Pünktliche Ankunft
25.07.2010 22:30 privat, reisenUnkommentiert

Ich kann es kaum glauben – aber es ist tatsächlich passiert: Mein Zug ist pünktlich in Frankfurt los gefahren und so gut wie pünktlich in München angekommen – die zwei Minuten die er hinter dem eigentlichen Fahrplan lag seien hier mal geschenkt. Hatte ja nicht gedacht dass ich nach all den Erfahrungen der letzten Wochen das noch mal erlebe. *froi*
Tags: db, deutsche-bahn, pünktlich
30 Minuten Bremsanlagenverspätung
23.07.2010 22:11 privat, reisenUnkommentiert

Heute bin ich mal eine Stunde später als sonst in München aufgebrochen und habe den ICE 528 mit Abfahrt 16:50 Uhr vom Münchner Hauptbahnhof genommen. Hauptgrund war erhöhter Arbeitsaufwand, aber ich hoffte natürlich auch dass ich dieses Mal einen ICE erwischen würde, der pünktlich in Frankfurt ankommt. Doch da hatte ich leider umsonst gehofft. Nachdem ich, dieses Mal recht knapp, mein Abteil und den reservierten Sitzplatz im hinteren Teil des Zuges erreicht hatte, ertönte schon wenig später das vertraute knacken in den Lautsprechern und die Stimme des Zugdienstleiters ertönte: Man habe Probleme mit der Bremsanlage und es würde zu Verspätungen bei der Abfahrt kommen, da man dies überprüfen müsste. Kurz darauf sah ich auch schon einen Bahnbediensteten, der an dem Eingang vor mir die gegenüberliegende Tür mit einem speziellen Schlüssel öffnete und auf der anderen Seite des Zuges auf die Gleise sprang. Ich befürchtete schon das schlimmste: Einen Komplettausfall des Zuges oder zumindest des eines Zugteiles – doch es ging mehr oder weniger glimpflich ab und wir verließen mit 25 Minuten Verspätung den Münchner Hauptbahnhof. Durch einen kleinen Halt auf freier Strecke kurz vor Aschaffenburg – das Gleis an dem unser Zug ankommen sollte war noch belegt – summierte sich die Gesamtverspätung heute auf insgesamt 30 Minuten. Wäre ja auch zu schön gewesen wenn wir mal pünktlich gewesen wären. Mir persönlich konnte es zwar egal sein – ich sehe so etwas inzwischen als Bahnvielfahrer auch mit einer sehr stoischen Betrachtungsweise – aber für Passagiere die ihre Anschlußzüge nicht erreichten, und das waren bestimmt nicht wenige, ist so etwas ärgerlich und trägt keinesfalls zur Rufverbesserung der Bahn bei. Dabei ist es in anderen Ländern aber wie ich gehört habe auch nicht besser. Ein Pärchen, das im ehemaligen Ostblock (Bulgarien und Ungarn) mit dem Zug unterwegs war, erzählte mir vor kurzem von Verspätungen von mehreren Stunden bis hin zu Totalausfällen der Züge. Daher möchte ich mich hiermit vom aktuellen Bahn-Bashing distanzieren – ich berichte nur wie es wirklich gewesen ist. Ich würde mich aber dennoch sehr freuen, wenn ich mal Fahrplankonform ankommen würde. Mal schauen wie es bei der Rückreise am Sonntag wird…
Tags: bahn, db, deutsche-bahn, ICE, Verspätung
ICE-Verspätung und Classic Beef Wrap
11.07.2010 23:55 convenience food, kulinarisches, privat, reisen1 Kommentar
Ich habe ja nichts gegen den Sommer. Neben einer Kalten muss es auch eine warme Jahreszeit geben, gerade wenn man auf einem Planeten mit Achsneigung wie diesem hier lebt – aber muss es dann gleich so unerträglich heiß werden? Als ich heute am späten Nachmittag wieder in Richtung München aufbrach, fand ich es wirklich schon fast unerträglich mit Koffer und Notebooktasche durch die erbarmungslose Sonne zum S-Bahnhof zu laufen. Trotz dem Wetter angepasster Kleidung kein wirklich erfreulicher Weg. Zumindest konnte ich dort ein schattiges Plätzchen hinter dem Wartehäuschen ergattern und war so für die paar Minuten bis zum Eintreffen der S-Bahn zumindest vor der unmittelbaren Einstrahlung geschützt. In der S-Bahn selbst waren zwar alle oberen Klappfenster geöffnet, aber die Temperatur im Innenraum war dennoch alles andere als angenehm. Doch das sollte eigentlich gar nicht das Hauptthema sein.
Am Frankfurter Hauptbahnhof angekommen erwartete mich nämlich gleich die nächste Überraschung.

“Mein” ICE hatte mal wieder Verspätung – und alles fing genau so an wie am Freitag, an dem ich sieben Stunden in diversen, teilweise heillos überfüllten Zügen verbracht hatte. Zuerst war mal wieder nur von 10 Minuten Verspätung die Rede, dann 15, 20 und schließlich 25 Minuten. Das selbe Schema wie einige Tage zuvor. Dazwischen wurde angesagt dass der ursprüngliche ICE aus Köln wegen eines Notarzteinsatzes (eventuell wegen einer ausgefallenen Klimaanlage wie man hier bei Spiegel.de lesen kann) sich mindestens 90 Minuten verspäten würde – die Verdachtsmomente wieder viele ungeplante zusätzliche Stunden auf dem Bahnsteig und im Zug verhärteten sich immer mehr. Denn genau dieser ICE sollte ja von Frankfurt aus weiter nach München fahren. Doch dieses Mal hatte die Bahn offensichtlich Gnade mit ihren Fahrgästen, denn tatsächlich nicht ganz eine halbe Stunde später traf ein anderer ICE mit abweichender Zugnummer ein, der als Ersatz-ICE für die Fahrt nach München dienen sollte. Und dieses Mal wurde es – obwohl der Bahnsteig berstend voll gewesen war – recht leer im Zug. Da die Lautsprecher nicht explizit verkündet hatten, dass dieser ICE 2821 der Ersatz für stark verspäteten bzw. ausgefallenen ICE 725 war – ich hatte mich einfach an einen Herrn vom Zugpersonal gewandt und gefragt – sind viele wohl nicht auf die Idee gekommen in diesen Zug einzusteigen. Falls dem so gewesen sei tut mir das zwar leid für all jene, die weiter am Bahnsteig gewartet haben – aber manchmal muss man eben das nehmen was gerade da ist.
Der Rest der Fahrt verlief mit insgesamt auf 40 Minuten auflaufende Verspätung dann ereignislos. Per Lautsprecher teilte man uns mit, dass der ursprüngliche ICE 725 durch betriebsfremde Personen im Gleis, Personenschaden und Feuerwehreinsatz auf sich um unbestimmte Zeit verspäten würde und daher dieser Zug als Ersatzzug verkehre. In der Haut der Fahrgäste, die heute von Köln nach München reisen wollten möchte ich nicht stecken – vor weit nach Mitternacht werden die wohl nicht in Bayerns Hauptstadt sein.
Gegen kurz nach 22:00 Uhr erreichten wir schließlich München und wie nicht anders zu erwarten gewesen war die S-Bahn in meine Richtung offensichtlich gerade abgefahren. Also hatte ich ein zwanzig Minuten und entschied mich dazu der McDonalds-Filiale im Untergeschoß einen kleinen Besuch abzustatten. Dabei fiel meine Wahl heute mal auf den Classic Beef Wrap – obwohl ich auch die Idee des NürnBurgers, einem Burger mit drei Bratwürsten, Röstzwiebeln und Senf ganz lustig fand wie ich zugeben muss. Aber ich hatte mich für den Wrap entschieden, der in einer Pappumverpackung zum aufreißen geliefert wurde.

Von der Tatsache mal abgesehen, dass die Abbildung aus der Werbung mal wieder stark übertrieben war – denn von aus dem Tortilla quellenden Salatblättern und Beef sieht man bei echten Wrap nicht viel – muss ich zugeben dass dass dieses Ding wirklich sehr lecker ist.
Zwischen den regulären Salatblättern finden sich dabei tatsächlich auch einige Stücke von Ruccola – aber am dominantesten finde ich den wirklich sehr Geschmack nach mit Pfeffer gewürzten Rindfleisch, dass mit Röstzwiebeln, etwas Käse und Sour Cream versehen ist.

Mit Sicherheit kein wirklich diätisches Lebensmittel, so ein Wrap hat immerhin 570kcal oder 16 WW ProPoints pro Portion, aber einmal in der Woche kann man schon mal sündigen.
Tags: Classic Beef, db, deutsche-bahn, ICE, mcdonalds, McWrap, reisen, Verspätung, wrap
Mega-Verspätung
9.07.2010 23:35 privat, reisen9 Kommentare
Wie üblich machte ich mich heute gegen 15:00 Uhr auf den Weg zum S-Bahnhof, um mich auf den Weg in Richtung Hessen zu machen. Ich hatte zwar etwas gehadert ob ich nicht lieber doch im schönen München bleiben sollte, aber aus privaten Gründen hatte ich mich dennoch entschlossen den Weg auf mich zu nehmen. Doch die ganze Reise stand scheinbar unter keinem guten Vorzeichen – bereits am Münchner Ostbahnhof hielt meine S-Bahn unerwartet lange und letztlich wurden alle Fahrgäste aus- bzw. umzusteigen und eine andere Bahn in Richtung Hauptbahnhof zu nehmen. Entsprechend überfüllt war diese natürlich und an einen Sitzplatz war von vornherein nicht zu denken – man war froh wenn man einigermaßen unbehelligt irgendwo stehen konnte ohne einen der Ein- bzw. Aussteigenden zu behindern. Und wie man ja weiß scheinen die meisten Menschen in öffentlichen Verkehrsmitteln stumm zu sein, denn anstatt darum zu Bitten doch Platz zu machen wird einfach geschubst, gedrängelt und gestoßen. Schließlich erreichte ich aber wie gewohnt den Hauptbahnhof und hatte sogar – zumindest rein theoretisch – noch 10 Minuten bis mein Zug ging.
Theorie ist ja was schönes, aber die Praxis der Deutschen Bahn machte mir natürlich einen ziemlichen Strich durch die Rechnung. Wie man aus den Lautsprechern erfuhr, hatte es einen Notarzteinsatz im ICE 623 gegeben und man rechne mit 80 Minuten Verspätung – der ICE 620 sollte aber “nur” 10, später 15 Minuten später eintreffen.

Das kam mir von Anfang an etwas seltsam vor, denn wie ich von früheren Fahrten weiß wird besagter ICE 623 aus Köln in München zum 620er und fährt zurück in Richtung Köln. Doch vielleicht stellte man ja einen Ersatzzug zur Verfügung oder hatte sich eine andere Lösung ausgedacht. Doch Pustekuchen – aus den 15 wurden schnell 40 Minuten. Spürbare Verärgerung machte sich breit und in die Menschenmassen die am Bahnsteig warteten kam Bewegung. Viele verließen das Gleis um offensichtlich irgendwo anders zu warten, noch etwas zu essen oder was auch immer. Auch ich besorgte mir noch etwas Flüssiges – das heutige Wetter riet dazu viel und regelmäßig zu trinken – verbrachte aber die meiste Zeit auf dem Gleis und las. Nach fast einer Stunde kam dann endlich der Zug – besagter ICE 623 – und wurde umgehend zum ICE 620 umgelabelt. Menschentrauben bildeten sich an den Ausgängen, aus denen natürlich erst einmal die ankommenden Fahrgäste strömten. Ich konnte – so dachte ich zumindest – gelassen bleiben, denn wie üblich hatte ich eine Sitzplatzreservierung. Doch weit gefehlt, denn schon bald stauten sich die Menschen auf den Gängen. Kein vor und kein zurück. Irgendwann erbarmte man sich aber und ließ all jene mit Reservierung passieren und ich konnte endlich zu meinem Platz gelangen, der zwar Besetzt war, aber anstandslos freigegeben wurde. 68 Minuten Verspätung waren es inzwischen – und es sollte noch besser werden. Eigentlich hält dieser ICE nicht in Ingolstadt, doch wie man uns kurz vor diesem Bahnhof über Lautsprecher mitteilte hätte die Streckenleitung der Bahn beschlossen, dass wir dort zu halten hätten um weitere Fahrgäste aufzunehmen. Nun wurde der Zug richtig voll – die hineinströmenden Fahrgäste blockierten selbst die Gänge und ließen sich teilweise dort sogar auf dem Boden nieder, was aber niemanden störte da es ja eh nicht mehr vor oder zurück ging. Es wurde via Lautsprecher sogar verkündet, dass der Zug seine Kapazitätsgrenze erreicht hätte und dass die Fahrgäste doch bitte gebeten würden die Türen frei zu machen – ansonsten würde der Zug hier in Ingolstadt enden. So ganz nahm man diese Drohung aber nicht für voll, denn kurz darauf konnte ich uniformierte DB-Bedienstete (früher Schaffner) im Laufschritt am Zug entlang eilen um den Zug Abfahrfertig zu machen. Die Verspätung war auf 90 Minuten gestiegen, als wir endlich Ingolstadt verließen.
Doch wer glaubt dass damit bereits das Maß erreicht ist, irrt gewaltig. Kurz vor Nürnberg wurde wieder via Lautsprecher verkündet dass wir kurz vor Nürnberg auf einem Nebengleis halten und die Fahrtrichtung ändern würden. Grund war wie man uns mitteilte, dass im Leitstand des Lokführers die Klimaanlage ausgefallen sei und man bei über 50 Grad Innentemperatur gesundheitliche Bedenken hätte, den Mann weiter das Fahrzeug zu fahren. Also stoppte der Zug ein weiteres Mal unplanmäßig und während der mindestens 15 Minuten Haltezeit sahen wir den Lokführer draußen an uns vorbei spazieren, um sein klimatisierten Führerstand auf der anderen Seite zu erreichen. Glücklicherweise funktionierte die Klimaanlage in meinem Wagon zumindest dies Mal – auch da hatte ich ja schon ganz anderes erlebt.
Nun ging es weiter und über Nürnberg und Würzburg verlief die Fahrt erst einmal ereignislos. Sehr nett fand ich aber, dass meine gegenüber sitzende Mitreisende, die in Würzburg ausstieg, einer Nonne im Alter von über siebzig Jahren doch tatsächlich ihren Platz frei machte – eine sehr nette Geste muss ich sagen.
Kurz vor Aschaffenburg kam dann die nächste Überraschung: Man verkündete uns dass der Zug dieses Mal NICHT am Frankfurter Hauptbahnhof halten würde, sondern nur in Frankfurt Süd und in Frankfurt Flughafen. Super muss ich sagen, denn meine S-Bahn ging nur vom Hauptbahnhof. Jetzt stand ich vor der Wahl in Süd oder am Flughafen auszusteigen. Letztlich entschied ich mich für Frankfurt Süd, um dann von dort zum Hauptbahnhof zu reisen. Gehalten hatte ich im Rahmen meiner Reisen nach Köln schon einige Male in Frankfurt Süd, aber ausgestiegen war ich dort noch nicht. Bekanntestes Gebäude hier in Frankfurt-Sachsenhausen ist übrigens der Henninger-Turm, den ich schon einige Male gesehen, aber nie abgelichtet hatte. Das holte ich gleich mal nach während ich auch die S-Bahn wartete.

Bahnhof Frankfurt Süd mit Henninger-Turm
Dort angekommen ging es mit der S4 über Lokalbahnhof, Konstabler Wache und Taunusanlage zum Hauptbahnhof. Wie es das Glück wollte, war die S-Bahn in meine Richtung scheinbar gerade abgefahren und ich durfte noch einmal 30 Minuten warten bis ich endlich in einer fast auf Saunatemperatur aufgeheizten S-Bahn die Fahrt in Richtung meines Endziels antreten durfte. Ein Taxi vom Flughafen wäre hier vielleicht die bessere Wahl gewesen – aber ich hatte ja meine Fahrkarte bis zum Endbahnhof, da wollte ich diese zusätzliche Ausgabe sparen. Kurz nach 22:00 Uhr erreichte ich dies endlich – 7 Stunden nach meinem Aufbruch in München! Normalerweise schaffe ich das Ganze in 3:45 Stunden. Ein neuer Negativrekord.
Heute war das erste Mal dass ich wirklich bereut habe, mich fürs Bahnfahren entschieden zu haben – aber ein Switch auf Alternativen ist jetzt, kurz nachdem ich eine neue Bahncard 50 comfort erhalten habe natürlich nicht mehr so einfach möglich. Bleibt nur zu hoffen dass dies die Ausnahme bleibt. Obwohl ich beim Autofahren natürlich nicht so viel erlebt hätte.
Mann, Mann Mann….
Tags: db, deutsche-bahn, ICE, münchen-frankfurt, richtungswechsel, Verspätung
Froop Waldfrucht, Pflaumen und warum ich lieber Zug fahre
28.06.2010 08:50 breakfast, kulinarisches, meinungUnkommentiert
Gestern bin ich, nachdem ich mir natürlich vorher beim Bügeln noch das WM Spiel Deutschland-England angesehen hatte, zurück nach München aufgebrochen. Aus organisatorischen Gründen fuhr ich dieses Mal mit einem der firmeneigenen Poolwagen in Richtung München und wählte die Strecke A3 und A9, die meiner Meinung nach Fahrtechnisch etwas günstiger liegt als die Alternative über die A5 und A8. Die Fahrt verlief auch aufgrund des niedrigen LKW-Aufkommens soweit recht flüssig, aber ich wurde ein weiteres Mal in meiner Meinung bestärkt dass Zugfahren einfach weitaus entspannter ist.
Nur ein Beispiel von Mehreren war eine Situation als ich mit ca. 220 km/h (könnte auch schneller gewesen sein) gerade einige Autos überholte, die sich auf der Mittelspur befanden. Schneller konnte ich nicht fahren, da ein Audi Q7 und weitere Autos vor mir mit etwa der selben Geschwindigkeit fuhren. Plötzlich sehe ich im Rückspiegel, wie mir ein VW (Passat oder großer Golf, da bin ich nicht sicher) mit aufgeblendetem Fernlicht fast auf der Stoßstange hängt. Sagt mal: Haben solche Leute ein Ei am Kreisen? Sehen die nicht dass ich bei der Geschwindigkeit und bei dem Verkehrsaufkommen kaum nach rechts fahren kann. Aber der Vollprolet, der offensichtlich am Steuer des drängelnden Wagens saß ließ nicht locker und drängelte und nötigte mich weiter. Der Witz war, dass als ich den Überholvorgang beendet und auf die Mittelspur ausgewichen war dieser Drängler plötzlich nicht mehr genügend Power unter der Haube zu haben schien und ständig links hinter mit hängen blieb, so dass ich schließlich aufgrund des vorherfahrenden Verkehrs bremsen musste und er endlich vorbei zog. Wollte er mich ausbremsen nur weil ich ihn nicht vorbei gelassen hatte? Solchen Leuten sollte man nicht nur den Führerschein auf Lebenszeit entziehen – ich könnte mir weitaus bessere Strafen vorstellen, die ich aber aufgrund des Jugendschutzes hier leider nicht niederschreiben kann.
Es ist nichts dagegen zu sagen, einen hartnäckigen Linksfahrer bei freier rechter Fahrspur durch kurzes aufblenden der Scheinwerfer darauf hinzuweisen, die Bahn frei zu machen – aber wenn es die Verkehrssituation nun mal nicht anders zulässt sollte sich doch auch der schnellere Fahrer damit abgeben dass er kurz seine Geschwindigkeit reduzieren muss. Das Unterschreiten jeglichen Sicherheitsabstandes und vorsätzliche Nötigung des anderen Fahrers halte ich da für keine Alternative. Vor allem würde ein solcher Fahrzeugführer doch selbst wenn man ihnen Platz machen würde, sofort hinter dem nächsten Auto klemmen und es bedrängeln.
Ich kann bei so etwas mal wieder wirklich nur mit dem Kopf schütteln und mein Bedauern für so wenig Vorraussicht ausdrücken. Vor dem drehen des Zündschlüssel sollte man das Gehirn einschalten, nicht deaktivieren. Würden mehr Autofahrer nicht mit Tunnelblick und bei ausgeschaltetem Verstand fahren, sondern auch die Gesamtverkehrssituation in ihren Fahrstil einkalkulieren, würde der Verkehr weitaus besser und ruhiger fließen. Die deutsche Autobahn ist doch kein Kriegsgebiet, auf der die schnellen Fahrer die langsamen bekämpfen, nötigen und wegdrängeln müssen. Ein bisschen mehr Rücksicht täte allen gut.
Es gibt aber auch andere Situationen, die besonders gerne von den niedriger motorisierten Verkehrsteilnehmern provoziert werden. Mein absoluter “Liebling”, den ich gestern auch wieder erlebt habe, ist dabei folgende Verkehrslage: Man stelle sich eine zweispurige Autobahn mit mäßigen Verkehrsaufkommen vor, man selbst fährt mit hoher Geschwindigkeit auf der linken Spur, rechts ist in einiger Entfernung ein LKW und dahinter ein langsam fahrender PKW. Kein weiteres Auto befindet sich in sichtbarer Reichweite vor mir und auch hinter mir ist einiger Platz. Jedes einigermaßen mit Verstand ausgestattete, vernunftbegabte Wesen würde doch in einer solchen Verkehrssituation warten bis das schnellere Fahrzeug vorbei gefahren ist und dann hinter dem LKW ausscheren um zu überholen. Aber nein, warum sollte er warten? Kurz bevor man selbst mit hoher Geschwindigkeit zum überholen ansetzt, setzt der langsame PKW den Blinker und will jetzt plötzlich am LKW vorbei, obwohl er doch die mehreren Kilometer die er einsam hinter dem LKW hergefahren ist schon längst die Gelegenheit hätte nutzen können. Warten solche Leute mit Absicht darauf, bis jemand kommt den sie ausbremsen können? Auch solchen Leuten sollte, so finde ich, wegen vorsätzlicher oder fahrlässiger Verkehrsgefährdung der Prozess gemacht werden können. Es hat schon seinen Grund warum ich eine Zugfahrt dem Autofahren auf Langstrecke in den meisten Fällen vorziehe.
Letztlich bin ich aber ohne Probleme in München angekommen und heute früh dann mit dem Wagen auch zur Arbeit gefahren. Dabei fehlte mir zwar meine allmorgendliche Bewegung, die ich ja sehr zu schätzen gelernt habe, aber es ging leider nicht anders. Nachdem ich den Wagen abgestellt und mir einen Kaffee im Kantinenbistro geholte hatte, ergänzte ich ihn mit zwei Pflaumen und einem 150g Becher Froop Waldfrucht zu meinem heutigen Frühstück. Mit 156kcal oder 4 WW ProPoints absolut im Rahmen. Und das schaumige Fruchtgemisch mit dem milden Joghurt eines Bechers Froop ist wie ich finde auch eine absolut leckere und empfehlenswerte Joghurtzubereitung – alle Vorbehalte gegen Müller jetzt mal außen vor. Mir hats auf jeden Fall sehr gut geschmeckt.
Guten Appetit

Tags: autobahn, breakfast, coffee, essen, frühstück, froop, kaffee, müller, nahrung, nahrungsmittel, obst, pflaumen, reisen, waldfrucht
Richtungsänderung und Verspätung
25.06.2010 21:35 privat, reisen2 Kommentare
Heute nahm ich mal wieder den ICE von München in Richtung Frankfurt. Sah zuerst auch alles gut aus: Ich hatte eine Sitzplatzreservierung im ersten Wagen direkt hinter dem Zugführerabteil mit Tisch, ich würde also ganz vorne am Gleis in Frankfurt ankommen. Und der Zug sollte pünktlich und am angekündigten Gleis abfahren. Doch als ich das Großraumabteil betrat, musste ich sofort feststellen dass es hier ziemlich heiß war. Kurz darauf erfuhren wir dass die Klimaanlage ausgefallen war – und das bei den heutigen Temperaturen. Eigentlich hätte es nur noch gefehlt dass der Schaffner einen Aufguss macht und ein wenig mit dem Handtuch durch das Abteil wedelt – der Schweißfluss war auf jeden Fall recht ähnlich. Dass man kurz nach dem Start kostenlos Wasser an die Fahrgäste verteilte war da nur ein schwacher Trost. Der Zugführer hatte offensichtlich wegen der Hitze das Fenster geöffnet und fuhr daher auch eher langsam auf der Strecke in Richtung Nürnberg. Dass einer der Fahrgäste hinter der Führungskabine rief, er solle doch endlich mal das Fenster schließen und Gas geben ignorierte er dabei erst einmal, irgendwann tat er es dann aber und wir wurden schneller.
Zwischen München und Nürnberg tat es in voller Fahrt einen Schlag an der Spitze des Zuges und wir bremsten stark ab – nach kurzem nahmen wir aber wieder Fahrt auf. Ein Wildschaden? Schlimmeres mit Personenschaden hätte wohl einen Vollstop nach sich gezogen. Ich glaube jedenfalls dass dieser Schlag es letztlich war, der die Zugleitung oder wer auch immer das zu entscheiden hat die Fahrtrichtung des Zuges kurz vor der Einfahrt in den Nürnberger Hauptbahnhof ändern ließ. Irgendwo im Südosten Nürnbergs – ich konnte das Frankenstadion und großen Dutzendteich rechts sehen, hielt der Zug auf freier Strecke, der Zugführer kam aus dem Frontkabine und verschwand schnellen Schrittes in Richtung des anderen Zugendes. Etwa fünf Minuten später ging es in die andere Richtung wieder los – während ich mit den anderen Fahrgästen weiterhin im eigenen Saft langsam vor uns hin dünsteten. Mit fünfzehn Minuten Verspätung kamen wir schließlich in Nürnberg an und schafften es auch nicht diese Verspätung auf den Rest der Strecke aufzuholen. Da wir noch einmal bei Würzburg kurz einen Vollhalt einlegten, baute sich diese Verspätung sogar noch auf 21 Minuten aus. Dadurch verpasste ich in Frankfurt, wo ich jetzt natürlich ganz hinten auf dem Gleis ankam, auch noch gleich knapp meine S-Bahn und musste meine eine halbe Stunde zusätzlich warten. Dennoch sehe ich es auch positiv: Kein Stau, keine drängelnden Raser und ich konnte mein aktuelles Buch weiter lesen. Nur dass mit den Klimaanlagen sollten die Bahn dringend in den Griff kriegen – es war nicht das erste Mal dass sie auf dieser Strecke ausgefallen war. Vor einigen Wochen gab es bereits einen ähnlichen Vorfall, nur waren die Temperaturen da noch niedriger. Wenn das Wetter aber so bleibt, wonach es ja aktuell aussieht, macht Zugfahren in einem Backofen-Abteil wirklich weniger Spaß. Ich hatte sogar kurz überlegt in Würzberg auszusteigen und den nächsten Zug Richtung Frankfurt zu nehmen, hatte mich dann aber doch dagegen entschieden. Aber dann wäre ich womöglich noch später angekommen…
Update auf iOS 4.0
24.06.2010 23:24 mac&more, privat1 Kommentar
Es ist geschafft – das Update meines iPhone auf iOS 4.0 ist vollzogen. Aber was war das für ein Krampf. In München verfüge ich ja “nur” über EDGE/UMTS/HSDPA (je nach aktueller Tageslaune der hiesigen Funkzelle), und ein Download von 292MB dauert da schon seine Zeit. Am Montag, dem Release-Tag von iOS 4.0, war die Download-Geschwindigkeit so unter aller Sau dass ich es kurz vor Mitternacht abgebrochen hatte.
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Am Dienstag gelang es mir zumindest bis zur Bettzeit das Update herunter zu laden – installieren war aber nicht mehr drin.
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Gestern war ja nun Fußball angesagt, daher gab es keinerlei Fortschritt – aber heute Abend war es nun endlich soweit und ich konnte mein Telefon Multifunktionsgerät endlich auf die aktuelle Betriebssystem-Version zu bringen. Hat mich auch von kurz nach 20:00 Uhr bis bis 22:30 Uhr gekostet – sichern, update, wiederherstellen, aufspielen der Apps, aufspielen von Audio & Video. Dann war es endlich vollbracht – Hallelulja!!!!11elf.

Scheint alles – wie nicht anders erwartet – ohne Probleme geklappt zu haben. Der zusammengefasste Maileingang ist auf den ersten Blick schon mal eine der wirklich erfreulichen Neuerungen und war auch dringend notwendig. Ärgerlich hier nur: Von einem POP3 Account hat iOS Mail 53 bereits längst gelesene Mails als ungelesen geladen. BTW: Konnte man die Signatur bei Antwortmails bei der alten Version auch schon einstellen?
Multitasking ist bei meinem “alten” 3G iPhone (iPhone 4 gibt es sobald möglich) ja eh nicht und müsste auch von der jeweiligen App unterstützt werden – (also erst mal drauf geschissen, bin bisher auch ohne zurecht gekommen) – aber die Ordnerfunktion hat schon mal was. Den Rest muss ich noch in der nächsten Zeit mal ein wenig evaluieren. Es wurde in den einschlägigen Technik/Apple-Blogs ja auch schon genug über die ganzen neuen Funktionen berichtet, von daher werde ich hier darauf verzichten näher darauf einzugehen. Bin nur froh dass es endlich geschafft ist.
Für die meisten Internet-Sachen reicht mobiler Zugang ja aus, aber bei größeren Updates ist die eingeschränkte Geschwindigkeit wirklich eine Last. Hier wäre LTE oder noch besseres schon was feines. Aber so weit ist Deutschland in der Mobilfunktechnik ja leider noch nicht.
Verspätung, Gleiswechsel und Verwirrung
11.06.2010 21:12 privat, reisenUnkommentiert
Natürlich bin ich heute mal wieder zum Wochenende mit der Bahn gefahren. Bis auf häufige “Änderungen der Wagenreihenfolge” hatte es dort aber so gut wie keine nennenswerten Probleme gegeben. Ein paar Minuten Verspätung, aber nichts außerhalb der Toleranzgrenze. Aber heute gab es mal wieder ein ziemliches Chaos. Grund war ein Brand irgendwo bei Garching mit Feuerwehreinsatz, der den ICE der eigentlich eine Stunde vor meinem in Richtung Frankfurt fährt eine Verspätung von 50 Minuten einbrachte.

Hätte mich ja eigentlich nicht tangiert, wären da nicht die vielen Fahrgäste gewesen die genau an dem Bahnsteig warteten, wo eigentlich mein Zug fahren sollte, sie aber noch auf ihre Fahrgelegenheit warteten. Die Bahn hatte zwei Angestellte in Uniform am Aufgang des Gleises postiert, welche die Fragen der anderen Gäste beantworteten. Ich brauchte meine gar nicht mehr zu stellen, da die teilweise sehr aggressiv nach vorne drängenden anderen Gäste sie bereits gestellt hatten: Der nachfolgende Zug würde pünktlich eintreffen und würde höchstwahrscheinlich von diesem Gleis abfahren. Also ging ich aufs Gleis hinaus und harrte der Dinge die da kommen sollte. Der Vorgängerzug war inzwischen eingetroffen und die Fahrgäste bestürmten die neben den Türen wartenden Zugbegleiter wieder mit ihren Fragen. Irgendwann plärrte es aber in den Lautsprechern und ich mußte mich ein Stück auf einen von ihnen zubewegen, um im allgemeinen Krach die Ansage zu verstehen. “Der ICE xyz nach Frankfurt würde abweichend vom Gleis 14 abfahren.” wurde dort zum Glück noch mal wiederholt und nun auch von mir und vielen anderen Fahrgästen verstanden. “Gleis 14?” hallten die Fragen der weiter weg stehenden Bahnfahrer und wurden von mir und den anderen umherstehenden bestätigt.
Ein Blick auf die Uhr zeigte: Noch drei Minuten bis zur planmäßigen Abfahrt des Zuges. Panik schien durch die Menschen zu gehen und teilweise rücksichtslos stürmten alle, ihre Rollkoffer hinter sich her ziehend oder vor sich her schiebend (diese neueren Teile mit vier Rollen eignen sich übrigens absolut nicht für schnelles Laufen) in Richtung des neuen Gleises. Dort stand aber noch gar kein Zug, was mal wieder zeigte dass die ganze Panik vollkommen umsonst war.
Wenig später traf dann ein ICE ein – aus Köln kommend – trug aber eine vollkommen andere Nummer. Nachdem die eintreffenden Fahrgäste ausgestiegen waren, erschien “Bitte nicht einsteigen / Do not board” auf den Seiten der Wagons, was natürlich einige Leute nicht davon abhielt trotzdem in den Zug zu laufen. Da kann ich echt nur mit dem Kopf schütteln. Ich wartete noch, es konnte ja immer noch passieren dass man diesen Zug zum Reinigen weg fuhr und ein weiterer kam. Aber falsch vermutet, eine weitere Lautsprecheransage teilte mit das der ICE
Letztlich wurden es dann 38 Minuten Verspätung und dann hatten man auch noch den Gleis für meine S-Bahn geändert und ich hatte gerade mal 3 Minuten Zeit um von der einen Seite der Frankfurter Bahnhofshalle zu laufen. Zum Glück erwischte ich dort die S-Bahn noch gerade so. Ob ich im Auto mit den ganzen übermotorisierten Spinnern und Dränglern und den Staus aus München raus weniger Streß gehabt hätte sei aber mal so dahin gestellt. So konnte ich wenigstens ein wenig lesen und am Rechner arbeiten. Bahn fahren hat schon gewisse Vorteile – für Brände und Streckensperrungen kann man der Firma ja schlecht einen Vorwurf machen.
Tags: bahn, db, deutsche-bahn, gleiswechsel, hauptbahnhof, münchen, Verspätung
Zweiter Tag Packstation defekt
10.06.2010 21:01 privat1 Kommentar
Bereits gestern Abend wollte ich ein Päckchen abholen und musste feststellen dass die Packstation an die ich es hatte schicken lassen defekt war. Das sah ich noch als Pech an, kann natürlich mal passieren. Als ich aber heute an die Packstation kam und das Gerät immer noch defekt war, war ich verständlicherweise verärgert. Gerade so eine wichtige Einrichtung wie eine Packstation sollte doch sofort oder zumindest innerhalb von 24 Stunden repariert werden. Gerade wenn sich noch Pakete von Kunden darin befinden!! Arbeiten die Servicetechniker der Deutschen Post nur am Dienstag und Mittwoch von 11:00 bis 14:00 Uhr (natürlich bei mindestens einer Stunde Mittagspause)? Ich habe natürlich gleich mal die 0180er Nummer angerufen und mich erkundigt wann man gedenke das Ding zu fixen. Viel konnte mir die Frau am anderen Ende auch nicht sagen – nur das es bis zu 3 Tagen dauern kann. Super. Toller Service. Wenn sie die Pakete zumindest zur nächsten Postfiliale gebracht hätten. Dabei hatte ich mich schon so darauf gefreut, mein neues Buch morgen im Zug zu lesen. Schönen Dank auch! 
Tags: defekt, deutsche post, packstation, päckchen
Not my president
1.06.2010 23:05 meinung, politik4 Kommentare
Ursula “Zensursula” von der Leyen oder Wolfgang “Stasi 2.0″ Schäuble als Bundespräsident(in)?
Eine Frau die mit fadenscheinig Begründungen versucht hat eine staatlich kontrollierte Zensurinfrastruktur im deutschen Internet einzuführen, sich dabei keiner politischen Diskussion mit ihren Kritikern gestellt, polarisiert und ihre Gegner sogar teilweise auf infame Weise diffamiert hat als deutsches Staatsoberhaupt?
Nein danke!
Aber Schäuble, der ehemalige Bundesinnenminister, der (zum Glück größtenteils erfolglos) unter dem scheinheiligen Argument erhöhter Sicherheit vor Terrorismus den Maßnahmen die einem Überwachungsstaat gleichen propagiert hat? Ein Mann, der “vergessen” hat während Kohls Klüngelrepublik Regierungszeit eine “Parteispende” in Höhe von 100.000 DM vom Waffenhändler Karlheinz Schreiber angenommen zu haben?
Ebenfalls: Nein danke.
Gibt es keine tragbareren Alternativen? Frau Merkel? Anyone? Ich mein ja nur…
[Bild gefunden bei Soup.io]
Nachtrag: Bei Netzpolitik gibts auch einen sehr lesenenwerten Artikel zu diesem Thema
Tags: bunderpräsidentschaft, meinung, politik, schäuble, von der leyen



