Archive for the ‘dinner’ Category

Pizza salsiccia y paprica [29.06.2022]

Mittwoch, Juni 29th, 2022

Ja, ich lebe noch. Ich weiß, ich habe lange nichts mehr von mir lesen lassen, aber ich bin einfach aufgrund von Arbeit und anderen Umständen über die ich mich hier nicht auslassen werde einfach nicht dazu gekommen etwas zuzubereiten dass es gelohnt hätte es hier zu präsentieren. Nicht mal eine Pizza. Belegte Brote, Knoblauchbaguette oder auch mal einen Obstsalat aus dem Supermarkt ist keinen Beitrag wert. Heute aber bin ich endlich mal wieder dazu gekommen eine schöne Pizza selbst zu machen. Ein bisschen bereue ich allerdings dass ich dieses Mal zum Fertig-Pizzateig von Knack & Back gegriffen habe. Qualitativ ist er ohne Frage absolut in Ordnung, aber er kommt wie die Sonntagsbrötchen oder Croissants des selben Herstellers in einer beschichteten Pappdose die man aufreißen muss. Heraus kommt ein ansehnliches Stück Teig, dass aber wohl nirgendwo auch nur Ansatzweise auf ein normales Blech passt, denn es ist viel zu lang. Also musste ich den überstehenden Teil abschneiden und an der unteren Kante wieder irgendwie befestigen. Und obwohl ich gerade geschnitten hatte erwies sich die eine Seite als dicker als die andere, weswegen es dieses Mal leider zu einer etwas schiefen Pizza kam. Aber ich seh es positiv, denn sie sieht fast schon handgemacht aus. 😉 Dennoch werde ich in Zukunft wohl doch eher wieder zu anderen Herstellern greifen.
Beim Belag entschied ich mich dieses Mal neben der üblichen Pizzasauce aus Tomaten & Kräutern sowie viel Käse für ca. 200-220g italienische Salsiccia und eine gewürfelte kleine rote Paprika. Nachdem ich mir den unförmigen Pizzateig zurechtgemacht hatte bestrich ich ihn also mit Pizzasauce, bestreute ihn mit Käse und platzierte darauf das aus der Pelle befreite und zu kleinen Kügelchen geformte Brät der Salsiccia sowie die gewürfelte Paprika. Darüber kam noch mal etwas Käse und dann ging es für ca. 18 Minuten bei 220 Grad in den vorgeheizten Ofen.
Pizza salsiccia y paprica - Finished baking / Fertig gebacken
Da das rohe Brät ziemlich fettig erschien hatte ich schon befürchtet dass es mir von der Pizza laufen oder darauf sammeln würde, doch nachdem ich sie aus dem Ofen geholt hatte war von besonders viel Fett glücklicherweise nichts zu sehen. Und auch das Fleisch schien in den achtzehn Minuten komplett durchgebacken worden sein. Also konnte ich die Pizza nach kurzer Zeit auch schon zerteilen, mit etwas getrockneten Oregano garnieren und schließlich genießen.
Pizza salsiccia y paprica - Serves / Serviert
Neben der fruchtigen Pizzasauce erwies sich die Salsiccia-Fleischwürfel dann auch gleich als Hauptgeschmacksträger dieser Pizza-Variante. Traditionell sind diese groben Rohwürste ja sowieso bereits mit italienischen Gewürzen und Kräutern abgeschmeckt, daher war es natürlich naheliegend dass sie auch auf einem typisch italienischen Gericht wie einer Pizza geschmacklich wunderbar harmonieren mussten. Dazu noch eine übliche Käsemischung aus viel Mozzarella und etwas Cheddar (für die Farbe) und natürlich nicht zu vergessen die Paprikawürfel und fertig war eine überaus gelungene neue Pizza-Kreation.

Pizza salsiccia y paprica - Side view / Seitenansicht

Im Nachhinein gesehen hätte sich hier bestimmt auch noch eine kleine Zwiebel gut in das geschmackliche Gesamtbild eingefügt, aber auch ohne war diese Pizza salsiccia y paprica einen wirklichen Leckerschmecker. Ich hoffe dass ich in Zukunft jetzt wieder häufiger zu kochen komme und wieder regelmäßiger Beiträge schreiben kann, aber wie üblich hängt das nicht alleine von mir ab. Dennoch nehme ich mir fest vor dies Blog nicht wieder zu lange ungefüttert zu lassen… 😇

Sucuk Zwiebel Pizza

Dienstag, September 7th, 2021

Heute war mal wieder ein Pizzatag angesagt. Da ich noch Sucuk, also türkische Knoblauch-Rindswurst, im Kühlschrank hatte entschied ich mich einfach diese in Kombination mit einer kleinen Zwiebel mit den üblichen Zutaten wie Pizzasauce aus Tomaten und geriebenem Mozzarella für den Belag zu verwenden. Die Zubereitung spare ich mir dieses Mal, ist ja sowieso immer das selbe. 😉
Nach nicht ganz 10 Minuten Arbeit am Pizzateig und 15 Minuten im Ofen hatte ich auch dann schon das Ergebnis vorliegen.
Sucuk onion pizza - Finished baking / Sucuk-Zwiebel-Pizza - Fertig gebacken
Leider war der Belag etwas verlaufen und sie sah auch extrem fettig aus – das Fett blubberte sogar an einigen Stellen auf dem Backpapier als ich das Blech aus dem Ofen holte. Sucuk wird nun mal aus recht fettreichem Rindfleisch gemacht und das war beim Backen im Ofen ausgetreten. Dennoch wollte ich sie natürlich probieren, daher zerteilte ich nach kurzer Abkühlphase den rechteckigen Pizzateig in vier gleich große Stücke und machte mich daran, eines davon mit etwas zusätzlichem Oregano garniert zu genießen.
Sucuk onion pizza - Served / Sucuk-Zwiebel-Pizza - Serviert
Die pikant gewürzte und mit reichliche Knoblauch versehene Rindwurst war natürlich der Hauptgeschmacksträger bei diesem schnell zubereiteten Abendgericht, aber auch die fruchtige Note der Tomatensauce und die milde Würze des Käses kamen ausreichend zur Geltung. Hinzu kam eine Zwiebelnote, die sehr gut in die geschmackliche Gesamtkomposition passte wie ich fand. Knoblauch und Zwiebeln sind natürlich keine gute Kombination wenn man nächsten Tag ins Büro muss, aber da ich weiterhin in Homeoffice arbeiten kann, konnte mir das egal sein. 😉
Sucuk onion pizza - Side view / Sucuk-Zwiebel-Pizza - Seitenansicht
Leider ist in industriell hergestellter Sucuk meist recht viel Mononatriumglutamat (oder umgangssprachlich Glutamat), also ein Geschmacksverstärker enthalten, dessen Einsatz zwar legal aber nicht unumstritten ist. Aber leider schmeckt sie wirklich sehr lecker und ich möchte ungern darauf verzichten. Vielleicht finde ich mal in akzeptabler Nähe einen Metzger, der solche Würste auch frisch herstellt, dann würde ich mich dort mal damit eindecken. Die Dinger halten im Kühlschrank mehrer Monate, sollte also kein Problem sein sie auch mal auf Vorrat zu kaufen. Aber wer weiß ob sie ohne Glutamat dann auch so gut schmecken? Ich werde es auf jeden Fall ausprobieren wenn sich mir die Gelegenheit bietet.

Pizza mit Salami, Zwiebel & Paprika [08.07.2021]

Donnerstag, Juli 8th, 2021

Heute war mal wieder Pizza-Tag bei mir angesagt. Zu Mittag hatte ich mir nur einen Joghurt gegönnt, aber Abends hatte ich Lust auf eine schnell zubereitet Pizza. Ursprünglich wollte ich ja mal eine neue Variante ausprobieren, jedoch fehlten mir dazu noch einige Zutaten weswegen ich letztlich wieder bei meinem altbekannte Rezept mit Mini-Salami, Zwiebel und Paprika landete. Das Rezept habe ich ja bereits in vorherigen Beiträgen wie hier oder dort ausführlicher vorgestellt, daher spare ich mir das heute mal und stelle nur das Ergebnis vor.
Pizza with salami, onion & bell pepper - Finished baking
Einziger Unterschied war, dass ich dieses Mal zu einer anderen Marke bei Teig gegriffen habe, die leider für mein Blech etwas zu lang war, weswegen ich etwas „stückeln“ musste – deswegen auch auch der dicke Rand am unteren Ende. Davon aber abgesehen blieb alles bei bereits mehrfach bewährten Rezept.
Pizza with salami, onion & bell pepper - Served
Kurz hatte ich überlegt die Paprika dieses Mal weg zu lassen, entschied mich aber doch letztlich für die Paprika, da ich noch mehr als genug davon vorrätig hatte. Obwohl die Pizza bestimmt auch nur mit Zwiebel und Salami immer noch sehr lecker geworden wäre. Ich war mit dem Ergebnis meines abendlichen Kochexperiments auf jeden Fall auch dieses Mal sehr zufrieden – auch wenn die dicken Ränder ein klein wenig störten. Ich mag ja eher die komplett randlose Pizza, aber heute sollte es mal eben nicht so sein. Mir hat es auf jeden Fall auch dieses Mal wieder gut geschmeckt.
Pizza with salami, onion & bell pepper - Side view

Hausgemachte Hot Dogs [18.06.2021]

Freitag, Juni 18th, 2021

Da ich noch zwei Hotdog-Brötchen von meinem gestrigen Backfisch-Burger übrig hatte, entschied ich mich heute dazu diese zu dem naheliegensten Gericht zu verarbeiten, das auch nur möglich ist: zu Hot Dogs. 😉 Zum Glück hatte ich noch Wiener Würstchen im Kühlschrank, die ich mir im Wasserbad heiß machen konnte während die Brötchen auf dem Toaster schön knusprig geröstet wurden. In der Mikrowelle wäre es mit den Würstchen wahrscheinlich schneller gegangen, aber bei dieser Methode neigen sie erfahrungsgemäß zu sehr dazu zu platzen – daher wählte ich den klassischen Weg im Wasser auf reduzierter Hitzezufuhr. Außerdem schnitt ich noch drei kleine Cornichons in dünne Scheiben. Nach die getoasteten Brötchen schnitt ich dann auf, bestrich die Innenseite mit Remoulade und belegte sie schon einmal mit den Scheiben der Gewürzgürkchen. Als die Würstchen heiß waren, landeten sie – natürlich trocken getupft – zwischen den Brötchenhälften und wurden dort mit Mayo, Ketchup und Röstzwiebeln garniert. Fertig waren meine Hot Dogs
Hot Dog - Served / Serviert
Ich weiß, normalerweise gehört noch Senf auf ein Hot Dog, aber ich mag den nur als Würzmittel in Gerichten und Saucen, nicht aber pur. Aber auch die Kombination aus Remoulade, Ketchup und Mayonaise gibt diesem legendären Wurstbrötchen, in Kombination mit Gürkchen und Röstzwiebeln, genügend Aroma und Geschmack um sie zu einem sehr leckeren Abendessen zu machen.
Hot Dog - Side view / Seitenansicht
Bei Temperaturen von über 30 Grad hatte ich verständlicherweise auch heute keine Lust auf große Kochsessions und hatte mich zum Mittag mal wieder nur mit einem belegte Brot begnügt. Aber bald muss mal wieder was richtiges kochen, sonst werden mir die Vorräte noch schlecht, die ich eingekauft habe. Also hoffe ich das der für morgen angekündigte Regen etwas Abkühlung bringt, so dass ich mich dazu hinreißen kann mich mal wieder an der Herd zu stellen….

Backfisch-Burger [17.06.2021]

Donnerstag, Juni 17th, 2021

Fried fish burger with remoulade / Backfisch Burger mit Remoulade
Die Reste meiner Pizza Hawaii waren gestern bereits aufgebraucht gewesen, doch ich konnte mich gestern Abend nicht mehr dazu hinreißen etwas frisches zu kochen und heute Mittag war es einfach zu heiß, um sich an den Herd zu stellen. Daher beschränkte ich mich zu Mittag mit einem Sandwich und machte mir am Abend etwas Backfisch im Ofen heiß, den ich beim letzten Einkauf im Sonderangebot entdeckt und mir mitgenommen hatte. Der Nordsee Backfisch mit Remoulade kostet normalerweise zwischen 2,99 und 3,29 Euro, hier wurde er aber für nur 2,39 angeboten. Da musste ich zuschlagen. 😉 Obwohl die Ersparnis nicht sonderlich hoch war. Die Packung erwies sich zwar leider als „Mogelpackung“, da ihre Länge viel größere Fischfilets hatte vermuten lassen – ich habe leider keine Fotos gemacht, das Ganze ist aber hier gut beschrieben – aber letztlich fand ich die Länge für meinen Zweck und auch aufgrund des reduzierten Preises ausreichend. Ob ich mehr als drei Euro für so etwas ausgegeben hätte, wäre fraglich.
Während die beiden Backfisch-Filets für 10 Minuten bei 220 Grad im Ofen heiß gemacht wurden, toastet ich mir zwei Hotdog-Brötchen auf auf und platzierte die fertigen panierten Fischfilets auf etwas Salat und garniert mit der beiliegenden Homann Remoulade zwischen den Brötchenhälften. Fertig waren die beiden leckerer warmer Backfisch-Burger. Qualitätiv gab es am Backfisch absolut nichts auszusetzen, nur waren sie halt leider etwas kürzer als erwartet und füllten die Brötchenhälften nicht ganz aus. Aber garniert mit würziger Remoulade trotzdem ein sehr sättigendes Abendessen. Mir zumindest hat es geschmeckt.

Pizza Regina vom Pizza Blitz [18.05.2021]

Dienstag, Mai 18th, 2021

Heute Abend habe ich – aus Not wohlgemerkt – mal gesündigt. 😉 Normalerweise esse ich ja belegtes Brot zum Abendessen, aber als ich heute Abend zu recht später Stunde etwas zu essen machen wollte, musste ich feststellen das die letzten Scheiben Brot schimmelig geworden waren. Da ich aber Hunger hatte und zwar nicht zu knapp und auch keine Lust zum kochen oder backen mehr hatte, entschied ich mich einfach dazu etwas zu tun was ich seit Jahren nicht mehr gemacht hatte: Mir zu Hause eine Pizza beim Lieferdienst bestellen. Ich will hier keine Schleichwerbung machen, daher lasse ich den Namen des übergeordneten Essenslieferanten-Dienstleisters mal aus und sage nur, dass ich aufgrund meiner Postleitzahl und Adresse unter anderem den Lieferservice Pizza Blitz City vorgeschlagen bekam und mich dann auch ohne groß zu überlegen für diesen Entschied. Das dortige Angebot umfasst neben Pizzen, Pizzabrötchen und Pizzataschen in allen möglichen Ausführungen auch Pasta-Gerichte, Salat und ein paar Burger. Aber ich wollte ja eine Pizza und entschied mich nach kurzem aus der 33 Pizza-Varianten umfassenden Liste für die Pizza Regina mit Hinterschinken und Pilzen – eine Variante die ich ja hier auch schon mal in der Osteria Zucca zu Mittag probiert hatte. Jede Pizza kann man dabei in den Größen 26m, 32cm und 40cm bestellen. Wahrscheinlich hätte mir auch die kleinste Größe fürs Abendessen gereicht, aber vorsichtshalber bestellte ich mal die 32cm Variante zum (Grund-)Preis von 7,95 Euro. Nach Auswahl von Art und Größe kann man anschließend noch aus 42(!) – natürlich kostenpflichtigen -zusätzlichen Belägen (von Ananas, über Ei, Sauce Hollandaise, Gyros, Tomaten, Kapern bis hin zu Meeresfrüchten oder Ruccola) auswählen und hat außerdem noch die Option den Rand der Pizza mit Käse oder Wurst gefüllt zu bekommen. Ich war regelrecht erschlagen von der Menge und Möglichkeiten, beschränkte mich letztlich aber darauf noch etwas Salami dazu zu nehmen, was mit zusätzlich 1,20 Euro zu buche schlug. Damit lag die Bestellung bei 9,15 Euro, was kein billiger Spaß war, aber ich gönnte mir das heute Abend mal – immerhin hatte ich seit Monaten die Ausgaben für Mittagessen gehen gespart. Da ich aber kein Bargeld im Haus hatte, bezahlte ich über PayPay und bekam nach abschicken der erst mal eine voraussichtliche Lieferzeit von 40-55 Minuten angezeigt. Nicht gerade schnell, doch der Pizza Blitz machte seinem Namen wirklich Ehre als bereits nach etwas mehr als 20 Minuten meine Hausklingel läutete und mir die bestellte Pizza geliefert wurde.
Pizza Regina - Delivered / Geliefert
Was da, noch angenehm heiß und frisch im Pizzakarton lag, war auf jeden Fall schon mal nicht aus einer italienischen Produktion, denn dann wären nicht alle anderen Belag-Zutaten dick mit Käse bedeckt gewesen. 😉 Der original italienische Pizzabäcker macht ja – zumindest sagt man es so – erst Sauce, dann Käse und zuletzt den restlichen Belag auf die Pizza. Aber ich sollte hier nicht mit rhetorischen Steinen um mich, denn ich mache es ja selbst auch so beim Pizza backen und sitze somit sozusagen im Glashaus.
Leider war die Pizza nicht vorgeschnitten – das hätte ich vielleicht bei Abgabe der Bestellung im Kommentarfeld angeben sollen – aber da ich ja glücklicherweise selber einen Pizzaroller besitze, war das schnell nachgeholt und dem Genuss stand nichts mehr im Wege.
Auf einem angenehm dünnen Teig, der aber durch den Transport in der Warmhaltebox nicht mehr ganz so knusprig war, fand sich ein wirklich sehr reichhaltiger Belag aus Hinterschinken, Salami und Pilzen auf einer dünnen Schicht angenehm fruchtiger Tomatensauce und begraben und wirklich viel viel Käse. War gut dass ich großen Hunger hatte, ansonsten hätte ich die riesige, dick belegte Pizza wohl nicht geschafft und morgen davon noch etwas aufwärmen müssen.
Pizza Regina - Side view
Was mir ein klein wenig negativ auffiel, war die große Menge an Fett, die auf die Pappunterlage getropft war – aber bei so viel Fleisch und Käse im Belag war das wohl kaum zu verhindern gewesen. Was die Menge der Toppings anging hatte man hier auf jeden Fall nicht gegeizt, sondern war eher großzügig vorgegangen und auch Qualitativ fand ich diesen absolut akzeptabel. Für den hungrigen Pizzaesser ist das sehr willkommen, aber manchmal ist weniger auch mehr. Bei Lieferdienst-Pizzen herrscht aber scheinbar häufig die „Klotzen und nicht Kleckern“-Methode vor – gut andere Beispiele dafür sieht man z.B. auch hier oder dort. Aber ich will natürlich auch nicht alle Pizza-Taxis über einen Kamm scheren. Ich bin auf jeden Fall gut satt geworden und fand die Pizza lecker, auch wenn sie doch letztlich sehr mächtig gewesen ist. 😉

Viertel Entenbrust mit Knödel & Blaukraut @ Hofbräukeller Wiener Platz [26.08.2020]

Mittwoch, August 26th, 2020

Heute Abend traf ich mich mit ein paar Kollegen zu einem gemütlichen Beisammensein im Biergarten des Hofbräukellers am Wiener Platz.

Biergarten Hofbräukeller Wiener Platz

Trotz Corona-Krise war der Biergarten überaus gut besucht, allerdings natürlich mit entsprechenden Sicherheitsvorkehrungen wie Maskenpflicht abseits vom Tisch und vorheriger Reservierung oder Ausgabe von Chips und Registrierung beim Spontanbesuch, damit die Besucherzahlen kontrolliert werden konnte. Wir hatten natürlich reserviert und einen Tisch nahe am Hauptgebäude bekommen, wo wir immer in Reichweite der überaus aufmerksamen und schnellen Bedienung saßen.
Natürlich wollten wir zum Hellen oder was immer für Getränke wir wählten auch etwas speisen, allerdings musste ich was die Preise anging etwas schlucken als ich die Speisekarte aufschlug, denn es gab eigentlich keine Hauptgerichte unter 10 Euro. Dafür gab es viele lecker klingende bayrische Spezialitäten, die alleine vom Lesen einem das Wasser im Mund zusammenlaufen ließen. Eigentlich lag das am Ende des Monats etwas oberhalb meines Budgets, aber ich war aufgrund der Viruskrise so lange nicht aus, da wollte ich mir dann doch mal etwas gönnen. Nach einigem Hin und Her entschied ich mich schließlich für 1/4 resche Bauernente mit kräftiger Orangensauce, Apfelblaukraut und kleinem Kartoffelknödel, die mit 11,70 Euro noch im unteren Preisbereich der Speisekarte lag. Immerhin kostet selbst eine Scheibe Leberkäse mit Senf schon 6,10 Euro – und das ist nicht mal ein Hauptgericht, sondern eher eine Brotzeit. Bei der Bestellung hatte ich noch die Wahl zwischen Brust oder Keule, wobei ich mich für die Brust entschied. Dazu notierte die Bedienung amüsanterweise „Titte“ auf ihren Notizblock. 😉 Aber auch für andere Gerichte gab es scheinbar Abkürzungen, so war das Zeichen für gemischtes Geschnetzeltes mit Gemüse und Röstkartoffeln, das ein Kollege gewählt hatte, einfach ein Herzsymbol – wahrscheinlich weil er Herzteller hieß. Wenn ich in so einem Lokal arbeiten würde, würde ich mir aber wahrscheinlich auch eine Art Kurzschrift überlegen. Nach angenehm kurzer Wartezeit wurden unsere Bestellungen dann auch schon serviert.

Quarter duck breast with dumpling & red cabbage / Viertel Entenbrust mit Knödel & Rotkraut

Ein großes Stück Entenbrust, viel Orangensauce und eine großzügige Portion Blaukraut wurden durch einen eher kleinen Kartoffelknödel und eine halbe Orangenscheibe ergänzt. Glücklicherweise war die Fleischausbeute an der Entenbrust sehr ergiebig, wobei die Haut schon knusprig und würzig geraten war. Teilweise war das Fleisch etwas trocken, aber das ließ sich problemlos mit der großen Menge an Orangensauce kompensieren. Dazu gab es reichlich leckeres und würziges Blaukraut in großen Mengen, so dass auch mit nur einem kleinen Kartoffelknödel sich problemlos die Sättigung einstellte. Problem war allerdings, dass es ziemlich windig war und die Speisen leider schnell abkühlten, so dass man sich mit dem Verzehr etwas sputen musste. Alles in allem aber ein sehr leckeres und doch sehr reichhaltiges Abendessen. Ich war sehr zufrieden.
Und auch der Rest des Abends gestaltete sich als überaus angenehm, wir verbrachten einen unterhaltsamen Abend bei aufmerksamer und schneller Versorgung mit Getränken aller Art. Der Biergarten des Hofbräukeller am Wiener Platz ist zwar nicht gerade günstig, aber überaus gemütlich und sehr empfehlenswert – ein schöner Platz mitten in der geschäftigen Stadt München, an dem man nach getaner Arbeit gut entspannen kann. Und mit seiner Nähe zum Max Weber Platz ist er außerdem Verkehrstechnisch überaus gut angebunden – man kann mit Tram und U-Bahn in alle Richtungen fahren und kommt auch problemlos nach Hause. Allerdings sind Parkplätze eher dünn gesäht und mit Parkschein zeitlich begrenzt, eine Anreise zu Fuß oder mit öffentlichen Verkehrsmitteln ist also zu empfehlen.

Ausflug nach Rotenburg & Pizza Sofia [22.08.2020]

Samstag, August 22nd, 2020

Aufgrund einer anstehenden Feier am Sonntag begab ich mich am heutigen Samstag nach langer Pause mal wieder in meine alte Heimat nach Nordhessen. Mit dem Zug wäre das leider zu teuer gewesen, da hätte eine Strecke ca. 90 Euro gekostet, das war einfach zu viel Daher fuhr ich mit dem Auto und kam – abgesehen von einigen kurzen Stellen mit etwas zäh fließendem Verkehr gut durch. Ein paar Mal passierte ich Regengebiete mit Platzregen, das Wetter in meinem Zielgebiet im nördlichen Landkreis Hersfeld-Rotenburg war war aber trocken und angenehm warm. Ursprünglich wollte ich bei einem guten Freund übernachten, doch leider war dieser kurzfristig im Krankenhaus gelandet und ich musste mir eine Alternative suchen und hatte mit dem einer Pension nahe der Alten Brücke in der Brückengasse in Rotenburg eine günstige und vor allem verfügbare Alternative. Die Altstadt von Rotenburg ist ja sowieso eine Perle der Fachwerkarchitektur und die meisten Häuser hier stehen auch unter Denkmalschutz. Diese Alte Brücke, die der Pension ihren Namen gibt, zwischen Rotenburger Alt- und Neustadt wurde 1882 nahe des alten Landgrafenschlosses errichtet und war die erste Verbindung über die Fulda und ersetzte die vorher bestehenden Fährverbindungen. Das originale Bauwerk wurde 1945 beim Einmarsch der Amerikaner zwar gesprengt, aber wenig später wieder Orginalgetreu aufgebaut. Erst 1968 wurde sie durch eine Auto- und verkehrs- und autogerechtere neue Brücke ein wenig weiter flußabwärts ersetzt. Heute liegt sie in einer verkehrsberuhigten Zone in der malerischen Innenstadt von Rotenburg.

Gästezimmer zur Alten Brücke - Rotenburg Rotenburg an der Fulda - Alte Brücke / Old Bridge
Links: Pension Gästezimmer zur alten Brücke – Rechts: Alte Brücke Rotenburg

Die Pensionswirtin empfing mich freundlich und zeigte mir sogleich mein Zimmer im zweiten Stock. Der Weg dorthin führte aber über zwei Steile Treppen, so wie eben in solchen alten Häusern vorkommen.

Gästezimmer zur Alten Brücke - Rotenburg - Treppen / Staircase

Das Zimmer war einfach, aber gemütlich mit einem Doppelbett, einem kleinen Schreibtisch mit Stuhl und Flachbild-Fernseher darauf und einem kleinen Kleiderschrank im Landhausstil.

Gästezimmer zur Alten Brücke - Rotenburg - Zimmer Bett / Room bed Gästezimmer zur Alten Brücke - Rotenburg - Schreibtisch / Desk
Links: Bett – Rechts: Schreibtisch & Fernseher

Außerdem gehört ein auf der anderen Seite des Flur liegendes, riesiges Bad mit geräumiger Dusche, Waschbecken und Toilette dazu, das ich exklusiv nutzen konnte.

Gästezimmer zur Alten Brücke - Rotenburg - Badezimmer / Bathroom

Und der Preis von 35 Euro ohne und 42 Euro mit Frühstück bei Einzelbelegung pro Person fand ich auch absolut akzeptabel. Ich wählte die Variante mit Frühstück, denn ich wusste dass es morgen erst nach der eigentlichen Feier um die Mittagszeit wieder etwas zu essen geben würde.
Nachdem ich mein Zimmer bezogen hatte, machte ich in der Dämmerung noch einen kleinen Spaziergang durch die Innenstadt. Seit meiner Kindheit hat sich hier wirklich viel verändert und alles was ich sehen konnte zum besseren. Man hat inzwischen das touristische Potential der Innenstadt erkannt und die Gebäude entsprechend renoviert. Wirklich sehr sehenswert.
Schließlich bekam ich noch Hunger – ich hatte für den Weg nur ein belegtes Brot mitgenommen gehabt – und ließ mich im Ristorante Pizzeria Rialto gleich um die Ecke bei meiner Pension nieder. Trotz Coronakrise war die Location wirklich gut besucht, draußen auf der kleinen Terasse waren alle Tische belegt bzw. reserviert, so dass ich mich an einen kleinen Tisch im Gastraum niederlassen musste – was bei dem schönen Wetter ein wenig Schade war. Aus der Karte wählte ich nach kurzer Durchsicht für eine Pizza mit Namen Sofia, die mit Salami und Schinken belegt sein sollte und preisliche mit 7 Euro gut in mein Budget passte. 😉 Und nach kurzer Wartezeit wurde sie auch schon serviert.

Pizza Sofia - Ristorante Rialto

Dazu gab ein Gläschen Bitburger Pils.

Bitburger Pils

Was bei der Pizza als erstes auffällt, dass man hier den Käse oben auf und nicht, wie in Italien üblich, auf die Tomatensauce gestreut. Dafür war der Pizzaboden aber wunderbar knusperig-dünn, die Tomatensauce mit ihren Kräutern erwies sich als angenehm fruchtig-würzig und auch bei Belag selbst hatte man nicht gespart. Dazu noch eine überaus großzügige Menge Käse. Im Grunde genommen sehr lecker, allerdings waren Salami und Schinken zusammen für meinen Geschmack etwas zu salzig geraten. Aber dank des Bierchens war das kein allzu großes Problem. 😉
Danach ging ich zurück in die Pension und legte mich auf Bett, wo ich noch kurz den Fernsehen anschaltete, aber dann doch bald einschlief. Das war auch gut so, denn ich musste am nächsten Tag ja früh raus – ich hatte das Frühstück für 8:00 Uhr bestellt – und das an einem Sonntag…