Archive for November, 2013

Kartoffel-Gemüsepfanne mit Fisch & Meeresfrüchten auf südfranzösische Art [13.11.2013]

Wednesday, November 13th, 2013

Wie üblich war es mein Bestreben auch an diesem Mittwoch, wieder bevorzugt bei den Fisch und/oder Meeresfrüchten zuzuschlagen. Leider las ich auf der Speisekarte in der Sektion Vitality von der Kartoffel-Gemüsepfanne mit Fisch und Meeresfrüchten auf südfranzösische Art, an die ich nicht nur gute Erinnerungen hatte. Kurze Zeit überlegte ich noch, auf den Rahmspinat mit Rührei und Salzkartoffeln bei Globetrotter oder die Asia-Gerichte wie die Bami Goreng – Gebratene Nudeln mit verschiedenem Gemüse in Currysauce oder das Gaeng Pad Gai – Hühnerfleisch gebraten mit verschiedenem Gemüse in Kokosmilchsauce auszuweichen. Das 1/2 Grillhändle mit Pommes Frites (Stand so mit ä in der Karte, gemeint war ein halbes Hähnchen) bei Traditon der Region schloss ich aufgrund der zu hohen Kalorienwerte aus. Dann aber gab ich mir einen Ruck und entschied mich letztlich doch für die südfranzösische Gemüsepfanne mit Fisch und Meeresfrüchten – vielleicht hatte ich ja Glück. Dazu wählte ich noch einen kleinen Becher Blutorangen-Mousse aus dem heutigen Dessert-Angebot.

Kartoffel-Gemüsepfanne mit Fisch & Meeresfrüchten auf südfranzösische Art / Potato vegetable fry with fish & seafood - southern french style

Die Zusammenstellung war dieses Mal wieder die Version wie ich sie von hier oder hier bereits kannte, die Variante die man hier schon mal vorgestellt hatte, scheint sich leider nicht durchgesetzt zu haben – eine Tatsache die ich sehr bedauere, da mir diese sehr gut gefallen hatte. Dafür hatte man dieses Mal das Gericht aber mit klein gewürfeltem Gemüse aus Möhren, Zucchini und wohl Kohlrabi aufgewertet. Außerdem fanden sich neben zahlreichen braun gebackenen, aber leider nicht knusprigen Kartoffelspalten auch größere Fische von hellem, gewürfelten Fisch – ich tippe mal auf Seelachs – sowie eine bunte Mischung aus verschiedenen kleinen Meeresfrüchten wie Krabben, Tintenfische und Muscheln. Gewürzt mit einer Mischung aus verschiedenen Kräutern wie Thymian, Rosmarin, Oregano und Majoran ergab sich so ein mehr als nur genießbares, wenn auch nicht ganz perfektes Hauptgericht. Ob es allerdings wirklich nur die beschriebenen 389kcal erreichte, bezweifle ich aufgrund der Kartoffelspalten etwas – den kleinen Becher luftig-lockeren Blutorangen-Mousses ließ ich mir dennoch schmecken. 😉
Wie nicht anders zu erwarten, lag heute natürlich die das halbe Hähnchen mit Pommes Frites mit einem riesigen Vorsprung vor allen anderen Gerichten auf Platz eins der Allgemeinen Beliebtheitsskala. Danach kam lange nichts, bevor sich schließlich der Rahmspinat mit Rührei und Kartoffeln mit knappen Vorsprung vor den Asia-Gerichten auf Platz zwei folgte und die Speisen von der Wok-Theke somit auf Platz drei verwies. Die französische Fisch-Gemüsepfanne folgte mit knapp dahinter auf dem vierten Platz.

Mein Abschlußurteil:
Kartoffel-Gemüsepfanne mit Fisch & Meeresfrüchten: ++
Blutorangen-Mousse: ++

Kürbis-Gemüseeintopf [12.11.2013]

Tuesday, November 12th, 2013

Neben den wirklich verlockend aussehenden Spaghetti Bolognese mit Parmesan bei Globetrotter fanden sich heute gleich zwei Eintöpfe auf der Speisekarte unseres Betriebsrestaurants: Zum einen ein Gratinierter Kürbis-Gemüseeintopf bei Vitality und zum anderen ein Erbseneintopf mit Kartoffelwürfel, Wiener Würstchen und Bauernbrot bei Tradition der Region. Außerdem wurden noch Kalon Tzau Min – Gebratene Chinanudeln mit Eiern und Gemüse nach Canton Art sowie Patrt Pad Prug – Fisch gebraten mit verschiedenem Gemüse in scharfer Basilikumsauce an der Asia-Thai-Theke angeboten. Kurz überlegte ich zwar, beim asiatischen Fischgericht zuzugreifen, dann jedoch schwenkte ich doch auf den mit 416kcal angenehm leichten Kürbis-Gemüseeintopf, dessen Gratinierung aus einem mit Käse überbackenen Stück Baguette bestand. Dazu gesellte sich noch ein kleiner Becher Birnenquark aus dem heutigen Dessert-Angebot.

Kürbis-Gemüseeintopf / Pumpkin vegetable stew

Nach der Enttäuschung mit der Gnocchipfanne von gestern erwies sich dieser Eintopf als wirklicher Lichtblick. Neben gewürfeltem Hokkaidokürbis und kleinen Salzkartoffeln fanden sich in der mit einigen Kräutern und sehr würzig geratenen Flüssigkeit auch Mais, Paprika in grün und rot sowie wohl auch etwas Knollensellerie. Auch ohne Fleisch ein sehr leckeres Gericht. Einzig das recht hart gebackene Scheibchen Baguette mit Käse ließ etwas zu wünschen übrig. Dafür war aber der kleine Becher mit zahlreichen Fruchtstückchen versehene und mit einem Stück Orange und einer Scheibe Kiwi garnierte Birnenquark wieder voll nach meinem Geschmack. Ich war heute endlich mal wieder vollends zufrieden.
Beim Rennen um den ersten Platz auf der Allgemeinen Beliebtheitsskala konnten sich heute, ganz wie erwartet, die Spaghetti Bolognese mit deutlichem Vorsprung vor allen anderen Gerichten behaupten. Am zweitliebsten war zu den Asia-Gerichten gegriffen worden, gefolgt vom Erbseneintopf mit Wiener Würstchen auf Platz drei. Auf einem guten, aber vierten Platz kam schließlich – wie meist üblich – das vegetarische Gericht in Form des Kürbis-Gemüseeintopfs.

Mein Abschlußurteil:
Kürbis-Gemüseeintopf: ++
Gratiniertes Baguette: +/-
Birnenquark: ++

Gnocchipfanne mit Kohl [11.11.2013]

Monday, November 11th, 2013

Mein erster Gedanke war es heute zwar gewesen, an der Asia-Thai-Theke zuzuschlagen, wo Gerichte wie Poh Piard Thord – Knusprige Frühlingsröllchen und Gung Pao Ngao – Rindfleisch gebraten mit Chili, Knoblauch, Morcheln Bambus und Gemüse lockten. Denn die 6 Stück Nürnberger Rostbratwürstchen mit Sauerkraut, Röstzwiebeln, Bratensauce und Kartoffelpüree bei Tradition der Region erschienen mir nach dem Schlemmerei am Wochenende etwas zu deftig und die Spinat-Ricottatortellini mit Gorgonzolasauce bei Globetrotter erschien mir auch nicht so das richtige. Dann aber entschied ich mich doch dazu, der vegetarischen Gnocchipfanne mit Kohl bei Vitality eine Chance zu geben. Dazu nahm ich mir noch ein paar Speckbohnen aus dem Gemüseangebot und einen kleinen Becher Englische Mintcreme mit Beerensauce aus dem Dessert-Angebot.

Gnocchipfanne mit Kohl

Ich muss zu meiner Verteidigung sagen, dass die am Eingang ausgestellte Portion deutlich besser ausgesehen hatte als das, was man mir serviert hatte. Denn das heutige Hauptgericht erwies sich als kleine Katastrophe: Die Gnocchi waren teilweise angebrannt und den Kohl und die kleinen Möhrenwürfeln musste man zwischen den recht trockenen Gnocchi wirklich suchen. Zu allem Überfluss hatte man das Gericht auch noch mit einer nicht zu verachtenden Portion Parmesan garniert, die alles noch trockner machte. Wirklich gut dass ich mir noch die Bohnen mit Speck dazu genommen hatte – auch wenn diese nicht mehr ganz heiß waren – denn alleine hätte ich das Gericht kaum runter bekommen. Und auch der Becher Mintcreme mit dem Beerensauce ließ heute deutlich zu wünschen übrig, denn er war viel zu süß und zu flüssig geraten. Ich war heute wirklich sehr enttäuscht, etwas das wirklich selten passiert. Da wäre ich mit einem Asia-Gericht eindeutig besser bedient gewesen.
Sah man sich bei den anderen Gästen um, erkannte man sofort dass die Nürnberger Rostbratwürste mit riesigem Vorsprung vor allen anderen Angeboten Platz eins auf der heutigen Allgemeinen Beliebtheitsskala belegten. Auf Platz zwei folgten die Asia-Gerichte, den dritten Platz belegten die Spinat-Ricottatortellini und den vierten und hinteren Platz belegten (heute verdienterweise) schließlich die Gnocchipfanne mit Kohl.

Mein Abschlußurteil:
Gnocchipfanne mit Kohl: –
Grüne Bohnen: +
Mintcreme: +/-

Köttbullar – Schwedische Hackbällchen in Pilz-Sahnesauce – das Rezept

Saturday, November 9th, 2013

Nachdem ich in letzter Zeit bereits zwei Mal Fertiggerichte mit dem schwedischen Nationalgericht Köttbullar verzehrt hatte, war es heute nun endlich mal an der Zeit, mich selbst an diesem Gericht zu versuchen. Wie ich bei meiner anschließenden Recherche feststellte, gibt es auch hier unzählige Varianten und viele davon werden natürlich als “Original Schwedisch” bezeichnet. Ich habe daher einfach mal verschiedene Aspekte kombiniert und so mein eigenes Rezept kreiert, das ich hier nun mit diesem Beitrag vorstellen möchte. Zum Köttbullar gibt es wie in Schweden üblich Preiselbeergelee, einzig bei der Sättigungsbeilage habe ich mich anstatt für das traditionelle Kartoffelpüree für Backofen-Kroketten entschieden, die ebenfalls wunderbar dazu passen.

Was brauchen wir also für 3-4 Portionen?

Für die Fleischbällchen

1 mittlere Zwiebel
01 - Zutat Zwiebel / Ingredient onion

125ml Milch
02 - Zutat Milch / Ingredient milk

4 EL Semmelbrösel
03 - Zutat Semmelbrösel / Ingredient breadcrumbs

1 EL Kartoffelmehl
04 - Zutat Kartoffelmehl / Ingredient potato flour

500g Hackfleisch halb & halb (Alterntiv: Rinderhack oder noch besser Elch-Hackfleisch)
05 - Zutat Hackfleisch / Ingredient ground meat

1 kleines Hühnerei
06 - Zutat Hühnerei / Ingredient chicken egg

3-4 Stiele Petersilie
08 - Zutat Petersilie / Ingredient parsley

sowie Butter oder Butterschmalz zum braten
und Salz, Pfeffer und Muskatnuss zum würzen

Für die Sauce

350g frische Champignons
07 - Zutat Champignons / Ingredient mushrooms

200ml Sahne
09 - Zutat Sahne / Ingredient cream

200ml Milch
10 - Zutat Milch / Ingredient milk

1 EL Weizenmehl
11 - Zutat Mehl / Ingredient flour

sowie ebenfalls Salz, Pfeffer und Muskatnuss zum würzen
und evtl. etwas Saucenbinder

Außerdem benötigen wir:
einige Preisebeeren im Glas
12 - Zutat Preiselbeeren / Ingredient cowberries

eine Sättigungsbeilage nach Wahl, z.B. Kartoffelpüree, Kroketten oder Salzkartoffeln

Beginnen wir nun mit der Zubereitung. Dazu geben wir die 125ml Milch in eine kleine Schüssel
13 - Milch in Schüssel geben / Pour milk in bowl

fügen die vier Esslöffel Semmelbrösel
14 - Semmelbrösel addieren / Add breadcrumbs

sowie den Esslöffel Kartoffelmehl hinzu
15 - Kartoffelmehl hinzufügen / Add potato flour

und verrühren alles gut miteinander, um es dann für mindestens 10 Minuten quellen zu lassen.
16 - Gut verrühren / Mix well

In der Zwischenzeit schälen wir die Zwiebel, würfeln sie möglichst fein
17 - Zwiebel würfeln / Dice onion

und erhitzen dann etwas Butterschmalz in einer Pfanne
18 - Butterschmalz zerlassen / Melt butter oil

und dünsten die gewürfelte Zwiebel darin glasig an
19 - Zwiebeln andünsten / Braise onions lightly

um sie anschließend bei Seite zu stellen und etwas abkühlen zu lassen.
20 - Abkühlen lassen / Cool down

Dann waschen wir die Petersilie, schütteln sie trocken
21 - Petersilie waschen / Wash parsley

und zupfen die Blätter von den Stielen, um sie möglichst fein zu zerkleinern.
22 - Petersilie zerkleinern / Mince parsley

Außerdem reinigen wir unsere Champignons,
23 - Champignons waschen / Clean mushrooms

kürzen die Stielenden, vierteln oder achteln sie – je nach Größe –
24 - Pilze zerkleinern / Quarter mushrooms

und braten sie schließlich für für einige Minuten in einer Pfanne an. Dann stellen wir auch sie bei Seite.
25 - Pilze anbraten / Braise mushrooms

Nun ist es an der Zeit, die Fleischbällchen anzufertigen. Dazu geben wir das Hackfleisch in eine Schüssel und geben die inzwischen dickflüssig gewordene Mischung aus Milch, Kartoffelmehl und Semmelbröseln hinzu.
26 - Hackfleisch und Milch-Mix in Schüssel geben / Put ground meat and milk-mix in bowl

Außerdem schlagen wir das Hühnerei auf und geben seinen Inhalt hinzu,
27 - Ei hinzufügen / Add egg

addieren die angedünsteten Zwiebeln,
28 - Zwiebel addieren / Add onions

streuen die gehackte Petersilie ein
29 - Petersilie beifügen / Add parsley

und vermengen alles dann gründlich miteinander
30 - Gut vermengen / Mix well

wobei wir es mit Salz, Pfeffer und Muskatnuss würzen.
31 - Hackfleisch würzen / Season ground meat

Aus der so angefertigten Masse formen wir dann mit angefeuchteten Händen Fleischbällchen mit 2 bis 3cm Durchmesser.
32 - Fleischbällchen formen / Make meatballs

In einer Pfanne – ich nahm eine mit höherem Rand, damit das Fett nicht zu sehr spritzte – zerlassen wir wiederum etwas Butterschmalz
33 - Butterschmalz zerlassen / Melt butter oil

und geben die Fleischbällchen hinein
34 - Hackbällchen hinzufügen / Add meatballs

um sie auf leicht erhöhter Stufe rundherum anzubraten.
35 - Rundherum anbraten / Fry

Die Zeit während die Fleischbällchens braten können wir den Ofen vorheizen und die Kroketten in den Ofen schieben.
42 - Kroketten in den Ofen schieben / Put croquetts in oven

Sind sie gut durchgebraten, entnehmen wir die Fleischbällchen und stellen sie bei Seite, wobei wir sie mit Alufolie abdecken und warm halten.
36 - Fleischbällchen bei Seite stellen & warm halten / Remove meatballs & keep warm

Den verbliebenen Bratsatz bestäuben wir mit einem Esslöffel Weizenmehl
37 - Bratsatz mit Mehl bestäuben / Dredge pan drippings with flour

und löschen dann alles mit der Milch
38 - Mit Milch ablöschen / Deglaze with milk

und der Sahne ab. Mit dem Kochlöffel versuchen wir nun den Bratsatz etwas vom Boden zu lösen.
39 - Sahne hinzufügen / Add cream

Anschließend geben wir die angebratenen Champignons hinzu
40 - Pilze addieren / Add mushrooms

und schmecken die Sauce mit Salz, Pfeffer und Muskatnuss ab.
41 - Sauce würzen / Season sauce

Dann können wir auch die Fleischbällchen zur Sauce in die Pfanne geben und wieder richtig heiß werden lassen.
43 - Hackbällchen hinzufügen / Add meatballs

Nach einigen Minuten probieren wir unsere Kreation
44 - Sauce probieren / Try

und schmecken es gegebenenfalls noch einmal mit den Gewürzen ab.
45 - Mit Gewürzen abschmecken / Season

Abschließend lassen wir die Sauce auf leicht verminderter Stufe auf die gewünschte Konsistenz reduzieren.
46 - Sauce reduzieren lassen / Reduce sauce

Sobald die Kroketten fertig gebacken sind, können wir das Gericht gemeinsam mit den Preiselbeeren servieren und genießen.
47 - Köttbullar - Schwedische Hackbällchen in Pilz-Sahnesauce - serviert / Swedish meatballs in mushroom cream sauce - Served

Wohl durch die Mischung aus Milch, Kartoffelmehl und Semmelbrösel waren die Fleischbällchen angenehm locker und “fluffig” geworden, so wie es sein sollte. Dazu passte wunderbar die angenehm cremig-würzige Sauce mit ihren zahlreichen Champignons, die durch das vorherige anbraten angenehm bissfest geblieben waren. Gemeinsam mit den außen knusprigen und innen weichen Kroketten und den Preiselbeer-Kompott ergab sich so ein überaus gelungenes Gericht, das ich vorbehaltlos weiter empfehlen kann.

48 - Köttbullar - Schwedische Hackbällchen in Pilz-Sahnesauce - Seitenansicht / Swedish meatballs in mushroom cream sauce - Side view

49 - Köttbullar - Schwedische Hackbällchen in Pilz-Sahnesauce - Querschnitt / Swedish meatballs in mushroom cream sauce - Lateral cut

Ich hätte das Gericht ja gerne mal mit Original Elch-Hackfleisch ausprobiert, aber leider ist so etwas selbst in einer Großstadt wie München so gut wie gar nicht zu bekommen. Aber auch mit dem Faschierten aus halb Schwein und halb Rind konnte ich letztlich sehr zufrieden sein. Dabei hatte ich die Sauce noch mit etwa einem Esslöffel Saucenbinder etwas dickflüssiger gemacht, da ich die Sauce so dünnflüssig mag – aber das muss jeder selbst für sich entscheiden. Ich hoffe aber, mit diesem Rezept dennoch möglichst nah an das schwedische Original heran gekommen zu sein – mit jedenfalls hat es sehr gut geschmeckt.

Guten Appetit

Calamari mit Remoulade & Country Potatoes [08.11.2013]

Friday, November 8th, 2013

Heute fand sich mal keine Süßspeise wie es sonst an Freitagen üblich ist auf der Speisekarte der regulär-westlichen Küche, viel mehr hatte man bei Tradition der Region einen Rindergulasch mit Butternudeln im Angebot. Außerdem fanden sich Gebackene Calamari mit Zitronenecke, Remoulade und Country Potatoes bei Globetrotter, ein Griechischer Gemüsetopf mit Oliven und Schafskäse bei Vitality und als Zusatzangebot Schweinebraten in Dunkelbiersauce mit Krautsalat und Semmelknödeln auf dem Speiseplan. Hinzu kamen Gebackene Ananas und Banane sowie San Sei Chop Suey – Verschiedene Fleischsorten mit Gemüse in Spezial-Sauce und ein Gericht mit gebackenem Fisch an der Asia-Thai-Theke. Zuerst überlegte ich natürlich, beim Gemüsetopf zuzuschlagen, der mit 489kcal einen wirklich leichten Genuss versprach. Aber nach kurzem Abwägen musste ich feststellen, dass es mal wieder an der Zeit war, ein wenig Tintenfisch zu verzehren. Daher fiel die endgültige Entscheidung schließlich auf die Calamari mit Country Potatoes. Dazu gesellte sich noch eine Schale Obstsalat aus dem heutigen Dessert-Angebot.

Calamari mit Remoulade & Country Potatoes

Eine wirklich gute Wahl, wie ich nach dem ersten Bissen feststellen durfte. In einer knusprigen Hülle fanden sich angenehm zarte Ringe leckeren Tintenfisch-Fleisches, die als Country Potatoes bezeichneten Kartoffelspalten waren, gut gewürzt, außen knusprig und innen schön weich und auch an der Remoulade, in der ich meinte kleinste Gemüsestücke erkennen zu können, gab es geschmacklich ebenfalls absolut nichts auszusetzen. Garniert mit dem Saft der beiden Zitronenecken ergab sich so ein überaus gelungenes Hauptgericht, an dem einzig die Tatsache dass höchstwahrscheinlich sowohl die Kartoffelecken als auch die Calamari in der Fritteuse zubereitet worden waren den Genuss etwas schmälerte, denn leichte Kost war das Ganze somit keinesfalls. Aber zumindest konnte ich so auch mit dem Obstsalat aus zwei verschiedenen Apfelsorten, Birne, Melone, Ananas, halbierten Weintrauben und Papaya meine heutige Kalorienbilanz nicht noch mehr in den Keller ziehen. 😉
Und auch die anderen Gäste sprachen zu großen Teilen heute den gebackenen Tintenfischringen, auch Calamari genannt, zu, womit ich diesem Gericht ohne Zweifel Platz eins auf der Allgemeinen Beliebtheitsskala zubilligen kann. Auf Platz zwei folgte, zugegebener maßen etwas unerwartet, der Rindergulasch mit Butternudeln, den ich meinte noch etwas häufiger auf den Tabletts sehen zu können als die ebenfalls gern gewählten Asia-Gerichte, die somit den dritten Platz ergattern konnten. Platz vier belegte der Braten mit Semmelknödeln (die heute übrigens ein wenig wie Frikadellen aussahen) und der vegetarische griechische Gemüsetopf folgte schließlich auf Platz fünf.

Mein Abschlußurteil:
Calamari: ++
Remoulade: ++
Country Potatoes: ++
Obstsalat: ++

Gaeng Pad Kai – Pute in Kokosmilchsauce [07.11.2013]

Thursday, November 7th, 2013

Während mich der Abgebräunte Leberkäs mit Spiegelei und Bratkartoffeln bei Tradition der Region und das Rinderhacksteak “Mexiko” mit Gemüsesalsa und Reis bei Globetrotter heute nicht sonderlich ansprachen hätte, ich mich vielleicht noch für die Hähnchenbrust aus dem Ofen mit Schmorgemüse und Kartoffeln nach “Provenzialischer Art” bei Vitality erweichen können. Aber nach kurzem überlegen entschied ich mich dazu, heute endlich mal wieder der Asia-Thai-Theke eine Chance zu geben, wo sich neben dem Ko Lo Han Zai – Herzhaftes Chinagemüse in süß-saurer Sauce nach Shanghai-Art heute mit Gaeng Pad Kai – Putenfleisch gebraten mit verschiedenem Gemüse in Kokosmilchsauce auch gleich das richtige fand. Dazu noch eine Schale Reis und fertig war mein heutiges Mittagsgericht.

Gaeng Pad Gai

Wie das geübte Auge erkennen kann, ist auch diese Woche weiterhin die weibliche Köchin an der Woktheke am Werk, was bedeutete dass man die anderen Komponenten auch dieses Mal nicht in einer dominanten Sauce “ertränkte”, sondern ihnen durch schonendes anbraten geschmacklich genügend Raum gab, ebenfalls zur Geltung zu kommen. Und bei den meisten Komponenten wie Möhren, Paprika, Weißkohl, Broccoli und Zucchini war das auch gut gelunge, nur bei dem recht großzügig hinzugefügten Lauch fanden sich einige Stücke, die noch ein paar Minuten im Wok gebraucht hätten. Die zahlreichen, recht grob geschnittenen Putenfleisch-Stücke, den denen sich teilweise noch etwas Haut befand, waren größtenteils angenehm zart geraten – allerdings fanden sich an einigen Stücken auch glibbrige Fettstellen, was den Genuss ein wenig trübte. Gemeinsam mit der leicht scharfen Kokosmilchsauce und dem klebrigen Reis ergab sich zwar insgesamt ein relativ gelungenes Gericht, aber volle Punktzahl kann ich hier heute leider nicht geben.
Auf der Allgemeinen Beliebtheitsskala sicherte sich heute mit einem klar erkennbaren Vorsprung der Leberkäse den ersten Platz. Auf dem zweiten Platz folgte das Rinderhacksteak “Mexiko”, und um Platz drei lieferten sich die Asia-Gerichte und die Ofen-Hähnchenbrust ein recht enges Kopf-an-Kopf-Rennen, welches die Asia-Gerichte meiner Meinung nach schließlich für sich entscheiden konnten und das provenzialische Geflügelgericht auf einen guten vierten Platz verwiesen.

Mein Abschlußurteil:
Gaeng Pad Kai: +
Reis: ++

Seelachfilet in Zitronensauce mit Mandelbroccoli [06.11.2013]

Wednesday, November 6th, 2013

Natürlich wollte ich auch am heutigen Mittwoch nicht auf Fisch oder Meeresfrüchte verzichten, auch wenn mir diese Wahl heute schwer gemacht wurde. Denn zum einen wurde mit Chili con Carne mit Mais, Kidney Bohnen, Sauerrahm und Baguette bei Globetrotter eines meiner Lieblingsgerichte angeboten und auch die Falafel im Fladenbrot mit Kräuterdip und Salat bei Vitality mein Interesse weckten. Aber auch die Asia-Thai-Angebote wie der Nasi Goreng – Gebratener Gorengreis mit verschiedenen Gemüsesorten und das Gaeng Ped Mua – Schweinefleisch gebraten mit verschiedenen Gemüsesorten in Kokosmilchsauce klangen nicht übel. Dennoch griff ich schließlich zum Gebratenen Seelachsfilet mit Reis und Mandelbroccoli, dazu Zitronensauce, welches heute in der Sektion Tradition der Region auf der Speisekarte stand. Dazu gesellte sich noch ein Becherchen frischer Obstsalat aus dem heutigen Dessert-Angebot. Dabei sei noch erwähnt, das meinen Aufzeichnungen nach sowohl die Falafel aus auch der Seelachs mit Zitronensauce heute das allererste Mal in unserem Betriebsrestaurant angeboten wurde.

Seelachfilet in Zitronensauce mit Mandelbroccoli / Coalfish filet in lemon sauce with almond broccoli

Das mit Haut gebratene und gewürzte Stück zarten, grätenfreies Seelachsfilet erwies sich schon einmal als gute Wahl und die cremige und leicht fruchtige Zitronensauce passte geschmacklich auch wunderbar dazu, ebenso wie der locker-körnige Reis als Sättigungsbeilage. Einzig vom Broccoli wurde ich etwas enttäuscht, denn die Röschen waren als einzige Komponente bereits fast kalt, während viele der Mandelblättchen verbrannt wirkten. Hier muss leider Punkte abziehen. Der kleine Becher Obstsalat aus kleinen Weintrauben und Stücken von Apfel, Birne, Melone, Mango und Mandarine entschädigte mich aber glücklicherweise wieder für diese kleine Fauxpas mit dem Gemüse.
Bei den anderen Gästen lag heute das Chili con Carne am höchsten in der Gunst und erlangte mit kleinem, aber klar erkennbaren Vorsprung Platz eins auf der Beliebtheitsskala. Um Platz zwei lieferten sich schließlich das Seelachsfilet in Zitronensauce und die Asia-Gerichte einen enges Kopf-an-Kopf-Rennen, welches meiner Meinung nach die Asia-Gerichte für sich entscheiden konnte und das Fischgericht auf den dritten Platz verwies. Auf einem sehr guten vierten Platz folgten schließlich die Falafel im Fladenbrot.

Mein Abschlußurteil:
Seelachsfilet: ++
Zitronensauce: ++
Broccoli: +/-
Reis: ++
Obstsalat: ++

Kichererbsencurry mit Curryreis [05.11.2013]

Tuesday, November 5th, 2013

Heute stand mal wieder eines meiner Lieblingsgerichte auf der Speisekarte: Das Kichererbsencurry mit Basmatireis wurde mal wieder im Bereich Vitality angeboten. Somit stand sehr schnell fest, welches Gericht heute mein Tablett zieren würde. Zumal weder das Asiatische Gemüse herzhaft gebraten mit Thaicurry in Kokosmilchsauce und der für Dienstag typische Pla Pad Ped – Gebackenes Fischfilet mit Chili-Bratgemüse an der Asia-Thai-Theke noch das Putensteak “Jäger-Art” mit Kräuterspätzle bei Tradition oder das Gratinierte Cannelloni mit Fleischfüllung und Tomatensauce bei Globetrotter mich heute besonders reizten. Entgegen der ursprünglichen Auszeichnung hatte man den Basmatireis zwar durch gelben Curryreis ersetzt, doch auch das sollte meine Entscheidung nicht beeinflussen. Und bei einem Hauptgericht mit gerade mal 416kcal schien ich auch noch den kleinen Becher Heidelbeerjoghurt aus dem heutigen Dessert-Angebot verantworten zu können.

Kichererbsencurry mit Curryreis / Chickpea curry with curry rice

Wie sich nach den ersten Bissen herausstellte, hatte man den Reis tatsächlich um mit einer Curry-Mischung und nicht nur mit Kurkuma gelb gefärbt, wodurch er einen deutlichen Eigengeschmack mitbrachte. Dieser harmonierte aber glücklicherweise einigermaßen mit dem Aroma des Kichererbsencurry, das neben den Kichererbsen auch Stücke von Möhren, einige Bambusstreifen und weitere, sehr klein geschnittene und daher nicht näher definierbare Gemüsesorten enthielt. Dennoch veränderte diese unerwartete Kombination das geschmackliche Gesamterlebnis, zum Glück aber nicht zum negativen. Dennoch hätte ich weißem Basmati-Reis, hätte ich die Wahl gehabt, den Vorzug gegeben – von einem Punktabzug sehe ich aber mal ab. Am angenehm fruchtigen Heidelbeerjoghurt gab es aber nichts zu mäkeln.
Bei der Allgemeinheit der heutigen Esser lag meiner Ansicht nach heute das Putensteak “Jäger-Art” auf Platz eins der Allgemeinen Beliebtheitsskala, konnte sich aber nur knapp gegen die ebenfalls sehr beliebten Cannelloni durchsetzen, die somit den zweiten Platz eroberten. Auf Platz drei folgten die Asia-Gerichte und auf einem guten vierten Platz kam schließlich das Kichererbsencurry.

Mein Abschlußurteil:
Kichererbsencurry: ++
Curryreis: ++
Heidelbeerjoghurt: ++