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Ausflug in den Westerwald [08. – 09.09.2022]

Samstag, September 10th, 2022

Nach langer Pause aufgrund der Einschränkungen durch Corona fand diese Woche Donnerstag und Freitag ein kleiner Team-Event meines Arbeitgebers statt. Ich freute mich darauf, hätte mich aber noch mehr darauf freuen können wenn man sich nicht für eine Location in Höhr-Grenzhausen im schönen Westerwald entschieden hätte. Denn das bedeutete für mich als Münchner eine ziemlich weite Anreise und besonders frühes aufstehen. Um genau zu sein begann mein „Arbeitstag“ bereits um 4:33 Uhr, denn da fuhr meine S-Bahn an der Haltestelle Leuchtenbergring ab damit ich meinen Zug um 5:22 Uhr vom Münchner Hauptbahnhof erwischen konnte.
S-Bahnhof Leuchtenbergring @ 4:30am
Ein kleines Erlebnis gleich zu Beginn bereitete mich bereits darauf vor was für einen Riesenspaß ich mal wieder mit der Deutschen Bahn (die ja auch die S-Bahn in München betreibt) haben würde. Ein vier Leute mit Koffern warteten mit mir gemeinsam auf Gleis 1 des S-Bahnhofs und auf dem Display war als nächstes die S8 zum Flughafen angekündigt und auch die Ansage kündigte deren Ankunft an. Doch etwa eine Minute vor dem Zeitpunkt als die S-Bahn ankam verkündete plötzlich die Ansage dass diese Bahn doch auf Gleis 4 fährt, welches sich auf dem gegenüberliegenden Bahnsteig befindet. Die Männer und Frauen mit den Koffern, die offensichtlich zum Flughafen wollten, stürmten sofort los die Treppe hinunter um auf das andere Gleis zu wechseln, doch die Bahn fuhr bereits los bevor sie auch nur die andere Treppe wieder herauf gelaufen waren und fuhr ihnen damit vor der Nase weg. Ich konnte sie nicht hören, aber an ihren Gesten war zu erkennen dass sie nicht gerade erfreut darüber waren. Die nächste S-Bahn in diese Richtung wäre etwa in einer halben Stunde gefahren, keine Ahnung ob sie bis dahin gewartet haben, denn meine S-Bahn kam glücklicherweise so gut wie pünktlich und brachte mich zum Hauptbahnhof wo für diese frühe Zeit schon recht viel Betrieb war. Dort wartete auch mein Zug, der ICE 820 in Richtung Essen, bereits am Gleis 22. Jedoch sollte er mit 20 Minuten Verspätung abfahren – angeblich wegen verspäteten Zugpersonals.
Gleis 22 - Hauptbahnhof München ICE 820 - Gleis 22 - HBF München
Mein aktueller Arbeitgeber sieht für Dienstreisen mit der Bahn glücklicherweise Fahrten in der ersten Klasse vor und ich hatte mir in dieser, um genau zu sein in Wagen 28 einen Sitzplatz reserviert. Doch ich hatte mich zu früh gefreut, denn dieser Wagen war am Anfang bzw. dem hinteren Ende des Zuges und das bedeutete dass ich den kompletten Bahnsteig fast bis zum vorderen Triebwagen entlang laufen durfte bis ich mich endlich auf meinem reservierten Platz niederlassen konnte. Ein ziemlich weiter Spaziergang nur für die erste Klasse. Dafür hatte ich jetzt einen Ledersitz mit Tisch am Fenster in einem noch komplett leeren Wagon. Und ein schickes Display an der Decke über dem Gang.
ICE - Erste Klasse ICE in Richtung Essen
Wenig später kamen aber noch ein paar andere Fahrgäste und ich war letztlich nicht ganz allein in der ersten Klasse. Und zu meiner Freude fuhr der Zug trotz abweichendes Anzeige mit nur 10 anstatt nach 20 Minuten Verspätung ab – da war das Personal wohl doch früher als gedacht eingetroffen.
Sowohl in der S-Bahn als auch hier im ICE herrschte natürlich Maskenpflicht, um genau zu sein FFP2-Maskenpflicht. Ich hatte etwas bedenken gehabt ob ich die viereinhalb Stunden fahrt mit Maske durchhalten würde, doch ich kam erstaunlich gut damit zurecht und versuchte, unterstützt von meinem Nackenkissen, noch etwas Schlaf nachzuholen. Kurzfristig funktionierte das auch, doch da vor jeder Haltestelle die Ansage des nächsten Bahnhofs und der möglichen Anschlusszüge aus den Lautsprechern plärrte war trotz ansonsten größtenteils schweigsamer Fahrgäste nicht an Tiefschlaf zu denken. Und ein weiterer Vorteil war dass ich über die Handy-App einchecken konnte, so dass der/die Schaffner*in – heute eher als Zugbegleiter*in mich nicht zwecks Ticketkontrolle wecken musste. Doch wirklich wach wurde ich kurz vor Aschaffenburg als sich ein Fahrgast in den angrenzenden kleineren Abteilen weigerte trotz Vorschrift die Maske zu tragen und sich ein lautstarkes Wortgefecht mit der Zubegleiterin lieferte und sogar drohte handgreiflich zu werden während die Bahn-Bedienstete sich sichtlich bemühte sachlich zu bleiben. Gut, ob man als einzige Person in einem geschlossenen Abteil wirklich eine Maske tragen muss, darüber könnte man diskutieren. Aber für den Fahrgast bedeutete dies das Ende der Fahrt und er wurde mit Unterstützung der Bundespolizei am nächsten Bahnhof mit Nachdruck aus dem Zug geworfen.
Ich versuchte noch bis zu meinem Zielbahnhof in Montabaur noch etwas zu schlafen, doch mich erreichten nun Textnachrichten von Kollegen mit denen ich mich eigentlich dort treffen wollte um gemeinsam im Sammeltaxi zum Hotel zu fahren. Ihre Züge hatten erhebliche Verspätung, sie hatten ihre Anschlusszüge verpasst und würden wohl doch über Koblenz anstatt Montabaur anreisen. Normalerweise wären einige sogar ab Frankfurt-Flughafen mit mir im selben Abteil gereist, doch dank der Unpünktlichkeit der deutschen Bahn wurde jetzt daraus nichts. Da war die Tatsache dass wir nur noch 5 Minuten Verspätung hatten als ich in Montabaur eintraf auch nur ein kleines Trostpflaster. Ich telefonierte ein wenig herum und erfuhr dass ein anderer Kollege, der mit dem Auto anreiste, an Montabaur vorbei fahren würde und mich auflesen könnte. Das sparte mir die teure Einzelfahrt im Taxi. Daher nahm das ich natürlich dankend an und verließ erst einmal den Bahnhof um mich zum gegenüberliegenden Busparkplatz zwischen eine Firmengebäude von 1&1 und einem Haribo-Outlet zu begeben wo er mich auflesen wollte.
Bahnhof Montabaur Busbahnhof Montabaur
Es war bewölkt und leicht windig, doch obwohl ich keine Jacke dabei hatte war es doch auszuhalten bis nach etwas mehr als zwanzig Minuten besagter Kollege eintraf und wir in seinem Auto gemeinsam die letzten 15-20 Kilometer bis zum Hotel Heinz im schönen Höhr-Grenzhausen mitten im schönen Westerwald zurücklegten. Das viereinhalb Sterne Wellness Hotel am Rande des Ortes schien auch außerhalb jeglicher Ferien recht gut belegt zu sein, denn unsere Zimmer sollten erst ab 14:00 Uhr bereit sein. Also ließen wir das Gepäck noch im Auto und trafen uns erst einmal mit den Kollegen die bereits eingetroffen waren oder jetzt nach und nach eintrafen. Als alle vor Ort waren folgte eine kleine Einführungsveranstaltung. Danach wurde zum Mittag gerufen, das in Form eines warmen Buffets serviert wurde. Es gab Rindergeschnetzeltes, Fisch mit Kräutersauce, Gnocchi, Nudeln, kartoffeln verschiedene Gemüsesorten eine extra Salattheke und eine kleine Dessert-Theke. Ich selber probierte erst einmal das Geschnetzelte, ein Stück vom Fisch samt Sauce, ein paar der Gnocchi mit Paprika & Pilzen, etwas Spinat und ein paar Spätzle.
Beef chop, gnocchi, spaetzle, fish & spinach / Rindergeschnetzeltes, Gnocchi, Spätzle, Fisch & Spinat - Hotel Heinz Höhr-Grenzhausen
Der Fisch war traumhaft gut, wunderbar zart und saftig, das Rindergeschnetzelte würde ich eher als durchwachsen bezeichnen. Das Fleisch war recht grob geschnitten, die meisten der Stücke war dabei auch in Ordnung aber ein paar erwiesen sich als etwas zäh. Aber gut gewürzt war es – im Gegensatz zum Spinat den ich als etwas lasch bezeichnen würde. An den mit Gemüse versetzten gekochten Gnocchi in einer dünnen Tomatensauce und den Spätzle gab es aber nichts auszusetzen. Ich holte mir später noch einen kleinen Nachschlag verzichtete aber auf ein weiteres Foto. Als ich die Dessert-Theke erreichte war das Eis leider gerade aus, ich erwischte nur noch einen Brownie und etwas frisches Obst in Form von Heidel-, Erd- und Himbeeren sowie etwas Fruchtsauce. Auch hier verzichtete ich auf ein Foto.
Nach einer weiteren Session mit einen Kollegen konnten wir dann endlich unsere Zimmer beziehen. Wir holten also das Gepäck aus dem Auto und brachten es in unsere Räumlichkeiten. Ich selbst hatte ein Unterkunft im 3 Stock erhalten – und zum Glück gab es einen Fahrstuhl. 😉 Und was die Ausstattung anging erschien mir der Raum mehr als nur zufriedenstellend.
Room in Hotel Heinz - Bed / Zimmer im Hotel Heinz - Bett
Bett
Room in Hotel Heinz - TV & Desk / Zimmer im Hotel Heinz - TV & Schreibtisch Room in Hotel Heinz - Armchair, table & door to bathroom / Zimmer im Hotel Heinz - Sessel, Tisch & Tür zum Bad
Links: TV & Schreibtisch – Rechts: Sessel, Tisch & Tür zum Bad
Room in Hotel Heinz - Shower Bathroom / Zimmer im Hotel Heinz - Dusche Bad Room in Hotel Heinz - Toilet & sink / Zimmer im Hotel Heinz - Toilette & Waschbecken
Bad – Links: Dusche – Rechts: Toilette & Waschbecken
Den Nachmittag verbrachten wir weiter mit verschiedenen Sessions, danach machten ein paar Leute einen Spaziergang während andere die Wellness-Anlagen wie Schwimmbad und Sauna ausprobierte oder – wie ich – sich einfach etwas ausruhten. Ich legte mich etwa eine Stunde aufs Bett und holte etwas Schlaf nach. Gerne hätte ich mir auch den Wellness-Bereich angesehen, aber ich war einfach zu müde. Die Tatsache dass ich bereits kurz nach 4:00 Uhr aufgestanden war zollte nun seinen Tribut.
Am Abend trafen wir uns noch einmal kurz zu einer weiteren Session, danach gab es im Restaurant ein Abendessen für uns das wohl unter dem Motto grillen bzw. BBQ stand. Leider war es draußen bewölkt und nieselte hin und wieder, so dass sie das Essen entgegen der ursprünglichen Planung nicht vor dem Hotel grillten sondern in der Küche zubereiteten. So hörte ich es zumindest. Aber wie dem auch sei, das Angebot war wirklich umfangreich und interessant. Ich versuchte dieses Mal von fast jede angebotenen Teil etwas zu probieren.
Garnelenspieß, Steak, Lammrippchen, Rosmarinartoffeln & Feta
Den Anfang machten ein Garnelenspieß, ein Schweinesteak mit Kräuterbutter zwei kleinen Bratwürstchen, Lammrippchen, in Alufolie gebackenen Kräuterfeta, Rosmarinkartoffeln, etwas BBQ-Sauce und ein Klacks Tzatziki. Der Garnelenspieß erwies sich leider als etwas enttäuschend, die Garnelen selbst waren kaum gewürzt und hätten gerne noch etwas länger gebraten werden können. Da war das Schweinesteak schon deutlich besser, denn es war gut gewürzt und besaß angenehme Röstaromen, war aber leider nicht mehr heiß genug dass die Kräuterbutter so stark schmolz wie ich es mir gewünscht hätte. Die Lammrippchen waren schließlich ein Traum, wunderbar zart und es zerfiel fast auf der Zunge – leider war nur wenig Fleisch an den Knochen. Aber bei Rippchen leider meist üblich. Und auch der mit Kräuter versehene und in Folie gebacken Feta erwies sich als sehr lecker. An den kleinen Bratwürstchen gab es ebenfalls nichts auszusetzen und die teilweise schön knusprig gebratenen gebratenen Kartoffeln bildeten eine überaus passende Sättigungsbeilage.
Eigentlich war ich danach schon so gut wie satt, holte mir aber dennoch einen kleinen Nachschlag um auch die restlichen Dinge zu probieren. Einzig auf den gegrillen ganzen Maiskolben verzichtete ich, denn ich hatte mir an einem solchen vor vielen Jahren mal ein Stück Zahn abgebrochen und meide diese Dinger seitdem vehement. 😖
chicken skewer & beef steak / Hähnchenspieß & Rindersteak
Das Fleisch des Hähnchenspießes oben links war zwar angenehm zart und saftig, aber die verwendete Würzmischung entsprach nicht ganz meinem Geschmack. Was es genau war entzog sich meiner Kenntnis, aber ich glaube die hatten auch Zitronengras verarbeitet und das mag ich nicht. Aber das ist nur eine Vermutung. Und der Krautsalat war für mich auch etwas zu knackig geraten. Das kleine Rindersteak kompensierte das aber vollends, denn es war unglaublich zart und wunderbar rosa angebraten – aber leider mal wieder viel zu klein. Dazu hatte ich mir noch etwas BBQ-Sauce zum dippen sowie zwei kleine ofenfrische Brötchen genommen.
Ich überlegte noch ob ich mir einen dritten Nachschlag mit weiteren dieser leckeren Rindersteaks holen sollte, aber noch während ich nachdachte brachten das Servicepersonal den Nachtisch an die Tische.
Dessert / Nachtisch
Dieser bestand aus einer Kugel weißen Mousses, einer Ecke eines Brownies, einer Kugel Erdbeereis sowie etwas Fruchtsauce, garniert mit Pistaziensplittern und ein paar frischen Beeren. Sehr lecker, auch wenn ich die Fruchtsauce ein klein wenig zu süß empfand. Aber geschmeckt hat es allemal und danach war ich so voll dass ich auf weitere Steaks verzichtete. 😉 vor allem diese Brownies sind stopfen bei mir immer ziemlich heftig.
Danach konnten sich alle noch mal frisch machen, auch ich nahm eine Dusche und wir trafen uns schließlich zu einer Abendveranstaltung die bis deutlich nach Mitternacht gehen sollte.
Verständlicherweise hatte ich am nächsten Morgen etwas Schwierigkeiten rechtzeitig aus dem Bett zu kommen um noch vor der ersten Morgen-Session um 9:00 Uhr zu frühstücken, doch es gelang mir schließlich und ich konnte mich mit der Kombination stärken, die ich eigentlich immer nehme wenn ich in Hotels übernachte: Rührei, knusprige Speckstreifen und kleine Bratwürstchen, dazu ein Glas Orangensaft. Und natürlich einer großen Tasse Kaffee.
Breakfast - Eggs, bacon & sausages / Frühstück - Rührei, Speck & Würstchen
Da viele Kollegen bereits mit ihren Koffern bzw. Taschen zum Frühstück gekommen waren und schon ausgecheckt hatten entschied auch ich mich dazu vor der ersten Veranstaltung meine Sachen aus dem Zimmer zu holen und meinen Schlüssel an der Rezeption abzugeben. Dennoch kam ich noch rechtzeitig zur ersten Session um 9:00 Uhr und wir schlossen unser kleines Team-Event vor dem Mittag erfolgreich ab.
Danach war ein ausgiebiges Mittagessen angesetzt. Da jetzt noch ein paar Kollegen in ihre Zimmer zurückkehrten um ebenfalls auszuchecken bekam ich die Gelegenheit das Buffet endlich mal aufzunehmen ohne dass sich die Leute davor tummelten.
Buffet Lunch / Buffet Mittagessen Buffet Lunch 2 / Buffet Mittagessen 2
Dieses Mal gab es Ossobuco und Red Snapper mit Tomaten-Kräutersauce, dazu wahlweise Gemüsereis, Nudeln, Schupfnudeln in Sahnesauce sowie eine bunte Auswahl an gedünstetem Gemüse.
Ossobuco, Red Snapper, Reis & Gemüse
Auf meinem ersten Teller fand sich ein bunter Querschnitt all dieser Angebote. Das Ossobuco erwies sich dabei als weiteres Highlight, denn das Fleisch der geschmorten Kalbsbein-Scheibe war mal so zart, das es erneut regelrecht auf der Zunge zerfiel. Und das obwohl das Fleisch eigentlich eher durchwachsen war. Dazu eine überaus gelungene und schön dickflüssige Sauce. Hab ich schon lange nicht mehr gehabt, hatte fast vergessen wie lecker das Gericht ist. Dennoch erinnere mich aber noch gut daran dass ich es auch schon mal selbst zubereitet hatte. Muss ich unbedingt mal wiederholen. Aber auch an dem zarten und saftigen Red Snapper gab es nichts auszusetzen, vor allem in Kombination mit der fruchtigen Tomatensauce. Zu beiden passte gut der mit Möhren und Frühlingszwiebeln versetzte Reis. Die mit Spinat und Pilzen in Sahnesauce servierten Schupfnudeln fand ich geschmacklich wiederum nicht so berauschend, aber sie waren auch nicht wirklich schlecht. Nur etwas mehr Würze der Sauce hätte nicht geschadet. Das gedünstete Gemüse war schön gar ohne zerkocht zu sein und besaß dabei noch einen guten Biss – da hatte die Küche eindeutig gute Arbeit geleistet.
Da ich mich in das Ossobuco ein wenig verliebt hatte holte ich mir davon noch einen großzügigen Nachschlag, diesmal mit Bandnudeln und weiterem Gemüse.
Ossobuco & Pasta
Leider waren die Nudeln fast kalt, aber das wurde durch die zweite Portion zart geschmorter Kalbsbeinscheibe inklusive der Sauce fast vollends kompensiert. Es gab wohl auch wieder Nachtisch, aber ich war nach zwei Portionen Ossobuco so satt dass ich darauf verzichtete.
Kurz nach dem Mittagessen verabschiedeten wir uns alle ausgiebig und machten uns dann auf den jeweiligen Heimweg, einige im Auto, andere mit der Bahn. Ich selbst fuhr mit den Kollegen mit denen ich mich ja eigentlich schon auf der Hinfahrt zusammen reisen wollte in einem Sammeltaxi bis Koblenz zum Hauptbahnhof.
Hauptbahnhof Koblenz Fassade Hauptbahnhof Koblenz Eingang
Der Reiseplan besagte dass ich mit einem ICE von Koblenz nach Mannheim fahren sollte, dort 38 Minuten Zeit zum Umsteigen hatte und dann mit einem weiteren ICE bis München Hauptbahnhof fahren sollte. Der Zug sollte zu Beginn 20 Minuten Verspätung haben, doch das beunruhigte mich nicht da ich so immer noch 18 Minuten für den Umstieg in Mannheim haben sollte. Ich wartete also mit Kollegen die mit einem etwas späteren Zug ebenfalls über Mannheim zu ihrem Endziel fahren wollen auf Gleise vier des Koblenzer Hauptbahnhofs.
Track 4 - Train station Koblenz / Gleis 4 - Hbf Koblenz
Von dort aus man übrigens einen schönen Blick auf dem knapp darüber liegenden Fort Großfürst Konstantin hat, das auf der Karthause dort 1826/27 von Preußen als Teil der Großfestung Koblenz errichtet worden war.
Fort Konstantin - Koblenz
Doch nun begann mal wieder so ein für die Bahn leider typisches Chaos das ich mal versuche hier in etwas komprimierter Form wiederzugeben: Die Verspätung meines Zuges erhöhte sich von 20 auf 30 Minuten, dann auf 45 Minuten und schließlich auf eine ganze Stunde. Alles wegen einer Stellwerkstörung. Damit wäre ein Umstieg in den ICE mit meinem gebuchten Sitzplatz in Mannheim nicht mehr möglich gewesen. Und die voraussichtliche Auslastung war für die folgenden Züge als „besonders hoch“ angegeben womit ich wohl hätte stehen müssen. Freitag eben, alle wolle nach Hause. Also entschloss ich mich mit dem Zug meiner Kollegen zu fahren, der zwar auch Verspätung hatte aber ich hätte noch 5 Minuten Zeit gehabt um das Gleise zu wechseln und den gebuchten Zug zu erwischen. Das wäre sportlich, aber machbar gewesen. Wenn, ja wenn es dabei geblieben wäre. Doch der Zug meiner Kollegen kam gar nicht, es fuhr zur Ankunftszeit plus Verspätung entgegen des Fahrplans ein Regionalexpress nach Mainz ein der aber nicht in Mannheim hielt. Gleichzeitig zog ein heftiges Gewitter auf und ein Platzregen ging nieder. In der Bahn Navigator App auf dem Smartphone las ich dass mein ICE nach München inzwischen auch 27 Minuten Verspätung hatte, wohl wegen eines Polizeieinsatzes. Und als nächstes sollte auf Gleis 4 ein Intercity Express einfahren, der ebenfalls in Mannheim hielt. Wenn alles gut lief hätte ich drei Minuten Zeit zum Umsteigen Eventuell verspätete sich mein ICE ja noch mehr so dass ich es schaffen könnte. Die Hoffnung stirbt zuletzt. Also schnappten wir uns im strömenden Regen diesen Zug und fuhren am malerischen Rhein entlang nach Mannheim. Wir kamen gut voran, erst in Ludwigshafen kurz vor Mannheim stoppte der IC noch einmal kurz und die Verspätung erhöhte sich etwas – doch auch „mein“ ICE 811 war inzwischen über 30 Minuten verspätet. Es bestand noch Hoffnung. Ich erhob mich also gleich vom Sitzplatz, verabschiedete mich von meinen Kollegen die noch weiter fuhren und ging in Richtung Ausgang. Wie es das Glück wollte war direkt vor mir eine Dame die einen älteren Herrn im Rollstuhl vor sich her schob. So würde ich nie rechtzeitig zum Zug kommen. Also erklärte ich ihr sachlich meine Situation und sie ließ mich bereitwillig vorbei. Endlich im Mannheimer Bahnhof zum Halt gekommen stürmte ich mit Rucksack und Koffer aus dem Wagon, rannte die Rolltreppe hinunter und die nächste Rolltreppe wieder nach oben, wo sich gerade mit einem Piepsen die Türen meines ICE 811 nach München schlossen. Doch alles drücken auf den Öffnungsknopf half nichts, der Zug fuhr mir sprichwörtlich vor der Nase davon. Verd***** 🤬
Main train station Mannheim / Hauptbahnhof Mannheim
Also stand ich in der schönen Kongress- und Kulturstadt Mannheim am Bahnhof und durfte auf den nächsten Zug warten der inklusive Verspätung – zu diesem Zeitpunkt wohlgemerkt – eineinhalb Stunden später fahren sollte. Ich kramte meinen Laptop hervor und nutze seinen Akku um mein Smartphone zu laden dessen Batterie inzwischen auf 14% runter war und das meine Zugfahrkarte enthielt. Wäre peinlich wenn ich noch eine Strafe wegen Schwarzfahrens zahlen müsste, nur weil mein Handy-Akku leer ist. Dann wartete ich und wartete und wartete. Und die Verspätung für den nächsten ICE nach München (ICE 613) erhöhte sich immer weiter und überholte schließlich die Ankunftszeit des ebenfalls verspäteten ICE 771 nach München, der mit „nur“ 25 Minuten Verspätung aufgrund einer Weichenreparatur eintreffen sollte.
Delay, delay, delay / Verspätung, Verspätung, Verspätung
Also entschloss ich mich mit diesem ICE 771 zu fahren und hoffte dass sich der Zug nicht auch noch bis zum Sankt-Nimmerleinstag verspätete. Und ich hatte Glück, es blieb bei den 25 Minuten (+/- 5 Minuten – aber das war inzwischen egal). Ich stieg also in die erste Klasse ein und ließ mich an einem Sitzplatz für Bahn Comfort Kunden nieder – in der Hoffnung es würde kein solcher auftauchen und mich verjagen. Dann ging es endlich los in Richtung München. Es gab einige Mitreisende aber die stiegen bereits in Stuttgart, Ulm und Augsburg aus, so dass ich am Ende fast alleine im Großraumabteil saß.
ICE to Munich - First class / ICE nach München - Erste Klasse
Ich döste ein paar Mal weg, erholsam war der Schlaf aber nicht wirklich. Schließlich erreichten wir München und obwohl ich in Mannheim ganz vorne in den Zug gestiegen war stand mein Wagon nun ganz hinten am Bahnsteig, was wiederum bedeutet ich konnte etwa einen Kilometer laufen bis ich die eigentliche Bahnhofshalle erreichte, diese komplett durchqueren durfte da wir am hintersten Gleis angekommen waren und dann endlich zur S-Bahn hinab steigen konnte. Zwei Rolltreppen tiefer erwartete mich die nächste Überraschung: In meinen nicht mal zwei Tagen Abwesenheit hatte sich der Fahrplan der S-Bahn geändert und die meisten Züge fuhren nur noch bis Ostbahnhof. Wie ich später erfuhr finden wohl zwischen 9. und 12. September Oberleitungserneuerungen statt, weswegen ab Ostbahnhof Schienenersatzverkehr angeboten wurde. Glücklicherweise fuhr noch eine Linie bis Leuchtenbergring, meinem Zielbahnhof.
S-Bahn München - verkürzte Strecke
Es war bereits deutlich nach Mitternacht als ich schließlich in die S1 einstieg und mich endlich auf den letzten Abschnitt meiner Reise begeben konnte. Ich war zerschlagen, müde und musste mich zusammenreißen in der leeren S-Bahn nicht einfach einzuschlafen.
Inside S-Bahn Munich / In der S-Bahn München
Am Leuchtenbergring angekommen kämpfte ich mich durch immer wieder einsetzenden leichten Nieselregen bis nach Hause, schloss die Haustür hinter mir, zog mir die Schuhe aus, warf mein Gepäck regelrecht in eine Ecke und legte mich wenig später ins Bett endlich den dringend notwendigen Schlaf zu finden. Damit bewahrheitet sich mal wieder der Spruch: „Wenn einer eine Reise tut, hat er was zu erzählen.“ Vor allem trifft das zu wenn er mit der deutschen Bahn reist. Erinnert mich an meine Reisen nach Köln

Nachtbus nach München [07. – 08.07.2022]

Freitag, Juli 8th, 2022

Nachdem ich nach dem Frühstück am Morgen im Hotel ausgecheckt hatte nieselte es draußen leicht. Kein Wetter um mit Rollkoffer und Rucksack bis zur Firma zu laufen, obwohl es mit Regenschirm den ich dabei hatte mit Sicherheit irgendwie gegangen wäre. Aber ich hatte einfach keine Lust, daher bestellte ich mir ein Taxi und ließ mich für etwa 6 Euro bis zum Firmengebäude fahren. Ja, das war Faulheit, aber ich stehe dazu. 😉
Nach einem langen Arbeitstag, der glücklicherweise durch den Burger zu selber bauen in der Mittagspause einmal noch deutlich verschönert wurde, machte ich mich um kurz nach 18:00 Uhr schließlich auf den Weg zur Bushaltestelle zum mich von dort erst einmal zum Hauptbahnhof zu begeben. Mit der Linie 10 war dies in weniger als 30 Minuten zu bewerkstelligen.
Hauptbahnhof Münster Westfalen
Dann begann das Warten denn mein Flixbus sollte erst um 21:45 Uhr starten. Und obwohl ich ja bereits zu Mittag gut gegessen hatte bekam ich dann doch wieder etwas Hunger. Mein erster Gedanke war es eine schöne Lahmacun mit Dönerfleisch, Salat und Sauce bei King Döner zu essen.
King Döner Münster
Dort werkelten zwei Männer hinter der Theke und nach kurzem fragte mich einer ob ich bezahlen oder bestellen wolle. Ich sagte ich wolle bestellen, aber anstatt gleich meine Bestellung aufzunehmen verschwand er sofort zurück an den Dönerspieß und begann wieder Fleisch abzuschaben. Der andere ignorierte mich total. Ich versuchte noch auf mich aufmerksam zu machen, aber vergeblich. Als der Typ der mich zuvor gefragt hatte sofort die Bestellung eines gerade herein gekommenen Gasts aufnahm, reichte es mir und ich verließ wortlos den Laden. Einen so schlechten Service hatte ich schon lange nicht mehr erlebt. 😡
Etwas frustriert ging ich daher einfach zu Burger King auf der anderen Straßenseite und bestellte mir dort ein Long Chicken Menu, das ich auch innerhalb von wenigen Minuten erhielt.
Burger King Long Chicken
Aber sind wir mal ehrlich: fast 8 Euro für eine längliches labbriges Brötchen mit Salat, Mayo & einem warmen Stück panierten Hähnchenfleisch, ein paar Fritten und einem einzelnen Tütchen Ketchup das nicht mal für alle Fritten reicht? Da ändern auch die 0,5l Softgetränk mit vielen Eiswürfeln nicht viel daran, dass das eigentlich kein wirkliches Preis-Leistungsverhältnis ist. Im Nachhinein gesehen war das eindeutig keine gute Entscheidung, ich hätte vielleicht einfach einen der anderen Döner-Läden probieren sollen, wahrscheinlich hätte man dort etwas mehr Interesse gehabt einen Kunden zu bedienen als im King Döner.
Danach machte ich einen kleinen Spaziergang, aber mit schwerem Rucksack und Rollkoffer ist man in seinem Bewegungsradius doch etwas eingeschränkt so dass ich letztlich immer wieder am Hauptbahnhof landete. Je später es wurde, desto mehr ältere ungepflegte Herren sowie Jungendgruppen mit Bierflaschen und ein paar Bettler fanden sich dort ein. Obwohl die Polizei mit zwei Bullies und einigen Uniformierten Präsenz zeigten entschied ich mich dann doch mehr als eine Stunde vor Abfahrt mich auf dem Weg zum südlich des Bahnhof gelegenen Busbahnhof von Münster zu machen.
ZOB Münster
Auch keine gute Entscheidung, denn dort befinden sich zwar zwei Bushäuschen, aber es gibt nirgendwo auch nur einen Sitzplatz. Wie ich erst später erfuhr war hier wohl früher mal ein Zentrum der Drogenszene gewesen weswegen man alles abmontiert hatte was den Aufenthalt angenehm machen könnte. Hätte ich das gewusst wäre ich wohl doch eher am Hauptbahnhof geblieben und hätte mich eben noch weiter anbetteln oder um Zigaretten anschnorren lassen. Nach kurzem umsehen entdeckte ich ein Display von Flixbus an einem der Schilder, doch ein Blick darauf brachte keine Informationen.
Flixbus Digital Display - No Connection Flixbus Digital Display - No Departures
Am nächsten Schild fand ich aber noch einen klassischen gedruckten Fahrplan, der aber natürlich wenig aktuelle Informationen brachte – wer weiß schon wie lange der hier schon hing.
Flixbus Fahrplan
Langsam fanden sich nun auch weitere Personen am Busbahnhof ein die offensichtlich auch mit dem Flixbus reisen wollten. Das war daran zu erkennen dass sie alle zu einem Bus dieser Linie strömten der bereits kurz vor 21:30 Uhr auf dem Parkplatz hielt.
Flixbus nach Krakau
Da er nicht zweitstöckig war wusste ich aber sofort dass es sich nicht um meinen Bus handeln konnte. Ich bekam aber mit dass es sich um einen Bus mit Ziel Krakau handelte. War also absolut nicht meine Richtung. Als ich dann mein digitales Ticket auf dem Handy checkte wurde dort angezeigt dass mein Bus pünktlich ankommen würde, was mich schon einmal sehr beruhigte.
Um kurz nach 21:30 Uhr fuhr dann auch der Flixbus-Doppeldecker der Linie N17 endlich ein und ich konnte einchecken, meinen Koffer abgeben und meinen reservierten Platz, der natürlich mal wieder besetzt war, in Anspruch nehmen. Pünktlich um Viertel vor Zehn ging es dann auch schon weiter und bis Hagen hatte ich beide Sitzplätze vorne rechts für mich. Erst hier stieg eine jüngere Frau zu die den Platz neben mir reserviert hatte. Dennoch hatte ich auch so genug Platz damit ich zumindest etwas schlafen konnte. Nachde wir kurz hinter Hagen in einen Stau gerieten und der Bus kurz still stand gelang es mir wenig auch tatsächlich einzuschlafen.
Stau auf der A45
Als meine Sitznachbarin in Frankfurt ausstieg wurde ich kurz noch einmal wach, schlief aber dann weiter bis kurz nach 5.30 Uhr durch als wir Düsseldorf-Vaihinigen erreichten.
ZOB Stuttgart Vaihingen
Danach konnte nur noch etwas dösen, denn langsam erwachte auch der restliche Bus und es wurde Musik gehört und viel geredet. Tiefer Schlaf war jetzt nicht mehr möglich, aber ich versuchte mich noch so viel zu erholen wie möglich. Kurz vor 8:30 Uhr kamen wir schließlich wieder am Zentralen Omnibus Bahnhof in München an
ZOB München
von wo aus ich direkt zur Haltestelle Hackerbrücke übersetzen konnte
München Hackerbrücke
um von dort aus das letzte Stück Weg bis in meine Wohnung zurückzulegen. Es war fast Punkt 9:00 Uhr als ich dort ankam, also gerade richtig um mich noch schnell per VPN in ein gerade gestartetes Video-Meeting einzuwählen und meine Kollegen dort mit meiner unerwarteten Anwesenheit zu überraschen. 😉
Auch wenn der Schlaf in einem Bus natürlich nicht mit richtigem Schlafen in einem Bett zu vergleichen ist war ich doch gut genug erholt um den Arbeitstag mit Hilfe von etwas Kaffee durchzustehen. Solche Aktionen würde ich nicht regelmäßig machen wollen, aber hin und wieder geht das schon mal.

Hotel Lohmann Münster – ein Kurzreview

Montag, Juli 4th, 2022

Um die Kosten während meines Aufenthalts in Münster gering zu halten hatte ich mich für ein einfaches Hotel in der relativer Nähe zum Arbeitsplatz entschieden. Recherchen im Internet hatten mir gezeigt dass sich hier das Hotel Lohmann in der Mecklenbecker Straße anbot. Das kleine familiengeführte Hotel mit insgesamt 52 Betten liegt an der Mecklenbecker Straße 357, ist allerdings direkt von der Straße nicht sofort einsehbar. Da davor aber ein griechisches Restaurant mit Namen Lohmann Irodion liegt kann man sich denken dass hier auch das Hotel zu finden sein muss.
Hotel Lohmann - Münster
Die Anreise mit ÖPNV gestaltet sich recht einfach da die Bus-Haltestellte Mecklenbecker Straße nur knapp 250m entfernt liegt. Mit der Buslinie 10 sind es ca. 25 Minuten vom Hauptbahnhof aus. Aber auch eine Anreise mit dem Auto ist natürlich möglich. Hinter Hotel und Restaurant findet sich auch ein großer Parkplatz auf dem sogar Reisebusse Platz finden dürften.
Das Hotel ist natürlich Corona-Konform, es wird darauf hingewiesen dass dass man doch überall im Gebäude einen Mundschutz tragen soll und direkt am Eingang wird auf ein Aufsteller zur Hand-Desinfektion bereitgestellt. Als ich nach Ende des Arbeitstags um kurz nach 17:00 Uhr dort ankam wurde ich von einem Herren an einer Rezeption hinter eine Glasscheibe begrüßt. Ich stellte mich kurz vor und wies darauf hin dass ich per Internet reserviert hatte. Diese war auch schnell gefunden und nachdem ich als erstmaliger Gast meine persönlichen Daten samt Anschrift hinterlassen hatte händigte man mir zwei Schlüssel aus, einen kleineren Schlüssel für das Zimmer und einen größeren für die Haustür. Rauchen auf den Zimmern war natürlich im ganzen Hotel verboten, dazu stand aber direkt neben dem Eingang ein großer Standaschenbecher bereit.
Das Zimmer für 63 Euro pro Nacht im Erdgeschoss erwies sich als einfach und funktional: Ein Doppelbett von dem nur eine Hälfte mit Kissen und Bettdecke ausgestattet war, zwei Stühle, ein kleiner Schreibtisch, sowie ein Fernseher an der Wand am Fußende des Betts. Eine Klimaanlage konnte ich nicht entdecken, aber die Temperatur des nach Nordosten ausgerichteten Zimmers war auch trotz sommerlicher Temperaturen noch akzeptabel, daher ist diese denke ich mal nicht unbedingt notwendig.
Hotel Lohmann - Room / Zimmer Hotel Lohmann - Room 2 / Zimmer 2
Ein offener Kleiderschrank in einem Nebenraum sowie ein ebenso einfach und funktional ausgestattetes Badezimmer mit Toilette, Dusche sowie Waschbecken samt Spiegel.
Hotel Lohmann - Bathroom / Badezimmer
Es werden ein großes Badehandtuch, ein Fußboden-Handtuch sowie ein kleines Handtuch zur Verfügung gestellt, etwas Seife und Duschgel stehen in kleinen Briefchen zur Verfügung, es empfiehlt sich aber sich selbst etwas davon mitzubringen.
Hotel Lohmann Duschgel
Einen Fön gibt es leider nicht, aber bei meinen kurzen Haaren war das für mich auch nicht wichtig. 😉
Die Matratzen des Betten sind hart aber nicht ungemütlich, die Bettdecke reicht gerade aus um einen erwachsenen Mann zu bedecken und das Kissen erwies sich als recht klein, aber auch gerade so ausreichend. Im Fernseher stehen die Standard-Sender zur Verfügung, jedoch ist das Gerät nicht mit einem CA-Modul ausgestattet so dass nur die öffentlich-rechtlichen in HD-Auflösung zur Verfügung stehen. Aber wer will sich schon Werbung, Werbung und noch mehr Werbung auf den Kommerzsendern in HD ansehen? War mir also egal… 😉
Das Frühstück wird von Montag bis Freitag im Untergeschoss ab 6:30 Uhr (Wochenenden ab 7:30 Uhr) in einem langgezogenen Gastraum im Untergeschoss serviert.
Hotel Lohmann -  Breakfast room / Frühstücksraum
An eine Buffet-Tisch direkt am Eingang werden Schnittbrot, Aufschnitt in Form von Wurst und Käse, Butter, Teewurst, frisch gekochte Eier, Müsli in verschiedener Ausführung, Marmelade, Nutella, Joghurts sowie frisches Obst.
Hotel Lohmann - Breakfast Buffet / Frühstücksbuffet
Zwei frische Brötchen und frischer Kaffee werden außerdem direkt am Tisch serviert, optional kann man sich aber auch noch mehr Brötchen ordern. Ich persönlich hätte mir natürlich noch Rührei und Speck gewünscht sowie kleine heiße Würstchen gewünscht, aber ich gab mich mit dem Zufrieden was angeboten wurde und war mehr als nur gesättigt als ich mich nach dem Frühstück auf den Weg zur Arbeit machte.
Hotel Lohmann - Breakfast / Frühstück
Hier unten im Frühstücksraum konnte man sich auch gut eine Übersicht über die anderen Gäste des Hotel schaffen. Neben einem älteren belgischen Ehepaar sowie einem etwas jüngeren deutschen Paar sah ich hauptsächlich Handwerker die hier offensichtlich eingekehrt waren während sie auf Montage vor Ort waren. Darauf wiesen auch die vielen Transporter mit Firmenaufdruck hin die ich auf dem Parkplatz vor dem Hotel gesehen hatte.
Alles in allem ein einfaches aber doch ausreichend komfortables Hotel in Laufweite des Freizeitgebiets Aasee von dem an auch in akzeptabler Zeit die Münsteraner Innenstadt erreichen kann. Ich war auf jeden Fall zufrieden mit meiner Wahl und würde mich dort vorbehaltlos erneut einquartieren wenn es mich wieder nach Münster verschlägt.

Nachtbus nach Münster [03. – 04.07.2022]

Montag, Juli 4th, 2022

Nach zwei Jahren Abstinenz aufgrund der Corona-Krise war es nun mal wieder soweit: Ich würde meine Wohnung endlich mal wieder für eine längere Zeit verlassen und auf eine Geschäftsreise gehen. Es sollte nach Münster im schönen Westfalen gehen. Doch dort hin zu kommen sollte sich als gar nicht mal so einfach erweisen. – ich musste die Reise selbst finanzieren, Gründe will ich hier nicht näher erläutern. Gut, das einfachste wäre es vom Münchner Flughafen aus nach Köln/Bonn oder Münster/Osnabrück zu fliegen, doch die Preise für Flüge sind – ebenfalls dank Corona – inzwischen erheblich gestiegen. Vor der Pandemie wäre ich noch für unter 100 Euro hin und zurück gekommen, doch inzwischen liegen die Preise bedeutend höher (Suchergebnis ist nach günstigster Flug zuerst sortiert):
Kosten Flug München nach Münster-Osnabrück
😳
Vielleicht hätte ich einen Flug mit 2-3 Mal umsteigen in Rom, Bukarest und Paris für weniger Geld finden können der dann 16 Stunden dauert, 😉 aber Direktflüge auf dieser Strecke sind Flüge derzeit dank steigender Kerosinpreise und vieler anderer Gründe die auch mit Corona zu tun haben nicht wirklich erschwinglich. Und alleine mit dem privaten Auto hatte ich auch keine Lust zu fahren. Wäre noch die Bahn, bei der die Fahrt ca. 9 Stunden dauert, aber auch da sind die Preise ziemlich gesalzen.
Preise Bahn München Münster
Hier wäre dann noch das 9-Euro-Ticket eine Alternative gewesen, doch da dieses die Nutzung in ICE, IC, RE und Interrail-Zügen ausschließt wäre ich mit Bummelzügen auf Nebenstrecken da knapp 20 Stunden mit 4-5 Stunden Aufenthalt in der Nacht am Frankfurter Hauptbahnhof unterwegs gewesen. Da hatte ich auch wenig Lust drauf. Also kam ich auf die Idee mit dem Nachtbus dorthin zu fahren. Da ich das letzte Mal in der Dominikanischen Republik Bus eine längere Strecke mit de Bus gefahren war ich mich mit den Anbietern hier nicht auskenne schaute ich spontan mal bei Flixbus und war positiv über den Preis überrascht:
Preis Flixbus München Münster
Das wäre der Preis für eine Fahrt inklusive ein Stück Handgepäck und einen Koffer bis 20kg, also würde mich Hin- und Rückreise mit diesem Verkehrsmittel gerade mal etwas mehr als 70 Euro kosten und ob ich nun neun Stunden in der Bahn oder 11 Stunden im Bus setzte gibt sich meiner Meinung nach nicht viel. Den Nachteil dass Flixbus meist nicht zentral am Hauptbahnhof hält nah ich dabei billigend in Kauf und hoffte im Bus auch etwas schlafen zu können. Bei dem günstigen Preis gönnte ich mir sogar noch eine Sitzplatzreservierung eines Panorama-Sitzes im Obergeschoss ganz vorne, die zusätzlich 4,99 Euro kosten sollte (normale Sitzplatzreservierung: 2,99 Euro). Zusätzlich hätte ich noch für 26,99 Euro den Nebensitz gleich mit reservieren können damit ich Platz hatte, aber das war mir dann doch zu teuer. Also bestellte ich mir ein Ticket samt Sitzplatzreservierung, lud es mir digital in die zugehörige Handy-App und war damit schon fertig mit meiner Reisebuchung. Am Freitag ließ ich mir außerdem sicherheitshalber noch mal eine Booster-Impfung gegen Corona verpassen, man weiß ja nie…
Die Reise sollte am Sonntag um 20:35 Uhr im Münchner Zentralen Omnibus Bahnhof (ZOB) starten, der von der S-Bahn Haltestelle Hackerbrücke direkt nach dem Hauptbahnhof einfach zu erreichen ist – für mich war dies eine Fahrt von nicht einmal 30 Minuten und da ich mir das 9-Euro-Ticket für Juli besorgt hatte sollten mich auch keine Tickets für den Nahverkehr weder hier in München noch in Münster kümmern müssen. Aber da ich dem ÖPNV nicht so recht traue und man nie weiß ob es nicht wieder auf der Münchner Stammstrecke eine Störung gibt machte ich mich erheblich früher auf den Weg und kam bereits vor 20:00 Uhr am Münchner ZOB an.
München ZOB (Zentraler Omnibus Bahnhof)
Da ich keinerlei Erfahrung mit Bus-Fernreisen in Deutschland hatte musste ich mich erst einmal orientieren.
Flixbus im Untergeschoss
Nach kurze Umsehen fand ich aber auch schon eine digitale Anzeigetafel die mir zeigte dass der Bus mit dem ich fahren wollte von der Haltebucht 11 abfahren sollte.
Anzeigtafel Flixbus ZOB München
Der Bus kam mit etwa fünf Minuten Verspätung, was aber noch akzeptabel war. Kurz wurde der Code des digitalen Tickers vom Handydisplay gescannt, Ausweis wurde entgegen der Angaben auf der Webseite nicht kontrolliert, dann konnte ich meinen Koffer abgeben und mich zum reservierten Sitzplatz begeben. Dort saßen zwar schon zwei Jugendliche die Spanisch sprachen, aber sie ließen sich ohne Diskussion von dort vertreiben als ich auf meine Reservierung hinwies. Und der Nebenplatz blieb glücklicherweise während der ganzen Fahrt frei, so dass ich die ganze Fahrt über viel Platz haben sollte. Gut dass ich mir das Geld dafür gespart hatte. 😉
Flixbus N17 in Richtung Hamburg Busparkplätze ZOB München
Gerade als wir abfahren wollte lief noch eine Nachzüglerin heran und der Bus stoppte noch einmal kurz um auch sie mitzunehmen, dann aber ging es endlich los. Offiziell hatte es in den Hinweisen zur Fahrt gehießen dass man, wie auch in öffentlichen Verkehrsmittel, die ganze Fahrt über eine FFP-2 Maske tragen solle, aber das tat niemand, nicht einmal die Fahrer, daher verzichtete ich auch – zumal der Platz neben mir und die beiden Sitzbänke hinter mir frei waren und auch auf dem anderen Panorama-Doppelplatz auf der gegenüberliegenden Seite nur ein einzelner Fahrgast saß. War im Nachhinein gesehen vielleicht etwas unvernünftig, aber ich bin das Wagnis eingegangen. Zumal die Klimaanlage im Bus trotz der hohen Temperaturen leider nur mässig bis gar nicht funktionierte. 😕
Die Fahrt sollte über 8 Haltestellen bis Münster gehen:

  • Augsburg (P+R Oberhausen Nord)
  • Stuttgart Vaihingen (S-Bahnhof)
  • Stuttgart Zuffenhausen (ZOB)
  • Heilbronn Hauptbahnhof
  • Darmstadt Hauptbahnhof
  • Frankfurt (Main) Hauptbahnhof
  • Hagen Bahnhof
  • Dortmund ZOB
  • Münster ZOB Hafenstraße

Jeder Platz verfügt außerdem über einen Drei-Punkte-Gurt und es wird darauf hingewiesen man solle doch bitte über die ganze Fahrt angeschnallt bleiben. Aber auch hier hielt sich kaum jemand daran und ich habe es zumindest am Anfang versucht, aber als ich schlafen wollte darauf verzichtet. Versicherungstechnisch nicht die klügste Wahl, aber die Fahrer lenkten den Bus zügig aber ohne unsinnige Risiken einzugehen, daher fühlte ich mich einigermaßen sicher. Außerdem gibt es kostenloses WLAN im Bus und sogar eine Flix-Mediathek mit einigen relativ aktuellen Filmen, Serien und Hörbüchern. Doch mir war mehr nach schlafen, denn ich wollte einigermaßen fit sein wenn ich ankomme. Daher hatte ich mir in weiser Voraussicht auch gleich ein Nackenkissen mitgenommen wie ich es auch während meiner Flüge zum schlafen verwendet hatte und es erwies sich auch im Bus als überaus nützlich da die Sitze zwar hoch sind, aber über keine spezielle Kopfstütze verfügen. So gelang es mir – mal kürzer und mal länger – immer wieder etwas ins Land der Träume zu entkommen, wurde allerdings oft dann wieder geweckt wenn wir irgendwo hielten und der Fahrer die aktuelle Haltestelle über die Lautsprecher verkündete.
Haltestelle Frankfurt HBF In Hagen
Links: Frankfurt Hauptbahnhof (3:02 Uhr) – Rechts: Abfahrt in Hagen (5:52 Uhr)

ZOB Dortmund
ZOB Dortmund (6:33 Uhr)
Nachdem wir eigentlich fast schon wieder mehr als nur pünktlich gewesen waren geriet der Bus kurz vor Münster an der Abfahrt in Richtung Westfalenhalle noch mal in einen Stau was noch mal für 15 Minuten Verspätung sorgte,
Stau vor Münster
dennoch erreichten wir bereits um etwa 8:00 Uhr, also eine halbe Stunde früher als auf dem Fahrplan angekündigt, den ZOB Münster der allerdings nicht mehr als ein Parkplatz ist.
ZOB Münster Hafenstraße
Von dort sind es 4-5 Minuten Fußweg bis zum Hauptbahnhof Münster von dem aus man mit den Bussen des Nahverkehrs überall in Münster hin kommen kann. Münster hat weder Straßen- noch S- oder U-Bahn, daher ist der Bus hier das Verkehrsmittel des ÖPNV der Wahl.
Hauptbahnhof Münster
Die Kreisfreie Stadt Münster ist mit ca. 317.000 Einwohnern natürlich deutlich kleiner als meine Heimatstadt München, hat durch ihren Status als eine der zehn größten Universitätsstädte Deutschlands mit knapp 65.000 Studenten aus aller Herren Länder einen sehr internationalen Flair und ist dank ihrer zahlreichen historischen Sehenswürdigkeiten auch bei Touristen sehr beliebt. Ich war schon sehr gespannt die Stadt näher kennenzulernen.
Am Hauptbahnhof brauchte ich nur noch auf den nächsten Bus der Linie 10 zu warten und konnte mich damit auf den letzten Teil meiner Reise im Süden des Stadt begeben. Dabei konnte ich u.a. auch aus dem Bus heraus einen kurzen Blick auf den St.-Paulus-Dom werfen.
St. Paulus Dom - Münster
Einige Haltestellen weiter stieg ich dann aus und ging direkt zur Arbeit. Ganz so fit wie wenn ich in meinem eigenen Bett geschlafen hätte war ich zwar nicht, aber ich sollte den Arbeitstag dennoch ohne Probleme überstehen. Nachtbus ist zwar weiterhin nicht meine erste Wahl beim Reisen, aber wenn es mal günstig sein soll und man die Zeit hat, kann ich diese Art der Fortbewegung durchaus weiter empfehlen. Vorausgesetzt man kann in einem Sitz einigermaßen gut schlafen, aber ich bin da von meinen Economy-Flügen in die Dominikanische Republik deutlich schlimmeres gewöhnt…

Ausflug nach Rotenburg & Pizza Sofia [22.08.2020]

Samstag, August 22nd, 2020

Aufgrund einer anstehenden Feier am Sonntag begab ich mich am heutigen Samstag nach langer Pause mal wieder in meine alte Heimat nach Nordhessen. Mit dem Zug wäre das leider zu teuer gewesen, da hätte eine Strecke ca. 90 Euro gekostet, das war einfach zu viel Daher fuhr ich mit dem Auto und kam – abgesehen von einigen kurzen Stellen mit etwas zäh fließendem Verkehr gut durch. Ein paar Mal passierte ich Regengebiete mit Platzregen, das Wetter in meinem Zielgebiet im nördlichen Landkreis Hersfeld-Rotenburg war war aber trocken und angenehm warm. Ursprünglich wollte ich bei einem guten Freund übernachten, doch leider war dieser kurzfristig im Krankenhaus gelandet und ich musste mir eine Alternative suchen und hatte mit dem einer Pension nahe der Alten Brücke in der Brückengasse in Rotenburg eine günstige und vor allem verfügbare Alternative. Die Altstadt von Rotenburg ist ja sowieso eine Perle der Fachwerkarchitektur und die meisten Häuser hier stehen auch unter Denkmalschutz. Diese Alte Brücke, die der Pension ihren Namen gibt, zwischen Rotenburger Alt- und Neustadt wurde 1882 nahe des alten Landgrafenschlosses errichtet und war die erste Verbindung über die Fulda und ersetzte die vorher bestehenden Fährverbindungen. Das originale Bauwerk wurde 1945 beim Einmarsch der Amerikaner zwar gesprengt, aber wenig später wieder Orginalgetreu aufgebaut. Erst 1968 wurde sie durch eine Auto- und verkehrs- und autogerechtere neue Brücke ein wenig weiter flußabwärts ersetzt. Heute liegt sie in einer verkehrsberuhigten Zone in der malerischen Innenstadt von Rotenburg.

Gästezimmer zur Alten Brücke - Rotenburg Rotenburg an der Fulda - Alte Brücke / Old Bridge
Links: Pension Gästezimmer zur alten Brücke – Rechts: Alte Brücke Rotenburg

Die Pensionswirtin empfing mich freundlich und zeigte mir sogleich mein Zimmer im zweiten Stock. Der Weg dorthin führte aber über zwei Steile Treppen, so wie eben in solchen alten Häusern vorkommen.

Gästezimmer zur Alten Brücke - Rotenburg - Treppen / Staircase

Das Zimmer war einfach, aber gemütlich mit einem Doppelbett, einem kleinen Schreibtisch mit Stuhl und Flachbild-Fernseher darauf und einem kleinen Kleiderschrank im Landhausstil.

Gästezimmer zur Alten Brücke - Rotenburg - Zimmer Bett / Room bed Gästezimmer zur Alten Brücke - Rotenburg - Schreibtisch / Desk
Links: Bett – Rechts: Schreibtisch & Fernseher

Außerdem gehört ein auf der anderen Seite des Flur liegendes, riesiges Bad mit geräumiger Dusche, Waschbecken und Toilette dazu, das ich exklusiv nutzen konnte.

Gästezimmer zur Alten Brücke - Rotenburg - Badezimmer / Bathroom

Und der Preis von 35 Euro ohne und 42 Euro mit Frühstück bei Einzelbelegung pro Person fand ich auch absolut akzeptabel. Ich wählte die Variante mit Frühstück, denn ich wusste dass es morgen erst nach der eigentlichen Feier um die Mittagszeit wieder etwas zu essen geben würde.
Nachdem ich mein Zimmer bezogen hatte, machte ich in der Dämmerung noch einen kleinen Spaziergang durch die Innenstadt. Seit meiner Kindheit hat sich hier wirklich viel verändert und alles was ich sehen konnte zum besseren. Man hat inzwischen das touristische Potential der Innenstadt erkannt und die Gebäude entsprechend renoviert. Wirklich sehr sehenswert.
Schließlich bekam ich noch Hunger – ich hatte für den Weg nur ein belegtes Brot mitgenommen gehabt – und ließ mich im Ristorante Pizzeria Rialto gleich um die Ecke bei meiner Pension nieder. Trotz Coronakrise war die Location wirklich gut besucht, draußen auf der kleinen Terasse waren alle Tische belegt bzw. reserviert, so dass ich mich an einen kleinen Tisch im Gastraum niederlassen musste – was bei dem schönen Wetter ein wenig Schade war. Aus der Karte wählte ich nach kurzer Durchsicht für eine Pizza mit Namen Sofia, die mit Salami und Schinken belegt sein sollte und preisliche mit 7 Euro gut in mein Budget passte. 😉 Und nach kurzer Wartezeit wurde sie auch schon serviert.

Pizza Sofia - Ristorante Rialto

Dazu gab ein Gläschen Bitburger Pils.

Bitburger Pils

Was bei der Pizza als erstes auffällt, dass man hier den Käse oben auf und nicht, wie in Italien üblich, auf die Tomatensauce gestreut. Dafür war der Pizzaboden aber wunderbar knusperig-dünn, die Tomatensauce mit ihren Kräutern erwies sich als angenehm fruchtig-würzig und auch bei Belag selbst hatte man nicht gespart. Dazu noch eine überaus großzügige Menge Käse. Im Grunde genommen sehr lecker, allerdings waren Salami und Schinken zusammen für meinen Geschmack etwas zu salzig geraten. Aber dank des Bierchens war das kein allzu großes Problem. 😉
Danach ging ich zurück in die Pension und legte mich auf Bett, wo ich noch kurz den Fernsehen anschaltete, aber dann doch bald einschlief. Das war auch gut so, denn ich musste am nächsten Tag ja früh raus – ich hatte das Frühstück für 8:00 Uhr bestellt – und das an einem Sonntag…

Ausflug nach Österreich – Bergisel-Schanze, Wirtshaus Nattererboden & Fackelwanderung [07.09.2019]

Sonntag, September 8th, 2019

Trotz der kleinen Party gestern Abend war ich am Morgen gut aus dem Bett gekommen und konnte eine ausgedehnte Dusche nehmen bevor ich mich zum Frühstück begab. Ärgerlich dabei war, dass der Seifenspender in der Dusche leer war – das hätte in einem vier Sterne Hotel nicht passieren dürfen – doch glücklicherweise hatte ich Ersatz. Im Frühstücksraum waren, obwohl es nicht einmal 8:00 Uhr war, bereits viele meiner Kollegen am Speisen und nutzten dabei das umfangreiche Frühstücksangebot des Hotels, das von Obst über Müsli, verschiedene Aufschnittsorten aus Wurst und Käse, Marmeladen, Brötchen alles Art bis hin zu gekochten und gerührten Eiern, Speck und Würstchen alles bot, was das Herz begehrte. Wir jedes Mal wenn ich in einem Hotel frühstücke, galt mein erster Griff zu Rührei, Speck und Würstchen.

30 - Rührei, Speck & Würstchen - Frühstück - Hotel das MEI - Mutters

Na ja, leider waren alle drei Komponenten trotz Aufbewahrung unter der Warmehaltelampe nur noch maximal lauwarm, außerdem hätte der Bacon für meinen Geschmack etwas knuspriger sein können und bei Frühstückswürstchen bevorzuge ich Mini-Bratwürste und keine Frankfurter wie hier.

31 - Körnerbrötchen, Schinken & Lachs - Frühstück - Hotel das MEI - Mutters

Für die zweite Fuhre griff ich zu einem Kürbiskernbrötchen, etwas Räucherlachs und Kochschinken. Daran gab es absolut nichts auszusetzen.
Nach dem Frühstück holte ich mir noch meinen Rucksack und dann ging es zum Bus, der uns nach Innsbruck brachte. Hier stoppten wir vor einem Gebäude welches das Tiroler Kaiserjägermuseum, die Andreas Hofer Galerie sowie die Tiroler Ehrenhalle beherbergt, das aber geschlossen schien.

32 - Kaiserjägermuseum Innsbruck

Das war aber auch nicht unser Ziel. Bevor es weiter ging, nutzten wir den Blick von der davor liegenden Terasse, um einen ersten Eindruck der Stadt Innsbruck zu bekommen.

33 - Blick über Innsbruck

Eigentlich verschwendete Zeit und Mühe, denn da wo wir hin wollten sollten wir einen weitaus besseren Blick über die Stadt haben. Vorbei am Tirol Panorama, von dem ich leider kein Bild habe erreichten wir etwas weiter schließlich ein riesiges Denkmal für diesen Andreas Hofer.

34 - Andreas Hofer Statue

Für die Nicht-Tiroler unter uns sei an dieser Stelle angemerkt, dass Andreas Hofer ein Tiroler Gastwirst, Wein- und Pferdehändler aus dem 18. Jahrhundert war, der sich besonders im Kampf zuerst gegen die Bayrische Besetzung Tirols nach dem Pressburger Frieden 1805/06 und später gegen die Französische Besetzung unter Napoleon hervorgetan hatte. Napleon ließ ihn 1810 hinrichten und spätestens seit dem gilt er als DER Volksheld Tirols und wird vor allem von den deutschsprachigen Tirolern sehr verehrt. (Quelle: Wikipedia).

35 - Kaiser Franz Josef Statue

Wieder ein Stück weiter in einer Ecke findet sich eine deutlich kleinere Statue des letzten großen Monarchen das Landes, Kaiser Franz Joseph I. Mit seinem Tod ging die Zeit der Großmacht Österreich-Ungarn nach dem verlorenen ersten Weltkrieg zu Ende, nachdem das Attentat auf seinen Sohn und Nachfolger Franz-Ferdinand in Sarajevo diesen Krieg erst ausgelöst hatte. Auf weitere geschichtliche Erläuterungen verzichte ich hier aber mal. 😉
Von diesem Platz aus konnten wir auch den ersten richtigen Blick auf unser eigentliches Ziel werfen: Die Bergisel Skisprungschanze am gleichnamigen Berg im Süden Innsbrucks.

36 - Tiroler Haus & Erster Blick Bergisel

Nach einigen weiteren hundert Meter Fußmarsch über eine Treppe und eine kleine Steigung standen wir schließlich vor dem Eingang der Bergisel-Schanze, die als eines der vielen Touristenattraktionen ist.

37 - Eingang zur Bergisel Schanze

Ein einheimischer Fremdenführer nahm uns hier in Empfang und brachte uns ins Innere, wo wir endlich einen ungetrübten Blick auf die Schanze selbst mit dem Landebereich der Springer,

38 - Bergisel Schanze - Landebereich

die Zuschauertribünen

39 - Bergisl Schanze - Zuschauerbereich

sowie den Auslaufbereich, in dem die Skispringer ihre Fahrt verlieren, werfen konnten.

40 - Bergisel Schanze - Auslaufbereich

Bereits hier unten wurden wir nun mit Informationen über die Geschichte dieser dieser Schanze überflutet. Ursprünglich gab es hier wohl eine natürliche Sprungschanze, die später mit einem Anlaufturm versehen wurde. Für die Nordischen Skiweltmeisterschaften 1933 wurde sie komplett umgebaut, stürzte 1941 aber zusammen und wurde danach komplett abgerissen wurde. Nach dem Krieg wurde die Schanze nach den ursprünglichen Plänen wieder aufgebaut und ab 1952 für die Vierschanzentournee genutzt. Für die Olympischen Spiele in den Jahren 1964 und 1976 wurde die Schanze wieder jeweils komplett um- und ausgebaut. Die heutige Konstruktion wurde von der in London ansässigen irakischen Architektin Zaha Hadid geplant und für das 50jährige Jubiläum der Vierschanzentournee 2002 realisiert und 2003 endgültig fertiggestellt. Beim Bau wurde dabei bronzezeitliche Funde getätigt, deren Ausgrabungen den Bau noch einmal verzögerten, nicht aber ganz verhindern konnte.
Nach dieser Einführung in die Geschichte der Schanze, begaben wir uns zum Schrägaufzug an der linken Seite, um nach oben zu fahren.

41 - Bergisel-Schanze - Schanzenlift

42 - Bergisel Schanze - Schanzenlift - Nahaufnahme

Ein paar Kollegen wollten nicht warten und machten sich über die unter und neben dem Aufzug verlaufenden Treppen selbst nach oben zu steigen, trotz leichten Nieselregens. Ich selbst wäre wahrscheinlich halb tot gewesen, wenn ich das versucht hätte, daher wählte ich gemeinsam mit dem Rest der Mannschaft den Lift, der uns langsam, aber sicher und trocken vorbei an der Mittelstation mit ihrer eignen Haltestelle sicher und trocken bis ganz nach oben brachte.

43 - Im Schanzenlift - Bergisel Schanze - Unterer Abschnitt

44 - Im Schanzenlift - Bergisel Schanze - Obere Station

Aus der Nähe konnte man erst richtig realisieren, wie gewaltig dieses Turm eigentlich war. Fünfzig Meter Höhe klingt vielleicht nicht viel, aber wenn man darunter steht sieht es doch sehr imposant aus. 😉

45 - Bergisel Schanze - Turm - Nahaufnahme

Nachdem wir uns kurz unterhalb des Turms umgesehen hatten, fuhren wir mit dem Aufzug bis ganz nach oben wo sich noch über dem Restaurant die Aussichtsplattform befindet. Von hier hat man einen wunderschönen Blick über Innsbruck, der uns aber leider wieder durch die tiefhängenden Wolken über den gegenüberliegenden Gipfeln etwas vehagelt wurde.

46 - Blick über Innsbruck von der Bergisel Schanze

47 - Blick über Innsbruck 2 von der Bergisel Schanze

Der Fremdenführer war mit uns hier herauf gekommen und nutzte den Blick, um uns auch noch etwas die Schanze über Innsbruck selbst zu erzählen. So ist die Bergisel die einzige Schanze weltweit, bei welcher der Skispringer beim Absprung freies Sichtfeld auf einen Friedhof, den Friedhof der Basilika Wilten, hat und dadurch an seine eigene Vergänglichkeit erinnert wird.
Nachdem wir den ersten Teil unserer Tour beendet hatten, begaben wir uns zur Mittelstation, wo man Seminarräume für uns vorbereitet hatte, in denen wir das eigentliche Firmenseminar abhielten. Wir waren ja nicht nur zum Vergnügen hier. Unterbrochen wurde das Ganze nur durch eine kleine Kaffepause, bei der Kuchen und kleine Häppchen gereicht wurden.

48 - Kaffepause in der Mittelstation - Bergisel Schanze

Nach Ende des Seminars war es auch schon Zeit für die Mittagspause, die im Turmrestaurant der Schanze stattfinden sollte. Von einem kleinen Seitenbalkon, der auch als Raucherinsel genutzt wurde, hatte man dort einen direkten Blick auf den eine Etage unter uns liegenden Sprungbereich der Schanze. Ich ahnte zu diesem Zeitpunkt noch nicht, dass ich noch deutliche näher dort heran kommen würde.

49 - Blick auf den Sprungbereich vom Turmrestaurant - Bergisel Schanze

Doch zuerst ging es mal an mittägliche Schlemmen, das mit einer Karottenschaumsuppe eingeleitet wurde.

50 - Karottenschaumsuppe - Restaurant Bergisel Schanze

Sehr sahnig, deutliches Karottenaroma aber trotz der Sahne auch sehr dünn – als Vorspeise aber ausreichend.
Als Hauptgericht standen ein vegetarisches Gericht, ein Hausgemachter Schlutzkrapfen mit brauner Butter und Parmesan oder Tiroler Geröst’l vom Tafelspitz mit Spiegelei und Schnittlauch zur Auswahl. Ich entschied mich natürlich für das Geröst’l.

51 - Tiroler Geröstel mit Tafelspitz & Spiegelei - Restaurant Bergisel Schanze

Wo soll ich anfangen? Die Bratkartoffeln hätten knuspriger sein können, während da Fleisch in Form des Tafelspitz teilweise wieder zu knusprig gebraten war. Und Eigelb des Spiegelei war leider nicht mehr flüssig, was ich schade fand, denn ich liebe es das Geröst’l mit dem zerlaufenen Eigelb als Saucenersatz zu garnieren. Aber das ist natürlich jammern auf hohem Niveau, denn es war prinzipiell gut, aber nicht perfekt.
Als Nachtisch gab es wieder einheitlich einen Becher Coup Dänemark aus Vanilleeis mit Milchschokoladensauce, Sahne und einer Waffel.

52 - Coup Dänermark - Vanilleeis & Schokoladensauce - Restaurant Bergisel Schanze

Gab es natürlich nichts daran auszusetzen. Ich fand nur die Verwendung von Milchschokolade in einer Schokoladensauce ungewöhnlich, in Deutschland ist man hier ja eher dunkle Schokolade gewöhnt. Aber wir waren ja auch nicht in Deutschland… 😉
Nach dem Mittagessen begaben wir uns alle eine Etage tiefer, wo man uns Zugang zum Allerheiligsten der Schanze gewährte: dem Absprunbereich. Und es wurde derzeit sogar trainiert, denn auch im Sommer und Herbst ist dieser Bereich dank vereisbarer Schienen und durch mit Wasser gesprengten Matten im Landebereich nutzbar. Ein ehemaliger Profispringer erwartete uns hier und erzählte uns einiges über den Skisprung selbst, die Ausbildung des Nachwuchs, die verschiedenen Arten und Sprungschanzen die es gibt: (von groß nach klein) Flugschanze, Großschanze, Normalschanze, Mittlere Schanze und Kleine Schanze. Bergisel ist eine Großflugschanze, von der nächste höheren Kategorie der Flugschanze gibt es nur 4 Exemplare in Planica in Slowenien, in Vikersund in Norwegen, am Kulm in Bad Mitterndorf in Österreich und schließlich noch die Heini-Klopfer-Skiflugschanze in Oberstdorf in Deutschland. Das Trainieren von Skiflugschanzen außerhalb des Wettbewerbs ist übrigens untersagt, da die Verletzungsgefahr durch Winde zu hoch ist. Profis trainieren auf Groß- und Normalschanzen, während der Nachwuchs auf kleineren und mittleren Schanzen lernt. Es gibt übrigens weniger als 700 aktive Profis der gesamten Welt, es handelt sich also um eine ziemliche Randsportart.
Während wir den Ausführungen lauschten, machte sich einer seiner jüngeren Kollegen etwas weiter unten bereit einen Sprung zu wagen.

53 - Bergisel-Schanze - Springer macht sich fertig 54 - Bergisel -Schanze - Springer macht sich fertig 2
55 - Bergisel-Schanze - Springer auf dem Balken 56 - Bergisel-Schanze - Auf dem Weg zum Sprung

Nach umfangreichen Ausführungen rund um die theoretischen und praktischen Gesichtspunkte des Skisprung-Sports durften wir hinunter zum sogenannten Schanzentisch, das ist der Bereich am Ende der Schanze von dem die Springer abheben. Dieser verläuft übrigens waagerecht, denn würde er nach oben geneigt sein, würden die Springer einen Salto machen und das im Skisprung nicht erwünscht. Bevor wir hinauf stiegen, konnten wir einen Blick auf die Matten im Landebereich werfen, die aus lauter Fransen zu bestehen scheinen – wahrscheinlich um im Sommer besseres Gleiten zu gewährleisten.

58 - Bergisel-Schanze - Matten im Landebereich

Hier befindet sich auch eine kleine Digitalanzeige, welche die Geschwindigkeit beim Absprung anzeigt.

57 - Bergisel-Schanze - Absprunggeschwindigkeit

Schließlich stiegen wir alle auf den Schanzentisch und verteilten uns, wobei wir ständig darauf hingewiesen wurden bloß nicht über die Absperrung zu greifen und dem Springer in den Weg zu kommen.

59 - Bergisel-Schanze - Sprungtisch

Wenig später rauschte Skispringer dann in einem beachtlichen Tempo an uns vorbei:

Wirklich sehr sehenswert und beeindruckend – unbedingt mit Sound ansehen.
Vom Schanzentisch fuhren wir wieder herunter bis in den Bereich der Zuschauertribünen, von wo aus wir noch einmal einen Sprung bis in den Landebereich hinein ansehen konnten.

So nah war ich bisher noch nie an so einem sportlichen Event – auch wenn es sich hier natürlich nur um Trainingssprünge handelte.
Der Springer kam dann noch einmal zu uns und beantwortete weitere Fragen.

60 - Erläuterungen vom Springer - Bergisel-Schanze

Und der Mann hatte wirklich Ahnung, das muss man ihm lassen. Von Konstruktionsmerkmalen der Skisprung-Skier über spezielle Kleidung, Polster in den Schuhen, spezielle Ski-Bindungen konnte er alle Unklarheiten beseitigen. Respekt – ein wirklicher Kenner.
Mit diesem Vortrag war unser Ausflug Bergisel-Schanze beendet. Wir begaben uns zurück zum Bus und wurden zurück ins Hotel gebracht, wo wir etwas mehr als eine Stunde Zeit hatten uns ein wenig frisch zu machen und auszuruhen.
Gegen 18:00 Uhr trafen wir uns vor dem Hotel und fuhren mit dem Bus aus dem oben liegende Mutters in das etwas weiter unten im Tal gelegene Natters, genauer in das dort gelegene Wirsthaus Nattererboden.

61 - Wirtshaus Nattererboden - Nattern

Dort wurden wir mit Sekt und Orangensaft begrüßt und durch die Wirtin willkommen geheißen. Sie erzählte etwas über die Geschichte das Gasthauses, deren Versuche nachhaltig zu wirtschaften, über den beim Renovierungsarbeiten entdeckten Brunnen, den wohl mal Jesuiten eines einstmals hier ansässigen Stifts gegraben hatten

62 - Jesuiten-Brunnen - Wirtshaus Nattererboden

und über die Tiere, die sie am zum Wirtshaus gehörenden Bauernhof hielten, darunter einige seltene Rassen und ein gerade wenige Wochen altes weißes Eselsfohlen. Dann lud sie uns ein die Tiere zu zu besichtigen.
Am Brunnen vorbei gingen wir zu einem kleinen Gatter neben dem man bereits Hasen und Meerschweinchen in einem umzäunten Gehege sehen konnte. Etwas weiter befand sich schließlich ein Stall mit Ziegen und Schafen.

63 - Ziegen & Schafe - Wirtshaus Nattererboden

Am Kopfende des kleinen Hofes sahen wir ein offenes Gatter, in dem sich zuerst zwei Wollschweine tummelten, von denen eins aber – wohl aus Furcht vor den Menschenmassen – schnell ins Scheuneninnere verschwand, während das andere, größere Tier seelenruhig weiter den Boden nach Futter absuchte.

64 - Wollschwein - Wirtshaus Nattererboden

In einem Stall, in dem sich auch Shetland-Ponys und Mulis herumtrieben, fanden wir dann schließlich auch das weiße Eselsfohlen mit seiner gleichgefärbten Mutter. Verständlicherweise hatten sie sich erst einmal in eine Ecke des Stalls zurückgezogen.

65 - Weißes Eselfohlen - Wirtshaus Nattererboden

Recht schnell verlor es aber seine Furcht und nährte sich, natürlich von der Mutter begleitet, den unbekannten Besuchern und ließ sich auch aus der Nähe betrachten.

66 - Weißes Eselfohlen 2 - Wirtshaus Nattererboden

67 - Weißes Eselfohlen 3 - Wirtshaus Nattererboden

Langsam wurden wir dann aber auch hungrig und begaben uns zurück ins Wirtshaus, um unsere dortigen Tische zu besetzen und Essen zu bestellen. Die Speisekarte war recht umfangreich und beinhaltete viele Interessante Gerüchte der lokalen Küche, aber der Gros entschied sich dann doch für das Angebot des Tages in Form eines Hirschbratens in Pilzsauce, den wir allerdings verschiedentlich variierten und mit Broccoli oder Rotkraut sowie Nudeln, Spätzle oder Semmelknödeln bestellten. Bis das Essen fertig war, sollte noch die eine oder andere kleine Vorspeise serviert werden.
Nachdem alle bestellt hatten, bemerkte irgend jemand dass das erste Mal seit unserer Ankunft in Tirol die Wolkendecke aufgebrochen war und man die umgebenden Gipfel sehen konnte, was viele von uns – mich eingeschlossen – noch einmal bewog für ein paar Schnappschüsse nach draußen zu gehen.

68 - Gipfelblick - Wirtshaus Nattererboden

69 - Gipfelblick 2 - Wirtshaus Nattererboden

Kurz nach unserer Rückkehr an den Tisch wurden dann auch schon die ersten Vorspeisen serviert: Zum einen ein Carpaccio vom Wild mit marinierten Pfifferlingen und Ruccola

70 - Caprpaccio vom WIld - Wirtshaus Nattererboden

Außerdem brachte man paniert gebackene Bovist-Pilze, die mit einer Art hausgemachter Remoulade serviert wurden. Außerdem gab es mehrere Schälchen frisch getoastetes Toastbrot.

71 - Panierter Bovist - Wirtshaus Nattererboden

Das musste ich natürlich alles probieren. 😉

72 - Vorspeise Bovist, Carpaccio & Toastbrot - Wirtshaus Nattererboden

Während ich den Bovist wirlich sehr schätzte, konnte ich mich mit dem Capraccio vom Wild nicht ganz so anfreunden. Meinen Kollegen schmeckte es vorzüglich und es blieb auch nichts übrig, aber mir sagte das leicht säuerliche Aroma, wohl von irgend einem Essig nicht so zu. Geschmäcker sind eben verschieden.
Nachdem die Vorspeisen abgeräumt waren, brauchten wir glücklicherweise nicht mehr allzu lange warten bis schließlich das Hauptgericht serviert wurde.

73 - Roast Venison with dumpling & mushroom sauce / Hirschbraten in Pilzsauce mit Semmelknödel - Wirtshaus Nattererboden

Eigentlich hatte ich zum Hirschbraten Rotkohl anstatt Broccoli bestellt, doch bevor ich mich beschweren konnte brachte man zusätzlich für alle noch riesige Schüssel Apfelrotkraut hinein uns stellte sie auf den Tisch, so dass sich jeder nach eigenem Gutdünken davon nehmen konnte.
Wie man sieht war das Hirschfleisch so sanft gegart, dass es innen noch schön rosa war, wobei das Fleisch sich als wunderbar zart erwies und regelrecht auf der Zunge zerfiel. Dazu gab es wunderbar knackig gedünstetes, frisches Broccoli, einen riesigen, sehr gelungenen Semmelknödel aber leider etwas wenig einer überaus leckeren Pilz-Sauce. Doch wenig später brachte man noch eine Schüssel mit weiterem Fleisch und viel Sauce, so dass man sich auch hier jederzeit Nachschlag holen konnte.
Ich war danach eigentlich mehr als nur satt, aber nicht alle an meinem Tisch schienen der selben Meinung, daher wurde noch eine große Portion frisch zubereiteter Kaiserschmarrn bestellt, der mit Fruchtkompott serviert wurde.

74 - Dessert Kaiserschmarrn - Wirtshaus Nattererboden

Nach dem Essen wurde noch ein wenig geschwätzt und gelacht, dann erwartete uns der lokale Führer für die geplante Fackelwanderung. Ich hatte ihn bereits mehrmals an der Bar des Wirshaus gesehen, wo er schon das eine oder andere Bierchen gezischt hatte. Daher war es nicht verwunderlich dass er bereits leicht einen im Tee hatte, als er uns vor dem Haus versammelte und mit leicht schwerer Zunge die Anweisungen zum Fackeln anzünden gab.

74 - Fackelwanderung

Scherzhaft schlossen wir insgeheim Wetten ab ob wir nicht vielleicht doch in Kufstein, Salzburg oder Linz landen würden, wenn wir ihm folgen würden. Natürlich durfte der Scherz nicht fehlen, dass Deutsche die einem österreichischen Führer folgen meist nichts Gutes erwartet. Aber das bitte ich im Nachhinein damit zu entschuldigen, dass wir ja auch nicht ganz alkoholfrei gespeist hatten. 😉 Entgegen allen wurden wir aber sicher und ohne Umwege direkt zurück zum Hotel gebracht, wo wir uns einen Wassereimer bringen ließen um die Fackeln zu löschen.
Leider war die kleine Bar im Nebengebäude, die wir gestern okkupiert hatten, heute durch eine Hochzeitsgesellschaft belegt. Daher zogen wir uns zum Abschluss des Tages in das Restaurant zurück, in dem auch am Morgen das Frühstück serviert worden war. Dort genossen wir noch das eine oder andere hopfenhaltige Kaltgetränk, aber man merkte allen an dass sie nach all der Lauferei etwas geschlaucht waren. Daher endete der Abend dieses Mal deutlich früher, kurz nachdem der Chef die Rechnung bezahlt und verkündet hatte, dass alle weiteren Getränke nun auf eigene Rechnung gehen. Doch trotz des für meinen Geschmack etwas zu schnellen Endes muss ich zugeben dass wir einen erlebnisreichen und lehrreichen Tag hatten.
Am nächsten Tag sollte der Bus um 9:00 Uhr zur Heimreise aufbrechen. Ich war bereits gegen 7:30 Uhr wach, duschte in Ruhe und ging dann zum Frühstück nach unten, wo bereits viele meiner Kollegen anwesend waren. Am Buffet war dieses Mal nicht so viel los, so dass ich mal ein paar Fotos schießen konnte, um dem geneigten Leser einen kleinen Überblick über das Angebot zu geben.

75 - Frühstücksbuffet - Hotel das MEI - Mutters

76 - Frühstücksbuffet 2 - Hotel das MEI - Mutters

Rein aus Gewohnheit begann ich mein Frühstück wieder mit meiner traditionellen Kombination aus Rührei, Bacon und Würstchen. Dieses Mal gab es aber zumindest was die Temperatur anging nichts auszusetzen. Wie man das Rührei allerdings so intensiv dunkelgelb bekommen hat erschloss sich mir nicht so ganz – keine Ahnung ob hier nicht doch Kurkuma oder irgend ein anderes Mittelchen verwendet worden war.

77 - Frühstück - Rührei, Speck & Würstchen - Hotel das MEI

Da wir eine lange Fahrt vor uns hatten, wollte ich mich natürlich entsprechend stärken und nahm mir noch einen zweiten Teller, dieses Mal mit einem Laugenbrötchen, etwas Salami sowie Kochschinken.

78 - Frühstück 2 - Laugensemmel, Salami & Kochschinken - Hotel das MEI

Nachdem wir ausgecheckt hatten, begaben wir uns durch einen Nieselregen zum Bus und machten uns auf den Heimweg. Und der Regen schien keinen Moment nachzulassen während wir über Kufstein und den ehemaligen Grenzübergang Kiefersfelden nach Deutschland zurückkehrten und uns nach einem kurzen Zwischenstop an der Raststätte Irschenberg schließlich München nährten. Zwar wurde der Verkehr kurz vor München noch mal etwas dichter, aber ansonsten verlief die Fahrt Ereignislos, so dass ich diesen Bericht mit unserer Ankunft an dem Ort wo wir gestartet waren und an dem unsere Autos auf uns warteten beenden kann. Ein interessanter, lehrreicher und lustiger Ausflug der mich mit einem gewissen Maß an Vorfreude auf das nächste Offsite Meeting enden lässt, über dessen Einzelheiten bestimmt auch dieses Mal bis zum letzten Moment stillschweigen bewahrt werden wird.

Ausflug nach Österreich – Anfahrt, RachKuchl-Hütte & Hotel [06.09.2019]

Sonntag, September 8th, 2019

Am heutigen Freitag stand mal wieder unser halbjährliches Offsite-Meeting an, das mich in der Vergangenheit ja bereits zur Weinleise im Rheingau, in den Spessart oder nach Kelheim und ins Kloster Weltenburg geführt hatte. Dieses Mal hatten unsere Kollegen aus der Niederlassung in Österreich das Offsite ausgerichtet und wir durften gespannt sein was uns erwarten würde, denn das wird nie im Voraus verraten.
Am fortgeschrittenen Nachmittag traf ich mich also mit all meinen Kollegen die mitfuhren – leider bei leichtem Nieselregen – vor dem Haupteingang des Firmengebäudes um dort auf den Bus zu warten, der uns und die Kollegen anderer Niederlassungen nach Österreich bringen würde. Mit geringer Verspätung kam dieser dann auch, wir begrüßten die bereits im Bus sitzenden Kollegen und nach einer kurzen Pause ging es weiter in Voralpenland und in Richtung Österreich.

01 - Voralpen in Wolken

Am Rasthof Irschenberg machten wir, weiterhin bei Nieselregen, noch einen kurzen Zwischenstop um zu Tanken, uns eine Vignette für die österreichische Autobahn zu kaufen und dem Busfahrer, der ja bereits seit Frankfurt fuhr, seine verdiente und vorgeschriebene Pause zu gönnen. Nach weiteren eindreiviertel Stunden Fahrtzeit erreichten wir schließlich die kleine Ortschaft Vomp am Vomperberg, wo wir die Hauptstraßen verließen und uns die schmalen Straßen am Vomperberg hinauf auf die Alm kämpften.

02 - Bergbauernhof in Vomperberg

Die schmalen Straßen hier erlauben kaum zwei normalen PKWs das aneinander vorbei kommen und mit einem Bus mittlerer Größe erwies sich das als noch komplizierter. Dazu kommen teilweise wirklich steile Streckenabschnitte. So kam es wie es kommen musste: Das vollbeladene Bus kam an einem besonders abschüssigen Hügel nicht mehr weiter und wir mussten aussteigen und das letzte Stück laufen. Wie man uns berichtete hätte man von dort aus auch einen wunderbaren Blick auf den Weerberg und die angrenzenden Gipfel auf der anderen Seite des Tals gehabt, aber da das Wetter es leider nicht gut mit uns meinte, sahen wir leider nur wolkenverhangene Hänge.

03 - Weerberg im Wolkenschleier

Dafür kamen wir aber an einem fast schon verwunschen in einem Park gelegenen kleinen Pyramidenhäuschen und zahlreichen traditionellen Berghöfen vorbei.

04 - Pyramidenhäuschen

05 - Am Vomperberg

Über eine schmale ansteigende Straße

07 - Anfahrtsweg zur Rachkuchl

erreichten wir schließlich unser erster Ziel in Österreich: Die RachKuchl – eine kleine Berghütte oberhalb der Ortschaft Vomp, die man also Veranstaltungsort mieten kann. Und genau dies hatten meine österreichischen Kollegen getan.

06 - Rachkuchl Hütte

Ich glaube sie gehört zur Rödelhütte, einem größeren Bauernhaus das direkt oberhalb der Hütte gelegen ist, aber sicher bin ich nicht.

08 - Rödelhütte Vomperberg

Nachdem alle eingetroffen waren, kam eine kleine Blaskapelle aus der Hütte uns spielte zur Begrüßung erst einmal etwas ortstypische traditionelle Blasmusik.

09 - Begrüßungsständchen - RechKuchl

Sie sollte uns auch den Rest des Abend weiter begleiten, saß dabei an einem der Tische innerhalb der Hütte und unterhielt uns immer wieder mit dem einen oder anderen Stück traditioneller Tiroler Blasmusik.
Das Innere der Hütte war einfach, aber gemütlich eingerichtet. Es gab einen größeren Tisch mit Sitzbank und Stühlen sowie mehrere kleinere Tische bei denen mit Fellen belegte Holzstämme als Sitzgelegenheiten bestückt waren. Über den Tischen hingen mit LED-Birnen ausgestattete Petroleumlampen, die mehr als genug Licht spendeten.

10 - Beleuchtung - RachKuchl

Außer für den einen großen und drei kleine Tische war nur noch Platz für eine Bar, die mit Kerzen auf der obersten Stiege stilvoll beleuchtet wurde.

11 - Bar - RachKuchl-Hütte

Wobei ich auch hier glaube, dass diese Kerzen nicht brannten, sondern innen ebenfalls mit LEDs ausgestattet waren. Ansonsten wäre die Brandgefahr wohl etwas zu groß gewesen. 😉
Nachdem wir mit Getränken versorgt worden waren, wurde aus der kleinen Küche hinter der Bar auch schon das Essen serviert. Und auch hier hatte man sich etwas ausgedacht, das gut zur Lokation passte. An jedem Tisch standen Tischgrills bereits, die ganz oben über eine Ablagefläche verfügten, auf das man eine Schale mit einer bunten Auswahl an Grillgut stellte.

12 - Fleisch zum Grillen - RachKuchl

Es gab Filetstücke von Rind. Schwein und Hähnchen sowie eine Schale mit marinierten Garnelen. Aus dieser Schale konnte der Gast sich nehmen was er wollte uns es auf den direkt darunter liegenden Grill legen

13 - Grill unterm Fleisch - RachKuchl

14 - Nahaufnahme Grill - RachKuchl

und es nach eigenem Gutdünken so lange grillen wie er wollte. Beheizt wurde das ganze durch kleine Brennschälchen, die sich unterhalb der Grillplatte befanden.

17 - Beheizung Grill - RachKuchl

Dazu gab es noch Salate, Gemüse, Kräuterbaguette, hausgemachte Pommes Frites und verschiedene Saucen, des weiteren standen Glasschälchen mit Salz, Pfeffer und einer Art Curry am Tisch bereit um das Fleisch zu würzen.

15 - Salat - RachKuchl

16 - Gemüsebeilage - RachKuchl

War etwas alle, gab es alsbald Nachschub, so dass wir über einen längeren Zeitraum schlemmen konnten, während wir in unsere Tischgespräche vertieft waren und die Blaskapelle am Nebentisch dazu hin und wieder aufspielte.

18 - Grillfleisch & Beilagen - RachKuchl

Doch irgendwann ging auch dieser Abend zu Ende und wir setzten uns wieder in den Bus, der inzwischen auf eine andere, weniger Steile Straße seinen Weg bis vor die Hütte gefunden hatte. Unser nächster weg führte uns in unser Hotel.
Es war bereits fast 22:30 Uhr als wir endlich im Hotel Das MEI in der Ortschaft Muttern in Tirol ankamen, einem gerade frisch renovierten vier Sterne Hotel mit schöner Hanglage und Alpenblick – zumindest wenn man auf der richtigen Gebäudeseite wohnte. 😉

19 - Hotel das Mei - Muttern

Dank Quick-Check-In erhielten wir schnell unsere Zimmerkarten. Die Raumkategorien hier im Hotel trugen dabei so malerisch klingende Namen wie „Koi“, „Waldzauber“, „Heimatliebe“, „Almrose“ oder „Panda“, wobei Panda oder Koi wegen der Wortwahl aber etwas seltsam für Tirol erschien. Aber wie es schien wird das Hotel von einer asiatischen Gruppe betrieben, was dann auch diese Bezeichnungen verständlicher macht.
Über eine Treppe und durch einen langen Flur

20 - Flur - Hotel das Mei - Muttern

erreichte ich schließlich mein Zimmer der Koi-Kategorie – leider nicht mit Alpenblick, sondern mit Blick auf einen Hang mit darüber liegenden Bauernhof. Aber das Zimmer selbst konnte sich durchaus sehen lassen.

21 - Zimmer & Bett - Hotel das Mei - Muttern 22 - Bett - Hotel das Mei - Muttern

Ein schönes, großes Doppelbett mit darüber angebrachter Lichtleiste nahm den meisten Bereich des Raumes ein.

23 - Kleiner Schreibtisch - Hotel das Mei - Muttern 24 - FlatTV - Hotel das Mei - Muttern

Direkt neben der Tür befand sich ein kleiner Schreibtisch, auf dem sich neben Informationsmaterial auch ein frischer Apfel, eine Karaffe mit stillem Wasser und eine kleine Schreibtischlampe befand. Daneben war, fast genau gegenüber des Fußende des Bettes, ein Flachbildschirm an der Wand befestigt.

25 - Schrankecke mit Spiegel - Hotel das Mei - Muttern

Gegenüber des Schreibtischs an der Wand in Richtung Flur befand sich ein Kleiderschrank mit kleinem Safe und zusätzlichen Handtüchern darin, außerdem eine kleine Minibar mit zwei Flaschen Bier und einer Flasche spritzigen Mineralwassers und im Neunzig-Grad-Winkel dazu ein großer, fast bis zum Boden reichender Spiegel.

26 - Bad - Hotel das Mei - Muttern
27 - Toilette & Handtuchwärmer - Hotel das Mei - Muttern 28 - Dusche - Hotel das Mei - Muttern

Das Bad war ein weiteres kleines Highlight des kleinen, aber sehr wohnlichen Raums. Getrennt durch eine Milchglasscheibe mit Schiebtür fand sich dort erst einmal ein stilvolles Waschbecken mit viel Ablageflächen links und rechts, großem Spiegel, Rasierspiegel und dem üblichen Zubehör wie Handtüchern. Auf eingepackte Seifen oder ähnliche Sachen hatte man verzichtet, statt dessen gab es einen fest installierten Seifenspender an der Wand. Neben dem Waschbecken fand sich der Handtuchwärmer und gleich daneben die kleine, saubere Toilette. Ganz link schließlich, durch eine weitere Glaswand getrennt, war schließlich die Dusche installiert. Sie bestand aus einem frei beweglichen kleineren Duschkopf und einem großen starren Duschkopf in der in der Zimmerdecke installiert war, den ich aber leider nicht auf dem Foto abgelichtet habe. So schön diese Riesenduschköpfe in der Zimmerdecke ja auch sind, haben sie einen großen Nachteil: Wenn man sie aktiviert wird man erst einmal mit einem Schwall kalten Wassers übergossen, das noch den Leitungen gestanden hat bevor schließlich das warme Wasser kommt. Daher bin ich kein allzu großer Freund davon, aber stylisch war das Bad allemal.

29 - Balkon - Hotel das Mei - Muttern

Gegenüber der Tür war schließlich noch ein breites Fenster mit verriegelbarer Schiebetür, das auf einen kleinen Balkon mit zwei Sitzgelegenheiten, einem Tisch und einem Aschenbecher führte.
Nachdem alle ihre Zimmer bezogen und sich frisch gemacht hatten, trafen sich die Kollegen die wollten und nicht zu Müde waren schließlich noch in einer kleinen Hotelbar im Nebengebäude und wir ließen den Abend bei dem einen oder anderen Bierchen oder anderem Getränken gemütlich ausklingen. Allzu lange konnten wir allerdings nicht mehr machen, denn der Bus sollte am nächsten Morgen bereits um 8:30 Uhr abfahren. Doch dazu im nächsten Beitrag mehr.

Besuch in Kelheim & Ausflug zum Kloster Weltenburg [05. – 06.04.2019]

Sonntag, April 7th, 2019

An diesem Wochenende war es mal wieder soweit: das vierteljährliche Offsite-Meeting meiner Abteilung stand an. Dieses Mal mussten wir aber nicht wieder so weit wie damals zur Weinlese in den Rheingau oder in den Spessart oder gar ins Nordhessische Fulda fahren, die Organisatoren kamen dieses Mal aus meiner Niederlassung, daher war die Veranstaltung im bayrischen Kelheim angesiedelt, nicht einmal eineinhalb Stunden Fahrtzeit vom heimatlichen München entfernt.
Ich war Freitags am früheren Vormittag noch kurz im Büro, denn ich wollte mit einem Kollegen gemeinsam zum Zielort fahren und wir hatten dies als Treffpunkt ausgemacht. Die Fahrt selber über A9 und A93 verlief ereignislos, wir waren glücklicherweise vor dem großen Rückreisestau der Wochenendpendler aus München raus und kamen deutlich vor Beginn der eigentlichen Veranstaltung am Treffpunkt vor dem Hotel Dormero in Kelheim an. Da unsere Zimmer erst ab 15:00 Uhr bezugsfähig sein sollten, ließen wir das Gepäck in den Autos und erhielten ein kleines Lunchpaket mit Dingen wie belegten Brötchen, Obst, Schokoriegel und Getränken um uns für das bevorstehende zu stärken.

01 - Salamibrötchen

Wir sammelten uns anschließend vor dem Hotel, von wo aus man Blick auf verschiedene Sehenswürdigkeiten der Stadt Kelheim werfen konnte. So zum Beispiel den weißen runden Römerturm (Schleiferturm) und natürlich die Befreiungshalle hoch auf dem Hügel über der Stadt, die der Bayrische König Ludwig der Erste dort von 1842 bis 1863 anlässlich der Siege über Napoleon während der Befreiungskriege errichten ließ.

02 - Römerturm & Befreiungshalle - Kelheim

Vorbei am Donautor, einem von mehreren erhaltenen Stadttoren des historischen Stadtkerns, begaben wir uns schließlich zum nahen Donauufer.

03 - Donautor Kelheim

Vom Parkplatz am Donauufer auf konnten ich noch einmal einen etwas freieren Blick auf die Befreiungshalle werfen.

04 - Blick auf die Befreiungshalle Kelheim  vom Donauufer

Aber viel Zeit blieb nicht denn unser Fährschiff, die Maximilian II, wartete bereits am Steg und war bereit für den Einstieg.

05 - Bug der Maximilian-II - Donaufahrt zum Kloster Weltenburg 06 - Einstieg ins Schiff - Donaufahrt zum Kloster Weltenburg

Außer meinen Kollegen und mir waren nur wenige andere Touristen mit am Bord, denn jetzt im frühen April ist noch keine Saison und das Wetter eigentlich noch zu unbeständig. Wir hatten daher Glück dass es nur bewölkt und trocken war und die Temperaturen sich bereits im zweistelligen Bereich bewegten. Dennoch begaben wir uns alle auf das offene Oberdeck.

14 - Auf dem Oberdeck  - Donaufahrt zum Kloster Weltenburg

Inzwischen war auch klar was das Ziel unseres Ausfluges sein sollte: Die Klosterbrauerei Weltenburg, die älteste noch in Betrieb befindliche Brauerei der Welt, die nachgewiesenermaßen seit 1050 diesen Gerstensaft herstellt.
Nachdem das Schiff abgelegt hatte, tuckerte es gemächlich in Richtung Westen, der Fließrichtung der Donau entgegen. Dabei bekamen wir nicht nur einen weiteren, näheren Blick auf die Befreiungshalle,

07 - Befreiungshalle Kelheim - Donaufahrt zum Kloster Weltenburg

sondern auch auf die unterhalb gelegene ehemalige Franziskanerkirche, die heute unter anderem auch ein Orgelmuseum beherbergt.

08 - Franziskanerkirche Kelheim  - Donaufahrt zum Kloster Weltenburg

Wenig später verließen wir auch schon das besiedelte Stadtgebiet

09 - Blick über die Donau - Donaufahrt zum Kloster Weltenburg

und bewegten uns zwischen waldbedeckten Hügel und Felswänden die Donau hinauf.

10 - Felswand - Donaufahrt zum Kloster Weltenburg

Einige der Kalksteinfelsen waren mit Höhlen durchzogen, in denen wie man uns über die Schiffslautsprecher mitteilte schon während der letzten Eiszeit Menschen gelebt haben sollen.

11 - Felswand mit Höhlen - Donaufahrt zum Kloster Weltenburg

Bald schon nährten wir uns sozusagen dem Highlight unserer kleinen Donauschiffahrt: dem Donaudurchbruch, einer Engstelle der Donau, die auch Weltenburger Enge genannt wird.

12 - Anfahrt auf den Donaudurchbruch - Donaufahrt zum Kloster Weltenburg

Viele liefen nach Vorne, um Fotos von der Felsformation an der Engstelle zu schießen, als ohne Vorwarnung die Nebelhörner auf dem vorderen Teil des Schiffes ein lautes, mehrstimmiges Signal abgaben – wahrscheinlich um eventuell entgegenkommenden Schiffsverkehr zu warnen. Das sorgte natürlich für einiges Zusammenzucken und einen entsprechenden Schreck.
Auf der linken Seite passierten wir kurz vor der Enge noch die sogenannte Versteinerte Jungfrau, einen nadelförmigen einzelstehenden Kalkfelsen – gut durch das Kreuz zu erkennen das seine Spitze ziert.

13 - Versteinerte Jungfrau - Donaufahrt zum Kloster Weltenburg

Wir kamen immer näher an die Engstelle und das Schiff machte einen gehörigen Schlenker nach Backbord, um sie passieren zu können.

15 - Donaudurchbruch - Donaufahrt zum Kloster Weltenburg

Dennoch kamen wir nah an der Felswand vorbei, die Steuerbord weit in den Flusslauf hinein ragte.

16 - Felswand am Donaudurchbruch  - Donaufahrt zum Kloster Weltenburg

17 - Am Donaudurchbruch - Donaufahrt zum Kloster Weltenburg 18 - Am Donaudurchbruch 2 - Donaufahrt zum Kloster Weltenburg

Auf der anderen Seite erhob sich der sogenannte Römerfelsen, auf dessen Spitze angeblich eine römische Siedlung gewesen sein soll und von dem aus, laut Sage, eine Hängebrücke aus Holz und Leder auf die andere Seite der Donau geführt haben soll.

19 - Römerfelsen - Donaufahrt zum Kloster Weltenburg

Direkt nachdem wir die Weltenburger Enge passiert hatten, kam am linken Ufer auch schon unser Ziel in Sicht: die ehemalige Benediktinerabtei Weltenburg.

20 - Anfahrt auf das Kloster Weltenburg

Das Schiff legte am Ufer an und wir konnten aussteigen.

21 - Anlegestelle Kloster Weltenburg

Einige hundert Meter an der Donau entlang erreichten wir schließlich die eigentliche Klosteranlage.

23 - Eingang - Kloster Weltenburg

24 - Vor dem Kloster Weltenburg

An der Ecke des Gebäudes waren die Pegelstände der Donau bei Hochwasser verewigt.

22 - Hochwassermarken - Kloster Weltenburg

Im Innenhof fanden wir einen großen Biergarten vor, der aber zu dieser kalten Jahreszeit verwaist da lag. Wir wir später aber erfuhren, ist im späteren Frühjahr und im Sommer die Hölle los und es werden häufig mehr als 20.000 Speisen am Tag serviert.

25 - Biergarten - Kloster Weltenburg

Während sich die Organisatoren darum kümmerten, dass wir unsere angekündigte Brauereiführung bekamen, wandten wir uns der Klosterkirche zu, die angeblich einen Blick wert war.

26 - Klosterkirche Weltenburg

Und wir wurden nicht enttäuscht, denn im Inneren fand sich eine barocke Prachtkirche, die ihresgleichen suchen dürfte.

27-Klosterkirche-Weltenburg---Innenraum

Und auch die Deckenfresken konnten sich wirklich sehen lassen – als Protestant aus dem Norden vergisst man schnell wie prächtig die katholischen Götteshäuser ausgestattet sein können.

28 - Klosterkirche Weltenburg - Deckengemälde

Nach unserem Besuch in der Klosterkirche wurden wir in zwei Gruppen aufgeteilt und die Brauereiführung konnte beginnen. Zuerst wurde uns ein kurzer Film vorgeführt, der uns eine kurze Einführung in die Geschichte der Klosterbrauerei gab. Anschließend begann die eigentliche Führung durch die relativ kleine Brauereianlage des ehemaligen Klosters.

29 - In der Klosterbrauerei Weltenburg

Unser Fremdenführer erläuterte uns dabei nicht nur detailliert wie der eigentliche Brauvorgang durchgeführt wird, sondern auch dass das hiesige Bier wiederholt Preise in nationalen und internationalen Brauerei-Wettkämpfen gewinnt. Da daher die Nachfrage entsprechend groß ist, wird die hiesige Brauerei regelmäßig durch die Stiftsbrauerei Regensburg unterstützt.
Nach zwei Dritteln der Führung ließen wir uns in einem kleine Schankraum nieder, wo wir alle eine Probe des hiesigen hellen Pils-Biers erhielten.

30 - Aufsteller -  Klosterbrauerei Weltenburg

Sehr lecker und süffig muss ich sagen, es ist wirklich verständlich dass dieses Bier immer wieder Preis gewinnt. Zum Abschluss gingen wir in den sogenannten Felsenkeller

31 - Felsenkeller - Klosterbrauerei Weltenburg

wo wir noch einmal eine ungefilterte Probe des aktuell reifenden Asam-Bockbiers erhielten.

32 - Ausschank Asam-Bock - Klosterbrauerei Weltenburg

Das dunkle, ungefilterte Bier war mit ein paar Flocken der verbliebenen Hefe durchsetzt, aber der Geschmacks war auch hier wirklich vorzüglich. Leider habe ich versäumt dies auf einem Foto zu bannen.
Danach war die Führung auch schon beendet und wir trafen uns wieder mit der zweiten Gruppe im Hof der Klosterbrauerei. Nach einem kurzen Ausflug an den Donaustrand und einem Gruppenfoto dort, gingen wir zurück zum Schiff und machten uns auf den Rückweg nach Kelheim.

33 - Abfahrt vom Kloster Weltenburg

Inzwischen waren die Wolken etwas aufgeklart, so dass wir jetzt deutlich bessere Lichtverhältnisse hatten als bei unserer Anreise. Daher konnte ich es nicht unterlassen, den Römerfelsen noch einmal auf digitalem Film zu bannen.

34 - Römerfelsen - Donau bei Weltenburg

Außerdem konnten wir einen Blick auf die beiden Felsspitzen erhaschen, die auf etwa halben Weg aus dem dichten Wald hervorlugten und den Namen Peter und Paul tragen.

35 - Felsspitzen Peter und Paul - Donau zwischen Kelheim & Kloster Weltenburg

Da wir jetzt mit der Fließrichtung der Donau fuhren, kam das Schiff deutlich schneller voran als bei der Hinfahrt. So war es nicht verwunderlich dass auch bald schon die Befreiungshalle wieder am Horizont auftauchte.

36 - Blick auf die Befreiungshalle Kelheim

Schließlich erreichten wir auch schon Kehlheim und legten sicher am Ufer an, einige Meter hinter der Stelle an der wir losgefahren waren.

37 - Anlegen in Kehlheim

Nachdem das Schiff vertäut war konnten wir das Schiff verlassen und uns auf den Rückweg zum Dormero Hotel machen, wo inzwischen unsere Zimmer auf uns warten sollten.

38 - Donautor Kelheim

39 - Dormero Hotel Kelheim

Natürlich bildete sich eine Warteschlange an der Rezeption, doch die Hotelangestellten hatten alles organisatorisch bereits gut vorbereitet und mit Namen versehene Briefchen mit den Schlüsselkarten für die Zimmer vorbereitet, so dass alles angenehm schnell von statten ging.
Ich hatte ein Zimmer im ersten Obergeschoss und war mehr als nur positiv überrascht, als ich mein Reich für eine Nacht betrat.

40 - Doppelbett - Dormero Hotel Kelheim

41 - Schreibtisch & Sofa - Dormero Hotel Kelheim

44 - Fernseher - Dormero Hotel Kelheim

45 - Schrank & Flur - Dormero Hotel Kelheim

Das Zimmer war wirklich riesig, lichtdurchflutet und gut eingerichtet. Außerdem hing ein riesiger Flachbildfernseher an der Wand. Bad und Toilette lagen getrennt jeweils links und rechts des kurzen Flurs.

43 - Dusche & Bad - Dormero Hotel Kelheim 42 - Toilette - Dormero Hotel Kelheim

Nachdem wir alle unsere Zimmer bezogen und uns frisch gemacht hatten, trafen wir uns erneut vor dem Hotel, um uns auf den Weg ins Weisse Bräuhaus innerhalb der historischen Innenstadt von Kelheim zu machen, wo wir unser Abendbrot zu uns nehmen wollten.

46 - Weisses Bräuhaus - Kelheim

47 - Weisses Brauhaus - Kelheim

Leider versäumte ich Fotos von der wirklich sehr sehenswerten Innenstadt dieses kleinen bayrischen Städtchens mit seinen gerade mal 16.000 Einwohnern zu machen, denn die alten Häuser dort wirkten wirklich sehr malerisch, vor allem am Ludwigsplatz.
Wir betraten also das Weisse Bräuhaus durch einen Seitenflügel, wo wir in ein Gewölbe geführt wurden, das meinen Kollegen und mir exklusiv zur Verfügung stehen sollte.

48 - Im Weissen Brauhaus - Kelheim

Nachdem wir unsere ersten Getränke bestellt hatten, machten wir uns daran die ausliegenden Speisekarten zu studieren. Das Angebot war typsich deutsch-bayrisch und erstreckte sich vom Schnitzel über Suppen, Geflügel- und Fischgerichte bis hin zu verschiedenen Salatzubereitungen. Mir gefielen gleich mehrere der Angebote, ich entschied mich aber am Ende für den Zwiebelrostbraten mit Bratkartoffeln und Beilagensalatteller. Dass die Bedienung mich fragte, ob ich meinen Zwiebelrostbraten englisch, medium oder durch wollte, wunderte mich dabei etwas, aber ich entschied mich einfach mal für Medium – da konnte man nicht viel falsch machen.

Da wir viel miteinander redeten, kann ich gar nicht sagen wie lange es dauert, bis schließlich die Gerichte serviert wurden, gefühlt ging es aber angenehm schnell.

49 - Zwiebelrostbraten mit Bratkartoffeln - Weisses Brauhaus - Kelheim
50 - Salatteller - Weisses Bräuhhaus - Kelheim

Die Bratkartoffeln waren zwar nur einfach und mit einigen wenigen zusätzlichen Zwiebeln zubereitet, erwiesen sich aber als wunderbar knusprig und wohlschmeckend. Nur die wenigen die in der kleinen Portion der hellen, mild-würzigen Sauce lagen waren ein wenig vollgesogen, aber darüber konnte man hinwegsehen. Das Highlight war aber natürlich das Fleisch, das sich als wunderbar zart und saftig erwies. Es war zwar eher medium-done als medium, aber das änderte nichts daran dass es wirklich köstlich war.

51 - Zwiebelrostbraten - Medium - Weisses Bräuhaus Kelheim

Die Zwiebeln, welche das angenehm große Stück Rindfleisch in einem wahren Berg krönten, sahen mir allerdings eher nach Fertigware aus, aber geschmeckt hat der Zwiebelrostbraten natürlich dennoch vorzüglich. Und auch am bunt gemischten Salatteller mit seinem Öl-Essig-Kräuterdressing gab es nichts auszusetzen. Mit fasz 18 Euro kein billiger Spaß, aber hin und wieder geht das schon einmal. 😉
Nach Ende unseres Besuches im Bräuhaus gingen wir zurück zum Hotel, wo sich die meisten noch einmal in der SonderBar trafen, den zum Hotel gehörigen Bar im 3ten Obergschoss, wo auch ohne die Teilnehmer unseres Meetings bereits einiges los war. Hier wurde bis kurz nach Mitternacht noch etwas socializing betrieben und das eine oder andere alkoholische Getränk konsumiert, bevor wir uns schließlich auf unsere Zimmer begaben und uns zur Ruhe legten. Morgen um 9:00 Uhr sollte es weiter gehen und davor wollten die meisten auch noch frühstücken.
Ich schlief wirklich vorzüglich in dem großen Bett und wachte am nächsten Morgen gut erholt und früh genug auf, so dass ich mich noch ausgiebig duschen und frisch machen konnte, bevor ich mich ins Erdgeschoss in den Frühstücksraum begab. Hier wurde das üblich kontinentale Frühstück angeboten: Es gab Brot, Brötchen, Marmelade, Aufschnitt, Obst, Rührei, Bacon und Würstchen. Und wie bei solchen Hotelbesuchen für mich üblich hielt ich mich wieder vor allem an Rührei mit Speck und Würstchen – sie sind einfach meine Favoriten in fast jedem Hotel.

52 - Frühstück - Dormero Hotel Kelheim

Nach dem Frühstück fand eine Firmenveranstaltung statt, die zwar äußerst amüsant und interessant war, über die ich hier in der Öffentlichkeit aus wohl verständlichen Gründen nicht weiter berichten möchte. Nach dem Veranstaltung und vor der Rückreise durften wir noch einmal in die vorher als Frühstücksräume genutzte Lokalität zurückkehren, wo man uns noch eine kleines Mittagsbuffet für die Stärkung vor der Rückreise anbot. Das nahmen wir natürlich gern in Anspruch. Ich nahm mir etwas Mailänder Spaghetti, Schweinefleisch, ein Stück Fischfilet und eine Wirsing-Speck-Gemüsemischung.

53 - Vom Mittagsbuffet - Dormero Hotel Kelheim

Das Schweinefleisch war etwas trocken, aber ansonsten ein schmackhaftes Mittagessen, das ich mit je einem kleinen Gläschen Schoko- und Vanillemousse schmackhaft abschloss. Anschließend machten wir uns über A93 und A9 auf den Rückweg nach München. Abgesehen von einem Stück zähfließenden Verkehr kurz vor dem Ziel kamen wir schnell und störungsfrei durch, so dass wir um kurz nach 14:30 Uhr schließlich am Ausgangspunkt ankamen und das interessante Wochenende so erfolgreich beenden konnten.