iPhone 6 Plus – Erste Eindrücke

Seit einigen Tagen bin ich nun stolzer Besitzer eines neuen iPhone 6 Plus Spacegrau in der 128GB Ausführung. Ich bin zwar kein so großer Apple-Fanboy, dass ich jedes Produkt unbedingt haben muss, aber mein iPhone 4S war inzwischen doch etwas in die Jahre gekommen und es war Zeit für etwas neues. Ich überlegte lange, ob ich das kleinere 4,7 Zoll oder das große mit 5,5 Zoll nehmen sollte, entschied mich aber schließlich doch für die größere Variante. Und um jegliche Fragen gleich von Anfang auszuschließen: Es hat sich bisher nicht verbogen und ich glaube auch nicht dass es das tun wird. ­čśë
Kommen wir nun zur üblichen Auspackzeremonie:

01 - iPhone 6 Plus - Verpackung / Package

02 - iPhone 6 Plus - Verpackung hinten / Package back

Das neue iPhone kommt in einer schlichten weißen Verpackung, auf deren Oberseite dieses Mal keine Abbildung aufgedruckt, sondern nur die Umrisse des Telefons eingeprägt sind. Auf der Rückseite finden sich eine kurze Inhaltsbeschreibung und die Seriennummern.

03 - iPhone 6 Plus - Verpackung geo╠łffnet / Packaging opened

Nach dem Entfernen der Folie und der Abnahme des Deckels findet sich direkt oben auf das mit einer dünnen Schutzfolie umgebene Gerät in einer niedrigen Plastikschale.

04 - iPhone 6 Plus - Inhalt 01 / Content 01

05 - iPhone 6 Plus - Inhalt 02 / Content 02

Hat man die Plastikschale und das darunter befindliche Pappumschlag entnommen befinden sich darunter, sauber aufgereiht, ein in einem kleinen Plastikpäckchen aufgewickelter Kopfhörer im neuen In-Ear-Design, ein kleines Netzteil und schließlich das Kabel von USB auf den seit dem iPhone 5 üblichen Lightning-Stecker. Damit muss ich dann alle meine bisherigen iPhone-Kabel – das iPhone 4S und seine Vorgänger hatte ja noch den alten, breiteren Anschluss – ersetzen.

06 - iPhone 6 Plus - Inhalt 03 / Content 03

Im bereits erwähnten Pappumschlag finden sich neben drei Kärtchen mit einer schematischen Darstellung des einzelnen Schalter und Buchsen am iPhone noch je eine Information über eingeschränkte, einjährige Garantie in Deutsch und Französisch sowie je eine kurze Information in Niederländisch und Französisch. Außerdem ist am Pappumschlag das kleine Werkzeug befestigt, mit deren Hilfe man den Sim-Karten-Slot am iPhone öffnen kann – was notfalls aber auch mit einer Büroklammer oder einer Stecknadel zu bewerkstelligen ist.

20141003simkarteloesen

07 - iPhone 6 Plus - Sim Karte einlegen / Insert sim card

Die Mikro-SIM-Karte wie sie im iPhone 4S verwendet wurde passt im iPhone 6 Plus – wie bereits bei seinem Vorgänger iPhone 5(S) – nicht mehr, es wird eine sogenannte Nano-SIM benötigt. Diese lag in einem separaten Umschlag meinem Päckchen bei, so dass ich sie nur noch vorsichtig aus der umgebenden Plastikkarte lösen und nach dem Öffnen des Sim-Karten-Slots mit dem oben bereits erwähnten Werkzeug dort einlegen musste.

08 - iPhone 6 Plus - Folie entfernen / Remove foil

Anschließend aktivierte ich das Gerät durch drücken der nun seitlich angebrachten Stand-By-Taste und entfernte die Folie, und führte das Setup durch, auf das ich hier aber nicht näher eingehen möchte. Außerdem muss die Sim-Karte über die Webseite des Providers aktiviert werden, der dann eine SMS mit einem Code auf die alte Sim-Karte schickt um die Aktivierung abzuschließen. Danach dauert es zwar noch etwas – 15 bis 30 Minuten – bis man die Karte wirklich nutzen, aber wenn man den WLAN-Zugang des Smartphones bereits aktiviert hat kann man dennoch weiter machen.
Dann geht es daran, die Daten vom vorher natürlich frisch mit dem Computer synchronisierten iPhone 4S zu übertragen. Das würde zwar auch über iCloud gehen, aber die nutze ich nur mit größter Vorsicht. Ich traue us-amerikanischen Unternehmen nicht, die von ihrer Regierung per Gesetz dazu gezwungen werden, jegliche Nutzerdaten von Kunden im In- und Ausland verdachtsunabhängig an die Behörden weiterzugeben und dann sogar verboten bekommen, darüber zu sprechen geschweige denn es zuzugeben, wenn diese Vorgehensweise aufgedeckt wird. Das ist mir zu weit weg von dem, was ich unter einem funktionierenden Rechtsstaat verstehe. Nicht dass ich Angst hätte dass die NSA meine Food-Photos gegen mich verwendet, viel mehr geht es mir dabei ums Prinzip.
Die Übertragung der eigentlichen Daten geht angenehm schnell, dabei sei aber noch zu erwähnen dass die Programme selbst dabei nicht übertragen werden, sondern nach und nach aus dem Netz geladen werden, was trotz schnellem WLAN-Internetzugang noch einmal einige Zeit in Anspruch nimmt. Nach etwa einer dreiviertel Stunde war aber alles abgeschlossen und ich konnte das Gerät vollumfänglich nutzen. Allerdings wurden die Passwörter für die Mail-Accounts, Twitter, Facebook und was man sonst noch so auf dem Smartphone nutzen möchte nicht mit übertragen und müssen einmalig neu eingegeben werden – was mir aber nur recht ist.
Zum Abschluss möchte ich noch einen kleinen Größenvergleich meiner bisherigen iPhones vornehmen.

09 - iPhone 6 Plus - Gro╠łßenvergleich / Size comparison

10 - iPhone 6 Plus - Gro╠łßenvergleich Seitenansicht / Size comparison - Side view

11 - iPhone 6 Plus - Gro╠łßenvergleich unten / Size comparison bottom view

Der Sprung von 3,5 Zoll (8,89 cm) Displaygröße auf 5,5 Zoll (13,97 cm) ist natürlich gewaltig, aber nachdem ich einige Apps auf dem größeren Bildschirm genutzt habe, möchte ich nur noch ungern zurück zu der kleineren Version. Nicht nur dass die Darstellung mit ihrer Retina HD Auflösung von 1920×1080 Pixeln mit 401 Pixeln pro Inch wirklich brilliant ist, man kann viele Dinge deutlich genauer bedienen als auf dem kleinerem Display und es ist – zumindest bei meinen Händen – sogar noch eine 1-Hand-Bedienung und das Tippen mit dem Daumen möglich, auch wenn man sich vielleicht etwas mehr strecken muss. Vom Performance-Gewinn durch den 1,4Ghz A8 Dual-Core Prozessor samt des M8 Coprozessor und der Vervierfachung des verfügbaren Speichers gar nicht zu reden. Ich bin mit meiner Entscheidung für das iPhone 6 Plus bisher absolut zufrieden und bereue es nicht, zu dem großen Gerät gegriffen zu haben.

Diablo III angekommen

Diablo III arrived

Es ist angekommen. Heute früh klingelte um etwa 7:30 Uhr jemand fast Sturm an meiner Haustür. Es war wie sich herausstellte der DHL Expressbote der mit meine vorbestellte Version von Diablo III brachte. 12 Jahre nach dem letzten Teil hat Blizzard nun endlich den dritten Teil der Diablo-Reihe herausgebracht und bereits heute an die Vorbesteller ausgeliefert. Ich bin gespannt wie mein MacBook I7 damit zurecht kommt. Die verbaute Radeon HD6490M mit 256MB VRAM sollte zumindest eine einigermaßen gute Grafikleistung bringen. Ich bin zwar nicht (mehr) so der Spieler, aber bei Diablo mache ich mal eine Ausnahme. Zumal mit Diablo endlich mal wieder ein Spiel gleichzeitig für PC und Mac veröffentlicht wird.
Installation dauerte etwas über 30 Minuten und wenig später konnte ich das Spiel das erste Mal starten. Einziger Wermutstropfen: Spielbar ist das Ganze erst ab Mitternacht, denn die Anmeldeserver sind erst ab 15.05.2012 um Punkt 00:00 Uhr aktiv.
Ich gehe mal davon aus dass ich es mal dann mal kurz anspielen werde. Natürlich vorausgesetzt die Server sind nicht überlastet. Bis dahin kann ich ja mal das beiliegende Booklet studieren. Bin mal sehr gespannt…
*MiMiMi* *freu*

Nachtrag 15.05.2012 00:07 Uhr:
Na toll – die Loginserver sind natürlich ab Punkt 00:00 Uhr permanent überlastet. Als ob das nicht vorauszusehen gewesen ist…

Nun gut, da werde ich mich wohl bis morgen nach der Arbeit gedulden müssen und hoffen dass es dann besser ist – schade eigentlich. Hätte es gerne mal ausprobiert. Dabei hatte ich gehofft dass die Blizzard-Leute so etwas eingeplant hatten.

iPhone 4S – Setup & erste Eindrücke

Da mein altes iPhone 3G (ohne S) inzwischen doch etwas in die Jahre gekommen war, entschied ich mich nun endlich dazu ein neues anzuschaffen. Dabei fiel die Wahl natürlich auf die aktuelle Version 4S in der 32GB Ausführung, denn bei einer eingebauten Kamera mit 8 Megapixeln und der Möglichkeit auch hochauflösende Filme aufzunehmen wären 16GB schnell voll gewesen und ich hatte bereits mit dem iPhone 3g 16GB immer wieder meine Speicherplatzprobleme gehabt. Bestellt war es als Vertragsverlängerung am 12.12.2011 und angekommen ist es schließlich am 21.12. – rechtzeitig noch vor dem Heiligabend so dass ich es wie geplant als kleines Weihnachtsgeschenk für mich selbst bezeichnen kann. ­čśë

Auspackzeremonie
In dem großen Päckchen von meinem Mobilfunk-Provider fand sich neben dem Lieferschein, einem Umschlag mit der neuen SIM-Karte und reichlich Füllmaterial schließlich ein kleiner Karton mit dem eigentlichen Gerät.

01-Verpackung iPhone 4S - Verpackung Seite
iPhone 4S Verpackung – Links: Frontal – Rechts: Seite

iPhone 4s - Verpackung Rückseite
iPhone 4S – Verpackung hinten

Nachdem ich vorsichtig die Folie um den Karton entfernt hatte – dabei natürlich darauf achtend die Verpackung nicht zu beschädigen – konnte ich schließlich den Karton öffnen und sogleich einen ersten Blick auf das neue Gerät werden, das ganz oben auf lag.

02-Schachtel-geöffnet
iPhone 4S – Schachtel geöffnet

Es folgte eine Inspektion des restlichen Packungsinhaltes, wobei ich mal wieder feststellen durfte dass sich die Firma Apple hier wirklich nur auf das rational notwendigste beschränkt hatte. Neben dem Smartphone fand sich ein USB-Kabel, ein Ladegerät (das im Vergleich zu jenem des iPhone3 erfreulich klein geworden ist), der weiße Kopfhörer mit Mikrofon sowie in einer Papphülle eine gedruckte Kurzübersicht, die mehrsprachige Anleitung, zwei kleine weiße Apple-Logo-Aufkleber wie sie meines Wissens allen Geräten dieser Firma beiliegen und das spezielle kleine Werkzeug mit dessen Hilfe man das SIM-Karten Fach öffnen kann.

iPhone 4S - Verpackungsinhalt
iPhone 4S – Verpackungsinhalt

Setup & Install
Nachdem ich das iPhone von der üblichen Schutzbeklebung in Form von Plastikfolien auf Front- und Rückseite befreit hatte, war natürlich der erste Task der zu erledigen war die beiliegende SIM-Karte (übrigens eine Micro-SIM von Typ 2ff) einzulegen. Durch einführen des Spezialwerkzeugs in die kleine Öffnung an der rechten Seite und leichtem senkrechten Druck sprang auch schon das Fach heraus und ich konnt die Karte einlegen und die kleine “Schublade” wieder in das Telefon zurück schieben.

04-SIM-Karte-einlegen
iPhone 4S – SIM-Karte einlegen

Anschließend verband ich das Gerät das erste Mal an den Rechner – in meinem Fall natürlich mein MacBook Pro i7, wo man mir anbot das letzte Backup des alten iPhone 3G auf das neue Gerät zurückzuspielen. Das erschien mir die beste Lösung, denn so war es möglich nach dem Rückspielen da weiter zu machen wo ich bei dem alten iPhone aufgehört hatte.


Backup zurückspielen

Das Rückspielen dauert nur wenige Minuten und danach startete das Gerät zwei Mal neu was insgesamt wohl knapp 5 Minuten dauerte.


Restart

Anschließend begann iTunes damit, die Apps zurückzuspielen, was zwischen zehn und fünfzehn Minuten in Anspruch nahm.


Apps neu installieren

Das iPhone startete dann noch mal neu und begann dann mit dem Setup, das insgesamt aus 8 Screens bestand. Nach einem Meldungsscreen dass die Wiederherstellung erfolgreich war, wurde gefragt ob man die Ortungsdienste aktivieren möchte. Da dies von mir doch häufiger verwendete Feature dieses Geräts war, aktivierte ich sie natürlich.

Es folgen die Auswahl eines aktiven W-LAN und die Bestimmung der Apple-ID mit der dieses iPhone betreiben möchte. Bei der Apple-ID sollte man natürlich jene wählen welche man auch für sein altes Gerät verwendet hat um eine korrekte Lizenzierung der Apps zu gewährleisten.

Anschließend muss man sein Geburtsdatum angeben – wohl auch aus Jugendschutzgründen – und man wird gefragt ob man den Spracheingabe-Assistenten Siri aktivieren möchte.

Zuletzt kann man noch wählen ob man die Diagnose- und Nutzungsreport automatisch senden möchte – ein Punkt weswegen Apple früher ja auch kritisiert worden war weil diese Reports ohne Rückfrage gesendet worden waren. Doch da hatte man offensichtlich nachgebessert. Der letzte Screen zeigt dann nur noch an dass man fertig ist und iOS nun benutzen kann.

Im nun angezeigten Home-Screen fand ich dann alle zuvor installierten Apps und etwas mehr wieder – allerdings hatte sich die Verteilung etwas verschoben da es neue interne Apps wie Erinnerungen, Video oder GamesCenter (welche auf den iPhone 3 nicht angeboten worden waren) hinzu gekommen waren uns sich natürlich auf die erste Seite gemogelt hatten. Die Resortierung nahm ich aber dann später im iTunes vor, das sortieren im iPhone ist bei einer größeren Menge von umzuordnenden Apps doch etwas umständlicher.
Allerdings hatte ich vorerst noch keine Verbindung zum Mobilfunknetz wie mir auf dem Display am obersten Rand angezeigt wurde.

Hier fehlte noch die Aktivierung der neuen SIM-Karte, welche sich jedoch komfortabel über den Online-Zugriff auf mein Kundenkonto im Browser bewerkstelligen ließ und nach einem Neustart des iPhone auch sofort aktiv war.
So weit funktionierte danach alles und auch die gekauften Apps schienen alle weiterhin zu funktionieren. Einzig bei den eMails eines noch auf POP3 Protokoll laufenden eMail-Accounts – ich nutze normalerweise bevorzugt IMAP – hatte das iPhone “vergessen” welche eMails bereits gelesen waren, doch das konnte ich verschmerzen.

Technische Daten
Dann ging es erst einmal ans ausprobieren. Sofort fällt auf dass die Geschwindigkeit des iPhone 4S gegenüber dem iPhone 3G erheblich flüssiger geworden ist – aber dass sich auch kein Wunder dann immerhin arbeitet im alten iPhone 3g noch ein auf 430Mhz gedrosselter Samsung S5L8900 Prozessor und im iPhone 4S findet sich der (übrigens ebenfalls von Samsung hergestellte) A5 Prozessor mit 1Ghz Taktfrequenz und 2 Arm-A9-Kernen. Auch das 3,5″ Display ist deutlich brillianter und klarer als das des alten iPhone – denn hier kommt natürlich wie beim iPhone 4 das sog. Retina-Display mit einer Auflösung 960×640 bei 326 ppi (Pixel per Inch) zum Einsatz bei dem man so gut wie keine Pixeltreppchen oder Unschärfen mehr erkennen.
Des weiteren finden sich zwei Kameras im Gerät. Eine mit 8 Megapixeln auf der Rückseite die Bilder mit einer Auflösung von 3264 x 2448 Pixeln sowie Filme in HD (1080p) mit bis zu 30 Bildern pro Sekunde aufnehmen kann, eine weitere mit VGA-Auflösung (640 x 480 Pixel) auf der Vorderseite die primär wohl für Video-Telefonie z.B. mit FaceTime gedacht ist. Die “große” Kamera verfügt des weiteren über Features wie Bildstabilisierung, Autofocus und fokussieren per Fingertip (Funktionen die ich beim 3G schmerzlich vermisst habe), einen LED-Blitz sowie Gesichtserkennung. Bei so einem Funktionsumfang kann ich meine kleine Canon Ixus 105 wohl jetzt in Rente schicken, da meine Mobilfunkkamera über alle Funktionen verfügt die ich von einer kleinen Point-and-Shot-Kamera verlange. Eine richtige SLR ersetzt sie aber natürlich bei weitem nicht.
Des weiteren verfügt das Gerät auch über ein 3-Achsen-Gyroscope und einen eingebauten Kompass, Features die aber schon in früheren Geräten hinzugefügt worden sind, die das 3G aber noch nicht besaß. Außerdem unterstützt es (seit iPhone 4) nun auch N-Draft WLAN (IEEE 802.11n) mit bis zu 600MBit/s.

Sprachsteuerung mit Siri
Danach interessierte mich natürlich der Spracheingabe-Assistent Siri. Ihn erreicht man durch längeres gedrückt halten der Home-Taste, wobei sich Siri durch eine unten eingeblendete Mikrofon-Eingabefeld und ein audiovisuelles Signal bemerkbar macht.

Man muss jetzt am besten sofort seinen Wunsch sprachlich äußern, denn bei einer längeren Pause beendet sich die Spracheingabe wieder von selbst und man muss den runden Mikrofon-Button drücken um sie erneut zu aktivieren. Ein Klick auf das kleine i-Symbol neben der Begrüßung gibt eine Übersicht wie man die Fragen und Aufgaben an Siri stellen kann.
Die Spracherkennung ist – wohlgemerkt bei deutlicher Aussprache – erfreulich gut. Meine ersten Versuche war das erfragen der konkreten Adressen, Telefonnummern oder eMails meiner Kontakte.

Wie ich bald feststellte kann man aber auch die Verwandschaftsverhältnisse bis zu einem gewissen Grad festlegen. Dazu fragt mein einfach z.B. “Wer ist mein(e) <Bruder / Schwester / Vater / Mutter / Oma usw.>?” und wenn diese Beziehung noch nicht bekannt ist fragt Siri nach dem Kontakt dem diese Rolle zugeordnet werden soll. Diesen kann man dann einfach als sprachliche Nennung angeben und anschließend – ebenfalls durch Ja/Nein bestätigen.

Aber die Sprachbedienung geht noch weiter. So kann man mit Hilfe dieser neuen Funktionalität auch Telefonnummern wählen, eMails oder SMS schreiben,

Musik abspielen, stoppen oder steuern (wobei er hier Probleme mit englischen Bandnamen hat – so sollte im rechten Screen das “Spielebüro” eigentlich “The Who” sein und “wird problemlos” sollte “The Proclaimers” sein. Aber hier hilft eine etwas eingedeutsche Aussprache)

Erinnerungen und Notizen erstellen,

nach dem Wetter für einen beliebigen Tag fragen,

den Wecker stellen, Aktienkurse abfragen und einiges mehr.

Was nicht geht ist z.B. das starten von Applikationen oder das Bearbeiten von Kontakten, aber das ist meiner Meinung nach zu verschmerzen. Ich bin sicher dass Apple hier noch nachbessern wird – diese Funktionalität birgt einiges an Potential.

Vergleich iPhone 3G und 4s
Natürlich nutzte ich auch die Gelegenheit beide Geräte mal direkt zu vergleichen. Persönlich gefällt mir das etwas eckigere Design des 4S ja sogar noch etwas besser als das abgerundete des 3G, auch wenn bei den Kanten natürlich noch größere Gefahr besteht dass man sich hier eine Kante oder Ecke rein schlägt wenn man es fallen lässt oder es irgendwo aneckt. Hier werde ich mir wohl noch einen Bumper, also eine Umhüllung aus Gummi oder Plastik besorgen.
Das iPhone 4S ist mit 58,2mm etwas schmaler als das 3G mit 62,1mm, mit 115,2mm haben beide aber die gleiche Länge.

iPhone 4S - Vergleich mit iPhone 3g

In der Höhe kann das iPhone 4s ebenfalls punkten, denn es ist mit gerade mal 9,2mm deutlich dünner als das das 3G mit 12,3mm.

iPhone 4S - Vergleich mit iPhone 3g

Dafür ist das iPhone 3g mit 135 Gramm wiederum 5 Gramm leichter als das iPhone 4S, diesen Unterschied bemerkt man aber ohne Feinwaage meiner Meinung nach nicht. ­čśë
Dass die Bildqualität von Photos des 4S im Vergleich mit dem 3G deutlich besser ist brauche ich wohl kaum noch zu erwähnen – die technischen Daten weiter oben haben dass ja schon deutlich gezeigt. Dennoch hier ein kleiner Vergleich von dem selben Motiv aus selber Entfernung bei gleichen Lichtverhältnissen.

iCloud bin ich aktuell noch am testen – das behandle ich ggf. ein einem separaten Beitrag…

Fazit
Das neue iPhone 4S ist ein deutlicher Techniksprung im Vergleich zu seinen Vorgängern, insbesondere zu dem von mir bisher benutzten iPhone 3G. Sowohl was die Geschwindigkeit als auch das Display, die Kamera oder die GPS-Positionierung angeht hat es deutliche Verbesserungen gegeben – von daher war es für mich ein logischer Schritt mal wieder zu upgraden. Ich gehöre zwar nicht zu den Leuten die alle neuen Geräte von Apple sofort kaufen, aber es war einfach mal wieder an der Zeit gewesen sich etwas Aktuelles zu holen. Und ich bereue meine Entscheidung nicht – das iPhone 4S ist mal wieder ein Gerät dessen Anschaffung sich durchaus lohnt. Aber das habe ich bei einem Gerät von Apple auch nicht anders erwartet…

R.I.P. Steve Jobs

R.I.P Steve :(

Rest in peace, Steve.
We will never forget you…. Trauer

Update auf OS X 10.7 Lion – Installation & Erste Eindrücke

Heute habe ich es endlich geschafft das neue Mac OS X 10.7 Lion fertig zu laden und auf meinem MacBook Pro I7 zu installieren. Wer die Installationsdatei für später aufheben will, sollte die heruntergelassene Datei, die unter Programme abgelegt wird, übrigens auf ein externes Medium sichern – nach der Installation war sie nicht mehr dort zu finden. Man kann es bei gleicher AppleId über den AppStore zwar nachladen, aber das muss ja nicht sein. Mein altes G5 Mac und mein altes Macbook Pro (obwohl ich das noch probieren werde) sind vom Update wohl ausgeschlossen. Hatte es natürlich schon gestern Abend erworben, aber leider waren die Server zu dieser Zeit offensichtlich zu überlastet. Also musste die Installation bis heute warten. Nachdem die 3,76GB zum Preis von 23,99 Euro über den App Store geladen waren, startet die Installation automatisch, in der man nicht viel mehr tun brauchte als das Installationsvolumen und den Lizenzvertrag zu bestätigen. Ich hatte zuvor natürlich noch ein frisches TimeMachine Backup gemacht – sicher ist sicher. Etwa drei Minuten installierte die erste Setup-Routine ein paar Dateien

dann startete das System neu und nach dem Neustart öffnete sich automatisch die eigentliche Installation. Angezeigt wurden 33 Minuten Installationsdauer,

sie dehnte sich aber auf 35 bis 40 Minuten aus und wurde mit einem erneuten Restart beendet. Der erste Start dauerte etwas länger als ein normaler Boot (was ich weiß obwohl ich mein Macbook Pro extrem selten neu starte) und wenig später wurde ich durch den neuen Login-Screen begrüßt.

sehr schick muss ich sagen – was mir hier besonders gefiel war die bereits vor dem Login eingeblendeten Anzeigen für Batterieladestatus, WLAN und Uhrzeit. Aber auch die Anordnung der Loginkomponenten machte einen frisches und sauberen Eindruck.
Nach dem Login war das System erst einmal ein wenig schwammig, doch das hatte wohl zum Grund dass noch Skripte im Hintergrund liefen und zeitgleich eine Neuindizierung für Spotlight lief. Auch die Temperaturanzeige (ich nutze hier immer noch smcFanControl) ging etwas hoch bis etwa 80 Grad – normal sind hier 30 bis 40. Aber das beruhigte sich über die Zeit alles wieder etwas, der Arbeitsfluss war danach angenehm flüssig und irgendwie – zumindest subjektiv – fixer als unter Snow Leopard. Die Ions auf dem Desktop waren nach der Installation erst einmal ziemlich riesig, aber dies ließ sich schnell über die Darstellungsoptionen wieder auf die gewünschte Größe anpassen.

Scrollrichtungs-Umkehrung
Gewöhnungsbedürftig wiederum war die Tatsache, dass man im Rahmen der Anpassung an iOS die Scrollrichtung für alle Apps umgekehrt hat. Anstatt mit dem Drehen des Scrollrades nach oben auch weiter nach oben zu scrollen, scrollt man nun nach unten und umgekehrt. Da dies in einigen wenigen Fällen wie den großen Editierfeldern – zum Beispiel hier in WordPress – noch wie früher ist führt das zu etwas seltsamen Verhaltensweisen. Aber ich gewöhne mich bereits jetzt langsam daran. Eigentlich entspricht die neue Konfiguration ja auch der eher der natürlichen Bewegungsrichtung – aber man löst sich ja immer etwas ungern von alten Gewohnheiten.

Autokorrektur

Sehr schön fand ich auf Anhieb aber die neue Autokorrektur, die jetzt mehr an die Version von iPhone oder iPad erinnert. Wählt man allerdings nicht die Abbrechen-Option, die man auch mit ESC ausführen kann, wandelt er aber bei deutschen Spracheinstellungen bei der Verwendung von CSS ein padding in ein Pudding um.

Durch stellen des Cursors ans Wortende kann man die Änderung aber schnell und komfortabel wieder rückgängig machen.

Launchpad
Sehr schick sind auch das Launchpad, über das man die installierten Programme nun im Stile von Apps auf iPhone oder iPad durchschollen und starten kann. Ob ich das exzessive nutzen werde wird sich aber über die Zeit herausstellen.

Full Screen Apps

An jedem Fenster findet sich jetzt auch ein kleiner Doppelpfeil. Dieser dient dazu die jeweiligen Fenster auf Full-Screen-Modus umzuschalten. Das Dock und die obere Leiste werden dabei ausgeblendet und das Fenster auf volle Bildschirmauflösung vergrößert. Im ersten Moment sehr praktisch, da man sich auf die Arbeit in einem Fenster verstärkt konzentrieren kann – inwieweit ich es natürlich nutzen werde wird sich mit der Zeit zeigen. Beenden kann man den Fullscreen-Modus durch doppeltes Drücken des ESC-Taste. Die Fenster und die Buttons wirken im allgemeinen übrigens trotz weiterhin abgerundeter Ecken etwas eckiger als früher, aber sieht schick aus und passt gut ins Gesamtdesign.

Mission Control
Und auch das neue Mission Control, welches das alte Expose erweitert und ersetzt, ist eindeutig eine deutliche Verbesserung. Anstatt nur das aktuelle Vordergrund-Fenster anzuzeigen, erhält man nun einen Überblick über alle offenen Fenster, gruppiert nach Applikation. Sehr komfortabel und nützlich. Außerdem hat man im oberen Bereich noch Zugriff auf alle Desktops und das Dashboard. Klasse, kann ich mich sofort mit anfreunden.

Apple Mail
Apple Mail startet erst einmal mit einem Konvertierungsdialog, der ca. 5 Minuten läuft – abhängig natürlich von Anzahl der Mails und Mailaccounts.

Nach der Aktualisierung präsentiert sich das Mailprogramm jetzt in neuem Kleid. Die linke Ordnerbar ist ausgeblendet, lässt sich aber mit einem Klick wieder aktivieren. Eine neue Leiste mit der Zusammenfassung der empfangenen Mails hat sich zwischen dieser Ordnerleiste und dem Darstellungfenster platziert und bietet schnellen Überblick über die empfangenen Mails ohne zwischen Ordnern oder Postfächern wechseln zu müssen. Alles erinnert wieder ein wenig an die Mailprogramme aus iPad und iPhone.

Sonstiges
Beim Finder hätte ich mir zwar etwas mehr Renovierung gewünscht, hier besteht weiterhin Verbesserungsbedarf, aber die neue Funktionen wie z.B. Alle meine Dateien erscheint im ersten Moment recht praktisch. Airdrop konnte ich noch nicht testen – mal schauen ob ich es gebrauchen kann. Dass die Geräte – also Festplatten und gemountete Volumes wie USB-Sticks, DVDs und externe Platten – jetzt unten angeordnet sind und man diese Anordnung zumindest meiner bisherigen Erkenntnis nicht ändern kann finde ich gewöhnungsbedürftig, aber ich werde wohl damit leben können. Beim Drag-and-Drop von Dateien wird die Anzahl jetzt außerdem die Anzahl der gerade ausgewählten Dateien in einer roten Bubble am Mauszeiger angezeigt – ein Feature dass ich zwar nicht vermisst habe, dass aber auch nicht schadet.
Die neuen Mausgesten erscheinen vom Lesen her recht praktisch, da ich zu Hause aber meist eine Maus angeschlossen habe, werde ich sie wohl seltener nutzen.
Das neue Layout von Adressbuch und iCal ist aber auf jeden Fall sehr hübsch, auch wenn es mich ein wenig an Apps der frühen neunziger Erinnern. Aber die alten Designs waren auch nicht besser – passt also.
Die Apps die ich regelmässig nutze laufen alle auch alle. In der Grundinstallation fehlt leider Java komplett, beim Start von Programmen die eine JVM (Java Virtual Machine) benötigen, wird dies jedoch automatisch über Softwareaktualisierung nachgeladen.
Die restlichen ca. 240 neuen Features wie FaceTime oder iCloud werde ich dann in nächster Zeit beschäftigen. Der erste Eindruck ist meiner Meinung nach aber durchgehend positiv. Apple Mac OS X 10.7 wirkt aufgeräumt, stabil und ein wenig schneller als sein Vorgänger. Dabei sind es vor allem die vielen verbesserten Kleinigkeiten die den User erfreuen. Hatte natürlich auch nichts anderes erwartet – aber man weiß ja nie. Vom jetzigen Standpunkt aus gesagt waren die knapp vierundzwanzig Euro eine gute Investition. ­čÖé