Archive for the ‘koch- & backexperimente’ Category

Bauernbrot – das Backexperiment

Wednesday, April 6th, 2011

Nachdem ich ja vor einigen Tagen ja bereits über die Herstellung von Sauerteig, einem Vorprodukt zum Brotbacken, geschrieben hatte möchte ich heute ein wenig über den nächsten Schritt zur Herstellung eines Sauerteigbrotes berichten. Nach einiger Recherche entschied ich mich dabei für ein Rezept für ein einfaches Bauernbrot.

Was brauchen wir also dazu:
100g Sauerteig (wie man den herstellt steht hier, man kann ihn aber auch fertig kaufen)
500g Weizenmehl (Typ 550)
270g Roggenmehl (Typ 1150)
1 TL Salz
1 TL Zucker
20g Hefe
370ml warmes Wasser

Zuerst geben wir alle oben genannten Zutaten in eine große Schüssel
01 - Zutaten mischen

und kneten sich gut durch. Hier sollte man sich wirklich etwas Zeit nehmen und alles gründlich miteinander vermengen.
02 - Kneten

Das Ergebnis sollte eine feste Teigkugel sein.
03 - Teig vor dem Aufgehen

Nun decken wir die Schüssel gut ab – ich wählte etwas Frischhaltefolie und zusätzlich ein Küchentuch – und lassen den Teig für 30 Minuten bei Zimmertemperatur gehen. Danach sollte der Teig sein Volumen deutlich vergrößert haben, bei mir funktionierte dies wunderbar.
04 - Teig gegangen

Den aufgegangenen Teig formen wir nun auf einer mit Mehl ausgestreuten Fläche zu einem Brotlaib und geben ihn auf ein Backblech welches wir am besten vorher mit einem Blatt Backpapier auslegen.
05 - Formen und auslegen

Mit einem scharfen Messer schneiden wir schräg einige Dehnfugen in die Oberfläche des Brotlaibes und decken das Backblech mit dem Laib darauf mit einem Küchentuch ab.
06 - Abgedeckt gehen lassen

Für zwei bis zweieinhalb Stunden lassen wir das Brot nun weiter gehen. Nach einer Stunden war es bereits gut an Volumen zugenommen,
07 - Gegangen 01

während es in der zweiten Stunde nicht mehr allzu viel an Umfang zunahm. Dabei muss ich zugeben dass die Größe des Laibes meine Erwartungen bei weitem übertroffen hatte.
08 - Gegangen 02

Den Backofen heizen wir etwa fünfzehn Minuten vor dem Ende der Gehzeit auf 190 Grad vor und schieben das Backblech dann auf der mittleren Schiene dort hinein.
09 - Backen 01

Nach einer halben Stunde hat sich der Bräunungsgrad schon einmal gut verbessert, aber das ist erst die Halbzeit.
10 - Backen 02

Nach einer Stunde können wir den Backvorgang beenden
11 - Backen 03

und lassen das Brot auf einem Gitterrost einige Zeit abkühlen. Zuvor sollten wir aber noch kurz mit dem Fingerknöchel auf die Unterseite des Laibes klopfen – klingt es hohl ist das Brot durchgebacken. Ich nutzte für den Abkühlprozess einfach einen umgedrehten Rost aus meinem Backofen. Dabei sollten wir trotz des leckeren und verlockenden Duftes der Versuchung widerstehen das Brot sofort anzuschneiden, davon wurde laut meiner Recherche in mehreren Quellen abgeraten da es wohl dann zusammenfallen könnte.
12 - auskühlen

Nach ca. 30 bis 40 Minuten können wir es schließlich wagen und unseren Brotlaib anschneiden.
13 - Brotscheiben

Das noch warme, knusprige Brot erwies sich als ein wirklicher Genuss, ich ließ es mir nicht nehmen gleich einige Scheiben zum Abendbrot zu verzehren und konnte dabei mein erstes erfolgreich gebackenes Sauerteigbrot wirklich genießen.
14 - Angeschnitten

Die Kruste war meiner Meinung nach genau richtig geraten, nicht zu dünn und nicht zu dick – und auch das Innere erwies sich als angenehm weich und “fluffig” so wie ich es mag. Und auch am für Sauerteigbrot typischen Aroma gab es absolut nichts auszusetzen.
15 - Closeup

Zum Schluss möchte ich noch gestehen dass hier erst mein zweiter Backversuch erfolgreich gewesen ist. Aufgrund eines falschen Rezeptes hatte ich bei dem ersten Versuch zu viel Mehl verwendet und das Brot etwas zu lange gebacken. Das Ergebnis war ein etwas zu hart geratenes und äußerlich nicht allzu ansehnliches Brot, das ich leider größtenteils entsorgen musste.

Aber aus diesem kleinen Misserfolg hatte ich meine Lehren gezogen und war beim zweiten Versuch wie man hier sieht erfolgreich. Natürlich werde ich weitere Versuche in dieser Richtung starten und hier darüber berichten – mit genügend Zeit und etwas mehr Erfahrung bin ich sicher dass ich meine Kenntnisse in der Brotbackkunst noch ausbauen kann. Natürlich reizt es mich dabei auch die Versuche auf Vollkornbrot auszudehnen. Es wird also in nächster Zeit mit Sicherheit noch weitere Berichte in dieser Richtung geben.

Sauerteig selbst herstellen – das Backexperiment

Saturday, April 2nd, 2011

In den letzten Tagen hatte ich mich mal mit der Zubereitung von Sauerteigbrot beschäftigt. In diesem Beitrag soll es dabei um die Zubereitung des ersten Vorteiges, einem Sauerteig gehen. Dabei handelt es sich um ein Gärprodukt aus zwei einfachen Zutaten, nämlich Roggenmehl und lauwarmen Wasser. Durch die in jeder Mehlsorte enthaltenen homofermentativer, also milchsäureproduzierender, sowie heterofermentativer, also sowohl milch- als auch essigsäureproduzierender, Bakterien entsteht dabei ein seit tausende Jahren von Menschen verwendetes Triebmittel das nicht nur den Geschmack eines Brotes verbessert, sondern es auch ernährungsphysiologisch aufwertet. Und die Herstellung ist wirklich nicht schwer, braucht aber etwas Zeit, die ich mir diese Woche einmal nahm.

Wir benötigen also:

2 x 100g Roggenmehl (Typ 1050 oder besser Typ 1150 – ich nahm Typ 1150)
01 - Zutat Roggenmehl

2 x 100ml lauwarmes Wasser
02 - Zutat lauwarmes-Wasser

1 x 200g Roggenmehl
1 x 200ml lauwarmes Wasser
1 Schüssel
etwas Folie oder eine Plastiktüte zum verpacken
n.b. ein Küchentuch zum zusätzlichen Abdecken und wärmen.

Zuerst geben wir Wasser und Mehl in die Schüssel
03 - Vermischen

und verrühren alles gut miteinander.
04 - verrühren

Ist alles zu einer einheitlichen Masse vermengt
05 - Endmasse - Tag 1

Verpacken wir das Ganze in einer Tüte oder decken es alternativ mit Folie ab
06 - Verpacken

um es dann für mindestens 24 Stunden an einem warmen Ort zu lagern. Ich wählte einer Fensterbank über einer Heizung deckte es dabei noch zusätzlich mit einem Geschirrtuch ab.
07 - warm lagern

Am nächsten Tag hat sich noch nicht viel verändert.
08 - nach 24 Stunden

Wir nehmen noch mal 100g Roggenmehl
09 - Mehl

und geben es mit noch einmal 100ml lauwarmen Wasser in die Schüssel.
10 - Mit lauwarmen Wasser aufgießen

Wieder verrühren wir alles
11 - verrühren

und lagern es gut verpackt für weitere 24 Stunden auf der Heizung oder einem anderen warmen Ort.

Das Prozedere wiederholen wir nach einem Tag ein weiteres Mal, nur dieses Mal mit der doppelten Menge an Mehl und Wasser. Ich habe dabei auch Rezepte gefunden die mit 3 mal 100g Mehl und 100ml warmen Wasser arbeiten, ich wählte jedoch diese Methode.

Am dritten Tag sollte das Ergebnis dann in etwa so aussehen:
13 - Endergebnis

Die Wasser-Mehl-Masse sollte leichte blasen geworfen haben und dabei einen leicht säuerlichen Geruch ähnlich wie bei sauren Äpfeln verströmen. Die Masse können wir dann gleich zum backen verwenden oder sie auch drei bis vier Tage Gefahrlos im Kühlschrank aufbewahren. Zur längeren Aufbewahrung kann man den Sauerteig entweder einfrieren, es auf Backpapier dünn auszustreichen und dort trocknen zu lassen oder es mit zusätzlichem Mehl auszukrümeln und zu trocknen. Ich werde die eine oder andere Methode in den nächsten Tagen mal testen und darüber natürlich hier berichten – nachdem ich über getestet habe wie man mit Sauerteig bäckt. Bald also mehr hier über das backen mit Sauerteig.

Käse-Rührei mit Speck und Kräutern (Reste-Rührei)

Thursday, March 31st, 2011

Käse-Rührei mit Speck und Kräutern

Hatte noch Eier im Kühlschrank die genau bis heute Haltbar waren. Da entschloss ich mich spontan mir heute Abend mal ein Rührei zu machen.
Man nehme also:
4 Eier
1 mittlere Zwiebel
120ml Milch
1/2 TL Kräuter der Provence (TK)
150g Speckwürfel (mussten bei mir auch mal verbraucht werden)
50-60g geraspelter Gouda (Reste von anderen Kochexperimenten)
Muskatnuss (frisch gerieben)
Edelsüßes Paprikapulver
Salz
Schwarzer Pfeffer
etwas Olivenöl

Die Zwiebel würfeln wir und schwitzen sie glasig mit dem Olivenöl in einer Pfanne an. Dazu geben wir die Baconwürfel und braten sie mit an. Die Eier schlagen wir auf und verquirlen sie mit der Milch. Dann würzen wir alles mit Muskat, Pfeffer, Salz und Paprikapulver und rühren den Käse ein. Ist der Speck gut angebraten, geben wir das verquirlte Ei dazu und braten ebenfalls mit an. Ist alles gut angebraten, geben wir es auch einen Teller, garnieren es mit etwas Petersilie (das Auge isst ja mit) und dann heißt es guten Appetit.

Für ein spontan aus Resten gekochtes Abendessen sehr lecker muss ich sagen. So verwertet man gerne seine Überbleibsel aus früheren Kochaktionen. 😉

Kastenweißbrot / American Soft Bread – das (Back-)Rezept

Sunday, March 27th, 2011

Heute wollte ich mal meine Backkenntnisse vertiefen und entschied mich dazu, mich am Brotbacken zu versuchen. Das erste Rezept das ich in diesem Zusammenhang mal probieren wollte, war ein einfaches Kastenweißbrot nach Amerikanischer Art (American Soft Bread).

Wir benötigen:

30g Butter
01- Zutat Butter

150g Weizenmehl (Typ 405)
02 - Zutat Mehl 405

300g Weizenmehl (Typ 550)
03 - Zutat Mehl Typ 550

1 Päckchen Trockenhefe
04 - Zutat Trockenhefe

280ml Milch
05 - Zutat Milch

1 gestrichenen EL Zucker
06 - Zutat Zucker

1/2 TL Salz
07 - Zutat Salz

Zuerst geben wir alle Zutaten in eine große Schüssel
08 - Zutaten in Schüssel

und kneten dann alles einige Minuten mit dem Knethaken durch. Ich verwendete zum Schluß auch noch die Hände um den Teig glatt zu ziehen.
09 - Kneten

Den fertigen Teig
10 - vor dem aufgehen

decken wir dann ab und lassen ihn eine Stunde ruhen und etwas gehen.
11 - abgedeckt lagern

Danach hat er sein Volumen vergrößert
12 - Teig aufgegangen

und wir kneten ihn noch einmal kurz durch
13 - auskneten

bevor wir ihn in eine eingefettete Kastenform geben und noch einmal für einmal für etwa eine Stunde abgedeckt ruhen.
14 - In Form geben

Nach etwa einer Stunde sollte er noch einmal ein wenig aufgegangen sein
15 - noch mal aufgegangen

worauf hin wir ihn auf der Oberfläche etwas einritzen
16 - einritzen

und dann den Backofen auf 175 Grad vorheizen. Ist der Backofen aufgeheizt, geben wir die Form hinein und lassen das ganze etwa 40 Minuten backen.
17 - Backen

Das Ergebnis konnte sich – zumindest für meinen ersten Brotbackversuch – sehen lassen wie ich fand.
18 - fertig gebacken

Auf einem Rost ließ ich es für einige Zeit auskühlen – ich hatte nämlich gelesen dass man frisch gebackenes Brot nicht sofort anschneiden sollte. Auf einen Rost sollte man Brot übrigens legen weil es ansonsten von unten anfängt zu nässen. Ob das Brot durchgeabcken ist kann man übrigens einfach testen, indem man mit dem Fingerknöchel auf den Brotboden klopft. Klingt es hohl ist es durch.
19 - auskühlen lassen

Nach einer halben Stunde war der Laib aber dann so weit abgekühlt, dass ich es wagen konnte ihn anzuschneiden.
20 - angeschnitten

Der Geschmack erwies sich zwar als leicht süßlich, aber ich fand dass es trotzdem auch ganz gut zu kräftigen Belägen wie Wurst passte. Ich hatte zwar erwartet, dass das Brot beim Backen etwas mehr aufgeht, doch auch so war es absolut genießbar und lecker.

21 - Struktur

Frisch schmeckt es natürlich am besten, aber ich bin sicher dass es sich einige Tage in einer luftdichten Tüte auch noch halten wird. Für mein erstes Backexperiment war ich auf jeden Fall mit dem Ergebnis recht zufrieden. Macht Lust auf mehr – mal schauen was es noch so an Backrezepten gibt… 😉

Lasagne al forno – das Rezept

Saturday, March 26th, 2011

Irgendwie war mir heute mal wieder nach Lasagne gewesen. Also wälzte ich einige Rezepte und stellte mir daraus ein eigenes zusammen. Dabei entschied ich mich dazu, möglichst wenig Fertigprodukte zu verwenden, welche die Zubereitung vielleicht vereinfacht hätten – wenn ich am Wochenende koche scheue ich selten den Aufwand einige Zutaten auch mal selbst zuzubereiten, ich finde das schmeckt einfach besser. Auch wenn die Verwendung von Béchamelsauce bei Lasagne wegen ihrer hohen Fettwerte immer gerne kritisiert wird und es durchaus Alternativen gibt, wählte ich hier jedoch die klassische Zubereitung mit dieser Sauce.
Aber genug der langen Vorrede, kommen wir nun zum heutigen Kochexperiment: Einer Lasagne al forno, so zumindest die Bezeichnung hier in Deutschland. In Italien bezeichnet man diese Zubereitungsform wohl eher als Lasagne pasticciate bzw. Lasagne alla casalinga.

Was benötigen wir also für eine Auflaufform – das entspricht 3-4 Portionen (je nach Appetit).

Für die Bolognese-Schicht brauchen wir

300g Rinderhack / Mett / Faschiertes
01 - Zutat Rinderhack

1 mittelgroße Zwiebel
02 - Zutat Zwiebel

130g Knollensellerie
03 - Zutat Knollensellerie

130g Möhren / Karotten
04 - Zutat Möhren

2 Knoblauchzehen
05 - Zutat Knoblauchzehen

75g durchwachsenen Speck
06 - Zutat Speck

1 Dose geschälte Tomaten (400g)
07 - Zutat geschälte Tomaten

1 TL Italienische Kräuter – eine Mischung aus roten Zwiebeln, Petersilie, Basilikum, grünem Knoblauch, Oregano und Thymian, die man auch als TK-Ware kaufen kann. Ich hatte mich hier für ein Produkt von Iglo im praktisch wiederverschließbaren Becherchen entschieden, gibts aber auch noch günstiger in einfachen Pappverpackungen. Wer will kann das ganze natürlich auch selbst mischen, ich wüßte aber jetzt auch Anhieb nicht wo ich grünen Knoblauch finden könnte… 😉

12 - Zutat Italienische Kräuter 13 - Zutat Italienische Kräuter - Packung

2 EL Tomatenmark
14 - Zutat Tomatenmark

einen Schuß trockenen Rotwein
11 - Zutat Rotwein

sowie etwas Olivenöl zum anbraten und Salz und Pfeffer nach Belieben zum Würzen.

Für die Bechamel-Sauce benötigen wir des weiteren

40g Butter
08 - Zutat Butter

40g Mehl (Weizenmehl Typ 405)
09 - Zutat Mehl

250ml Milch (1,5% Fett)
10 - Zutat Milch

333ml Fleischbrühe
15 - Zutat Fleischbrühe

ca. 170ml fettreduzierte Sahne zum Kochen (200g)
16 - Zutat Sahne

75g Käse – ich nahm hier Edamer, es geht aber natürlich auch Gouda oder Emmentaler. Hinzu kommt natürlich noch eine weitere Menge Käse zum bestreuen der fertigen Lasagne
17 - Zutat Emmentaler

sowie zum Würzen Salz, Pfeffer und Muskatnuss.

Außerdem benötigen wir

ca. 6 Platten Lasagne – am besten die Variante ohne Vorkochen
18 - Zutat Lasagneplatten

Kommen wir nun zur Zubereitung. Die ersten Schritte ähneln grob meiner Bolognese-Sauce, ich habe aber einige Details hier geändert, daher gehe ich auf den kompletten Prozess ein.

Zuerst schälen, waschen und zerschneiden wir Knollensellerie und Karotten und zerkleinern sie sehr fein – ich verwendete hierzu die Küchenmaschine.

19 - Möhren raspeln 20 - Sellerie raspeln

21 - Gemüse geraspelt

Die Zwiebel schälen wir und würfeln wir fein. Ich hätte zwar auch hier wieder die Küchenmaschine nehmen können, ich finde aber dass Zwiebeln ihren Geschmack weitaus besser entfalten wenn man sie nicht allzu sehr zerkleinert.
22 - Zwiebel würfeln

Außerdem schneiden wir den Speck in kleine Würfel. Hier hätte man natürlich auch fertig gewürfelten Speck verwenden können, aber da ich diesen noch im Kühlschrank hatte und er verbraucht werden musste verarbeitete ich ihn vom Stück.
23 - Speck würfeln

Speck und Zwiebeln und in der Knoblauchpresse gepresste Knoblauchzehen braten wir nun in einer Pfanne oder einem Topf mit etwas Olivenöl an.
24 - Speck und Zwiebeln anbraten

Dann fügen wir das Rindergehackte hinzu und braten es krümelig an bis es gräulich wird.
25 - Gehacktes anbraten

Es folgen nun die 2 EL Tomatenmark, die wir unter das Gehacktes heben und kurz mit anschwitzen,
26 - Tomatenmark mit anschwitzen

dann geben wir die geraspelten Möhren und das Sellerie hinzu,
27 - Karotten und Sellerie hinzu

vermischen es gut mit den anderen Zutaten und braten es ebenfalls für einige Minuten mit.
28 - anbraten

Als nächstes geben wir die geschälten Tomaten samt Saft in die Pfanne und lassen sie kurz mit bruzzeln. Dabei sollte sie langsam etwas zerfallen, wenn nicht können wir mit einem Pfannenwender auch etwas nachhelfen.
29 - Tomaten rein

Nun geben wir den Teelöffel mit den italienischen Kräutern hinzu und heben sie unter
30 - Mit Kräutern würzen

um das ganze noch abschließend mit Salz und Pfeffer zu würzen.
31 - Mit Salz und Pfeffer würzen

Zum Schluss löschen wir alles mit einem Schuss Rotwein ab, mischen diesen gut unter und lassen es auf niedriger Stufe zu einer dicklichen Masse köcheln.
32 - Mit Rotwein ablöschen

Während die Bolognese vor sich hin köchelt, wenden wir uns der Zubereitung der Béchamelsauce zu. Dazu lassen wir zuerst die Butter in einem Topf zergehen
33 - Butter zerlassen

und geben dann unter ständigem Rühren mit einem Schneebesen das Mehl nach und nach zu der Butter. Hier sollte das Ganze nach Möglichkeit nicht dauerhaft verklumpen, wenn es aber doch passieren sollte können wir alles durch ein feines Sieb pressen und dadurch wieder “entklumpen”.
34 - Mehl einrühren

Anschließend geben wir Fleischbrühe, Milch und Sahne in den Topf, vermengen alles gut mit dem Butter-Mehl-Gemisch und lassen es kurz aufkochen.
35 - Brühe, Sahne und Milch hinzu

Nachdem wir die Platte wieder auf eine niedrigere Stufe gestellte haben, geben wir den Käse hinzu und lassen in gelegentlichem Rühren in der Sauce schmelzen.
36 - Käse rein

Zuletzt würzen wir alles noch mit Salz, Pfeffer und Muskatnuss (die ich hierzu frisch rieb) und lassen es kurz auf niedriger Stufe köcheln. Sobald die Masse eindickt, nehmen wir sie sofort von der Platte und stellen diese ab.
37 - würzen

Nachdem wir den Ofen auf 180Grad zum vorheizen eingestellt haben, kommen wir nun zur Schichtung unserer Lasagne. Dazu fetten wir mit etwas Butter eine Kasten- oder Auflaufform aus und bestreichen den Boden mit etwas von der Béchamelsauce.
38 - mit Bechamelsauce bestreichen

Dann legen wir den so bestrichenen Boden der Form mit Lasagneplatten aus, wobei die Sauce primär dazu da ist zu verhindern dass die Platten bei den folgenden Schritten hin- und her rutschen.
39 - Lasagneplatten hinein

Auf die Lasagneplatten geben wir eine dünne Schicht der Bolognesesauce
40 - Bolognemischung drauf

und bestreichen sie wieder mit Béchamelsauce.
41 - Mit Sauce bestreichen

Darauf kommt wieder eine Schicht Lasagneplatten
42 - weitere Schicht Platten

eine weitere Schicht Bolognese
43 - noch mal Bolognesmischung drauf

und wieder etwas Béchamel.
44 - Sauce darüber

Auf eine letzte Schicht von Lasagneplatten
45 - noch mal Lasagneplatten

geben wir dann den Rest der Bolognese-Mischung
46 - Rest Bolognese drauf

sowie noch einmal etwas Sauce
47 - Bechamelsauce

und bestreuen das Ganze dann mit geraspelten Käse.
48 - Mit Käse bestreuen

Ist der Ofen auf 180 Grad vorgeheizt, schieben wir die Form auf der mittleren Schiene ein und lassen sie dort für ca. 45-50 Minuten überbacken.
49 - Im Ofen überbacken

Ich war bei der ersten Schicht mit der Bolognese etwas zu großzügig umgegangen, daher reichte es nicht mehr ganz für die obere Schicht – wenn man aber etwas sparsamer damit umgeht, reicht die Menge meiner Einschätzung genau für eine klassische Drei-Schichten-Lasagne.

Sobald der Käse geschmolzen und schon goldbraun gebacken ist, hier ist natürlich auch Augenmaß und nicht nur die Vorgabe von 45 Minuten maßgeblich, können wir die Lasagne aus dem Backofen entnehmen.
50 - fertige Lasagne

Am besten lassen wir sie nun vor dem Anschneiden für einige Minuten ruhen, da sie wie mehrere Rezeptschreiber in meinen Quellrezepten warnten, ansonsten zusammenfällt. Habe ich zwar noch nie erlebt, aber ich hielt mich dennoch dran – schaden konnte es jedenfalls nicht. Nach kurzer Ruhezeit können wir den Inhalt der Form leicht mit Hilfe eines Pfannenwenders zerteilen und servieren.
51 - Lasagne - serviert

Meine Kreation erwies sich bereits nach den ersten Bissen als mehr als nur gelungen – nein – sie war absolut genial geworden und zählte wohl zu einer der besten Lasagnen die ich jemals verzehrt habe. Ob das nun die Kräuter, die Béchamelsauce oder einfach nur die Kombination war, die diese Lasagne so herausragend hatte gelingen lassen kann ich dabei leider nicht sagen, aber der Geschmack war wirklich einmalig. Ich hätte mich regelrecht reinknien können, aber mehr als die Hälfte der Auflaufform schaffte ich beim besten Willen nicht.

51 - CloseUp

Was die Kalorienwerte angeht ist so ein Gericht natürlich nichts für Leute mit Diätbestrebungen, 40g Butter haben da schon einiges an Fett zu bieten und da hilft auch die Verwendung von fettarmer Milch und fettreduzierter Sahne nur wenig. Aber das war es mir wert gewesen – dieses Rezept bekommt einen Ehrenplatz in meiner Rezeptsammlung und wird mit Sicherheit nicht das letzte Mal auf meinem Speiseplan gestanden haben. Natürlich hätte man hier noch mit einem Lorbeerblatt in der Bolognesesauce, anderen Gewürzen oder verschiedenen Käsesorten experimentieren können – und ich bin nicht abgeneigt diese Zubereitung trotz des wunderbaren Geschmackes trotzdem noch mal zu variieren – aber für heute kann ich nur sagen dass ich absolut zufrieden mit dem Ergebnis war. Den Rest tue ich nach dem Abkühlen abgedeckt in den Kühlschrank, ein bis zwei Tage sollte sich das Ganze dort halten. Sobald ich getestet habe inwieweit man so eine Lasagne in der Mikrowelle aufwärmen kann, werde ich das natürlich hier festhalten.

Nachtrag: Mehr zum Thema aufwärmen dieses Gerichtes gibt es hier zu lesen.

Guten Appetit