Archive for Januar, 2015

Blumenkohl Corned Beef Auflauf – das Rezept

Samstag, Januar 31st, 2015

Das Rezept das ich heute vorstellen möchte, habe ich bereits in meiner Kindheit kennen und schätzen gelernt: den Blumenkohl Corned Beef Auflauf mit Käsesauce, so wie ihn schon meine Mutter zubereitet hat und auch immer noch tut. Dieses einfache und überaus leckere Rezept ist perfekt für Wintertage wie diesen und erfreulich schnell und unkompliziert zuzubereiten. Corned Beef, also gepökeltes und im eigenen Saft gekochtes Rindfleisch wird hier in Deutschland meist in der Konserve verkauft und sieht erst einmal nicht besonders hochwertig aus – böse Zungen behaupten dass es an Hundefutter erinnert – aber wenn man nicht gerade zu der billigsten Sorte greift ist es dennoch eine Zutat, die man für überaus leckere Gerichte verwenden kann. Ich erinnere ich da nur an norddeutschen Labskaus, bei dem es ebenfalls ein Hauptbestandteil ist. Und natürlich diesem Gericht. Dazu passen übrigens am besten Kartoffeln, ob nun als Salzkartoffeln oder auch als Kartoffelpüree. Dabei griff ich heute mal zur festkochenden französischen Sorte La Ratte, die sich vor allem durch ihre kleine, längliche Form und ihrem leicht nussigen Geschmack auszeichnen. Ein weiterer Vorteil ist: Man kann sie mit Schale essen, in der sich übrigens auch die meisten Nährstoffe befinden. Ich kann diese Sorte wirklich sehr empfehlen, eine wahre Gourmet-Kartoffel. Damit aber genug der Vorrede, kommen wir nun zum heutigen Rezept.

Was benötigen wir also für 3 – 4 Portionen?

1 Blumenkohl (ca. 1kg)
01 - Zutat Blumenkohl / Ingredient cauliflower

2 Zwiebeln (zusammen ca. 180-200g)
02 - Zutat Zwiebeln / Ingredient onions

1 große Zehe Knoblauch
03 - Zutat Knoblauch / Ingredient garlic

2 Dosen Corned Beef (á 340g)
04 - Zutat Corned Beef / Ingredient corned beef

2 leicht gehäufte Esslöffel Weizenmehl
05 - Zutat Mehl / Ingredient flour

60g Butter
06 - Zutat Butter / Ingredient butter

500ml Milch
07 - Zutat Milch / Ingredient milk

50g geriebenen Gouda
08 - Zutat Gouda / Ingredient gouda cheese

800g Kartoffeln
09 - Zutat Kartoffeln / Ingredient potatoes

1 Bund Petersilie
10 - Zutat Petersilie / Ingredient parsley

sowie Muskatnuss, Salz und weißer Pfeffer zum würzen

Zuerst setzen wir einmal einen größeren Topf mit Wasser für den Blumenkohl auf und beginnen damit, ihn zum kochen zu bringen.
11 - Wasser für Blumenkohl aufsetzen / Put on water for cauliflower

Dann wenden wir uns dem Blumenkohl zu – ich empfehle hier möglichst immer zu frischem zu greifen – und entfernen erst einmal die verbliebenen Blätter.
12 - Blätter entfernen / Remove leafs

Dann schneiden wir den Strunk heraus,
13 - Strunk herausschneiden / Cut out stalk

zerteilen den Blumenkohl in Röschen, kürzen die verbliebenen Strunks daran ggf. noch mit einem Messer auf gleichmäßige Länge
14 - Blumenkohl in Röschen zerteilen / Part cauliflower in flowerets

und spülen die Röschen dann in einem Sieb ab, wo wir sie auch abtropfen lassen. In dem meisten Blumenkohl-Köpfen in den Supermärkten findet sich zwar keine Erde mehr, aber man weiß ja nicht wo sie vorher waren und wer sie angefasst hat. 😉
15 - Blumenkohl waschen / Wash cauliflower

Außerdem schälen und würfeln wir die Zwiebel,
16 - Zwiebel würfeln / Dice onion

schälen und zerkleinern die Knoblauchzehe
17 - Knoblauch zerkleinern / Chop garlic

und öffnen dann die beiden Dosen Corned Beef,
18 - Corned Beef Dose öffnen / Open corned beef can

um deren Inhalt dann grob zu würfeln.
19 - Corned Beef grob würfeln / Dice corned beef

Inzwischen müsste auch das Wasser kochen, so dass wir es mit einem bis zwei Teelöffeln Salz versehen
20 - Wasser für Blumenkohl salzen / Salt water for cauliflower

und den Blumenkohl dann für 10 bis 12 Minuten darin blanchieren können. Am besten legen wir dabei die Röschen vorsichtig mit einer Kelle hinein, denn wenn wir sie einfach hinein werfen laufen wir Gefahr dass das kochende Wasser durch die Küche spritzt.
21 - Blumenkohl blanchieren / Blanch cauliflower

Während der Blumenkohl im Wasser liegt, waschen wir den Bund Petersilie, schütteln ihn trocken,
22 - Petersilie waschen / Wash parsley

zupfen die Blättchen von den Stielen
23 - Blättchen von Stielen zupfen / Pick leaflets

und zerkleinern diese dann gründlich – zum Beispiel mit einem Wiegemesser.
24 - Petersilie zerkleinern / Mince parsley

Sobald der Blumenkohl dann durchgekocht ist, aber noch etwas Biss hat, gießen wir ihn wieder in ein Sieb ab und lassen ihn abtropfen.
25 - Blumenkohl abgießen / Drain cauliflower

In einer Pfanne zerlassen wir dann ca. 20g unserer Butter,
27 - Zwiebeln & Knoblauch andünsten / Braise onions & garlic lightly

dünsten Zwiebeln und Knoblauch darin an bis die Zwiebeln leicht glasig geworden sind
27 - Zwiebeln & Knoblauch andünsten / Braise onions & garlic lightly

und geben schließlich das gewürfelte Corned Beef hinzu,
28 - Corned beef hinzufügen / Add corned beef

das wir für ca. 6 – 7 Minuten abraten und dabei mit ein wenig Salz und frisch gemahlenem weißen Pfeffer würzen. Dabei zerfällt es etwas, wodurch man es aber auch besser mit Zwiebeln und Knoblauch mischen kann.
29 - Corned beef anbraten & würzen / Braise & season corned beef

Nachdem wir dann eine Auflaufform ausgefettet haben,
30 - Auflaufform ausfetten / Grease casserole

geben wir das angebratene Corned Beef hinein
31 - Corned beef einfüllen / Put corned beef in casserole

und streichen es etwas glatt
32 - Corned beef glatt streichen / Flatten corned beef

bevor wir schließlich die blanchierten Blumenkohlröschen mit dem Strunk nach unten hinein drücken.
33 - Blumenkohl auflegen / Add cauliflower

In einem kleinen Topf schmelzen wir dann die verblieben 40g Butter
34 - Rest Butter in Topf zerlassen / Melt remaining butter in pot

rühren dann nach und nach die beiden Esslöffel Weizenmehl mit Hilfe eines Schneebesens ein
35 - Mehl einrühren / Stir in flour

und gießen – wieder unter Rühren – schließlich die Milch hinzu.
36 - Milch hinzufügen / Add milk

Jetzt ist auch ein guter Zeitpunkt damit zu beginnen, den Ofen auf 225 Grad vorzuheizen.

Nachdem wir dann wieder etwas Wasser für die Kartoffeln zum kochen aufgesetzt haben,
37 - Wasser für Kartoffeln aufsetzen / Put on water for potatoes

lassen wir die Sauce kurz aufkochen
38 - Sauce aufkochen lassen / Bring sauce to a boil

geben den Käse hinein, lassen diesem unter Rühren schmelzen
39 - Käse einstreuen / Add cheese

und schmecken sie abschließend mit Salz, weißem Pfeffer und frisch geriebener Muskatnuss ab.
40 - Mit Pfeffer, Salz & Muskatnuss abschmecken / Taste with salt, pepper & nutmeg

Die fertige Sauce verteilen wir dann gleichmäßig über Blumenkohl und Corned Beef in der Auflaufform.
43 - Sauce über Blumenkohl geben / Pour sauce over cauliflower

Anschließend waschen wir die Kartoffeln, bürsten sie ggf. etwas ab
41 - Kartoffeln waschen / Wash potatoes

und halbieren oder vierteln sie.
42 - Kartoffeln vierteln / Quarter potatoes

Sobald das Wasser dann kocht, geben wir wieder etwas Salz hinein
44 - Kartoffelwasser salzen / Salz water for potatoes

und geben die Kartoffeln hinein, um sie in 12 – 15 Minuten gar zu kochen.
45 - Kartoffeln kochen / Cook potatoes

Parallel schieben wir die Auflaufform in den Ofen, die wir ebenfalls ca. 15 Minuten überbacken sollte.
46 - Überbacken / Gratinate

Sobald die Kartoffeln fertig gekocht sind, gießen wir sie ab,
47 - Kartoffeln abgießen / Drain potatoes

entnehmen die Auflaufform aus dem Ofen
48 - Cauliflower corned beef casserole - Finished / Blumenkohl Corned beef Auflauf  - Fertig gebacken

49 - Cauliflower corned beef casserole - Finished - Side view / Blumenkohl Corned beef Auflauf - Fertig gebacken - Seitenansicht

und servieren dann beides mit der Petersilie garniert.
50 - Cauliflower corned beef casserole - Served / Blumenkohl Corned beef Auflauf - Serviert

Die Kombination aus würzigem, mit Zwiebeln und Knoblauch angebratenen Corned Beef, knackigem Blumenkohl und milder Käsesauce erwies sich – wie nicht anders erwartet – als ein wahrer Genuss. Genau das richtige für einen Wintertag wie heute. Dazu passten wunderbar die bissfesten, mit Schale gekochten La Ratte-Kartoffeln mit ihrem leicht nussigen Aroma. Aber wie gesagt, kann man hier auch problemlos einfache Salzkartoffeln oder auch Kartoffelpüree dazu servieren – das ist kein Problem. Ein wirklich sehr leckeres Rezept, das ich wärmstens weiter empfehlen kann.

51 - Cauliflower corned beef casserole - Side view / Blumenkohl Corned beef Auflauf  - Seitenansicht

Leider ist so ein Gericht sind gerade leichte Kost, wie ich feststellen musste. Meiner Kalkulation nach kommt alleine der Auflauf schon auf 2800kcal, also 700kcal pro Portion. Dazu kommen noch die Kartoffeln mit ca. 500kcal, also 125kcal pro Portion, womit wir insgesamt auf eine Summe von 825kcal pro Portion kommen. Dabei schlägt vor allem das Corned Beef mit 1500kcal ziemlich heftig zu Buche. Aber auch die Käse-Bechamel-Sauce ist nicht zu verachten. Aber für ein gutes, vollwertiges Mittagessen ist das, zumindest meiner Meinung nach, noch gerade so akzeptabel. Mir auf jeden Fall hat es mal wieder sehr gut geschmeckt – ist eben gute Deutsche Hausmannskost.

Guten Appetit

Putensteak in Honig-Pfeffersauce & Gnocchi [30.01.2015]

Freitag, Januar 30th, 2015

Zuerst überlegte ich heute, ob ich mal wieder zum Gebackenen Seelachsfilet mit Remoulade, Zitronenecke und Kartoffelsalat greifen sollte, welches im Abschnitt Globetrotter auf der Speisekarte zu finden war. Aber auch das Steak von der Pute in Honig-Pfeffersauce, dazu Gnocchi bei Vitality übte einen gewissen Reiz aus, auch wenn man mal wieder die Sättigungsbeilage ausgetauscht hatte, denn hier sollte sich ursprünglich Kartoffelstampf mit Sellerie und Karotten mit serviert werden. Den Apfelstrudel mit Vanillesauce bei Tradition der Region und die Asia-Gerichte wie Gebackene Ananas und Banane oder San Sei Chop Suey – Verschiedene Fleischsorten mit Gemüse in Spezialsauce kamen wiederum heute nicht in die nähere Auswahl. Letztlich war es wohl die Tatsache, dass ich die Woche erst mit Kartoffelsalat begonnen hatte, die mich dazu bewog beim Putensteak zuzugreifen. Dazu nahm ich mir noch eine Mischung aus gedünsteten Broccoli und Blumenkohl von der Gemüsetheke sowie ein kleiner Becher Walnuss-Mousse aus dem heutigen Dessert-Angebot.

Turkey steak with honey pepper sauce / Putensteak in Honig-Pfeffersauce

Ohne die überaus leckeren Honig-Pfeffersauce, die Süße und Schärfe sehr gelungen kombinierte, wären die angebratenen Gnocchi und das dünne gebratene Putensteak eindeutig etwas zu trocken gewesen, aber in der vorliegenden Kombination ergab es ein doch recht schmackhaftes Gesamtgericht. Allerdings waren die Gnocchi, wahrscheinlich Reste von den Gnocchi mit Egerlingen, Austernpilzen und Spinat von gestern, qualitativ nicht hundertprozentig zufriedenstellend, daher muss ich hier einen kleinen Abzug in der Wertung vornehmen. Und auch die nur grob zerteilten Broccoli- und Blumenkohlröschen hatten schon bessere Zeiten erlebt, sie waren für meinen Geschmack etwas zu weich gedünstet und abgestanden. Absolut essbar, aber für volle Punktzahl reicht es auch hier nicht. Am schaumigen Walnussmousse mit seiner Garnitur aus Schokosauce, Physalis und Sternfrucht gab es aber glücklicherweise nichts auszusetzen. Insgesamt also ganz gut, aber verbesserungswürdig.
Als ich schließlich meine Blicke über die Tabletts der anderen Gäste schweifen ließ, erkannte ich schnell dass es mal wieder das Seelachsfilet mit Kartoffelsalat war, das den ersten Platz auf der Allgemeinen Beliebtheitsskala für sich ergattern konnte. Auf Platz zwei folgten das Putensteak, aber nur mit einen hauchdünnen Vorsprung vor den Asia-Gerichten, die ich somit auf Platz drei einordne. Auf Platz vier folgte schließlich der Apfelstrudel mit Vanillesauce.

Mein Abschlußurteil:
Putensteak: ++
Honig-Pfeffersauce; ++
Gnocchi: +
Blumenkohl- & Broccoli-Gemüse: ++
Walnuss-Mousse: ++

Gyros von der Pute frischen Zwiebeln, Tzatziki & Reis [29.01.2015]

Donnerstag, Januar 29th, 2015

Ursprünglich hatte ich heute ja geplant, bei den Gnocchi mit Austernpilzen, Egerlingen, Spinat und frischem Walnussöl bei Vitality zuzugreifen, einem Gericht das ich von hier oder hier in guter Erinnerung hatte. Aber die Gnocchi sahen heute leider leicht angebrannt aus, daher entschloss ich mich dazu mich erst einmal anderweitig umzusehen. Da fiel mir das heutige Zusatzangebot in Form eines Hähnchenbrust in Tikka Masala Sauce mit Reis ins Auge, die schon mal überaus verlockend aussah. Aber auch das Gyros von der Pute mit frischen Zwiebeln, Tzatziki und Reis bei Globetrotter sah nicht übel aus, während der Paprikagulasch mit Salzkartoffeln bei Tradition der Region und die Asia-Gerichte Taohoo Tod – Tofu gebacken auf Bratgemüse mit Koriandersauce oder Ko Lo Kai – Schweinefleisch gebraten mit verschiedenen Gemüse und Ananas in süß-saurer Sauce mich nicht besonders reizten. Letztlich fiel meine Wahl dann auf das Putengyros, zu dem sich noch eine Schale Erbsen als Gemüsebeilage sowie einen kleinen Becher Himbeercreme gesellten bevor ich schließlich die Kasse erreichte.

Turkey gyros with fresh onions, tzatziki & rice / Putengyros mit frischen Zwiebeln, Tzatziki & Reis

Wie bei Geflügelgyros fast üblich waren die Fleischstreifen im ersten Moment zwar etwas trocken, dafür aber sehr gelungen gewürzt. Hinzu kam dass man mit Hilfe der großzügigen Portion Tzatziki das Fleisch auch wunderbar garnieren konnte, so dass die Trockenheit letztlich nicht auffiel. Gemeinsam mit dem lockeren Reis, den ich vor dem Verzehr mit dem mit Kräutern und einer leichten Knoblauch-Note versehenen Erbsen mischte, sowie den wirklich sehr frischen Zwiebelringen ergab sich ein meiner Meinung nach sehr gelungenes Mittagsgericht. Und auch an dem luftig-lockeren Becherchen Himbeercreme, früher hieß das glaube ich eher Mousse, gab es nichts auszusetzen.
Das Putengyros war – wie ich sehen konnte – auch bei den anderen Gästen heute sehr beliebt, so dass ich diesem Gericht heute bedenkenlos den ersten Platz auf der Allgemeinen Beliebtheitsskala zubilligen kann. Auf Platz zwei folgten heute die Asia-Gerichte, die ich noch etwas häufiger sah als die somit drittplatzierte Hähnchenbrust mit Tikka Masala Sauce. Auf Platz vier meinte ich die Gnocchi zu erkennen und der Paprikagulasch erreichte schließlich, knapp dahinter, heute nur den fünften Platz.

Mein Abschlußurteil:
Putengyros: ++
Tzatziki: ++
Zwiebelringe: ++
Reis: ++
Erbsen: ++
Himbeercreme: ++

Gebratenes Seelachsfilet auf Paprika-Sauerkraut [28.01.2015]

Mittwoch, Januar 28th, 2015

Zwar reizte mich der Grillteller mit Schweine- und Putensteeak, gebratenen Würstchen, Grilltomate und selbstgemachter BBQ-Sauce, dazu Steak House Pommes, der heute bei Tradition der Region angeboten wurde mehr als nur ein wenig, aber heute blieb ich hart und griff wie Mittwochs üblich zum Fischgericht, welches heute durch ein Gebratenes Seelachsfilet auf Paprika-Sauerkraut mit Salzkartoffeln repräsentiert wurde. Die anderen Gerichte wie Spinat-Ricotta-Canneloni mit Tomatensauce und Bechamel gratiniert bei Globetrotter, das Zusatzangebot Käsespätzle mit Röstzwiebeln sowie die Asia-Gerichte wie Bami Goreng – Gebratene Nudeln mit verschiedenem Gemüse in Currysauce oder Gaeng Ped Gai – Hühnerfleisch gebraten mit verschiedenem Gemüse in Hoi Sin kamen nicht in meine nähere Auswahl. Zum Fisch gesellte sich schließlich noch ein Becherchen Milchreis mit roter Grütze aus dem heutigen Dessert-Angebot.

Seelachsfilet aus Paprika-Sauerkraut mit Salzkartoffeln / Coalfish filet on bell pepper sauerkraut with potatoes

Die Kombination von Fisch mit Sauerkraut erschien zugegebener Maßen im ersten Moment etwas ungewöhnlich, wie sich nach den ersten Bissen herausstellte passte beides aber dennoch geschmacklich sehr gut zusammen. Das in dünner Panada gebratene Fischfilet erwies sich als angemehm zart, saftig und frei von Gräten, das mit roten und grünen Paprikastreifen versehene Weinsauerkraut war angenehm würzig und die kleinen, im Ganzen servierten waren gut durchgekocht, besaßen aber auch noch genügend biss. Fand ich sehr lecker – und das für gerade mal 545kcal. Da brauchte ich mir auch wegen des kleinen Becherchen Milchreis samt seiner Garnitur aus roter Kirschgrütze, einer Scheibe Sternfrucht, einer Physalis und einem Klecks Sahne keine Gedanken zu machen.
Den größten Zuspruch erfreute sich heute aber natürlich der Grillteller, den ich mit großem Vorsprung vor allen anderen Angeboten am häufigsten auf den Tabletts der anderen Gäste sah und dem somit der erste Platz auf der Allgemeinen Beliebtheitsskala gebührte. Auf Platz zwei folgte aber schon der Seelachs mit Sauerkraut, das knapp vor den Canneloni lag, die ich somit auf dem dritten Platz einordne. Platz vier teilten sich schließlich die Käsespätzle und die Asia-Gerichte, bei denen ich trotz genauem Hinsehens keinen klaren Favoriten ausmachen konnte.

Mein Abschlußurteil:
Seelachsfilet: ++
Paprika-Sauerkraut: ++
Salzkartoffeln: ++
Milchreis mit roter Grütze: ++

Chili con Carne mit saurer Sahne & Baguette [27.01.2015]

Dienstag, Januar 27th, 2015

Zwar gab es heute mal wieder eine meiner Leibspeisen in unserem Betriebsrestauraunt, denn auf der Speisekarte fand sich im Bereich Globetrotter das Chili con Carne mit Sauerrahm und Baguette, jedoch hatte man sich heute dazu entschlossen es in einer dieser Mini-Auflaufformen zu servierenund das sah mir im ersten Moment sehr nach einer Kinderportion aus, daher sah ich mich erst mal gründlich bei den anderen Angeboten um. Ein klarer Favorit war da natürlich das Kartoffelgeröstel mit Lauch und Schafskäse, das bei Vitality, aber auch das heutige Zusatzangebot in Form einer Gefüllten Hähnchenbrust auf Bohneneintopf mit frischen Tomaten sah nicht übel aus. Die 6 Stück Nürnberger Rostbratwürste mit Bratensauce, Sauerkraut und Kartoffelpüree bei Tradition der Region interessierte mich heute weniger und auch die Asia-Gerichte wie Gebratener Eierreis mit Gemüse nach Canton-Art oder Gaeng Ped Mua – Gebackenes Seelachsfilet mit verschiedenen Gemüsesorten in Kokosmilchsauce kamen heute wiederum nicht in die nähere Auswahl. Bis zu guter Letzt war ich aber unschlüssig und schließlich siegte doch meine Vorliebe für den mexikanischen Hackfleisch-Bohneneintopf. Dazu nahm ich mir noch ein Becherchen Birnenjoghurt aus dem heutigen Dessert-Angebot.

Chili con Carne & Baguette

Die Portion war wirklich nicht sonderlich groß, reichte aber gemeinsam mit dem noch angenehm frischen Baguette reichte es letztlich doch aus um satt zu werden. Aber leider war das Chili aber auch etwas dünn geraten, so dass ich eigentlich dazu geneigt war etwas in der Abschlusswertung abzuziehen. Letztlich war es die angenehm kräftige Schärfe, die das Gericht heute inne hatte, die mich dazu bewog, es knapp am Punkteabzug vorbei schrammen zu lassen. Bleibt nur zu hoffen, dass man diese minimale Portionsgröße in Zukunft nicht beibehält. Am mit zahlreichen Fruchtstücken versehenen Birnenjoghurt gab es aber absolut nichts auszusetzen.
Auf der heutigen Allgemeinen Beliebtheitsskala lagen die Nürnberger Rostbratwürste mit kleinen, aber deutlich erkennbaren Vorsprung auf Platz eins der Allgemeinen Beliebtheitsskala. Auf Platz zwei würde ich aber schon das Chili con Carne einordnen, das ich meinte etwas häufiger zu sehen als die Hähnchenbrust auf grünen Bohnen und die Asia-Gerichte, die sich den dritten Platz teilten. Nur knapp dahinter folgte aber schon das Kartoffelgeröstel mit Lauch und Schafskäse, das für ein vegetarisches Gericht recht beliebt war, aber es dennoch nicht weiter als hier hin schaffte.

Mein Abschlußurteil:
Chili con Carne: ++
Baguette: ++
Birnenjoghurt: ++

Gebackenes Schweinekotelett mit Kartoffel-Gurkensalat [26.01.2015]

Montag, Januar 26th, 2015

Mein erster Blick galt heute der Arabischen Reisgemüsepfanne „Makluba“, die im Bereich Vitality auf der Speisekarte stand und meines Wissens nach heute Premiere bei uns hatte. Ich hatte mich vorher informiert und herausgefunden, dass der Begriff „Makluba“ so viel wie „umgekehrt“ oder „umgestülpt“ bedeutet. Der Name kommt daher, dass man Gemüse, Reis und Lamm- oder Geflügelfleisch in einem Topf gart und diesen am Ende umstülpt, so dass eine Art Reistorte entsteht, die man z.B. noch mit Pinienkernen garniert. Davon war die Version die man unserem Betriebsrestaurant anbot leider weit entfernt, auch wenn man es noch mit etwas Sour Cream oder ähnlichem versehen hatte. Wäre noch Fleisch dabei gewesen, hätte ich es mir vielleicht anders überlegt, aber so entschied ich mich doch dazu, mich anderweitig umzusehen. Vielleicht ein anderes mal. Die Asia-Gerichte wie Poh Piard Thord – Knusprige Frühlingsröllchen oder Gung Pao Ngao – Rindfleisch gebraten mit Chili, Knoblauch, Morcheln, Bambus und Gemüse sprachen mir ebenso wenig an wie die Spaghetti Carbonara mit Parmesan bei Globetrotter. Also griff ich zum Gebackenen Schweinekotelett mit Kartoffel-Gurkensalat aus der Abteilung Tradition der Region und ergänzte sie noch mit etwas zwei Zitronenecken, einigen Möhren und Broccoli von der Gemüsetheke und einem kleinen Becher Waldbeerenquark aus dem heutigen Dessert-Angebot.

Breaded pork chop with potato cucumber salad / Paniertes Schweinekotelett mit Kartoffel-Gurkensalat

Der mit Essig angemachte Salat aus vielen gekochten Kartoffeln und wenigen rohen Scheiben einer Salatgurke war von seiner Machart her zwar recht simpel, aber dennoch würzig und überaus gelungen. Und auch das angenehm große, paniert gebackene Schweinekotelett erwies sich als gute Wahl, denn der Knochen war angenehm klein und die Ausbeute an verzehrbarem Fleisch dementsprechend groß, außerdem fanden sich auch angenehm wenige fettige Stellen daran. Garniert mit dem Saft aus den Zitronenecken eine überaus schmackhafte Wahl. Und da sie gebacken waren, trieften sie auch nicht von Bratfett und waren wohl keine allzu große kalorientechnische Sünde. Am Gemüse gab es aber zwei Punkte auszusetzen: die Stücke des gedünsteten Broccoli waren etwas groß geraten und die Möhren wirkten ganz leicht abgestanden. Daher ziehe ich hier ein klein wenig in der Wertung ab. Am fruchtigen, mit zahlreichen Fruchtstücken versehenen Waldbeerenquark samt seiner Garnitur aus Sahne, Knusperflöckchen und einer Weintraube gab es aber nichts zu meckern. Insgesamt also eine gute Entscheidung.
Sah man sich heute im Speiseraum um, erkannte man recht schnell dass auch die viele der anderen Gäste das Kotelett den anderen Angeboten ebenfalls vorzogen, weshalb ich diesem panierten Rippenstück ohne jeden Zweifel Platz eins auf der Allgemeinen Beliebtheitsskala zubilligen kann. Auf Platz zwei folgten dann die Asia-Gerichte, die ich meinte ein klein wenig häufiger auf den anderen Tabletts zu sehen als die Spaghetti Carbonara, die somit den dritten Platz belegten. Das vegetarische Makluba folgte schließlich auf Platz vier.

Mein Abschlußurteil:
Schweinekotelett: ++
Kartoffel-Gurkensalat: ++
Möhren-Broccoli: ++
Waldbeerenquark: ++

Hähnchenpfanne „1001 Nacht“ – das Rezept

Sonntag, Januar 25th, 2015

Das Rezept das ich heute hier präsentieren möchte, zeichnet sich vor allem durch seine gelungene Kombination verschiedener Gewürze und seiner angenehm orientalischen Geschmacksnote aus. Ich mag es ja, mit verschiedenen Gewürzen ein wenig herum zu spielen und bei dieses Gericht durfte ich mal wieder feststellen, was für wunderbare Geschmackserlebnisse man so zaubern kann – ich war auf jeden Fall sehr begeistert vom Ergebnis. Daher möchte ich es natürlich nicht versäumen, das zugehörige Rezept hier einmal kurz in gewohnter Form vorzustellen.

Was benötigen wir also für 3-4 Portionen?

170g Zwiebeln
01 - Zutat Zwiebeln / ingredient onions

1 Knoblauchzehe
02 - Zutat Knoblauch / Ingredient garlic

600g Hähnchenbrustfilet
03 - Zutat Hähnchenbrustfilet / Ingredient chicken breast filet

1 Esslöffel Weizenmehl
04 - Zutat Mehl / Ingredient flour

1/2 Esslöffel Curry
05 - Zutat Curry / Ingredient curry

1/3 Teelöffel Ingwerpulver
06 - Zutat Ingwerpulver / Ingredient ginger powder

1/3 – 1/2 Teelöffel Paprikapulver rosenscharf
07 - Zutat Paprika / Ingredient paprika

1 Messerspitze Cayennepfeffer
08 - Zutat Cayennepfeffer / Ingredient cayenne pepper

2 Spitzpaprika
(Optional – hatte ich noch vorrätig und musste weg)
09 - Zutat Spitzpaprika / Ingredient pointed pepper

2 Esslöffel Mangochutney
10 - Zutat Mangochutney / Ingredient mango chutney

400ml Geflügelfond
11 - Zutat Geflügelfond / Ingredient chicken stock

150g Creme fraiche
12 - Zutat Creme fraiche / Ingredient creme fraiche

2 Teelöffel Zitronensaft
13 - Zutat Zitronensaft / Ingredient lemon juice

2 Esslöffel Butterschmalz
09 - Zutat Butterschmalz / Ingredient ghee

200g Basamatireis
14  -Zutat Basmatireis / Ingredient basmati rice

etwas Butter für den Reis
sowie etwas Salz und Pfeffer zum würzen

Wie üblich beginnen wir mit der Vorbereitung der einzelnen Zutaten und schälen erst einmal die Zwiebeln, um sie dann fein zu würfeln.
15 - Zwiebel würfeln / Dice onion

Außerdem zerkleinern wir die Knoblauchzehe
16 - Knoblauch zerkleinern / Mince garlic

und waschen die Spitzpaprika, entkernen sie und schneiden sie in kleine Würfel.
17 - Spitzpaprika würfeln / Dice chicken breast

Dann spülen wir die Hähnchenbrust kalt ab, tupfen sie trocken
18 - Hähnchebrust kalt abspülen / Wash chicken breast

und schneiden sie in mundgerechte Stücke.
19 - Hähnchenbrust würfeln / Dice chicken breast

Nachdem wir dann Mehl, Curry, Ingwerpulver, Paprika und Cayennepeffer in eine Schüssel gegeben
20 - Gewürze & Mehl in Schüssel geben / Put flour & seasonings in bowl

und gründlich miteinander vermischt haben
21 - Mehl & Gewürze gründlich vermengen / Mix well

wenden wir die Hähnchenbruststücke darin
22 - Hähnchenbrust in Mischung wenden / Coat chicken breast in flour seasoning mix

bis alle rundherum damit bedeckt sind.
23 - Hähnchenbrust paniert / Coated chicken breast

Dann erhitzen wir die beiden Esslöffel Butterschmalz in einer größeren Pfanne auf leicht erhöhter Stufe
24 - Butterschmalz zerlassen /

und geben die panierten Hähnchenbrustwürfel hinein
25 - Hähnchenbrustwürfel in Pfanne geben / Add diced chicken

und braten sie scharf rundherum für ca. 5 Minuten an.
26 - Hähnchenbrustwürfel scharf anbraten / Sear chicken dices

Ist das Hähnchenfilet dann gut durchgebraten, reduzieren wir die Platte auf mittlere Stufe, geben die gewürfelten Zwiebeln
27 - Zwiebeln addieren / Add onions

sowie die zerkleinerte Knoblauchzehe mit hinzu
28 - Knoblauch hinzufügen / Add garlic

und dünsten alles kurz mit an bis die Zwiebeln glasig werden.
29 - Zwiebeln & Knoblauch andünsten / Braise onion & garlic lightly

Anschließend geben wir auch die Paprikawürfel in die Pfanne,
30 - Paprika in Pfanne geben / Add bell pepper

dünsten sie kurz an bis sie etwas Farbe bekommen,
31 - Paprika andünsten / Braise bell pepper

geben die beiden Esslöffel Mangochutney mit in die Pfanne,
32 - Mangochutney hinzufügen / Add mango chutney

verrühren es und braten es kurz mit an
33 - Mangochutney anbraten / Braise mango chutney

und löschen das Ganze schließlich mit dem Geflügelfond ab. Alternativ kann man hier übrigens auch Gemüsebrühe verwenden.
34 - Mir Geflügelfond ablöschen / Deglaze with chicken stock

Den Pfanneninhalt lassen wir nun kurz aufkochen und für etwa zehn Minuten bei gelegentlichem umrühren vor sich hin köcheln.
35 - Aufkochen & köcheln lassen / Bring to boil & simmer

Parallel setzen wir einen Topf mit Wasser, bringen ihn zum kochen
36 - Wasser für Reis aufsetzen / Bring water for rice to boil

geben dann eineinhalb Teelöffel Salz hinzu
37 - Wasser salzen / Salt water

und kochen den Basamatireis darin gemäß Packungsbeschreibung.
38 - Reis kochen / Cook rice

Nun geben wir die Creme fraiche in die Pfanne,
39 - Creme fraiche hinzufügen / Add creme fraiche

verrühren sie gründlich mit dem restlichen Pfanneninhalt
40 - Creme fraiche verrühren / Stir in creme fraiche

und schmecken dann alles mit den beiden Teelöffel Zitronensaft
41 - Mit Zitronensaft würzen / Season with lemon juice

sowie etwas Salz und Pfeffer ab. GGf. können wir die Sauce auch noch mit etwas hellen Saucenbinder eindicken.
42 - Mit Pfeffer & Salz abschmecken / Taste with salt & pepper

Sobald der Reis fertig gekocht ist, gießen wir ihn in ein Sieb ab,
43 - Reis in Sieb abgießen / Drain rice in sieve

geben ihn noch heiß zurück in den Topf,
44 - Reis zurück in Topf geben / Put rice back in pot

fügen ein Stück Butter hinzu
45 - Butter hinzufügen / Add Butter

und lassen es im Reis schmelzen, wobei wir alles gründlich miteinander vermischen.
46 - Butter im Reis schmelzen lassen / Melt butter in rice

Anschließend können wir das Gericht auch schon servieren und genießen.
47 - Oriental chicken stew / Hähnchenpfanne "1001 Nacht" - Serviert

Die Sauce kombinierte sehr gelungen die orientalischen Note der Gewürze mit dem fruchtig-scharfen Geschmack des Mango-Chutneys und der Cremigkeit des Creme fraiche. Dazu passten wunderbar sowohl die paniert gebratenen, saftigen und würzigen Hähnchenbrustwürfel als auch die Paprikastücke und machten das Gericht zu einem wahren Geschmackserlebnis. Die leichte Zitrusnote des Zitronensaft rundeten das Ganze schließlich geschmacklich ab. Passte alles wirklich perfekt zusammen.

48 - Oriental chicken stew / Hähnchenpfanne "1001 Nacht" - Seitenansicht

Ich könnte mir auch noch weitere Gemüsezutaten wie Zucchini, rote Linsen oder Zuckerschoten gut in diesem Gericht vorstellen, außerdem könnte man den Reis bestimmt auch durch Naan-Brot ersetzen. Ansonsten würde ich aber nichts mehr an diesem Rezept verändern, denn die Kombination ist – zumindest meinem Geschmacksempfinden nach – wirklich perfekt. Ich hoffe, dass dies andere ebenfalls so empfinden und kann dem Rezept nur meine wärmste Empfehlung aus aussprechen.

Guten Appetit

Jakobsmuscheln auf Basilikum-Zucchinigemüse – das Rezept

Samstag, Januar 24th, 2015

Schon lange wollte ich mal ein Rezept mit Jakobsmuscheln zubereiten, doch bisher hatte ich noch nicht das richtige gefunden. Doch nun bin ich auf dieses Rezept für Jakobsmuscheln auf Basilikum-Zucchinigemüse gestoßen, das mich sofort ansprach. Dass es sich dabei um ein Rezept aus der Low-Carb-Küche handelt fand ich dabei nebensächlich und eher ein zusätzlicher Reiz nachdem ich auf der Webseite meiner geschätzten Bloggerkollegin Sonja schon so viel über diese Art des Kochens mit wenig Kohlehydraten gelesen hatte. Für die Zubereitung griff ich zu frischen Jakobsmuscheln, die zwar nicht gerade billig sind (über 10 Euro für 6 Stück mit ca. 230g), aber das war es mir wert. Hätte es sie mit Schale gegeben, hätte ich auch diese genommen, da ich natürlich auch das auslösen des Muskelfleischs mal ausprobieren wollte, aber da verlangt man hier in München in einem normalen Supermarkt mit Fischtheke wohl doch zu viel. Und bis zum Viktualienmarkt oder in ein spezielles Fischgeschäft in der Innenstadt wollte ich heute auch nicht mehr laufen. Außerdem besteht bei unsachgemäßer Handhabung die Gefahr, dass man das Fleischstück beschädigt, also war das ganz gut so. 😉 Damit aber genug der langen Vorrede, kommen wir nun zum Rezept, das ich mit diesem Beitrag ja eigentlich vorstellen wollte.

Was benötigen wir also für 2 Portionen?

6 Jakobsmuscheln
(Sollten wir große Exemplare bekommen, dürften auch 4 Stück reichen)
01 - Zutat Jakobsmuscheln / Ingredient scallops

2 mittelgroße Zucchini
02 - Zutat Zucchini / Ingredient zucchini

1 große Bio-Orange (unbehandelt)
03 - Zutat Orange / Ingredient orange

1 Zehe Knoblauch
04 - Zutat Knoblauch / Ingredient garlic

50g Kräuterbutter
05 - Zutat Kräuterbutter / Ingredient herb butter

1 Esslöffel Currypulver
06 - Zutat Curry / Ingredient curry

1 Teelöffel Salz
07 - Zutat Salz / Ingredient salt

1 Esslöffel Olivenöl
10 - Zutat Olivenöl / Ingredient olive oil

2 Hand voll Basilikum (ca. 2/3 Topf / Bund)
08 - Zutat Basilikum / Ingredient basil

sowie etwas Salz und Pfeffer zum würzen

Beginnen wir nun also damit, die beiden Zucchini zu waschen und zu trocknen – denn man weiß ja nie was die Person, die sie vor uns an der Gemüsetheke angefasst hat sonst noch so mit ihren Fingern macht oder ob sie gesund war. 😉
09 - Zucchini waschen / Wash zucchini

Anschließend schneiden wir sie gleichmässig in ca. 0,5cm dicke Scheiben.
10 - Zucchini in Scheiben schneiden / Cut zucchini in slices

Dann waschen wir unsere Bio-Orange, trocknen sie mit einem Küchentuch
11 - Orange waschen / Wash orange

und ziehen rundherum die Haut mit einem Zestenreißer ab.
12 - Orangenschale mit Zestenreißer abziehen / Cut orange peel with zester

Außerdem waschen wir das Basilikum, schütteln es trocken,
13 - Basilikum waschen / Wash basil

zupfen die Blättchen von den Stielen
14 - Basilikumblättchen abzupfen / Pick basil leaflets

und zerkleinern diese grob.
15 - Basilikum zerkleinern / Chop garlic

Des weiteren schälen wir die Knoblauchzehe und zerkleinern sie gründlich.
16 - Knoblauch zerkleinern / Mince garlic

Nun geben wir den Esslöffel Curry und den Teelöffel Salz auf einen kleinen Teller,
17 - Salz zum Curry geben / Add salz to curry

vermischen beides gründlich miteinander,
18  -Salz & Curry mischen / Mix salt & curry

waschen unsere Jakobsmuscheln und tupfen sie trocken
19 - Jakobsmuscheln abspülen / Wash scallops

und wenden diese schließlich in unserer Salz-Curry-Mischung, so dass sie rundherum damit bedeckt sind. 20 - Jakobsmuscheln in Salz-Curry-Mischung wenden / Coat scallops with curry salt mix

Anschließend zerlassen wir etwa die Hälfte unserer Kräuterbutter in einer größeren Pfanne
21 - Hälfte Kräuterbutter zerlassen / Melt half of herb butter

dünsten die zerkleinerte Knoblauchzehe darin an
22 - Knoblauch andünsten / Braise garlic lightly

und geben dann die Zucchinischeiben mit ein die Pfanne
23 - Zucchinischeiben addieren / Add zucchini slices

und dünsten sie für ca. 6 bis 7 Minuten unter gelegentlichem Wenden darin an bis sie so gut wie durchgebraten sind, aber noch etwas Biss haben. Dazu am besten einfach eine Scheibe probieren.
24 - Zucchinischeiben anbraten / Braise zucchini slices

Nun geben wir die restliche Kräuterbutter
25 - Restliche Kräuterbutter hinzufügen / Add remaining herb butter

sowie die Orangenschalen-Zesten – bis auf einen kleinen Rest zum garnieren – mit in die Pfanne,
26 - Orangenzesten hinzufügen / Add orange zests

dünsten alles kurz an und lassen die Kräuterbutter schmelzen,
27 - Alles kurz mit anbraten / Braise everything

schmecken alles mit etwas Salz und Pfeffer ab
28 - Mit Pfeffer & Salz abschmecken / Taste with pepper & salt

und schalten dann die Platte auf die niedrigste Stufe herunter, um das Zucchinigemüse bei geschlossener Pfanne warm zu halten.
29 - Geschlossen auf niedriger Stufe bei Seite stellen / Put aside closed on low heating

In einer zweiten, kleineren Pfanne erhitzen wir dann den Esslöffel Olivenöl
30 - Olivenöl erhitzen / Heat up olive oil

und geben die panierten Jakobsmuscheln hinein
31 - Panierte Jakobsmuscheln hinzufügen / Add scallops

um sie von jeder Seite für ca. 2-3 Minuten anzubraten.
32 - Jakobsmuscheln beidseitig anbraten / Braise scallops from both sides

Zum Schluss geben wir noch das Basilikum zum Zucchinigemüse, schwenken alles kurz durch
33 - Basilikum unterheben / Fold in basil

und können das Gericht auch schon mit den verbliebenen Orangenschalen-Zesten garniert servieren und genießen.
34 - Scallops in zucchini basil vegetables / Jakobsmuscheln auf Zucchini-Basilikumgemüse - Serviert

Das Zucchinigemüse mit seinem frischen Basilikum, den Kräutern aus der Kräuterbutter, dem Knoblauch und der leichten Zitrusnote von der Orange fand ich schon mal überaus gut gelungen. Die Zucchinischeiben besaßen noch immer leicht biss und die Zesten von den Orangenschalen störten entgegen meiner Befürchtung beim Verzehr überhaupt nicht. Der Höhepunkt waren aber zweifellos die mit Curry und Salz panierten Jakobsmuscheln, denen die zwei bis drei Minuten absolut ausgereicht hatten um gar zu werden. Da es sich hier ja um reines Muskelfleisch handelt, waren sie zwar zart, aber dennoch angenehm fest in ihrer Konsistenz, hatten sie aber beim Braten natürlich etwas zusammengezogen. Verstehe schon, warum sie bei Gourmets neben den Austern zu den absoluten Lieblingsmuscheln zählen. Und auch was den Sättigungsgrad dieses Gerichts anging war ich positiv überrascht, denn trotz fehlender „Sättigungsbeilage“ wie Kartoffeln, Nudeln oder Reis bin ich doch angenehm satt geworden. Ich denke, ich sollte in Zukunft doch mal mehr aus dem Bereich der Low-Carb-Gerichte testen. Das soll natürlich niemanden davon abhalten, sich dennoch eine Tasse Reis dazu zuzubereiten. 😉

35 - Scallops in zucchini basil vegetables / Jakobsmuscheln auf Zucchini-Basilikumgemüse - Seitenansicht

Aufgrund der fehlenden Kohlehydrate fiel natürlich auch der Kalorienwert angenehm niedrig aus. Meiner Kalkulation liegt die gesamte Zubereitung bei ca. 700kcal, also gerade mal 350kcal pro Portion. Und das trotz einer nicht unbeträchtlichen Menge an Kräuterbutter, die ich darin verwendet habe. Aber Zucchini haben so gut wie keine Kalorien und auch die Jakobsmuscheln sind – wie die meisten Meeresfrüchte und Fisch – angenehm leicht. Somit gibt es an diesem Rezept – zumindest aus meiner Sicht – nichts mehr zu verändern oder zu verbessern.

Guten Appetit