Archive for the ‘meinung’ Category

Erst mal kein DSL mehr – Dank Telekom!

Wednesday, July 15th, 2015

Eigentlich sollte heute ja mein VDSL-Zugang freigeschaltet werden – angeblich ohne Techniker-Termin vor Ort. Doch – als hätte ich es nicht ahnen können – ging, als ich Abends nach Hause kam, gar nichts mehr. Also habe ich die Hotline des Anbieters angerufen und erst mal 15 Minuten in der Warteschleife auf die normale Kundenbetreuung gewartet, da diese auf meinem Auftrag angegeben war. Dort konnte man mir aber trotz einiger Bemühungen nicht helfen, gab mir aber einer Technik-Hotline. Dort habe ich wieder fast eine geschlagene Stunde (!) in der Warteschleife gehangen. Als ich endlich jemand erreicht hatte, bemühte sich die junge Frau jedenfalls und versuchte herauszufinden was passiert war und gab mir auch einige Tipps, die jedoch alle nichts brachten. Nachdem sie mich das dritte Mal wegen Rückfragen die sie stellen wollte wieder in die Warteschleife geschaltet hatte, flog ich plötzlich aus der Leitung. Na super… Also habe ich noch mal angerufen, wieder eine geschlagene Dreiviertelstunde gewartet bis ich mit jemanden persönlich sprechen konnte. Diese Person fand dann heraus, dass der Telekom-Techniker wegen “sonstigen Gründen” keine Schaltung hatte vornehmen können, meinen alten Zugang aber dennoch abgeschaltet hatte. Nächster möglicher Technikertermin wäre: nächste Woche Donnerstag – anders geht es bei der Telekom leider nicht. Und dieses Mal soll ich aber vor Ort sein. Sagt mal: Gehts noch??? Denkt ihr nicht mit oder macht ihr das mit böswilliger Absicht??? Das heißt jetzt also erst Mal für mich: Eine Woche nur Zugang zum Internet über LTE am Smartphone – natürlich volumenbegrenzt – bis das DSL wieder geht. Wenn überhaupt, vielleicht hat der Telekom-Techniker nächste Woche ja wieder keine Lust und es dauert noch mal eine Woche länger nachdem ich wieder über 2 Stunden in irgendwelchen Warteschleifen von Hotlines verbracht habe, um überhaupt heraus zu finden was überhaupt los ist. Und um dem Ganzen die Krone aufzusetzen raucht, während ich in der Warteschleife hänge, auch noch mein Mailserver ab (- läuft aber inzwischen wieder). An solchen Tagen sollte man wirklich am besten im Bett bleiben.
Theoretisch könnte man der Telekom, die ja auch bei Drittanbietern wie im vorliegenden Fall die eigentlichen Techniker für die Schaltung entsendet, wirklich vorsätzliche Nötigung der DSl-Kunden und Geschäftsschädigung der Mitbewerber unterstellen, wenn sie bei DSL-Zugängen solche Dinger abzieht. Und dabei nicht mal einen Zettel in den Briefkasten wirft oder den Betroffenen anderweitig informiert, so dass sich dieser nicht erst stundenlang an irgendwelchen Hotlines durchfragen muss, um herauszufinden, was eigentlich los ist.
Dabei hätte ich ja eigentlich wissen sollen: Never touch a running system- es bringt dir in den meisten Fällen nur Problem und Ärger ein.

Nachtrag 23.07.2015: Heute war endlich der Telekom-Techniker da und hat mir die Leitung geschaltet. Endlich wieder Internet ohne Volumenbegrenzung und mit mehr als nur anständiger Geschwindigkeit. Eigentlich ist es ja eine Frechheit sondergleichen, dass man als Mobilfunk-Provider einen auf 1 oder 2 GB beschränkten Zugang überhaupt “Flat” nennen darf.

Hochland Toast it! – der Kurztest

Thursday, May 29th, 2014

Vor kurzem entdeckte ich im Kühlregal eines hiesigen Edeka-Supermarktes endlich mal wieder ein Fertiggericht, das es mir wert schien einem kurzen Test unterzogen zu werden: Toast it! der Firma Hochland. Als Fan von überbackenen Toasts aller Art kenne ich natürlich die Mühe, den Sandwichtoaster hinterher sauber zu machen, da schien mir so ein Fertiggericht doch mal eine Alternative, die man zumindest ausprobieren sollte. Zumal es der Hersteller auf der Verpackung auch noch explizit anpreist, dass der Toaster sauber bleibt.
Angeboten werden laut Webseite des Herstellers die Sorten Käse, Tomate & Kräuter, Käse & Salami sowie Käse & Schinken, bekommen habe ich aber im Supermarkt nur die ersten beiden Varianten, jeweils zum Preis von 2,49 Euro.

01 - Hochland Toast it! - Packung vorne / Package front
Packung – Front

02 - Hochland Toast it - Packung hinten / Package back
Packung – Rückseite

Die vegetarische Variante Käse, Tomate & Kräuter besteht laut Hersteller aus Mehl, Wasser, Käse (10%), Butter, Tomaten (4%), Magermilchpulver, Rapsöl, Tomatenmark (2%), Hefe, Speisesalz, Schmelzsalz, Gelatine, Zucker, Aroma, Milcheiweiß, Konservierungsstoffen (Kaliumsorbat, Sorbinsäue), Hefextrakt, Branntweinessig, Stärke, Antioxidationsmittel (Natriumscorbat), Laktose, Kräuter, Zitronensaft und Gewürzen und kann Spuren von Soja enthalten. Beim der Variante Käse & Salami finden wir Mehl, Wasser, Käse (10%), Salami (10%), Magermilchpulver, Butter, Gurken, Rapsöl, Hefe, Speisesalz, Schmelzsalze (Natriumcitrate, Polyphosphate), Gelatine, Zucker, Lauch, Aroma, Konservierungsstoffen (Kaliumsorbat, Sorbinsäue), Hefeextrakt, Branntweinessig, Stärke, als Antioxidationsmittel Natriumscorbat, Oregano, Gewürze, Maltrodextrin, als Farbstoff Beta-Carotin und Rauch auf der Zutatenliste. Auch hier können Spuren von Soja enthalten sein.
In jeder Packung finden sich zwei separat in Folie verpackte Toasts, die bereits vorgebacken zu sein scheinen. Praktischerweise hat der Hersteller sowohl das Ablaufdatum als auch die Bezeichnung des Inhalts noch einmal auf die Folie gedruckt. Und auch der Hinweis, dass die Folie vor dem Backen entfernt werden muss darf natürlich nicht fehlen.

03 - Hochland Toast it - in Folie / In foil

Dank vorgefertigten Laschen, die natürlich auch genau bezeichnet sind, lässt sich die Folie ohne Probleme öffnen und sich der Toast entnehmen. Danach kann man sie kaum von einem bereits fertigen Toast unterscheiden, abgesehen davon dass sie natürlich noch kalt sind.

04 - Hochland Toast it! - ausgepackt / unwrapped

Als primäre Zubereitung wird auf der Packung 4 Minuten im Toaster vorgeschlagen, alternativ kann man den Toast aber auch bei 180 Grad für 8 bis 10 Minuten in den Backofen schieben. Ich entschloss mich dazu, mal beide Varianten auszuprobieren um zu sehen ob es einen signifikanten Unterschied des Ergebnisses gibt.

05 - Hochland Toast it! - Im Toaster
Im Toaster

06 - Hochland Toast it! - Im Ofen / In oven
Im Ofen

Visuell gibt es nach dem toasten/backen schon mal keinen Unterschied, beide Toastvarianten sehen noch genau so aus wie vorher, nur die Temperatur hat sich geändert.

07 - Hochland Toast it! - Fertig gebacken / Finished baking
Fertig gebacken

Ich beschloss, sie vor dem servieren noch einmal quer zu halbieren.

08 - Hochland Toast it! - Serviert / Serviert
Serviert

09 - Hochland Toast it! Käse, Tomate & Kräuter / Cheese, tomato & herbs - Seitenansicht / Side view
Toast it! Käse, Tomate & Kräuter – Seitenansicht

10 - Hochland Toast it! Käse & Salami / Cheese & salami - Seitensansicht / Side view
Toast it! Käse & Salami – Seitenansicht

Das Ergebnis war natürlich ein Himmelweiter Unterschied von dem auf der Verpackung angepriesenen und gezeigten Toasts, die noch dampfen und bei denen der Käse locker zwischen den beiden Toastscheiben heraus läuft. Nicht dass ich es anders erwartet hätte, der Vollständigkeit halber will ich es aber erwähnen.

11 - Hochland Toast it! - Vergleich Käse, Tomate & Kräuter 12 - Hochland Toast it! - Vergleich Käse & Salami
Vergleich Realität & Aufdruck

Die im Ofen gebackenen Toasts waren meiner Meinung nach einen kleinen Deut knuspriger als die getoasteten, aber der Unterschied war wirklich nur marginal und rechtfertigt die mehr als doppelte Zubereitungszeit (inkl. des Vorheizens des Ofens) eigentlich nicht.
Kommen wir nun zur geschmacklichen Beurteilung:
Das vorgetoastete Weißbrot war was Konsistenz und Geschmack anging absolut in Ordnung und erwies sich als angenehm knusprig. Aber sowohl die Mischung aus Käse, Tomaten und Kräutern als auch jene mit Käse und Salami erinnerte mich ein wenig an den Ofenbistro Brotaufstrich, den ich Ende letzten Jahres mal getestet hatte. Aber ich fand dass die Tomaten-Kräuter-Variante ein bisschen künstlich schmeckte und auch etwas zu trocken erschien. Der Toast mit Käse und Salami war da schon ein bisschen besser, die zahlreichen Salami-Stücke darin gaben ihm auch etwas mehr biss. Aber einem direkten Vergleich mit einem frisch zubereiteten Sandwich-Toast halten sie natürlich nicht stand. Und was das aber nun genau für ein Käse war, den man darin verarbeitet hatte erschloss sich mir nicht so ganz. Auf der Vapackung stand infach nur “Käse” und auch geschmacklich ließ er sich nicht wirklich einordnen. Ich tippe mal auf irgend einen No-Name-Schmelzkäse.
Was die Nährwerte angeht, geben sich die beiden Varianten schließlich auch nicht viel: Der Toast mit Käse, Tomaten & Kräutern schlägt mit 255kcal pro Toast zu Buche, jener mit Käse & Salami kommt auf 259kcal.
Insgesamt also zwar kein kulinarisches Highlight, aber durchaus essbar – wenn man die Zeit dazu hat, sollte man aber dennoch doch lieber den Sandwichtoaster aus dem Schrank holen und sich mit frischen Zutaten selbst etwas zusammen stellen.

Meine Wertung:

Toast it! Käse, Tomate & Kräuter: 1,5 MG
Toast it! Käse & Salami 2,0 MG

Anruf von +49 211 3197949

Thursday, April 18th, 2013

Nach etwa einem Monat Pause erreichte mich heute mal wieder einer dieser nervigen Anrufe aus irgend einem Call-Center. Wird das nie aufhören? *seufz*
Am anderen Ende war eine Person, die sich Herr Schuster nannte und angab von der Firma MVG aus anzurufen. Ich hätte vor etwa einem Jahr eine Teilnahmekarte für ein Gewinnspiel um einen Audi A1 ausgefüllt, jetzt wären die Ziehungen erfolgt und ich wäre unter die letzten 10 Teilnehmer gekommen.

<sarkasmus>
Juchuuu, ich konnte mich vor Freude kaum halten…
</sarkasmus>

Er wollte nun fragen, ob ich lieber das Auto oder doch eher den Gegenwert von 32.000 Euro haben wolle. Ich erwiderte, dass ich eigentlich nie an Gewinnspielen teilnehme und da wohl ein Irrtum vorliegen muss. Darauf hin konterte er, dass es ja ein Jahr her sei und ob ich da so sicher sei. Ich hätte jetzt weiter Argumentieren können, dass ich mir ganz sicher sei und ihn fragen können, was das für eine komische Verlosung sei die ein Jahr für eine Ausspielung braucht. Ich bin diese Gespräche aber inzwischen wirklich Leid. Daher entgegnete ich nur, dass ich kein Interesse hatte, bedankte mich für den Anruf und verabschiedete mich. Dann legte ich einfach auf bevor mein Gesprächspartner weiter reagieren konnte. Vom Muster her ließen sich von Anfang an klare Ähnlichkeiten zu diesem Anruf erkennen, den ich ja etwas weiter geführt hatte. Daher war mir schon klar worauf das hinaus laufen würde…

Das war nicht das erste Mal, dass man mich mehrfach mit der selben Masche von unterschiedlichen Pseudo-Firmen anruft und versucht an Kontodaten zu kommen oder irgend etwas zu verkaufen. Mich würde es wirklich mal interessieren, ob hinter solchen gleichartigen Call-Center Anrufen immer die selben Drahtzieher stecken oder ob es vielleicht sogar einen Ideen-Markt für Abzock-Anrufe gibt? Oder Kopieren sich diese Leute einfach nur gegenseitig? Zumindest ist festzustellen, dass diese Anrufe immer ausgefeilter werden. Bin schon gespannt, was man sich als nächstes ausdenkt…

Die Liste aller dokumentierten bisher Cold Calls findet sich übrigens hier.

Anruf von +49 180 5 5156045

Friday, March 8th, 2013

Anruf von +49 180 5 5156045 erhalten.
Ich melde mich mit meinem Namen. Am anderen Ende Call-Center Atmosphäre mit vielen Stimmen im Hintergrund.
Das Gegenüber, eine Dame mit nahöstlichem Akzent fragt: “Spreche isch mit Herr xyz?”
Ich: ” Der ist am Apparat! ”
Sie: ” Könnte isch mit Herrn xyz sprechen? ”
Ich: ” Mit dem sprechen sie gerade! ”
Sie, pflaumt mich darauf hin sehr unfreundlich, fast böse an: “Können sie etwas lauter sprechen, Isch verstehe sie gar nischt!”
Dabei hatte ich laut und deutlich gesprochen, wahrscheinlich war die Leitung nur schlecht – kein Grund so einen Ton anzustimmen. So etwas lass ich mir natürlich nicht gefallen – habe einfach aufgelegt. Die Formulierung war ja ok, aber im Ton hatte man sich zu sehr vergriffen. Normalerweise bin ich ja nicht so, aber ich wusste ja schon worauf das hinaus laufen würde.
Meiner Recherche nach handelt es sich hierbei um eine “Staatliche Lotterie” mit der üblichen Masche, man habe an einem Gewinnspiel teilgenommen und ob man kündigen wolle. Wenn die schon versuchen wollen, mich abzuzocken, sollten sie zumindest ein gewisses Grundmaß an Freundlichkeit gegenüber ihrem potentiellen Opfer an den Tag legen, sonst wird das wohl nichts… 😉
Mal schauen ob ich noch mal in die automatische Anwahl komme oder ob die mich nun in Ruhe lassen.

Anruf von +49 21186826005488

Friday, December 14th, 2012

Gerade erhielt ich einen Anruf von der der Rufnummer +49 21186826005488. Am anderen Ende meldete sich ein Herr Dieter Heck, der sich als Mitarbeiter vom Axel-Springer-Verlag ausgab. Für einen so deutsch klingenden Namen hatte der Anrufer jedoch einen recht klar erkennbare, ich schätze mal südosteuropäischen oder nahöstlichen Akzent, was mich natürlich sofort stutzig machte. Er erzählte mir ich hätte angeblich vor etwa 8 Monaten im Internet an einem Gewinnspiel teilgenommen – wobei er suggestiv mehrfach fragte, ob ich mich denn nicht erinnern würde und dabei so eine URL ähnlich www.teures-auto-gewinnen.de oder so nannte, eine Webadresse die ich mit 100%tiger Sicherheit nie ansurfen würde und dort noch weniger irgend welche Gewinnspielformulare ausfüllen würde. Das war nach dem Namen schon der zweite Fehler. Weiter erzählte der Anrufer, ich wäre jetzt in die Endauslosung gekommen. Erster Preis wäre ein Audi A6, zweiter Preis ein Mini-Cooper, dritter Preis eine teure Einbauküche von Mediamarkt, vierter Preis eine Reise in ein Fünf-Sterne-Hotel und danach gäbe es dann irgend welche Sachpreise. Und alles wäre vollkommen kostenlos wie er mir gleich mehrfach versicherte. Dabei baute er geschickt meinen vollen Namen, die korrekte Adresse, die korrekte Postleitzahl und den Ort sowie mein Geburtsmonat und Jahr mit in seinen Redeschwall ein. Ich dachte mir zwar zu diesem Zeitpunkt schon, worauf das hinaus laufen würde, doch ich wollte nicht sofort auflegen und mir die Sache erst einmal anhören und darüber berichten zu können. Nach und nach fragte er für jeden der Preise, ob ich den Sachpreis oder einen Geld-Gegenwert haben wolle, was ich um das Gespräch voran zu bringen auch erst einmal beantwortete. Dann kündigte er an, mich gleich weiter zu leiten um meine Daten von einer zweiten Abteilung bestätigen zu lassen und fragte schließlich, ob ich noch bei der Sparkasse wäre – das wären die Daten die ich angeblich damals bei diesem Gewinnspiel angegeben hätte. Da ich in meinem Leben kein Konto bei einer Sparkasse besessen habe, war dies schließlich der Punkt an dem ich die Notbremse zog. Zwar bedrängte er mich, meine Kontoverbindung preis zu geben, da man die Gewinne, die mir angeblich ja so gut wie sicher wären, irgend wo hin überweisen müsse. Und es wäre alles kostenlos. Er lamentiert, dass ich bestimmt mal Abonnent von Stern oder einer anderen Springer-Zeitschrift gewesen und die Bankverbindung daher rühren würde – was auch definitiv nicht der Fall gewesen ist. Ich habe seit mindestens 10 Jahren keine einzige Zeitschrift abonniert. Gut, Sparkasse ist natürlich, wenn man raten muss, eine Bank mit einer extrem hohen Wahrscheinlichkeit eines Treffers – aber eben nicht bei mir. Also beendete ich das Gespräch ohne weitere Kommentare – sobald es um so sensible Dinge wie Bankdaten geht wird es aus meiner Sicht zu gefährlich.
Auch wenn die Masche mit “… man habe an einem Gewinnspiel teilgenommen…” nicht neu ist – in meiner Liste von fast 30 dokumentierten Anrufen dieser Art bei mir sind einige davon – war dieser Anruf in seiner Perfidität wirklich neu. Auch wenn mir aufgrund der Tatsache dass ich nie an irgend welchen Gewinnspielen teilnehme klar sein musste, dass dieser Anruf nur ein weiterer Versuch war an meine Bankdaten zu kommen und mir letztlich das Geld aus der Tasche zu ziehen, muss ich doch zugeben dass die Aussicht auf ein Auto oder Geld mich dieses Mal zumindest für Sekundenbruchteile unterbewusst schwanken ließ. Aber spätestens der Fehler mit den Bankverbindung hat mich dann glücklicherweise gänzlich zurück in die Realität geholt.
Natürlich habe ich keine Ahnung worauf das Ganze letztlich hinaus lief, ich vermute aber mal dass ich ein Abonnement hätte abschließen müssen um am Gewinnspiel teilzunehmen. Vielleicht wären aber auch einfach unberechtigte Abbuchungen vom Konto geschehen, die ich hätte zurückbuchen lassen müssen. Ich bin mir aber sicher dass ich hier nie und nimmer auch nur den Hauch einer Chance gehabt hätte, irgend etwas zu gewinnen. Letztlich geht es den Hintermännern solcher durch dubiose Call-Center vorgenommenen Anrufe ja nur darum, andere mit immer aufgefeilteren Methoden abzuzocken. Erschreckend finde ich letztlich nur, dass man bei der Adresshändler-Mafia inzwischen auch scheinbar an meine Münchner Adresse gekommen ist – und das obwohl mich mich bereits vor Jahren in die Robinsonliste eingetragen habe und meines Wissens auch in keinem Telefonbuch zu finden bin. 🙁
Vielleicht liege ich falsch, aber ich rate bei Anrufen dieser Art auf jeden Fall zur Vorsicht. Sollte jemand mehr Infos zu dieser Masche haben, würde ich mich über ein diesbezügliches Kommentar sehr freuen.

Schokoladen-Zalando-Bote

Tuesday, December 4th, 2012

Als ich heute Abend in einer Filiale der Supermarktkette Tengelmann einige Dinge zur Aufstockung meines Kühlschrankes einkaufte, stieß ich auf etwas, das mir einen Mischung aus Graus und Anerkennung der großen Dreistigkeit über den Rücken jagte: Man hatte die aus diesem Zalando-Werbeclip bekannte Figur des Zalando-Boten als Ersatz des traditionellen Weihnachtsmannes doch tatsächlich Realität werden lassen.

Zalando-Bote
Zalando Schoko-Bote

“Entkleidet” man ihn, liegt die Vermutung nahe dass man hier einfach einen Schoko-Weihnachtsmann mit einer neuen Hülle versehen hat. 😉


Links: Umhüllung – Rechts: Schoko-Inhalt


Links: Produktcode – Rechts: Inhaltsstoffe

Für 79 Eurocent gibt es also jetzt auch einen aus 50g Milchschokolade bestehenden Schoko-Zalando-Boten im Einzelhandel. Eigentlich ein kluger werbetechnischer Schachzug der Zalando-Gruppe, diesen Teil ihrer grenzwertig-dreisten Werbung die seit 2008 über die Fernseh- und Radiokanäle zu sehen bzw. hören ist und nicht nur Begeisterungsstürme hervorruft. 😉
Seit ich weiß, dass bei Zalando (genau wie z.B. bei eDarling, myphotobook oder BigPoint) als Kapitalgeber die Samwer-Brüder mit drin hängen, die ja schon versucht haben mit dem Klingelton-Anbieter Jamba! eine ganz Generation von Jugendlichen durch grenzwertig-legale Abofallen um ihr Taschengeld zu bringen, war mir sofort klar dass ich dort mit lieber nichts bestellen werde. Auch wenn ich nie zum Jamba-Opfer geworden bin – ich habe in meinem Leben keinen einzigen Klingelton käuflich erworben – sollte man Menschen, die versuchen ohne jedes Gewissen die Unerfahrenheit von Minderjährigen und jungen Erwachsenen auszunutzen, lieber nicht trauen. Aber das ist natürlich nur meine persönliche Meinung, vielleicht tue ich Zalando ja auch unrecht – aber ich bin da lieber vorsichtig.
Dennoch muss man der Berliner Agentur Jung von Matt für diese ausgeklügelte und nun sogar bis in die heimischen Supermärkte reichende Werbeaktion ausgearbeitet hat und dafür 2011 auch mit dem Effie-Preis ausgezeichnet wurde wirklich Respekt und Anerkennung zollen. Und das war mir die 79 Cent für den Erwerb dieses Schoko-Zalandoboten wirklich wert.

BTW: Liefert Zalando nicht mit der DHL? Dann wäre der Zalando-Bote ja sowieso ein Mythos… *g*

Anruf von +49 180 5 577448

Wednesday, August 8th, 2012

Heute erreichte mich mal wieder ein weiterer Kaltanruf (Cold-Call) auf meinem Mobiltelefon, dieses Mal von der Rufnummer +49 180 5 577448. Das erste Mal klingelte es um 15:23 Uhr, als ich jedoch ran ging und mich mit meinem für solche Nummer üblichen “Ja?” meldete, tutete es nur – am anderen Ende war niemand. Zurückgerufen habe ich natürlich nicht, die 0180 5 Nummern kosten ja schon vom Festnetz 14 Cent pro angefangener Minute – die Kosten vom Mobiltelefon will ich da lieber nicht wissen. Ich war jedoch vorgewarnt und googelte gleich mal nach der Nummer – und mein Verdacht bestätigte sich: Es gab mehrere Meldungen dass es sich hier um ein Call Center handelte, das Mal wieder Lotto verkaufen wollte.
Um 16:31, also fast genau eine Stunde später, klingelte es ein weiteres Mal und dieses Mal meldete sich ein Herr Winter. Auf meine Rückfrage von welcher Firma nannte er West-Lotto als Auftraggeber. Er erzählte mir eine der bereits aus meiner langen Liste von vorherigen Cold-Calls (man siehe hier für eine komplette Übersicht) sehr ähnliche Story: Ich hätte – angeblich – schon einmal bei irgend einem Lotto-System mitgespielt und damals ja nichts gewonnen. Daher würde man mich jetzt gerne ab dem 01. September in eine “Entschädigungsrunde” aufnehmen, bei der man für den Preis von nur 13,90 Euro pro Woche (also 55,60 Euro im Monat) mit soundsovielen Gewinnscheinen samt Spiel 77 wieder am teilnehmen könne, und das mit einer garantierten Gewinnchance! Ich würde natürlich alles schriftlich erhalten und der Datenschutz würde eingehalten erzählte mir dieser Herr Winter. Auf meiner Erwiderung dass ich diese Masche bereits kennen würde und dass man dort ja eh nur Pfennigbeträge gewinnen würde – ich hatte natürlich gedacht: Jetzt legt er bestimmt auf – gab mir mein Gesprächspartner etwas entrüstet zur Antwort: Was ich mir denken würde, man wäre ja nicht Boesche oder so. Ich bekundete nun mit fester Stimme, dass ich keinerlei Interesse an so etwas hätte, worauf hin man mich mit suggestiven Unterton fragte, warum ich denn kein Geld gewinnen wolle? Netter Versuch – doch ich blieb dabei dass ich keinerlei Interesse an so etwas hätte – bis Herr Winter dann endlich einknickte und mir zusagte dass er mich “herausnehmen würde”. Hoffe nur, dass die Sache damit gegessen ist – werde natürlich dennoch einen genau prüfenden Blick auf meine Kontoauszüge werfen – man weiß ja nie ob diese Call-Center und vor allem die Leute die dahinter stehen nicht noch mehr außer meinem Namen und meiner Telefonnummer gekauft haben.
Das wäre übrigens dann der 28te hier dokumentierte Versuch gewesen, mir telefonisch und unaufgefordert irgend etwas anzudrehen – mal schauen wann ich die Dreißig voll kriege… 😉

Taubenplage auf dem Balkon

Tuesday, June 19th, 2012

Bereits seit einigen Tagen beobachtete ich eine verstärkte Präsenz von einigen Tauben auf meinem Balkon. Und nicht nur wegen der unansehnlichen Hinterlassenschaften dieser Luftratten ist dies ärgerlich, auch kennen sie keine Gnade mit den Blumentöpfen die ich dort abgestellt hatte – inzwischen bietet sich dort wahres Bild der Verwüstung.

Taubenplage / pigeon plague II

Doch wie man sieht, scheint sich dort mehr zu tun – wie man sieht haben sich zu der Verwüstung inzwischen auch einige kleinere, weiße, eiförmige Gegenstände gesellt und heute entdeckte ich nun endlich den Grund für diese Taubeninvasion: Diese Plagegeister haben es doch tatsächlich gewagt, ein Nest auf meinem Balkon anzulegen – versteckt hinter einigen Gartenstühlen die ich dort abgestellt hatte.

Taubenplage / pigeon plague I
Flucht der brütenden Taube

Taubenplage / pigeon plague III
Taubennest

Ich bin jetzt nicht ganz sicher, was ich gegen diese Viecher unternehmen soll. Ein Taubennetz kommt auf jeden Fall nicht in Frage, das verschandelt mir alles. Und diese Plastikraben, die ja im Ramschhandel als Taubenschreck angeboten werden, sollen meiner Recherche nach nur kurzfristig helfen. Natürlich könnte ich diese Drahtspitzen auf das Geländer machen, wie man sie ja von öffentlichen Gebäuden und aus Bahnhöfen kennt – aber auch mit der Idee bin ich nicht ganz glücklich. Vergiften und erschlagen will ich die Tiere aber auch nicht. Angeblich sollen glitzernde Dinge sie abschrecken, aber ein paar Alufolien-Streifen die ich dort aufgehangen habe haben sie auch nicht weiter davon abgehalten wieder zurückzukehren. Bin nicht sicher ob ich das Nest und die Eier einfach zerstören darf, daher sehe ich von dieser Variante vorerst mal ab bis ich mich genauer informiert habe – aber eins steht fest: Die Viecher müssen weg – und zwar auf Dauer. Als erstes werde ich daher wohl mal die Möbel reinholen, damit die sich nicht mehr darunter verstecken können. Dann sehen wir weiter – wenn jemand aber Erfahrung mit so etwas hat, wäre ich über jeglichen Hinweis sehr dankbar.