Archive for the ‘kulinarisches’ Category

Gebackene Scholle mit Remoulade & Röstkartoffeln [25.01.2019]

Friday, January 25th, 2019

Heute brauchte ich nicht lange zu überlegen zu welchem Gericht ich in unserem Betriebsrestaurant greifen würde. Obwohl ich ja bereits am Mittwoch schon einmal etwas mit Fisch verzehrt hatte, landete auch am heutigen Freitag erneut ein Fischgericht auf meinem Tablett, und zwar in Form einer Gebackenen Scholle mit Remoulade und Röstkartoffeln, das im Bereich Globetrotter angeboten wurde. Die Alternativen waren aber auch nicht sonderlich berauschend. Die Hähnchenbrust “Picatta Milanese” mit Tomatensugo und Butternudeln bei Vitality sah zwar nicht schlecht aus, aber ich hatte mich ja vor kurzem bereits dazu geäußert dass man es sich in letzter Zeit etwas zu einfach macht und einfach etwas zu viel Fisch/Fleisch mit Tomatensauce und Butternudeln kombiniert. Der Apfelstrudel mit Vanillesauce bei Tradition der Region war eher etwas für einen Nachtisch als für eine Hauptspeise – obwohl die Portion durchaus groß war und an der Asia-Wok-Theke versuchte man mal wieder mit San Sei Chop Suey – Verschiedene Fleischsorten mit Gemüse in Spezialsauce vermutlich die Reste aus der Woche gewinnbringend an den Mann zu bringen. Da blieb mit nur die Scholle. Leider entdeckte ich weder an Salat- noch Gemüsetheke etwas wirklich passendes dazu, daher blieb es heute mal wieder beim Hauptgericht ohne Grünzeug.

Baked plaice with remoulade & roast potatoes / Gebackene Scholle mit Remoulade & Röstkartoffeln

Am meisten blieben mit heute die wirklich sehr gelungenen Röstkartoffeln in Erinnerung, denn es befand sich kein einziges matschiges oder zu weiches Exemplar darunter, alle waren angenehm fest besaßen ein wunderbares Röstaroma. Aber auch die Remoulade ließ nichts zu wünschen übrig, sie war angenehm würzig, gehaltvoll und schmeckte sowohl zu Fisch als auch Kartoffeln. Der Fisch selbst erwies sich als sehr zart geraten, er zerfiel fast schon wenn man ihn mit der Gabel antippte, besaß aber einen guten Geschmack und war natürlich vollkommen frei von Gräten. Gerade bei Scholle ist das keine selbstverständlichkeit. Insgesamt also nichts besonderes, aber definitiv die beste Wahl heute.
Der Meinung schlossen sich scheinbar auch ein großer Teil der anderen Gäste an, denn die Scholle war heute eindeutig das am häufigsten gewählte Gericht und konnte sich klar den ersten Platz auf der Allgemeinen Beliebtheitsskala sichern. Auf dem zweiten Platz folgte die mit Schinken und einem Salbeiblatt umwickelte Hähnchenbrust “Picatta Milanese” mit ihren Butternudeln, auf Platz drei sah ich den Apfelstrudel und knapp dahinter folgten die Asia-Gerichte auf dem vierten Platz.

Mein Abschlußurteil:
Scholle: ++
Remoulade: ++
Röstkartoffeln: ++

Türkischer Linseneintopf mit Fladenbrot [24.01.2019]

Thursday, January 24th, 2019

Am heutigen Donnerstag gab es keinen wirklichen “Kracher” auf der Speisekarte unsere Betriebsrestaurants. Der Szegediner Gulasch mit Sauerkraut und Salzkartoffeln im Abschnitt Tradition der Region klang ganz interessant, während mich das Putenschnitzel “Picatta Milanese” mit Tomatensugo und Butternudeln nicht sonderlich reizte. Die Kombination von irgendwelchem Fleisch oder Fisch mit Tomatensugo und Butternudeln wird einfach zu häufig angeboten. Die Asia-Wok-Angebote wie Gebackene Ananas und Banane oder Gebratenes Putenfleisch mit Gemüse in Massamansauce waren auch eher das übliche. Das einzige was etwas hervorstach war letztlich der Pikante türkische Linseneintopf mit Minzjoghurt und Fladenbrot. den man bei Vitality anbot. Mit diesem Gericht hatte ich im letzten November bereits gute Erfahrungen gemacht, auch wenn man ihn damals mit gelben anstatt mit braunen Linsen zubereitet hatte. Daher entschloss ich mich dazu mal einen Veggie-Tag einzulegen und meinen mittäglichen Hunger mit dem Linseneintopf zu stillen.

Turkish lentil stew with pita / Türkischer Linseneintopf mit Fladenbrot

Hätte man das etwas labbrige Stück Fladenbrot weggelassen und den Klecks weißer Joghurtmasse durch Wiener Würstchen ersetzt, hätte man das Gericht optisch kaum vom westlichen Linseneintopf wie hier unterscheiden können, aber was den Geschmack anging zeigten sich schon deutliche Differenzen. Zum einen war er, wie auf der Speisekarte angekündigt, tatsächlich deutlich pikant, zum anderen hatte man ihn auch sonst vollkommen anders gewürzt. Ich meinte einen Hauch Zimt zu schmecken. Außer Linsen fanden sich außerdem kleine Kartoffeln, und Möhren im Gericht. Sehr lecker muss ich sagen. Nur von der angekündigten Minze in der Joghurt-Garnitur bemerkte ich leider gar nichts. Die hätte bestimmt gut zu einem kleinasiatisch-nahöstlichem Gericht gepasst, aber entweder war man damit deutlich zu sparsam umgegangen oder hatte sie letztlich doch komplett weggelassen. Zumindest erfüllte der Joghurt noch den Zweck, die doch deutliche Schärfe etwas abzumildern. Insgesamt ein sehr leckeres Gericht muss ich sagen – auch ohne Fleisch.
Bei den anderen Gästen waren aber andere Gerichte deutlich beliebter. Putenschnitzel und Szegediner Gulasch leisteten sich ein enges Kopf-an-Kopf-Rennen um den ersten Platz auf der Allgemeinen Beliebtheitsskala, wobei sich meiner Meinung nach der Putenschnitzel gang knapp durchsetzen konnte und den Gulasch somit auf einen guten zweiten Platz verwies. Auf Platz drei folgten schließlich die Asia-Gerichte und mit sehr geringem Abstand der türkische Linseneintopf auf dem vierten Platz.

Mein Abschlußurteil:
Türkischer Linseneintopf: ++
Fladenbrot: +

Seelachswürfel in Tikka Masalasauce mit Basmatireis [22.01.2019]

Wednesday, January 23rd, 2019

Natürlich spielte ich zuerst mit dem Gedanken, heute beim Cordon Bleu vom Schwein mit Zitronenecke und Pommes Frites zuzugreifen, dass im Abschnitt Tradition der Region auf der Speisekarte unseres Betriebsrestaurants zu finden war.
Nach dem Krautwickerl vom Montag und der Entenkeule von gestern schon wieder so schwer zu essen bereitete mir aber etwas Bauchschmerzen, wenn auch nur im metaphorischen Sinne. Außerdem hatte sich eine Warteschlange vor der Cordon bleu Theke gebildet, was meine Entscheidung zusätzlich beeinflusste. Das Bohnengulasch mit Schmand bei Vitality sah schon mal nicht schlecht aus, während mich die Gebratene Mienudeln mit Gemüse in süß-sauer Sauce oder das Rindfleisch mit Karotten und Broccoli in Austernsauce von der Asia-Wok-Theke weniger reizten. Am besten gefielen mir unter den Alternativen aber die Seelachswürfel in Tikka Masalasauce mit Basmatireis, die im Abschnitt Globetrotter zu finden waren. Sie waren nicht nur visuell sehr ansprechend, Fisch mit seinen Omega-3-Fettsäuren gilt ja auch als gesund. Außerdem mag ich die Tikka-Masalasauce die man hier macht recht gerne – auch wenn die Qualität manchmal etwas schwankt.

Diced coalfish in tikka masala sauce with basamati rice / Seelachswürfel in Tikka Masalasauce mit Basmatireis

Als ich den Teller ausgehändigt bekam, war der Basmati-Reis noch zu einer formschönen Kugel geformt, doch auf dem Weg über die Kasse zum Tisch zerfiel sie immer mehr, so dass ich auf dem Foto leider nur noch die kläglichen Ruinen präsentieren konnte. Geschmeckt hat der Reis aber natürlich trotzdem, er war eben nur heute sehr locker und wenig klebrig. Als ich die erste Gabel der Tikka-Masala-Seelachswürfel in den Mund steckte, dachte ich noch sei bei mir, dass sie schön fruchtig sei, es aber etwas an Würze fehlte. Doch dann setzte mit kleiner Verzögerung doch eine nicht zu verachtende Schärfe ein, die das Gericht wunderbar geschmacklich abrundete. Und auch am Fisch selbst gab es nichts auszusetzen, die Würfel waren saftig, zart und frei von Gräten, so wie man es sich wünscht. Insgesamt also eine gute Wahl und Alternative zu dem heute recht dunkel aussehenden Cordon bleu mit seinen blassen, wenig knusprig wirkenden Fritten. Ich war auf sehr zufrieden.
Das Gros der anderen Gäste hatte heute natürlich beim Cordon bleu zugegeriffen und bescherten dem mit Käse und Schinken gefüllten Schweineschnitzel einen unangefochtenen Platz eins auf der Allgemeinen Beliebtheitsskala. Auf Platz zwei sah ich die Asia-Gerichte, die aber nur eine Haarebreite vor dem ebenfalls relativ häufig gewählten Seelachswürfeln lagen, die somit auf dem dritten Platz landeten. Der vegetarische Bohnengulasch belegte schließlich einen guten Platz vier.

Mein Abschlußurteil:
Seelachswürfel in Tikka Masala Sauce: ++
Basmatireis: ++

Entenkeule mit Blaukraut & Kartoffelknödel [22.01.2019]

Tuesday, January 22nd, 2019

Heute wurden wir von unserem Betriebsrestaurant mal wieder verwöhnt, denn es stand eine Entenkeule mit Blaukraut und Kartoffelknödel im Abschnitt Tradition der Region auf der Speisekarte. Und die Entenkeule sah wirklich nicht übel aus, nicht zu klein und scheinbar mit viel verwertbaren Fleisch daran. Aber auch die anderen Angebote waren nicht übel. Das Würziges Kichererbsencurry mit Jasminreis bei Vitality sah ebenfalls verlockend aus und wäre eine deutlich leichtere Alternative gewesen. Und obwohl ich mit Geröstln aller Art in der Vergangenheit hier im Restaurant auch einige schlechte Erfahrungen gemacht hatte, zog ich heute auch kurz das Tiroler Geröst´l mit Bratensauce und Spiegelei bei Globetrotter in Betracht, ebenso wie den Gebackenen Seelachs mit Gemüse in Kokosmilchsauce, das neben Gebratenen Thaigemüse in Erdnußsauce an der Asia-Wok-Theke angeboten wurde. Aber letztlich blieb ich dann doch bei der Entenkeule – einem Gericht dass ich eigentlich eher mit Feiertagen oder Festivitäten assoziiere. Sie war einfach zu verlockend undmitetwa fünf Euro auch nicht übermässig teuer.

Duck leg with red cabbage & potato dumpling / Entenkeule mit Blaukraut & Kartoffelknödel

Die Haut der Entenkeule hätte gerne noch einen kleinen Deut knuspriger sein können – so wie beim letzten Mal, davon aber mal abgesehen erwiesen sich meine vorher getroffenen Vermutungen aber als korrekt, denn die Ausbeute an Fleisch war sehr ergiebig und das Fleisch selbst war dabei angenehm mager und schön zart. Die Sauce, mit der man dieses Mal leider etwas sparsam umgegangen war, schien heute etwas dickflüssiger zu sein als sonst und eignete sich mit ihrer milden Würze vor allem zum garnieren des Fleisches sehr gut. Und auch am Blaukraut gab es nichts auszusetzen, obwohl ich eine leichte Apfelnote zusätzlich noch begrüßt hätte. Einzig der Kartoffelknödel mit seiner Füllung aus angerösteten Brotwürfeln fiel heute bei mir etwas durch, denn was seine Konsistenz anging zeigte er ganz leichte Tendenzen in Richtung Gummi. Das habe ich schon deutlich besser erlebt – zumal es sich ja um die selbe Machart wie bei früheren Klößen handelte. Aber insgesamt war ich mit meiner Wahl dennoch äußerst zufrieden.
Dass sich die Entenkeule auch bei den anderen Gästen heute großer Beliebtheit erfreute und sich letztlich auch den ersten Platz auf der Allgemeinen Beliebtheitsskala sichern konnte ist denke ich verständlich. Dennoch war ihm das Tiroler Geröst’l ungewöhnlich eng auf den Fersen und konnte sich einen guten Platz zwei sichern – es sah aber auch für ein Geröstl, eigentlich ein Restegericht, sehr gut aus. Der Abstand zwischen Platz drei und Platz vier war ebenfalls wiederum sehr gering und es fiel mir schwer, hier genaue Positionen festzulegen. Letztlich entschied ich mich aber dazu den Asiagerichten mit sehr knappen Vorsprung den dritten und dem Kichererbsencurry den vierten Platz zu geben.

Mein Abschlußurteil:
Entenkeule: ++
Sauce: ++
Blaukraut: ++
Kartoffelknödel: +

Krautwickerl mit Bratensauce & Kartoffelpüree [21.01.2018]

Monday, January 21st, 2019

Heute kam ich mal wieder leider erst sehr spät zum Mittagessen. Die meisten der Ausgabetheken im Betriebsrestaurant waren bereits geschlossen und für Nachzügler wie mich hatte man alle verbliebenen Gerichte an einer Theke zuammen geräumt. Es gab eine Spätzle-Gemüsepfanne mit Kräutersauce bei Vitality, einen Krautwickerl mit Bratensauce und Kartoffelpüree bei Tradition der Region, Schweinegeschnetzeltes “Zigeuner Art” mit Rösti bei den Gloebtrotter-Gerichten und außerdem an der weiterhin geöffneten Asia-Wok-Theke Gebackene Frühlingsrollen sowie Gebratenes Schweinefleisch mit Gemüse in Austernsauce. Kurz überlegte ich zwar beim Schweinegeschnetzelten zuzugreifen, denn die Röstis sahen hausgemacht aus, aber das was an Röstsi noch da war erschien mir dann doch etwas zu knusprig, außerdem war das Fleisch im Geschnetzelten mal wieder sehr kleinteilig. Daher griff ich dann doch zum Krautwickerl, auch wenn man dieses Mal keine Röstzwiebeln dazu servierte wie beim letzten Mal. Aber notfalls geht es glücklicherweise auch ohne. 😉

Stuffed cabbage roll with gravy & mashed potatoes / Krautwickerl mit Bratensauce & Kartoffelpüree

Was die Konsistenz anging war das Kartoffelpüree dieses Mal wieder angenehm fest und man hatte sogar einige kleine Stücke Gemüse darunter gemischt – auch wenn das letztlich nicht darüber hinweg täuschen konnte dass es sich hier um Instant-Ware handelte. Aber warum auch nicht, eignet sich ebenfalls sehr gut als Sättigungsbeilage. Der Krautwickerl selbst erschien mit dieses Mal ein wenig kleiner als sonst.

Stuffed Cabbage Roll - Lateral cut / Krautwickerl - Querschnitt

Aber ein direkter vergleich mit dem letzten und vorletzten Krautwickerl hier zeigte dann doch, dass es sich hier wohl eher um einen Irrtum handelte. Am Krautwickerl selbst gab es ebenso wenig etwas auszusetzen wie an seiner lockeren, mild gewürzten Hackfleischfüllung, die natürlich auch viel vom Kohlgeschmack angenommen hatte. Gemeinsam mit der einigermaßen dickflüssigen, dunklen und würzigen Bratensauce ein einfaches, aber schmackhaftes Gericht. Unter den gegebenen Umständen war es aus meiner Sicht die beste Wahl gewesen, die ich hätte treffen können.
Viele Gäste waren ja nicht mehr da, aber die meisten der noch Anwesenden labten sich ebenfalls am Krautwickerl, womit ich diesem Gericht auch Platz eins auf der Allgemeinen Beliebtheitsskala zubilligen würde. Auf Platz zwei sah ich die Asia-Gericht, knapp vor dem Schweinegeschnetzelten. Die vegetarische Spätzle-Gemüsepfanne landete somit nur auf Platz vier.

Mein Abschlußurteil:
Krautwickerl: ++
Bratensauce: ++
Kartoffelpüree: ++