezept auszusprechen – es lohnt sich wirklich. 😉

Guten Appetit

Gai Pad Praw Wan [09.11.2012]

Friday, November 9th, 2012

Wie ich befürchtet hatte, gab es am heutigen Freitag kein weiteres Gericht aus der südamerikanischen Küche. Die reguläre Küche bot mit einer Hähnchenbrust auf bunten Wokgemüse, dazu Wildreismix bei Vitality und Lachwürfel in Dill-Sahnesauce und Pasta bei Globetrotter aber zwei interessante Angebote – einzig der traditionell-regionale Apfelstrudel mit Vanillesauce als Süßspeise erschien mir als Hauptmahlzeit nicht besonders geeignet. Dennoch entschied ich mich dazu, den heutigen Freitag dazu zu nutzen, auch der asiatischen Küche meinen Respekt zu zollen. Die Gebackene Ananas und Banane waren auch hier nicht geeignet, aber das Gai Pad Praw Wan – Knuspriges gebackenes Hähnchenfilet mit frischem Gemüse in süss-saurer Sauce und die Gebackene Ente mit verschiedenen Gemüse in Koriandersauce schienen mit gute Alternativen zu sein. Leider war der Wok mit dem Entengericht so gut wie leer und die Fleischstücke von den vorherigen Gästen fast komplett herausgelesen, daher griff ich einfach zu dem süß-sauren Hähnchengericht, das ich mir mit einer Schale Reis zu meinem heutigen Mittagsgericht kombinierte.

Gai Pad Praw Wan

Wie sich nach den ersten Bissen bereits herausstellte, war die süß-saure Sauce heute nicht wirklich süß-sauer, sondern irgend etwas anderes das ich nicht genau definieren konnte – was sie aber nicht schlechter machte. Gemeinsam mit den zahlreichen, in dünner Panade gebackenen Hähnchenfiletstücken und dem Mix aus verschiedensten gebratenen Gemüsen wie Auberginen, Zucchini, Kohl, Lauch, Blumenkohl, Broccoli, Paprika und Möhren ergab sich auch mit der nicht ganz der eigentlichen Beschreibung entsprechenden Sauce ein überaus leckeres Gericht. Somit bin ich geneigt, trotz der enttäuschten Erwartungshaltung auch heute volle Punktzahl zu geben.
Sah man sich auf den Tabletts der anderen Gäste um, so sah man schnell dass die Hähnchenbrust auf Wokgemüse heute mit knappen Vorsprung vor den Lachswürfeln in Dill-Sahnesauce den ersten Platz der Allgemeinen Beliebtheitsskala belegte. Fisch ist eben nicht jedermanns Sache. Auf einem guten dritten Platz folgten schließlich die Asia-Gerichte und der süße Apfelstrufel auf Platz vier.

Mein Abschlußurteil:
Gai Pad Praw Wan: ++
Reis: ++

Lomo Salteado con choclo [08.11.2012]

Thursday, November 8th, 2012

Auch zum heutigen Donnerstag stand mit, als aus der Küche Ecuadors stammend, ein Lomo Salteado con choclo – Rindfleischstreifen mit Tomaten-Zwiebelgemüse, Maiskolben und Wedges im Bereich Globetrotter wieder ein überaus verlockend klingendes Gericht auf der Karte, das ich nicht versäumen wollte. Damit kamen der Pikante Bohnengulasch bei Vitality, das Zusatzangebot in Form eines Schnitzel “Wiener Art” mit Kartoffelsalat oder die Allgäuer Käsespätzle mit Röstzwiebeln bei Tradition der Region heute ebenso wenig für mich in Frage wie die Asiatischen Gerichte in Form eines Gebratenen Curry-Gemüses nach Thai-Art oder eines Gaeng Dang Nua – Gebratenes Rindfleisch mit frischem Paprika, Zucchini und Bambussprossen in scharfem roten Curry. Zu dem ecuadorianischen Gericht gesellte sich schließlich noch ein Becherchen Limetten-Mousse von der Dessert-Theke auf mein Tablett.

Lomo Salteado con choclo

Das kleine Stück wohl gekochten Maiskolbens erwies sich schon mal als ganz lecker, auch wenn es sich mit Messer und Gabel schwer verzehren ließ – aber nahm man die Hände zur Hilfe funktionierte es recht gut. Dazu gab es eine meiner Meinung nach etwas klein, aber gerade noch ausreichend große Portion Rindergeschnetzeltes in einer fruchtig-scharfen Sauce, in der sich außer den angekündigten Tomaten und Zwiebeln auch einige Streifen Paprika fanden. Bis auf die etwas schärfere Würze entdeckte ich aber keinen besonders erwähnenswerten Unterschied zu einem regulären Rindergeschnetzelten – was nicht bedeuten soll das es schlecht schmeckte, aber ich hatte mir etwas mehr erwartet. Da ich meine wahrscheinlich übersteigerten Erwartungen natürlich schlecht in die Note einfließen lassen kann, gibt es natürlich keinerlei Punktabzug. Und auch die knusprigen, noch sehr heißen Kartoffelspalten bzw. Wedges gaben keinerlei Grund zur Kritik. Gemeinsam mit dem süßlich-sauren Limetten-Mousse ergab alles somit ein durchaus schmackhaftes und durchaus gelungenes Mittagsmahl.
Und auch bei den anderen Kantinengästen lagen die ecuadorianischen Rindfleischstreifen heute am höchsten in der Gunst und belegten somit den ersten Platz auf der Allgemeinen Beliebtheitsskala. Ihr folgten die Asia-Gerichte auf Platz zwei, aber eng gefolgt vom auch heute sehr populären Schnitzels auf Platz drei, den Käsespätzle auf Platz vier und dem vegetarischen Bohnengulasch auf einem guten fünften Platz. Damit scheint aber die nur drei Tage währende, südamerikanische Woche scheinbar schon vorüber – morgen habe ich nichts in dieser Richtung mehr auf der Karte entdecken können. Aber das muss noch nichts heißen – ich lass mich einfach mal überraschen. 😉

Mein Abschlußurteil:
Rindfleischstreifen mit Tomaten-Zwiebelgemüse: ++
Maiskolben: ++
Kartoffel-Wedges: ++
Limetten-Mousse: ++