Archive for Januar, 2020

Gebackene Kibbelinge mit Remoulade & Wildkräutersalat [24.01.2020]

Freitag, Januar 24th, 2020

Leider kam ich heute erst etwas später dazu, in in unser Betriebsrestaurant zu gehen. Ich hatte noch auf einen Kollegen gewartet, der dann aufgrund Termindrucks doch noch absagte, also musste ich letztlich alleine losziehen, da die anderen Kollegen bereits essen gegangen waren. Das wäre nicht so schlimm gewesen, ich bin ja groß genug alleine zu essen 😉 , aber ich befürchtete dass die Gebackenen Kibberlinge mit Remoulade, dazu Baguette und Wildkräutersalat aus dem Abschnitt Vital der heutigen Tageskarte bereits aus waren. Doch ich hatte Glück – oder den Reiz den diese in Teig gebackenen Fischfilets auf die Allgemeinheit ausüben unterschätzt – denn es war noch mehr als genug verfügbar. Gut, dem Stand ein Hackfleischspieß mit Zigeunersauce + drei Komponenten nach Wahl bei Daily gegenüber, der mit Pommes Frites serviert wurde. Da konnte das Fischgericht mit Salat ebenso wenig mithalten wie die Dampfnudeln mit Vanillesauce bei Veggie oder die Gebratener Eierreis mit verschiedenem Gemüse in Hoi-Sin-Sauce sowie die Verschiedenen Fleischsorten mit Gemüse und rotem Thaicurry von der Asia-Wok-Theke. Selbst wenn der Spieß jetzt nicht soooo toll aussah, Fritten sind immer ein Totschlagargument. Dennoch blieb ich bei den Kibbelingen, zu denen es aber leider nicht wie angekündigt Baguette, sondern ein Kaiserbrötchen gab. Der Salat kam außerdem ohne Dressing, so dass ich mich damit an der Salattheke selbst versorgen musste. Ich griff mal zum French Dressing, aber auch Balsamico- oder Joghurtdressing hätten hier wohl gut gepasst.

Baked kibbeling with remoulade & wild herb salad  / Gebackene Kibberlinge mit Remoulade & Wildkräutersalat

Meine allerersten Erfahrungen mit Kibbeling in der Maarweg-Mensa in Jena, z.B. hier oder hier, waren zwar nicht der Renner gewesen, aber spätestens seit ich sie in Scheveningen in Holland frisch zubereitet probiert hatte, hatte ich mich in diesen leckeren Fischsnack ein wenig verliebt. Sehr lecker, vor allem mit einer guten Remoulade – und die Remoulade im Betriebsrestaurant war gut, soviel stand fest. Die Kibbelinge wiederum waren leider nur mittelmäßig gut, ein Zwischending zwischen Mensa und Scheveningen würde ich sagen. In dem dünnen und knusprigen Teigmantel fand sich viel saftiges und zartes Fischfilet, doch leider war der Teigmantel selbst teilweise etwas zu knusprig für meinen Geschmack.

Kibbeling - Lateral cut / Querschnitt

Ich vermute mal dass es sich um Seelachs handelte, denn wenn es wie traditionell üblich gewesen Kabeljau hätte ich das glaube ich rausgeschmeckt – auch denn die Rmoulade natürlich einiges überdeckte. Etwas Zitrone wäre noch schön gewesen, aber das wäre glaube ich nicht traditionell beim Kibbeling – in den Niederlanden gab es damals zumindest keine dazu. Am aus Blättern verschiedenster Sorten zusammengewürfelten Salat gab es aber nichts zu meckern, er war angenehm frisch und knackig. Gut, er war mit Standardsorten wie Eisbergsalat, Lollo Rosso oder Rucola jetzt nicht gerade Wildkräuter und auch an wirklichen Wildkräutern mangelte es aufgrund des fehlenden Dressings, aber er gab einen bunten Überblick über die aktuell am Markt verfügbaren Salatsorten, garniert mit Gurke, Tomate und einem einzelnen Streifen grüner Paprika. Aber nicht gerade Sättigend, doch zum Glück gab es ja noch das frische und knackige Kaiserbrötchen, das nicht nur eine gelungene Sättigungsbeilage war, sondern auch wunderbar dazu diente die letzten Reste der leckeren Remoulade vom Teller zu wischen. Keine perfekten Kibbelinge, aber ich bereute meine Wahl dennoch nicht und würde mich freuen wenn so etwas öfters auf der Speisekarte zu finden wäre.
Bei den anderen Gästen war, wie bereits einleitend erwähnt, heute aber der Hackfleischspieß mit Pommes klar das am häufigsten gewählte Gericht. Danach kam erst einmal lange nichts bevor sich die Kibberlinge auf dem zweiten Platz etablieren konnten. Die Dampfnudel belegte heute mal Platz drei, denn sie war deutlich häufiger als sonst üblich gewählt worden, bei einigen auch als zusätzlicher Nachtisch zu einem anderen Hauptgericht. Mir wäre das zu viel gewesen, aber wer es mag…. Die Asia-Gerichte landeten somit auf einem guten vierten Platz.

Mein Abschlußurteil:
Kibbelinge: ++
Remoulade: ++
Salat: ++
Brötchen: ++

Wiener Zwiebelrostbraten mit Röstzwiebeln & Bratkartoffeln [23.01.2020]

Donnerstag, Januar 23rd, 2020

Zuerst hatte ich überlegt mal wieder bei der Hähnchenbrust „Riz Casimir“ mit fruchtiger Currysauce und Langkornreis aus dem Abschnitt Vital zuzugreifen, denn auf Mexikanische Chililinsen mit Jalapenos und Reis aus der Sektion Veggie oder den Paprikagulasch vom Schwein + drei Komponenten nach Wahl bei Daily, der mit Nudeln serviert wurde, hatte ich keine große Lust. Eventuell wäre auch noch die Geschmorte Hähnchenkeule mit frischem Gemüse in Masamansauce, die neben Gebackene Ananas und Banane an der Asia-Wok-Theke angeboten wurde, eine Möglichkeit gewesen. Doch es sollte alles anders kommen, denn der Wiener Zwiebelrostbraten mit Röstzwiebeln, Bratkartoffeln mit Speck und Bratensauce aus dem heutigen Tagesangebot sah auf dem Monitor am Eingang wirklich wunderbar aus. Saftiges Fleisch, in Scheiben geschnittene, gebräunte Bratkartoffeln und knusprige Röstzwiebeln schienen eine gute Wahl zu sein, da schreckte mich auch der recht hohe Preis von 6,30 Euro nicht ab. Hätte einer der Gäste vor mir an der Theke ebenfalls zum Zwiebelrostbraten gegriffen, hätte ich vielleicht meine Wahl noch revidiert, denn als ich der Reihe war und das Gericht ausgehändigt bekam, entsprach dies gar nicht dem Photo auf dem Monitor am Eingang. Aber zurückgehen lassen wollte ich es dann auch nicht. Zum Glück entdeckte ich noch angenehm frisch aussehenden Rosenkohl an der Gemüsetheke, die mir eine passende Ergänzung zum Braten erschienen. Also landete auch da noch ein Schälchen auf meinem Tablett.

Beef roast with fried onions & roast potatoes with bacon / Zwiebelrostbraten mit Röstzwiebeln & Bratkartoffeln mit Speck

Die Bratkartoffeln erwiesen sich als eher lustlos angeröstete, bleiche Salzkartoffeln, vielleicht Reste vom Lachsgericht von gestern. Serviert wurden sie mit Speckwürfeln, die auch noch etwas mehr Röstaromen hätten vertragen können. Das Fleisch wiederum sah auf den ersten Blick ganz gut aus, aber als ich es anschnitt musste ich feststellen dass es ein wenig zäh geraten war, was den Genuss etwas minderte. Aufgrund dieser Tatsache sowie der Form des Fleischstücks kam mir dabei kurzzeitig der Begriff „Schuhsohle“ in den Sinn. Die Röstzwiebeln wiederum waren wohl die beste Komponente am ganzen Hauptgericht, denn sie waren tatsächlich schön knusprig – na ja, zumindest dort wo sie nicht von der etwas wässrigen Sauce durchweicht waren. Zumindest beim Rosenkohl hatte ich mich nicht geirrt, denn dieser erwies sich tatsächlich als angenehm frisch und knackig. Aber in Zukunft sollte ich nicht mehr so sehr auf die Bilder auf dem Monitor vertrauen. Ich hätte mich aber auch einfach beim Eintreten in den Speisesaal umsehen können, dann hätte ich dies vielleicht früher erkannt. Na ja, er war ja nicht vollkommen schlecht, nur nicht in der erwarteten Qualität. Gut satt geworden bin ich aber trotzdem.
Bei den anderen Gästen gab es keine klaren Vorlieben, aber es schien mit knappen Vorsprung die Hähnchenbrust Casimir heute den ersten Platz auf der Allgemeinen Beliebtheitsskala zu belegen. Auf dem zweiten Platz sah ich die Asia-Gerichte, was wohl primär an den Hähnchenkeulen lag, Platz drei belegte der Paprikagulasch und auf dem vierten Platz folgte der Zwiebelrostbraten, der aber wiederum nur sehr knapp vor den vegetarischen Chililinsen lag.

Mein Abschlußurteil:
Zwiebelrostbraten: +
Röstzwiebeln: ++
Bratensauce: +/-
Bratkartoffeln mit Speck: +/-

Lachsfilet an Blattspinat mit Safransauce & Salzkartoffeln [22.01.2020]

Mittwoch, Januar 22nd, 2020

Heute gab es leider keine Tagesangebote in unserem Betriebsrestaurant, aber auch die reguläre Karte bot einige interessante Gerichte. Allen voran das Gedünstetes Lachsfilet auf Blattspinat, Safransauce und Salzkartoffeln bei Daily, aber auch Spaghetti Bolognese mit Grand Pandano + drei Komponeten nach Wahl bei Daily hatten ihren gewissen Reiz – auch wenn mir eigentlich klar war dass ich für Nudeln mit Hackfleischsauce keine sechs Euro dreißig ausgeben würde. Der Curryreis mit Zucchini-Karottenragout bei Veggie wäre vielleicht zur Not gegangen, aber zählte eindeutig nicht zu meinen Favoriten. An der Asia-Wok-Theke gab es außerdem Gebratene Mienudeln mit Asiagemüse in Tomatensauce sowie Gebratenes Schweinefleisch mit frischem Gemüse in süß saurer Sauce – wobei mich vor allem die Mienudeln ein wenig gereizt hätten, denn ich habe sie noch nie asiatisch mit Tomatensauce probiert. Aber ich blieb letztlich beim Lachsfilet, das wirklich vorzüglich aussah. Auf weitere Komponenten inklusive eines Desserts verzichtete ich.

Salmon filet with leaf spinach, safron sauce & potatoes / Gedünstetes Lachsfilet auf Blattspinat, Safransauce und Salzkartoffeln

Und mein Eindruck hatte mich nicht getäuscht, das auf eigener Haut gedünstete Lachsfilet erwies sich als wirklich vorzüglich – wunderbar zart und saftig so wie ich ihn mag. Und auch bei der Safransauce hatte man sich heute ins Zeug gelegt, denn sie war dieses Mal nicht wie Wasser wie die üblichen Saucen, sondern wunderbar cremig und etwas dickflüssig. Einzig die Flüssigkeit die aus dem Spinat austrat war ein kleiner Wermutstropfen, denn sie drohte die Sauce ungewollt zu verdünnen. Und auch der mit Zwiebeln versetzte und mit Muskat, Salz und Pfeffer gewürzte Blattspinat gab keinen Grund zur Kritik. Nur an den Kartoffeln muss ich das eine oder andere Haar lassen. Ein Kollege wies, der ebenfalls den Lachs gewählt hatte, mich darauf hin, dass sie wirklich ungewöhnlich bleich wirkten und bestimmt industriell geschält und im Salzwasser gelagert ausgeliefert worden sind – so wie hier, nur im größeren Maßstab. Dadurch gehen natürlich viel Stärke, Farbe und auch Geschmack verloren und außerdem sind die Kartoffeln auch deutlich brüchiger und trockner als regulär geschälte frische Kartoffeln. Daran hatte ich zuvor nicht gedacht, aber alle diese Merkmale trafen tatsächlich zu. Sie waren zwar allgemein in Ordnung, aber mit diesem Zusatzwissen schmeckten sie dann doch nicht mehr ganz so großartig. Es isst halt doch nicht nur das Auge, sondern auch der Geist mit. 😉 In der Summe war ich aber zufrieden mit meiner Wahl.
Beim Rennen um den ersten Platz auf der heutigen Allgemeinen Beliebtheitsskala lieferten sich heute die von Anfang favorisierten Spaghetti ein ungewöhnlich enges Kopf-an-Kopf-Rennen mit dem ebenfalls sehr gern gewählten Lachsfilet. Und als ich meinen Eindruck der Vorlieben der anderen Gäste beim verlassen des Speisesaals finalisiert hatte, blieb mir nichts anderes übrig als dem Lachs diesen Platz heute zuzusprechen. Somit landeten die Spaghetti auf einem guten zweiten Platz, gefolgt von den Asia-Gerichten auf Platz drei und dem Curryreis schließlich auf dem vierten Platz.

Mein Abschlußurteil:
Lachsfilet: ++
Safransauce: ++
Blattspinat: ++
Salzkartoffeln: +

Geschmorte Entenkeule mit Blaukraut, Orangensauce und Kartoffelknödel [20.02.2020]

Dienstag, Januar 21st, 2020

Heute brauchte ich nicht zu überlegen bei welchem Gericht ich zugreifen würde, denn man hatte als Tagesangebot zusätzlich eine Geschmorte Entenkeule mit Blaukraut, Orangensauce und Kartoffelknödel auf die Tageskarte gesetzt und die wollte ich haben. Auch wenn es mit 5,48 Euro etwas teurer als normal war – aber bei einer Entenkeule zahl ich das gern. Das restlich Angebot wäre aber sowieso nicht so prickelnd gewesen um ehrlich zu sein. Das Hausgemachte Fleischpfanzerl mit Bratensauce+ drei Komponenten nach Wahl bei Daily, das mit Röstkartoffeln serviert wurde, sah jetzt nicht so berauschend aus und auch das Putengeschnetzeltes in leichter Rotweinsauce, Kastanien und Egerlinge, dazu Maccaire Kartoffeln bei Daily oder das heutige Veggie-Gericht in Form von Spiralnudeln mit Paprikaragout und Mozzarella rief keine Begeisterungsstürme hervor. Der Gebackene Seelachs mit Thaigemüse in Austernsauce von der Asia-Wok-Theke, der dort neben Gebratener Tofu mit frischem Gemüse in roter Currysauce angeboten wurde, wäre vielleicht noch eine Alternative gewesen, aber an eine Entenkeule kam aus das nicht heran.

Duck leg with orange sauce, red cabbage & potato dumpling / Entenkeule in Orangensauce mit Blaukraut & Kartoffelknödel

Die Entenkeule war schon mal erfreulich groß geraten, allerdings fand sich unter der knusprigen Haus nur durchschnittlich viel Fleisch, dass sich zumal mit Messer und Gabel nur bedingt gut vom Knochen lösen ließ. Hinzu kam dass an den besonders schmalen Stellen das Fleisch samt Haut so hart gebacken war, dass man es vielleicht noch lutschen, nicht aber mehr beißen konnte. Dennoch eine gute Keule, ich habe ich schon schlechtere gehabt (z.B. hier). Die Sauce dazu war geschmacklich in Ordnung und auch die leichte Orangennote kam gut zur Geltung ohne dass sie sonderlich dominant wurde, aber sie litt unter dem Problem unter welchem die meisten Saucen hier leiden: Sie war viel zu dünn – zumindest für meinen Geschmack. Ich mag meine Saucen zumindest ein wenig dickflüssig und sämig, nicht fast so dünn wie Wasser wie es hier der Fall war. Aber das ist natürlich auch wieder vom eigenen Gusto abhängig. Das Blaukraut war was den Geschmack anging auch soweit in Ordnung, auch wenn an an Farbe und Konsistenz sah, dass es sich hier um industrielle Massenware handelte. Dennoch hätte die Portion gerne noch etwas größer sein können. Dem entgegen erwies sich der mit einigen angerösteten (aber inzwischen wieder durchgeweichten) Brotwürfeln gefüllt Kartoffelknödel als wahrer Gigant. Auch ihm merkte man an seiner Konsistenz seine Herkunft aus Massenproduktion an, aber ich empfand ihn trotzdem als passende und leckere Sättigungsbeilage. War immer noch besser als Knödel aus dem Kochbeutel. 😉 Ich war zufrieden – immerhin handelt es sich bei dieser Location nicht um ein Sterne-Restaurant, sondern eine bessere Kantine.
Und auch viele der anderen Gästen hatten der Entenkeule heute eindeutig den Vorzug gegeben, so dass dieses Gericht als klarer Sieger beim Rennen um Platz eins auf der Allgemeinen Beliebtheitsskala hervorging. Das Interesse an den anderen Gerichten war dagegen eher verhalten gewesen, so dass man schon genau hinsehen musste um eine Platzierung erkennen zu können. Gemäß meiner Beobachtungen würde ich sagen, dass es das Fleischpflanzerl auf den zweiten Platz schaffte, die Asia-Gerichte auf Platz drei folgten und dem Putengeschnetzelten der vierte Platz gebührte. Somit landeten die Spiralnudeln mit Paprika auf einem guten fünften Platz.

Mein Abschlußurteil:
Entenkeule: ++
Orangensauce: +
Blaukraut: ++
Kartoffelknödel: ++

Hausgemachte Tellerrösti mit Ratatouille & Hirtenkäse [20.01.2020]

Montag, Januar 20th, 2020

Nach dem fleischlastigen Wochenenden mit Schottischen Eiern, selbstgemachten Beef Jerky und dem leckeren Rindersteak mit Back-Süßkartoffel vom Sonntag wollte ich die neue Woche mal etwas leichter starten und griff daher heute beim Veggie-Gericht zu, einem Hausgemachten Tellerrösti mit Ratatouile und Hirtenkäse. Die anderen Gerichte waren zwar auch nicht schlecht: es einen Erbsensuppeneintopf mit Wiener Würstchen und Semmel bei Vital sowie eine Hähnchenbrust in Tikka Masalasauce + 3 Komponenten nach Wahl bei Daily, welche natürlich mit Basamatireis serviert wurde und an der Asia-Wok-Theke lockte man mit Gebackenen Frühlingsrollen oder Gebratenem Schweinefleisch mit Thaigemüse und Kokossauce, aber mir war heute eben mal nach einem Veggi-Day. Und um den Vitaminschock komplett zu machen gesellte sich (obwohl nicht inklusive) noch ein kleiner Fruchtsalat aus dem heutigen Angebot der Desserttheke hinzu.

Hash browns with ratatouille & feta / Tellerrösti mit Ratatouille & Hirtenkäse

Die beiden Tellerröstis erwiesen sich als ziemlich dick geratene Kartoffelpuffer aus geriebebenen Kartoffeln, Zwiebeln und einigen Gewürzen. Im Ansatz schon mal ganz gut und auch geschmacklich gab es nichts auszusetzen, allerdings hätte man die Dinger für meinen Geschmack gerne noch etwas länger und somit knuspriger braten können. Die Menge reichte aber auf jeden Fall aus um satt zu werden. Dazu passte sehr gut das Ratatouille aus Tomaten, Zucchini, Auberginen, Zwiebeln und einigen Kräutern, bei dem man es aber heute meiner Meinung nach beim Würzen ein klein wenig mit dem Rosmarin übertrieben hatte. Das ist aber antürlich Geschmackssache. Der wahrscheinlich aus Kuhmilch hergestellte Hirtenkäse brachte noch eine zusätzliche leicht salzige Komponente mit ins Spiel, die aber geschmacklich gut in die Gesamtkomposition passte. Ein durchaus leckeres vegetarisches Gericht, das aber noch an einigen Stellen verbesserungswürdig ist. Und auch an dem kleinen Becherchen Salat aus frischem Obst gab es wenig zu kritisieren. Ich fand ihn etwas zu apfellastig, von anderen Obstsorten wie Trauben, verschiedene Melone-Sorten und Avocado war häufig nur ein einziges Stück darin zu finden. Aber qualitativ war er in Ordnung. Ich bereute meine Entscheidung nicht.
Wie nicht anders zu erwarten lag heute natürlich die Hähnchenbrust in Tikka Masala Sauce ganz weit vorne auf der Allgemeinen Beliebtheitsskala und konnte sich mit klarem Vorsprung den ersten Platz sichern. Auf dem Platz zwei sah ich den Erbsensuppeneintopf, gefolgt von den Asia-Gerichten auf dem dritten Platz und den Tellerrösti schließlich auf einem guten vierten Platz.

Mein Abschlußurteil:
Tellerrösti: ++
Ratatouillie: ++
Hirtenkäse: ++

Steak aus dem Air Fryer mit gebackener Süßkartoffel – das Rezept

Sonntag, Januar 19th, 2020

Meine Schottischen Eier von gestern haben leider nicht bis zum heutigen Mittagessen überlebt, doch damit hatte ich gerechnet und vorgesorgt. Ich hatte nämlich gelesen, dass man auch sehr gut Steaks in der Heißluftfriteuse (Air Fryer) zubereiten kann und das wollte ich natürlich ebenfalls ausprobieren. Dazu sollte es eine gebackene Süßkartoffel geben, die ich allerdings dieses Mal nicht im Air Fryer, sondern ganz konventionell im Ofen zubereiten wollte. Das wäre zwar auch im Air Fryer gegangen, aber ich wollte dieses Mal das sowohl Steak als auch Süßkartoffel etwa zur gleichen Zeit fertig werden, so dass ich nichts warm halten muss – frisch gekocht schmeckt es eben am besten. 😉 Als ich am Freitag dann beim Metzger meines Vertrauens das Steak einkaufte, musste ich ziemlich schlucken, denn für ein wirklich gutes Steak von gerade mal etwas mehr als zweihundert Gramm wurden gleich einmal fast dreizehn Euro fällig. 😳 Daher verwarf ich meinen Plan zwei Portionen zuzubereiten und besorgte mir nur eins davon. Aber die Marmorierung des Fleisch das ich gewählt hatte sah wirklich gut aus, daher gönnte ich mir die Ausgabe mal. Dabei ist das bei gutem Rindfleisch nicht mal wirklich teuer, meine Recherche im Netz zeigte dass man auch man leicht zwanzig bis zu über 30 Euro für 100g bezahlen kann.
Daraus entstand letztlich also ein eigentlich recht einfaches, aber dennoch sehr leckeres Gericht, das ich mit diesem Beitrag nun einmal kurz in gewohnter Form vorstellen möchte.

Was benötigen wir also für 1 Portion?

1 Rindersteak (ca. 200g)
01-Zutat-Rindersteak

Zum würzen des Steaks:

  • 1/2 Teelöffel Salz
  • 3/4 Teelöffel Pfeffer
  • 1/4 Teelöffel Knoblauch (granuliert)
  • 1/4 Teelöffel Zwiebel (granuliert)
  • 1/4 Teelöffel geräuchertes Paprika
  • 1/5 Teelöffel Chiliflocken
  • evtl. eine Scheibe Kräuterbutter

    1 große Süßkartoffel
    02-Zutat-Süßkartoffel

    Für das Topping des Süßkartoffel:

  • 3 Esslöffel Sauerrahm
  • Einige Stiele Schnittlauch
  • Etwas Salz
  • Außerdem hatte ich noch Feldsalat und das Joghurt-Zitronendressing im Kühlschrank, das beides vebraucht werden musste, also kamen sie am Ende auch mit auf den Teller.

    Die Süßkartoffel dauert am längsten, also beginnen wir mit ihrer Zubereitung. Nachdem wir begonnen haben den Ofen auf 200 Grad vorzuheizen waschen wir also die Süßkartoffel gründlich unter fließendem Wasser – wir wollen ja am Ende keinen Schmutz auf dem Teller haben –
    03 -  Süßkartoffel waschen / Wash sweet potato

    legen sie in ein ofenfestes Behältnis, stechen an einigen Stellen mit Hilfe einer Gabel die Schale an damit sie beim Backen nicht platzt
    04 - Süßkartoffel mit Gabel anpiksen / Stab peel with fork

    und schieben sie dann auf der mittleren Schiene für 50 bis 60 Minuten in den Ofen. Einige Beiträge in anderen Kochblogs zeigen, dass man die Kartoffel noch mit Öl oder gar mit Gewürzen wie Salz und Pfeffer einreiben soll, aber das ist meiner Meinung nach unnötig.
    05 - Süßkartoffel im Ofen backen / Bake sweet potato in oven

    Das gibt uns nun viel Zeit um uns um alles andere zu kümmern – zum Beispiel das Topping. Dazu schneiden wir einige Stiele Schnittlauch in Röllchen,
    06 - Schnittlauch in Röllchen schneiden / Cut chives in rolls

    geben zwei bis drei Esslöffel Sauerrahm in eine Schüssel,
    07 - Sauerrahm in Schüssel geben / Put sour cream in bowl

    salzen diesen leicht
    08 - Sauerrahm mit Salz würzen / Season sour cream with salt

    streuen ca. 2/3el der Schnittlauch-Röllchen ein
    09 - Schnittlauch zum Sauerrahm geben / Add chives

    und verrühren alles gründlich miteinander. Bis zum Einsatz bewahren wir dies abgedeckt im Kühlschrank auf.
    10 - Sauerrahm gründlich verrühren / Stir sour cream

    Jetzt ist auch ein guter Zeitpunkt, um das Steak aus dem Kühlschrank zu nehmen um bis zur Zubereitung Zimmertemperatur annehmen zu lassen – natürlich abgedeckt, denn es soll ja nicht austrocknen.
    11 - Steak aus Kühlschrank nehmen / Take steak from fridge

    Wenden wir uns dazu nun unserer Würzmischung zu. Dazu geben wir Salz und Pfeffer in eine kleine Schüssel,
    12 - Salz & Pfeffer in Schüssel geben / Put salt & pepper in bowl

    fügen Zwiebel- und Knoblauchgranulat hinzu,
    13 - Zwiebel- &Knoblauchpulver addieren / Add granulated onion & garlic

    addieren das geräucherte Paprika,
    14 - Geräuchertes Paprika hinzufügen / Add smoked paprika

    geben noch etwas Chiliflocken hinzu
    15 - Chiliflocken dazu geben / Add chili flakes

    und verrühren schließlich alles gründlich miteinander.
    16 - Gewürze gründlich vermischen / Mix seasonings

    Anschließend sprühen wir ein klein wenig Öl auf das Steak,
    17 - Öl auf Steak sprühen / Spray oil on steak

    verteilen es gleichmäßig,
    18 - Öl auf Steak verteilen / Spread oil on steak

    bestreuen es mit unserer zuvor hergestellten Gewürzmischung
    19 - Steak mit Gewürzmischung bestreuen / Dredge steak with seasonings

    und massieren diese schließlich etwas ins Fleisch ein. Das Prozedere wiederholen wir dann noch einmal für die andere Seite.
    20 - Gewürze in Steak einmassieren / Rub in seasonings

    Nun heizen wir unseren Air Fryer leer für 2-3 Minuten auf 200 Grad vor,
    21 - Air fryer vorheizen / Pre heat air fryer

    legen das Steak in den Frittierkorb
    21 - Steak in Air Fryer legen / Put steak in air fryer

    und frittieren es für zwei Mal dreieinhalb Minuten für Medium oder zwei Mal 4 Minuten für durch. Das gilt für ein Steak von ca. 1,5 cm Dicke.
    22 - Steak zwei mal 3:30 Minuten frittieren / Cook Steak two time 3:30 minutes

    Der Timer meiner Heißluftfriteuse lässt sich leider nur in Minutenschritten einstellen, ich wollte es aber lieber Medium, daher musste ich etwas aufpassen.

    Nach dreieinhalb Minuten nehmen wir den Frittierkorb mit dem Steak kurz aus dem Gerät,
    23 - Steak nach Halbzeit / Steak after half of time

    wenden es
    24 - Steak wenden / Turn steak

    und schieben es für weitere dreieinhalb Minuten in die Fritteuse.
    25 - Steak zurück in Air Fryer schieben / Put steak back in air fryer

    Jetzt ist auch ein guter Zeitpunkt die Süßkartoffel aus dem Ofen zu nehmen
    26 - Süßkartoffel aus Ofen nehmen / Take sweet potato from oven

    und mit einem spitzen Messer zu testen ob sie durch ist. Gleitet es bis über die Hälfte der dicke ohne Probleme durch, können wir sie bei Seite stellen, damit sie ein wenig abkühlt.
    27 - Gargrad der Süßkartoffel testen / Check sweet potato

    Schließlich ist auch das Steak fertig, so dass wir es entnehmen
    28 - Steak fertig zubereitet / Steak finished

    und auf einem vorgewärmten Teller (ich nutzte einfach den noch heißen Ofen) einige Minuten ruhen lassen – natürlich eingewickelt in Alufolie damit es nicht kalt wird.
    29 - Steak ruhen lassen / Let steak rest

    Das gibt uns die Gelegenheit die Süßkartoffel der Länge nach aufzuschneiden,
    30 - Süßkartoffel längs aufschneiden / Open sweet potato peel

    den so entstandenen Schlitz mit den Fingern etwas aufzuziehen
    31 - Schale auseinander ziehen / Open peel

    und das Innere ein wenig mit Hilfe einer Gabel zu zerkleinern, was den eigentlichen Verzehr später erleichtert.
    32 - Innere der Süßkartoffel mit Gabel zerkleinern / Mash interior of sweet potato with fork

    Schließlich können sie gemeinsam mit dem Steak und etwas Feldsalat servieren, wobei wir die Süßkartoffel mit unserer Sauerrahm-Schnittlauch-Mischung toppen. Wer mag kann außerdem noch eine Scheibe Kräuterbutter auf das Steak geben.
    33 - Steak (Air Fryer) with baked sweet potato - Served / Steak aus dem Air Fryer mit gebackener Süßkartoffel - Serviert

    Dabei interessierte mich natürlich vor allem wie das Steak im Inneren geworden war, weswegen ich es erst einmal in der Mitte zerteilte. Wie es sich zeigte war es noch leicht rosa und damit Medium, so wie ich es vorgehabt hatte.
    35 - Steak (Air Fryer) with baked sweet potato - Lateral cut / Steak aus dem Air Fryer mit gebackener Süßkartoffel - Querschnitt

    Auch wenn es letztlich nicht sonderlich groß war, erwies sich das Steak insgesamt als wirklicher Genuss. Wunderbar zart und saftig – und das nach gerade mal 7 Minuten. Natürlich trugen auch die sehr gelungene Gewürzkombination sowie die Kräuterbutter zum gelungenen Steak bei. Ob das nun wirklich dreizehn Euro wert gewesen ist sei mal so dahin gestellt, aber mir fehlen da die Vergleichswerte, daher spare ich mir ein Kommentar. Ich probiere aber bei Gelegenheit auch mal ein günstigeres Steak in den Air Fryer zu stecken, dann kann ich mehr dazu sagen.
    Aber auch die gebackene Süßkartoffel erwies sich als wahrer Genuss. Ihr Inneres war im Ofen butterweich geworden und schmeckte auch ohne zusätzliche Würze schon sehr lecker. Der mit frischem Schnittlauch versetzte Sauerrahm passte aber dennoch wunderbar zu dem zarten Süßkartoffel-Fruchtfleisch. Dazu noch der weiterhin knackige Feldsalat mit dem fruchtigen Zitronen-Joghurt-Dressing und fertig war ein sehr gelungenes Sonntagsgericht, das nicht allzu viel Aufwand erfordert hatte. Ich war sehr zufrieden mit dem Ergebnis – dieser Air Fryer ist wirklich eine überaus lohnenswerte Anschaffung gewesen. 🙂

    34 - Steak (Air Fryer) with baked sweet potato - Side view / Steak aus dem Air Fryer mit gebackener Süßkartoffel - Seitenansicht

    Guten Appetit

    Hausgemachtes Beef Jerky (mit 2 Marinaden) – das Rezept

    Sonntag, Januar 19th, 2020

    Nach meinem erfolgreichen ersten Test meines neuen Dörrautomaten in Form der Apfelchips konnte ich es nicht abwarten meine Tests dieses einfachen, aber scheinbar sehr nützlichen Küchengeräts fortzusetzen. Daher entschloss ich mich dazu, mich gleich mal an Trockenfleisch, besser bekannt als Beef Jerky, heranzuwagen. Doch wie würzen bzw. marinieren. Sucht man im Internet, findet man tausende von verschiedenen Rezepten die sich häufig nur in einigen Kleinigkeiten unterscheiden: Die eine verwendet Sojasauce oder irgend andere asiatische Sauce in der Sojasauce enthalten ist (z.B. Teriyaki), die andere einfach nur Wasser und Pökelsalz sowie einige Gewürze. Je eine dieser beiden Varianten möchte ich heute testen.

    8 hauchdünn geschnittene fettarme Rinderrouladen
    01 - Zutat Rinderrouladen / Ingredient beef roulades

    02 - Rinderrouladen hauchdünn / Thin cut beef

    Für die Sojasaucen-Marinade brauchen wir:

  • 110ml helle Sojasauce
  • 110ml Worcester(shire)-Sauce
  • 1 Teelöffel Zwiebelgranulat
  • 1 Teelöffel Knoblauchgranulat
  • 1/2 Teelöffel Salz
  • 1 Teelöffel Pfeffer
  • 1/2 Teelöffel Chiliflocken
  • Für die Salz-Marinade:

  • 120 ml kaltes Wasser
  • 1 Teelöffel Pökelsalz
  • 3/4 Teelöffel Rohrzucker
  • 1/2 Teeelöffel Salz
  • 1/2 Teelöffel Zwiebelgranulat
  • 1 Teelöffel Knoblauchgranulat
  • 3/4 Teelöffel Pfeffer
  • einige Tropfen Flüssigrauch
  • Schneiden wir erst einmal die Rouladen quer zur Faser in Streifen. Ich nutzte eine von etwa einem Zeigefinger, wie sich herausstellte ist das aber nur bedingt optimal, ich empfehle für die Zukunft die eineinhalb bis doppelte Breite, denn die Streifen schrumpfen ja noch deutlich. Dabei sollten wir so viel Fett wie möglich vom Fleisch entfernen, denn gerade dieses droht nach dem trocknen ranzig zu werden.
    03 - Rinderrouladen in Streifen schneiden / Put beef in stripes

    Anschließend machen wir uns daran, die Marinaden vorzubereiten. Beginnen wir mit der Sojasaucen-Marinade und geben Sojasauce und Worcestersauce in eine Schüssel,
    04 - Sojasauce & Worcestersauce in Schüssel geben / Put soy sauce & worcester sauce in bowl

    streuen das Salz ein
    05 - Salz hinzufügen / Add salt

    addieren den frisch geriebenen Pfeffer,
    06 - Pfeffer addieren / Add pepper

    fügen Knoblauch- und Zwiebelgranulat hinzu,
    07 - Zwiebel- & Knoblauchgranulat einstreuen / Add granutlated onion & garlic

    sorgen mit den Chiliflocken für etwas Schärfe
    08 - Chiliflocken einstreuen / Add chili flakes

    und verrühren schließlich alles gründlich miteinander.
    09 - Gründlich verrühren / Stir well

    Fahren wir mit der Salzmarinade fort und geben dazu erst einmal das Salz und das Pökelsalz in eine Schale mit kalten Wasser.
    10 - Salz & Pökelsalz in Wasser geben / Add salt & pickling salt in water

    Anschließend geben wir den Rohrzucker hinzu,
    11 - Rohrzucker einstreuen / Add brown sugar

    addieren den Flüssigrauch,
    12 - Flüssigrauch hinzufügen / Add liquid smoke

    streuen Pfeffer, Zwiebel- und Knoblauchgranulat ein
    13 - Pfeffer, Zwiebel- & Knoblauchgranulat addieren / Add pepper, granulated onion & garlic

    und verrühren auch diese Zutaten gründlich. Hier sollten wir etwas länger rühren, bis sich Salze und Zucker komplett aufgelöst haben.
    14 - Gründlich verrühren / Stir thorougly

    Als nächstes teilen wir die Rindfleisch-Streifen in gleichen Teilen auf zwei Plastikbeutel auf,
    15 - Fleischstreifen in Plastikbeutel aufteilen / Divide stripes in two plastic bags

    geben die Salzmarinade in den einen Beutel
    16 - Salzmarinade in ersten Beutel geben / Por salt marinade in first bag

    und die Sojasaucen-Marinade in den anderen Beutel.
    17- Sojamarinade in zweiten Beutel geben / Pour soy sauce marinade in second bag

    Bei beiden Beutel sollten wir uns, nachdem wir so viel Luft wie möglich herausgedrückt und sie verschlossen haben, dann etwas Zeit nehmen um jeweils die Marinade ein wenig mit den Händen ins Fleisch einzumassieren.
    18 - Marinade einmassieren / Rub in marinade

    Anschließend wandern sie in den Kühlschrank, damit die Marinade über Nacht oder gerne auch länger einzihen kann – bei mit waren es letztlich fast 20 Stunden.

    Am nächsten Tag holen wir dann die Beutel aus dem Kühlschrank, legen eine größere, abwaschbare Fläche mit etwas Küchenpapier aus und nehmen dann die Fleischstreifen aus der Marinade und legen sie einzeln aus, um sie dann mit einer zweiten Schicht Küchentücher so trocken wie möglich tupfen zu können und dann in die Etagen des Dörrautomaten zu legen.

    19 - Soja-Streifen auf Küchenpapier verteilen / Put soy stripes on paper towels 22 - Streifen auf Küchenpapier verteilen / Put stripes on paper towel
    20 - Soja-Streifen trocken tupfen / Pat soy stripes dry 23 - Fleischstreifen trocken tupfen / Pat stripes dry
    21 - Soja-Fleischstreifen in Dörrautomat legen / Put soy stripes in dehydrator 24 - Salz-Streifen in Dörrautomat legen / Put salt-stripes in dehydrator

    Dabei sollten sich die einzelnen Streifen aber nach Möglichkeit nicht überlappen.

    Anschließend stapeln wir alle einzelnen Etagen des Dörrautomats übereinander,
    25 - Übereinander stapeln / Pile up

    schließen den Deckel und schalten das Gerät ein. Danach heißt es: Warten.
    26 - Dörrautomat einschalten/ Turn on dehydrator

    Bereits nach knapp einer Stunde hatte das Fleisch deutlich an Feuchtigkeit verloren und war sichtlich geschrumpft – sowohl bei den Streifen aus der Salzmarinade
    27- Salzmarinade-Streifen nach einer Stunde / Salt-marinated stripes after one hour

    und noch viel deutlicher bei jenen aus der Sojasaucen-Marinade. Die vollen 6-8 Stunden wie aus den Beschreibungen im Internet würde dieses Fleisch nicht brauchen, so viel stand fest.
    28 - Sojasauce-Streifen nach einer Stunde / Soy sauce stripes after one hour

    Bereits 2 3/4 Stunden später hatte das Fleisch schließlich eine so trockene und brüchige Konsistenz erreicht, dass ich mich dazu entschloss es aus dem Dehydrator zu nehmen und als fertig gedörrt anzusehen. Vier Stunden reichen bei so schmalen Fleischstreifen offensichtlich – bei breiteren Streifen kann sie natürlich variieren.
    29 - Beef Jerky - Fertig getrocknet / Finished dehydrated

    Die Variante aus der Salzmarinade hatte einen, wie nicht anders zu erwarten, leicht salzigen Geschmack und hatte von den anderen Gewürzen nur Spuren aufgenommen, so dass letztlich der Fleischgeschmack sehr deutlich erhalten geblieben war. Ihre Farbe hatte dabei ein dunkles Rot angenommen und sie sahen noch deutlich nach Fleisch aus. Fand ich schon mal sehr lecker, auch wenn noch etwas mehr Würze nicht geschadet hätte.
    30 - Salt marinated beef jerky - CloseUp / Beef Jerky in Salzmarinade - Nahaufnahme

    Die in Sojasauce marinierten Rindfleischstreifen waren natürlich dunkler geraten und erinnerten etwas an verkohltes Fleisch, aber das lag an der dunklen Färbung der Sojasauce. Und dabei hatte ich noch helle Sojasauce verwendet, bei dunkler Sojasauce wäre es wohl noch deutlich kräftiger geworden. Aber geschmacklich gab es auch hier nichts auszusetzen. Das Sojasaucen-Aroma in Kombination mit der Worcestersauce und natürlich den Gewürzen trat aber sehr viel deutlicher zu Tage und ließ den Fleischgeschmack etwas mehr in den Hintergrund treten als bei den Streifen in Salzmarinade.
    31 - Soysauce marinated Beef Jerky - CloseUp / Beef Jerky in Sojasauce-Marinade - Nahaufnahme

    Beide Varianten fand ich durchaus lecker – hier muss jeder selbst wissen ob er eher den Fleischgeschmack oder die Würze haben möchte, wenn er von seinen knackigen Fleischstreifen abbeißt. 😉

    Ist das Beef Jerky schließlich etwas abgekühlt, wird die Lagerung in einem Behälter mit dicht schließenden Deckel empfohlen, damit das trockene Fleisch nicht zu viel Feuchtigkeit aus der Luft ziehen und dadurch schneller verderben kann. Es sollte sich nun mehrere Monate halten, ich habe aufgrund meiner Recherchen drei Monate als Richtwert festlegen können. Gibt man dem getrockneten Rindfleisch übrigens noch ein bis zwei Tage, entwickeln sich die Geschmäcker noch etwas und werden intensiver.
    32 - Beef Jerky - Stored / Gelagert

    Noch länger wird es haltbar, wenn man es vakuumiert und zusätzlich einfriert, doch das wird bei meinem Beef Jerky nicht notwendig werden, denn dazu ist es zu lecker – es wird wohl nicht allzu lange überleben.

    Guten Appetit

    Scotch eggs (Schottische Eier) im Air Fryer – das Rezept

    Samstag, Januar 18th, 2020

    Dieses Wochenende wollte ich noch einmal ein wenig mit meiner Heißluftfriteuse (Air Fryer) herumexperimentieren. Bei der Suche nach einem passenden Rezept war ich dabei auf Schottische Eier (Scotch eggs) gestoßen, eigentlich einem Snack in Form von gekochten eiern im panierten Wurstmantel, der vor allem in der außereuropäisch – britischen Küche sehr verbreitet ist und dort sogar fertig im Supermarkt verkauft wird. Aber es geht natürlich nichts über frisch zubereitete Nahrung. Es gibt wie ich herausfand zig Variationen dieses Rezepts, ein Teil davon mit selbst gewürzten Hackfleisch für den Fleischmantel, ein anderer Teil experimentiert mit der Panade und versieht diese zusätzlich mit Parmesan oder Gewürzen, doch da dies meine ersten Scotch eggs werden sollten, wollte ich mich erst einmal an das Basisrezept halten.

    Was benötigen wir für 4 Stück?

  • 4 Eier für die Füllung
  • 1-2 weitere Eier für die Panade
  • 400-450g Bratwurst (ca. 4 Bratwürste)
  • 150g Weizenmehl
  • 150g Paniermehl / Brotkrumen
  • Etwas Öl
  • Beginnen wir damit die Eier hart zu kochen. Das kann man zwar auch mit der Heißluftfriteuse machen, aber dazu braucht man dann eisgekühltes Wasser zum abschrecken und es dauert deutlich länger als das traditionelle Kochen im Eierkocher, daher blieb ich hier bei letzterer Variante.
    01 - Eier hart kochen / Boil eggs

    Sind die Eier fertig gekocht, abgeschreckt und etwas abgekühlt, können wir sie schälen und erst einmal bei Seite legen.
    02 - Eier pellen / Peel eggs

    Anschließend befreien wir das Bratwurst-Brät aus der Pelle
    03 - Bratwürste pellen / Peel sausages

    und drücken es platt. Ich wollte vier Eier verarbeiten und hatte dazu genau vier Bratwürste, daher sparte ich mir hier das abmessen und verwendete einfach immer eine Bratwurst für ein Ei, auch wenn die Würste nicht immer gleich groß waren.
    04 - Bratwursbrät plätten / Flatten sausage meat

    Wie sich herausstellte, lässt sich das Brät leider nicht optimal mit der Hand plätten und bleibt außerdem gern an der Unterlage kleben. Daher legte ich es zwischen zwei Lagen Frischhaltefolie und walzte es mit einem Nudelholz so flach wie möglich.
    05 - Brät mit Nudelholz plätten / Flatten sausage meat with rolling pin

    Mit dem so geplätteten Bratwurst-Brät ummanteln wir dann die gekochten Eier und schließen die Nähte gründlich
    06 - Eier mit Brät umwickeln / Wrap eggs in sausage meat

    so dass wir am Ende vier nicht ganz faustgroße Fleischbälle mit Ei-Füllung vor uns haben.
    07 - Eier im Bratwurstteig / Egg in sausage coat

    Nun schlagen wir ein Ei in eine Schüssel
    08 - Ei aufschlagen / Open egg

    und verquirlen es gründlich.
    09 - Ei verquirlen / Whisk egg

    Da ich nur noch ein Ei übrig hatte und befürchtet dass die Menge nicht ausreicht, streckte ich das Ei noch mit einem Schuss Milch.
    10 - Ei mit Milch strecken / Length with milk

    In je einem weiteren Teller stellen wir außerdem etwas Mehl und Paniermehl (Brotkrumen) bereit, dann wälzen wir unsere Fleischbälle zuerst im Mehl,
    11 - Im Mehl wenden / Turn in flour

    anschließend bedecken wir sie rundherum mit der verquirlten Eimasse
    12 - Mit Eimasse bedecken / Cover mit whisked egg

    und ummanteln sie abschließend komplett mit den Brotkrumen.
    13 - Mit Brotkrumen ummanteln / Coat with breadcrumbs

    Die so panierten Eier-Fleischbälle
    14 - Panierte Fleischbällchen mit Eiern  / Breaded Egg-Meatballs

    legen wir. ohne dass sie sich oder die Wände berühren, in den Frittierkorb der Heißluftfriteuse, bepinseln sie mit etwas Öl
    15 - Fleischbälle mit Öl bepinseln / Brush meatballs with oil

    und schieben sie dann in die Friteuse
    16 - Fleischbälle in Heißluftfriteuse schieben / Put meatballs in air fryer

    um sie darin für 12-14 Minuten bei 200 Grad zu garen.
    17 - Fleischbälle frittieren / Deep-fry meatballs

    Nach etwa sechs Minuten entnehmen wir den Korb zwischendurch kurz und wenden die Fleischbällchen mit Hilfe einer Greifzange.
    18 - Fleischbälle wenden / Turn meatballs

    Schließlich können wir die fertigen Scotch Eggs entnehmen, lassen sie kurz auf Küchenpapier abtropfen und halbieren sie dann
    19 - Scotch eggs - Fertig frittiert / Finished deep-frying

    um sie anschließend mit einer Beilage nach Wahl zu servieren. Ich entschied mich heute mal für einen Feldsalat mit Joghurt-Zitrone-Dressing.
    20 - Scotch eggs - Serviert / Served

    Bereits im puren Zustand erwiesen sich die Eier im Bratwurstmantel als überaus lecker, aber mit einem leckeren Dip – ich verwendete zum Beispiel meine Honey-BBQ-Sauce vom letzten Wochenende – werden sie sogar noch besser. Der dünne Fleischmantel mit seiner knusprigen Kruste trägt dabei natürlich auch maßgeblich zum Geschmack bei, man sollte sich also genau überlegen welche Bratwurst man verwendet oder ob man nicht vielleicht einfach selbst etwas Hackfleisch nach eigenem Gutdünken würzt. Dabei ist der Mantel aber recht fest, daher wäre es eine weitere Überlegung, das Hackfleisch mit etwas zusätzlichem Paniermehl oder einem eingeweichten Brötchen etwas zu strecken und lockerer zu machen. Aber für meinen ersten Versuch diesen britischen Nationalsnack in meinem Air Fryer zuzubereiten konnte ich mit dem Ergebnis sehr zufrieden sein. Und der Salat passte auch wunderbar in die geschmackliche Gesamtkomposition – es muss ja nicht immer eine kohlenhydratreiche Beilage sein. Schottische Eier sind bei mir mit Sicherheit nicht das letzte Mal in meiner Küche entstanden, zumal sie viele Variationsmöglichkeiten bieten. Vielleicht probier ich es ja auch mal mit Wachteleiern und mache nur Mini-Fleischbällchen. Wir werden sehen – wenn es dazu kommt werde ich natürlich gerne hier darüber berichten.

    21 - Scotch eggs - Seitenansicht / Side view

    Guten Appetit