Archive for November, 2019

Gebackene Scholle mit Remoulade [29.11.2019]

Friday, November 29th, 2019

Heute morgen überfiel mich ein kleiner Hungeranfall, als ich mir den morgendlichen Kaffe im Bistro holte. Vielleicht lag es leckeren Geruch den die Warmhaltetheke dort verströmte. Daher konnte ich es nicht unterlassen, mir mal wieder eine Fleischpflanzerlsemmel zu holen.

Frikadellensemmel & Kaffee

Wie es sich herausstellte hatte ich einen guten Zeitpunkt dazu gewählt, denn die Fleischpflanzerl waren heute mal wieder etwas größer als Normal, so dass sie die gesamte Fläche zwischen den Brötchenhälfte ausfüllte. Wie immer sehr lecker, aber auch sehr reichhaltig.
Daher wollte ich zum Mittag eigentlich kürzer treten und hatte zuerst daran gedacht beim Gebratenen Eierreis mit frischem Gemüse in Hoi-Sin-Sauce zuzugreifen, der gemeinsam mit dem für Freitag üblichen San Sei Chop Suey – Verschiedene Fleischsorten mit Gemüse in Spezial Sauce an der Asia-Wok-Theke angeboten wurde. Doch meine Entscheidung begann zu schwanken, als ich den Speisesaal betreten hatte. Schon wieder Reis? Schon wieder Asiatisch? Schon wieder Hoi Sin Sauce? Leider waren die Alternativen nicht sonderlich prickelnd. Zuerst überlegte ich aber, ob ich meine Abneigung gegenüber Kapern überwinden und bei den Königsberger Klopse mit Karpern, Weißweinsauce und Salzkartoffeln zugreifen sollte. Oder vielleicht doch die vegetarische Ofenfrische Pizza mit Paprika, Oliven und Zwiebeln? Auch wenn sie nicht schlecht aussah, hat man sich bei Pizzen hier im Betriebsrestaurant ja bisher nicht mit Ruhm bekleckert – man siehe hier oder hier. Letztlich landete ich dann aber doch bei der Gebackenen Scholle mit Remoulade + drei Komponenten nach Wahl aus dem Abschnitt Daily der Tageskarte, auch wenn ich die Komponentenzahl wohl nicht voll kriegen würde. Chinesische Hühnersuppe oder Kartoffelcremesuppe schienen mir beide nicht sonderlich gut als Vorsuppe zu einem Fischgericht mit Kartoffel geeignet. Und weder an der Salattheke noch an der Gemüse-/Restetheke fand ich eine andere passende Beilage. Doch zumindest den zweiten von drei Slots wollte ich füllen und stellte mir noch ein Becherchen Mangocreme aus dem Dessertangebot auf das Tablett. Der erste Slot war ja durch die Kartoffeln belegt worden.

Baked plaice with remoulade / Gebackene Scholle mit Remoulade

Die Panade des Schollenfilets war zwar leicht beschädigt, aber das beeinflusste glücklicherweise den Geschmack nicht. Und das saftige und grätenfreie Fischfilet erwies sich als wirklich gut gelungen, vor allem wenn man es noch mit Zitronensaft aus der beiliegenden Zitronenecke beträufelte und mit der würzigen Remoulade garnierte. Und auch bei den gerösteten Salzkartoffeln hatte man diesmal alles richtig gemacht, denn sie erwiesen sich alles als komplett durchgekocht, aber noch angenehm fest und nicht so matschig wie ich es in der Vergangenheit häufiger erlebt hatte. Insgesamt also eine gute Wahl, ich konnte zufrieden sein. Und auch an der dem fruchtigen und nicht zu süßen, luftigen und cremigen Mangodessert gab es nichts auszusetzen.
Und auch bei den anderen Gästen erfreute sich die Scholle heute großem Zuspruch und konnte sich mit klarem Vorsprung den ersten Platz auf der Allgemeinen Beliebtheitsskala sichern. Beim zweiten Platz lagen die Klopse und die Pizza sehr nah beieinander, ich würde letztlich aber den Klöpsen diesen Platz zubillige, womit die Pizza Platz drei belegte. Die Asia-Gerichte belegten heute nur den vierten Platz.

Mein Abschlußurteil:
Gebackene Scholle: ++
Remoulade: ++
Röstkartoffeln: ++

Ente in Hoi-Sin-Sauce [28.11.2019]

Thursday, November 28th, 2019

Heute verbrachte ich den Vormittag in Homeoffice, da ich auf den Heizungs- und Wasserableser warten musste – ein alljährlich wiederkehrendes Ereignis, das alle Mietparteien immer wieder viel Zeit kostet. Wir haben bei mir im Haus aber auch diese sog. Heizkostenverteiler an den Heizungen, bei denen ein mit Flüssigkeit gefülltes Röhrchen an den Heizkörper geklemmt wird. Das Röhrchen misst dann irgendwie die Temperaturdifferenz zwischen Umgebungstemperatur und Wärme der Heizung, daraus errechnen sich denn die Heizkosten der Zentralheizung. Leider sehr ungenau und Fehleranfällig, außerdem hat es den Nachteil dass jedes Jahr ein Person kommen und beim Ablesen die Röhrchen austauschen muss. Dabei wäre das ja auch problemlos mit einem moderneren Messgerät über Funk möglich. Na ja, ist mal ein Anlass die Wohnung gleich ein wenig aufzuräumen. 😁 Auch wenn das den Ableser in den paar Minuten in denen er routiniert die Werte ablöst und die Röhrchen tauscht nur marginal interessieren dürfte…
Wie dem auch sei, nach dem Besuch des Ablesers gelang es mir noch pünktlich zum täglichen Statusmeeting in die Firma zu fahren und ich fand trotz der späten Stunde sogar noch einen Parkplatz – was keine Selbstverständlichkeit ist. Nur zum Frühstücken kam ich nicht, nahm aber am anschließenden gemeinschaftlichen Mittagessen im Betriebsrestaurant teil. Leider gab es beim Blick auf die Intranet-Tageskarte kein Gericht was mich sonderlich reizte. Die Nürnberger Rostbratwürste mit Bratensauce + drei Komponeten nach Wahl bei Daily, die mit Sauerkraut und Kartoffelbrei serviert wurden, wären wohl eine Alternative gewesen, auch wenn sie ein Standardgericht und mit 6,30 Euro nicht gerade billig waren. Aber auch die Gefüllte Hähnchenroulade mit Thymiansauce und Butternudeln bei Vital nahm ich zumindest in Betracht, auch wenn ich kein großer Freund von Butternudeln als Sättigungsbeilage bin. Als ich den Speisesaal betrat und die Gerichte auf dem dort befindlichen großen Bildschirm sah, fiel mir das Gemüserisotto mit Weißwein, gebratenen Champignons und Grand Pandano aus dem Abschnitt Veggie ins Auge, das wirklich lecker aussah. Außerdem sah ich, dass man anstatt heute erneut Ente, dieses mal als Ente mit verschiedenem Gemüse in Hoi-Sin-Sauce neben Gebackener Ananas und Banane sowie Gebratenen Schweinefleisch mit verschiedenem Gemüse in grünem Thaicurry an der Asia-Thai-Theke anbot. Ich hatte allerdings nicht überprüft ob es gestern tatsächlich Ente gegeben hatte, sondern auf die Speisekarte vertraut. Es kann also auch sein dass man gestern etwas anderes serviert hatte. Wie dem auch sei, ich schwenkte kurzentschlossen vom zuvor favorisierten Gemüserisotto auf die Ente um, die natürlich mit Reis verzehrt wurde, den man kostenlos und in beliebigen Mengen zum Wok-Gericht nehmen darf. Leider war die Ente aber auch bei den anderen Gästen offensichtlich sehr beliebt, denn der zugehörige Wok wirkte ziemlich ausgeplündert als ich dort ankam. Glücklicherweise hatte die asiatische Köchin, die hinter der Theke ständig an Nachschub werkelt gerade eine frische Ladung fertig, so dass ich dann doch richtig zulangen konnte und mir eine angemessene Portion mit genügend Fleisch auf den Teller tun konnte. Als dieser dann an der Kasse gewogen wurde, rächte sich das leider auch gleich, denn ich musste 6,07 Euro für die Portion zahlen – ganz schön happig. Da hätte ich auch die Rostbratwürste nehmen können. Aber da hätte ich natürlich nicht so viel Gemüse dabei gehabt. 😉

Duck in hoi sin sauce / Ente in Hoi-Sin-Sauce

Die Ente erwies sich als gute Wahl, denn das Fleisch war bis auf eine dünne Fettschicht direkt unter der Haut angenehm zart, mager und außerdem sehr lecker. Noch schöner hätte ich es gefunden, wenn man die Entenstücke separat und mit knuspriger Haut serviert hätte, aber das ist in einem so Großrestaurant mit Massenverköstigung wohl zu schwer zu handhaben. Dazu gab es wie üblich eine bunte Auswahl verschiedener Gemüsesorten, darunter Paprika, Pak-Choi, Möhren, Aubergine, Broccoli, Blumenkohl und Lauch. Und alles war in süßlicher und leicht scharfer Hoi Sin Sauce angerichtet. Dazu gab es wie bereits erwähnt Klebereis als Sättigungsbeilage, den ich mir zusätzlich mit einem großzügigen Löffel ebenfalls süßlich-scharfer Chilisauce garniert hatte. Insgesamt eine sehr schmackhafte Zusammenstellung, auch wenn sie was die Ausgefeiltheit angeht nicht sonderlich komplex ist. Einfach etwas Gemüse angedünstet, Fleisch angebraten und Sauce dazu – fertig. Aber ich will das natürlich auch nicht abwerten – Hauptsache es schmeckt.
Beim Rennen um Platz eins schien sich heute etwas ungewöhnliches abzuspielen. Der erste Platz gehörte natürlich den Rostbratwürsten, aber auf Platz zwei konnte sich vollkommen überraschend der vegetarische Newcomer in Form des Gemüserisottos etablieren. Da waren wohl auch viele andere – genau wie ich – der Meinung dass dieses Gericht irgendwie gut aussah. 😉 Auf Platz drei sah ich die Asia-Gerichte und einen guten vierten Platz belegte die Hähnchenroulade in Thymiansauce.

Mein Abschlußurteil:
Ente in Hoi-Sin-Sauce: ++
Reis: ++

Hackfleisch-Spieß in Paprikasauce mit Twister Fries [27.11.2019]

Wednesday, November 27th, 2019

Obwohl heute Ausnahmsweise mal keine Meeting-Marathons oder ähnliches anstand, war mir doch mal wieder nach einem Frühstück als ich mich mit meinem Morgenkaffee versorgte. Also griff ich erneut zur Fleischpflanzerlsemmel.

Fleischpflanzerl & Kaffee

Das saftige, lauwarme Stück mit Zwiebeln und Gewürzen abgeschmeckten und anschließend gebratene Stück Hackfleisch zwischen den beiden knusprigen Kaiserbrötchen-Hälften in Kombination mit meiner bevorzugten Mischung aus Café Crema mit einem Espresso versorgten mich mit der notwendigen Energie bis zum Mittag.
Für das Mittagsmahl hatte ich mich eigentlich schon früh auf den Seelachs in Pfirsich-Ingwersud und Basmatireis bei Vital festgelegt, ein Gericht dass ich schon länger nicht mehr probiert hatte, obwohl es schon früher zu meinen Favoriten gezählt hatte – an siehe nur hier oder dort. Für Paprikagulasch vom Schwein + drei Komponeten nach Wahl bei Daily, die wohl mit Röstinchen serviert wurden, wollte ich keine 6,30 Euro ausgeben – zumal ich ja gut gefrühstückt hatte. Und auch
Spirelli in Tomatensauce mit Brokkoli und Blumenkohl
wie es im Abschnitt Veggie angeboten wurde hatte ich keine Lust. Eventuell hätte ich noch die Ente süß sauer mit verschiedenem Gemüse von der Asia-Thai-Theke in Betracht gezogen, weniger aber das ebenfalls von dort stammende Gebratene Tofu mit frischem Gemüse in roter Currysauce. Aber ich hatte auch nicht mit dem außerplanmäßigen Zusatzangebot in Form eines Hackfleisch-Spieß in Paprikasauce mit Twister Fries gerechnet. Bis kurz bevor ich an der Theke, an der sowohl der Fisch als auch der Spieß ausgegeben wurde, schwankte ich zwar noch zwischen beiden Gerichten hin und her, entschied aber dann doch für den Hackfleischspieß.

Mincemeat skewer in bell pepper sauce with twister fries / Hackfleisch-Spieß in Paprikasauce mit Twister Fries

Auf dem Spieß befanden sich vier nicht ganz golfballgroße saftige Fleischbällchen aus einem feinen, schmackhaft mit Kräutern und gewürzten Hackfleisch, die durch jeweils ein rotes und grünes Stück Paprika getrennt wurden, zwischen denen sich noch ein Stück dick geschnittener Frühstücksspeck 🥓befand. Gemeinsam mit der mit Paprikastreifen versetzten, leicht rauchigen Tomatensauce schon mal sehr lecker. 😋 Das Paprika war zwar leider sehr weich gekocht, aber bei einer Aufbewahrung in einer Warmhaltetheke ist das wohl kaum zu verhindern. Und auch die angenehm frischen und knusprigen gedrehten und wohl frittierten Kartoffelstäbchen trugen dazu bei, das Gericht zu einem Mittagsmahl zu machen. Ich zumindest bereute es nicht zum Hackfleisch-Spieß gegriffen zu haben.
Die Geschmäcker bei den anderen Gästen war heute mal wieder sehr durchwachsen und breit gestreut. Obwohl er nicht wirklich etwas besonderes war, schien der Paprikagulasch sich dennoch knapp den ersten Platz sichern zu können. Auf dem zweiten Platz sah ich den Hackfleischspieß – wohl auch wegen der Twister Fries. Ihm folgte der Seelachs auf Platz drei, der aber nur ganz knapp vor den Asia-Gerichten zu liegen schien, die somit den vierten Platz belegten. Und Die vegetarischen Spirelli mit Tomatensauce kamen nur auf einen guten fünften Platz.

Mein Abschlußurteil
Hackfleisch-Spieß: ++
Paprika-/Zigeunersauce: ++
Twister Fries: ++

Erbsensuppe mit Putenwiener [26.11.2019]

Tuesday, November 26th, 2019

Als ich einen Blick auf die Tageskarte unsere Betriebsrestaurants warf, war es gleich mein erster Gedanke die Erbsensuppe mit Putenwiener und Bauernbrot aus dem Abschnitt Vital wohl das richtige für mich sei. Obwohl die Spinat Riccotalasagne mit Bechamel und Tomatensoße gratiniert bei Veggie auch nicht schlecht klang und auch das Rinderhacksteak mit Tomate und Speck + 3 Beilagen bei Daily, das mit BBQ-Sauce und Country Potatoes serviert wurde, ebenfalls seinen gewissen Reiz besaß. Zumal ich nichts gefrühstückt hatte. Selbst mit den Gebratenen Mie-Nudeln oder dem Gebratenen Tintenfisch mit Thaigemüse in Austernsoße von der Asia-Thai-Theke hätte ich leben können. Als ich den zuerst gewählte Erbsensuppe aber auf dem großen Bildschirm am Eingang sah war ich zuerst etwas enttäuscht, den sie sah sehr dünn aus, nicht mit ganzen Erbsen wie ich es mit gewünscht hätte – deswegen hieß es aber wahrscheinlich auch nur “suppe” und nicht “suppeneintopf” – außerdem hatte man das Bauernbrot durch schnöde Brötchen ersetzt. Dabei hatte ich mich auf frisches Bauernbrot mit knuspriger Kruste gefreut. Daher reihte ich mich zuerst in die kleine Schlange vor der Rinderhacksteak-Theke ein, doch was ich dort sah begeisterte mich auch nicht sonderlich, vor allem die Country Potatoes sahen etwas zu knusprig aus. So kam es dazu dass ich mich doch noch einmal umentschied und mich in die kurze Schlange vor der anderen Theke einreihte, wo ich mir nun doch eine Portion der Erbsensuppe holte – natürlich mit Brötchen.

Pea soup with turkey wiener / Erbsensuppe mit Putenwiener

Obwohl die Brötchen offen in einem Korb an der Theke gelegen hatten, erwies es sich als wunderbar frisch und sehr knusprig, was sie als Ersatz für das Bauernbrot schon mal besser machte als ich vermutet hatte. Und auch die Suppe, in der leider nur einige Kartoffelwürfel den Angriff des Purierstabs überlebt hatten, erwies sich als durchaus schmackhaft. Wenn ich so etwas koche und dann püriere, entnehme ich immer einige feste Bestandteile und lege sie bei Seite bevor ich mit dem Pürierstab hinein gehe. Dann kann ich sie hinterher wieder hinzufügen und die Suppe bzw. der Eintopf hat etwas mehr Biss. Darauf hatte man hier leider verzichtet – dass noch einige größere Kartoffelstücke darin zu finden war, war wohl eher Zufall. Geschmacklich war sie wie gesagt in Ordnung, auch wenn ich persönlich sie noch etwas kräftiger gewürzt hätte. Vielleicht mit etwas Liebstöckel, dem berühmten Maggi-Kraut. Oder eben Maggi selbst. 😉 Leider gab es letzteres nicht am Tisch, nur das übliche Salz und Pfeffer, aber das half hier wenig. Die Putenwiener erwiesen sich zwar als leicht wässerig, bildeten aber dennoch eine willkommene Fleischeinlage in der Suppe. Insgesamt also besser als ich erwartet hatte, aber dennoch noch verbesserungswürdig. Wobei ich meinen Geschmack natürlich nicht als Maß aller Dinge sehen sollte, vielleicht mag es das Gros der Gäste ja doch lieber mild?!
Wie dem auch sei: Auf der Allgemeinen Beliebtheitsskala spielte die Erbsensuppe nur eine untergeordnete Rolle. Den ersten Platz belegte natürlich das Rinderhacksteak, gefolgt von der Spinat-Ricotta-Lasagne aus Platz zwei, die ich meinte noch ein klein wenig häufiger gesehen zu haben als die Erbsensuppe, die somit nur den dritten Platz belegte. Die Asia-Gerichte erreichten somit nur einen guten dritten Platz.

Mein Abschlußurteil:
Erbsensuppe: ++
Putenwiener: +
Brötchen: ++

Pizza Chicken Fajite – Resteverbrauch [25.11.2019]

Monday, November 25th, 2019

Natürlich konnte ich das ganze Blech meiner Chicken Fajita Pizza am Wochenende alleine nicht ganz aufbrauchen. Daher nahm ich mir ein paar Reste heute mit an die Arbeit. Ich hatte mir sogar einen Teller organisiert damit ich sie nicht aus meiner Tupperdose essen musste, doch als ich ihn die Mikrowelle gestellt hatte und den Schalter drehte passierte: Nicht! Ich überprüfte alle Stecker und Kabel, doch fand den Fehler nicht. Die Mikrowelle schien ihren Geist aufgegeben zu haben. Bestimmt hätte ich irgendwo in einem anderen Gebäudeteil des weitläufigen Komplexes vielleicht noch eine weitere funktionstüchtige Mikrowelle finden können, doch es war Essenszeit und es war mir unangenehm mit einem Teller mit kalter Pizza durch die Gänge zu laufen während die meisten anderen Kollegen in unser Betriebsrestaurant strömten. Daher entschloss ich mich dazu die Pizza eben kalt zu essen. Wie im Rezepteintrag bereits erwähnt schmeckt sie ja auch im abgekühlten Zustand noch sehr gut.

Pizza Chicken Fajita - Resteverbrauch / Leftovers

Wie man sieht hatte ich etwas stückeln müssen, damit ich möglichst viel von der Pizza in die mikrowellenfeste Tupperdose bekam, die so gut in meine Tasche passt. Natürlich war der Boden nach mehr als einem Tag im Kühlschrank nicht mehr wirklich knusprig, aber der leckere Belag machte das alle mal weg. Ich war sogar der Meinung dass die kräftige Schärfe nun im kühlen Zustand noch deutlicher zu Tage trat. Trotzdem sehr lecker, auch in kaltem Zustand – soviel steht fest.
Allzu viel verpasste ich im Betriebsrestaurant heute nicht. Wahrscheinlich hätte ich beim Curry- Zucchini-Karottenragout und Hähnchenkeule und Reis as dem Abschnitt Vital zugegriffen, vielleicht aber auch bei den Gebackenen Frühlingsrollen oder dem Gebratenen Schweinefleisch mit Thaigemüse in süß-saurer Sauce von der Asia-Thai-Theke. Reis wäre heute auf jeden Fall – Alternativ zur Pizza – eine willkommene Sättigungsbeilage gewesen. Die Griechische Bifteki mit Tzaziki + drei Komponeten nach Wahl bei Daily, die man mit Pommes Frites servierte, wären natürlich auch verlockend gewesen, doch ich war nicht sicher ob ich alle Komponenten hätte auskosten können – und das obwohl ich nicht gefrühstückt hatte. Die Spaghetti Pesto Genovese mit Kirschtomaten und Ruccola bei Veggie wiederum reizten mich einfach nicht. Aber das waren ja sowieso nur theoretische Überlegungen, da ich ja mit der Pizza Chicken Fajita heute gut bedient gewesen war – auch wenn ich sie kalt verzehren musste.

Chicken Fajita Pizza – das Rezept

Saturday, November 23rd, 2019

Für dieses Wochenende hatte ich mich für ein mexikanisch angehauchtes Rezept entschieden: einer Chicken Fajita Pizza. Um das ganze etwas interessanter zu gestalten entschloss ich mich dazu, sowohl die Salsa als auch das Fajita-Hähnchen komplett selbst zuzubereiten – ansonsten wäre das Rezept kaum einen Post wert gewesen. Obwohl ich im Nachhinein zugeben muss dass dies dadurch auch eindeutig eine der aufwändigsten Pizzen war, die ich seit längerem Zubereitet habe. Aber sie war die Mühe auf jeden Fall wert gewesen, dann das was da heute am Ende aus meinem Ofen kam war eindeutig auch eine der leckersten Kreationen der letzten Zeit. Daher möchte es natürlich nicht versäumen das zugehörige Rezept hier einmal in gewohnter Form vorzustellen.

Was brauchen wir also für 4-5 Portionen?

Für die Salsa

5-6 Tomaten
01 - Zutat Tomaten / Ingredient tomatoes

2 kleinere Zwiebeln
02 - Zutat Zwiebeln / Ingredient onions

4-5 Knoblauchzehen
03 - Zutat Knoblauch / Ingredient garlic

einige Stiele frischer Koriander
04 - Zutat Koriander / Ingredient cilantro

2-3 EL Limonen-Saft
05 - Zutat Limone / Ingredient lime

10-11 Scheiben Jalapeños
06 - Zutat Jalapeños / Ingredient jalapeños

sowie etwas Salz & Pfeffer zum würzen

Für das Fajita-Hähnchen

450-500g Hähnchenbrustfilet
07 - Zutat Hähnchenbrustfilet / Ingredient chicken breasts

Gewürze für Fajita-Mix
08 - Zutat Fajita-Gewürze / Ingredient fajita seasonings

  • 1 EL Maisstärke
  • 2 TL Chilipulver
  • 1 TL Paprikapulver
  • 1 TL Salz
  • 1 TL weißer Zucker
  • 1 TL Oregano
  • 1/2 TL schwarzer Pfeffer
  • 1/2 TL Keuzkümmel
  • 1/2 TL Zwiebelpulver
  • 1/2 TL Knoblauchgranulat
  • 1/2 TL Hühnerbrühe
  • 1/4 – 1/2 TL Cayenne-Pfeffer (je nach gewünschter Schärfe)

Sonstige Zutaten

1 große Zwiebel
09 - Zutat große Zwiebel / Ingredient large onion

2 kleine Paprika (grün & gelb)
10 - Zutat Paprika / Ingredient bell peppers

1 Rolle Pizzateig (375-400g)
11 - Zutat Pizzateig / Ingredient pizza dough

200g geriebenen Käse (z.B. Mozzarella & Cheddar)
12 - Zutat Käse / Ingredient cheese

sowie etwas Öl zum andünsten

Da die Salsa etwas Zeit zum durchziehen braucht, beginnen wir damit diese zuzubereiten. Während der Ofen auf 180 Grad vorheizt halbieren wir die Tomaten,
13 - Tomaten halbieren / Half tomatoes

schälen und vierteln die Zwiebeln
14 - Zwiebeln vierteln / Quarter onions

und schälen die Knoblauchzehen – z.B. mit Hilfe eines Schälschlauchs –
15 - Knoblauch schälen / Peel garlic

um dann alles auf einem Backblech zu verteilen
16 - Tomaten, Zwiebeln & Knoblauch auf Backblech geben / Spread tomatoes, onions & garlic on baking tray

und für 15-20 Minuten im vorgeheizten Ofen zu rösten. Dabei können die Zwiebelspitzen gerne etwas braun werden.
17 - Im Ofen rösten / Roast in oven

Das so geröstete Gemüse entnehmen wir dann wieder
18 - Gemüse geröstet / Roasted vegetables

und geben es gemeinsam mit den Jalapeños,
19 - Gemüse & Jalapenos in Küchenmaschine geben / Put vegetables in blender

dem frischen Koriander, etwas Limonensaft
20 - Koriander & Limonensaft addieren / Add cilantro & lime juice

sowie etwas Salz und Pfeffer in einen Mixer
21 - Mit Salz & Pfeffer würzen / Season with salt & pepper

und zerkleinern alles gründlich. Ich habe leider (noch) keine elektrische Küchenmaschine für so etwas, aber notfalls geht es auch mit Muskelkraft. 😉
22 - Zutaten zerkleinern / Shred ingredients

Da ich nur die kleine Küchenmaschine hatte, musste ich es in zwei Durchläufen machen
23 - Zutaten zerkleinert / Shredded ingredients

und die fertige Salsa in eine größere Schüssel umfüllen, wo ich sie noch einmal vorsichtig mit Pürierstab bearbeitete (Spritzgefahr!), um verbliebene größere Stücke nachträglich zu zerkleinern
24 - Mit Pürierstab zerkleinern / Work with blender

und noch einmal final mit Salz und Pfeffer abschmeckte.
25 - Mit Gewürzen abschmecken / Taste with seasonings

Dann decken wir das ganze ab und lassen es für 2-3 Stunden durchziehen – am besten im Kühlschrank.
26 - Abgedeckt durchziehen lassen / Let infuse covered

Etwas später können wir dann mit der Zubereitung des Fajita-Hähnchens beginnen. Dazu legen wir die Hähnchenbrüste so in einen Topf dass sie sich so wenig wie möglich überlappen, bedecken sie großzügig mit Wasser
27 - Hähnchenbrustfilets mit Wasser bedecken / Cover chicken breasts with water

geben evtl. ein paar Gewürze mit ins Wasser – ich entschied mich für Salz, Pfeffer, Lorbeerblätter, Oregano, Kreuzkümmel, Chiliflocken und Paprika –
28 - Gewürze addieren / Add seasonings

und bringen das Wasser im Topf dann geschlossen zum kochen.
29 - Geschlossen zum kochen bringen / Bring to a boil closed

Im Nachhinein gesehen sind die Gewürze aber nicht unbedingt notwendig, da wir das Hähnchen ja hinterher noch mal würzen – aber dazu kommen wir gleich.

Während das Wasser auf dem Herd heiß wird, wenden wir uns der Fajita-Gewürzmischung zu. Dazu geben wir alle Gewürze in eine Schüssel
30 - Alle Gewürze in Schüssel / Put seasonings in bowl-geben

und vermischen sie gründlich miteinander.
31 - Gewürze vermischen / Mix seasonings

Sobald das Wasser dann kocht, schalten wir die Hitzezufuhr der Kochplatte auf eine reduzierte Stufe und lassen die Hähnchenbrüste über 15-20 Minuten gar ziehen.
32 - Hähnchenbrüste kochen / Cook chicken breasts

Die fertig gekochten Hähnchenbrüste entnehmen wir aus dem Topf, lassen sie etwas abkühlen
33 - Hähnchenbrüste entnehmen / Remove chicken breast from pot

und zerteilen sie dann mit Hilfe von zwei Gabeln.
34 - Hähnchenbrüste mit Gabeln zerteilen / Shred chicken with forks

Nachdem wir den Topf geleert und etwas gereinigt haben, gaben wir die zerkleinerten Hähnchenbrüste zurück in den Topf,
35 - Fleisch zurück in Topf geben / Put back in pot

geben etwas Limonensaft hinzu,
36 - Limonensaft dazu geben / Add lime juice

streuen die zuvor hergestellte Fajita-Gewürzmischung ein
37 - Fajita-Gewürzmischung einstreuen / Add fajita seasoning mix

und verrühren alles unter Verwendung der Resthitze der Kochplatte mit dem Hähnchenfleisch bis alles mit den Gewürzen bedeckt ist. Ggf. können wir die Platte auch noch einmal auf niedriger Stufe einschalten. Das fertige Pulled Chicken Fajita stellen wir abgedeckt bei Seite.
38 - Gründlich vermischen / Mix well

Nun schälen wir die große Zwiebel, schneiden sie in Spalten
39 - Zwiebeln in Spalten schneiden / Cut onion in stripes

und reinigen und entkernen die Paprika, um sie in schmale Streifen zu schneiden.
40 - Paprika in Streifen schneiden / Cut bell peppers in stripes

Jetzt ist auch ein guter Zeitpunkt, mit dem Vorheizen des Ofens auf 200 Grad zu beginnen.

In einer Pfanne erhitzen wir nun etwas Olivenöl und geben Zwiebelspalten und Paprika hinein
41 - Zwiebel & Paprika in Pfanne geben / Put onion & bell pepper in pan

um sie darin für einige Minuten anzudünsten
42 - Gemüse andünsten / Braise vegetables

und dann bei Seite zu stellen. Die Zwiebeln sollten dann weich und die Paprika noch leicht knackig sein.
43 - Gemüse beiseite stellen / Put vegetables aside

Jetzt rollen wir den Pizzateig samt Backpapier auf einem Backblech aus, stechen ihn in regelmäßigen Abständen mit einer Gabel an, damit er nicht so hoch geht,
44 - Pizzateig mit Gabel anstechen / Prick dough with fork

und backen ihn für 5-6 Minuten im Ofen vor.
45 - Teig im Ofen vorbacken / Prebake dough in oven

Den vorgebackenen Pizzateig bestreichen wir nun großzügig mit unserer selbst gemachten Salsa,
46 - Pizzateig mit Salsa bestreichen / Spread salsa on pizza dough

bestreuen diese mit etwas geriebenen Käse
47 - Mit Käse bestreuen / Dredge with cheese

und verteilen darauf das Fajita-Hähnchen.
48 - Fajita-Hähnchen auftragen / Add fajita chicken

Darüber verteilen wir wiederum die Zwiebel- und Paprikastreifen
49 - Zwiebeln & Paprika verteilen / Spread onion & bell pepper

und bestreuen dann noch einmal alles mit dem restlichen Käse.
50 - Restlichen Käse aufstreuen / Add more cheese

Das ganze backen wir dann für ca. 20 Minuten im Ofen
51 - Im Ofen backen / Bake in oven

bis der Käse geschmolzen ist und leicht bräunlich geworden ist.
52 - Chicken Fajita Pizza - Fertig gebacken / Finished baking

Die fertige Pizza lassen wir für ein paar Minuten ruhen, dann können wir sie zerteilen, servieren und genießen.
53 - Chicken Fajita Pizza - Serviert / Served

Die Gesamtkombination aus fruchtig-scharfer Salsa, saftigen und pikant gewürzten Hähnchenfleisch, zart gedünsteter Zwiebel und milder Paprika mit reichlich Käse erwies sich als sehr gelungen und überaus lecker. Die Jalapeños in der Salsa sowie das Chili und der Cayennepfeffer im Gewürzmix für das Fleisch lieferten dabei eine angenehme kräftige Schärfe. Aber nicht nur die Schärfe, auch die Gesamtkombination an Gewürzen machte viel am leckeren Geschmack dieser Pizzavariation aus. Und der Beleg war auch sehr reichlich geraten, dass man viel Fleisch und Gemüse auf einem angenehm dünnen und dank des Vorbackens auch durchgehend knusprigen Teigbodens bekam. Ich war sehr zufrieden mit dem Ergebnis, der Aufwand hatte sich auf jeden Fall gelohnt. Und auch im abgekühlten Zustand ist die Pizza erwies sich die Pizza noch als sehr lecker. Und wer es nicht ganz so aufwändig mag, kann mit Sicherheit auch mal auf gekaufte Salsa zurückgreifen.

54 - Chicken Fajita Pizza - Seitenansicht / Side view

Guten Appetit

Seelachsfilet Bordolaise mit Weißweinsauce & Salzkartoffeln [22.11.2019]

Friday, November 22nd, 2019

Obwohl es Freitag war, hatte man für 10:00 Uhr das erste Meeting angesetzt, und das gleich für zwei Stunden. Da wollte ich natürlich gestärkt antreten und griff erneut zur Fleischpflanzerlsemmel als ich mir den morgendlichen Kaffee holte.

Fleischpflanzerl im Brötchen & koffeinhaltiges Heißgetränk

Wie man sieht sind die Fleischpflanzerl wieder auf die normale Größe geschrumpft, aber das fand ich nicht allzu schlimm denn die Fleischmenge in Kombination mit dem knusprig-frischen Brötchen reicht vollkommen aus um satt zu werden.
Für den Mittag hatte ich mich bereits früh auf den Fisch in Form des Seelachsfilet Bordolaise mit Weißweinsauce und Salzkartoffeln festgelegt, das bei im Abschnitt Vital der heutigen Tageskarte angeboten wurde. Obwohl das Japanisches Ingwersteak vom Schwein mit Bratensauce+ drei Komponeten nach Wahl bei Daily, das mit Röstinchen und Pariser Möhren serviert wurde, auch nicht schlecht aussah. Aber nach dem Frühstück hätte ich die drei Komponenten nicht ausnutzen können. Der Hausgemachter Kaiserschmarrn mit Apfelmus bei Veggie war für mich als Hauptgericht sowieso nicht geeignet, da es ja nur wenige Süßspeisen gibt, die ich als solches sehe. Und auch das Zusatzangebot Griechische Moussaka mit Hackfleisch und Bechamel, wohl Reste vom Dienstag, reizte mich wenig. Einzig der Gebratene Eierreis mit frischem Gemüse in Masamansauce, der gemeinsam mit San Sei Chop Suey – verschiedene Fleischsorten mit Gemüse in Spezial Sauce an der Asia-Wok-Theke angeboten wurde, ließ mich kurz überlegen ob ich nicht von meinem vorher getroffenen Entschluss abweichen sollte. Aber ein drittes Mal hintereinander vegetarisch war mir dann doch zu gesund. Daher blieb ich letztlich beim Seelachs.

Coalfish filet in white wine sauce with potatoes / Seelachsfilet Bordolaise mit Weißweinsauce & Salzkartoffeln

Erst als man mir das Gericht an der Theke ausgehändigt hatte und ich auf dem Weg zur Kasse war realisierte ich, dass dies nicht das war, was ich aus früheren Versionen wie hier oder dort unter Bordolaise oder Bordelaise (wie es eigentlich richtig geschrieben wird) verstehe. Viel mehr hatte man bei einem Gericht, dass mit Salzkartoffeln als Sättigungsbeilage serviert wurde einfach Kartoffelbrei auf das unpanierte Fischfilet ausgebracht und dies mit Chiliflocken gewürzt. Por favor, was soll das???? Selbst Wikipedia schreibt, dass man unter einem Schlemmerfilet “Bordelaise” ein Fischfilet mit einer Auflage aus Semmelbröseln, Kräutern, Gewürzen und Fett versteht. Nicht eine aus Kartoffelbrei! 😩 Und in der Vergangenheit war das hier im Betriebsrestaurant auch so, egal ob es BordOlaise oder BordElaise geschrieben worden war. Außerdem: Zu einem Gericht mit Kartoffeln serviert man doch keinen Fisch mit noch mehr Kartoffeln. Damit aber genug echauffiert. Der Fisch selbst war nämlich gar nicht mal übel, angenehm saftig, zart und vollkommen grätenfrei. Am Kartoffelbrei fand ich aber nichts besonderes, es war eben Kartoffelbrei, wahrscheinlich sogar aus Pulver angerührt. Dann hätte man die Salzkartoffeln, an denen es aber ansonsten nichts zu kritisieren gab, gerne durch eine andere Sättigungsbeilage ersetzen können. Die Weißweinsauce dazu war aber kein großer Renner, mal wieder viel zu dünn und auch für meinen Geschmack etwas zu lasch. Im Nachhinein gesehen wäre ich vielleicht mit dem Eierreis doch besser bedient gewesen.
Sowohl das Japanische Ingwersteak als auch der Seelachs lagen beim heutigen Rennen um Platz eins auf der Allgemeinen Beliebtheitsskala eng beieinander, letztlich konnte sich das Steak aber mit einem kleinen Vorsprung durchsetzen und verwies den Fisch auf den zweiten Platz. Platz drei belegten die Asia-Gerichte und den vierten Platz der Kaiserschmarrn. Das Moussaka nehme ich mal aus der Rangliste, da es scheinbar nur in begrenzten Mengen verfügbar war und schnell aus war.

Mein Abschlußurteil:
Seelachsfilet mit Kartoffelbrei: +
Weißweinsauce: +
Salzkartoffeln: ++

Türkischer Linseneintopf [21.11.2019]

Thursday, November 21st, 2019

Obwohl ich heute – abgesehen vom Kaffee – auf jegliches Frühstück verzichtet hatte, hatte ich keinen allzu großen Hunger als ich mich ins Betriebsrestaurant begab. Und das obwohl es schon später als sonst war, da heute morgen mal wieder einige Meetings angesetzt waren und sich in die Länge gezogen hatten. Für den Cheeseburger mit drei Komponenten nach Wahl bei Daily, der natürlich mit Pommes Frites serviert wurde, hatte ich auf jeden Fall nicht genug Appetit, daher brauchte ich mich auch nicht in die lange Warteschlange einzureihen, die sich vor der zugehörigen Ausgabetheke gebildet hatte. Da ich auf Asia-Gerichte wie Gebackene Ananas und Banane oder Gebratenes Putenfleisch mit frischem Gemüse in Currysoße ebenfalls keine Lust verspürte, wandte ich mich zuerst der Geschmorten Hähnchenkeule in Thymiansoße mit Karotten und Reis bei Vital zu, die aber auch recht mickrig aussah. Da schien mir der Türkische Linseneintopf mit Fladenbrot aus dem Abschnitt Veggie doch verlockender aus, auch wenn es schon nicht mehr mit Fladenbrot, sondern mit normalen Weißbrot serviert wurde. Und ich hatte von hier und dort ja bereits gute Erfahrungen mit diesem Gericht. Also entschied ich mich dazu, das zweite Mal in Folge vegetarisch zu speisen und griff zum Linseneintopf.

Turkish lentil stew / Türkischer Linseneintopf

Im Vergleich zu den früheren Versionen war der Eintopf heute mal nicht ganz so flüssig, was aber eher ein gutes Anzeichen war. Neben Linsen fanden sich vor allem Kartoffeln, Möhren und Paprika in diesem leicht exotisch gewürzten Eintopfgericht, ich meinte aber auch etwas Koriander gesehen zu haben. Obwohl es gerne noch etwas schärfer hätte sein können, fand ich das Gericht doch auch dieses Mal wieder sehr lecker und vor allem sehr sättigend. Dazu passte auch sehr gut die Garnitur aus Joghurt. Das Baguettebrot, dass man anstatt des angekündigten Fladenbrots dazu serviert hatte, erwies sich aber leider als etwas abgestanden und labberig, eignete sich aber dennoch gut dazu, auch noch die letzten Reste dieses leckeren vegetarischen Eintopfs vom Teller zu wischen. Aus meiner Sicht eine gute Wahl und eine gute Alternative zum Burger.
Diese Meinung teilten natürlich nur wenige andere Gäste. Wie man bereits anhand der oben beschriebenen Schlange vor der Ausgabetheke erahnen kann, konnte sich der Cheeseburger mit Pommes unangefochten und mit großem Vorsprung den ersten Platz auf der Allgemeinen Beliebtheitsskala sichern. Danach kam lange nichts, die anderen Gerichte waren eher homöopathisch zwischen den hunderten von Burgern eingestreut, was das erstellen einer Rangfolge natürlich erschwerte. Ich würde aber sagen dass die Asia-Gerichte heute den Platz zwei inne hatten, Hähnchenkeule und der für ein vegetarisches Gericht doch recht gern gewählte Linseneintopf waren aber so eng auf, dass sie sich heute den dritten Platz teilen mussten.

Mein Abschlußurteil:
Türkischer Linseneintopf: ++
Baguettebrot: +