Erneuter Aufbruch nach Puerto Plata [11.04.2017]

Für das Osterfest in diesem Jahr hatte ich mir mal etwas besonderes überlegt und beschlossen, es in der Karibik oder besser gesagt in der Dominikanischen Republik zu verbringen. Der Preis für den Flug bei der von mir bevorzugten Fluglinie Air Berlin war zwar ziemlich happig, aber ich war dennoch bereit das Geld auszugeben, um mal wieder etwas mehr Sommer zu erleben. Heute, am Dienstag dem 11. April ging es nun also los und wie üblich verzichtete ich darauf, in der Nacht zu schlafen und machte mich bereits um kurz vor vier Uhr früh auf den Weg zum S-Bahnhof, um mit der S8 in Richtung des Flughafens zu fahren.

S8 Richtung Flughafen - München

Die Fahrt dorthin in der relativ leeren S-Bahn verlief ereignislos und auch auf dem Weg durch die verwaist wirkenden Gänge des Flughafens zum Check-In-Schalter von Air Berlin passierte nichts erwähnenswertes.

Airport Munich

Allerdings wurde als Sondermeldung in der iPhone-App von Air Berlin bereits seit gestern angezeigt, dass es bei Personen welche die EU verlassen zu intensiveren Passkontrollen mit Suche in allen Fahndungsdatenbanken kommen würde und dass man sich auf längere Wartezeiten einstellen müsste. Und ich hatte ursprünglich den Flug um 8:20 Uhr von München nach Düsseldorf gebucht, mit dem ich allerdings nur knapp 45 Minuten Zeit zwischen Ankunft und Abflug haben würde. Und ein Kollege hatte mich gestern mit der lapidaren Bemerkung: “Na, das wird aber knapp!” auch noch zusätzlich etwas in Unruhe versetzt, weswegen ich nun hier am Flughafen versuchte, meinen Verbindungflug auf den früheren 6:30 Uhr Flug umzubuchen. Zum Glück war der zugehörige Schalter, der gegenüber des Check-Ins lag, so früh bereits besetzt und die dortige Dame machte es, natürlich gegen Aufpreis, tatsächlich möglich dass ich zwei Stunden früher flog – auch wenn ich dafür einen Business-Class Platz nehmen musste. Aber lieber ein paar Euro mehr bezahlt als den Flug verpassen – so dachte ich zumindest.
Der eigentlich Check-In ging dann relativ schnell und auch die Sicherheitskontrolle verlief ohne Probleme, so dass ich schließlich endlich im Sicherheitsbereich angekommen mich dazu entschloss, mich erst einmal mit einem Kaffee und einem kleinen Snack in Form einer Laugenstange mit Wachholderschinken zu stärken. Den Preis von fast zehn Euro für beides nahm ich zähneknirschend in Kauf.

Pretzel stick with ham & coffee / Laugenstange mit Wacholderschinken & Kaffee @ Airport Munich

Dann ging es zum Abfluggate, wo nach einigem Warten schließlich das Boarding startete. Der Flug im kleinen Airbus A320 nach Düsseldorf, der weniger als eine Stunde dauerte, verlief ereignislos und dort angekommen machte ich mich sogleich auf den Weg zu den Passkontrollen, um keine Zeit zu verschwenden. Doch dort angekommen, fühlte ich mich ziemlich verarscht, denn es war absolut NICHTS los dort. Es hätte eigentlich nur noch der vetrocknete Busch gefehlt, der vor den Passkontrollschaltern über den Boden geweht wird, um die Farce komplett zu machen. Ich sprach den freundlichen Bundespolizisten auch noch einmal darauf an, während er meinen Reisepass kontrollierte, aber der winkte nur ab. Ich hatte den Aufpreis für den früheren Flug mir also sparen können – sehr ärgerlich. Aber ich nahm es mit Humor und nutzte die Zeit, noch ein wenig im Duty Free Bereich des Düsseldorfer Flughafens zu Shoppen, bevor ich mich schließlich zum Gate C35 begab, wo bereits mein Airbus A330 in Richtung Puerto Plate vorbereitet wurde.

Air Berlin Airbus A330 to Puerto Plata @ Airport Düsseldorf

Nicht aus Hunger, sondern wohl eher aus Langeweile orderte ich mir in den zwei Stunden Wartezeit bis zum Abflug sogar noch eine Currywurst mit Brötchen für etwa fünf Euro an einem der Tresen im Abflugterminal.

Currywurst & Brötchen @ Airport Düsseldorf

Dann endlich begann das Boarding und ich hatte mir für diesen Langstreckenflug mal etwas besonderes gegönnt. Ein Platz in der Business-Class war mir zwar zu teuer gewesen, aber ich hatte mir einen XL-Sitzplatz mit besonders viel Beinfreiheit direkt am Fenster reserviert. Das kostete zwar 75 Euro extra, aber so würde ich wenigstens meine Ruhe haben und ein wenig schlafen können – so hoffte ich.

AB 7382 to Puerto Plata @ Airport Düsseldorf

Nach Abschluss des Boardings machte sich der Airbus auf den Weg zur Startbahn und hob wenig später ab. Während wir immer weiter in den Himmel stiegen, dachte ich so bei mir, dass jetzt eigentlich nichts mehr passieren kann. Doch ich sollte mich geirrt haben. Noch während des Steigfluges auf Reiseflughöhe ging ein Ruck durch das Flugzeug, wenig später folgte ein zweiter Ruck und wir bemerkten schließlich, dass der Pilot begann den Steigflug abzubrechen. Dann erklang die Stimme des Kapitains in der Passierkabine und verkündete, dass beide Autopiloten des Airbus ausgefallen seien und dass die Flugkontrolle es nicht zuließ, dass man ohne Autopilot über den Atlantik flöge. Daher müsse man nun zum Flughafen Düsseldorf zurückkehren und dort alles überprüfen lassen.
Weiter erfuhren wir erst einmal nichts, während des Flugzeug weiter sank und über eine große Schleife zum Flughafen zurückkehrte.

Return to Airport Düsseldorf

Rückkehr nach Düsseldorf

Wieder gelandet fuhren wir allerdings nicht zurück zum Terminal, sondern zu einem der Hangars von Air Berlin, vor dem wir parkten während eine Treppe ans Cockpit gefahren wurde und einige Techniker an Bord kamen. Die Passagiere sollten erst einmal sitzen bleiben. Ich befürchtete etwas, dass ich die Nacht hier in Düsseldorf verbringen und erst morgen früh nach Puerto Plata käme, denn eine zweite Treppe für die Passagiere wurde wenig später heran gefahren.

At the Air Berlin Repair Hangar

Doch nach einer bangen Stunde verkündete der Pilot schließlich, dass man das Problem habe beheben können und dass wir nun zu unserem eigentlichen Flug aufbrechen würden. Wenig später stiegen wir dann wieder in den Himmel und erreichten schließlich unsere Reiseflughöhe von 10.000 Metern, wo das Boardpersonal sogleich damit begann, Getränke auszuteilen und wenig später auch schon das erste, warme Menu zu servieren. Es bestand die Auswahl zwischen einem vegatarischen Pasta- und einem Geflügel-Gericht, wobei ich mich natürlich für das Geflügel entschied.

Chicken meat loaf with spaetzle & onion sauce / Geflügelhackbraten mit Knöpfle & Zwiebelsauce

Dieses entpuppte sich als Geflügelhackbraten mit Knöpfle, Zwiebelsauce und grünen Bohnen, dazu wurde Käse, einige Cracker und ein Dessert in Form eines Beerenmousses serviert. Das Hauptgericht war natürlich aufgewärmt, aber Qualitativ durchaus hochwertig. Ich war auf jeden Fall damit sehr zufrieden.
Nach dem Essen sah ich mir einen der Filme aus dem Entertainment-Angebot – Marvels Dr. Strange mit Benedikt Cumberbatch – an, außerdem füllte ich die Einreiseformulare aus, die man im Flugzeug verteilte. Dann versuchte ich etwas zu schlafen, was mir auch für einige wenige Stunden gelang. Als ich wieder aufwachte, hatte man wohl bereits die zweite Mahlzeit serviert gehabt, doch eine des Stewardessen hatte mir glücklicherweise etwas zurückgelegt, so dass ich doch noch in den Genuss der zweiten, kalten Mahlzeit kam.

Chicken breast & noodle salad / Hähnchenbrust & Nudelsalat

Es handelte sich um eine marinierte, gebratene und wieder erkaltete Hähnchenbrust mit etwas Nudelsalat, einem Stück Käsekuchen, ein wenig Frischkäse und wieder Crackern, dazu gab es noch Wasser, einen Kaffee und Orangensaft als Getränke.
Wenig später verließ der Flieger auch schon seine Reiseflughöhe und setzte zur Landung am Flughafen Puerto Plata an – mit fast drei Stunden Verspätung.

Anflug auf Puerta Plata / Arrival at Puerto Plata

Zum Glück kam ich recht früh aus dem Flugzeug und konnte mich weit vor den Pulk an Fluggästen setzen, so dass ich schnell das “Eintrittsgeld” in Form von 20 Dollar für die Tourist-Card bezahlen, dann die Passkontrolle passieren konnte und schließlich am Gepäckband ankam, das gerade angelaufen war und die ersten Koffer ausspuckte. Leider musste ich hier recht lange warten, bis endlich auf mein guter alter Samsonite aus dem Tiefen des Flughafens nach oben befördert wurde, aber das machte nicht viel aus, da am Zoll scheinbar niemand kontrollierte.
Ich brauchte also nur noch die aufdringlichen Kofferträger abwimmeln, die sich sogleich bemühten mir den Koffer wieder zu entreißen, um sich damit ein paar Pesos zu verdienen.
Und draußen empfing mich nicht nur eine feuchte Hitze, sondern auch einige Personen die mich begrüßten und abholen wollten. Somit war alles letztlich doch noch gut ausgegangen und wir fuhren gemeinsam zur Unerkunft, wo ich mich erst einmal von der anstrengenden und langwierigen Anreise erholen konnte.

Abschied von der Karibik [14 & 15.01.2017]

Heute war es nun soweit, dass ich leider ins kalte Europa zurückkehren musste. Und die Aussichten waren nicht sonderlich rosig, denn ich hatte über das Internet bereits gelesen dass vor allem Deutschland mit Temperaturen von bis zu minus 20 Grad zu kämpfen hatte. Mein Flug ging zwar erst um 17:20 Uhr am späten Nachmittag, aber ich hatte bereits am Vormittag alles Zusammengepackt und hatte alles vorbereitet. Eigentlich wollte ich ja noch mal kochen, doch als wir feststellten dass das Mobiltelefon meiner Begleiterin gestern Abend abhanden gekommen war, verbrachten wir mehrere Stunden damit es zu suchen – es sollte aber leider nicht mehr auftauchen. Ein ärgerliches Ereignis, aber nicht zu ändern.
Außerdem musste ich noch den Mietwagen zurück geben und wir hatten mit dem Vermieter des Autos vereinbart, dass wir ihn in seinem Heimatort Montellano ein paar Kilometer westlich abholen und mit ihm zum Flughafen fahren, wo er den Wagen dann übernehmen würde. So brachen wir also kurz vor 15:00 Uhr auf und fuhren in den Nachbarort, wo er bereits auf uns wartete. Anschließend ging es zum Flughafen, wo ich direkt am Terminal ausstieg und den Wagen übergab. Damit war zumindest das erledigt und ich konnte mich daran machen, in meinen Flug einzuchecken. Mobiles CheckIn wie in Deutschland war hier leider nicht möglich und zu meinem Entsetzen hatte sich bereits jetzt eine lange Schlange vor den Schaltern von Air Berlin gebildet.

173 - Warteschlange am Schalter Air Berlin - Airport Puerto Plata

Doch man hatte glücklicherweise alle vorhandenen Arbeitsplätze am CheckIn besetzt und rief sogar die normalen Gäste zum Priority CheckIn, so dass die Schlange sich einigermaßen schnell bewegte – dennoch wartete ich fast eine Dreiviertelstunde. Ich gab meinen großen Koffer ab und fragte noch, ob es möglich sei einen XL-Sitz zu erhalten. Das wäre zwar Machbar gewesen, doch nur gegen Barzahlung, nicht über Kreditkarte – und ich hatte nicht mehr genügend bares im Portmonaie. Also musste ich mich mit einem Platz in der “Insel” in der Mitte des Flugzeuges, aber zumindest am Gang, begnügen. Danach hatte meine Flugtickets in den Händen und mir blieb noch kurz Zeit, mich von meinen Gastgebern zu verabschieden, bevor ich mich zum Sicherheitscheck begab. Und dieser ist hier wirklich streng – deutlich strenger als ich ihn aus Deutschland kenne. Keinerlei Flüssigkeiten oder auch keine Feuerzeuge durften den Scanner passieren. Außerdem mussten alle Gäste ihre Schuhe ausziehen und natürlich auch die Gürtel aus den Hosen entfernen, was die Sicherheitüberprüfung unnötig in die Länge zog. Nachdem ich endlich den Sicherheitscheck passiert hatte, musste ich noch das Duplikat meiner blauen Einreiseerklärung vom Hinflug an der Passkontrolle abgeben und bekam meinen Ausreisstempel in den Reisepass. Kurz besuchte ich noch den Duty Free Shop im Obergeschoss, dann ging es zu meinem Abflugterminal 6 auf der gleichen Ebene, wo bereits zahlreiche andere Fluggäste warten und vor den großen Panoramafenstern der Airbus A330 betankt und beladen wurde, der mich zurück nach Deutschland bringen sollte. Der leichte Regen, der bisher niedergegangen war, hatte inzwischen aufgehört und es begann aufzuklaren.

174 - Air Berlin - A330 Puerto Plata nach Düsseldorf

Da ich zur Gruppe A gehörte, die als nach den Priority-Gästen als erstes das Flugzeug betreten durften, machte ich mir nicht die Mühe mich noch groß hinzusetzen, sondern wartete direkt am Eingang zur Boarding-Brücke. So gelang es mir nach Beginn des Boardings auch als einer der ersten zwanzig Fluggäste ins Flugzeug zu gelangen und meinen Platz einzunehmen. Brachte mir zwar wenig, aber zumindest saß ich und hatte noch freie Auswahl bei den Gepäckfächern über den Sitzen, die zu einem späteren Zeitpunkt wahrscheinlich vollkommen überfüllt gewesen wären.

175 - Beginn des Boardings - Puerto Plata

Der Flieger startet dann auch fast pünktlich mit weniger als 5 Minuten Verspätung und erhob sich in den langsam dunkler werdenden Himmel über Puerto Plata. Ich fühlte mich etwas wehmütig – aber ich würde bestimmt bald wieder kommen.
Etwa zwei Stunden nach dem Abflug – ich hatte mir bereits den ersten Film über das Entertainment-System des Flugzeugs angesehen – wurde schließlich das Abendessen im Flugzeug serviert. Mal wieder konnte man zwischen vegetarischer Pasta und einem Fleischgericht wählen. Wie üblich griff ich natürlich zum Fleischgericht, das heute durch Rindergeschnetzeltes mit Gemüse und Curryreis repräsentiert wurde. Dazu gab es Maissalat, ein Stück Käsekuchen, einige Cracker und eine Ecke Schmelzkäse.

176 - Rindergeschnetzeltes & Curryreis - Air Berlin

Genau das selbe Gericht hatte ich überigens auch schon bei meinem letzten Rückflug im Sommer des (nun) vorherigen Jahres erhalten – hier ist man scheinbar nicht sonderlich kreativ was das Angebot an Speisen angeht 😉 – aber das nur mal am Rande erwähnt.
Etwa eine weitere Stunde später wurden die Lichter gedimmt und den Gästen die Möglichkeit zur Nachtruhe gegeben. Ich versuchte etwas zu schlafen, war aber nicht sonderlich erfolgreich.

177 - Nachtruhe im Air Berlin A330

Das lag aber wohl vor allem daran, daß ich das “riesige Glück” hatte, hinter jemanden zu sitzen der sofort nach erlöschen der Anschnallsignale den seinen Sitz so weit wie möglich nach hinten fallen ließ und mir, der ich ja nicht sonderlich zierlich bin, jeglichen Platz raubte. Aber auf meine milden Proteste reagierte er nicht und ich wollte keinen Streit mit diesem A****loch beginnen. Also wünschte ich ihm in Gedanken alle Pest der Welt an den Hals, verfluchte mich gleichzeitig ein wenig dass ich mal wieder nur Touristenklasse flog und versuchte das Beste daraus zu machen – aber mehr als ein paar mal leichtes Eindösen bekam ich nicht hin.
Wir waren bereits südlich von Irland, also die Lichter wieder heller wurden und ich meine Versuche zu schlafen endgültig aufgab.

178 - Anflug auf Düsseldorf

Es blieb aber noch etwas Zeit für einen zweiten Film auf den Display vor mir ansehen, während wenig später noch ein kleines Frühstück serviert.

178 - Frühstück bei Air Berlin

Auf dem Tablett warteten zwei aufgetoastete Brötchen, etwas Schinken, Käse, Butter, Marmelade, Frischkäse, Schokocreme, ein Joghurt und etwas Orangensaft. Außerdem wurde natürlich noch Kaffee ausgeschenkt. Dieses Frühstück entsprach auch wiederum genau jenem, das ich beim Rückflug im letzten Sommer erhalten hatte – sogar der Joghurt war wieder mit Erdbeergeschmack…
Noch während ich frühstückte, trat eine der Flugbegleiterinnen an mich heran und teilte mir mit, dass man mich auf einen früheren Flug nach München hätte umgebuchen können – dort wären noch Plätze frei gewesen. Normalerweise hätte ich nämlich über 4 Stunden am Düsseldorfer Flughafen warten müssen, bis mein ursprünglich gebuchter Flieger um kurz nach 11:00 Uhr startete, so bot sich mir aber die Möglichkeit bereits um 8:20 Uhr in Richtung meiner Heimatstadt aufzubrechen. Das kam mir natürlich gerade recht.
Es war etwa 6:45 Uhr, als der Airbus A330 endlich am Terminal des Flughafens Düsseldorf angedockt hatte und wir beginnen konnten, das Flugzeug zu verlassen. Hier zeigte sich aber mal wieder ein Nachteil zur ersten Gruppe gehört zu haben, die ins Flugzeug durfte. Denn damit war ich auch einer der letzten, die nach der Ankunft hinaus kamen. Als internationaler Flug musste ich natürlich hier erst einmal die komplette Zoll- und Passkontrolle über mich ergehen lassen – wobei ich glücklicherweise ja über einen elektronischen Reisepass verfüge und sich somit Einreise an der automatischen Passkontrolle angenehm schnell vollziehen ließ. Viel mehr Zeit nahm die Sicherheitskontrolle in Anspruch, an der ich mein Handgepäck wieder mal auf Förderband, Notebook und iPad auspacken sowie die Taschen leeren und den Gürtel aus der Hose ziehen musste. Aber zumindest konnte ich hier die Schuhe anbehalten. So gelangte ich schließlich zum nationalen Abflugterminal B33, von wo eigentlich um 7:45 Uhr das Boarding beginnen sollte.

179 - Weiterflug von Düsseldorf nach München

Leider verspätete sich dieses um etwa 20 Minuten und somit verspätete sich auch der Abflug um etwa die selbe Zeit – aber das war mir inzwischen eigentlich scon egal. Ich wollte nur nach Hause und mich noch ein paar Stunden aufs Ohr hauen.

180 - Im Kurzstreckenflieger nach München

Wie bereits auf der Kurzstrecke während des Hinflugs gab es auch dieses Mal keine kostenlosen Erfrischungen oder Getränke. Aber für die etwa fünfzig Minuten Flug ging das schon mal. Nach der Landung begab ich mich unmittelbar zum Gepäckband, um endlich meinen Koffer wieder ein Empfang zu nehmen. Doch ich wartete erst einmal, weil sich das Ausladen des Gepäcks scheinbar verspätete und ich wartete auch weiter, als sich die Förderbänder endlich in Bewegung setzten um Koffer und Taschen aller Art aus den Tiefen des Flughafens nach oben zu transportieren, wartete ich weiter vergeblich.

181 - Gepäckausgabe Flughafen München

Schließlich endete die Flut von Koffern und eine Lautsprecherstimme verkündete, dass alle deren Gepäckstücke bisher nicht gekommen waren sich doch bitte im Büro am Ende der Halle melden sollten. Mir schwante schlimmes. Zum Glück setzte ich mich sofort in Bewegung und war der dritte in der Warteschlange, während sich hinter mir eine kleine Menschentraube bildete. Scheinbar waren – mal wieder – alle aus Puerto Plata kommenden Koffer in Düsseldorf nicht umgeladen worden – das weckte Erinnerungen an die Rückreise von meinem ersten Besuch in die Karibik im Oktober 2015. Auch dort war bereits mein Gepäck in Düsseldorf nicht umgeladen worden und kam erst mit einem späteren Flieger. 🙁
Das schlimmste daran war aber, dass ich meine dicke Wolljacke im Koffer hatte und jetzt bei -7 Grad Außentemperatur nur mit T-Shirt und langärmeligen Hemd bekleidet im Flughafen hockte. Die Dame am am Verlustschalter nahm meine Anzeige über den vermissten Koffer auf und versprach diesen nachschicken zu lassen, sobald er in München eingetroffen war. Aber das half mir jetzt auch nichts. Nach dieser Enttäuschung, es war inzwischen 11:00 Uhr, wollte ich mir vor der Rückkehr in meine Wohnung noch eine kleine Stärkung gönnen und machte mich auf der Wege, etwas passendes zu suchen. Meine Wahl fiel letztlich auf McDonalds, das jedoch leider nicht im Inneren des Gebäudes lag, sondern an einem Platz zwischen Terminal 1 und 2.

182 - Vor dem Flughafen München

183 - McDonalds Flughafen München

Aber das war jetzt egal, die paar Meter konnte ich auch ohne Jacke im freien Laufen und ich bin ja hart im nehmen. 😉 Eigentlich wollte ich mir einen Cheeseburger und einen 6er Chicken McNuggets gönnen, doch jetzt vor 12 Uhr gab es in dieser Filiale nur die Frühstücksangebote. Daher wich ich auf einen McMuffin Bratwurst und einen McMuffin Bacon und ergänzte sie mit einem Becher schwarzem Kaffee. Der Bratwurst-Muffin war dabei im Grunde genommen nichts anderes als eine Art Muffin Burger mit einer Scheibe Eimasse und einer Scheibe Hackfleisch-Patty – aber geschmacklich absolut in Ordnung. Ebenso wie der Muffin mit der klassichen Kombination aus Rührei und Bacon.

184 - McMuffin Bratwurst & McMuffin Bacon - McDonalds Flughafen München

Danach begab ich mich auf das Gleis der S-Bahn, fuhr mit einem Zug der Linie 8 nach in Richtung Innenstadt – was etwa 25 – 30 Minuten dauerte – und lief von der Haltestelle die Strecke bis zur Wohnung durch die Kälte. Zum Glück war es nicht allzu weit. Nachdem ich sichergestellt hatte, das hier alles in Ordnung war, gönnte ich mir eine Mütze dringend benötigten Schlaf. Und damit endete meine vierte Reise in die Karibik endgültig – aber wie gesagt: mal schauen ob es mich nicht bald wieder mal in diese Gegend verschlägt. 😉

Bruschetta, Chili con Carne & Fahrt nach Cabarete [13.01.2017]

Zum heutigen Brunch wollte ich mich mal an einem typisch italienischen Antipasti versuchen, das zwar bereits öfters verzehrt aber noch nie selbst zubereitet hatte: dem Bruschetta. Meine Begleiterin war davon vor einigen Tagen im Restaurant Mare Nostrum in Bayahibe so begeistert gewesen, dass ich ihr versprechen musste alsbald selbst eben diese Bruschettas zuzubereiten. Und auch hier in der Karibik ist es dank des Internet kein Problem, ein passendes Rezept dazu zu finden – auch wenn ich mal wieder ein klein wenig improvisieren musste.
Für die Zubereitung tauchte ich also einige Tomaten in kochendes Wasser, schälte und entkernte sie und schnitt das feste Fruchtfleisch dann in kleine Würfel. Das Ganze wurde mit zerkleinerten Knoblauchzehen, etwas Essig sowie Pfeffer, Salz und ein klein wenig Oregano gewürzt. Das sonst noch dazu gehörige Basilikum habe ich hier in der dominianischen Republik weder in frischer noch in getrockneter Form finden können, daher musste es auch so gehen. Anschließend beträufelte ich einige Scheiben Ciabatta-Brot – das man auch hier problemlos im Supermarkt kaufen kann – mit Olivenöl und röstete sie im Ofen unseres Gasherds. Danach bestückte ich sie mit der Tomatenmischung und bestreute sie noch mit etwas Käse – fertig war ein überaus leckerer Brunch, der auch ratzfatz alle war.

168 - Bruschetta

Nach etwas Regen am Vormittag blieb der Nachmittag zwar trocken, aber es war weiterhin wolkig und nicht besonders einladend. Daher stellte ich mich gegen Mittag erneut an den Herd und improvisierte aus gestern gekauftem Hackfleisch, Tomaten, Zwiebeln, Knoblauch, roten und weißen Bohnen, Möhren, Paprika und Erbsen etwas, das ich einfach als Chili con Carne bezeichnen möchte. Dazu gab es die verbliebenen Scheiben des Ciabatta, das ich bereits am Vormittag für die Bruschetta verwendet hatte.

169 - Chili con Carne

Ich hatte zwar wieder viel zu viel gekocht, doch auch heute konnten wir das überzählige Essen wieder erfolgreich an Nachbarn und Bekannte verteilen, die mich wiederum für das leckere Essen lobten. So etwas höre ich natürlich gerne – sonst koche ich ja fast ausschließlich für mich alleine.
Leider war heute auch mein letzter voller Tag in der Dominikanischen Republik und den wollte ich natürlich nicht nur in der Unterkunft verbringen. Daher zogen wir am Abend noch einmal los und fuhen zuerst nach Sosua und wenig später weiter ins etwa 15 Kilometer entfernte Cabarete, wo wir uns eigentlich an den abendlichen Strand setzen wollten. Doch ein kräftiger Wind bei nicht gerade heißen Temperaturen um die 21 bis 22 Grad verhinderte dies dann doch und wir zogen uns nach kurzem Abschätzen in eine Billiardkneipe auf einer Dachterasse an der Hauptstraße zurück, um dort etwas abzuhängen.

170 - Cabarete at Night

170a - Billiard-Bar - Cabarete

Ähnlich wie in Sosua bestand auch hier in Cabarete des Clientel der Gäste natürlich größtenteils aus Gringos, also ausländischen Touristen. Aber sonderlich viel Betrieb herrschte trotz des Freitags nicht – aber das war zu Erwarten gewesen, denn es war eben keine Hauptsaison für einen Urlaub in der Karibik.

171 - Cabarete at Night

Nach einem weiteren Versuch, am Strand einzukehren, den wir jedoch aufgrund des weiterhin kräftigen und kühlen Windes, der vom Meer herein kam, abbrachen, kehrten wir schließlich nach Sosua zurück, um dort noch einmal der Discothek City Lights einen Besuch abzustatten.
Auf dem Heimweg, es war inzwischen nach Mitternacht, stoppten wir schließlich noch einmal an einem Straßenverkaufsstand, an wir uns Pommes Frites und eine dominikanische Variante von Gyros, was beides in zwei mit Öl gefüllten Töpfen frisch frittiert wurden, versorgten.

172 - Dominikanisches Gyros mit Pommes - Sosua

Tzatziki gab es dazu hier natürlich nicht, dafür aber eine leicht pikante Würzsauce, die ein wenig an eine dünnflüssiges Salsa erinnerte. Keine leichte Kost, aber mit gerade mal 100 Pesos für eine ziemlich riesige Portion angenehm günstig.
Nach diesem späten Snack ging es zurück in die Unterkunft und gleich zu Bett – morgen musste ich mich ja leider noch packen und mich auf die Rückreise vorbereiten.

Dominikanisches Reisfleisch & La Sirena [12.01.2017]

Heute brauchte ich mich endlich mal wieder nicht selbst an der Herd stellen, sondern wurde bekocht – auch wenn ich natürlich ein wenig bei der Zubereitung half. Das bot mir meine Rolle als Gentleman, ich kann nicht einfach nur faul herum sitzen wenn andere nicht wissen wo ihnen der Kopf steht. 😉 Es gab Reisfleisch mit der hiesigen Variante von Kasseler und verschiedenen Gemüsesorten, dazu gab es einen Kartoffel-Möhren-Salat der in Mayonaise angemacht. Die Zubereitung erschien dabei für europäische Augen etwas Abenteuerlich, denn der Reis wurde roh in den Fleisch-Gemüsesud gegeben, mit einer Plastiktüte abgedeckt und dann beschwert, um ihn dann wie in einem improvisierten Schnellkochtopf zu garen. Aber das Ergebnis konnte sich durchaus sehen lassen.

166 - Dominikanisches Reisgericht mit Kartoffelsalat / Dominican rice dish with potato salad

Ein wie ich fand sehr leckeres Mittagsgericht, das ich aber leider nicht vollends genießen konnte, da mich während des Verzehrs eine traurige Nachricht aus Deutschland erreichte, über die ich mich aber hier nicht weiter äußern möchte. Danach hatte ich aber erst einmal keinen Appetit mehr und ich brauchte auch einige Zeit, um nach dieser Nachricht wieder einigermaßen klar denken zu können. Erst später am Tag konnte ich mein Mahl beenden.
Doch das Leben musste weiter gehen und auch um mich ein wenig abzulenken, fuhren wir am späten Nachmittag noch einmal nach Puerto Plata ins Einkaufszentrum La Sirena, denn wir brauchten erneut einige Vorräte.

167 - La Sirena - Puerto Plata

Morgen wollte ich dann wieder mal selbst kochen – doch dazu im nächsten Beitrag mehr.

Hähnchenschenkel mit Bratkartoffeln & Ausflug nach Santiago de los Caballeros [11.01.2017]

Auch heute stellte ich mich mal wieder in die Küche, jedoch sollte das Gericht nicht ganz so aufwändig sein wie gestern. Zum Glück hatte ich vor zwei Tagen genug im La Sirena Supermarkt eingekauft, so dass es noch für ein paar Hähnchenschenkel aus dem Ofen mit Bratkartoffeln reichte. Auch hier musste ich wieder etwas improvisieren, aber das Ergebnis war doch wieder sehr lecker geworden.

160 - Hähnchenschenkel & Bratkartoffeln / Chicken leg & potato chips

Das Wetter war nicht mehr ganz so regnerisch wie die beiden Tage zuvor, aber für einen Strandausflug war es zu bedeckt und zu windig. So ließ ich mich dazu überreden, mit dem Mietwagen einen kleinen Ausflug ins etwa 70 Kilometer entfernte Santiago de los Caballeros zu machen – allerdings ließ man mich darüber im Unklaren was dort geschehen sollte. Aber das war immer noch besser als in der Wohnung zu hocken und das Fahren mit Erdgas ist ja glücklicherweise recht günstig.
Über den chaotischen dominikanischen Straßenverkehr hatte ich mich bereits einige Male bei früheren Besuchen hier ausgelassen und er war natürlich nicht besser geworden. Alleine schon die Fahrt durch die mit Moto-Taxis überfüllten Straßen von Puerto Plata war ziemlich stressig, aber anschließend noch weit über eine Landstraße zu fahren erwies sich noch als größere Herausforderung. Geschwindigkeitsbegrenzungen mag es auf dem Papier hier zwar geben, aber in der Regel fährt jeder so schnell und wo er gerade Lust hat, dabei wird an den unmöglichsten und auch riskanten Stellen gnadenlos überholt und dabei auch gerne mal ein anderer Autofahrer genötigt, der meint hier besser nicht zu überholen, weil der Abstand zum entgegenkommenden LKW doch etwas knapp erscheint. Hinzu kam, dass durch vorhergehende Unwetter Teile der Straße ins Tal abgerutscht waren und man die vier oder fünf Baustellen mit ihren Schlaglochpisten nur im Schritt-Tempo durchfahren konnte, wenn man keinen Achsbruch am Auto riskieren wollte. So brauchte ich also fast 2 Stunden für diese etwa siebzig Kilometer und stand anschließend in der Innenstadt von Santiago vor dem Problem, einen Parkplatz zu finden. Doch ich hatte Glück, denn als ich am Straßenrand hielt, bot ein Wachmann an, ein paar Leitkegel, die einen möglichen Parkplatz versperrten, bei Seite zu räumen, so dass ich da das Auto dort recht zentral und dauerhaft abstellen konnte. Und er wollte nicht einmal Geld dafür haben. Sehr nobel.
Santiago selbst hat zwar auch einige historische Stätten und teilweise alte Baustruktur, die teilweise an die Koloniale Geschichte erinnerte, doch davon bekam ich leider nur wenig zu sehen.

161 - Santiago de los Caballeros

162 - In Santiago de los Caballeros 02

Erst jetzt erkannte ich, warum meine Begleiterin und ihre Freundin hier her gewollt hatten: Shopping!! Die nächsten zwei bis zweieinhalb Stunden verbrachte ich damit, von einem riesigen, meist von Asiaten betriebenen, Laden mit Kleidung, Schuhen und Kinkerlitzchen in den nächsten zu ziehen.

163 - Laden in Santiago de los Caballeros

165 - Shop in Santiago de los Caballeros 03

164 - Laden in Santiago de los Caballeros 02

Und man weiß ja, wie viel Zeit Frauen in solchen Läden verbringen können. Nicht unbedingt dass, was ich mir unter einem entspannten Nachmittag vorstelle, aber da musste ich jetzt durch. Zumindest kostete mich das Ganze außer Zeit und etwas Erdgas für den Mietwagen nichts weiter.
Bepackt mit Schuhen, Kleidungsstücken und ein paar anderen Kleinigkeiten aus den Tiefen dieser Läden, in der wohl keine der angebotenen Markenwaren keine Fälchsung war, begaben wir uns schließlich gegen 19:00 Uhr wieder auf den Rückweg in Richtung Puerto Plata. Und der Weg war schon bei Tageslicht kein Zuckerschlecken gewesen und jetzt bei Dunkelheit war es noch um ein vielfaches Schlimmer. Vor allem die Minibusse, die mit Halogen-Leuchtbatterien auf den Dächern oder dem Kühlergrill bestückt waren und den entgegenkommenden Verkehr unnötig blendeten machten die Fahrt zu einer abenteuerlichen Aktion. Aber dank meiner jahrelangen Erfahrung und vorsichtiger Fahrweise erreichten wir schließlich sicher wieder unser Zuhause. Mal sehen was der Tag morgen bringen wird.