Quark-Auflauf mit frischen Himbeeren – das Rezept

Heute brach ich mal mit meiner Tradition keine Süßspeisen als Hauptgericht zuzubereiten, denn im Rahmen meiner Recherchen zu Gerichten mit wenig Kohlehydraten (LowCarb) war ich auf gleich mehrere Rezepte für Quark-Auflauf mit Früchten gestoßen, die es mir angetan hatten. Die meisten dieser Rezepte verwendeten aber Xylit, Stevia oder irgend ein anderes Ersatz-Süßungsmittel, das ich nicht vorrätig hatte und Industriezucker war mir zu trivial, daher nahm ich guten deutschen regionalen Blütenhonig zum süßen. Außerdem brach ein wenig mit der Low-Carb-Regel, denn ich fand die Idee Zwieback darin zu verwenden irgendwie interessant.

Was benötigen wir also für 3-4 Portionen?
01 - Zutaten / Ingredients

  • 500g Magerquark
  • 2 Eier (Größe M)
  • 250g Himbeeren (wenn möglich frisch, notfalls geht aber auch TK)
  • 1 Tüte Pudding-Pulver Geschmacksrichtung Vanille
  • 4 Scheiben Zwieback (optional)
  • 3-4 EL Honig zum Süßen
  • Evtl. einen Schuss Milch
  • etwas Fett zum ausfetten der Form
  • Beginnen wir damit die Eier zu trennen. Ich hatte keinerlei Erfahrung damit und nur noch genau zwei Eier im Kühlschrank, daher betete ich innerlich, dass das Eigelb bei beiden Eiern heil blieb – und wie man sieht hatte ich Glück. 🙂
    02 - Eier trennen / Separate eggs

    Dann geben wir Quark, Eigelb und Puddingpulver in eine Schüssel,
    03 - Quark, Eigelb & Puddingpulver in Schüssel geben / Put curd, egg yolk & custard powder in bowl

    süßen alles mit etwas Honig
    04 - Mit Honig süßen / Sweet with honey

    und verrühren es gründlich miteinander. Ggf. können wir noch etwas Milch dazu geben, damit alles leichter zu verrühren ist.
    05 - Gründlich verrühren / Stir well

    Außerdem legen wir den Zwieback in einen Gefrierbeutel und zerkleinern ihn darin mit Hilfe eines Nudelholzes.
    06 - Zwieback zerkleinern / Crush zwieback

    Nun geben wir das Eiweiß in eine weitere Schüssel,
    07 - Eiweiß in Schüssel geben / Put egg white in bowl

    geben eine winzige Prise Salz oder einen Spritzer Zitronensaft dazu
    08 - Prise Salz addieren / Add pinch of salt

    und schlagen das Eiweiß mit Hilfe eines Handmixers zuerst auf langsamer und dann auch immer schneller werdender Stufe steif. Aber nicht zu lang schlagen, sonst wird es zu fest!
    09 - Eiweiß steif schlagen / Whisk egg white stiff

    Sobald das Eiweiß beim Umdrehen der Schüssel darin haften bleibt, hat es die richtige Konsistenz erreicht.
    10 - Eiweiß steif / Egg white stiff

    Das so steif geschlagene Eiweiß geben wir zu unserer Quarkmischung in die Schüssel
    11 - Eiweiß zu Quarkmasse geben / Add egg white to curd mix

    und heben es gründlich unter.
    12 - Eiweiß unterheben / Stir in egg white

    Während unser Ofen (Ober-Unterhitze) auf 180 Grad vorheizt, fetten wir eine Auflaufform aus
    13 - Auflaufform ausfetten / Grease casserole

    und bedecken den Boden großzügig mit unserer Quarkmischung.
    14 - Boden mit Quarkmasse bedecken / Cover bottom with curd mix

    Darauf verteilen wir den zuvor zerkleinerten Zwieback
    15 - Mit Zwieback-Bröseln bestreuen / Dredge with crushed zwieback

    und legen die frischen Himbeeren oben auf,
    16 - Himbeeren hinzufügen / Add raspberries

    über die wir dann die restliche Quarkmasse verteilen. Bei mir wurde es wirklich knapp, ich musste den Rest noch mit etwas zusätlichem Quark strecken damit es ausreichte – also bitte auf die Größe der Auflaufform achten. 😉
    17 - Mit restlicher Quarkmasse bedecken / Cover with remaining curd mix

    Auf der zweiten Schiene von unten schieben wir die so befüllte Auflaufform dann für 40-50 Minuten in den Ofen. Sollte der Auflauf drohen zu dunkel zu werden, können wir ihn vorsichtig mit einem Stück Alufolie abdecken.
    18 - Im Ofen backen / Bake in oven

    Schließlich entnehmen wir den fertig gebackenen Quark-Auflauf wieder und lassen ihn kurz ruhen. Man sieht hier übrigens gut, dass ich auf der rechten Seite die gestreckte Masse verwendet habe, sie ist nicht so gut aufgegangen wie die ungestreckte auf der linken Seite.
    19 - Curd casserole with raspberries - Finished baking / Quark-Auflauf mit Himbeeren - Fertig gebacken

    Nach sieben bis acht Minuten können wir den Auflauf schließlich portionieren, servieren und genießen.
    20 - Curd casserole with raspberries - Served / Quark-Auflauf mit Himbeeren - Serviert

    Der Quark hatte sich zu einer festen, aber luftig-lockeren, schaumigen Masse verbunden, die mit ihrem Vanille-Aroma wunderbar mit dem fruchtigen Geschmack der Himbeeren harmonierte. Vom Zwieback selbst hätte ich mir mehr erwartet, denn er hatte sich einfach mit Feuchtigkeit vollgesogen und bildete eine Schicht aufgeweichter Brösel, die nicht schlecht in die Gesamtkomposition passte und zusätzlich zur Sättigung beitrug, aber auch nicht unbedingt notwendig gewesen wäre. Dennoch war ich mit meiner ersten süßen Hauptspeise zufrieden, eine leckere Alternative zu einem kräftig-pikanten Mittagsmahl. Ich werde so etwas zwar bestimmt nicht zur Regel werden lassen, aber wenn ich mal wieder ein interessantes Rezept entdecke, ist meine Hemmschwelle nun deutlich niedriger es auszuprobieren. Vielleicht backe ich sogar demnächst mal einen Kuchen, man weiß ja nie… 😉

    21 - Curd casserole with raspberries - Side view / Quark-Auflauf mit Himbeeren - Seitenansicht

    Guten Appetit

    10 thoughts on “Quark-Auflauf mit frischen Himbeeren – das Rezept

    1. In diesem Artikel das Wort Low Carb zu finden ohne eine Negation im näheren Umfeld ist schon etwas … mir fehlt der Fachbegriff. Selbst, wenn ich den Honig mal ignoriere, strotzt das Gericht doch vor Kohlenhydraten. Die Himbeeren sind Zuckerbomben, der Zwieback quasi auch. Und der Pudding sollte quasi nur aus Stärke bestehen, was ebenso pure, wenn auch langkettigere Kohlenhydrate sind. Gut, dass wenigstens der Quark zu den gesäuerten Milchprodukten gehört und kaum noch Milchzucker enthält. 😉
      Aber meine Meinung zu diesen Labeln kennste ja schon.

    2. Erst mal prinzipiell: Ich hatte zwar dieses Rezept im Rahmen meiner Low Carb Recherchen entdeckt, habe aber einleitend eindeutig erwähnt dass ich mit der Low Carb Regel breche. 😉
      Außerdem sind Himbeeren definitiv KEINE Zuckerbomben.
      Zum Vergleich: Zuckergehalt verschiedener Früchte pro 100g:
      Granatapfel 16,7 g
      Mango 12,8 g
      Kiwi 10,8 g
      Johannisbeere (schwarz) 10,3 g
      Mandarine 10,1 g
      Grapefruit 8.9 g
      Heidelbeere 7,4 g
      Johannisbeere (rot) 7,3 g
      Himbeere 4,8 g
      (Quelle)

      Nur den Pulver-Pudding lass ich mir gerne vorwerfen, war eben kein Gourmet-Bio-Produkt, aber in dem Supermarkt in dem ich war gab es nichts anderes.
      Dabei hätte ich Vanilleschoten auch vorrätig gehabt, hätte also das Aroma auch anderweitig erzeugen können, aber da war ich mal zu faul.

    3. Das wichtigste ist, dass man überhaupt mal Obst isst. Ich war da lange eher zurückhaltend gewesen, aber ich versuche mich zu bessern. 😉

    4. Viel Obst esse ich auch nicht, aber trotzdem zuviel, wenn man den Vergleich mit Gemüse wagt. Man soll ja mehr Gemüse als Obst essen…

    5. Früher habe ich es ja eher wie Heinz Strunk gehalten: Fleisch ist mein Gemüse (Herkunft). 😉
      Aber inzwischen denke ich da etwas anders, auch wenn es lange gedauert hat endgültig umzudenken.
      Gemüse ist dabei tatsächlich das bessere Obst, es liefert genau so Vitamine, Mineralstoffe, Spurenelemente und Ballaststoffe, allerdings ohne so viel Fruktose.

    6. Man kann einige Gemüsesorten auch roh essen, z.B. Paprika oder Stangensellerie. Aber ich bin leider kein Freund von Rohkost. 😉

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