Archive for the ‘kulinarisches’ Category

Gemüseauflauf & Käse-Abendbrot [11.04.2019]

Thursday, April 11th, 2019

Leider musste ich wegen einer kleineren Sache für ein paar Tage – wie bereits seit längerem geplant – ins Krankenhaus, genauer gesagt in die Außenstelle des Klinikums rechts der Isar in der Biedersteiner Straße nordwestlich des Englischen Gartens. Zum Einchecken sollte ich bereits um 7:30 Uhr dort vorstellig werden, das hieß für mich um kurz nach 6:00 Uhr aufstehen, damit ich noch in Ruhe duschen und mir ein Taxi dort hin bestellen konnte. Frühstücken oder ein Kaffee war nicht mehr möglich, denn ich sollte “nüchtern” dort einchecken.
Glücklicherweise kam das Taxi, das ich schon am Vorabend via Internet bestellt hatte, pünktlich um 7:00 Uhr. Es waren zwar etwa 7 km über den mittleren Ring bis dorthin, aber dank morgendlicher Rush-Hour und parallel stattfindender Bauma wollte ich lieber etwas mehr Zeit einplanen. Doch obwohl der Verkehr auf dem mittleren Rin sich mehr als nur zähfließend erwies, schaffte mein Taxi die Strecke in weniger als 20 Minuten, so dass ich eigentlich viel zu früh am Klinkgebäude eintraf.

Poliklinik Biedersteiner Straße

Der Pförtner empfiehl mir eine Nummer zu ziehen, obwohl ich ihm sagte ich seie zur Stationären Aufnahme hier. Als ich als als zweiter, eine Person war noch früher als ich dort gewesen, aufgerufen wurde, stellte sich aber heraus dass man hier nur für die ambulante Behandlung vorsprechen müsste, die stationäre Aufnahme war zwei Türen weiter in einem Seitengang. Nach kurzer Wartezeit kam ich dort schließlich an die Reihe, musste meine Krankenkasse vorzeigen und einige persönliche Fragen beantworten, anschließend erhielt ich meine Unterlagen und wurde auch Station geschickt. Dort musste ich wiederum warten, bis man mir schließlich mein Bett in einem Vierbettzimmer zuwies.
Dann hieß es wieder warten – ich durfte mir derzeit bereits mein Mittagsmenu für morgen aussuchen – bis eine junge Ärztin zu mir kam und mir einige weitere Fragen stellte (Allergien, ob ich in letzter Zeit einen Herzinfarkt hatte und ähnliches – was ich aber alles verneinen konnte). Außerdem brachte man mir ein Hemdchen für den OP-Saal. Ich zog mich um und wartete weiter, bis man mich schließlich abholte und ins Erdgeschoss brachte wo ich vor dem OP auf einer eher ungemütlichen Holzbank wieder warten musste. Schließlich ging es aber recht schnell, indem man mich in den OP brachte, mir ein Beruhigungsmittel und wenig später die Narkose versetzte.
Ich weiß nicht wie lange ich weg gewesen war, als ich dann wieder im selben Raum erwachte, betreut vom Anästhesisten und einer Schwester. Man wartet noch kurz bis sichergestellt war dass ich kreislauftechnisch stabil war, dann brachte man mich zurück auf Station, wo ich mich weiter erholen konnte. Jetzt machte sich auch der Hunger bemerkbar, immerhin hatte ich seit dem Abendbrot gestern nichts mehr zu mir genommen. Zum Glück brachte man kurz darauf auch schon das Mittagessen. Natürlich bekam ich das, was über war, da ich ja nicht vorbestellen hatte: einen Gemüseauflauf, dazu eine Schüssel Kurkumasauce, einen Salat mit Joghurtdressing, einen Schokopudding, ein kleines Stück Kuchen und eine Orange.

Vegetable casserole / Gemüseauflauf - Poliklinik Biedersteiner Straße

Ich hielt die Kurkumasauce für eine Suppe und verzehrte sie entsprechend, im Nachhinein gesehen denke ich aber eher, dass sie als Garnitur für den vegetarischen Auflauf aus Kartoffeln, Möhren, Blumenkohl gedacht gewesen ist. Der Auflauf war aber auch so ganz ok, nicht zu trocken und nicht zu lasch gewürzt. Und auch am knackigen Blattsalat gab es nichts auszusetzen. Den Pudding fand ich etwas dünn geraten und auch etwas zu süß, zumal mit dem Stück nicht allzu trockenen Streuselkuchen ja noch mehr süßes Bestandteil der Mahlzeit war. Ganz zu schweigen von der Orange, die ich mir allerdings für später aufhob.
Den Nachmittag über erholte ich mich weiter von der Narkose, konnte mir später sogar noch eine Patienten-Servicekarte am Automaten im Erdgeschoss besorgen, die mich zur Nutzung des Fernseher und des Patienten-WLAN berechtigte.

Patienten-Servicekarte Klinikum rechts der Isar TU München

Der Preis lag bei 20 Euro, 10 Euro Pfand für die Karte und 10 Euro Guthaben. Internet ist nach Kauf der Karte frei, für Fernsehen gehen 6 Euro zusätzlich vom Guthaben ab, um das Paket fürs Fernsehen mit 2 Sky Sport-Kanälen ab. Mal schauen wie lange das ausreicht.
Bereits um kurz nach 17:00 Uhr wurde schließlich das Abendessen serviert. Da ich, wie schon erwähnt, nicht vorbestellt hatte, erhielt ich vier Scheiben Brot, je zwei Weißbrot und Mischbrot, mit vier Scheiben Käse ­čžÇ und Butter. Außerdem Fenchel-Ananas-Salat und einen Apfel. Nicht unbedingt mein Wunschabendbrot und ich äußerte mein Bedauern gegenüber der Servicekraft, die das Essen servierte, worauf hin sie versprach zu sehen was sie noch für mich tun kann.

Cheese-Dinner / Käse-Abendessen - Poliklinik Biedersteiner Straße München

Der Fenchel-Salat war nicht so mein Ding, aber über Käse und Brot kann ich nicht meckern. Und siehe da, als ich bereits mit dem Essen fertig war kam die Servicefachkraft noch einmal zurück und bot mir einen kleinen Nachschlag an. Da ich wirklich noch ein wenig Kohldampf hatte, nahm ich die beiden Scheiben Schwarzbrot sowie den Schinken samt Salami gerne an.

Schwarzbrot, Schinken & Salami - Poliklinik Biedersteiner Straße München

Später gab es noch einmal eine kurze Visite und einen Verbandwechsel, dann wurde es ruhig auf der Station. Einige meiner Zimmergenossen gingen bereits früh zu Bett und da ich trotz längeren Zappens auch nichts im Fernsehen entdeckte, was mich dazu bewegen konnte wach zu bleiben begab auch ich mich früh zur Ruhe. Nach dem frühen Aufstehen und der OP sollte das verständlich erscheinen. Mal sehen was der morgige Tag so bringt und wie lange ich hier bleiben muss. Ich hoffe nicht allzu lange, denn zu Hause ist es eindeutig am schönsten… ­čśë

Gratiniertes Putensteak mit Dijon-Hollandaise & Kroketten [10.04.2019]

Wednesday, April 10th, 2019

Mit einem Putensteak mit Tomate und Mozzarella gratiniert, dazu Dijonsenf-Hollandaise und Kroketten stand heute im Abschnitt Tradition der Region ein Gericht auf der Speisekarte, das laut meinen inzwischen fast 10 Jahre zurückreichenden Aufzeichnungen noch nie in unserem Betriebsrestaurant angeboten wurde. Da konnte ich nicht anders als bei diesem Angebot zuzugreifen. Alternativ wäre vielleicht noch der Gebackene Hoki auf pikanter Kartoffel-Bohnenpfanne aus dem Abschnitt Vitality in Frage gekommen. Der Große Salatteller mit Parmesandressing, BBQ Chicken Wings und Baguette sah zwar auch nicht schlecht aus, vor allem waren die Chicken Wings wirklich ansehnlich groß, aber ich bin nicht so der Salatteller-Typ. Und für die Asia-Thai-Angeboten wie Gebratener Eierreis mit Gemüse in Süß-Saurer-Sauce oder Rindfleisch mit Broccoli und Karotten in Austernsauce konnte ich mich auch nicht so recht begeistern. Aber das sind sowieso nur theoretische Überlegungen, denn ich hatte mich ja bereits für das gratinierte Putensteak entscheiden.

Gratinated Turkey steak with dijon mustard hollandaise & croquettes / Gratiniertes Putensteak mit Dijonsenf-Hollandaise & Kroketten

Das Putensteak erwies sich, obwohl gebacken, als überaus saftig und angenehm zart. Dabei gaben die teilweise ebenfalls noch schön saftigen Tomatenwürfel unter der Käseschicht ihm zusätzlich noch eine leckere fruchtige Note. Dazu passte wunderbar die cremige Sauce mit ihrer leichten, aber keinesfalls dominanten Dijonsenf-Note, die mir trotz meiner leichten Abneigung gegenüber reinem Senf doch sehr gut gefiel. Und auch die heißen und außen angenehm knusprigen Kroketten mit ihrer weichen Kartoffelbreifüllung passten wunderbar in die geschmackliche Gesamtkombination. Die Zusammenstellung Fleisch + Sauce + Sättigungsbeilage ist zwar die einfachste aller klassichen Menu-Zusammenstellungen, aber aufgrund ihrer Wandlungsfähigkeit ergeben sich immer wieder interessante und schmackhafte Kombinationen. Ich war auf jeden Fall zufrieden und würde jederzeit wieder zugreifen, wenn das Gericht erneut auf der Speisekarte auftaucht.
Und auch der Zuspruch der anderen Gäste schien recht groß, denn das gratinierte Putensteak konnte sich mit einem kleinen, aber klaren Vorsprung den ersten Platz auf der Allgemeinen Beliebtheitsskala sichern. Auf Platz zwei sah ich das Hokifilet, das aber nur knapp vor den Asia-Gerichten lag, die somit den dritten Platz belegten. Der Salatteller mit BBQ-Hähnchen belegte nur eine haaresbreite dahinter den vierten Platz.

Mein Abschlußurteil:
Gratiniertes Putensteak: ++
Dijon-Hollandaise: ++
Kroketten: ++

Fleischpflanzerl mit Bratensauce & Röstkartoffeln [09.04.2019]

Tuesday, April 9th, 2019

Das heutige Angebot in unserem Betriebsrestaurant klang zumindest im Intranet gar nicht so schlecht. Wären keine Butternudeln, die ich ja nicht so mag, dabei gewesen, hätte ich vielleicht sogar beim Rindergeschnetzeltes mit grünem Spargel in Sherry-Rahmsauce und Butternudeln aus dem Abschnitt Globetrotter der Tageskarte zugegriffen. Und auch die Gnocchi mit Egerlingen, Austernpilzen und Blattspinat bei Vitality lasen sich gut und ich hatte früher auch gute Erfahrungen mit ihnen gemacht. Selbst an der Asia-Wok-Theke stand, neben Gebratenen Tofu mit Gemüse in Erdnußsauce mit Gebackenen Seelachs mit Gemüse in Kokosmilchsauce ein durchaus akzeptables Gericht auf dem Speiseplan. Doch letztlich griff ich dann doch wieder beim Hausgemachten Fleischpflanzerl mit Bratensauce und Röstkartoffeln bei Tradition der Region zu, ich stehe nun mal auf Fleischpflanzerl alles Art. Leider entdeckte ich nichts passendes dazu an der Salattheke und das Gemüse an der Gemüsetheke sah mir etwas zu zerkocht aus. Daher blieb es heute mal wieder bei Fleisch mit Beilage.

Meatball with gravy & roast potatoes / Fleischpflanzerl mit Bratensauce & Röstkartoffeln

Zum ersten erschien die Portion die man mir da auf den Teller getan hatte zwar etwas klein, aber das lag wohl auch an der Größe des Tellers, denn letztlich reichte die Menge durchaus auch für einen erwachsenen Mann wie mich aus um Satt zu werden. Dennoch fand ich die Zusammenstellung letztlich etwas langweilig. Am mehr als ausreichend großen Fleischpflanzerl mit seinem gut gewürzten, lockeren Hackfleisch und der dünnen, knusprigen Kruste mit Röstaromen gab es zwar ebenso wenig etwas auszusetzen wie an den festen, nicht zu matschigen angerösteten Salzkartoffeln oder der mild-würzigen Sauce, die verhinderte dass das Gesamtgericht zu trocken wirkte, aber irgendwie fehlte mir der letzte Pepp, um es wirklich interessant zu gestalten. Eine leckere Gemüsebeilage oder auch schon eine Portion Krautsalat hätte da bestimmt geholfen. Ich will mich da nicht beschweren, aber letztlich denke ich doch, ich wäre mit dem Rindergeschnetzelten mit Spargel trotz der Butternudeln vielleicht besser bedient gewesen. Vielleicht…
Bei den Allgemeinheit der Gäste lag aber dennoch das Fleischpflanzerl ganz hoch in der Gunst und konnte sich den ersten Platz auf der Allgemeinen Beliebheitsskala sichern. Aber das Rindergeschnetzelte war ihm eng auf den Fersen und belegte einen guten zweiten Platz. Auf Platz drei folgte mit wiederum geringen Abstand lagen schließlich die Asia-Gerichte. Die vegetarische Gnocchi belegten einen guten vierten Platz.

Mein Abschlußurteil:
Fleischpflanzerl: ++
Bratensauce: ++
Röstkartoffeln: ++

Schwäbischer Grillteller mit Käsespätzle [08.04.2019]

Monday, April 8th, 2019

Zuerst sah es so aus als würde die neue Woche in unserem Betriebsrestaurant wieder mit einer kulinarischen Durststrecke beginnen, denn mit der Gemüsepaella bei Vitality oder den Wollwürsten mit Kartoffelstampf, Bratensauce und Röstzwiebeln bei Tradition der Region konnte ich nicht allzu viel anfangen und auch die Asia-Wok-Angebote wie Gebackene Frühlingsrollen oder Gebratenes Schweinefleisch mit Thaigemüse in roter Thai-Currysauce waren nicht dazu angetan, Begeisterungsstürme bei mir hervorzurufen. Zum Glück hatte man außerdem noch eine Schwäbische Grillpfanne mit
Schweinelende, Käsespätzle, frischen Röstzwiebeln und Schwammerlsauce
im Abschnitt Globetrotter auf die Speisekarte gesetzt, eine Gerichte das man früher in ähnlicher Konfiguration auch unter der Bezeichnung Schwabenteller angeboten hatte. Da ich in der Vergangenheit damit durchgehend gute Erfahrungen gemacht hatte und natürlich aufgrund des Fehlens wirklicher Alternativen griff ich bei diesem Gericht zu.

Swabian BBQ dish with pork tenderloin, cheese spaetzle, roast onions & mushroom sauce / Schwäbische Grillpfanne mit Schweinelende, Käsespätzle, frischen Röstzwiebeln & Schwammerlsauce

Also Schweinelende war das Fleisch, was man dort auf dem Teller serviert hatte eindeutig nicht. Viel mehr sah es mir nach einem Schmetterlingssteak aus. Aber das war bei einem Preis von 4,20 Euro auch nicht zu erwarten gewesen, zumindest nicht in dieser Größe. Das Fleisch erwies sich dann leider auch als ein wenig trocken, was sich aber glücklicherweise mit der riesigen Portion der cremigen, mit Dosenchampignons versetzter Sauce ein wenig kompensieren ließ. Dazu passten natürlich wunderbar die geschmackliche Gesamtkomposition, auch wenn ich feststellen muss dass ich nach dem Zwiebelrostbraten in Kehlheim am Samstag dann wohl erst mal genug Röstzwiebeln gehabt haben dürfte. Die Käsespätzle schien man schließlich mit einem leicht körnigen Käse versetzt zu haben, vielleicht ein Hüttenkäse oder etwas ähnliches. Leider war dieser nicht sehr aussagekräftig was den Geschmack anging, aber sie waren so weit in Ordnung – auch wenn ich mir etwas mehr geschmacklichen Charakter gewünscht hätte. Definitiv kein sehr gut geratenes Gericht, aber noch gut und akzeptabel – vor allem für den Preis. Ich konnte also durchaus zufrieden sein.
Und auch die anderen Gäste hatten bevorzugt bei der schwäbischen Grillpfanne zugegriffen, was dem Gericht heute den ersten Platz auf der Allgemeinen Beliebtheitsskala bescherte. Auf Platz zwei sah ich die Wollwürste, die sich mit knappen Vorsprung gegen die Asia-Gerichte durchsetzen konnten, die somit den dritten Platz belegten. Wiederum mit geringem Abstand folgte die Gemüsepaella auf einem guten vierten Platz.

Mein Abschlußurteil:
Schweinesteak: +
Schwammerlsauce: ++
Röstzwiebeln: ++
Käsespätzle: +

Besuch in Kelheim & Ausflug zum Kloster Weltenburg [05. – 06.04.2019]

Sunday, April 7th, 2019

An diesem Wochenende war es mal wieder soweit: das vierteljährliche Offsite-Meeting meiner Abteilung stand an. Dieses Mal mussten wir aber nicht wieder so weit wie damals zur Weinlese in den Rheingau oder in den Spessart oder gar ins Nordhessische Fulda fahren, die Organisatoren kamen dieses Mal aus meiner Niederlassung, daher war die Veranstaltung im bayrischen Kelheim angesiedelt, nicht einmal eineinhalb Stunden Fahrtzeit vom heimatlichen München entfernt.
Ich war Freitags am früheren Vormittag noch kurz im Büro, denn ich wollte mit einem Kollegen gemeinsam zum Zielort fahren und wir hatten dies als Treffpunkt ausgemacht. Die Fahrt selber über A9 und A93 verlief ereignislos, wir waren glücklicherweise vor dem großen Rückreisestau der Wochenendpendler aus München raus und kamen deutlich vor Beginn der eigentlichen Veranstaltung am Treffpunkt vor dem Hotel Dormero in Kelheim an. Da unsere Zimmer erst ab 15:00 Uhr bezugsfähig sein sollten, ließen wir das Gepäck in den Autos und erhielten ein kleines Lunchpaket mit Dingen wie belegten Brötchen, Obst, Schokoriegel und Getränken um uns für das bevorstehende zu stärken.

01 - Salamibro╠łtchen

Wir sammelten uns anschließend vor dem Hotel, von wo aus man Blick auf verschiedene Sehenswürdigkeiten der Stadt Kelheim werfen konnte. So zum Beispiel den weißen runden Römerturm (Schleiferturm) und natürlich die Befreiungshalle hoch auf dem Hügel über der Stadt, die der Bayrische König Ludwig der Erste dort von 1842 bis 1863 anlässlich der Siege über Napoleon während der Befreiungskriege errichten ließ.

02 - Ro╠łmerturm & Befreiungshalle - Kelheim

Vorbei am Donautor, einem von mehreren erhaltenen Stadttoren des historischen Stadtkerns, begaben wir uns schließlich zum nahen Donauufer.

03 - Donautor Kelheim

Vom Parkplatz am Donauufer auf konnten ich noch einmal einen etwas freieren Blick auf die Befreiungshalle werfen.

04 - Blick auf die Befreiungshalle Kelheim  vom Donauufer

Aber viel Zeit blieb nicht denn unser Fährschiff, die Maximilian II, wartete bereits am Steg und war bereit für den Einstieg.

05 - Bug der Maximilian-II - Donaufahrt zum Kloster Weltenburg 06 - Einstieg ins Schiff - Donaufahrt zum Kloster Weltenburg

Außer meinen Kollegen und mir waren nur wenige andere Touristen mit am Bord, denn jetzt im frühen April ist noch keine Saison und das Wetter eigentlich noch zu unbeständig. Wir hatten daher Glück dass es nur bewölkt und trocken war und die Temperaturen sich bereits im zweistelligen Bereich bewegten. Dennoch begaben wir uns alle auf das offene Oberdeck.

14 - Auf dem Oberdeck  - Donaufahrt zum Kloster Weltenburg

Inzwischen war auch klar was das Ziel unseres Ausfluges sein sollte: Die Klosterbrauerei Weltenburg, die älteste noch in Betrieb befindliche Brauerei der Welt, die nachgewiesenermaßen seit 1050 diesen Gerstensaft herstellt.
Nachdem das Schiff abgelegt hatte, tuckerte es gemächlich in Richtung Westen, der Fließrichtung der Donau entgegen. Dabei bekamen wir nicht nur einen weiteren, näheren Blick auf die Befreiungshalle,

07 - Befreiungshalle Kelheim - Donaufahrt zum Kloster Weltenburg

sondern auch auf die unterhalb gelegene ehemalige Franziskanerkirche, die heute unter anderem auch ein Orgelmuseum beherbergt.

08 - Franziskanerkirche Kelheim  - Donaufahrt zum Kloster Weltenburg

Wenig später verließen wir auch schon das besiedelte Stadtgebiet

09 - Blick u╠łber die Donau - Donaufahrt zum Kloster Weltenburg

und bewegten uns zwischen waldbedeckten Hügel und Felswänden die Donau hinauf.

10 - Felswand - Donaufahrt zum Kloster Weltenburg

Einige der Kalksteinfelsen waren mit Höhlen durchzogen, in denen wie man uns über die Schiffslautsprecher mitteilte schon während der letzten Eiszeit Menschen gelebt haben sollen.

11 - Felswand mit Ho╠łhlen - Donaufahrt zum Kloster Weltenburg

Bald schon nährten wir uns sozusagen dem Highlight unserer kleinen Donauschiffahrt: dem Donaudurchbruch, einer Engstelle der Donau, die auch Weltenburger Enge genannt wird.

12 - Anfahrt auf den Donaudurchbruch - Donaufahrt zum Kloster Weltenburg

Viele liefen nach Vorne, um Fotos von der Felsformation an der Engstelle zu schießen, als ohne Vorwarnung die Nebelhörner auf dem vorderen Teil des Schiffes ein lautes, mehrstimmiges Signal abgaben – wahrscheinlich um eventuell entgegenkommenden Schiffsverkehr zu warnen. Das sorgte natürlich für einiges Zusammenzucken und einen entsprechenden Schreck.
Auf der linken Seite passierten wir kurz vor der Enge noch die sogenannte Versteinerte Jungfrau, einen nadelförmigen einzelstehenden Kalkfelsen – gut durch das Kreuz zu erkennen das seine Spitze ziert.

13 - Versteinerte Jungfrau - Donaufahrt zum Kloster Weltenburg

Wir kamen immer näher an die Engstelle und das Schiff machte einen gehörigen Schlenker nach Backbord, um sie passieren zu können.

15 - Donaudurchbruch - Donaufahrt zum Kloster Weltenburg

Dennoch kamen wir nah an der Felswand vorbei, die Steuerbord weit in den Flusslauf hinein ragte.

16 - Felswand am Donaudurchbruch  - Donaufahrt zum Kloster Weltenburg

17 - Am Donaudurchbruch - Donaufahrt zum Kloster Weltenburg 18 - Am Donaudurchbruch 2 - Donaufahrt zum Kloster Weltenburg

Auf der anderen Seite erhob sich der sogenannte Römerfelsen, auf dessen Spitze angeblich eine römische Siedlung gewesen sein soll und von dem aus, laut Sage, eine Hängebrücke aus Holz und Leder auf die andere Seite der Donau geführt haben soll.

19 - Ro╠łmerfelsen - Donaufahrt zum Kloster Weltenburg

Direkt nachdem wir die Weltenburger Enge passiert hatten, kam am linken Ufer auch schon unser Ziel in Sicht: die ehemalige Benediktinerabtei Weltenburg.

20 - Anfahrt auf das Kloster Weltenburg

Das Schiff legte am Ufer an und wir konnten aussteigen.

21 - Anlegestelle Kloster Weltenburg

Einige hundert Meter an der Donau entlang erreichten wir schließlich die eigentliche Klosteranlage.

23 - Eingang - Kloster Weltenburg

24 - Vor dem Kloster Weltenburg

An der Ecke des Gebäudes waren die Pegelstände der Donau bei Hochwasser verewigt.
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22 - Hochwassermarken - Kloster Weltenburg

Im Innenhof fanden wir einen großen Biergarten vor, der aber zu dieser kalten Jahreszeit verwaist da lag. Wir wir später aber erfuhren, ist im späteren Frühjahr und im Sommer die Hölle los und es werden häufig mehr als 20.000 Speisen am Tag serviert.

25 - Biergarten - Kloster Weltenburg

Während sich die Organisatoren darum kümmerten, dass wir unsere angekündigte Brauereiführung bekamen, wandten wir uns der Klosterkirche zu, die angeblich einen Blick wert war.

26 - Klosterkirche Weltenburg

Und wir wurden nicht enttäuscht, denn im Inneren fand sich eine barocke Prachtkirche, die ihresgleichen suchen dürfte.

27-Klosterkirche-Weltenburg---Innenraum

Und auch die Deckenfresken konnten sich wirklich sehen lassen – als Protestant aus dem Norden vergisst man schnell wie prächtig die katholischen Götteshäuser ausgestattet sein können.

28 - Klosterkirche Weltenburg - Deckengema╠łlde

Nach unserem Besuch in der Klosterkirche wurden wir in zwei Gruppen aufgeteilt und die Brauereiführung konnte beginnen. Zuerst wurde uns ein kurzer Film vorgeführt, der uns eine kurze Einführung in die Geschichte der Klosterbrauerei gab. Anschließend begann die eigentliche Führung durch die relativ kleine Brauereianlage des ehemaligen Klosters.

29 - In der Klosterbrauerei Weltenburg

Unser Fremdenführer erläuterte uns dabei nicht nur detailliert wie der eigentliche Brauvorgang durchgeführt wird, sondern auch dass das hiesige Bier wiederholt Preise in nationalen und internationalen Brauerei-Wettkämpfen gewinnt. Da daher die Nachfrage entsprechend groß ist, wird die hiesige Brauerei regelmäßig durch die Stiftsbrauerei Regensburg unterstützt.
Nach zwei Dritteln der Führung ließen wir uns in einem kleine Schankraum nieder, wo wir alle eine Probe des hiesigen hellen Pils-Biers erhielten.

30 - Aufsteller -  Klosterbrauerei Weltenburg

Sehr lecker und süffig muss ich sagen, es ist wirklich verständlich dass dieses Bier immer wieder Preis gewinnt. Zum Abschluss gingen wir in den sogenannten Felsenkeller

31 - Felsenkeller - Klosterbrauerei Weltenburg

wo wir noch einmal eine ungefilterte Probe des aktuell reifenden Asam-Bockbiers erhielten.

32 - Ausschank Asam-Bock - Klosterbrauerei Weltenburg

Das dunkle, ungefilterte Bier war mit ein paar Flocken der verbliebenen Hefe durchsetzt, aber der Geschmacks war auch hier wirklich vorzüglich. Leider habe ich versäumt dies auf einem Foto zu bannen.
Danach war die Führung auch schon beendet und wir trafen uns wieder mit der zweiten Gruppe im Hof der Klosterbrauerei. Nach einem kurzen Ausflug an den Donaustrand und einem Gruppenfoto dort, gingen wir zurück zum Schiff und machten uns auf den Rückweg nach Kelheim.

33 - Abfahrt vom Kloster Weltenburg

Inzwischen waren die Wolken etwas aufgeklart, so dass wir jetzt deutlich bessere Lichtverhältnisse hatten als bei unserer Anreise. Daher konnte ich es nicht unterlassen, den Römerfelsen noch einmal auf digitalem Film zu bannen.

34 - Ro╠łmerfelsen - Donau bei Weltenburg

Außerdem konnten wir einen Blick auf die beiden Felsspitzen erhaschen, die auf etwa halben Weg aus dem dichten Wald hervorlugten und den Namen Peter und Paul tragen.

35 - Felsspitzen Peter und Paul - Donau zwischen Kelheim & Kloster Weltenburg

Da wir jetzt mit der Fließrichtung der Donau fuhren, kam das Schiff deutlich schneller voran als bei der Hinfahrt. So war es nicht verwunderlich dass auch bald schon die Befreiungshalle wieder am Horizont auftauchte.

36 - Blick auf die Befreiungshalle Kelheim

Schließlich erreichten wir auch schon Kehlheim und legten sicher am Ufer an, einige Meter hinter der Stelle an der wir losgefahren waren.

37 - Anlegen in Kehlheim

Nachdem das Schiff vertäut war konnten wir das Schiff verlassen und uns auf den Rückweg zum Dormero Hotel machen, wo inzwischen unsere Zimmer auf uns warten sollten.

38 - Donautor Kelheim

39 - Dormero Hotel Kelheim

Natürlich bildete sich eine Warteschlange an der Rezeption, doch die Hotelangestellten hatten alles organisatorisch bereits gut vorbereitet und mit Namen versehene Briefchen mit den Schlüsselkarten für die Zimmer vorbereitet, so dass alles angenehm schnell von statten ging.
Ich hatte ein Zimmer im ersten Obergeschoss und war mehr als nur positiv überrascht, als ich mein Reich für eine Nacht betrat.

40 - Doppelbett - Dormero Hotel Kelheim

41 - Schreibtisch & Sofa - Dormero Hotel Kelheim

44 - Fernseher - Dormero Hotel Kelheim

45 - Schrank & Flur - Dormero Hotel Kelheim

Das Zimmer war wirklich riesig, lichtdurchflutet und gut eingerichtet. Außerdem hing ein riesiger Flachbildfernseher an der Wand. Bad und Toilette lagen getrennt jeweils links und rechts des kurzen Flurs.

43 - Dusche & Bad - Dormero Hotel Kelheim 42 - Toilette - Dormero Hotel Kelheim

Nachdem wir alle unsere Zimmer bezogen und uns frisch gemacht hatten, trafen wir uns erneut vor dem Hotel, um uns auf den Weg ins Weisse Bräuhaus innerhalb der historischen Innenstadt von Kelheim zu machen, wo wir unser Abendbrot zu uns nehmen wollten.

46 - Weisses Bra╠łuhaus - Kelheim

47 - Weisses Brauhaus - Kelheim

Leider versäumte ich Fotos von der wirklich sehr sehenswerten Innenstadt dieses kleinen bayrischen Städtchens mit seinen gerade mal 16.000 Einwohnern zu machen, denn die alten Häuser dort wirkten wirklich sehr malerisch, vor allem am Ludwigsplatz.
Wir betraten also das Weisse Bräuhaus durch einen Seitenflügel, wo wir in ein Gewölbe geführt wurden, das meinen Kollegen und mir exklusiv zur Verfügung stehen sollte.

48 - Im Weissen Brauhaus - Kelheim

Nachdem wir unsere ersten Getränke bestellt hatten, machten wir uns daran die ausliegenden Speisekarten zu studieren. Das Angebot war typsich deutsch-bayrisch und erstreckte sich vom Schnitzel über Suppen, Geflügel- und Fischgerichte bis hin zu verschiedenen Salatzubereitungen. Mir gefielen gleich mehrere der Angebote, ich entschied mich aber am Ende für den Zwiebelrostbraten mit Bratkartoffeln und Beilagensalatteller. Dass die Bedienung mich fragte, ob ich meinen Zwiebelrostbraten englisch, medium oder durch wollte, wunderte mich dabei etwas, aber ich entschied mich einfach mal für Medium – da konnte man nicht viel falsch machen.

Da wir viel miteinander redeten, kann ich gar nicht sagen wie lange es dauert, bis schließlich die Gerichte serviert wurden, gefühlt ging es aber angenehm schnell.

49 - Zwiebelrostbraten mit Bratkartoffeln - Weisses Brauhaus - Kelheim
50 - Salatteller - Weisses Bra╠łuhhaus - Kelheim

Die Bratkartoffeln waren zwar nur einfach und mit einigen wenigen zusätzlichen Zwiebeln zubereitet, erwiesen sich aber als wunderbar knusprig und wohlschmeckend. Nur die wenigen die in der kleinen Portion der hellen, mild-würzigen Sauce lagen waren ein wenig vollgesogen, aber darüber konnte man hinwegsehen. Das Highlight war aber natürlich das Fleisch, das sich als wunderbar zart und saftig erwies. Es war zwar eher medium-done als medium, aber das änderte nichts daran dass es wirklich köstlich war.

51 - Zwiebelrostbraten - Medium - Weisses Bräuhaus Kelheim

Die Zwiebeln, welche das angenehm große Stück Rindfleisch in einem wahren Berg krönten, sahen mir allerdings eher nach Fertigware aus, aber geschmeckt hat der Zwiebelrostbraten natürlich dennoch vorzüglich. Und auch am bunt gemischten Salatteller mit seinem Öl-Essig-Kräuterdressing gab es nichts auszusetzen. Mit fasz 18 Euro kein billiger Spaß, aber hin und wieder geht das schon einmal. ­čśë
Nach Ende unseres Besuches im Bräuhaus gingen wir zurück zum Hotel, wo sich die meisten noch einmal in der SonderBar trafen, den zum Hotel gehörigen Bar im 3ten Obergschoss, wo auch ohne die Teilnehmer unseres Meetings bereits einiges los war. Hier wurde bis kurz nach Mitternacht noch etwas socializing betrieben und das eine oder andere alkoholische Getränk konsumiert, bevor wir uns schließlich auf unsere Zimmer begaben und uns zur Ruhe legten. Morgen um 9:00 Uhr sollte es weiter gehen und davor wollten die meisten auch noch frühstücken.
Ich schlief wirklich vorzüglich in dem großen Bett und wachte am nächsten Morgen gut erholt und früh genug auf, so dass ich mich noch ausgiebig duschen und frisch machen konnte, bevor ich mich ins Erdgeschoss in den Frühstücksraum begab. Hier wurde das üblich kontinentale Frühstück angeboten: Es gab Brot, Brötchen, Marmelade, Aufschnitt, Obst, Rührei, Bacon und Würstchen. Und wie bei solchen Hotelbesuchen für mich üblich hielt ich mich wieder vor allem an Rührei mit Speck und Würstchen – sie sind einfach meine Favoriten in fast jedem Hotel.

52 - Fru╠łhstu╠łck - Dormero Hotel Kelheim

Nach dem Frühstück fand eine Firmenveranstaltung statt, die zwar äußerst amüsant und interessant war, über die ich hier in der Öffentlichkeit aus wohl verständlichen Gründen nicht weiter berichten möchte. Nach dem Veranstaltung und vor der Rückreise durften wir noch einmal in die vorher als Frühstücksräume genutzte Lokalität zurückkehren, wo man uns noch eine kleines Mittagsbuffet für die Stärkung vor der Rückreise anbot. Das nahmen wir natürlich gern in Anspruch. Ich nahm mir etwas Mailänder Spaghetti, Schweinefleisch, ein Stück Fischfilet und eine Wirsing-Speck-Gemüsemischung.

53 - Vom Mittagsbuffet - Dormero Hotel Kelheim

Das Schweinefleisch war etwas trocken, aber ansonsten ein schmackhaftes Mittagessen, das ich mit je einem kleinen Gläschen Schoko- und Vanillemousse schmackhaft abschloss. Anschließend machten wir uns über A93 und A9 auf den Rückweg nach München. Abgesehen von einem Stück zähfließenden Verkehr kurz vor dem Ziel kamen wir schnell und störungsfrei durch, so dass wir um kurz nach 14:30 Uhr schließlich am Ausgangspunkt ankamen und das interessante Wochenende so erfolgreich beenden konnten.