Sancocho & die Rückkehr nach Deutschland [15.06.2016]

Heute war es nun also soweit: Nach zweieinhalb Wochen in den Gefilden der karibischen Dominikanischen Republik ging es für mich zurück ins kalte und wie ich gehört hatte verregnete Deutschland. Doch da mein Flieger erst um 15:50 Uhr abheben sollte, blieb am Vormittag noch Zeit, sozusagen ein Abschiedgericht zu kochen. Und es sollte natürlich etwas landestypisches sein, daher fiel die Entscheidung etwas Sanchocho zuzubereiten, einen dominikanischen Eintopf. Bestandteile sind Hähnchen- und Schweinefleisch sowie viele verschiedene Gemüse, darunter Maiskoblen, Cassava (Maniok), Mango, Möhren, Kochbanenen und einiges mehr – wobei die Rezepte je nach Region und Koch natürlich etwas variieren. 😉 Ich habe den Zubereitungsprozess leider nicht vollständig mitbekommen, da ich mit Kofferpacken beschäftigt war, aber es scheint wohl so zu sein, dass man das marinierte Fleisch in einem Topf anbrät und das Gemüse separat kocht und dann wieder etwas abkühlen lässt.

Cooking Sancocho

Anschließend wird etwas Brühe und Scheiben der Maiskolben zum Fleisch hinzugefügt, lässt alles für einige Minuten köcheln, gibt schließlich gibt man auch den Rest des Gemüses hinzu und lässt es weiter köcheln, wobei man alles mit Kräutern und Gewürzen abschmeckt.

Cooking Sancocho

Ganz zum Schluss wurde noch etwas Reis zubereitet und der Eintopf damit serviert – wobei ich das für nicht wirklich notwendig halte da der Eintopf eigentlich an sich schon sehr sättigend ist.

Sancocho & arroz

Sah jetzt nicht so besonders aus, war aber sehr lecker muss ich sagen.
So gestärkt ging es schließlich zum Flughafen, wo ich etwa eindreiviertel Stunde vor dem eigentlichen Abflug ankam. Vor dem bereits geöffneten Schalter von Air Berlin hatte sich eine lange Schlange gebildet, so dass ich einige Zeit warten musste bevor ich einchecken und meinen schweren Hartschalenkoffer aufgeben konnte. Außer den diesem Schalter war in der durch riesige Ventilatoren gekühlten, offenen Abflughalle von Puerto Plata aber wenig los.

Departure gate @ Airport Puerto Plata

Nach dem CheckIn erhielt ich meine Bordkarte und begab mich wenig später zum Sicherheitscheck, wo ich Gürtel und Schuhe ablegen musste und mein Handgepäck noch einmal durchleuchtet wurde. Dann ging es über eine Treppe in den eigentlichen Abflugterminal, wo ich durch die großen Fenster bereits das wartende Flugzeug für meinen Rückflug erblicken konnte.

Air Berlin POP - DUS

Schließlich begann das Boarding, doch ich konnte mir noch etwas Zeit lassen, denn ich gehörte zur Gruppe D, die als letztes an Board gehen würde – dafür aber am Ankunftsort als erstes aus dem Flugzeug kam. Beim Besteigen des Flugzeuges kam es natürlich – wie üblich – zu drängeleien unter den Passagieren. Dabei sollte jeder der öfters fliegt genau wissen, dass das nichts bringt, da sowieso jeder an Board kommt und einen Sitzplatz erhält – vordrängeln ist sinnlos. 😉
Als ich schließlich ebenfalls das Flugzeug betreten durfte und meinen Platz erreichte, erwartete mich dort eine positive Überraschung: Ich war auf einen XL-Platz mit zusätzlicher Beinfreiheit gesetzt worden und das ohne die sonst dafür übliche Gebühr zu zahlen. Darüber dass es nur ein Platz am Gang und nicht am Fenster war, konnte ich geflissentlich hinweg sehe. Bei Nachtflügen gibt es sowieso wenig draußen zu sehen.
Fast pünktlich hob der Flieger von Puerto Plate ab und begab sich auf den fast zehnstündigen Rückflug nach Deutschland, wo unser erstes Ziel Düsseldorf sein würde. Zuerst wurden einige Getränke serviert und nach etwa einer bis eineinhalb Stunden auch die Hauptmahlzeit. Dieses Mal konnte man zwischen vegetarischer Pasta mit Tomatensauce und Rindergeschnetzelten mit Reis wählen. Da fiel mir die Wahl nicht schwer und ich griff zum Rindergeschnetzelten.

Wie sich bereits nach den ersten heraus stellte, eine gute Entscheidung. Das mit Erbsen und Möhren versetzte Rindfleisch war wunderbar zart, mager und gut gewürzt. Und auch der mit etwas Safran und Gewürzen versetzte Reis schmeckte sehr gut. Außerdem fand sich ein Ananas-Mais-Salt mit Öl-Essig-Dressing, ein Stückchen Käsekuchen als Dessert, etwas Mineralwasser sowie einige Cracker auf dem Tablett.
Nach dem Essen war ich noch nicht richtig müde, so dass ich erst zwei relativ aktuelle Kino-Filme (u.a. Star Wars – Das Erwachen der Macht) auf dem Flachbildschirm in der Rückenlehne vor mir guckte, bevor ich schließlich versuchte für einige Stunden zu dösen. Ich wachte noch rechtzeitig wieder auf, um schließlich das “Frühstück” genießen zu können.

Breakfast | Air Berlin

Es gab ein kleiner Brötchen, Schinken, Käse, Butter, einen Joghurt und etwas Orangesaft. Außerdem ließ ich mir einen Kaffee servieren.
Wenig später setzten wir bereits zum Landeanflug auf Düsseldorf an.

Anflug auf Düsseldorf | Air Berlin

Noch etwas verschlafen, denn so richtig tief hatte ich nicht im Flugzeug ruhen können, kämpfte ich mich durch den Düsseldorfer Flughafen zur internationale Passkontrolle, die ich dank des elektronischen europäischen Reispasses aber recht schnell hinter mich brachte und fand mich schließlich an dem Abflugterminal ein, von dem mein finaler Flug von Düsseldorf nach München gehen sollte. Auch hier konnte ich mir wieder Zeit lassen, denn wieder hatte man mich der Gruppe D zugeordnet und ich durfte erst am Ende ins Flugzeug.
Der Flug dauerte etwa eine Stunde und zwischendurch servierte man noch eine aufgewärmte Laugenstange (Alternativ ein Rosinenbrötchen) als kleinen Snack, dazu ließ ich mir Orangensaft und Kaffee geben.

Laugenstange, Kaffee & O-Saft | Air Berlin Flug DUS-MUC

Nach dem Aussteigen dauerte es etwa zehn bis fünfzehn Minuten, bis das Gepäckband anlief und die ersten Gepäckstücke aus den Tiefen des Flughafens darauf ausgespuckt wurden. Mein Koffer war glücklicherweise schon ziemlich am Anfang dabei, so dass ich jetzt nur noch den weiten Weg vom Ankunftsterminal zur S-Bahn zurücklegen und nach Hause fahren musste. Wir schrieben nun bereits den sechzehnten Juni und es muss kurz nach zehn Uhr gewesen sein, als ich schließlich dort ankam. Damit ging ein wundervoller und erlebnisreicher Urlaub leider endgültig zu Ende.

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Ein Kommentar to “Sancocho & die Rückkehr nach Deutschland [15.06.2016]”

  1. Abschied von der Karibik [14 & 15.01.2017] | Subnetmask meinte am 26.01.2017 um 17:44 Uhr :

    […] das selbe Gericht hatte ich überigens auch schon bei meinem letzten Rückflug im Sommer des (nun) vorherigen Jahres erhalten – hier ist man scheinbar nicht sonderlich […]


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