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„On the border“ – Mexican Grill & Cantina

Donnerstag, Oktober 11th, 2007

Leider gibt es im Hotel kein Abendbrot und da wir nach getaner Arbeit noch etwas hungrig waren, begaben wir uns noch ins „On the Border“, einem mexikanischen Restaurant in Woburn etwas außerhalb von Boston. Eine kurze Webrecherche zeigte, daß es sich auch bei On the Border um eine amerikanische Franchisekette handelt, ähnlich dem heute ebenfalls vorgestellten „Cosi“. Aber Franchise muß ja, wie wir inzwischen wissen, nicht bedeuten daß es schlechter als ein reguläres Restaurant ist.

Wie in vielen amerikanischen Restaurants üblich wartete wir am Eingang darauf, daß man uns einen Platz zuwies – „Wait here to get seated“ kann man meist auf den Schildern dort lesen. Und leider waren alle Tische aktuell besetzt, so daß wir einen Beeper in die Hand gedrückt und mitgeteilt bekamen und gebeten wurden, uns doch etwa 10 Minuten zu gedulden. In Deutschland hätte man an dieser Stelle wahrscheinlich das Restaurant verlassen und sich nach etwas anderem umgesehen – nicht aber so hier. Wir begaben uns also an die Bar und wollten die wollten dort überbrücken. Ich bestellte mir ein Corona, ohne jedoch im ersten Moment zu bedenken, daß man in den USA ja 21 Jahre sein und seine ID vorzeigen muß, um alkoholische Getränke zu genießen. Ich holte also meinen Personalausweis hervor und reichte sie dem Barmann. Dieser beäugte diese einen Moment etwas misstrauisch und verschwand mit ihr in einem Seitenraum, um wenig später zurückzukehren und mir mitzuteilen, daß man hier eine neue „Policy“ hätte und diese IDs nicht aktzeptiert werden. Nun stand mir die Möglichkeit offen, ans Auto zu gehen und zu hoffen, daß ich meinen Reisepass dort in der Tasche hatte. Zuvor jedoch versuchte ich es mit meinem deutschen Führerschein. Hier in den USA hat ein Führerschein ja den gleichen Stellenwert wie ein Personalausweis. Jedoch war die Reaktion seitens des Barmanns wieder ähnlich wie zuvor – und wieder verschwand er mit dem Ausweis kurz nach „hinten“. Als er schließlich wieder erschien, machte ich mich schon dazu bereit, ans Auto laufen zu müssen. Doch ich hatte Glück, denn er gab mir den Führerschein zurück und meinte, daß das so in Ordnung sei. Und das alles nur wegen einer einzigen Flasche dünnen, mexikanischen Maisbiers. Aber so ist da hier in den USa nun einmal – und in anbetracht der Tatsache, daß den Wirten empfindliche Geldstrafen bei der Nichteinhaltung der 21 Jahre Regelung drohen, kann man ein gewisses Verständnis für diese Pingeligkeit aufbringen.
Wenig später begann unser Bepper zu summen und wir konnten uns an einen der Tische niederlassen. Neben der normalen Speisekarte fanden wir hier auch die Möglichkeit, sich einen Burrito selbst zusammenzustellen – „Build a Burrito“.

Ich überlegte kurz, ob ich das mal ausprobieren sollte, wählte aber dann doch lieber den „Double stacked Quesedilla“ aus der Karte für 9,90 US-$ (6,38 €uronen). Noch bevor wir unsere Bestellung aufgeben konnten, bekamen wir erst einmal einen Korb Taccos und eine Schale mit scharfen mexikanischen Dip kostenlos auf den Tisch gestellt, was uns dabei half die Wartezeit bis zur Fertigstellung und Auslieferung unserer Speisen wohl versüßen sollte. 😉
Glücklicherweise erwies sich die Zeit des Wartens als recht kurz und kaum 15 Minuten später bekamen wir unsere Speisen serviert.

Ich kann nur sagen, daß dies wohl einer der besten Quesedillas seit langem war – jetzt mal ganz davon abgesehen daß man so etwas in Deutschland sowieso in der Regel eher selten bis nie bekommt. Der umgebende Mantel bestand aus einem dünnen, knackigen, frisch aufgebackenen Teig – dazu die Füllung aus Chicken, Guacamole, Tomaten und Zwiebeln – einfach nur lecker. Kann ich nur jedem weiter empfehlen, der in den Vereinigten Staaten einmal auf ein solches Restaurant stoßen sollte. Da es sich wie ich ja bereits um zu Beginn dieses Eintrages erwähnte um eine Franchise-Kette handelt, sollte sich daß durchaus im Bereich des Möglichen befinde.

Boston view

Donnerstag, Oktober 11th, 2007

Blick vom Stadtteil Cambridge in Richtung Boston Harbor.

Angekommen in Boston

Dienstag, Oktober 9th, 2007

Nach knapp 9 Stunden Flug, eine Stunde von Dresden nach München und noch einmal 8 Stunden von München nach Boston (Massachusetts) bin ich nun endlich zum wiederholten Male im Land des dünnen Kaffees und der Freiheit angekommen.
Anfahrt war erst einmal mit der Bahn von Jena nach Dresden – da die Lokführer ja erst ab Dienstag streiken wollen, bin ich ohne Probleme und Verspätungen mit zweimaligen Umsteigen (Leipzig: ICE -> ICE und Dresden-Neustadt: ICE -> S2) problemlos zu Flughafen der Elbmetropole gekommen. Wirklich ein hübsches kleines Ding muß ich sagen, etwas größer als Erfurt (subjektiv betrachtet) und sehr hell und aufgeräumt.

Airport Dresden

Der Sicherheitscheck am Flughafen in München – eine Abflugpremiere meinerseits übrigens – war natürlich wieder ziemlich heftig und intensiv – aber ich habe dieses mal wohl einen Glückstreffer beim Sicherheitsbeamten gehabt, denn er ließ alles problemlos durchgehen und plauderte sogar noch ein wenig mit mir. Habe ich schon anders erlebt…
Der Flug selber verlief recht Ereignislos – nach etwas zu knabbern kurz nach dem Start bestand das erste Menu wahweise aus (aufgrund des Oktoberfests) „Bratwurst mit Sauerkraut und Kartoffelpüree“ oder aber „Chicken Teriyaki auf Reis“ – ich entschied mich für das Teriyaki, welches mit massig weiteren „Beilagen“ serviert wurde. Bis auf die Brezel, die bereits kurz or der Versteinerung zu stehen schien, war alles ganz schmackhaft muß ich zugeben.

Ist halt Flugessen – aufgewärmtes Zeug – aber die Lufthansa, mit der ich ja heute flog, bietet im Vergleich zu manch anderer Fluglinie recht gute Menus an. Zur Unterhaltung wurde der Film Evan Allmächtig aufgeführt – was für ein Mist. Einzig Morgan Freeman als Gott war einigermaßen erträglich – die Rolle passt einfach zu ihm, man denke nur an das etwas besser gelungene Bruce Allmächtig mit Jim Carrey. Aber dieser Film ist nur ein absolut billiger Abklatsch – und von Allmächtigkeit übrigens keine Spur. Absolute Anti-Empfehlung. Aber wenn man sich 8.000 Meter über dem Atlantik befindet und gerade nicht lesen will, blieb nicht viel anderes. Na ja, außer vielleicht Podcast hören oder Videocast gucken…
Kurz vor der Landung gabs dann noch einmal etwas warmes zu beißen. Die Auswahl bestand aus einer Veggi-Pizza mit Tomate und Mozarella oder einem Puten-Sandwich. Ich entschied mich für das Sandwich.

Von Boston selbst habe ich nach der Landung noch keine Fotos gemacht – es war zu dunkel. Das werde ich jedoch in den nächsten Tagen nachholen. Dafür an dieser Stelle noch ein paar Bilder vom Flug. Die Qualität könnte zwar besser sein – aber das lag auch am Wetter und dem langsam immer mehr vereisenden Fenster des Flugzeuges. Glücklicherweise hatte ich einen Fensterplatz ergattern können, der nicht über dem Flügel lag. Leider ging dieser Flug nicht wie jener nach San Francisco über Grönland und das kanadische Inland hinweg, sondern streifte nur den Golf von St. Lawrence und führte die Küste entlang. Damit waren nur recht wenige Aufnahmen möglich, die etwas Landstruktur zeigten. Zwar überquerten wir auch Europa, Großbritannien und Irland – jedoch war aufgrund geschlossener Wolkendecke nicht viel zu sehen. Es gibt noch ein paar Filmaufnahmen vom Flug und dem drumherum – die muß ich aber erst mal sichten und schneiden, was noch etwas dauern kann.

Himmel über Deutschland
Coastline (Gulf of St. Lawrence) Gulf of St. Lawrence

Hotel ist soweit ok – einzige Kritikpunkte sind, daß es ziemlich weit außerhalb liegt und daß es 100% Smoke free ist – also wenn ich eine Zigarette genießen will, muß ich vor die Tür. Ich sehs aber positiv – damit lebe ich wenigstens etwas gesünder. 😉
Mehr Infos und Bilder sobald ich Zeit dazu finde.