Archive for July, 2015

Putensteak mit Kartoffel-Selleriestampf in Honig-Pfeffersauce [31.07.2015]

Friday, July 31st, 2015

Zwar bot unser Betriebsrestaurant auch am heutigen Freitag mit Tagliatelle mit Lachswürfeln in Weißwein-Tomatensauce im Bereich Globetrotter seiner Speisekarte ein überaus verlockendes Fischgericht an, doch ich entdeckte noch etwas viel besseres, das ich schon viel zu lange nicht mehr verzehrt hatte. Und das war nicht etwa der Apfelstrudel mit Vanillesauce aus der Sektion Tradition der Region oder die Gebackenen Ananas und Banane bzw. Nua Pad King – Rindfleisch scharf mit Frühlingszwiebeln, Bambus und Ingwer von der Asia-Thai-Theke, sondern das Putensteak mit Kartoffel-Selleriestampf in Honig-Pfeffersauce bei Vitality, einen Klassiker dieser Location. Dazu nahm ich mir noch ein Schälchen Erbsen und Möhren von der Gemüsetheke und ein Becherchen Naturjoghurt mit roter Grütze aus dem heutigen Dessert-Angebot.

Turkey Steak with honey pepper sauce & mashed potatoes with carrots & celeriac / Putensteak mit Honig-Pfeffersauce & Kartoffelstampf mit Möhren & Sellerie

Leider hatte ich eines der etwas unförmigeren Putensteaks erwischt, aber da das Fleisch angenehm zart sowie einigermaßen saftig war und auch die Menge ausreichend war, konnte ich gut damit leben. Der Kartoffelstamp, also grobers Kartoffelpüree, war außerdem nicht nur mit Knollensellerie, sondern auch mit kleinen Möhrenstückchen versetzt. Sehr lecker und deutlich besser als das dünne, aus Pulver hergestellte Zeug das man hier sonst häufig serviert hat. Einzig die Sauce enttäuschte heute etwas, denn es war nicht die helle, würzige Variante wie ich sie von hier, hier oder hier in Erinnerung hatte, sondern eine deutlich dunklere Variante, die zwar geschmacklich in Ordnung war, aber eben keine klassische Honig-Pfeffersauce, sondern womöglich sogar irgend eine Fertigssauce aus der Tüte. Daher gibt es hier einen Punktabzug. Erbsen und Möhren waren aber wieder in Ordnung, denn sie waren sowohl angenehm heiß als auch noch frisch und knackig – und sogar mit einigen Kräutern verfeinert. Da gab es ebenso wenig etwas dran zu meckern wie an dem kleinen Becher milden Naturjoghurts mit seiner Garnitur aus roter Grütze mit zahlreichen Fruchtstückchen von roter Johannisbeere und Kirsche.
Sah man sich im Schankraum des Betriebsrestaurants um, erkannte man schnell dass der größte Teil des anderen Gäste heute den Nudeln mit Lachs in Weißwein-Sahnesauce den Vorzug gegeben hatten, und das obwohl man die angekündigten Tagliatelle durch Spaghetti ersetzt hatte. Nach dem Nudelgericht auf Platz eins der Allgemeinen Beliebheitsskala folgten aber schon das Putensteak auf dem zweiten Platz, das meinte ein klein wenig häufiger zu sehen als die Asia-Gerichten, die somit den dritten Platz belegten. Auf Platz vier folgte schließlich der Apfelstrudel.

Mein Abschlußurteil:
Putensteak: ++
Honig-Pfeffersauce: +
Kartoffel-Selleriestampf: ++
Erbsen & Möhren: ++
Naturjoghurt mit roter Grütze: ++

Schweinesteak mit Jägersauce und Spätzle [30.07.2015]

Thursday, July 30th, 2015

Da mich weder die Penne Rigate “Pesto Genovese” mit Tomatensugo und Parmesan bei Vitality noch der Würstelgulasch mit Paprika und Zwiebeln, dazu Kartoffeln bei Tradition der Region sonderlich reizte und auch das Ko Lo Zai – Gebratenes Gemüse in süß-saurer mit Ananas nach Peking Art und das Mua Pad Takai – Schweinefleisch mit Bambusstreifen, Frühlingszwiebeln, Paprika in Chili-Zitronengrassoße mich besonders ansprachen, fiel meine Entscheidung heute recht schnell auf das Schweinesteak mit Jägersauce und Spätzle aus der Sektion Globetrotter. Dazu gesellte sich noch eine kleine Schale Speckbohnen aus dem heutigen Gemüseangebot und ein Becherchen Blue Curacao Creme von der Dessert-Theke. Die ungewöhnliche, grünlich-blaue Farbe dieses Nachtisch kommt auf dem Photo leider bei dem ebenfalls grünlichen Tablett leider kaum zur Geltung, daher erwähne ich es extra.

Pork steak in mushroom sauce with spaetzle / Schweinesteak in Jägersauce mit Spätzle

Das gebratene Steak war zwar schön mager und gut gewürzt, aber durch das Braten ganz leicht trocken geworden. Zum Glück hatte man eine großzügige Portion mild würziger Pilzrahmsauce hinzugefügt, die dieses bei scharf gebratenem Schweine häufig übliche Manko mehr als ausreichend kompensierte. Einzig etwas mehr Pilze hätten dieser Sauce noch ganz gut getan – es reichte aber gerade noch damit ich von einem Punktabzug absehen kann. Die Spätzle oder besser Knöpfle gaben schließlich auch keinen Grund irgendwelche Kritik anzubringen. Aber bei den mit kleinen Speckwürfelchen und Zwiebelstückchen versehenen grünen Bohnen muss ich einen kleinen Abzug vornehmen, da sie leider nicht nur bereits etwas abgekühlt, sondern auch etwas zu lange gekocht schienen. Beim Dessert schließlich konnte ich das Aroma zwar nicht so recht identifizieren, unter Curacao versteht man ja normalerweise einen aus Bitterorangen destillierten Likör in blauer Farbe, aber diesen Geschmack konnte ich hier nicht identifizieren. Das Ganze schmeckte fast nur nach Sahne mit einem ganz leichten, nicht näher identifizierbaren Fruchthauch. Daher kann ich auch hier keine volle Punktzahl geben, denn ich hatte mit irgendwie mehr erwartet.
Unerwarteterweise schienen es heute Ausnahmsweise mal die Asia-Gerichte zu sein, die den ersten Platz für sich erobern konnten, auch wenn der Vorsprung zum zweitplatzierten Schweinesteak mit Jägersauce nur sehr gering war. Auf dem dritten Platz folgten schließlich, auch unerwartet die vegetarischen Penne Rigata mit Pesto Genovese und erst knapp dahinter auf Platz vier kam schließlich der Wurstgulasch.

Mein Abschlußurteil:
Schweinesteak: ++
Jägersauce: ++
Spätzle: ++
Speckbohnen: +
Blue Curacao Creme: +

Leberkäs-Semmel

Thursday, July 30th, 2015
Bavarian meat loaf sandwich / Leberkäs-Semmel

Obwohl ich normalerweise ja nicht Frühstücke, war mir heute ausnahmsweise mal nach irgend einer Stärkung am Vormittag. Daher besorgte ich mir eine Leberkäs’semmel aus dem Bistro unseres Betriebsrestaurants. Von der dicke der Scheibe Leberkäse war ich allerdings etwas enttäuscht, denn vergleicht man sie mit früheren Varianten wie hier oder hier, erschien mir die Dicke des Leberkäse um mindestens ein Drittel geringer – und das zum alten Preis. Außerdem fand ich den Leberkäse heute leicht versalzen. Das nächste Mal nehme ich dann wohl doch lieber eine Fleischpflanzerl-Semmel – auch wenn die ja ebenfalls seit einiger Zeit etwas geschrumpft sind – sh. dazu auch hier. Aber was solls, dann sind es eben ein paar Kalorien weniger. 😉

Rosa gebratenes Roastbeef mit Remoulade & Bratkartoffeln – Wirtshaus Dicke Sophie [29.07.2015]

Wednesday, July 29th, 2015

Heute Abend verschlug es uns mal wieder ins Wirtshaus Dicke Sophie in der Johanniskirchner Straße hier in München, eine Location mit deftig-bayrischer aber auch internationaler Küche, über die ich ja hier bereits etwas ausführlicher und auch hier oder hier schon einmal berichtet hatte. Für den gemütlichen Biergarten war das Wetter heute leider nicht so sehr geeignet, aber wir hatten in weiser Vorraussicht drinnen reserviert und das war auch gut so, denn es war für einen Mittwoch Abend brechend voll und wir hätten ohne Reservierung drinnen wohl keinen Platz mehr bekommen. Bei der Durchsicht der Speisekarte fand ich dort gleich mehrere Gerichte, die mein kulinarisches Interesse weckten. Vor allem auf der aktuellen Wochenkarte fanden sich wieder einige Schmankerl und ich entschied mich nach längerem Hin und Her schließlich für das dort angebotene Rosa gebratene Roastbeef mit Remouladensoße und Bratkartoffeln für 14,60 Euro, das ich noch durch einen kleinen hausgemachten Speckkrautsalat ergänzte.

Home made bacon cole slaw / Hausgemachter Speck-Krautsalat

Roastbeef with remoulade & fried potatoes / Rosa gebackener Roastbeef mit Remoulade & Bratkartoffeln

Dem Krautsalat, der neben kleinen Speckwürfeln auch mit einer nicht zu verachtenden Menge Kümmel angemacht war, nahm ich sofort ab dass er hausgemacht war, denn so etwas leckeres gibt es kaum zu kaufen. Kümmel muss man zwar mögen, aber hier passte er wunderbar hinein. Und auch das auf Zimmertemperatur servierte, innen schön rosafarbene Roastbeef war wunderbar gelungen: schön zart und saftig, so wie es sein muss. Das einzige was etwas störte waren einige dünne, knusprige Fettstreifen am Rand der hauchdünnen Scheiben, aber darüber konnte man geflissentlich auch hinweg sehen. Die Remoulade mit war wohl auch hausgemacht und überaus gut gelungen, die Mayonaise war deutlich intensiver im Geschmack als das was ich z.B. aus unserem Betriebsrestaurant kenne und ich entdeckte neben Gurkenstückchen und Kräutern sogar etwas Eigelb darin. Einzig bei den Bratkartoffeln muss ich ein kleines Haar lassen, denn obwohl sie größtenteils in Ordnung waren fanden sich doch einige kleinere Stückchen darin, die eindeutig zu lange gebraten worden und dadurch etwas zu knusprig waren. Aber das ist natürlich auch Geschmackssache. Insgesamt aber ein sehr gelungenes Abendessen und ich kann meine bereits mehrfach ausgesprochene Empfehlung für das Wirsthaus Dicke Sophie, das übrigens auch über einen sehr umfangreichen Mittagstisch verfügt, nur noch ein weiteres Mal erneuern.

Seehecht in Curry-Sesamkruste mit Reis & Kräutersauce [29.07.2015]

Wednesday, July 29th, 2015

Am heutigen Mittwoch war natürlich mal wieder Fisch angesagt und mit einem Seehecht in Curry-Sesamkruste mit Gemüsereis und Kräutersauce stand im Bereich Vitality der Speisekarte unseres Betriebsrestaurants auch ein passender Kandidat zur Auswahl. Gut, ich muss zugeben dass auch die Spaghetti Bolognese mit Parmesan bei Globetrotter recht verlockend klangen, aber nach dem beiden etwas kalorienreicheren Tagen zu Anfang der Woche wollte ich heute mal wieder etwas kürzer treten. Dazu wäre der Sommersalat mit Balsamicodressing und Hähnchennuggets bei Tradition der Region auch gut geeignet gewesen, doch mir war eher nach Fisch. Dazu nahm ich mir noch ein Schälchen Mischgemüse von der Gemüsetheke und einen kleinen Becher Aprikosencreme aus dem heutigen Dessert-Angebot.

Hake with curry sesame crackling, rice & herb sauce / Seehecht in Sesam-Currykruste mit Reis & Kräutersauce

Von dem angekündigten Gemüse war im Reis zwar nichts zu entdecken, aber er war dennoch eine gut gelungene Sättigungsbeilage. Außerdem hatte ich ja noch das Schälchen aus gelben und orangen Möhren, Zuckerschoten und Spargelstücken, dass Ersatzweise meinen Gemüsebedarf für heute ein wenig deckte – auch wenn es nicht mehr hunderprozentig heiß war, aber darüber sehe ich mal großzügig hinweg. Das Seehechtfilet besaß oben, wo man Currypulver und Sesam aufgestreut hatte, zwar eine etwas festere Kruste, war in seinem inneren aber angenehm zwar und saftig. In Kombination mit der mild-würzigen Kräutersauce ein sehr schmackhaftes Mittagsmahl. Und auch an der angenehm sahnigen Aprikosencreme mit ihrer Garnitur aus Schokostick, Erdbeere und dunklen Schokostreuseln gab es nichts auszusetzen.
Sah man sich auf den Tabletts der anderen Gäste um, erkannte man schnell dass hier die Spaghetti Bolognese am häufigsten gewählt worden waren und sich somit den ersten Platz auf der Allgemeinen Beliebtheitsskala sichern konnten. Auf Platz zwei sah ich den Sommersalat mit Hähnchen, der einen hauchdünnen Vorsprung vor dem Hecht lag, der somit auf dem dritten Platz folgte. Nur knapp dahinter kamen schließlich die Asia-Gericht, die heute Platz vier inne hatten.

Mein Abschlußurteil:
Seehecht: ++
Kräutersauce: ++
Reis: ++
Gemüse-Mix: ++
Aprikosencreme: ++

Hähnchenbrust in Knusperpanade mit Gemüsesalsa & Reis [28.07.2015]

Tuesday, July 28th, 2015

Da ich heute richtig Hunger hatte und mal wieder Lust auf Fleisch verspürte, schien mir die Ofenkartoffel mit Sauerrahm und Blattspinat aus dem Bereich Vitality nicht ganz das richtige zu sein, während das Schweineschnitzel “Wiener Art” mit Pommes Frites aus dem Bereich Tradition der Region etwas zu schwer erschien – vor allem nach dem Hackbraten von gestern. Blieben also noch die Hähnchenbrust in der Knusperpanade mit Gemüsesalsa und Reis aus dem Bereich Globetrotter und das Pla Rad Prik – Gebackener Seelachs mit frischem Gemüse in süß-saurer Sauce, das neben Taohoo Tod – Tofu gebacken mit Bratgemüse in Koriandersauce an der Asia-Thai-Theke angeboten wurde. Und da die Hähnchenbrust heute irgendwie sehr gut aussah, entschied ich mich schließlich für dieses Gericht und ergänzte es noch durch einen selbst zusammengestellten gemischten Salat von der Salattheke und ein Becherchen Erdbeeren mit Quark aus dem heutigen Dessert-Angebot.

Crispy chicken breast with vegetable salsa & rice / Hähnchenbrust in der Knusperpanade mit Gemüsesalsa & Reis

Die Panade, in der die angenehm große, zarte und saftige Hähnchenbrust zubereitet worden war, erwies sich heute tatsächlich als schön knusprig, vor allem an den Stellen an der sie nicht von der großzügig bemessenen Portion der als Gemüsesalsa bezeichneten Sauce bedeckt war. Diese für Verhältnisse unseres Betriebsrestaurants überaus scharf geratene, heiße Salsa bestand scheinbar zumindest teilweise aus der süß-scharfen Chilisauce, wie man sie auch an der Asia-Thai-Theke findet, die man mit winzigen Würfeln von Möhren und Knollensellerie gemischt hatte. Eine simple, aber doch durchaus leckere Zubereitung. Mir zumindest hat es sehr gut geschmeckt. Und auch an der Mischung aus Mais, Kidneybohnen, weißen Riesenbohnen und Streifen von Möhren und Sellerie, die ich mit einem Kräuter-Joghurtdressing garniert hatte, erwies sich als überaus schmackhaft und passte sonst gut zur Hähnchenbrust. Der kleine Becher aus frischen Erdbeeren auf Naturquark schloss das heutige Mittagsmahl schließlich erfolgreich ab.
Bei den anderen Gästen lag natürlich das Schnitzel mit Pommes mit deutlichen Vorsprung vor allen anderen Gerichten am höchsten in der Gunst und konnte sich unangefochten den ersten Platz auf der Allgemeinen Beliebtheitsskala des heutigen Tages sichern. Um Platz zwei lieferten sich die Asia-Gerichte mit der Hähnchenbrust in Gemüsesalsa ein enges Kopf-an-Kopf-Rennen, das die Asia-Gerichte mit einem kleinen Vorsprung für sich entscheiden konnten und das Geflügelgericht mit Reis somit auf den dritten Platz verwies. Auf Platz vier folgte schließlich die vegetarische Ofenkartoffel mit Sauerrahm und Blattspinat.

Mein Abschlußurteil:
Hähnchenbrust in Knusperpanade: ++
Gemüsesalsa: ++
Reis: ++
Salat-Mix mit Joghurtdressing: ++
Erdbeeren mit Quark: ++

Hackbraten in Rotweinjus mit Röstkartoffeln [27.07.2015]

Monday, July 27th, 2015

Mein erster Blick galt heute zwar dem vegetarischen Gemüsestrudel mit Ratatouillegemüse bei Vitality, doch irgendwie lag mir der Appetit heute mehr nach irgend etwas mit Fleisch, daher schwankte ich einen Moment zwischen Hackbraten in Rotweinjus mit Röstkartoffeln aus dem Abteilung Tradition der Region und dem Putengeschnetzelten in fruchtiger Currysauce und Reis bei Globetrotter. Das Gaeng Panang Gai – Gebratenes Hühnchen mit frischem Gemüse und Kaffir Limetten in rotem Panang Curry, das neben Knusprig gebackenen Frühlingsrollen an der Asia-Thai-Theke angeboten wurde, sah aber auch nicht übel aus. Nach kurzem Abwägen griff ich schließlich beim Hackbraten zu, den ich noch mit einem Schälchen Krautsalat von der Salattheke und einem Nachtisch mit der Bezeichnung Schwarzwälder Kirschbecher aus dem heutigen Dessert-Angebot.

Meat loaf in red wine sauce with roast potatoes / Hackbraten in Rotweinjus mit Röstkartoffeln

Der äußerste Rand der angenehm dicken Scheibe saftigen und gut gewürzten Hackbratens war zwar sehr knusprig geraten, aber darüber konnte man großzügig hinweg sehen da sie wirklich nur hauchdünn war. Und auch bei der Sauce musste ich ein halbes Auge zudrücken, denn obwohl sie schön dickflüssig war, hätte man bei der Würzigkeit mehr daraus machen können. An den Röstkartoffeln, kleinen gebratenen Salzkartoffeln, gab es aber nichts auszusetzen, ebenso wenig wie an dem knackigen Krautsalat, der mit Kümmelsamen und winzig kleinen Speckwürfelchen versetzt war. Ein besonderes Highlight war aber tatsächlich der Schwarzwälder Kirschbercher, der aus einer Schicht Beerenmischung aus Kirschen und roten Johannisbeeren, einer dünneren Schicht Keks und wieder einer breiteren Schicht Vanillecreme zusammengesetzt und schließlich mir Schokoflocken und einer Cocktailkirsche garniert worden war. Erinnerte tatsächlich etwas an ein kleines Stück Schwarzwälder Kirschtorte im Becher und erwies sich als überaus lecker. Über die Kalorien die das alles zusammen gehabt hatte will ich aber lieber nicht nachdenken. 😉
Entgegen meiner Erwartung schienen die anderen Gäste heute tatsächlich das Putengeschnetzelte in fruchtiger Currysauce dem Hackbraten etwas vorzuziehen, denn ich sah es deutlich häufiger auf den Tabletts. Somit muss ich diesem Gericht wohl den ersten Platz auf der Allgemeinen Beliebtheitsskala zubilligen und der Hackbraten belegte nur den zweiten Platz. Auf Platz drei folgten schließlich die Asia-Gerichte und auf dem vierten Platz kam schließlich der Gemüsestrudel mit Ratatouille.

Mein Abschlußurteil:
Hackbraten: ++
Rotweinjus: ++
Röstkartoffeln: ++
Krautsalat: ++
Schwarzwälder Kirschbecher: ++

Saltimbocca alla romana mit Rosmarinkartoffeln – das Rezept

Sunday, July 26th, 2015

Heute wollte ich mich mal einem Klassiker der römischen Küche zuwenden: dem Saltimbocca alla romana, das traditionell aus Kalbsschnitzel mit Parmaschinken und Salbei hergestellt wird. Dabei bedeutet der Begriff Salt’im bocca im römischen Dialekt so viel wie Spring in den Mund, was man wohl als Hinweis auf den überaus großen Genuss sehen kann, das dieses Gericht bietet. Dazu gab es Rosmarinkartoffeln aus dem Ofen, die ich aus Drillingen zubereitete und sowie etwas Buttergemüse. Wie sich herausstellte ein sehr leckeres Gericht, dass seinen Namen meiner Meinung nach vollkommen zu Recht trägt. Daher möchte ich es natürlich nicht versäumen, das zugehörige Rezept hier einmal kurz in der gewohnten Form vorzustellen.

Was benötigen wir also für 2 Portionen?

Für das Saltimbocca alla romana:

2 dünne Kalbsschnitzel (zusammen ca. 210-220g)
01 - Zutat Kalbsschnitzel / Ingredient veal cutlets

4 Blätter Salbei
02 - Zutat Salbei / Ingredient sage

4 Scheiben Parmaschinken
03 - Zutat Parmaschinken / Ingredient parma ham

100ml trockener Weißwein
04 - Zutat Weißwein / Ingredient white wine

2 Esslöffel Butter
05 - Zutat Butter / Ingredient butter

sowie etwas Salz & Pfeffer zum würzen

Für die Rosmarinkartoffel:

400g Kartoffeln (Drillinge)
06 - Zutat Kartoffeln / Ingredient potatoes

einige Zweige Rosmarin
07 - Zutat Rosmarin / Ingredient rosemary

3-4 Zehen Knoblauch
08 - Zutat Knoblauch / Ingredient garlic

5-6 Esslöffeln Olivenöl
09 - Zutat Olivenöl / Ingredient olive oil

sowie auch hier etwas Salz & Pfeffer zum würzen

Und schließlich ein Päckchen Buttergemüse (TK)
10 - Zutat Buttergemüse / Ingredient butter vegetables

Da ihre Zubereitung am längsten dauert, beginnen wir mit den Kartoffeln und waschen diese erst einmal gründlich
11 - Kartoffeln waschen / Wash poatoes

um sie anschließend zu halbieren.
12 - Kartoffeln halbieren / Cut potatoes in halfs

Die halbierten Kartoffeln geben wir in dann in eine Schüssel, fügen die 5-6 Esslöffel Olivenöl hinzu,
13 - Kartoffeln mit Olivenöl in Schüssel geben / Put potatoes and olive oil in bowl

würzen alles großzügig mit Salz und Pfeffer
14 - Kartoffeln mit Pfeffer & Salz würzen / Season potatoes with salt & pepper

und vermischen alles gründlich miteinander. Das Ganze lassen wir für 7-8 Minuten stehen und durchziehen.
15 - Gründlich vermischen / Mix well

In der Zwischenzeit schälen wir die Knoblauchzehen und schneiden sie längs in dünne Scheiben. Außerdem beginnen wir den Backofen auf 200 Grad vorzuheizen.
16 - Knoblauch in Scheiben schneiden / Cut garlic in slices

Anschließend legen wir die halbierten Kartoffeln in eine Auflaufform, wobei wir unter jede Hälfte eine Scheibe Knoblauch legen,
17 - Kartoffeln auf Knoblauchscheiben legen / Put potatoes on garlic slices

die verblieben Knoblauchscheiben verteilen wir zwischen den Kartoffeln, geben dann die in der Schüssel verbliebene Öl-Gewürze-Mischung über die darüber
18 - Restliches Öl über Kartoffeln geben / Drain remaining oil over potatoes

und legen dann noch die Rosmarin-Zweige hinein.
19 - Rosmarinzweige einlegen / Add rosemary twigs

Nun klopfen wir die Kalbsschnitzel und etwas Frischhaltefolie flach,
20 - Kalbsschnitzel flach klopfen / Flatten veal cutlets

zerteilen sie wenn nötig in etwa gleich große Stücke (ich hätte die Fleischstücke sonst auch nicht in die Pfanne bekommen),
21 - Kalbsschnitzel halbieren / Cut veal cutlets in halfs

würzen sie von beiden Seiten mit etwas Salz und Pfeffer
22 - Kalbsschnitzel mit Pfeffer & Salz würzen / Season cutlets with salt & pepper

und legen dann auf jedes Stück eine Scheibe Parmaschinken und ein Blatt Salbei auf, die wir jeweils mit einem Zahnstocher feststecken.
23 - Kalbsschnitzel mit Parmaschinken & Salbei belegen / Put parma ham & sage on veal cutlets

Inzwischen müsste dann auch der Ofen vorgeheizt sein, so dass wir die Auflaufform mit den Kartoffeln hinein schieben und für 20-25 Minuten garen können.
24 - Kartoffeln im Ofen backen / Bake potatoes in oven

Dann erhitzen wir einen Esslöffel Butter in einer Pfanne,
25 - Butter in Pfanne erhitzen / Heat up butter in pan

legen die Kalbsschnitzel hinein,
26 - Kalbsschnitzel in Pfanne geben / Put veal cutlets in pan

braten sie von jeder Seite für 2-3 Minuten an
27 - Kalbsschnitzel von beiden Seiten anbraten / Sear veal cutlets from both sides

und entnehmen sie dann wieder, um sie in einem Stück Alufolie warm zu halten.
28 - Kalbsschnitzel in Alufolie warm halten / Keep veal cutlets in tinfoil hot

Den in der Pfanne verbliebenen Bratensatz löschen wir dann mit dem Weißwein ab
29 - Bratensatz mit Weißwein ablöschen / Deglaze with white wine

und geben dann den zweiten Esslöffel kalter Butter hinein, den wir schmelzen lassen. Anschließend lassen wir die Sauce etwas reduzieren.
30 - Kalte Butter in Sauce geben / Put cold butter in sauce

Außerdem geben wir das gefrorene Buttergemüse in einen Topf, fügen etwas Wasser hinzu und lassen es in etwa 5-6 Minuten gar kochen.
31 - Buttergemüse zubereiten / Cook butter vegetables

Schließlich schmecken wir die Sauce noch mit etwas Salz und Pfeffer ab
32 - Sauce mit Pfeffer & Salz abschmecken / Taste sauce with pepper & salt

und legen die Kalbsschnitzel zurück in die Sauce, um sie auf leicht reduzierter Stufe wieder richtig heiß werden zu lassen.
33 - Kalbsschnitzel zurück in Sauce legen / Put veal cutlets back in sauce

Sobald die Rosmarin-Kartoffeln schließlich gar sind, können wir sie aus dem Ofen entnehmen
34 - Rosmarinkartoffeln aus Ofen entnehmen / Take rosemary potatoes out of oven

und zusammen mit Gemüse und den Saltimbocca alla romana servieren und genießen.
35 - Saltimbocca alla Romana - Served / Serviert

Da zarten und saftigen Kalbsschnitzel mit ihrem Belag aus würzigem Parmaschinken und Salbei waren schon für sich alleine ein wahrer Genuss und eindeutig das Highlight dieses Gerichts. Aber auch die mit Rosmarin und Knoblauch gewürzten Kartoffeln waren überaus gut gelungen und ein mehr als würdige Sättigungsbeilage. Das angenehm knackige Gemüse aus Möhren, Erbsen, Blumenkohl und Mais in Kräuterbutter rundete das Gericht schließlich ab. Ein eigentlich sehr einfaches Gericht, das aber dennoch einen kulinarischen Hochgenuss bietet. Nur etwas mehr Sauce wäre noch ganz gut gewesen, aber da werde ich sie das nächste Mal wohl einfach mit etwas Kalbsfond strecken.

36 - Saltimbocca alla Romana - Side view / Seitenansicht

Werfen wir zum Abschluss noch wie üblich noch einen kurzen Blick auf die Nährwerte dieses Gerichts. Die Saltimbocca alla romana mit ihren mageren Kalbsfleisch und dem Parmaschinken samt der zugehörigen Sauce kommen dabei meiner Kalkulation nach auf ca. 620kcal, also 310kcal pro Portion. Dazu kommen noch einmal 640kcal für die Rosmarinkartoffeln, also noch einmal 320kcal pro Portion und 310kcal für das Buttergemüse, also noch einmal 155kcal pro Portion. Das ergibt in der Summe von 785kcal pro Portion, also keine wirklich leichte Kost. Dabei sind es aber vor allem die in Olivenöl gebackenen Rosmarinkartoffeln, bei der man ansetzen sollte wenn man diesen Wert etwas reduzieren will. Alternativ könnte man hier auch zu normalen Salzkartoffeln greifen und gleich mal 170kcal pro Portion sparen. Aber das nur am Rande erwähnt, denn wer will bei so einem Gericht schon gerne auf die Kalorien achten. 😉

Guten Appetit