Frittata mit Kartoffel, Spinat & Speck – das Rezept

Inspiriert von einem Beitrag meines Bloggerkollegen Herdnerd und geschuldet der Tatsache dass ich noch Eier und gewürfelten Speck im Kühlschrank hatte, die dringend verbraucht werden mussten entschied ich mich heute mal dazu, eine klassische Frittata mit Kartoffeln, Spinat und Speck zuzubereiten. Man könnte es natürlich auch als spanische Tortilla (Tortilla española) bezeichnen, welcher ja auch auch mit verquirlten Ei und Kartoffeln hergestellt wird. Dazu schien mir sehr gut Spinat zu passen, den ich natürlich in gefrorener Form immer vorrätig habe. Allerdings habe ich es mit dem Wenden in der Pfanne nicht so, daher entschied ich mich für eine Zubereitung im Ofen. Eine Gelegenheit meine gute alte Quiche-Form einzusetzen, die ich schon eine halbe Ewigkeit nicht mehr benutzt habe. Und das Ergebnis konnte sich sowohl sehen als vor allem auch schmecken lassen, daher möchte ich es natürlich nicht versäumen, das verwendete Rezept hier einmal in gewohnter Form vorzustellen.

Was benötigen wir also für 2 Portionen?

  • 400-450g Kartoffeln
  • 1 kleine Zwiebel
  • 100g gewürfelten Speck
  • 150g Blattspinat (TK)
  • 4 Eier
  • 25-30g frisch geriebenen Parmesan
  • 50ml Milch
  • 80g geriebener Käse
  • Salz, Pfeffer, Kurkuma, Paprika & Chiliflocken zum würzen
  • 2-3 Esslöffel Öl zum braten
  • etwas Öl oder Butter zum ausfetten der Form
  • Beginnen wir also damit, die Kartoffeln zu schälen
    01 - Peel potatoes / Kartoffeln schälen

    und sie zu halbieren, die Hälften zu dritteln und diese dann in schmale Scheiben zu Schneiden.
    02 - Cut potatoes in small chunks / Kartoffeln in schmale Stücke schneiden

    Anschließend geben wir die Kartoffelstückchen in eine Schüssel mit kalten Wasser
    03 - Put potato chunks in cold water / Kartoffelstücke in kaltes Wasser geben

    wo wir sie gründlich waschen, um die Stärke etwas zu entfernen. Das macht sie hinterher knuspriger.
    04 - Wash potato chunks / Kartoffelstücke waschen

    Während die Kartoffeln dann in einem Sieb abtropfen
    06 - Drain potato chunks / Kartoffelstücke abtropfen lassen

    schälen wir unsere Zwiebel und würfeln sie.
    05 - Dice onion / Zwiebel würfeln

    Nun erhitzen wir zwei bis drei Esslöffel Öl in einer Pfanne,
    07 - Heat oil in pan / Öl in Pfanne erhitzen

    geben die abgetropften Kartoffelstücke hinein
    08 - Put potato chunks in pan / Kartoffelstücke in Pfanne geben

    und braten sie erst einmal für zwei bis drei Minuten an.
    09 - Fry potatoes / Kartoffeln anbraten

    Dann geben wir die zuerst die Zwiebelwürfel
    10 - Add onion / Zwiebel dazu geben

    und wenig später auch den gewürfelten Speck zu den Kartoffeln
    11 - Add diced bacon / Speckwürfel addieren

    um alles gemeinsam weiter anzubraten bis die Zwiebel glasig und der Speck durchgebraten geworden ist.
    12 - Braise onion & bacon / Zwiebel & Speck mit andünsten

    Das Ganze würzen wir dann mit Salz, Chiliflocken, Paprika und Kurkuma
    13 - Season with salt, chili flakes, paprika & turmeric / Mit Salz, Chili, Paprika & Kurkuma würzen

    und geben anschließend den noch gefrorenen Spinat in die Pfanne
    14 - Put frozen spinach in pan / Gefrorenen Spinat in Pfanne geben

    um ihn darin auftauen und zu garen. Sobald alles gar und gut durchgemischt ist, nehmen wir die Pfanne von der Kochplatte und lassen alles etwas abkühlen.
    15 - Defrost & cook spinach / Spinat auftauen & garen

    Während der Ofen dann auf 200 Grad vorheizt, schlagen wir die vier Eier in eine größere Schüssel,
    16 - Break open eggs in bowl / Eier in Schüssel schlagen

    reiben den Parmesan hinzu,
    17 - Grate parmesan / Parmesan dazu reiben

    gießen die Milch dazu
    18 - Put milk in bowl / Milch in Schüssel giessen

    und verquirlen dann alles gründlich miteinander
    19 - Whisk eggs / Eier verquirlen

    wobei wir es mit Salz und Pfeffer abschmecken.
    20 - Season egg mix with salt & pepper / Eimasse mit Salz & Pfeffer würzen

    Anschließend geben wir den etwas abgekühlten Pfanneninhalt zur Eimasse in die Schüssel
    21 - Put pan content in egg mix / Pfanneninhalt in Eimasse geben

    und vermischen alles wieder gründlich miteinander.
    22 - Mix well / Gründlich vermischen

    Nachdem wir dann eine passende Auflaufform, z.B. wie hier eine Quiche-Form, mit Öl oder Butter ausgefettet haben
    23 - Grease casserole / Form ausfetten

    geben wir die zuvor hergestellte Mischung hinein,
    24 - Put mix in casserole / Mischung in Form geben

    verteilen alles gleichmässig, streichen es glatt,
    25 - Spread evenly / Masse gleichmässig verteilen

    bestreuen es mit ein wenig Käse – ich verbrauchte hier die Reste der Cheddar-Edamer-Mischung die ich noch vom Corned Beef Auflauf übrig hatte –
    26 - Dredge with cheese / Mit Käse bestreuen

    und backen dann alles für 20-25 Minuten im Ofen.
    27 - Bake in oven / Im Ofen backen

    Anschließend können wir die Auflaufform auch schon wieder entnehmen, lassen sie für 2-3 Minuten ruhen
    28 - Frittata with potatoes, spinach & bacon - Finished baking / Frittata mit Kartoffeln, Spinat & Speck - Fertig gebacken

    und vierteln dann den Inhalt, um ihn sogleich servieren und genießen zu können. Wird die Frittata als Hauptgericht serviert, sind zwei Stücke meiner Meinung nach durchaus angemessen.
    29 - Frittata with potatoes, spinach & bacon - Serviert / Frittata mit Kartoffeln, Spinat & Speck - Serviert

    Entgegen meiner Befürchtung die Masse würde nicht durchgehend stocken und in der Mitte noch leicht flüssig sein, hatte sich meine Frittata im Ofen zu einem stabilen Fladen entwickelt, der sich leicht schneiden und problemlos aus der Form entnehmen ließ. Und beim Verzehr war nichts labberig oder brüchig, alles blieb dank der gestockten Eimasse wunderbar in Form. Ich war froh dass ich Kartoffeln und Eimasse vermischt und nicht wie ursprünglich geplant die Kartoffel-Spinat-Mischung mit der Eimasse in der Form übergossen hatte, denn erst das sorgte für die richtige Stabilisierung. Dadurch eignet sich diese Frittata auch wunderbar als Fingerfood. Hinzu kam noch, dass sich die klassische Kombination aus Kartoffeln, Spinat, Speck und Eiern auch noch als unglaublich lecker erwies. Sowohl die Zusammenstellung an sich als auch ihre Würze harmonierten wunderbar miteinander. Ein Gericht, das man zu jeder Tageszeit und sowohl heiß als auch in abgekühlter Form verzehren kann. Und dabei ist die Zubereitung angenehm einfach und schnell.

    31 - Frittata with potatoes, spinach & bacon - Nahaufnahme / Frittata mit Kartoffeln, Spinat & Speck - CloseUp

    Daher war das bestimmt nicht die letzte Frittata die ich zubereitet habe, aber natürlich werde ich dabei auch mit verschiedenen Zutaten experimentieren. Der Einsatz von verschiedenen Gemüsesorten sowie Fisch, Fleisch, Wurst oder Meeresfrüchten macht so ein Gericht wunderbar variabel. Sobald es dazu kommt, werde ich natürlich hier darüber berichten.

    30 - Frittata with potatoes, spinach & bacon - Side view / Frittata mit Kartoffeln, Spinat & Speck - Seitenansicht

    Guten Appetit

    10 thoughts on “Frittata mit Kartoffel, Spinat & Speck – das Rezept

    1. Achja, das klassische Frittata-Rezept. Das steht in einer Reihe mit dem klassischen Soljanka-Rezept, dem klassischen Chop-Suey-Rezept, dem klassischen Kartoffelsalat-Rezept u.v.a.m. Wobei Du es wieder hinbekommen hast (bei aller Leckerness, die sich in den Bildern widerspiegelt), einen Auflauf zu fabrizieren. 😉 Formbedingt zwar einen relativ flachen, aber man erkennt ihn trotzdem. 😉

      1. Ist nicht jedes Rezept auf irgend eine Art klassisch? Das klassische Schnitzel, die klassischen Bratkartoffeln, die klassischen Spaghetti mit Tomatensauce oder Sahnesauce, die klassische Zwiebelsuppe, der klassische Bohneneintopf usw. ?? 😉
        Und was hast du gegen Aufläufe? Ich mag sie, denn sie kombinieren verschiedene Komponenten einer Speise in einem leckeren kompakten Gericht und sind daher einfach nur praktisch, auch zum aufwärmen. Ich bin nun mal ein großer Fan dieser Zubereitungsform….

        1. Gegen Aufläufe habe ich absolut nichts. Aber deine diesbezügliche Vorliebe wird langsam deutlich. 😉

          Während es für Bratkartoffeln, Schnitzel, Spaghetti mit Tomatensoße oder die klassische Zwiebelsuppe doch im Vergleich recht enge Grenzen rezeptlicher Art gibt, war der Sinn meiner ironischen Aufzählung eher die Versinnbildlichung dessen, dass es für einige Gerichte eben nur eine Art “Grundprinzip”, aber nicht wirklich ein klassisches Rezept gibt. Bei der Frittata sind das eben klein geschnittene Reste, die in einer Pfanne angebraten und dann zu einem riesigen Omelett mittels Ei(ern) verbunden werden. Chop Suey ist ja ähnlich, nur dass alles im Wok angebraten wird und abschließend mit Sojasoße gewürzt. Soljanka ist dann die Resteverwertung als säuerliche Suppe. Mal sehr salopp formuliert.

          1. Gut, man kann das Frittata-Rezept natürlich auch für Reste verwenden, aber da ich eigentlich nie Reste habe, die man noch zum kochen nutzen könnte, verwende ich eben frische Zutaten. 😉
            Deiner These mit den engen Grenzen möchte ich aber widersprechen:
            Bratkartoffeln kann man mit rohen , gekochten oder gar Pellkartoffeln vom Vortag (einige schwören drauf) zubereiten. Man kann sie vegetarisch, mit Speck oder Schinken, mit oder ohne Eier und sogar mit Gemüse machen. Beim Schnitzel würde ich zuerst überlegen ob ich es paniere oder nicht, dann kann man es in der Pfanne braten, im Ofen backen oder (wie man es gerne in Restaurants macht) in der Fritteuse zubereiten. Tomatensauce für Spaghetti kann man die Sauce zum einen mit oder ohne frische Tomaten zubereiten, man kann sie mit Sahne, Milch, Brühe oder einfach nur Wasser strecken. Und so weiter. Die Grundrezepte mögen sich ähneln, aber abhängig vom Koch oder dessen Herkunft gibt es in der genauen Ausführung viele Variationen. Zwiebelsuppe kann ich nichts zu sagen, die habe ich noch nie selbst gekocht. Muß ich aber mal nachholen, die mag ich eigentlich recht gerne. Danke für die Anregung.
            Ich verstehe Rezepte daher immer eher als Orientierungshilfe, die ich dann nach eignen Vorlieben variiere. Und auch meine Rezepte sind keine “Marschbefehle”, sondern ich sehe sie als nur Anregungen zur eigenen Kreativität in der Küche.

          2. Nachtrag (nach kurzer Recherche): Zwiebelsuppe kann man mit nur mit Brühe, zusätzliche zerkleinerten Tomaten sowie mit oder ohne Sahne oder Creme fraiche kochen. Einige machen noch Cabanossi rein, während die französische Variante mit gratinierten oder pfannengerösteten Baguette serviert wird, das entweder seperat gereicht oder auch in der Suppe überbacken wird. Es gibt aber auch Varianten, bei denen man einfach die ganze Zwiebelsuppe im Ofen mit Käse gratiniert. Hier also auch eine große Vielfalt und keine engen Grenzen…

    2. Ich bin über dieses Rezept quasi “gestolpert” und fühle mich durch die tollen Erklärungen Schritt für Schritt mit den entsprechenden Fotos definitiv verführt. Das muss ich unbedingt nachkochen. Ich sehe schon, ich werde mich jetzt öfter von deinem Blog inspirieren lassen. Vielen Dank!

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