Archive for November, 2014

Spirelli-Auflauf mit Hackfleisch, Erbsen & Feta – das Rezept

Saturday, November 29th, 2014

Nach dem Überprüfen meiner Vorräte stellte ich fest, dass ich über Unmengen an Nudeln verfüge, die dringend mal verbraucht werden müssen. Daher entschloss ich mich heute dazu, mal wieder einen Nudelauflauf oder um genau zu sein einen Spirelli-Auflauf zuzubereiten. Dabei fiel meine Wahl auf ein Rezept mit einer Hackfleisch-Tomatensauce, die ich noch mit ein paar Erbsen und etwas Feta ergänzte und schließlich mit Schmand und etwas geriebenen Käse gratinierte. Das Ergebnis war ein sehr leckeres Nudelgericht, dessen Rezept ich nun mit diesem Beitrag nun einmal kurz vorstellen möchte.

Was benötigen wir also für 4 Portionen?

350g Spirelli
(Ich griff zu Bio-Vollkorn-Spirelli, die ich noch vorrätig hatte)
01 - Zutat Spirelli / Ingredient noodles

1 große Zwiebel
02 - Zutat Zwiebel / Ingredient onion

450g gemischte Hackfleisch
03 - Zutat Gemischtes Hackfleisch / Ingredient mixed ground meat

1 Dose stückige Tomaten mit Basilikum (400g)
04 - Zutat Tomaten stückig / Ingredient tomatoes in pieces

1 gehäufter Teelöffel Instant-Gemüsebrühe
05 - Zutat Gemüsebrühe / Ingredient instant vegetable stock

1 Esslöffel Tomatenmark
06 - Zutat Tomatenmark / Ingredient tomato puree

2 Teelöffel italienische Kräuter (TK)
07 - Zutat italienische Kräuter / Ingredient italian herbs

400g passierte Tomaten
08 - Zutat Tomaten passiert / Ingredient strained tomatoes

150g Erbsen (TK)
09 - Zutat Erbsen / Ingredient peas

2 Esslöffel Olivenöl
10 - Zutat Olivenöl / Ingredient olive oil

200g Feta
10 - Zutat Feta / Ingredient feta

1 Becher Schmand (200g)
11 - Zutat Schmand / Ingredient sour cream

1/2 Bund Petersilie
12 - Zutat Petersilie / Ingredient parsley

100g geriebener Käse (z.B. Mozzarella oder Gouda)
13 - Zutat geriebener Käse / Ingredient grated cheese

sowie etwas Salz, Pfeffer und eine Prise Zucker zum würzen
etwas Butter zum fetten der Auflaufform
und ggf. einen Schuss Milch zum strecken des Schmands

Beginnen wir nun also mit Zubereitung und setzen einen Topf mit Wasser zum Kochen der Nudeln auf.
14 - Wasser für Nudeln aufsetzen / Bring water for noodles to boil

Dann ziehen wir die Zwiebel ab und würfeln sie fein,
15 - Zwiebel würfeln / Dice onion

waschen die Petersilie,
16 - Petersilie waschen / Wash parsley

zupfen ihre Blättchen von den Stielen
17 - Blättchen abzupfen / Pick leaflets

und zerkleinern diese dann gründlich.
18 - Petersilie zerkleinern / Mince parsley

Inzwischen müsste auch das Wasser kochen, so dass wir etwas Salz hinzufügen
19 - Wasser salzen / Salt water

und die Spirelli darin gemäß Packungsbeschreibung bissfest kochen können. Bei meinen Nudeln sollte dies sieben Minuten dauern.
20 - Nudeln kochen / Cook noodles

Während die Nudeln kochen, erhitzen wir in einer Pfanne die beiden Esslöffel Olivenöl,
21 - Olivenöl erhitzen / Heat up olive oil

geben das Hackfleisch hinein,
22 - Hackfleisch hinzugeben / Add ground meat

würzen es mit etwas Salz und Pfeffer
23 - Hackfleisch würzen / Season ground meat

und braten es krümelig an.
24 - Hackfleisch krümelig anbraten / Brown ground meat crumbly

Wenn die Nudeln fertig gekocht sind, schütten wir sie in ein Sieb ab und lassen sie abtropfen.
25 - Nudeln abtropfen lassen / Drain noodles

Ist das Hackfleisch durchgebraten, geben wir auch die gewürfelte Zwiebel in die Pfanne
26 - Zwiebeln addieren / Add onion

und dünsten sie gemeinsam mit dem Hackfleisch glasig an
27 - Zwiebeln andünsten / Braise onions lightly

bevor wir schließlich auch den Esslöffel mit dem Tomatenmark hinzufügen
28 - Tomatenmark hinzufügen / Add tomato puree

und es für einige Minuten anrösten.
29 - Tomatenmark anrösten / Roast tomato puree

Das Ganze löschen wir dann mit den stückigen Tomaten mit Basilikum ab,
30 - Mit stückigen Tomaten ablöschen / Deglaze with tomato pieces

geben die passierten Tomaten ebenfalls hinzu
31 - Passierte Tomaten hinzufügen / Add strained tomatoes

und lassen dann alles kurz aufkochen, wobei wir es mit dem gehäuften Teelöffel Instant-Gemüsebrühe
32 - Mit Gemüsebrühe würzen / Season with instant vegetable stock

den beiden Teelöffeln italienische Kräuter
33 - Italienische Kräuter unterheben / Add italian herbs

und etwas Salz und Pfeffer würzen.
34 - Mit Salz & Pfeffer abschmecken / Taste with salt & pepper

Schließlich fügen wir dann auch die Erbsen hinzu
35 - Erbsen hinzufügen / Add peas

und garen sie für fünf bis sieben Minuten in der Sauce.
36 - Erbsen köcheln lassen / Simmer peas

Anschließend geben wir die gekochten Spirelli mit in die Pfanne
37 - Nudeln in Pfanne geben / Add noodles to sauce

und vermengen sie gründlich mit Sauce. Dann nehmen wir die Pfanne von er Platte und stellen sie bei Seite.
38 - Nudeln mit Sauce vermengen / Mix noodles with sauce

Als ich den Schmand zur Hand nahm, musste ich feststellen dass ich aus Versehen zu einer stichfesten Variante gegriffen hatte. Daher musste ich ihn vor der Verwendung etwas aufbereiten und gab ihn zuerst in eine Schüssel
39 - Schmand in Schüssel geben / Put sour cream in bowl

wo ich einen kräftigen Schuss Milch hinzu gab
40 - Schuss Milch hinzufügen / Add some milk

und den Schmand dann cremig rührte
41 - Schmand cremig rühren / Stir sour cream til creamy

und dabei auch gleich 2/3el der gehackten Petersilie unterhob.
42 - Petersilie hinzufügen / Add parsley

Nachdem wir dann damit begonnen haben, den Backofen auf 200 Grad vorzuheizen, fetten wir eine Auflaufform mit etwas Butter aus
43 - Auflaufform ausfetten / Grease casserole

und geben etwas weniger als die Hälfte des Nudel-Sauce-Mix hinein.
44 - Boden mit Hälfte der Nudeln mit Sauce bedecken / Cover floor with half of noodle sauce mix

Darauf zerbröseln wir dann gleichmäßig den Feta-Käse
45 - Feta hinzu bröseln / Add feta

und geben dann den Rest der Nudeln darüber, die wir etwas glatt streichen.
46 - Restliche Nudeln addieren / Add remaining noodles

Auf den Nudeln verteilen wir dann den cremig gerührten Schmand mit Petersilie,
47 - Mit Schmand bestreichen / Spread with sour cream

bestreuen abschließend alles mit dem geriebenen Käse
48 - Mit Käse bestreuen / Dredge with cheese

und überbacken dann alles für 15 bis 20 Minuten im vorgeheizten Ofen.
49 - Im Ofen backen / Bake in oven

Sobald der Käse den gewünschten Bräunungsgrad erreicht hat, können wir die Auflaufform wieder entnehmen
50 - Pasta bake with ground meat, peas & feta - Fertig gebacken / Spirelli-Auflauf mit Hackfleisch, Erbsen & Feta - Fertig gebacken

und den Spirelli-Auflauf schließlich, garniert mit der verbliebenen Petersilie, servieren.
51 - Pasta bake with ground meat, peas & feta - Served / Spirelli-Auflauf mit Hackfleisch, Erbsen & Feta - Serviert

Einfach, aber sehr lecker kann ich da nur sagen. Nudeln jeglicher Art mit einer Hackfleisch-Tomatensauce sind ja sowieso ein Klassiker, aber kombiniert mit etwas leicht salzigen Schafskäse und überbacken mit Schmand und Käse ergab sich hier ein überaus empfehlenswertes Auflaufgericht. Natürlich war da auch die angenehm fruchtige Tomatensauce mit Basilikum und anderen italienischen Kräutern nicht ganz unschuldig dran. Und dabei ist die Zubereitung nicht sonderlich kompliziert. Ich war auf jeden Fall überaus zufrieden mit dem Ergebnis meines heutigen Kochexperiments.

52 - Pasta bake with ground meat, peas & feta - Side view / Spirelli-Auflauf mit Hackfleisch, Erbsen & Feta - Seitenansicht

Über die Nährwerte möchte ich mir heute lieber keine Gedanken machen, denn mir ist durchaus bewusst dass bei all dem Käse, den Nudeln und dem Hackfleisch kein wirklich vorteilhafter Wert heraus kommen würde. Aber einmal am Wochenende geht so etwas schon mal. 😉

Guten Appetit

Pfeffersteak vom Thunfisch mit Tagliatelle al nero di seppia & peperonata [28.11.2014]

Friday, November 28th, 2014

Als ich heute das Pfeffersteak vom Thunfisch mit Kräuterbutter, Tagliatelle al nero di seppia und Peperonata im Bereich Globetrotter auf der Speisekarte unseres Betriebsrestaurants entdeckte, brauchte ich nicht mehr lange zu überlegen: das war mein heutiges Mittagsgericht. Daher ist es nur der Vollständigkeit geschuldet das ich erwähne dass außerdem bei Vitality ein Feinen Putenbraten in Champignonrahmsauce, dazu Reis (der übrigens heute mal sehr gut und nicht so trocken wie sonst aussah), bei Tradition der Region Kaiserschmarrn mit Apfelmus und an der Asia-Thai-Theke Gebackene Ananas und Banane sowie Nua Pad King – Rindfleisch scharf mit Frühlingszwiebeln, Bambus und Ingwer angeboten wurde. Zum Thunfischsteak gesellte sich noch ein Becherchen Stracciatella-Mousse aus dem heutigen Dessert-Angebot.

Tuna pepper steak with herb butter, tagliatelle al nero di seppia & peperonata  / Pfeffersteak vom Thunfisch mit Kräuterbutter, Tagliatelle al nero di seppia & peperonata

Dieses Mal hatte man es tatsächlich geschafft, mal wirklich schwarze Tagliatelle mit dem Gericht zu servieren und sie nicht wie letzte Woche durch Penne ersetzt. Die fast schwarze Farbe der Tagliatelle wird übrigens laut meiner Recherche durch Verwendung der Tinte von Tintenfischen erreicht. Das schmeckt man aber beim Verzehr überhaupt nicht, der Geschmack entspricht eher dem gewöhnlicher Nudeln. Aber das Highlight des Gerichts waren natürlich nicht die schwarzen Nudeln, sondern das angenehm groß geratene, mit Pfeffer gewürzte Thunfischsteak, das sich nicht nur als angenehm saftig erwies, sondern auch so sanft gebraten worden war, dass seine Mitte noch leicht Rosa war. Gemeinsam mit der pikanten Sauce mit Peperoni und angebratenen Paprikastreifen, der Kräuterbutter und dem Saft der beigelegten Zitrone ergab sich so ein sehr leckeres und überaus hochwertiges Mittagsgericht. Nach der Enttäuschung von gestern ein wirklicher Lichtblick. Und auch an dem luftig-lockeren, cremigen Stracciatella-Mousse gab es nichts auszusetzen.
Und auch bei den anderen Gästen lag das Thunfischsteak heute hoch in der Gunst und konnte sich mit einem kleinen, aber dennoch deutlich erkennbaren Vorsprung den ersten Platz auf der Allgemeinen Beliebtheitsskala sichern. Auf Platz zwei folgten heute die Asia-Gerichte, die aber nur knapp vor dem ebenfalls sehr beliebten Putenbraten lagen, der somit den dritten Platz belegte. Zählte man nur diejenigen, die den Kaiserschmarrn als alleiniges Hauptgericht gewählt hatten, landete dieser nur auf dem vierten Platz, nimmt man aber noch all jene hinzu, die halbe oder auch ganze Portionen als zusätzlichen Nachtisch zu einem der anderen Gerichte auf dem Tablett hatten, lag er wohl gemeinsam mit dem Putenbraten auf dem dritten Platz.

Mein Abschlußurteil:
Thunfischsteak: ++
Paprika-Peperoni-Sauce: ++
Tagliatelle nero: ++
Stracciatella-Mousse: ++

Spanische Paella mit Meeresfrüchte & Hühnerfleisch [27.11.2014]

Thursday, November 27th, 2014

Nach dem Hackbraten vom Montag, dem Sauerbraten vom Dienstag und der Rotkrautroulade von gestern hatte ich mir heute vorgenommen, nicht schon wieder zu einem so schweren Gericht zu greifen und daher nicht bei der Currywurst (rot oder weiß) mit Pommes Frites aus dem Bereich Tradition der Region zuzugreifen. Und da mir die Spaghetti “Pesto Genovese” mit Parmesan bei Vitality trotz zusätzlicher Garnitur mit frischem Ruccola visuell nicht so zusagten und ich auch keine Lust aus Asia-Gerichte wie Ko Lo Zai – Gebratenes Gemüse in süß-sauerer Sauce mir Ananas nach Peking-Art oder Moo Pad Takai – Schweinefleisch mit Bambusstreifen, Frühlingszwiebeln ubnd Paprika in Chili-Zitronengrassauce verspürte, hatte ich zuerst geplant bei der Hähnchenbrust in der Knusperpanade mit fruchtiger Gemüsesalsa und Reis aus der Sektion Globetrotter zuzugreifen. Dann aber entdeckte ich, dass man zusätzlich noch die Reste der Spanischen Paella mit Meer mit Meeresfrüchten, Hühnerfleisch und mediterranem Gemüse von gestern anbot. Also entschied ich mich noch kurzfristig um und griff bei diesem Gericht zu. Dazu gesellte sich noch ein Becherchen Milchreis mit roter Beerengrütze aus dem heutigen Dessert-Angebot.

Spanish paella / Spanische Paella

Leider erwies sich die Paella als keine gute Wahl, denn nicht nur dass man ihr ziemlich deutlich anmerkte dass sich hier um ein aufgewärmtes Gericht handelte, auch an der Würze schien man gespart zu haben und die Menge an Meeresfrüchten wie Muscheln, Tintenfisch und Krabben ließ etwas zu wünschen übrig. Nur bei dem weißfleischigen, festen Fischwürfeln und dem leider etwas trocken geratenem Hühnerfleisch fand ich eine als ausreichend zu bezeichnende Menge vor. Außerdem fanden sich Möhren, Erbsen, sowie Stücke von Lauch, Auberginen und Paprika in der Zubereitung. Das Gericht war zwar essbar, aber in der Summe etwas zu trocken und geschmacklich nur bedingt gelungen – das habe ich hier schon deutlich besser erlebt. Da muss ich leider einen klaren Abzug in der Endwertung vornehmen. Dabei hätte ich mir eigentlich denken müssen, dass man Reste vom Vortag immer mit Vorsicht genießen muss. Zumindest am Milchreis samt seiner Beerengrütze, in der sich zahlreiche Fruchtstücke von Kirschen und roten Johannisbeeren fanden, gab es absolut nichts auszusetzen.
Heute war es natürlich mal wieder die Currywurst mit Pommes Frites, die mit riesigem Vorsprung vor allen anderen Gerichten den ersten Platz auf der Allgemeinen Beliebtheitsskala für sich sichern konnte. Aber auch Platz zwei zeichnete sich eine Überraschung ab, denn die vegetarischen Spaghetti “Pesto Genovese” schienen heute so beliebt zu sein, dass sie entgegen meiner Erwartung hier landeten. Auf den dritten Platz belegten das Knusper-Hähnchen mit Gemüsesalsa, knapp gefolgt von dern Asia-Gerichten auf Platz vier und der Paella schließlich auf Platz fünf.

Mein Abschlußurteil:
Paella: +/-
Milchreis mit roter Grütze: ++

Filetsteak mit Pfeffersauce – Brasilianisches Steakhaus Mistura Tropicana – München-Riem

Wednesday, November 26th, 2014

Heute Abend verschlug es uns mal in das Brasilianische Steakhaus Mistura Tropicana an der Trabrennbahn im Münchner Stadtteil Riem.

Das direkt am S-Bahnhof Riem gelegene Gasthaus ist sowohl mit öffentlichen Verkehrsmitteln als auch mit dem Auto sehr gut zu erreichen und verfügt auch über genügend Parkplätze, sowohl auf dem eigenen Gelände als auch an den umgebenden Straßen. Im Sommer kann man hier wohl auch auf der großzügigen Terasse vor dem Gebäude sitzen, jedoch jetzt im November war es dafür bereits zu kalt, daher nahmen wir im großen Gastraum im Inneren Platz. Als wir ankamen waren wir noch die einzigen Gäste, es war ja Mittwoch und erst kurz nach 18:30 Uhr, daher war dies auch nicht verwunderlich – später sollten aber noch weitere Gäste eintreffen. So war also auch gleich eine Servicekraft für uns verfügbar und begann sogleich die Speisekarten zu verteilen und sich nach unserem Getränkewünschen zu erkundigen.
Die Speisekarte erwies sich als eher übersichtlich: Neben einigen Vorspeisen wie Garnelenspießen, Knoblauchbrot, Salate oder verschiedenen Suppen gab es vor allem drei Hauptkategorien: Steaks, Burger und Spezialitäten des Hauses, zu denen auch “All you can eat” Gambas mit Dip, Spareribs oder einige brasilianische Gerichte zählten. Den Umfang wie die Speisekarte, die man auf der Facebook-Seite dieser Gaststätte sieht, fanden wir leider nicht vor. Bei den Steaks wurde zwischen Rib-Eye-, Rump-, Filet- zu je etwa 200g und dem T-Bone-Steaks zu 500g unterschieden, wobei es keine fertig konfektionierten Gerichte gab, sondern man aus Steak, Sauce und beliebig vielen kostenpflichtigen Beilagen wie Pommes Frites, Bratkartoffeln, Ofenkartoffel, Gemüse und Salat sich selbst ein Menu zusammenstellen konnte. Ich hatte zwar einen kurzen Moment mit den Burgern geliebäugelt, entschied mich dann aber doch für ein Steak und kombinierte ein 200g Filetsteak, Medium gebraten, mit grüner Pfeffersauce, einer Portion Bratkartoffeln und Gemüse der Saison. Nach einer etwas längeren, aber noch absolut akzeptablen Wartezeit wurde das Gericht schließlich serviert.

Filet steak with pepper sauce, fried potatoes and seasonal vegetables / Filetsteak mit Pfeffersauce, Bratkartoffeln & Gemüse der Saison

Das angenehm große Filetsteak trug seinen Namen wirklich zurecht, denn es war überaus zart und schön saftig und schön Medium gebraten, also in der Mitte noch rosa und leicht blutig – so wie ich es mag. Gemeinsam mit der würzigen Pfeffersauce, in der sich zahlreiche grüne Pfefferkörner fanden, ein wahrer Genuss. Es war meiner Meinung nach jeden Cent seiner 18 Euro wirklich wert. Bei den knusprigen, mit einigen Zwiebeln zubereiteten Bratkartoffeln und bei dem angebratenen Gemüsewürfeln aus Zucchini, Möhren, Lauch, Paprika und Knollensellerie fehlte meiner Meinung nach zwar ein wenig Salz, aber das konnte man glücklicherweise schnell mit dem bereit stehenden Salzstreuer nach eigenem Gutdünken beheben. Insgesamt ein sehr leckeres, wenn auch nicht gerade günstiges Abendessen. Insgesamt waren wir alle mit den gewählten Speisen alle überaus zufrieden und auch was den Service anging gab es – abgesehen von einem einzelnen vergessenen Getränk – nichts auszusetzen. Ich kann dem Mistura Tropicana also meine Empfehlung aussprechen, auch wenn ich hoffe dass die Speisekarte nur saisonbedingt so “übersichtlich” war. 😉

Rotkohlroulade vom Wild mit Kartoffelpüree & geschmorten Zwiebeln [26.11.2014]

Wednesday, November 26th, 2014

Eigentlich wäre heute mal wieder das für Mittwoch üblich Fischgericht dran gewesen und mit einer Spanischen Paella mit Hühnerfleisch und mediterranem Gemüse stand im Bereich Vitality auch etwas akzeptables auf der Speisekarte. Doch meine Pläne wurde gleich durch zwei weitere Angebote durchkreuzt, denn zum einen gab es eine Rotkohlroulade vom Wild mit Bratensauce, Kartoffelpüree und geschmorten Zwiebeln bei Tradition der Region und zum anderen wurde mal wieder – unangekündigt – eine frisch im restauranteigenen Steinofen zubereitete Pizza mit Paprika, Schinken und Pilzen angeboten. Da konnten die Schinkennudeln mit Ei und Tomatensauce bei Globetrotter oder die Angebote an der Asia-Thai-Theke wie Asiatisches Gemüse herzhaft gebraten mit Thaicurry in Kokosmilchsauce und Nua Pad Pram Hoi – Rindfleisch mit Broccoli und Karotten in Austernsauce natürlich nicht mithalten. Und obwohl ich bereits Rotkohl bzw. Blaukraut (was das selbe ist) auf meinem Teller gehabt hatte, entschied ich mich letztlich für die Rotkohlroulade. Das erschien mir kulinarisch einfach die interessantere Alternative. Dazu gesellte sich noch ein Schälchen Rosenkohl aus dem heutigen Gemüseangebot und ein Becherchen Waldbeerenpudding von der Dessert-Theke.

Red cabbage roulade stuffed with venison, gravy, mashed potatoes & fries onions / Rotkohlroulade vom Wild mit Bratensauce, Kartoffelpüree & geschmorten Zwiebeln

Beim Kartoffelpüree handelte es sich natürlich wieder die relativ dünne Instant-Variante, die zwar geschmacklich wie üblich in Ordnung war, aber dennoch aus gastronomischen Gesichtspunkten heraus keine volle Punktzahl verdient. An der Rotkohlroulade, die ja die Hauptkomponente darstellte gab es aber nichts auszusetzen, denn der Kohl war knackig gegart und auch bei der mild-würzigen Füllung, die wohl aus Wild-Hackfleisch bestand, hatte man nicht gespart.

Red cabbage roulade - Stuffing / Rotkohlroulade - Füllung

Gemeinsam mit der Bratensauce und der großzügig bemessenen Portion geschmorten Zwiebeln ergab sich so ein überaus leckeres Hauptgericht. Im Nachhinein gesehen hätte ich eigentlich auch auf den Rosenkohl verzichten können, da mit dem Rotkraut bereits Gemüse mit serviert worden war – aber geschadet hat er letztlich auch nicht – zumal er sich als noch eingermaßen frisch und knackig im Biss erwies. Da gab es ebenso wenig zu meckern wie an dem fruchtigen Pudding mit Waldbeerenaroma. Ich bereute meine Entscheidung absolut nicht.
Bei der Allgemeinheit der Gäste lieferten sich, wie nicht anders zu erwarten war, die Rotkohlroulade und die Pizza ein enges Kopf-an-Kopf-Rennen um den ersten Platz auf der Allgemeinen Beliebtheitsskala. Und es war wohl auch mit der beschränkten Kapzität des Steinofens zu verdanken, dass es letztlich die rote Kohlroulade war, die den ersten Platz für sich ergattern konnte. Nach der zweitplatzierten Pizza folgten schließlich auf dem dritten Platz die Asia-Gerichte, die ich meinte noch etwas häufiger gesehen zu haben als die Paella und die Schinkennudeln auf Platz vier.

Mein Abschlußurteil:
Rotkohlroulade: ++
Bratensauce: ++
Schmorzwiebeln: ++
Kartoffelpüree: +
Rosenkohl: ++
Waldbeerenpudding: ++