Archive for May, 2016

Dominikanische Spaghetti mit Schweinefleisch [31.05.2016]

Tuesday, May 31st, 2016
Dominican Spaghetti with pork

Da ich tagsüber nichts warmes gegessen hatte, wurde am Abend für mich gekocht. Es gab Spaghetti mit Schweinefleisch auf dominikanische Art mit einer Tomaten-Sahnesauce, die mit einigen Kräutern und lokalen Gewürzen, etwas Gemüse wie Mais und Möhren und schließlich Schweinefleisch verfeinert war. Die Koriandernote in der Sauce war zwar relativ kräftig, aber insgesamt eine sehr schmackhafte Nudelzubereitung. Einziger kleiner Kritikpunkt war, dass sich teilweise noch Knochen an den kleinen Fleischstücken befanden – aber das ist meiner Erfahrung nach in der dominikanischen Küche nicht unbedingt ungewöhnlich, da das Fleisch meist mit Knochen vom Händler kommt und ohne großen weiteren Aufwand verarbeitet wird. Hier in Deutschland ist man ja gewohnt, alles bereits gereinigt von jeglichen Knochenrückständen an der Fleischtheke zu kaufen – das ist hier nicht so. Ich war auf jeden Fall sehr zufrieden mit dem Gericht.

Heftiger Wolkenbruch [31.05.2016]

Tuesday, May 31st, 2016

Nach einem fast unerträglich heißen Tag mit Temperaturen von 34 bis 35 Grad bei 77 bis 80 % Luftfeuchtigkeit überraschte uns am späteren Nachmittag ein Wolkenbruch mit Gewittern, der teilweise so heftig war dass der Verkehr zum erliegen kam.

Platzregen

Wir waren noch mit dem Mietwagen unterwegs und suchten Schutz in einem der nahen Wohngebiete – aber auch hier floss das Wasser in kleinen Strömen über die Wege und Gassen.

Wolkenbruch

Wolkenbruch

So ein heftiges Unwetter wie dieses hatte ich wirklich selten erlebt, die Blitze schienen teilweise nur wenige hundert Meter von uns einzuschlagen und die Wassermassen die vom Himmel kamen waren unglaublich. Einige der lokalen Kinder freute es aber, denn sie spielten einfach im strömenden Regen, der leider kaum Abkühlung brachte. Und so schnell wie es gekommen war, war das Unwetter dann auch wieder zu Ende – und die Temperatur hatte sich nur minimal gesenkt, während die schnell verdunstenden Wasser die Luftfeuchtigkeit noch einmal erhöhten. Der Begriff Waschküche drängte sich mir auf. Aber so ist das eben, wenn man Urlaub in der Karabik macht – mit so etwas muss man leben können. 😉

Dominikanischer Straßenverkehr & Mietwagen [31.05.2016]

Tuesday, May 31st, 2016

In der Dominikanischen Republik gibt es viele Wege, von A nach B zu kommen. Wer lange Fußwege scheut, kann zuerst einmal auf eines der Moto-Taxis zurückgreifen. Sobald man unterwegs ist, hört man ständig die Frage “Moto?” oder “MotoTaxi?” von an Ecken parkenden oder vorbei fahrenden Zweirad-Fahrern. Sie bringen Personen für nur wenige Pesos zu fast jedem beliebigen Punkt, auch über weitere Entfernungen. Jedoch gibt es hier so gut wie nie Helme und die Fahrer legen gerade auf freier Strecke zwischen den Ortschaften eine recht halsbrecherische Fahrweise an den Tag – es gehört also etwas Mut dazu auf diese Motorräder zu steigen, die teilweise nicht mal Beleuchtung für die Nacht besitzen. Eine weitere Möglichkeit sind Public Taxis, das sind Autos mit einer Art Taxi-Schild auf dem Dach, die auf den Hauptstraßen zwischen zwei Punkten, z.B. der Touristenortschaft Sosua und der Stadt Puerto Plata hin und her fahren und jeden am Straßenrand auflesen, die ihnen zuwinken. Wenn die Fahrer dabei langsamer werden halten sie meist eine Hand mit ein, zwei oder drei Fingern aus dem Fenster, um anzuzeigen wie viele Plätze sie noch frei haben. Winkt der wartende ab, z.B. weil er zwei Plätze braucht und nur noch einer frei ist, beschleunigt der Fahrer einfach wieder. Der Preis hier ist auch sagenhaft günstig, auf Kurzstrecken zahlt man 25 bis 50 Pesos, auf längeren Strecken vielleicht 100 bis 125 Pesos. Allerdings muss man damit leben können, dass sich in solchen Public Taxis fünf bis sechs Personen auf der Rückbank und zwei Personen auf dem Beifahrersitz drängen. Der Zustand der Wagen lässt außerdem auch teilweise sehr zu wünschen übrig. Eine Variante dieses System sind die Kleinbusse, die genau wie die Public Taxis funktionieren, aber etwas mehr Leuten Platz bieten. Zum gleichen Preis wie bei den Taxis ist das teilweise etwas komfortabler, aber auch hier werden so lange Menschen mitgenommen, bis wirklich kein Platz mehr ist – das geht so weit dass die Leute direkt auf dem Boden sitzen oder mehrere Kinder auf dem Schoß der Erwachsenen. Natürlich gibt es auch “normale” Taxis, die sind aber deutlich teurer und hier kann man selbst für die Kurzstrecke gerne mal 400 bis 500 Pesos löhnen und man muss sie wirklich suchen oder explizit telefonisch bestellen.
Wer ein wenig Erfahrung im Autofahren besitzt, kann natürlich auch – wie ich – einen Mietwagen nehmen. Es gibt überall kleine, private Autovermietungen, die zu erträglichen Preisen Wagen anbieten. Für unter 10.000 Pesos kann man für 7 Tage einen fahrbaren Untersatz bekommen, bei dem man allerdings keine allzu hohen Ansprüche stellen darf. Meist erhält man für einen solch niedrigen Preis ein Auto, das in Deutschland keinerlei TÜV mehr erhalten würde und bei dem man damit leben muss, dass die Motorkontrolleuchte im Dauerbetrieb ist – aber er bringt einen dennoch gut zu seinen Zielen. Vorausgesetzt man kann mit dem Dominikanischen Verkehr umgehen. Theoretisch gibt es wohl Verkehrsregeln, praktisch hält sich aber niemand daran. Das bedeutet, dass überall und jederzeit sowohl rechts als auch links überholt wird, Geschwindigkeitsbegrenzungen prinzipiell nicht eingehalten werden und man vor allem bei Nachtfahrten auf Fahrzeuge ohne Beleuchtung achten muss – sowohl Autos als auch Motorräder. Hinzu kommt, dass Motorräder sich so gut wie niemals an Ampelphasen halten, also auch bei Rot einfach weiter fahren, dass sie die Autofahrer schneiden, ausbremsen und bevorzugt behindern. Außerdem kann scheinbar geparkt werden, wo man möchte – es gibt zwar so etwas wie Parkverbote, Schilder mit der Aufschrift “No Estacione”, aber daran hält sich niemand. Außerdem können Public-Taxis jederzeit, auch im laufenden Verkehr, unvermittelt anhalten um Fahrgäste aufzunehmen oder abzusetzen. Und gehupt wird dauernd, egal um anzuzeigen dass man gleich rechts oder links überholt wird, um einer wartenden Person anzuzeigen dass sich ein Public Taxis nährt oder einfach so. Kann man mit all diesen Widrigkeiten leben, ist das eigene Auto aber dennoch die beste Möglichkeit um zum Ziel zu kommen.
Ich hatte also in der kleinen Ortschaft Villan Monte Llano einen privaten Autovermieter ausgemacht, der mir einen etwas in die Tage gekommenen, kleinen weißen Honda CRV zu einem erträglichen Preis zur verfügung stellte. Natürlich gibt es auch Niederlassungen von Autovermietungs-Ketten wie Hertz, Nellys oder Alamo, aber die Preise sind hier deutlich höher. Da griff ich lieber auf einen der kleinen Anbieter zurück und nahm ein paar Abstriche in der Qualität des Wagens hin. Bezahlt wurde hier natürlich bar und der Vertrag wurde schnell im Auto ausgefüllt. Ich musste allerdings Führerschein und Reisepass vorlegen, um mich zu authentifizieren – obwohl ich bezweifle dass ein Einheimischer bei einem europäischen Führerschein erkennen kann, ob der Inhaber berechtigt ist den vermieteten Wagen zu führen. Aber das ist sowieso egal, da die Polizei zwar hier und dort zu sehen ist, aber nie die Fahrer kontrolliert.

Villa Monte Llano

Das Auto – natürlwar sauber und im erträglichen Zustand, aber der Tank war bei der Übergabe fast leer, so dass ich erst einmal an der nächsten Tankstelle für 1000 Pesos (etwa 20 Euro) tanken musste. Vorteil an dominikanischen Tankstellen ist, dass man hier nicht auszusteigen brauch, denn es gibt an jeder Zapfsäule einen Angstellten, der den gewünschten Betrag an Benzin in den Tank füllt. Man muss nur die Tankklappe öffnen und anschließend bezahlen – ein Service den ich mir in Deutschland auch wünschen würde. 🙂

Abreise nach Puerto Plata [30.5.2016]

Monday, May 30th, 2016

Die Zeit für meinen Sommerurlaub war gekommen und ich hatte mich mal wieder, zugegebenermaßen recht kurzfristig, für mein aktuelles Lieblingsziel, die Dominikanische Republik, entschieden. Mein Flug sollte um 7:15 Uhr am heutigen Montag, dem 30. März am Flughafen in München starten und über Düsseldorf nach Puerto Plata gehen. Doch schon als ich kurz nach 4:30 Uhr in der früh zur S-Bahn ging, um mit der S8 zum Flughafen zu fahren, beladen mit einem schweren Hartschalenkoffer und einem Rucksack, begannen die Probleme. Normalerweise fährt die S8 von Gleis 1 ab und ich hatte gerade den Koffer die steilen Treppen auf den Bahnsteig geschleppot, als die Meldung kam dass dieser Zug heute von Gleis 2 fahren würde. Also musste ich den Koffer wieder die Treppen herunter und am anderen Gleis wieder hinauf tragen. Kurz vor der Ankunft wurde dann per Lautsprecher durchgesagt, der Zug fahre doch von Gleise 1 und ich musste die Prozedur erneut wiederholen und war vollkommen außer Atem, als schließlich wieder durchgesagt wurde, dass die S8 nun doch von Gleis 2 fahre. Das war zuviel und ich weigerte mich den schweren Koffer noch ein weiteres Mal eine steile Treppe herunter und eine andere Steile Treppe hinauf zu tragen – zumal der Zug am anderen Gleis bereits einfuhr. “Scheiß drauf”, dachte ich bei mir, während ich nach Atem ringend gegen einen aufkommenden Herzinfarkt ankämpfte – dann nehme ich eben die nächste Bahn, die 20 Minuten später fährt. Ich wäre immer noch knapp 2 Stunden vor Abflug am Flughafen und das würde vollkommen ausreichen.
Doch als ich am Bahnsteig saß und auf diese nächste Bahn wartete, kam der nächste Schreck: Ich hatte das bereits gelöste Bahnticket während der ganzen Rennerei verloren, immerhin 10,80 Euro, und kaum noch Zeit. Glücklicherweise fand es sich nur wenige Stufen unterhalb meines aktuellen Bahnsteigs, so dass wenig später beruhigt in die Bahn einsteigen und die etwa halbstündige Fahrt zum Terminal des Flughafens antreten konnte.
Ich hatte bereits vor der Abfahrt per App auf dem Smartphone eingecheckt, so dass ich nur noch den Koffer abgeben musste und direkt meine Bordkarte erhielt. Nachdem ich dann durch die Sicherheitskontrollen war, sah ich am Abflugterminal die nächste unangenehme Überraschung: Auf Grund von Unwettern in Düsseldorf hatte sich mein Abflug um etwa eine dreiviertel Stunde verspätet, so dass die entspannten 75 Minuten, die ich ursprünglich in Düsseldorf gehabt hätte nun auf gerade mal eine halbe Stunde reduzierte. In Anbetracht der Tatsache, dass ich in Düsseldorf noch durch die Passkontrolle für internationale Flüge musste, eine recht knappe Sache. Und für das Umladen des Gepäcks bräuchte man, wie man mir am Schalter mitteilte, auch ca. 30 Minuten. Zumindest gab man mir eine Platz weit vorne im Flugzeug, so dass ich nach der Landung schnell heraus kam und zu meinem Flug eilen konnte. Zumindesten etwas…
Schließlich ging es endlich los und wir hoben vom Flughafen in München ab.

Departure from Munich Airport / Abflug vom Flughafen München

Während des nur etwa einstündigen Fluges gab es zwischendurch nur eine warme Laugenstange, einen Orangensaft und einen kleinen Kaffee.

Snack Kurzflug Air Berlin

Auf dem Flug konnte man mir noch keine Informationen über meinen Weiterflug geben, ich solle aber nach der Ankunft auf die Anzeigen und Ansagen achten. Nach der Landung war ich dann auch einer der ersten, die aus dem Flugzeug ausstiegen und als ich den Terminal betrat, stand dort eine Mitarbeiterin von Air Berlin mit einem großen, handgeschriebenen Zettel, auf dem verschiedene Anschlussflüge und deren Terminal standen. So auch meiner nach Puerto Plata: C39 und sie wies mir mit einem Fingerzeig die Richtung in die ich mich begeben musste. In der Entfernung konnte ich durch die Fenster auch schon mein Ziel und den wartenden Flieger sehen und es war ein ziemliches Stück dass ich zurücklegen musste um dort hin zu gelangen. Im Laufschritt rannte ich durch die Hallen des Düsseldorfer Flughafens und erreichte schließlich die internationale Passkontrolle. Auf einen Zuruf dass ich einen Flieger erwischen müsste, ließ man mich über die Priority Lane an der Wartenden Schlange vorbei und ich konnte die Kontrolle meines Reisepasses schnell hinter mich bringen, bevor ich durch den internationalen Bereich des Flughafens weiter bis zu meinem Gate lief. Dort war das Boarding schon abgeschlossen, aber man ließ mich glücklicherweise noch in den Flieger.
Außer Atem und glücklich meine Flug trotz aller Widrigkeiten noch erreicht zu haben ließ ich mich schließlich auf meinen Sitzplatz fallen und erwartete den baldigen Abflug. Als schließlich die Durchsage kam, dass sich der Abflug noch um weitere 15 Minuten verspätet, da das Wetter schlecht sei und man noch auf Fluggäste wartete, war es natürlich wie ein Schlag ins Gesicht, die alle Mühen die ich mir gemacht hatte das Flugzeug rechtzeitig zu erreichen ad absurdum führten. 🙁 Aber das wichtigste war, ich saß im richtigen Flugzeug und musste nicht, wie befürchtet, auf verschlungenen Pfaden über andere Airlines an mein Ziel kommen – denn das hätte mir geblüht wenn ich diesen Flug verpasste hätte.
Schließlich rollten wir endlich zur Startbahn und begannen den etwa zehnstündigen Flug nach Puerto Plata in der Dominikanischen Republik. Zu Beginn wurden erst einmal O-Saft, ein Päckchen Cracker und etwas Kaffee zur Stärkung serviert.

Orangensaft, Cracker & Kaffee

Vor dem Mittagessen, das erste nach zwei bis drei Stunden Flug serviert werden sollte, muss ich wohl eingeschlafen sein. Kein Wunder nach all dem Stress mit der Anreise – und ich hatte auch die Nacht vorher nicht geschlafen. Die Tabletts wurden bereits abgeräumt als ich die Augen wieder öffnete, doch ein Flugbegleiter hatte mir eine Portion Hähnchenfilet in Escalivada Sauce mit Blattspinat und Röstkartoffeln, dazu gab es Käse, Ein paar Olivenöl-Cracker, einen Waldbeerenquark und etwas zu trinken.

Chicken filet in Escalivada sauce / Hähnchenfilet in "Escalivada" Sauce

Das Gericht war natürlich nicht mehr ganz so heiß wie frisch aufgewärmt, aber das Filet war dennoch angenehm zart und die fruchtige, leicht exotisch angemachte Sauce passte gut dazu, ebenso wie der mit etwas Zwiebeln angemachte Blattspinat und die gerösteten Kartoffelstückchen. Nach dem Verzehr schloss ich noch einmal für eine bis eineinhalb Stunden die Augen, wachte aber rechtzeitig wieder auf, um den letzten Snack kurz vor der Landung nicht zu verpassen.

Kaltes mariniertes Hähnchenfilet mit Ananas-Mais-Salat

Es wurde eine mariniert gebratenes, nun aber kaltes Stück Hähnchen mit einem Ananas-Mais-Salat sowie einem Stück Käsekuchen und einigen Crackern serviert, die man sich mit dem beiliegenden Frischkäse bestreichen konnte.
Schließlich erreichten wir den Flughafen nahe Puerto Plata und obwohl das Flugfhafengebäude selber klimatisiert ist, konnten wir auf der Gangway beim Aussteigen bereits einen Vorgeschmack von dem bekommen, was uns draußen erwartete: 34 Grad Hitze bei etwa 77 Prozent Luftfeuchtigkeit. Den blauen Zettel für das Touristenvisa hatte ich bereits im Flugzeug ausgefüllt, so dass ich nur noch die 10 Dollar “Eintrittsgeld” für die Touristencard bezahlen musste, bevor ich schließlich mein Gepäck auflesen und zur Passkontrolle gehen konnte, wo auch gleich noch einmal mein Gepäck durchleuchtet wurde. Wie immer versuchte sich hier, einer der Kofferträger aufzudrängen, aber ich wiegelte ihn ab, da ich abgeholt wurde und mein Gepäck die paar Meter auch selbst durch den Flughafen rollen konnte. Es war 13:50 Uhr Ortszeit.
In meiner Unterkunft angekommen, räumte ich erst einmal den Koffer aus, gönnte mir eine gründliche Dusche und wechselte die Kleidung in dem Klima angepasstere Dinge: T-Shirt, Shorts und Flip Flops. Ich wusste ja, was mich hier erwartete, daher hatte ich nur eine lange Hose für die An- und Abreise eingepackt, aber viele T-Shirts mitgenommen, da man die hier schnell durch schwitzt. 😉
Den Rest das Tages ließ ich ruhig ausklingen und gönnte mir am Abend mal ein lokales Stückchen Fast-Food in Form eines Yaroa, wie man es in den kleinen lokalen Imbissen an der Straße bekommen kann.

Dazu wird in eine Schale etwas Ketchup gegeben, darüber je eine Schicht frittierte Pommes Frites und krümelig angebratenes, gewürztes und mit einigen Paprika- und Chilischoten versetztes Rinderhack gegeben, darüber kommt Scheibenkäse, der in einer Mikrowelle zum schmelzen gebrachte wird. Abschließend wird das ganze mit Ketchup, Mayonaise und einer gelben, fruchtig scharfen Sauce garniert und heiß serviert. Sozusagen das dominikanische Äquivalent zur hiesigen Currywurst mit Pommes. 😉 Kein leichter Genuss, aber sehr lecker.
Soviel für heute, bald mehr zu meiner dritten Reise in die Dominikanische Republik.

Gebackene Scholle mit Remoulade & Kartoffelsalat [27.05.2016]

Friday, May 27th, 2016

Nach dem gestrigen Feiertag hatten viele meiner Kollegen natürlich den heutigen Freitag Urlaub genommen, daher waren heute kaum Gäste in unserem Betriebsrestaurant und es gab auch keine großen Überraschungen auf der Speisekarte. Neben Nudeln mit Gorgonzolarahm als Zusatzangebot – wohl Reste vom Mittwoch – fanden sich bei Vitality Tagliatelle mit buntem Geflügelragout, bei Tradition der Region eine Dampfnudel mit Vanillesauce und Zimt-Zucker, bei Globetrotter eine Gebackene Scholle mit Remoulade und Kartoffelsalat und an der Asia-Thai-Theke Gebackene Ananas und Banane sowie Pad Piew Wan – Schweinefleisch süß-sauer mit Ananas, Kirschtomaten und Lauchzwiebeln. Kurz überlegte ich noch ob ich beim Geflügelragout zugreifen soll, aber nach dem Spaghetti gestern wollte ich nicht schon wieder Nudeln und griff schließlich zum Freitags-Klassiker in Form der gebackenen Scholle. Dazu gesellte sich noch ein Becherchen Vanillepudding mit roter Grütze aus dem heutigen Dessert-Angebot.

Baked plaice with remoulade & potato salad / Gebackene Scholle mit Remoulade & Kartoffelsalat

Der einfache Kartoffelsalat war zwar wie üblich sowohl was Geschmack als auch Konsistenz anging in Ordnung, aber die Remoulade war heute extrem dünnflüssig geraten und auch an dem augenscheinlich recht großen Stück Scholle muss ich ein paar Kritikpunkte anbringen. Zum einen erwies sich die Panade vor allem an den dünnen Rändern als etwas zu knusprig geraten und auch das Fischfilet im Inneren erwies sich als etwas labberig und mit extrem wenig Eigengeschmack. Da half auch der Saft aus den beiligenden Zitronenecken wenig und kann ich also auch keine volle Punktzahl geben, während der Pudding mit seinem milden Vanillearoma und der fruchtigen roten Grütze mit zahlreichen Fruchtstückchen alle meine Erwartungen vollends erfüllte. Das Ganze war also kein Meisterstück und ich habe das gleiche Gericht schon deutlich besser erlebt, aber es war genießbar.
Wie nicht anders zu erwarten belegte die gebackene Scholle heute natürlich auch auf der Allgemeinen Beliebtheitsskala den ersten Platz. Auf dem zweiten Platz zeigte sich aber eine Überraschung, denn hier rangierten die Nudeln mit Gorgonzolarahm, die ich noch deutlich häufiger sah als Dampfnudel, die auf Platz drei folgte. Den vierten Platz teilten sich schließlich die Asia-Gerichte und das Geflügelragout, bei denen ich wiederum keinen klaren Favoriten ausmachen konnte.

Mein Abschlußurteil:
Gebackene Scholle: +
Remoulade: +
Kartoffelsalat: ++
Vanillepudding mit roter Grütze: ++