Indisches Chicken Korma – das Rezept

Unter dem Begriff Korma versteht man ein Gericht aus der Küche Süd- und Zentralasiens, das dort traditionell mit Sahne, Kokos sowie Nuss- und Samenpasten sowie Joghurt zubereitet wird. An einem solchen Gericht wollte ich mich heute mal versuchen, allerdings verzichtete ich auf den Joghurt, da ich befürchtete dass er flocken würde. Dafür nahm ich ihn hinterher, um das Gericht damit zu garnieren. Das Ergebnis war trotz dieser kleiner Abweichung ein Gericht, das es absolut wert erscheint, hier einmal kurz in der gewohnten Form vorgestellt zu werden.

Was benötigen wir also für 3-4 Portionen?

1 große Zwiebel
01 - Zutat Zwiebel / Ingredient onion

3 Knoblauchzehen
02 - Zutat Knoblauch / Ingredient garlic

4 Nelken
03 - Zutat Nelken / Ingredient cloves

4 Kardamom-Kapseln
04 - Zutat Kardamom-Kapseln / Ingredient cardamom capsules

550-600g Hähnchenbrust
05 - Zutat Hähnchenbrust / Ingredient chicken breasts

1-2 Chilischoten
06 - Zutat Chili / Ingredient chili

1 Stück frischer Ingwer (20-25g)
07 - Zutat frischer Ingwer / Ingredient fresh ginger

1 1/2 Teelöffel Kreuzkümmel
08 - Zutat Kreuzkümmel / Ingredient cumin

1 Teelöffel Koriander
09 - Zutat Koriander / Ingredient coriander

1/2 Teelöffel Kurkuma
10 - Zutat Kurkuma / Ingredient curcuma

1/4 Teelöffel Piment
11 - Zutat Piment / Ingredient allspice

50g gemahlene Mandeln
12 - Zutat gemahlene Mandeln / Ingredient almond ground

25g Kokosflocken
13 - Zutat Kokosflocken / Ingredient coconut flakes

1 Esslöffel Tomatenmark
14 - Zutat Tomatenmark / Ingredient tomato puree

250ml Hühnerbrühe
15 - Zutat Hühnerbrühe / Ingredient chicken stock

200ml Schlagsahne
16 - Zutat Schlagsahne / Ingredient whipping cream

160g Erbsen (TK)
17 - Zutat Erbsen / Ingredient peas

einige Chili-Flocken
12 - Zutat Chili-Flocken / Ingredient chili flakes

2 Esslöffel Öl (z.B. Erdnussöl)
07 - Zutat Erdnussöl / Ingredient peanut oil

200g Basamati-Reis
18 - Zutat Basamati-Reis / Ingredient basmati rice

sowie etwas Salz und Pfeffer
und etwas Joghurt zum garnieren (optional)

Wie üblich beginnen wir mit der Vorbereitung der einzelnen Zutaten. Dazu schälen wir die Zwiebel und würfeln sie,
19 - Zwiebel würfeln / Dice onion

schälen und zerkleinern die Knoblauchzehen,
20 - Knoblauch zerkleinern / Chop garlic

entkernen und zerkleinern die Chilis
21 - Chili zerkleinern / Mince chilis

und schälen schließlich das Stück Ingwer und reiben es.
22 - Ingwer reiben / Grate ginger

Außerdem waschen wir die Hähnchenbrüste
23 - Hähnchenbrust waschen / Wash chicken breasts

und schneiden sie in mundgerechte Stücke.
24 - Hähnchenbrüste würfeln / Dice chicken breasts

Anschließend brechen wir die Kardamom-Kapseln auf
25 - Kardamom-Kapseln aufbrechen / Open cardmom capsules

entnehmen die Samen
26 - Kardamom-Samen entnehmen / Remove cardamom seeds

und zerstoßen sie gemeinsam mit den Nelken in einem Mörser.
27 - Kardamom & Nelken im Mörser zerkleinern / Pestle cardmom seeds & cloves

Danach erhitzen wir die beiden Esslöffel Öl in einer hochwandigen Pfanne,
28 - Öl erhitzen / Heat up oil

braten die zerstoßenen Nelken und Kardamom-Samen kurz darin an
29 - Nelken & Kardamom anbraten / Braise cloves & cardamom

und fügen dann die gewürfelte Zwiebel hinzu, um sie glasig anzudünsten.
30 - Zwiebel glasig andünsten / Braise onion lightly

Nun geben wir die zerkleinerten Knoblauchzehen
31 - Knoblauch addieren / Add garlic

sowie den geriebenen Ingwer mit in die Pfanne,
32 - Geriebenen Ingwer dazu geben / Add grinded ginger

braten beides für etwa eine Minute mit an
33 - Knoblauch & Ingwer anbraten / Braise garlic & ginger

und geben schließlich die gewürfelten Hähnchenbrüste dazu,
34 - Hähnchenbrust hinzu geben / Add chicken breast

streuen die zerkleinerten Chilis ein
35 - Chili einstreuen / Add chili

um alles zusammen für weitere vier bis fünf Minuten rundherum anzubraten.
36 - Rundherum anbraten / Fry

Ist die Hähnchenbrust dann durchgebraten, bestäuben wir alles mit Kreuzkümmel, Koriander, Kurkuma und Piment,
37 - Mit restlichen Gewürzen bestäuben / Dredge with seasoning

vermischen alles gut dem restlichen Pfanneninhalt und braten es wieder kurz mit an.
38 - Gewürze anbraten / Braise seasoning

Jetzt ist auch ein guter Zeitpunkt, einen Topf mit Wasser für den Reis aufzusetzen.
39 - Wasser für Reisaufsetzen / Bring water for rice to boil

Dann heben wir den Esslöffel Tomatenmark unter,
40 - Tomatenmark unterheben / Add tomato puree

geben die gemahlenen Mandeln
41 - Gemahlene Mandeln dazu geben / Add almond ground

und die Kokosflocken hinzu,
42 - Kokostreuseln addieren / Add cocos flakes

vermischen alles gut miteinander, braten alles wieder kurz mit an
43 - Mandeln & Kokos kurz mit anbraten / Braise cocos flakes & almond ground

und löschen dann alles mit der Hühnerbrühe
44 - Mit Hühnerbrühe ablöschen / Deglaze with chicken stock

sowie der Schlagsahne ab.
45 - Schlagsahne dazu geben / Add whipping cream

Anschließend verrühren wir alles gut miteinander, lassen es kurz aufkochen
46 - Verrühren & aufkochen / Stir & boil up

und schmecken das Gericht noch einmal mit Salz, Pfeffer
47 - Mit Salz & Pfeffer abschmecken / Taste with salt & pepper

sowie einem kräftigen Schuss Chili-Flocken ab.
48 - Mit Chili-Flocken würzen / Season with chili flakes

Inzwischen müsste auch das Wasser kochen, so dass wir etwas Salz hinzufügen
49 - Salz einstreuen / Add salt

und den Reis darin gemäß Packungsbeschreibung kochen können.
50 - Reis kochen / Cook rice

Während der Reis kocht, können wir nun auch die Erbsen hinzufügen,
51 - Erbsen unterheben / Stir in peas

unterheben und lassen dann alles weiter vor sich hinköcheln, bis das Gericht und speziell die Sauce die gewünschte Konsistenz erreicht hat.
52 - Köcheln lassen / Simmer

Sobald der Reis fertig ist, probieren wir noch einmal das Korma, stimmen es ggf. noch einmal final mit den Gewürzen ab
53 - Probieren / Try

und können das Gericht schließlich servieren und genießen.
54 - Indisches Chicken Korma - Serviert / Indian chicken korma - Served

Durch die gemahlenen Mandeln und die Kokosflocken hatte die Sauce zwar eine leicht breiige Konsistenz bekommen, die aber meiner Meinung nach gut zu dem Gericht passte. Außerdem fand ich, dass die Kombination aus nussiger Note von den Mandeln und dem Kokosaroma sehr gut mit der Mischung aus den verschiedenen Gewürzen sowie der Schärfe aus Chilis und Chili-Flocken harmonierte. Die zarten Hähnchenbrust-Würfel und die durch das relativ kurze Kochen noch leicht knackigen Erbsen komplettierten der Gericht schließlich. Ich garnierte das Ganze beim Verzehr dann noch mit etwas Joghurt. Sehr lecker und mit eindeutig indischem Einschlag, ich war sehr zufrieden mit dem Ergebnis meines heutigen Kochexperiments.

55 - Indisches Chicken Korma - Seitenansicht / Indian chicken korma - Side view

Werfen wir abschließend – wie üblich – noch einen Blick auf die Nährwerte dieses Gerichts. Meine Berechnung nach liegt das Korma alleine bei ca. 1900kcal, also 475kcal pro Portion. Dazu kommen noch 80kcal pro Portion für den Reis als Sättigungsbeilage, womit wir schließlich bei einer Summe von 555kcal landen. Für ein Hauptgericht ein absolut akzeptabler Wert wie ich finde, zumal ich aufgrund der Mandeln mit einem deutlich höheren Wert gerechnet hatte.

Guten Appetit

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10 Responses to “Indisches Chicken Korma – das Rezept”

  1. Sonja says:

    Hey JABB, das sieht super aus! Da bekomme ich schon richtig Lust auch mal wieder etwas indisches zu kochen! Auch das letzte Rezept mit Fisch hat mir sehr sehr gut gefallen- genau mein ( bzw. unser ) Geschmack diese beiden Kreationen! Ich koche ja auch ab und zu indisch, habe das in letzter Zeit aber irgendwie etwas vernachlässigt.Jetzt bin ich wieder total motiviert dazu 🙂 danke für die Idee! P.S. Das Päckchen geht morgen raus da ich nun ( endlich ) alles beisammen habe. *smile*

  2. Sonja says:

    Ach übrigens, Udo hat einen neuen Shop entdeckt der absolut wundervolle Gewürze vertreibt. Wir haben einige davon bestellt und sind über die Qualität restlos hingerissten:
    Google bitte mal culinarico.
    ( Wenn Du magst )
    Nicht billig aber es lohnt sich denn man benötigt durch die Intensität dieser Gewürze entsprechend kleinere Mengen als bei einem 08/15 Supermarkt Gewürz.

  3. JaBB says:

    Oh, culinarico kenn ich sogar, von denen habe ich z.B. meine Chili-Fäden. Habe sie allerdings über Amazon und nicht direkt bei denen bestellt. Ist tatsächlich nicht billig, aber da zahlt man halt auch das “Bio” gleich mit. 😉
    Mir ging es bei diesem Gericht hier übrigens primär darum, mal diese Kombination mit gemahlenen Mandeln und Gewürzen auszuprobieren. Ich kenne Mandeln sonst nur aus Kuchen und Plätzchen, von daher habe ich mir ein neues Geschmackserlebnis versprochen – und wurde absolut nicht entäuscht. Kann ich nur weiter empfehlen.
    Auf das Päckchen freue ich mich natürlich. 🙂

  4. Sonja says:

    Ich habe auch schon diverse Gerichte mit Mandeln oder auch Kokosraspeln in der Sauce ausprobiert. Es schmeckt definitiv besser wenn man die Nüsse vorher anröstet. Die leicht breiige Konsistenz ist gewöhnungsbedürftig aber wenn man sich darauf einlässt sehr lecker. Es gibt auch in der Mallorcanischen und Mexikanischen Küche Rezepte mit gemahlenen Nüssen als Sauce. Letztendlich ist auch Pesto dazu zu zählen.
    Dass man bei Culinarico den Namen und das Bio Siegel zahlt ist klar… Udo kauft immer nur die besten bzw. Original Sachen während ich schon immer alle Preise vergleiche. Ansonsten zahlt man sich dumm und dämlich an diesen Zutaten… 🙂

  5. JaBB says:

    Bei mir war es eine Premiere, ich kannte Mandeln und so eher von Plätzchen und Kuchen – oder als gebrannte Mandel von der Kirmes. 😉
    Aber diese nussige Komponente macht eindeutig Lust auf mehr – ich werde mal Ausschau nach mehr Rezepten in dieser Richtung halten.

  6. Sonja says:

    Ich kann Dir einige nennen:
    Pollastre i gambas, Escaldums, Ofagat mit Mandeln, aus Spanien ( Mallorca )
    und Gaeng Masamen und viele andere ( Rezepte schick ich Dir mit ) aus der Thai Küche. ( die nehmen meist Erdnüsse ) Außerdem werden auch in Indien gern Nüsse ( in Indien irgendwie meist Cashew ) oder Kokosraspel verwendet. Beispielweise beim Byriani Reis oder Chicken oder bei Tikka Masala oder bei Peshawari das ist sehr variabel.
    Nüsse hauen kalorienmäßig natürlich etwas rein aber es schmeckt einfach super.

  7. JaBB says:

    Biryani mit Kokos kenne ich noch nicht. Ich liebe Biryani in jeglicher Form, aber dass da Kokos drin ist habe ich noch nie bemerkt. Nüsse sind natürlich ein optionaler Bestandteil, das kenne ich. Aber Kokos (egal ob in Milch- oder Flocken-Form)? Kokos sehe ich eher in der Thai- oder der karibischen Küche angesiedelt.
    Gut, was die Kalorien angeht muss ich dir natürlich recht geben: Nüsse sind meist eine ziemliche Kalorienbombe. Da beweist sich mal wieder, dass Fett, das in Nüssen ja leider reichlich vorhanden sind, ist nun mal einer der Hauptgeschmacksträger.
    Für die indische Küche sehe ich aber vor allem die komplexere (und exotischere) Auswahl an Gewürzen und die Verwendung von Joghurt sehr auszeichnend. Leider habe ich bei Kochen mit Joghurt noch immer ein wenig Probleme, da der bei den niedrigen Fett-Prozenten, so wie es hier in Deutschland üblich ist, sehr leicht flockt sobald man ihn kocht. Da sollte man dann zu “hochprozentigem” türkischen oder griechischen Joghurt greifen oder das Gericht eben nur mit niedrigen Temperarturen kochen. Aber das ist wahrscheinlich ein Erfahrungswert, den ich noch machen muss. 😉

  8. Sonja says:

    Hallo JABB, Du hast schon Recht, in Indien werden oft Cashew Nüsse verwendet, in Thailand Kokosmilch.
    Aber es gibt auch indische Gerichte mit Kokosraspeln oder Milch,zum Beispielspiel Madras Chicken oder viele Currys die ebenfalls mit Kokosmilch zubereitet werden.Es gibt da absolut keine Grenzen der kulinarischen Vielfalt. Ich habe dahingehend schon sehr viel ausprobiert und bin der Meinung es schmeckt einfach alles lecker. Vor allem wenn man die Kokosraspel oder Nüsse vorher etwas anröstet…( oh jetzt krieg ich schon Hunger auf indisches Essen…) Bei Joghurt ist folgendes ganz wichtig: Erstens bitte niemals fettarmen Joghurt verwenden ( igitt… )sondern immer Sahnejoghurt. Egal ob Griechisch oder Deutsch. Zweitens den Joghurt um Himmels Willen niemals mitkochen ( wer hat Dir denn das erzählt ? ) sondern erst zum Schluss zugeben und vorsichtig erwärmen.Drittens: Vorsichtig sein mit enzym- und Säurereichen Zutaten wie frische Ananas oder Zitronensaft.Sie lassen das Eiweiß gerinnen.Darauf in Currys mit Joghurt besser verzichten oder diese Zutaten vorab in der Sauce mitkochen denn durch das Kochen werden die Enzyme deaktiviert. Dann klappt auch alles. 🙂

  9. JaBB says:

    Erzählt hat es mir niemand, ich kenne es auf eigenem Fehler als ich Paprika-Joghurt-Schnitzel gemacht habe – und zwar mit fettarmen Natur-Joghurt. Na ja, ist ein Erfahrungswert, geschmeckt hat es ja trotzdem einigermaßen – sah halt nur nicht schön aus. Ist ein Erfahrungswert, passiert bestimmt nicht noch mal.
    Die Idee mit dem Mitkochen von säurereichen Zutaten wußte ich aber noch nicht, das ist gut zu wissen. Obwohl ich damit zum Glück noch nie Probleme hatte. 😉

  10. Sonja says:

    Ja man macht eben so seine Erfahrungen. Die hatte ich auch schon zur Genüge :-)Auch ich hatte anfangs meine EpicFails…
    Im Letztendlichen ist es so:
    Umso fettreicher das Milchprodukt, umso mehr hält es aus. Wenn Du in eine sehr chremige Sahnesauce am Ende etwas Weißwein gibst opder sie etwas mehr erhitzt schadet das nicht. Aber Zitrone oder auch Hitze und fettarmer Joghurt mögen sich gar nicht.Wenn Du das berücksichtigst machst Du keine bösen Erfahrungen mehr 🙂 Und ehrlich gesagt: fettarmer Joghurt ist echt nix.Ich halte nichst von industriell kalorienreduzierten Nahrungsmitteln.Entweder man isst was es wirklich ist oder man verzichtet darauf oder sucht sich Alternativen. Aber fettarme Milchprodukte schmecken mir nicht. Das ist aber nur meine persönliche Einstellung ohne jegliche Wertung anderer Meinungen die ich ebenfalls absolut respektiere.

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