Archive for October, 2018

Cordon bleu mit Pommes Frites & Krautsalat [31.10.2018]

Wednesday, October 31st, 2018

Als ich am Vormittag einen Blick auf die Speisekarte unseres Betriebsrestaurant geworfen hatte, war ich eigentlich entschlossen gewesen beim Gebackenen Hokifilet auf Fenchel-Safrangemüse und Salzkartoffeln aus dem Abschnitt Vitality zuzugreifen. Das Cordon Bleu vom Schwein mit Zitronenecke und Pommes Frites bei Tradition der Region erschien mir zu mächtig, auf die Schinkennudeln mit Ei und Tomatensauce bei Globetrotter hatte ich keine Lust, weil ich in den letzten Tagen bereits zu viele Nudeln in Form der Reste meines Spirelli-Topfs vom Wochenende verzehrt hatte und der Appetit stand mir auch nicht nache einem der Asia-Thai-Angebote wie Gebackener Tofu mit Gemüse in Koriandersauce oder Rindfleisch mit Broccoli und Karotten in Austernsauce. Obwohl ich gehört habe, dass das Rindfleisch an der Wok-Theke inzwischen nicht mehr so zäh ist wie ich es von früher in Erinnerung habe. Aber was man da servierte sah mit den ganzen Salzkartoffeln und dem fast püriert wirkenden Fenchelgemüse nicht sehr ansehnlich aus, nicht mehr wie hier vor einigen Jahren und natürlich bei weitem nicht so gut wie selbst gekocht in diesem Beitrag. Also ließ ich mich entgegen meines vorherigen Entschlusses doch dazu, beim Cordon bleu zuzugreifen. Dazu gesellte sich neben dem Ketchup auf den Pommes Frites noch ein kleines Schälchen Krautsalat.

Cordon bleu & Pommes Frites

Doch ich sollte die Entscheidung bereuen – mal ganz davon abgesehen dass wir heute ungewöhnlich lange nach einem Sitzplatz suchen mussten weil es so extrem voll war. Am Krautsalat gab es zwar nichts auszusetzen und sogar die Pommes Frites waren heute einigermaßen knusprig, jedoch leider nur ungenügend gesalzen. Aber das Stück Cordon bleu dass ich da heute auf dem Teller fand war eine wirklich Katastrophe. Nur das etwas erhöhte und hellere Stück in der Mitte, weniger als die Hälfte, war als anstandslos gefülltes Cordon bleu zu bezeichnen. Die dunkleren Bereiche darum waren steinhart gebacken oder gebraten und kein wirklicher Genuss – da konnte ich auch mit viel Zitronensaft aus den beiliegenden Zitronenecken kaum Abhilfe schaffen. Das war wirklich Pech gewesen, denn das nächste Stück Cordon bleu wäre wahrscheinlich wieder in Ordnung gewesen, aber was solls: Ich hatte ja eh keinen so großen Appetit und ließ – entegegn meiner Erziehung – heute mal einen Teil des Cordon bleu und ein paar Pommes auf dem Teller zurück. Dann gibt es morgen eben schlechtes Wetter…
Dennoch lag das Cordon bleu heute mit klaren Vorsprung vor allen anderen Angeboten auf Platz eins der Allgemeinen Beliebtheitsskala. Ich meine die Schinkennudeln wären auf dem zweiten Platz gefolgt, aber mit nur geringem Abstand zu den Asia-Gerichten auf Platz drei. Das Hoki-Filet folgte, wiederum nur mit kleinem Unterschied, auf dem vierten Platz.

Mein Abschlußurteil:
Cordon bleu: –
Pommes Frites: ++
Krautsalat: ++

Erbseneintopf mit Wiener Würstchen und Bauernbrot [30.10.2018]

Tuesday, October 30th, 2018

Das Pikantes Kichererbsencurry mit Basmatireis aus dem Abschnitt Vitality der Speisekarte unseres Betriebsrestaurants sah heute recht dünn aus, sonst hätte ich vielleicht dort zugegriffen. Da halfen auch die Cherrytomaten nichts, die das Gericht optisch noch etwas auflockerten und ihm mit Sicherheit eine zusätzliche fruchtige Note gaben. Denn das Ofenfrisches Schäufele mit Dunkelbiersauce, Kartoffelknödel und Krautsalat bei Tradition der Region war mir eindeutig zu mächtig und kalorienreich – obwohl es durchaus lecker aussah. Blieben also noch der Erbseneintopf mit Wiener Würstchen und Bauernbrot bei Globetrotter oder eines der Asia-Gerichte von der Wok-Theke wie Gebratenes Thaigemüse in Austernsauce oder Gebratener Tintenfisch mit frischem Gemüse in Unagi Sauce. Der Tintenfisch erschien mir zwar auf jeden Fall eine akzeptable Option, aber meine Wahl fiel dann doch auf die Hausmannskost in Form des Erbseneintopfs.

Pea stew with wiener & famer bread / Erbseneintopf mit Wiener Würstchen & Bauernbrot

Für einen Eintopf war das Gericht zwar auch recht dünnflüssig, aber er ging gerade noch als solcher und nicht als Suppe durch. Darin fanden sich neben grünen Schälerbsen auch Möhren, Kartoffelwürfel, Zwiebelstückchen und ein paar Kräuter. Kein besonders ausgefeilter Erbseneintopf, aber mit den beiden heißen und knackigen Wiener Würstchen, die sich als Qualitativ recht gut und nicht zu verwässert erwiesen sowie den beiden Scheiben frischen und knusprigen Bauernbrotes ergab sich dann doch ein durchaus gelungenes Mittagsmahl. Ich musste mir vor dem Verzehr allerdings noch ein Messer holen, um die Würstchen noch in mundgerechte Stücke zu schneiden, denn für ein zerteilen mit dem Löffel waren sie etwas zu knackig und ich riskierte dabei den Eintopf über dem Tisch zu verteilen wenn ich unglücklich abrutschte. 😉 Danach stand einem sättigenden und recht schmackhaften Mittagsmahl aber nichts mehr im Wege. Mein zweiter Eintopf mit Brot nach dem Chili gestern – mal sehen was der Rest der Woche bringt.
Bei den anderen Gästen war trotz der recht ansehnlichen Portionsgröße doch das Schäufele in Dunkelbiersauce das mit Abstand am häufigsten gewählte Gericht und konnte sich somit Platz eins auf der Allgemeinen Beliebtheitsskala sichern. Auf Platz zwei sah ich die Asia-Gerichte. Der Abstand zwischen dem Erbseneintopf auf Platz drei und dem Kichererbsencurry auf dem vierten Platz war wiederum nur sehr gering, beide waren etwa gleich häufig auf den Tabletts zu sehen. Aber ein Blick in übervollen Rückgabewagen ließ letztlich die Entscheidung für einen kleinen Vorsprung des Erbseneintopfes fallen.

Mein Abschlußurteil:
Erbseneintopf: ++
Wiener Würstchen: ++
Bauernbrot: ++

Chili con Carne mit Sauerrahm & Baguette [29.10.2018]

Monday, October 29th, 2018

Zwar überlegte ich kurz, ob ich heute nicht doch beim Putenschnitzel “Zigeuner Art” mit Kroketten aus dem Abschnitt Tradition der Region der Speisekarte unseres Betriebsrestaurants zugreifen sollte und auch der Gemüsestrudel mit Ratatouille und Quarkdip bei Vitality sah heute interessant aus, da man die Strudelstücke dieses Mal in Scheiben von einem größeren Strudel abgeschnitten zu haben schien, aber letztlich fiel ich dann doch in mein gewohntes Verhaltensmuster zurück und griff zum Chili con Carne mit Mais und Kidney Bohnen, dazu Sauerrahm und Baguette, das man mal wieder bei Globetrotter anbot. Gebackene Frühlingsröllchen oder Gebratenes Hühnerfleisch mit Gemüse in Austernsauce sahen in den Woks der Asia-Thai-Theke zwar auch noch ganz nett aus, aber ich hatte meine Entscheidung getroffen. Dazu fischte ich mir noch ein paar Jalapeno-Scheiben aus der Sojasauce an der Wok-Theke, um die Schärfe des traditionell ja eher milden Chilis noch etwas zu steigern.

Chili con Carne & Baguette

Leider war ich gerade in dem Zeitraum an die Theke gekommen, als die Warmhalteschale fast leer war – ich hatte also nur von den Resten des Chilis bekommen. Aber unabhängig davon kommt es mir wirklich so vor, als würde die Menge an Mais und Bohnen im Chili immer mehr abnehmen. Vergleichen mit dieser Portion von 2014 ist es besonders offensichtlich, aber auch bei diesem Chili aus 2017 war es noch deutlich dickflüssiger und reichhaltiger. Ich hoffe mal dass dies kein Dauerzustand ist, ansonsten werde ich meine Affinität zum hiesigen Chili doch noch einmal überdenken müssen. Das Gericht selber war zugegebenermaßen zwar nicht schlecht, aber für meinen persönlichen Geschmack eben etwas dünnflüssig und die Menge an Gemüse war trotz der zusätzlichen Jalapenos fast schon als homöopathisch zu bezeichnen. 😉 Zum Glück gab es das große Stück knuspriges und frisches Baguette, welches das Gericht sehr gelungen um eine weitere Sättigungskomponente ergänzte. War also OK, aber ich weiß dass das auch noch deutlich besser geht. Meine Lieblingsversion ist mit mehr Gemüse, Jalapenos, Sauerrahm und Tortilla Chips. Vielleicht kehrt man ja irgendwann mal dahin zurück – ich hoffe es zumindest.
Trotz seiner Unzulänglichkeiten lag das Chili aber heute beim Rennen um den ersten Platz auf der Allgemeinen Beliebtheitsskala mal wieder klar vorne und holte sich den Sieg unangefochten. Das einzige Gericht dass ihm ein wenig gefährlich hätte werden können, war das Putenschnitzel mit Kroketten, das auf einem guten zweiten Platz landete. Es folgten die Asia-Gerichte auf dem dritten Platz und der vegetarische Gemüsestrudel auf einem guten Platz vier.

Mein Abschlußurteil:
Chili con Carne: +
Baguette: ++

Spirelli-Topf mit Bohnen & Möhren – Reloaded

Saturday, October 27th, 2018

Fussili stew with beans & carrots - Served /  Spirelli-Topf mit Bohnen & Möhren - Serviert
Am meinem ersten Wochenende zurück in Deutschland wollte ich natürlich nicht aufs Kochen verzichten. Allerdings hatte ich keine Lust auf zu aufwändige Gerichte, daher entschied ich mich mal wieder einen Spirelli-Topf zuzubereiten. Das Rezept hatte ich ja in diesem Beitrag ausführlich vorgestellt und schon häufiger mit verschiedenen Gemüsezutaten variiert. Leider war mir zwischenzeitlich die sonst verwendete Gewürzmischung Nr. 5 von Maggi ausgegangen und ich hatte keine Lust nur deswegen noch einmal raus in die Kälte zu gehen. Daher googelte ich mal im Internet und fand heraus, dass neben Geschmacksverstärkern wie Mononatriumglutamat – die ich nicht natürlich verwenden wollte – vor allem Salz, Pfeffer, Zwiebeln, Knoblauch, Majoran, Muskatnuss und Kümmel enthalten waren. Also versuchte ich mit diesen Gewürzen und etwas edelsüßen Paprika einen vergleichbaren Geschmack herzustellen und das gelang mir erstaunlich gut. Außerdem landeten eine große frische Möhre (ca. 110g) und eine Dose Bohnen-Mix aus Pinto- und Kidney-Bohnen zusätzlich zu Hackfleisch, Zwiebel, Senf, Spirelli-Nudeln und Fleischbrühe im Topf. Außerdem gab ich noch eine kleine Prise Chiliflocken mit hinein. Nach dem Ausschalten der Kochplatte noch schnell einem Becher saurer Sahne untergehoben und das Gericht damit geschmacklich abgerundet – fertig war ein leckeres und schnell zubereitetes Nudelgericht, dass sowohl frisch gekocht als auch aufgewärmt wie immer ein wahrer Genuss ist.

Fussili stew with beans & carrots - Side view /  Spirelli-Topf mit Bohnen & Möhren - Seitenansicht

Putengyros mit Pommes Frites & Salat [26.10.2018]

Friday, October 26th, 2018

Amheutigen Freitag freute ich mich eigentlich auf einen Lahmacun mit frischem Salat und Putenfleisch aus dem Abschnitt Vitaliy. Die Süßspeise bei Tradition der Region, heute , sowie die Asia-Thai-Gerichte in Form von oder San Sei Chop Suey – Verschiedene Fleischsorten mit Gemüse in Spezialsauce blendete ich von vornherein aus, einzig das Fischgericht bei Globetrotter, heute , wäre vielleicht noch eine Alternative gewesen. Doch obwohl wir mit kurz nach 12:00 Uhr relativ früh dran waren und Freitags ja sowieso nicht so viel los ist, weil ja viele Mitarbeiter von Außerhalb bereits am Donnerstag ihren Heimweg antreten und Freitags Homeoffice machen, wurde ich erneut enttäuscht. Als ich an der Ausgabetheke das Gericht bestellte, teilte man mir mit es sei aus. Allerdings könne man mir Putengyros mit Salad, Joghurtdip und Pommes Frites anbieten. Das ließ mich mal vermuten, dass es heute wohl eher ein Problem mit dem Fladenbrot gegeben hat als ein Problem mit dem gesamten Gericht. Wirklich schade, ich hatte mich wirklich auf das mit Hackfleisch, Zwiebeln und Tomaten bestrichene Fladenbrot gefreut, aber Fritten waren eine akzeptable Alternative.

Turkey gyros with french fries & salad / Putengyros mit Pommes Frites & Salat

Und heute waren die Pommes Frites sogar mal recht gut gelungen und besaßen eine fast perfekte Knusprigkeit, dafür waren sie aber leicht übsersalzen. Das Putenfleisch sah auf den ersten Blick zwar etwas hell aus, aber es erwies sich als durchgebacken, ausreichend gewürzt und wohl auch mit etwas Pul Biber oder ähnlichem versehen, denn es besaß eine leichte Schärfe. Gemeinsam mit dem mit ein paar Kräutern versehenen Joghurtdip war es aber ganz lecker. Da zu dem Salat aus Blattsalat und Möhrenstiften aber das Dressing fehlte, musste dieses aber auch parallel als Dressingersatz herhalten. In der Summe also ganz ok, aber ein richtiges Lahmacun mit Fladenbrot hätte ich dennoch eindeutig vorgezogen.
Mit knappen Vorsprung konnte sich das Putengyros mit Fritten dann auch den ersten Platz auf der heutigen Allgemeinen Beliebtheitsskala sichern. Auf dem zweiten Platz folgte der Fisch, der sich aber nur knapp gegen die ebenfalls gerne gewählten Asia-Gerichte durchsetzen konnte. Die Süßspeise kam schließlich auf einem guten vierten Platz.

Mein Abschlußurteil:
Putenfleisch (Döner): ++
Joghurtdip: ++
Salat: ++
Pommes Frites: ++

Entenkeule mit Blaukraut & Kartoffelklößen [25.10.2018]

Thursday, October 25th, 2018

Als ob mich unser Betriebsrestaurant für die gestern entgangene Lammhaxe entschädigen wollte, hatte sie heute wieder ein kleines kulinarisches Highlight auf die Speisekarte gesetzt und bot im Bereich Tradition der Region eine Geschmorte Entenkeule mit Apfelblaukraut und Kartoffelklößen an – ein Gericht dass ich sonst eher an Feiertagen zu essen gewohnt bin. Alternativ gab es noch Spaghetti alla puttanesca mit Kapern, Sadellen und schwarzen Oliven bei Vitality – aber mit Sardellen und Kapern kann man mich jagen 😉 -, Schweinegeschnetzeltes in Pfefferrahmsauce, dazu Butternudeln bei Globetrotter und Gebackene Ananas oder Banane oder Gebratenes Rindfleisch mit frischem Gemüse und gelben Thaicurry an der Asia-Thai-Theke – aber das blendete ich aufgrund der Entekeule aus. Aufgrund der Erlebnisse von gestern waren wir auch gleich etwas früher losgegangen und als ich an der Ausgabetheke ankam, sah es zumindest was die Verfügbarkeit anging wirklich gut aus. Ich bekam meine Entenkeule ohne Probleme.

Duck leg with red cabbage & dumplings / Entenkeule mit Blaukraut & Klößen

Leider waren meine Erwartungen bezüglich der Keule dann wohl doch etwas überzogen gewesen, denn war dort auf dem Teller lag sah ein wenig verschrumpelt und nicht besonders ansehnlich aus. Die Haut war dann auch entsprechend knusperig, allerdings erwies sich die Ausbeute an Fleisch an der Keule als recht gering, wobei sie aber gerade noch akzeptabel war. Außerdem schien sie etwas zu lange im Ofen gewesen zu sein, denn vor allem an der Rändern war die etwas zu knusprig und konnte nur noch gelutscht, aber nicht mehr gekaut werden. 😉 Außerdem war das Fleisch leicht trocken, die dünne, aber würzige Sauce glich das glücklicherweise aber einigermaßen aus. Am fruchtigen Apfel-Rotkraut gab es aber nichts auszusetzen und auch die beiden kleinen Klöße waren soweit in Ordnung – auch wenn sie bestimmt nicht handgemacht waren. Aber mir hätte klar sein müssen, dass mich hier kein Festtagsmahl erwartet. Für hiesige Verhältnisse dennoch absolut in Ordnung.
Der Entenkeule gelang es trotz ihres eher mickrig wirkenden Aussehens, sich mit knappen Vorsprung den ersten Platz auf der Allgemeinen Beliebheitsskala des Tages zu sichern. Aber warum auch nicht? sie war die beste Alternative! Auf Platz sah ich die Asia-Gerichte, aber knapp gefolgt vom Schweinegeschnetzelten auf dem dritten Platz. Der Rotbarsch folgte eng dahinter auf einem sehr guten vierten Platz.

Mein Abschlußurteil:
Entenkeule: +
Sauce: +
Blaukraut: ++

Currywurst mit Pommes Frites [24.10.2018]

Wednesday, October 24th, 2018

Am heutige Mittwoch durfte ich, trotz leichten JetLags, endlich wieder arbeiten und somit auch in unserem Betriebsrestaurant speisen. Und mit einer Geschmorten Lammhaxe mit Speckbohnen und Spätzle im Abschnitt Globetrotter fand sich auf der Speisekarte auch gleich ein Gericht, das ganz meinem Geschmack entsprach. Und es war nicht sonderlich spät als ich im Speisesaal ankam und zielgerichtet auf die entsprechende Ausgabetheke zusteuerte. Doch leider bekam ich dort nur die lapidare Auskunft, die Lammhaxe sei leider bereits aus. 🙁 Also musste ich mich nach Alternativen umsehen. Das Angebot bei Vitality, Gedünsteter Rotbarsch im Pfirsich-Ingwersud mit Basmatireis sagte mir aber nicht so sehr zu – ich hatte im Urlaub bereits so viel Fisch gegessen – und auch auf die Asia-Thai-Angebote an der Wok-Theke wie Gebratenes Gemüse mit Kokosnuß und Sojasauce oder Gebratenes Schweinefleisch mit verschiedenen Gemüse in Spezialsauce hatte ich nicht keinen besonders großen Appetit. Also blieb mir nichts anderes als bei der Currywurst (rot oder weiß) mit Pommes Frites aus der Sektion Tradition der Region zuzugreifen. Dabei wählte ich die weiße Variante der Wurst und garnierte mir die Pommes natürlich noch mit einer großzügigen Portion Ketchup und versah die heiße Currysauce noch mit zusätzlichem Currypulver.

Curried bratwurst with french fries / Currwurst mit Pommes Frites

Was die frittierten Kartoffelstäbchen anging hatte man in meiner Abwesenheit leider nicht viel dazu gelernt, denn sie ließen auch dieses Mal wieder etwas an knusprigkeit zu wünschen übrig. Sie waren zwar in Ordnung, aber ein bis zwei Minuten länger in der Friteuse hätten ihnen mir Sicherheit gut getan. An der Wurst, einer Bratwurst, gab es aber nichts auszusetzen und auch die mit Zwiebelstückchen versehene, heiße und würzige Currysauce ließ nichts zu wünschen übrig. Ich war zufrieden, auch wenn mir die Lammhaxe deutlich lieber gewesen wäre.
Aber auch als ich mich zwecks Beliebtheitsskala im Restaurant umsah, konnte ich nichts mehr von der Lammkeule entdecken, nur in den Rückgabewagen sah ich noch Teller, die darauf hinwiesen. Also kann ich den Zuspruch der anderen Gäste für dieses Gericht heute schlecht beurteilen, zumindest in Bezug auf die Currywurst, die nun natürlich ganz vorne lag und sich den ersten Platz sichern konnte. Ich vermute aber dass sie mindestens auf Platz zwei gelegen haben muss, denn ansonsten wäre sie nicht so schnell aus gewesen. Diesen Platz nahmen aber jetzt die Asia-Gerichte ein, gefolgt vom Fischgericht auf Platz drei.

Mein Abschlußurteil:
Bratwurst: ++
Currysauce: ++
Pommes Frites: +

Return to the Caribbean – Abschied & Rückreise [22. – 23.10.2018]

Tuesday, October 23rd, 2018

Heute war es leider soweit: Die 14 Tage meines Urlaubs waren vorbei und ich musste zurück ins herbstliche Deutschland mit seinen guten Straßen, dem gewohnten Essen und der melodischen Sprache, die ich so sehr viel besser verstehe als das hiesige Spanisch oder gar Kreolisch. Aufgrund unser doch etwas längerern Abschiedparty gestern, standen wir erst recht spät auf. Zum letzten Mal für die nächste Zeit stellte sich meine Begleitung und kochte noch einmal etwas für uns. Es gab etwas Schweinefleisch in einer leicht pikanten Zwiebelsauce, selbst zubereiteten Kartoffelsalat mit Möhren und gekochten Eiern sowie reichlich Reis.

Dominican pork with rice & potato salad / Dominikanisches Schweinefleisch mit Reis & Kartoffelsalat

Eigentlich hatten wir noch überlegt, für einige Zeit an den Strand in Sosua zu fahren, doch es waren Gäste gekommen die mich ebenfalls verabschieden wollten und ich packte noch nebenher die letzten Sachen zusammen, so dass letztlich keine Zeit mehr blieb bevor ich mich gegen 17:15 Uhr zum Aerodom, dem internationalen Flughafen Gregorio Luperon nahe Puerto Plata mit seiner einzelnen Start- und Landebahn fahren ließ.

Aerodom

Obwohl es noch zwei Stunden bis Abflug um 19:15 Uhr waren, hatte sich bereits eine lange Schlange vor dem Condor-CheckIn gebildet.

Waiting line - Condor CheckIn - Aerodom Puerto Plata

Einen Zusatzschalter gab es für die Premium-Klasse hier leider nicht, nur für die Business-Klasse, ich musste also leider warten, was etwa zwanzig Minuten dauerte. Zumindest wurde Economy-Gäste auch am Business-Schalter bedient, wenn kein Fluggast dieser Kategorie da war, dadurch ging es nicht ganz so langsam voran.
Nachdem ich meinen Koffer eingecheckt und mein Boarding-Ticket erhalten hatte, ging es noch daran das blauen Formular auszufüllen, den man bei der Ein- und Ausreise abgeben muss. Dann hieß es Abschied nehmen, was wie immer sehr schwer fiel.
Es folgte die Sicherheitskontrolle, die Passkontrolle bei der ich den balauen Beleg abgeben musste und schließlich kam ich in die Abflughalle. Vor dem Fenster auf der anderen Seite wartet bereits der Condor-Flieger, der mich wieder nach Deutschland bringen würde.

Waiting Condor Airplane - Puerto Plata

Das Boarding verlief dieses Mal wieder problemlos und mit nur wenigen Minuten Verspätung rollten wir kurz nach 19:15 Uhr schließlich auf die Startbahn und hoben ab in den inzwischen fast dunklen Himmel. Etwa eine Dreiviertlstunde nach dem Start, um kurz nach acht servierte man uns schließlich das Abendbrot.

Condor - Premium Economy Class - Beef Stroganoff for dinner

Dieses Mal gab es einen Tabouleh Salat mit Räucherlachs, Rindfleischstreifen “Stroganoff” mit Mischgemüse und Paprikakartoffeln, Oreo Käsekuchen, Etwas Käse, Vollkornbrot, Brötchen, etwas Butter und einen Twix Schokoriegel. Und es gab an keiner der Komponenten etwas auszusetzen, alles sehr lecker und mehr als genug um satt zu werden.
Eigentlich wollte ich ja noch einen Film gucken, aber ich muss dann irgendwie eingeschlafen sein und wachte erst wieder auf als wir Irland bereits überflogen hatten und die Essensausgabe mit dem Frühstück gerade durch war.

Reaching Europe with Condor Airlines

Während mein Sitznachbar, ein älterer Herr, munter sein Frühstück verzehrte, sass ich also da und darbte, mich über mich selbst ärgend, vor mich hin. Und keinerlei Stewards oder Stewardessen irgendwo in Sicht. Doch ich hatte Glück, denn wenig später schien ein Mitarbeiter des Flugzeugpersonals meine missliche Lage bemerkt zu haben und reichte mir doch noch mein lang ersehntes Frühstück.

Condor - Premium Economy - Breakfast / Frühstück

Das aufgebackene Brötchen war zwar nicht mehr warm, aber davon mal abgesehen doch ein gutes und umfangreiches Frühstück aus Melonenstückchen, einer kleinen gemischten Aufschnitt- und Käseplatte, einem Erdbeer-Fruchtjoghurt, Marmelade, Vollkornbrot, besagtem Brötchen, Butter und einem Schoko-Muffin. Da konnte man echt nicht meckern. Dazu gab es natürlich einen heißen schwarzen Kaffee.
Etwa eine Stunde später setzten wir schließlich zur Landung auf dem Frankfurter Flughafen an – das Wetter war trüb und leicht nebelig – es war ja Herst in Deutschland.

Landeanflug auf Frankfurt

Das Flugzeug kam wieder auf einer Off-Position, weit abseits vom Terminal, zum stehen und der Flugkapitän verkündete über die Lautsprecheranlage, dass wir noch sitzen bleiben könnten, denn es war leider kein Flughafenmitarbeiter vor Ort, der das neben dem Flughafen wartende Gangway-Fahrzeug an dieses heran fahren könnte. Bis dieser kommt könnte es noch dauern.

Frankfurt Airport - Gangway car

Dennoch waren bereits viele der Fluggäste aufgesprungen und holten bereits ihr Handgepäck aus den Dachfächern. Es sollte aber tatsächlich noch über 10 Minuten dauern, bis endlich mit dem Aussteigen begonnen werden konnte. Etwa zeitgleich mit dem Gangway-Fahrer waren auch drei Busse eingetroffen, die uns nach verlassen des Fliegers in wilder Fahrt quer über das Flughafengelände zum Terminal brachten, wo wir nahe der Passkontrollen und von Bundepolizisten beäugt ins Flughafengebäude gingen. Dank elektronischem Pass ging die letztliche Einreise aber recht schnell, jedoch lag danach noch ein weiterer langer Fußmarsch vor uns, bevor wir schließlich im Untergeschoss das Gepäckband erreichten, an dem etwas unser Gepäck aus den Tiefen des Flughafens kommen sollte.

Frankfurt Airport - Baggage conveyor belt / Gepäckband

Und ich hatte Glück, denn nachdem das Gepäckband endlich angelaufen war, konnte ich bereits beim vierten Koffer der herauf kam mein eigenes Gepäckstück erkennen. Als ich dann durch den grünen Ausgang die Gepäckhalle verlassen wollte, hielt mich einer der Zollbeamten für eine spontane Kontrolle auf – das erste Mal überhaupt seit ich fliege. Doch nach Kontrolle meines Reisepasses, einem kurzen Blick in meinen Rucksack und einigen Fragen ließ er mich weiterziehen und verzichtete auf einen Blick in den Koffer. Jetzt schnell ein neues Feuerzeug gekauft – mein altes musste ich in Puerto Plata abgeben und raus aus dem Terminal, damit ich nach über elf Stunden endlich wieder meinem ungesunden Hobby frönen konnte.
Während ich vor dem Gebäude stand, zückte ich mein Mobiltelefon und prüfte den Fahrplan der Deutschen Bahn nach einer Rückkehrmöglichkeit nach München. Und ich hatte Glück, in etwa zwanzig Minuten fuhr ein ICE vom Fernbahnhof ab, das schaffte ich locker. Nur einen Sitzplatz konnte ich nicht mehr reservieren, das war zu kurzfristig.

Frankfurt Flughafen Fernbahnhof

Doch das war auch gar nicht notwendig gewesen, denn an diesem Montag morgen war der ICE relativ leer und es wurden auch keinerlei Reservierungen angezeigt.
Ein Problem tauchte noch auf, als die Schaffnerin kam und meine ausgedruckte Rail & Fly Fahrkarte kontrollierte, mit der ich ja bereits nach Frankfurt gefahren war: Sie war laut ihrer Aussage storniert worden. oO Das lag wohl daran, das ich vor dem Flug noch einmal eine Umbuchung vorgenommen hatte. Ich kramte also mein Macbook heraus, suchte im Mailprogramm die Mail von Condor und zeigte der Schaffnerin das PDF der neuen Fahrkarte auf dem Display. Nun war sie zufrieden und ich konnte entspannt den Rest meiner Rückreise nach München antreten.

Im ICE nach München

Mit nur fünf Minuten Verspätung erreichten wir um kurz vor halb vier schließlich den Münchner Hauptbahnhof – war jetzt nur noch eine nicht allzu lange S-Bahn-Fahrt von meinem Zuhause entfernt.

Ankunft am Münchener Hauptbahnhof

Und ich war froh, als ich endlich dort ankam – auch wenn die Karibik immer wieder schön ist und ich bestimmt nicht zum letzten Mal dort gewesen bin, ist es zu Hause doch immer noch am allerschönsten – trotz des herbstlichen Wetters. 🙂