Archive for July 31st, 2013

Kurztest Sonnen-Bassermann Meine Currywurst

Wednesday, July 31st, 2013

Vor kurzem entdeckte ich mal wieder ein neues Fertiggericht, das es mir wert erschien zumindest mal getestet zu werden und die Liste meiner bisher getesteten Currywurst-Fertiggerichte (hier eine Übersicht) zu erweitern. Die Rede ist von Meine Currywurst der Firma Sonnen-Bassermann. Das Produkt wird in den Varianten normal und scharf angeboten, der Preis für beide Varianten liegt bei stolzen 2,99 Euro für je 400g. Ich entschied mich die scharfe Variante, als ich das Produkt in einem Münchner Tengelmann erwarb. Das Produkt stammt dabei nicht wie sonst üblich aus dem Kühlregal, sondern wird im normal gelagerten Sortiment bei den Konserven verkauft.

01 - Sonnen-Bassermann Meine Currywurst - Dose oben

02 - Sonnen-Bassermann Meine Currywurst - Dose Seite

Zwar erscheint der Inhalt mit 400g deutlich umfangreicher als bei anderen Fertig-Currywürsten, die in der Regel mit 220g pro Portion aufwarten, sieht man jedoch genauer hin, erkennt man schnell dass die Einwaage der eigentlich Wurst bei der Zubereitung von Sonnen-Bassermann mit 150g nur wenig höher ist als z.B. Meica Curry King 100% Geflügel, Hardy’s Curry Wurst oder Iss was – Curry Max, wo die Einwaage bei 120g angesiedelt ist. Bei der Redlefsen Curry-Bratwurst liegt sie wiederum nur bei 100g auf jeweils 220g Gesamtinhalt. Somit haben wir also bei Meine Currywurst von Sonnen-Bassermann ein Verhältnis von 2,7 zu 1 von Currysauce zu Wursteinlage, während ein deutlich geringeres Verhältnis von 1,8 zu 1 eher üblich ist.
Als Inhaltsstoffe werden Bockwurst (37%), Tomatenmark, Wasser, Zucker, modifizierte Maisstärke, Brantweinessig, Apfelsaftkonzentrat, Speisesalz, Gewürze, Verdickungsmittel (Guarkernmehl), Bockshornklee und Farbstoff (Paprikaextrakt) vom Hersteller angegeben.
Der Deckel lässt sich dank des angebrachten Rings einfach und ohne zusätzliche Hilfsmittel öffnen .

03 - Dose geöffnet

Für die Zubereitung stehen dem Konsumenten nun laut Packungsbeschreibung zwei Wege zur Verfügung. Der eine führt durch erhitzen im Kochtopf zum Ziel – eine genaue Zeitangabe fehlte hier – der andere umfasst das umfüllen in ein mikrowellengeeignetes Gefäß und das Erhitzen über 4-5 Minuten bei 600 Watt in der Mikrowelle. Ein erhitzen im mitgelieferten Gefäß wie bei den anderen Currywurst-Zubereitungen scheint nicht vorgesehen. Ich entschied mich, wie bei den anderen Gerichten auch, für die Mikrowelle.
Nachdem der Inhalt in einen Teller umgefüllt war, vollzog ich eine Kontrolle des Gesamtgewichts und wurde dabei sogar positiv überrascht, denn es schienen tatsächlich 2 Gramm mehr in der Dose zu sein als auf der Verpackung angegeben.

04 - Gewicht

Anschließend kam das ganze abgedeckt in die Mikrowelle, wo ich es für 4 Minuten und 30 Sekunden erhitzte, wobei ich es zwei Mal zwischendurch etwas umrührte. Dabei sei darauf hingewiesen, dass man beim abnehmen der Abdeckung vorsichtig sein sollte, da der Wasserdampf der sich darunter sammelt eine starke Hitze entwickelt, die im schlimmsten Fall zu leichten Verbrühungen führen könnte.

05 - Erhitzen

Nach dem Erhitzen haben wir schließlich eine Art heiße Currywurst-Suppe, der man doch etwas ansah, dass das Verhältnis von Sauce zu Fleisch ein wenig ungünstiger ausgelegt war als bei anderen Zubereitungen dieser Art. Ein zusätzliches Currypulver sucht man leider vergebens.

06 - Sonnen-Bassermann Meine Currywurst - Fertig erhitzt

Ich ließ es mir jedoch nicht nehmen, etwas Curry aus meinem Gewürzschrank hinzuzufügen und noch ein Stück Toast mit Butter als Sättigungsbeilage beizulegen, bevor ich das Gericht dann endgültig verzehrte.

07 - Sonnen-Bassermann Meine Currywurst - serviert

Die Sauce selbst, ohne das zugegebene Curry betrachtet, erwies sich zwar als angenehm dickflüssig und einigermaßen würzig, aber nicht als sonderlich scharf. Geschmacklich war es in Ordnung, riss mich aber auch nicht sonderlich vom Hocker. Die zugebene Bockwurst wiederum fand ich etwas zu lasch geraten. Hier hätte etwas mehr Eigengeschmack seitens der Würste mit Sicherheit noch gut getan. Mit dem zusätzlichen Currypulver und dem Stück Toast war es mir aber gelungen, ein akzeptables Gericht zu kreieren.
Werfen wir wie üblich nun noch einen Blick auf die Nährwerte (lt. Hersteller):

Nährwerte für: 100g 400g
(Portion)
Brennwert: 806kj
194kcal
3223 kj
774 kcal
Eiweiß: 5g 20,2g
Kohlehydrate:
davon Zucker:
13,0g
11g
52,0g
44,0g
Fett:
(davon ges. Fetts.)
13,4g
5,5g
53,5g
22,0g
Ballaststoffe: 0,5 2,0g
Kochsalz: 0,97 3,86g

Mit 774kcal, die von mir zusätzlich verwendeten Zutaten nicht eingerechnet, also auch kein sonderlich leichter Genuss – was man bei Currywurst natürlich im Allgemeinen auch nicht erwarten würde. Aber ob 44 Gramm Zucker, das entspricht ca. 14,67 Stückchen Würfelzucker á 3g in einer Currywurst-Zubereitung unbedingt notwendig sind, sei mal so dahin gestellt. Und auch die Menge von 22 Gramm gesättigter Fettsäuren, was 110% des empfohlenen Tagesbedarfs entspricht, erscheint mir nicht unbedingt notwendig.
In der Summe gesehen konnte mich (als erfahrenen Tester von Fertig-Currywurst Zubereitungen) das Produkt von Sonnen-Bassermann nicht überzeugen. Weder das Verhältnis von Fleisch zu Sauce noch die Nährwerte sowie das fehlen von sonst üblichen Zugaben wie Currypulver waren dazu angetan, mir das Produkt besonders schmackhaft zu machen. Es mag vielleicht eine Zielgruppe geben, für die dieses Produkt geeignet ist, aber ich gehöre mit Sicherheit nicht dazu. Durchaus genießbar, aber noch klar verbesserungswürdig. Sollte sich der Hersteller dazu hinreißen lassen, die Rezeptur noch einmal zu verändern, bin ich aber gerne bereit das Ganze erneut einem Test zu unterziehen.

Meine Wertung: 1_5 MG

Frischkäse-Kartoffeltaschen & Ratatouille [31.07.2013]

Wednesday, July 31st, 2013

Zwar stand wie für Mittwoch üblich auch heute mit dem Seelachsfilet im Pfirsich-Ingwer-Sud mit Kugel von Jasmin Duftreis ein Fischgericht auf der Speisekarte, aber das gleiche Gericht war gerade einmal vorletzte Woche auch schon angeboten worden, daher entschied ich mich heute mal Ausnahmsweise gegen das Vitality-Gericht. Die Asia-Thai-Angebote wie Nasi Goreng – Gebratener Gorengreis mit verschiedenen Gemüsesorten oder das Gaeng Ped Mus – Schweinefleisch gebraten mit verschiedenen Gemüsesorten in Kokosmilchsauce erschienen mir im ersten Moment eine überaus akzeptable Alternative, während mir das Gyros vom Schwein mit Tzatziki, frischen Zwiebeln und Pommes Frites bei Globetrotter nach der Schlemmerei vor allem am Wochenende etwas zu kalorienlastig erschien. Dann aber entdeckte ich die Kartoffeltaschen mit Frischkäse gefüllt, dazu Ratatouille und Papriksauce, welche heute bei Tradition der Region angeboten wurde. Und da ich schon lange keine mehr gehabt habe – meine letzte Portion Kartoffeltaschen hier hatte ich im Dezember 2011 auf dem Tablett – fiel meine Wahl schließlich auf dieses Gericht. Außerdem griff ich noch zu einem kleinen Becher Pfirsich-Quark aus dem heutigen Dessert-Angebot.

Kartoffeltaschen mit Frischkäsefüllung auf Ratatouillegemüse / Potato pockets stuffed with cream cheese on ratatouille

Die heißen und knusprigen Kartoffeltaschen mit ihrer cremigen Füllung aus Kräuter-Frischkäse erwiesen sich schon mal als sehr gute Wahl. Und dazu passte geschmacklich sehr gut das Ratatouille-Gemüse aus Stücken von Paprika, Zwiebel, Zucchini, Aubergine und Tomaten in einer fruchtigen, mit zahlreichen Kräutern versehenen Paprikasauce. Ein zwar fleischloses, aber überaus sättigendes Gericht, an dem es aus meiner Sicht nichts auszusetzen gab. Die Kartoffeltaschen selbst waren zwar mit ziemlicher Sicherheit TK-Fertigware, aber das änderte nichts am leckeren Geschmack. Und auch der mit reichlich Fruchtstücken versehene, nur leicht gesüßte Pfirsichquark gab es nichts auszusetzen. Ich war insgesamt sehr zufrieden mit meiner Wahl.
Als ich dann meine Blicke durch den Gastraum schweifen ließ, erkannte ich schnell dass – ganz wie es zu erwarten war – natürlich das Gyros mit Pommes mit klarem Vorsprung den heutigen Platz eins auf der Allgemeinen Beliebheitsskala belegte. Auf Platz zwei folgten aber, wiederum ganz unerwartet, die Kartoffeltaschen, die ich meinte noch etwas häufiger zu sehen als die Asia-Gerichte auf Platz drei und ganz knapp dahinter der Seelachs im Pfirsich-Ingwer-Sud auf Platz vier. Hinzu kamen noch einige selbst zusammengestellte Salatschüsseln, die ich aber wie üblich nicht weiter in die Gesamtplatzierung einfließen lasse.

Meine Abschlußwertung:
Kartoffeltaschen mit Frischkäsefüllung: ++
Ratatouille-Gemüse: ++
Pfirsichquark: ++