Archive for the ‘literarisches’ Category

Herbert Rosendorfer – Briefe in die chinesische Vergangenheit – ein Buchreview

Dienstag, Juli 26th, 2005

image Habe (bereits vorgestern) Briefe in die chinesische Vergangeheit von Herbert Rosendorfer abgeschlossen. Ein überaus amüsantes Buch, das davon handelt daß ein Mandarin aus dem China von vor 1.000 Jahren mit Hilfe eines Zeitreisekompasses in die Gegenwart reist, dabei jedoch die Erddrehung nicht bedenkt (bedenken konnte) und im München (Min-Chen) der Gegenwart handelt, wo er sich in Briefen, die er an seinen in der Vergangenheit verbliebenen Freund schickt über das seltsame Gebahren der Großnasen mit ihrer lauten Sprache, ihrer moderne Technik oder auch ihre Art des Theaters auslässt.
Ich finde daß das Buch auf eine sehr amüsante Art auch eine Art von Gesellschaftskritik herüberbringt und uns mit der Denkweise eines zivilisierten Chinesen des 10. Jahrhunderts die Fehler und Problematiken unserer modernen Gesellschaft aufzeigt. Dabei vermisst es jedoch auch nicht eine gewisse Komik – ich bin wirklich am Überlegen ob ich mir nicht bei Gelegenheit gleich mal das Nachfolgewerk Die große Umwendung – Neue Briefe in die chinesische Vergangenheit bestelle – der Klappentext daß der Mandarin Kao-tai diesmal im Köln (Kö-Leng) zur Karnevalszeit landet verspricht auch für dieses Buch wieder einen sehr interessanten Verlauf
Meine Wertung: 3 Sterne

Berlin, Alexanderplatz

Freitag, Juli 15th, 2005

image Auf Empfehlung eines Kollegen habe ich mir mal Berlin Alexanderplatz von Alfred Döblin reingezogen.
Das Buch handelt vom entlassenen Sträfling Franz Biberkopf, der nach seiner Entlassung aus dem Gefängnis, in dem er 4 Jahre wegen Totschlags an seiner damaligen geliebten eingesessen hatte im Berlin der Jahrhunderwende (19./20. Jahrhundert) nicht zurechtfindet und bei einem Diebeszug, in den er wider Willens von seinem neuen Bekannten Reinhold hereingezogen wird einen Arm verliert, nachdem er von Reinhold aus einem fahrenden Wagen gestoßen wird, weil er sich gegen dessen Machenschaften sträubt.

So ganz konnte ich mich mit der Geschichte nicht anfreunden, das Buch verläuft ohne rechten Höhepunkt, ist aber ganz interessant zu lesen. Wenn man den Wikipedia-Eintrag so liest, definiert sich das Buch ja offensichtlich als der „bedeutenste deutsche Großstadtroman“. Vielleicht muß man ihn nochmal lesen, damit sich einem die Gesamtbedeutung erschließt ? Na ja, mein Geschmack ist es auf jeden Fall nicht so wirklich.
Daher Wertung: 0 Sterne

Stadt der wilden Götter – Isabell Allende

Freitag, Juli 8th, 2005

image Habe gestern Die Stadt der wilden Götter von Isabel Allende ausgelesen.
Bin mir nicht ganz sicher ob man es in den Bereich Jugendbuch einstufen kann, aber alles in allem hat es mir sehr gut gefallen. Die Geschichte erzählt von dem 15jährigen Kalifornischen Jungen Alex, der seine Großmutter auf einer National Geographics Amazonas Expedition begeleitet, nachdem dessen Vater ihn zu dieser geschickt hat, da er selbst die Mutter von Alex in eine Spezialklinik zur Krebsbehandlung begleitet. Ziel dieser Expedition soll es sein, eine angebliche Bestie zu finden, die Menschen mit ihrem Gestank betäubt und sie dann teilweise tötet.
Alles in allem eine sehr spannende Geschichte, vor allem der Part mit den Nebelmenschen, einem Stamm von Amazonaindianern, der Alex und neue Freundin, ein brasilianisches Mädchen, entführt und schließlich der Aufenthalt bei den wilden Göttern, eine Art intelligenter Riesenfaultiere hat mir sehr gut gefallen. Zum Ende hin geht dann alles sehr schnell und es kommt zum Showdown zwischen der Zivilisation und den Indianern und ihren wilden Göttern.
Ein überaus empfehlenswertes Buch, daß nebenher auch die Problematik zwischen Zivilisation und Ureinwohnern des Amazonas-Regenwaldes beleuchtet.
Meine Wertung: 3 Sterne

PS: Mir scheint das Allends Nachfolgebuch Im Reich des Goldenen Drachen eine Art Fortsetzung zu diesem Buch ist. (Wird vom Protagonisaten Alex ja auch auf den letzten Seiten kurz angesprochen)
Werde ich mir wohl mal auch bei Gelegenheit reinziehen.

Alber Camus – Die Pest

Dienstag, Juni 14th, 2005

image Habe es zufällig bei mir im Schrank gefunden und einfach mal gelesen: Die Pest von Albert Camus. Letztenendes fand ich es so bewegend und mitreißend, daß ich es an einem Wochenende durchgelesen habe. (Ist auch nicht wirklich umfangreich)
Das Buch beschreibt den Ausbruch der Pest in der nordafrikanischen Stadt Onas und die dadurch resultierende Abriegelung der Stadt. Der Author beschreibt die dadurch resultierenden Ängste und Konflikte unter den Bewohnern und eingesperrten Besuchern sowie das leiden der infizierten in einer extrem bewegenden Art und Weise.
Ich habe das Buch wie gesagt verschlungen, obwohl ich ja normalerweise die Art von Büchern mit einem wirklichen Happy-End bevorzuge. Sollte meiner Meinung nach in keinem Bücherschrank fehlen.
Meine Wertung: 3 Sterne

Der Schwarm von Frank Schätzing

Mittwoch, Juni 8th, 2005

image Bin mit Der Schwarm von Frank Schätzing fertig geworden und war sehr begeistert. Das Buch ist durchgehend spannend und baut baut sich langsam bis zum Finale auf, wobei die Anzahl der beteiligten Protagonisten immer mehr steigert. Ich würde sagen daß der Inuit (Eskimo) und Biologe Anawak wohl als Hauptdarsteller zu bezeichnen ist, aber man könnte die Rolle auch dem Norweger Johansson zuweisen. Das Ende schließlich erscheint mir etwas so nach dem Motto „…ich muss das Buch langsam abschließen…“, aber alles in allem ein sehr Lesenwertes Werk.
3 Sterne

Noah Gordon – Der Schamane

Freitag, Mai 20th, 2005

Der Schamane Habe Der Schamane von Noah Gordon abgeschlossen. Hat mir sehr gut gefallen, vor allem weil es immer wieder kleine Kreuzverweise zu Der Medicus gibt, zu dessen Nachkommen der Protagonist Rob J. Cole gehört. Das Medicus-Buch hatte ich schon vor etwa einem dreiviertel Jahr gelesen. Die Geschichte ist zeitlich ins 19. Jahrhundert eingebettet und spielt bis zur Zeit kurz nach dem Ende des Amerikanischen Sezessionskriegs. Rob J. Cole, ein Nachkomme des Medicus und in alter Familientradition ebenfalls Arzt, muß aufgrund politischer Verwicklungen aus seiner Heimat Schottland fliehen und kommt in die USA, wo er nach einem kurzen Tätigkeit für die Gesundheitsbehörde in den Armenvierteln New Yorks nach Illinois weiterzieht, wo er von sich in Holdens Crossing, einer gerade gegründeten Siedlung mit einer kleinen Schaffarm niederlässt und dort auch als Landarzt praktiziert. Dort lernt er auch einige Indianer vom Stamme der Sauks mit ihrer Schamanin und Medizinfrau kennen, die aus einem Reservat geflohen sind und gestattet ihnen, sich auf seinem Land anzusiedeln. Friedlich lebt Rob J., seine Frau und sein durch eine Krankheit als Kind ertaubter Sohn Robert „Shaman“ Cole mit ihnen zusammen und sehen die kleine Ansiedlung immer weiter wachsen. Als dann jedoch die Medizinfrau eines Tages vergewaltigt und ermordet im Wald gefunden wird, beginnt für Rob J. Cole und seinen Sohn, der trotz seiner Behinderung ebenfalls Arzt werden möchte, die lange und schwierige Suche nach den Tätern…
Noah Gorden zeigt in dieser Geschichte viele Aspekte des Amerikas der damaligen Zeit auf, von Indianerverachtung über Sklaverei bis hin zum Bürgerkrieg. Ein sehr lesenswertes Buch, das an keiner Stelle langweilig wird.

Meiner Wertung:
2 Sterne

Das Jesus-Video

Dienstag, Mai 10th, 2005

Habe endlich das Buch Das Jesus Video von Andreas Eschbach fertig. Ein faszinierendes Buch mit ungewöhnlichem Ende. Es kommt zwar nicht ganz an das Sakrileg heran, aber ich kann es trotzdem als sehr lesenswert nur weiterempfehlen.
Meine Wertung: 3 Sterne

Sakrileg (The DaVinci Code)

Donnerstag, Mai 5th, 2005

Endlich Sakrileg von Dan Brown fertig (nachdem es mir von meheren Kollegen wärmstens empfohlen worden war). Warum sie den Titel in der deutschen Ausgabe geändert haben, habe ich zwar nicht nachvollziehen könnnen (engl. Titel ist „The DaVinci Code“), aber das scheint bei seinen Titel ja üblich zu sein (sh. Autorenlink). Ich habe das Buch regelrecht verschlungen. Kann die Empfehlung meiner Kollegen daher nur weitergeben. Lesen !!!
Meine Wertung: 3 Sterne
PS: Das war mein erstes Buch von diesem Autor, aber ich werde mir Illuminati und Diabolus schon mal vormerken