Archive for the ‘Dominikanische Republik’ Category

La Romana & Isla Catalina [03. – 04.01.2018]

Thursday, January 4th, 2018

Am dritten Januar ging es dann endlich los, etwas mehr von der Dominikanischen Republik zu erkunden. Am frühen Morgen fuhren wir in den Vorort Sosua Abajo, wo der Bus der Caribe Tours in Richtung Santo Domingo startete. Über Puerto Plata, Santiago de los caballeros, La Vega und Bonao erreichten wir in etwa vier Stunden Fahrt in einem eiskalt klimatisierten, aber komfortablen modernen Reisebus de Hauptstadt der Dominikanischen Republik. Ich hatte mir nur eine kurze Hose und ein T-Shirt angezogen und war dementsprechend durchgefroren, als ich endlich am Busbahnhof von Santo Domingo aussteigen konnte. Doch wir hatten unser endgültiges Ziel noch nicht erreicht. Mit einem Taxi fuhren wir weiter zu Plaza Lama, von wo die Busse der Expreso Romano Linie starteten.

29-Plaza-Lama-Santo-Domingo
28-Exp.-Romana-Santo-Domingo

Mit einem kleineren Bus ging es weiter nach La Romana, wo ich einige Tage zuvor über booking.com ein Zimmer im dortigen Hotel Sol Azul gebucht hatte. Im Netz klang es nicht schlecht, lag Strandnah, besaß einen eigenen Swimmingpool und war mit 36 US Dollar pro Nacht inklusive Frühstück auch angenehm günstig.

30 - Hotel Sol Azul - La Romana 31-Hotel-Sol-Azul-La-Romana
32-Hotel-Sol-Azul-La-Romana

Meine Erwartungen waren jedoch trotz der schönen Bilder im Internet natürlich realistisch. Als wir ankamen wurden wir freundlich vom Inhaber begrüßt und uns wurde sogleich unser Zimmer gezeigt. Der erste Eindruck war durchwachsen, meine Begleitung war am Anfang nichts sonderlich begeistert, denn das Hotel hätten einige Eimer frische Farbe nicht schlecht getan, doch das sollte sich später noch ändern – was aber auch mit dem überaus freundlichen Personal zu tun hatte. Ich hatte aber hier in der Dominikanischen Republik auch schon in deutlich schlechteren Unterkünften übernachtet und für mich war dieses Hotel vollkommen in Ordnung. Das mit Ventilator und Klimaanlage ausgestattet Zimmer war einfach, aber doch recht gemütlich und bot neben einem Hauptraum mit Doppelbett, Komode, Fernseher und Kühlschrank noch ein geräumiges Bad mit WC, großer Dusche und Waschbecken. Alles erschien sauber und ordentlich und im Kühlschrank fanden sich kostenlos eine große Flasche Wasser und ein paar Schokoriegel für die Gäste.

33-Zimmer-Hotel-Sol-Azul-La-Romana
34-Zimmer-Hotel-Sol-Azul-La-Romana 35-Bad-Hotel-Sol-Azul-La-Romana

Nach einer Dusche und etwas ausruhen von der langen Reise trafen wir uns an der kleinen Bar am Pool mit dem Betreiber, einem jungen Dominikaner, der uns sogleich zahlreiche Tipps für die Umgebung gab und Empfehlungen für Restaurants aussprach.

36 - Bar - Hotel Sol Azul - La Romana

Wir hatten Interesse an einem Ausflug zur Isla Catalina, die nur wenige Kilometer vor La Romana im Karibischen Meer lag und der Betreiber vermittelte uns sogleich ein All Inklusive Trip mit einem Boot dorthin. Außerdem empfahl er uns einige Restaurants am nahen Strand für das bald anstehende Abendbrot. Es gab zwar auch einige einfache Gerichte im Hotel, aber wir hatten Appetit auf mehr. Also machten wir uns in der bereits anbrechenden Dämmerung auf den Weg in Richtung der kleinen Strandpromenade, der Playa Caleta.
Der Stadtteil Residencial Romana im Süden von La Romana kann man wohl als eine Mischung aus Neubaugebiet mit zahlreichen fertigen modernen Häusern, aber ganz im Südosten auch vielen kleineren älteren Gebäuden, dazwischen aber auch vielen freien Flächen mit Baum- und Buschbewuchs beschreiben. Ich bin trotz zahlreicher Besuche in diesem Karibikstaat dort noch nie angegriffen, überfallen oder auch nur bedroht worden, aber so ganz geheuer war mir der Weg zum Strand dann doch nicht – zumal ich aufgrund meines Aussehens ja ohne Probleme als Gringo zu identifizieren war. 😉 Aber alle Bedenken waren unbegründet, die Leute halfen uns sogar freundlich, als wir nach dem richtigen Weg fragten und so erreichten wir nach sieben bis acht Minuten Fußweg schließlich die Playa La Caleta, wo wir uns im vom Betreiber unseres Hotels empfohlenen Restaurant Marlin Azul (also “Blauer Speerfisch”) an einem Tisch am Strand niederließen.

38 - Restaurant Marlin Azul - La Romana 37 - Restaurant Marlin Azul - La Romana

Die Bedienung war überaus aufmerksam und brachte uns sofort die Karte. Wie der Name des Restaurants bereits vermuten ließ, war es hauptsächlich auf Fisch und Meeresfrüchte spezialisiert, die hier frisch aus dem Meer serviert wurden. Während meine Begleitung sich für einen kleinen Hummer entschied, hatte ich nicht ganz so großen Hunger und wählte Krabben in Knoblauchsauce, die wahlweise mit Bananen, Kartoffel, Reis oder Pommes Frites serviert wurden. Ich entschied mich für Pommes.

39 - Krabben in Knoblauchsauce / Cangrejos en salsa de ajo - Restaurant Marlin Azul - La Romana

Dazu hatten wir uns ein Fläschchen Rotwein bestellt, das jedoch zu meinem leichten Entsetzen eisgekühlt serviert wurde und sogar im extra dazu aufgestellten Kühler auch weiterhin kühl gehalten wurde. Alle meine Bemühungen, dass man einen trocknen Rotwein doch bitte bei Zimmertemperatur zu trinken habe, wurden von meiner Begleitung abgewehrt. Hier in der Dominikanischen Republik mache man das halt so. Also sei es drum – Rotwein ist auch gekühlt ja gerade nicht ungenießbar.

40 - Cooled red wine / Rotwein im Kühler - Restaurant Marlin Azul - La Romana

Die Krabben in Knoblauchsauce waren auf jeden Fall sehr lecker und auch an den Pommes gab es nichts auszusetzen. Und auch der gegrillte Hummer, von dem ich natürlich probieren durfte, erwies sich als überaus gelungen. Dabei war die Bedienung immer schnell zu Stelle und sehr Aufmerksam, ohne dabei jedoch aufdringlich zu wirken. Für Freunde von Fisch und Meeresfrüchten kann ich das Marlin Azul in La Romana als durchaus meine Empfehlung aussprechen.
Für den Rückweg leisteten wir uns schließlich dann doch ein lokales Taxis und zahlten für den kurzen Weg 100 Pesos, also umgerechnet nicht mal 2 Euro. Dank des guten Essens und des Weins schliefen wir dann auch schnell ein.
Am nächsten Morgen stand ich bereits früh auf und gönnte mir das im Preis inbegriffene Frühstück, während meine Begleitung lieber etwas länger schlief.

41 - Breakfast - Hotel Sol Azul - La Romana

Es gab getoastetes Brot, Butter, Käse, Gelee sowie Salami und Chorizo, dazu Orangensaft und Kaffee. Für mich ein vollkommen ausreichendes Frühstück. Nach dieser kleinen Stärkung fuhr uns der Hotelbetreiber persönlich durch den Ort La Romana bis zum Rio Romana, von wo unsere Bootstour zur Isla Catalina starten sollte.
Er übergab uns an den Tourveranstalter, dem wir pro Person 2300 Pesos für die Tour inklusive aller Getränke und einem Mittagessen auf der Insel zahlen mussten, bevor wir über eine steile Treppe zum Flussufer hinab stiegen, wo bereits zwei Boote warteten.

42-Boote-nach-Catalina-Island

43 - Boote am Rio Romana / Boats at Rio Romana

Eigentlich sollte die Tour ursprünglich um 9:00 Uhr starten, doch es dauerte noch über eine Stunde, bis schließlich alle Gäste eingetroffen waren und das Boot endlich ablegen konnte. Aber daran dass hier nicht alles pünktlich abläuft habe ich mich inzwischen bereits gewöhnt. Vorbei an zahlreichen Booten, einer kleinen Hafenanlage mit imposanten Verladekränen – vermutlich für Zucker – und einer kleinen, luxuriösen Bungalowanlage an der Südspitze der Mündung tuckerten wir langsam den Fluß hinunter und bewegten uns dann über das Meer in Richtung Isla Catalina.

44-Fahrt-auf-dem-Rio-Romana

45 - Verladekräne am Rio Romana / Cranes at Rio Romana

46 - Bungalows an der Mündung des Rio Romana / Bungalows at Rio Romana

Der Kapitän versuchte während der Fahrt etwas Stimmung zu machen und es wurden bereits großzügig Getränke ausgeschenkt. Ein nicht gerade ruhiger Seegang verhinderte aber den Ausbruch einer ungezügelten Party am Morgen. 😉

47 - Sugar factory / Zuckerfabrik - La Romana 48 - Rückblick zum Festland - La Romana

An der Westküste des Insel, die nur über einen schmalen, nicht gerade einladenden Strand mit viel Treibholz verfügte, machten wir gemeinsam mit einigen anderen Booten etwa eine halbe Stunde Pause, um einigen der Fahrgäste die Gelegenheit zum Schnorcheln im seichten Wasser zu geben.

49 - Diving & snorkeling / Tauchen & Schnorcheln - Isla Catalina

Anschließend umfuhren wir die Insel und erreichten nach fünfzehn bis zwanzig Minuten die Westküste, wo der Strand deutlich breiter war und mit Liegen und Hütten ausgestattet war.

50 - East coast Isla Catalina

51 - East coast - Isla Catalina

52 - East coast - Isla Catalina

Unser kleiner Katamaran fuhr schließlich bis nah an den Strand heran und eine am Bug befindlicher Steg wurde ausgeklappt, damit alle Gäste mehr oder weniger trockenen Fußes an den Strand überwechseln konnten.

53 - Approaching the beach - Isla Catalina

54 - Aussteigen / Leaving the boat - Isla Catalina

Trotz einiger Wolken am Himmel erwies sich das Wetter aber als angenehm warm und es sollte den Rest des Tages so bleiben. Also genau richtig, um einen ruhigen Tag an diesem hübschen Strand zu genießen und zu entspannen.

55 - Playa @ Isla Catalina 56 - Playa Isla Catalina
57 - Playa -  Isla Catalina 58 - Playa Isla Catalina
59-Isla-Catalina

Das erste Getränk wurde uns sogar an die Liege serviert, danach musste man sich aber an einer der nahen Bars selbst versorgen. Außerdem liefen einige Angestellte zwischen den Gästen herum und boten Fische und Hummer als kleines, natürlich kostenpflichtiges “Upgrade” für das bevorstehende Essen an. Doch da wir erst gestern Abend beide Hummer gegessen hatten, verzichteten wir.

60 - Isla Catalina - Beach

Als schließlich zum Essen gerufen wurde, warteten wir den ersten großen Ansturm ab und holten uns dann am überdachten Buffet etwas zu essen. Es gab zwei Sorten Reis, einmal mit Bohnen und Gewürzen, einmal pur, außerdem Brot, Pasta mit Tomatensauce, Salate, Bohnensauce, verschiedenes Gemüse und ganz am Ende stand noch ein Grill, an dem Hähnchen, Schweinefleisch sowie die vorbestellten Hummer und Fische ausgegeben wurden. Ich nahm mir einen Querschnitt von allem und holte mir später noch einen kleinen Nachschlag.

61 - Mittagessen / Lunch - Isla Catalina

Das einzige was mir nicht so zusagte war das Schweinefleisch, das wohl etwas zu lange auf dem Grill gelegen und daher einen Deut zu “knusprig” war, aber am Rest gab es nichts auszusetzen.
Nach etwa dreieinhalb Stunden riefen die Angestellten schließlich wieder zum Aufbruch. Wir bestiegen also das Boot und tuckerten zurück zur Mündung des Rio Romana und zurück zur Anlegestelle. Für ein paar Pesos brachte uns ein Taxi zurück ins Hotel.
Nach etwas Erholung vom Ausflug wollten wir am Abend noch einmal etwas Essen gehen. Der Hotelbetreiber empfohl uns das Restaurant La Grasa an der Playa Caleta und bot uns an, uns sogar dorthin zu fahren und beim Besuch begleiten, da er sonst nichts besseres zu tun hätte. Am Hotel wachte, wie auch den Abend zuvor, eine Nachtwache um unerwünschte Besucher fern zu halten.
Das La Grasa machte zuerst einmal einen guten Eindruck: Hell, offen und direkt am Strand. Und es war nicht viel los, nur etwa die Hälfte der Tische war besetzt. Dennoch musste wir lange Warten bis uns eine der zahlreichen Bedienungen überhaupt beachtete und noch länger bis wir schließlich unsere Getränke am Tisch hatten.

62 - Restaurant La Grasa - La Romana
63 - Restaurant La Grasa - La Romana 64 - Restaurant La Grasa - La Romana
65 - Bierflaschen-Dekoration - Restaurant La Grasa - La Romana

Hinzu kam, dass die Fischfrikadellen, die meine Begeleitung bestellten, einen seltsamen Beigeschmack hatten und wir sie zurück gehen lassen mussten. Ich selbst bestellte mir eigentlich eine Pizza Supereme, bekam aber “nur” eine Pizza Salami an den Tisch geliefert, die zwar frisch zubereitet worden war, aber bei der dem Koch wohl der Oregano-Streuer etwas ausgerutscht war, denn es war deutlich zu viel von diesem Gewürz an der Pizza.

66 - Pizza Salami - Restaurant La Grasa - La Romana

Der erste Eindruck hatte also leider etwas getäuscht und auch der Hotelbetreiber war nicht gerade begeistert von dem war uns hier geboten wurde. Daher blieben wir nicht ganz so lange wie wir ursprünglich geplant hatten und begaben uns bereits kurz vor Mitternacht wieder zurück zum Hotel. Bald waren wir auch schon eingeschlafen.

Ruhige Tage & Jahreswechsel-BBQ [29.12.2017 – 02.01.2018]

Tuesday, January 2nd, 2018

Die nächsten Tage gab es nur wenig, worüber ich hier im Blog groß berichten könnte. Am ersten Tag nach meiner Ankunft mussten wir erst einmal einkaufen und den Kühlschrank füllen, wozu wir uns in Einkaufszentrum La Sirena in Puerto Plata begaben. Am Abend landeten wir schließlich am Strand von Sosua, wo ich mir an einer der vielen Strandbars, dem Ristorante Culio, einen Cheeseburger gönnte.

18 - Cheeseburger - Sosua Beach

war jetzt kein kulinarischer Hochgenuss, zumal die Pommes Frites fast kalt und ungesalzen waren und der Salzstreuer verklumpt und somit unbrauchbar war. Aber die Fleischfrikadelle war wirklich gut gelungen, da kann man nichts sagen.
Am nächsten Tag waren wir wieder in Puerto Plata unterwegs und ließe uns in einem einlockend wirkeden kleinen Bistro an der Clinica de Frenos im Stadtzentrum nieder, um dort etwas zu Mittag zu essen. Ich wählte ein Baguette mit Steak, das nach akzeptabler Wartezeit schließlich serviert wurde.

19 - Steak Baguette - Bistro Clinica de Frenos - Puerto Plata

Neben zahlreichen Steakstreifen war das Baguette mit Zwiebelringen, Tomatenscheiben, Salat, etwas Käse und einer leicht pikanten Salsa belegt sowie schließlich mit etwas Parmesan garniert. Das Baguettebrot oder die dominikanische Interpretation davon war schließlich leider nur aufgebacken und nicht frisch, aber darüber konnte man hinweg sehen.
Und auch am Folgetag landeten wir, zufällig, wieder im selben Bistro am Clinica de Frenos, dieses Mal entschied ich mich jedoch für einen Quesadilla con res, sprich mit krümelig angebratenen Hackfleisch, der mit Dips aus Guacamole, Sour Cream und einer fruchtigen, leicht scharfen Gemüsesalsa serviert wurde. Auch hier gab es wirklich nichts auszusetzen, auch dieses Mal wieder eine überaus gute Wahl.
Den eigentlichen Jahreswechsel verbrachten wir schließlich mit einem kleinen, spontan organisierten Grillfest, einem BBQ. Größtes Problem war dabei gewesen kurzfristig einen Grill zu organisieren. Zuerst hatten wir nur einen winzigen Elektrogrill, doch irgendwie gelang es dann doch noch einen größeren, gasbetriebenen Profigrill aufzutreiben, so dass der Zubereitung von Schaschlik, Steaks, Würstchen und Rippchen schließlich nichts mehr im Wege stand.

21 - New year BBQ

Ein Feuerwerk gab es nicht um 12 Uhr, ich hatte in den hiesigen Märkten auch keinerlei Böller oder Feuerwerksraketen gesehen. Das scheint hier einfach nicht üblich und ich glaube auch nicht, dass sich viele der hiesigen Bevölkerung so etwas leisten könnten oder wollten. Es wurde bis in die frühen Morgenstunden gefeiert, daher standen wir am nächste Tag auch erst spät auf und erst am Abend begaben wir uns in die Siedlung Montellano zwische Sosua und Puerto Plata, um dort in einer kleinen Pizzaria eine Pizza Supereme zu verzehren.

22 - Pizza Supreme - Montellano

Der Belag bestand aus Salami, Schinken und Hähnchenfleisch sowie verschiedener Gemüsesorten, darunter Tomaten, Mais, Paprika und Stangensellerie. Sehr reichhaltig und in der mittleren Größe mehr als ausreichend, um zwei Personen satt zu bekommen.
Später am Abend begaben wir uns wiederum nach Puerto Plata, wo wir zuerst in einer Bar oberhalb einer Shell-Tankstelle an der Kreuzung von Calle 27 de Febrero und Calle 12 de Julio Einzug hielten.

24 - Calle 27 de Febrero / 12 de Julio

Dort war es aber echt zugig, weswegen wir wenig später in die La Casona Bar direkt gegenüber begaben, wo wir bis nach 2:00 Uhr nachts blieben.

23 - La Casona Bar - Puerto Plata

Einer der Mitfeiernden verzichtete dabei freiwillig auf Alkohol und fuhr uns schließlich sicher nach Hause.
Am Folgetag ging es gegen 13:30 Uhr zum Mittagessen nach Sosua, wo wir uns für das Bologna Ristorante begaben, einem italienischen Restaurant in der Calle Dr. Alejo Martinez begaben. Nachdem wir bestellt hatten, servierte man uns erst einmal kostenlos etwas frisch getoastetes Brot und etwas Knoblauch-Kräuterbutter als Aperetif.

25 - Bologna Ristorante Sosua - Bread & Herb butter / Brot & Kräuterbutter

Schon mal sehr lecker, vor allem die Kräuterbutter war ein wahrer Genuss. Ich musste mich etwas zurückhalten, nicht jetzt schon zu viel zu essen. 😉
Als Hauptgericht hatte ich mich für Hähnchenfilet mit einer kreolischen Sauce entschieden, dazu gab es gedünstetes Gemüse von Blumenkohl, Möhren, Paprika und Brokkoli.

26 - Bologna Ristorante Sosua - Pollo creole & vegetales fritos

Eine zusätzliche Sättigungsbeilage wurde nicht serviert und war hier auch nicht nötig. Das machte das Gericht angenehm leicht und vor allem dank seiner pikanten kreolischen Sauce und das zarten und saftigen Hähnchenfilets sehr schmackhaft. Ich war sehr zufrieden.
Den Rest des Tages verbrachten wir mit Vorbereitungen für die morgige Reise, über die ich dann im nächsten Bericht zu sprechen kommen werde. Am Abend bestellten wir uns schließlich noch eine Pizza mit Salami und Schinken aus der Pizzeria in Montellano, die uns eines der hiesigen Moto-Taxis frei Haus lieferte.

27 - Pizza Salame Jamon - Montellano

Mit Condor nach Puerto Plata [27. & 28.12.2017]

Thursday, December 28th, 2017

Genau wie die Jahre zuvor wollte ich auch dieses Jahr den Jahreswechsel wieder in der Wärme der Karibik verbringen. Doch seit dem Konkurs von Air Berlin war das leider nicht mehr ganz so einfach wie früher und ich musste, wie auch bereits bei meinem letzten Flug im Oktober, wieder über Frankfurt fliegen. Dazu hatte ich mir beim Flugdienst Condor einen Flug mit zugehörigen Rail and Fly Ticket gebucht. Das Flugzeug sollte um 9:30 Uhr am Morgen des 28. Dezember starten, eine Anfahrt aus München mit dem Zug am selben Tag war bei mindestens 3:30 Stunden Fahrtzeit und einer empfohlenen Ankunft am Flughafen 2 Stunden vor Abflug also kaum denkbar. Daher hatte ich mich dazu entschlossen, auch dieses Mal bereits am Vorabend nach Frankfurt zu fahren, dort nahe des Flughafens in einem Hotel zu übernachten und jeglichen Stress bei Anreise zu verhindern. Nach der Arbeit fuhr ich also nach Hause, packte letzte Dinge in meinen bereits vorbereiteten Koffer und begab mich dann mit der S-Bahn zum Bahnhof, wo bereits der ICE 524 wartete, der mich zum Fernbahnhof am Frankfurter Flughafen bringen sollte.

01 - Am Bahnhof München / At train station Munich 02 - Zug nach Frankfurt Flughafen

Ich hatte mir sicherheitshalber darin einen Sitzplatz reserviert, denn ich konnte nicht sicher sein wie stark der Zug frequentiert sein würde. Die vier Euro hätte ich mir aber sparen können, da am Mittwoch Abend doch deutlich weniger mit dem Zug fuhren als ich befürchtet hatte – ich hatte die gesamte Fahrt sogar ein ganzes kleines Abteil für mich alleine.
Nach etwa dreieinhalb Stunden ereignisloser Fahrtzeit erreichte ich schließlich den Fernbahnhof am Frankfurter Flughafen und begab mich durch den darüber errichteten The Squaire zur Straße zwischen den Flughafen-Terminals, wo die Shuttle-Busse zu den Hotels abfuhren.

03 - Ankunft an Frankfurt Flughafen Fernbahnhof / Arrival at Frankfurt Airport train station 03 - The Squaire East - Frankfurt Flughafen Fernbahnhof

Ich hatte wieder das NH-Hotel Frankfurt Flughafen gebucht und hoffte, dieses Mal nicht wieder, wie im Oktober, in das 16 Kilometer entfernte Schwesterhotel “abgeschoben” zu werden.

04 - NH-Hotel Frankfurt Flughafen

Und ich hatte Glück und erhielt dieses Mal tatsächlich das gebuchte Zimmer vor Ort.

05 - NH-Hotel Frankfurt Flughafen - Zimmer / Room 06 - NH-Hotel Frankfurt Flughafen - Bad / Bathroom

Das Zimmer selbst erwies sich wie üblich als einfach, aber gemütlich und gut ausgestattet. Mit 58,65 Euro pro Nacht – Frühstück nicht inbegriffen – kein billiger Spaß, aber ich wollte den Flug keinesfalls verpassen.
Als kleinen Abendsnack vor dem Schlafengehen hatte ich mir aus der Kühltheke gegenüber der Rezeption noch einen BBQ-Chicken-Wrap mitgenommen, der sich mit seiner einigermaßen reichhaltigen Füllung aus Mais, Paprika, Kidneybohnen und Hühnerfleisch in BBQ-Sauce als durchaus gute Wahl erwies.

07 - BBQ-Chicken-Wrap - NH Hotel Frankfurt Flughafen

Außerdem führte ich über mein Mobiltelefon bereits den Online-CheckIn durch. Schließlich legte ich mich unmittelbar schlafen, denn ich wollte morgen um 6:30 Uhr bereits mit dem Shuttle zum Flughafenterminal aufbrechen.
Ohne Probleme wachte ich am nächsten Morgen auch um 5:45 Uhr auf, duschte mich kurz und machte mich dann fertig, um zum Flughafen zu fahren. Dass ich dieses Mal 3 Euro extra für den Shuttle zahlen musste nahm ich zähneknirschend in Kauf – die Fahrt vom NH-Schwesterhotel Frankfurt Flughafen West im Oktober war noch kostenlos gewesen. Auf ein Frühstück im Hotel, das 21 Euro extra gekostet hätte, verzichtetet ich aber dieses Mal.

08 - NH-Hotel Frankfurt Flughafen - Shuttle 1

Am Terminal angekommen, die Fahrt dauerte keine zehn Minuten, begab ich mich unmittelbar zum CheckIn-Schalter von Condor, wo sich bereits eine kleine, aber erträgliche Warteschlange gebildet hatte.

09 - CheckIn-Schalter - Condor - Flughafen Frankfurt

Ich hatte dieses Mal “nur” normale Economy Class gebucht, nicht wieder Premium Economy wie beim letzte Mal im Oktober. Der Urlaub war auch so schon kein billiger Spaß. 😉
Im Grunde genommen brauchte ich am Schalter nur noch mein Gepäck abgeben, bekam meinen ausgedruckten Flugschein mit dem Abfluggate machte mich dann durch die langen Wege des Frankfurter Flughafens auf den Weg, um die Sicherheits- und Passkontrollen zu passieren. Am Gate angekommen besuchte ich noch kurz den Duty-Free-Shop und entschied mich danach dazu, noch eine kleine Laugenstange mit Schinken sowie einen Kaffee an einem der dortigen Bistros zu verzehren.

10 - Laugenstange mit Schinken & Kaffee - Frankfurt Flughafen

Mit etwa sieben Euro kein billiger Spaß, aber noch deutlich günstiger als die einundzwanzig Euro im NH-Hotel. Und nicht nur die Laugenstange war gut belegte, auch der Kaffee erwies sich als wirklich überaus gut gelungen.
Am Gate wartete bereits die Boing 767-300, welche uns in die Dominikanische Republik bringen sollte.

11 - Flieger  nach Puerto Plata / Airplane to Puerto Plata

Doch wie auch schon beim letzten Mal im Oktober kam es auch dieses Mal zu Verzögerungen beim Boarding. Mehrfach wurden verschiedene Fluggäste namentlich aufgerufen und schließlich sollten sogar alle Fluggäste, die nicht am Frankfurter Flughafen eingecheckt hatten sich mit Pass am Schalter melden. Mit über einer halben Stunde Verspätung konnten wir schließlich beginnen, in das Flugzeug zu steigen und unsere Sitzplätze einzunehmen. Da wir nun noch einmal auf irgend welche Fluggäste warten mussten, war das Boarding schließlich erst mit fast vierzig Minuten Verspätung abgeschlossen und wir konnten endlich zur Startbahn rollen und abheben.
Im Gegensatz zur Premium Economy Class gab es in der normalen Economy Class einige Dinge, die man kostenpflichtig dazu erwerben musste – und dass bei einem Flugpreis von insgesamt fast neunhundert Euro für Hin- und Rückflug. Dazu gehörte das Entertainment-Programm, das mit einem für 8 Euro zu werbenden Code freischalten lassen musste, außerdem kostete der Kopfhörer drei Euro, es gab keine kostenlosen alkoholischen Getränke und keine Auswahl beim Menu, welches man etwa eineinhalb Stunden nach Abflug servierte. Alle Economy-Fluggäste erhielten Nudeln mit Hackfleisch-Tomatensauce, dazu ein kleiner Kartoffelsalat, ein Mousse Chocolate sowie ein kleines warmes Laugenbrötchen mit Butter und Käse.

12 - Nudeln mit Hackfleisch-Tomatensauce / Paste with mince & tomato sauce - Economy Class - Condor

Vor allem die an den Rändern der Aluschale befindlichen Nudeln zwar etwas hart gebacken, aber ingesamt erwies sich das Hauptgericht als durchaus akzeptabel. Und auch am Kartoffelsalat, dem luftig-lockeren Schoko-Dessert oder dem aufgebackenen Laugenbrötchen gab es nichts auszusetzen, auch wenn ich mir bei letzterem etwas mehr Belag gewünscht hätte. Schließlich teilte man die Einreiseformulare aus in Form einer Zollerklärung und eines Visaantrags aus, die ich unmittelbar ausfüllte.
Die nächsten Stunden sah ich mir zwei Filme im kostenpflichtig freigeschalteten Entertainment-System an und schlief dann ein wenig, bis man uns schließlich etwa eineinhalb Stunden vor der Ankunft weckte.

13 - Flugstrecke nach Puerto Plate / Flight way to Puerto Plata

Es gab als kalten Snack zwei kleine Würstchen, etwas fruchtigen Ananas-Karottensalat, eine Bretzel und ein Stück Zwetschgenkuchen.

14 - Würstchen & Bretzel / Sausages & pretzel - Economy Class - Condor

Schließlich setzte das Flugzeug zur Landung auf Puerto Plata an. Ich hatte mir zwar wieder einen Fensterplatz ergattert, aber saß dieses Mal direkt über einer Tragfläche, so dass ich nur wenig von der Landschaft aufnehmen konnte während die Boing auf dem kleinen Flughafen des Karibikstaates aufsetzte. Wir hatten die 40 Minuten Verspätung glücklicherweise fast aufholen können, es war jetzt etwa 15:15 Uhr Ortszeit, also 20:15 Uhr in Deutschland.

15 - Anflug auf Puerto Plata / Landing in Puerto Plata

Es folgte die übliche Prozedur: Erwerb der Tourist Card für 10 Euro, Abgabe des Visaformulars und Vorlage des Reisepasses für den Einreisestempel, warten auf das Gepäck am Gepäckband und passieren der eher lässigen Zollkontrollen, bei denen man die Zollerklärung abgeben musste. Dann endlich verließ ich das Flughafengebäude und wurde, wie üblich bereits erwartet. Mit dem Auto fuhren wir zur Unterkunft und ich gönnte mir nach einer ausgiebigen Dusche noch eines der hier üblichen Yaroas.

16 - Yaroa con jamon

Dieses Mal hatte ich eine Variante mit Käse und Schinken gewählt, die sich aber als nicht ganz so gelungen wie die sonst übliche Version mich krümelig angebratenen Hackfleisch erwies. Beim nächsten Mal werde ich auf jeden Fall wieder zu Hackfleisch greifen.
Ansonsten verlief der restliche späte Nachmittag und Abend ohne weitere berichtenswerte Ereignisse. Bald aber mehr zu meinem nun neunten Aufenthalt in der Karibik.

Karibikreise mit vielen Hindernissen [12. & 13.10.2017]

Saturday, October 14th, 2017

Vorgeschichte und Planung
Eigentlich hatte ich meinen nächsten Flug in die Karibik bereits für zwei Wochen früher geplant gehabt, doch meine bisher bevorzugte Airline Air Berlin war ja leider in Konkurs gegangen, daher musste ich mich zeitnah nach Alternativen umsehen. Nutzt man die gängigen Flugsuchmaschinen im Netz, werden dabei viele Flüge über die USA mit bis zu sechszehn Stunden Aufenthalt am Flughafen in Miami oder Chicago angeboten, so dass man dann insgesamt mehr als 30 Stunden unterwegs ist. Das mag billiger sein, aber für einen normalerweise nicht mal zehnstündigen Flug nehme ich das nicht in Kauf.
Den einzigen Anbieter der mein geplantes Ziel Puerto Plata noch direkt von Deutschland aus anflog war Condor, eine deutsche Tochtergesellschaft des britischen Reiseanbieters Thomas Cook, die allerdings nur von Frankfurt aus flog. Also biss ich in den sauren Apfel und buchte dort einen Flug für Freitag, den 13. Oktober (Zum Glück bin ich nicht abergläubisch).
Allerdings waren für diesen Flug nur noch Plätze in der Premium Economy Class frei, so dass ein zweiter Biss ins saure Kernobst notwendig war um den etwas höheren Preis dafür zu akzeptieren – wollte ich nicht noch später fliegen. Dazu buchte ich mir über Condor noch zusätzlich ein Rail & Fly Ticket für etwa 25 Euro, um mit der Bahn von München nach Frankfurt und zurück zu kommen.
Der Flug sollte am Freitag zwar erst um 12.10 Uhr von Frankfurt starten und die Fahrt von München Hauptbahnhof nach Frankfurt Flughafen Fernbahnhof dauert zwischen 3 1/2 und 3 3/4 Stunden, aber ich plante – da ich mich nicht auf die Bahn verlassen wollte – meine Anreise sicherheitshalber bereits für den Vorabend und benötigte daher noch ein Hotelzimmer. Über die verschiedene Hotelsuchmaschinen fand ich auf otel.com schließlich ein einigermaßen kostengünstiges Zimmer im NH Frankfurt Airport direkt in Flughafennähe – so dachte ich zumindest.
Damit waren dann alle Vorplanungen abgeschlossen und ich hoffet auf eine stressfreie und angenehme Reise – doch da hatte ich mich leider zu früh gefreut.

Fahrt nach Frankfurt
Nachdem ich alles koordiniert hatte und wusste wann ich fahren konnte, buchte ich mir zusätzlich noch einen Sitzplatz im ICE. Mein Arbeitstag am Donnerstag fiel entsprechend kurz aus und ich schloss noch eine letzte Sache ab, bevor ich schließlich mein Auto nach Hause fuhr, meinen zuvor gepackten Koffer griff und mit der S-Bahn zum Bahnhof fuhr. Es war Donnerstag am späten Nachmittag und entsprechend viel Betrieb war am Bahnhof, denn bereits jetzt fuhren die ersten Wochenendpendler, von denen es bekanntlichermaßen ja viele hier in München gibt, zurück in die Heimat. Am Gleis wartete bereits “mein” ICE, der aber als ich eintraf gerade noch gereinigt wurde, weswegen ich und die vielen anderen Fahrgäste am Bahnsteig noch warten mussten. Das gab mir Zeit mich gleich am richtigen Wagon und der zu meinem Sitzplatz am nächsten gelegenen Tür zu positionieren.

01 - ICE - Hauptbahnhof München

Erst etwa zehn Minuten vor der geplanten Abfahrt wurde die Türen schließlich geöffnet und die Menschen stürmten in Massen in den Zug. Ich saß bereits und wartete auf die Abfahrt, die eigentlich hätte pünktlich erfolgen können. Doch eine Durchsage verkündete, der Zug wäre zu stark überbelegt und können den Bahnhof daher nicht verlassen. Es wurde auf alternative Züge in Richtung Frankfurt verwiesen und die Fahrgäste gebeten, doch bitte wenn möglich diese in Anspruch zu nehmen. Es sollte 20 bis 25 Minuten daueren, bis der Zug endlich mit weniger Fahrgästen und deutlich verspätet den Bahnsteig verließ.

Ankunft und Hotelverwirrung
Die Fahrt verlief ereignislos und der Zug konnte noch ein wenig von der Verspätung gut machen, bevor wir schließlich den Fernbahnhof am Frankfurter Flughafen erreichten, einen Ort den ich noch aus meiner Zeit in Köln gut kannte, denn hier war ich damals häufig umgestiegen.

02 - Frankfurt Flughafen Fernbahnhof

Über mehrere Rolltreppen und lange Wege erreichte ich schließlich eine breite Gasse zwischen dem Fernbahnhof und dem Terminal 1 des Flughafens, wo neben Taxis vor allem die Transferbusse zu den Hotels abfuhren.

03 - Rolltreppen / Escalator - Flughafen-Frankfurt

Und davon gab es extrem viele, allein für die NH-Hotels, von denen es mehrere in der Umgebung gab, fuhren vier oder fünf Mini-Busse. Ich brauchte einige Zeit um mich zu orientieren und wäre einmal sogar fast in das falsche Hotel gefahren. Schließlich fand ich aber doch den richtigen Bus und fuhr in das von mir gebuchte Hotel nur wenige Kilometer vom Flughafen entfernt. So glaubte ich zumindest.

04 - NH Hotel Frankfurt Flughafen

Am Hotel angekommen erwartete mich jedoch eine böse Überraschung. Als ich das von mir gebuchte Zimmer in Anspruch nehmen wollte, erntete ich nach dem vorzeigen meines Buchungsbeleges erst einmal mitleidige Blicke des Hotelmitarbeiters und er bat mich zu warten, während er mit seinem Kollegen sprach und dann kurz herum telefonierte. Erst dann teilte er mir mit, dass die Seite otels.com bereits seit einiger Zeit die NH-Hotels zu verwechseln schien und ich in das Schwesterhotel im 16 Kilometer entfernten Raunheim müsste, da mein Zimmer eigentlich dort gebucht wäre. Man bot mir als kleine Entschädigung zusätzlich zu einem kostenlosen Taxi noch zwei Getränkegutscheine an.

05 - Gutscheine & Adresse

Eigentlich eine Frechheit, da ich ja speziell DIESES Hotel wegen seiner Flughafennähe gewählt hatte – aber ich war einfach zu müde mich auf eine längere Diskussion einzulassen. Also nahm ich zähneknirschend die Fahrt in Kauf und erreichte nach eine für Taxis üblichen wilden Fahrt – Taxifahrer glauben ja scheinbar sich an keinerlei Verkehrsregeln halten zu müssen – das NH Hotel Frankfurt West.

06 - NH Hotel Frankfurt West

Es war bereits spät und an der dortigen Rezeption war die einzige verbliebene Servicekraft gerade mit einem arabischstämmigen Gast beschäftigt, der sich gerade lautstark über irgend etwas echauffierte, während seine ganzkörperbedeckte Frau schweigend auf einem Sofa in der Nähe wartete. Wie es sich gehört wartete ich brav bis ich an der Reihe war und als eine zweite Servicekraft auftauchte, musste die aber sich erst einmal mit dem Computer am Tresen beschäftigen und schenkte dem wartenden Gast keinerlei Beachtung. Und dann kam auch noch eine asiatische Gästin und drängelte sich frech vor, bevor sich endlich nach fast 15 Minuten Wartezeit sich jemand dazu herab ließ, sich mir und meinem Anliegen anzunehmen. Wenig später hatte ich endlich mein Zimmer und ich versorgte mich noch an einer nahen kleinen Kühltheke mit Getränken und einem Sandwich, bevor ich mich schließlich in dieses Zimmer im dritten Stock begab. Während das NH-Hotel am Flughafen klein und heimelig gewirkt hatte, war jenes in Ansbach eher eine typische Massen-Bettenburg und ich musste mich durch endlose monotone Gänge bewegen, bis ich endlich meinen Raum erreichte.

07 - Lange Gänge / Long floors - NH Hotel Frankfurt West

Das Zimmer selbst war zumindest einigermaßen in Ordnung.

08 - NH Hotel Frankfurt West - Zimmer / Room 01
09 - NH Hotel Frankfurt West -Zimmer / Room 02 10 - NH Hotel Frankfurt West - Bad / bathroom

Ich verzehrte mein sehr minimal belegtes Schinken-Käse-Sandwich – eigentlich eine Frechheit, denn es fanden sich neben je einer zentrierten Scheibe Schinken und Käse nur eine einzelne Gurkenscheibe darauf-

11 - Schinken-Käse-Sandwich / Ham cheese sandwich

und machte mich sogleich bettfertig, denn ich hatte mich für das Shuttle zum Flughafen um 8:30 Uhr am nächsten Morgen angemeldet und wollte dieses natürlich keineswegs verpassen.
Am nächsten Morgen gegen 7:30 Uhr begab ich mich nach einer Dusche bereits mit allem Gepäck nach unten, um in der Lounge etwas zu frühstücken. Eigentlich war in meinem Zimmerpreis von etwa 100 Euro kein Frühstück inbegriffen, aber ich wollte mich vor meiner Reise dennoch stärken und war bereit, für das Frühstück zusätzlich zu zahlen. Das Angebot war reichhaltig und bestand aus Rührei, Speck, Würstchen, Brot, Brötchen, Müsli, Obst und verschiedenen Belägen.

12 - NH Hotel Frankfurt West  - Frühstücksraum / Breakfast room

Ich entschied mich für etwas Rührei, gebratenen Schinken. Fleischbällchen, Würstchen und etwas Gebäck sowie eine große Tasse Kaffee.

13 - NH Hotel Frankfurt West - Frühstück / Breakfast

Hätte ich jedoch geahnt dass man fast 25 Euro dafür berechnen würde, hätte ich wohl lieber verzichtet.

Zurück zum Flughafen & der Flug
Das Shuttle erschien schließlich pünktlich vor dem Hotel

14 - NH Hotel Frankfurt West - Airport Shuttle

und brachte mich wieder in die Gasse zwischen Fernbahnhof und Terminal, aus der ich gestern zum Hotel gestartet war. Es war kurz vor 9:00 Uhr. noch mehr als drei Stunden Zeit bis zum Abflug.
Im Preis für die Premium Economy Klasse waren sowohl Priority Check-In als Priority Boarding inbegriffen, was mir zuerst aber einmal nicht viel Vorteil brachte, da ich sowieso der erste am Check-In-Schalter in Bereich des Terminals 1 war.

15 - Terminal 1 - Frankfurter Flughafen / Frankfurt airport

Zum Glück war der Priority-Schalter bereits als einziger besetzt, so dass ich mein Gepäck bereits aufgeben konnte, bevor ich mich auf den langen Wege durch endlose Gänge zum eigentlichen Abflug-Bereich machen konnte. Sicherheitscheck und Passkontrolle gingen aufgrund der frühen Zeit und meines Priority-Status ebenfalls schnell von Gange und ich war schließlich mehr als zweieinhalb Stunden vor dem Abflug bereits am Gate 46. Ich vertrieb mir die Zeit mit etwas Duty-Free-Shopping, tauschte ein paar Euro in Dominikanische Pesos – zu einem fast verbrecherisch schlechten Wechselkurs – und wartete ansonsten geduldig.
Als kurz vor dem Abflug plötzlich der Abflug einer Turkish Airlines Maschine an “meinem” Gate angezeigt wurde, wurde ich jedoch stutzig. Ich begab mich zum Schalter und erkundigte mich. Nach einem kurzen Telefonat erfuhr ich von der dortigen Dame, dass sich mein Abflug-Gate geändert hätte und ich mich doch bitte zum Gate 43 begeben sollte. Erst als ich dort angekommen war, kam schließlich auch die Durchsage, welche die anderen Gäste über die Änderung informierte. Die Maschine der Thomas Cook Group wartete dort bereits auf uns.

16 - Condor - Thomas Cook Airlines

Eigentlich hätte das Boarding pünktlich beginnen können, doch wieder kam es zu Problemen. Die Mitarbeiter am Gate teilten und mit, dass der Flug stark überbucht sei und dass sich doch bitte Freiwillige melden sollten, die mit einer entsprechenden Entschädigung auf ihren Flug verzichten sollten. Ich fluchte innerlich und befürchtete schon, dass wenn sich nicht genug freiwillige melden, man wohl zuerst die Alleinreisenden wie mich vom Flug ausschließen würde. Doch glücklichweise war dies unbegründet und mit etwa 20 bis 25 Minuten Verspätung begann schließlich das Boarding.

17 - Condor Premium Economy Class

Mein Sitzplatz in der Premium Economy Klasse erwies sich als überaus großzügig, mit viel Beinfreiheit und war neben den üblichen Dingen wie Decke und Kissen auch noch mit einier kleinen Plastikflasche voller zusätzlicher Gimmicks wie Ohrenstöpseln, Kopförern, Zahnbürste und Zahnpasta, einer Schlafmaske oder Trombose-Socken ausgestattet. Außerdem klemmte am Vordersitz eine kleine Speisekarte mit dem Essens- und Getränke-Angebot der Premium Economy Klasse.

19 - Giveaways - Condor Premium Economy Class
18 - Condor Premium Economy Class - Speisen & Getränke / Menu card

Mit etwa einer halben Stunde Verspätung hoben wir schließlich vom Frankfurter Flughafen ab und stiegen aus Reiseflughöhe, um den etwa neuneinhalbstündigen Flug in die Dominikanische Republik zu absolvieren.
Bereits in der ersten Stunde nach dem Start wurde schließlich nach einer Versorgung mit Getränken das erste Gericht serviert: Eine Gegrillte Hähnchenbrust in Weißwein-Sahnesauce mit Rahmspinat und Pasta. Außerdem fanden sich ein Salat mit Rinderfilet-Aufschnitt, Käsewürfel, ein Stück Stück Tiramisu, ein Brötchen, zwei kleine Scheiben Roggenvollkornbrot und ein Snickers auf dem Tablett. Außerdem ein kleiner Salz- und Pfefferstreuer in Form eines Flugzeuges und sogar Besteck aus Metall. Was für ein Luxus.

20 - Hähnchen in Weißwein-Sahne-Sauce mit Rahmspinat / Chicken with white wine cream sauce - Condor Premium Economy Class

Der Rest der Fluges verlief recht ereignislos. Ein borniert wirkender Schweizer einen Sitz hinter mir beschwerte sich darüber, dass hier nur eine Premium Economy Class und keine Business Class gäbe. Normalerweise würde er ja nur Business Class fliegen. Die Stewardess entschuldigte sich, es handele sich um ein älteres britisches Flugzeug und da gäbe es nun mal keine Business Class. Was für ein Armleuchter – er sollte wirklich zufrieden sein mit dem was er hier hatte.
Vom Entertainment-Programm, das auf kleinen Röhrenmonitoren in den Gängen gezeigt wurde, bekam ich wenig mit und versuchte ein wenig zu dösen, um die lange Flugzeit schneller hinter mich zu bringen.
Dennoch zogen sich die Stunden zäh dahin. Einizger Unterbrechung war noch ein Laugenbrötchen mit Käse, dass man zwischendurch reichte.

21 - Laugensemmel mit Käse - Condor Premium Economy Class

Außerdem wurden wie Formulare für die Einreise ausgeteilt, die man wie üblich ausfüllen musste.
Kurz vor der Landung wurde schließlich noch ein kaltes Gericht In Form eines Brötchens, etwas Bratenaufschnitts, Nudelsalat, einem Stück Streuselkuchen sowie eines Snickers serviert.

22 - Kalte Spezialitäten / Cold-Cuts - Condor Premium Economy Class

Dann setzte der Flieger endlich zum Landeanflug auf den Flughafen von Puerto Plata an.

23 - Anflug auf Puerto Plata / Approach to Puerto Plata 24 - Anflug auf Puerto Plata / Approach to Puerto Plata 02
25 - Anflug auf Puerto Plata / Approach to Puerto Plata 03

Als ich aus dem Flugzeug auf die Gangway trat, schlug mir sogleich die feuchte Hitze der Karibik entgegen. Ich beeilte mich möglichst früh an den Einreisekontrollen zu sein, um schnell alles abschließen zu können und erreichte mit als einer der ersten die Schalter, an denen man für 10 Euro die sogenannte “Tourist Card” erwerben musste, danach folgte die Einreisekontollen, bei denen man das Formular abgeben musste und den Stempel in seinem Pass erhielt. Im nächsten Saal lief bereits das einzige Gepäckband des Flughafens und die erste Koffer kamen aus dem Untergeschoss – glücklicherweise war mein Koffer als einer der ersten bereits dabei.
Nach durchqueren der Zollkontrolle, bei der mein Koffer noch einmal geröntgt wurde, konnte ich endlich das Flughafengebäude verlassen und wurde, wie üblich, bereits erwartet. Wir fuhren zur Unterkunft und dort wurde mir, nach dem aupacken des Koffers, noch eine kleine Mahlzeit bereitet. Etwas frisch zubereiteter Kartoffelbrei, gebratene Wurst, Käse und etwas mit Essig angebratenen Zwiebeln.

26 - Abendsnack / Evening snack

Einfach aber lecker. Ich war aber geschlaucht von der langen Reise und ging recht früh zu Bett – bald aber mehr von meiner erneuten Reise in die Karibik.

Rückkehr aus der Dominikanischen Republik [ 31.07. / 01.08.2017]

Tuesday, August 1st, 2017

Am 31.07. ing mein Urlaub in der Karibik auch schon wieder zu Ende. Hätte ich mehr Resturlaub übrig gehabt, wäre ich mit Sicherheit länger geblieben, aber traurige Ereignisse zu Beginn des Jahres hatten mein Urlaubskonto beachtlich schrumpfen lassen, so dass ich mit diesen fünf Tagen auskommen musste. Den Vormittag verbrachte ich damit, meine Sachen zusammen zu packen und um etwa 13:30 Uhr brachen wir zum Flughafen auf. Von der Unterkunft bis zum Terminal sind es glücklicherweise kaum 15 Minuten Fahrt. Und mein Flieger ging erst um 16:10 Uhr. Dennoch hatte sich am CheckIn-Schalter von Air Berlin auch jetzt, mehr als zwei Stunden vor dem Abflug bereits eine lange Schlange gebildet.

29 - Warteschlange - CheckIn Air Berlin - Puerto Plata

Und obwohl alle Schalter geöffnet waren, zog sich das CheckIn wirklich hin, ich wartete bestimmt 40 Minuten bis ich endlich an der Reihe war und meine Bordkarte erhielt. Zum Glück sorgten die riesigen Deckenventilatoren für ein erträgliches Klima in der Abflughalle.

30 - Abflughalle / Departure hall - Flughafen / Airport Puerto Plata

In der Zwischenzeit hatte meine Begleitung den Mietwagen geparkt – sie würde ihn später selbsttätig zurückgeben und ich brauchte mich zumindest darum nicht zu kümmern. Der Abschied fiel wie immer schwer, aber schließlich musste ich in den Abflugbereich aufbrechen und durch die Sicherheitskontrollen. Zum Glück erwischte ich eine Phase mit wenig Betrieb, so dass ich schnell an der Passkontrolle war, meine zweites Zollformular abgeben konnte und meinen Ausreisestempel erhielt. Dann ging es eine Etage höher, wo ich noch kurz im Duty Free Shop einkaufte. Und da ich bisher nichts gegessen und immer noch genügend Zeit hatte, entschied ich mich schließlich dazu dem Mango’s Village, einer Bar und Restaurant im Flughafen von Puerto Plata einen Besuch abzustatten.

31 - Restaurant/Bar Mango's Village - Puerto Plata Airport

Aus dem dortigen Angebot wählte ich ein Chicken Quesedilla zum stolzen Preis von 11 US-Dollar. Auch im Duty Free Shop hatte ich schon Dollar bezahlt. Warum innerhalb des Flughafens in Dollar und nicht in Pesos abgerechnet wird, erschloss sich mir nicht ganz, lag aber wohl an den vielen amerikanischen Touristen hier.

32 - Chicken Quesadilla - Mango's Village - Puerto Plata Airport

Der Quesedilla wurde wie traditionell üblich mit Guacamole, einem Tomaten-Avocado-Salat und außerdem einer sehr gelungenen Limonen-Sour-Cream-Zubereitung serviert. Ich fand ihn auf jeden Fall sehr gelungen – auch wenn der Prei natürlich nicht von schlechten Eltern war. Aber innerhalb eines Flughafens hatte ich das auch nichts anderes erwartet.
Nachdem ich mit Kreditkarte bezahlt hatte, ging ich zum Abfluggate, wo das CheckIn in den wartenden Airbus A330 bereits begonnen hatte.

33 - Air Berlin - Airbus A330 - Airport Puerto Plata

Und das Timing war perfekt, denn meine Gruppe war unmittelbar an der Reihe und ich konnte ohne großes warten ins Flugzeug einsteigen. Auch für den Rückflug hatte ich wieder einen XL-Sitzplatz am Notausgang, sogar mit der selben Sitznummer wie beim Hinflug. Ich glaube sogar, dass es der gleich Airbus war, aber beweisen konnte ich es nicht. So viele Flugzeuge hat Air Berlin ja nicht, aber Crew und Kapitän unterschieden sich zumindest.
Quasi pünktlich hoben wir schließlich von Flughafen Puerto Plata mit seiner einzelnen Start- und Landebahn ab und stiegen an der Küste entlang in die Höhe. Ich konnte beim Abflug einen letzten Blick auf den Stand von Sosua werfen, bevor wir die Wolken durchstießen und ich die Küste der Dominikanischen Republik aus den Augen verlor. Auch dieses Mal – wie schon mehrfach zuvor – hatte es kurz vor dem Abflug kurz zu regnen begonnen – so als würde das Land meinen Abschied beweinen. Aber das wird auch dieses Mal wieder nur Zufall gewesen sein. 😉

34 - Abflug - Letzter Blick aus Sosua / Departure - Last view of Sosua

Bereits kurz nachdem wir die Reiseflughöhe erreicht und die Anschnallzeichen erloschen waren, begann die Besatzung auch schon damit, die erste Mahlzeit vorzubereiten, so dass wir etwa eine Dreiviertelstunde nach verlassen des Flughafens speisen konnten. Da hätte ich auch auf den Quesedilla verzichten können, aber das hatte ich ja nicht ahnen können. Zur Auswahl standen eine vegetarische Pasta und Rindergeschnetzeltes mit Reis. Ich entschied mich als Fleischliebhaber natürlich für das Rindergeschnetzelte.

35 - Rindergeschnetzeltes mit Reis - Air Berlin - Flug POP - DUS

Das Geschnetzelte war wirklich sehr gut gelungen, das Fleisch war angenehm zart und magre, außerdem gut gewürzt. Und auch der Reis war eine passende Sättigungsbeilage. Etwas unglücklich war die Entscheidung, dazu einen Reissalat zu servieren. Ich hab nichts gegen Reis, aber wenn ich Reis als Sättigungsbeilage habe, will ich ihn nicht auch noch als Salat. Dennoch war geschmacklich an dem leicht säuerlich angemachten Reissalat mit Paprika, Mais und Erbsen auch nichts auszusetzen. Der Nachtisch in Form eines Stücks Käsekuchen war ebenfalls in Ordnung, wenn auch recht süß. Einige Cracker, die man sich mit der beiligenden Schmelzkäse-Ecke bestreichen konnte, rundeten das Menu schließlich ab.
Nach dem Mahl war ich Müde und es gelang mit tatsächlich einige Stunden zu schlafen. Als erfahrener Flugreisender hatte ich natürlich mein persönliches Nackenkissen dabei und die von Air Berlin ausgegebene Decke wärmte ausreichend meine nur mit einer halblangen Hose bekleideten Beine, während wir auf 10.000 Metern über den Atlantik flogen. Einige etwas unruhige Phasen aufgrund von durchflogenen Unwettern störten mich kaum. Außerdem gab es im Entertainment-System wenig weitere interessante Filme. Obwohl die vier oder fünf ägyptischen Action-Komödien, die angeboten wurden meinen filmischen Horizont vielleicht erweitert hätten – ich habe bisher noch keinerlei Filme aus ägyptischer Produktion gesehen. Aber für dieses Wagnis war ich dann doch zu müde. 😉
Kurz vor der irischen Küste erwachte ich dann wieder aus meinem einigermaßen erholsamen Schlaf.

36 - Flugstrecke POP -> DUS

Kurz vor der Landung wurde schließlich noch ein Frühstück serviert.

37 - Frühstück - Air Berlin - Flug POP -> DUS

Zu je einem dunklen und einem hellen aufgetoasteten Brötchen gab es eine große Scheibe Schinken, etwas Weich- und Scheibenkäse, eine kleine Portion Butter, Erdbeermarmelade, einem Becher Erdbeerjoghurt, zwei kleinen Scheiben dunkler Schokolade sowie einem Schälchen Orangensaft. Dazu nahm ich mir einen Becher schwarzen Kaffee – es war inzwischen 5:45 Uhr europäische Zeit.
Kurz nach Ende des Frühstücks wurde die Anschnallzeichen auch schon wieder eingeschaltet und der Landeanflug auf den Düsseldorfer Flughafen begann. Und wir landeten sogar einige Minuten früher als auf dem Flugplan angegeben. Allerdings kam das Flugzeug auf dem Rollfeld zum stehen und wir mussten über eine Treppe in Busse umsteigen, die uns wiederum zum eigentlichen Terminal brachten – wodurch die gewonnene Zeit wieder verloren ging.

38 - Ankunft in Düsseldorf / Arrival in Dusseldorf

Aber mir war das egal, ich hatte sowieso eine lange Wartezeit bis zu meinem Weiterflug nach München vor mir. Nachdem ich die elektronischen Passkontrollen passiert hatte, musste ich erst einmal ein Feuerzeug besorgen, denn mein letztes Feuerzeug war in der Dominikanischen Republik verblieben, da im dortigen Flughafen solche Dinge noch immer verboten waren – im Gegensatz zu deutschen Flughäfen, wo solche Verbote ja inzwischen wieder gelockert worden waren. Und während ich meine Sucht befriedigte, erreichte mich ganz unerwartet ein Anruf auf Skype: Meine Begleitung aus der Karibik war tatsächlich so lange wach geblieben, um sich bei mir zu erkundigen ob ich gut angekommen war. Es war dort inzwischen etwa 1:00 Uhr Nachts. Nachdem ich ihr versichert hatte, dass alles gut verlaufen war, entließ ich sie in die verdiente Nachtruhe. Und ich selbst kümmerte mich um ein weiteres Frühstück und einen Kaffee, wozu eines der Bistros im Düsseldorfer Flughafen sehr geeignet erschien. Zu einem koffeinhaltigen Heißgetränk orderte ich mir ein Focaccia mit Pfeffersalami, Frischkäse und Salat, das man für mich heiß machte. War recht lecker, auch wenn sich bei warmen Ruccola-Salat die Geister mit Sicherheit scheiden. Dass das ganze 11 Euro kostete, ist natürlich der Location am Flughafen geschuldet – hier kriegt man nun mal nichts zu günstigen Preisen.
Am Gate B36 waretete derweil bereits ein Airbus A320, der mich nach München bringen sollte. Aber leider erst gegen 9:45 Uhr.

40 - Air Berlin - Airbus A320 - Flug DUS -> MUC

Die letzte dreiviertel Stunde bis zum Beginn des Boarding verbrachte ich schließlich im Wartebereich am Gate. Pünktlich begann man die Passagiere in dasFlugzeug zu lassen und wir hoben wenig später mit nur 1-2 Minuten Verspätung vom Flughafen Düsseldorf in Richtung München ab. Der etwa einstündige Flug verlief aber vollkommen ereignislos.

41 - Rückflug nach München / Flight to Munich

Und ich hatte nach der Ankunft Glück, denn mein Gepäck kam relativ früh aus den Tiefen des Flughafens auf das Gepäckband, so dass ich mich zeitnah auf dem Weg zur nahen S-Bahnhof machen konnte.

42-Ankunft-in-München

Vom Flughafen aus ging es direkt nach Hause, ich war wirklich Müde und brauchte noch ein paar Stunden Schlaf, damit ich morgen wieder meiner regulären Arbeit nachgehen konnte. Damit endete mein, wenn ich mich nicht irre, zehnter Ausflug in die Karibik endgültig. Aber ich werde bald wieder dorthin reisen, so viel steht fest…

Austern in Cabarete, Geburtstagsparty & am Strand in Puerto Plata [29. & 30.07.2017]

Sunday, July 30th, 2017

Heute war nun der große Tag der Party, jedoch gab es nicht mehr viel vorzubereiten, daher entschlossen wir uns bis in den Nachmittag hinein ein wenig am Strand von Cabarete westlich von Puerto Plata abzuhängen. Cabrete ist genau wie Sosua ein typischer Touristen-Ort an der Strandpromenade sowie am Strand ziehen sich Bars, Restaurants und Andenkengeschäfte entlang, außerdem gibt es natürlich viele Hotels und Unterkünfte aller Art. Allerdings scheint jetzt eher Nebensaison zu sein, denn es ist hier viel zu heiß und nur wenige Touristen tummelten sich in den Etablisments – nur die Kite Surfer waren wie üblich in Cabarete zahlreich und der Wind wehte kräftig vom Atlantischen Ozean und brachte neben guten Wetterverhältnissen für diese Sportart auch etwas Erfrischung für die wenigen Strandgäste wie uns.

16 - Kite Surfers in Cabarete

Da nur wenige andere Touristen am Strand saßen, stürzten sich aber leider auch die dennoch zahlreichen Strandverkäufer regelrecht auf uns. Es vergingen selten zehn Minuten dass man uns nicht Schmuck, Zigarren oder Lebensmittel anbot. Auf Wunsch meiner Begleitung griffen wir schließlich bei einem Verkäufer zu, der unter anderem frische Austern anbot. Ich hatte seit Ewigkeiten keine Austern mehr gegessen, daher war ich der Sache nicht ganz abgeneigt. Die Austern wurden am Tisch mit einem Messer geknackt und mit frisch gepressten Limonensaft garniert, bevor sie an uns weiter gereicht wurden.

17- Austern in Cabarete / Oysters in Cabarete

Ich bin aber weiterhin der Meinung, dass man bei Austern nur wenig vom Eigengeschmack dieser Muscheln schmeckt, einen großen Teil des Geschmacksmacht der Limonensaft aus. Aber lecker sind sie, in solch frischem Zustand, allemal. Einziger kleiner Wermutstropfen waren die kleinen Splitter der Schale, die manchmal in das Muschelfleisch gerieten. Aber wir aßen dennoch bestimmt insgesamt an die zwanzig Stück davon.
Schließlich verließen wir Cabarete und kehrten in unsere Unterkunft zurück. Meine Begleiterin, das Geburtstagskind, musste sich noch umziehen und ließ sich noch die Haare richten. Das zog sich hin und es war beriets nach 21:00 Uhr, als wir schließlich in Richtung Puerto Plata aufbrachen, um die Torte abzuholen. Auf dem Weg dorthin holten wir noch einige der Gäste ab, die mit uns zur Ziellocation fahren sollten. Ich als Deutscher hatte ständig im Hinterkopf, dass bei all der Trödelei wir niemals rechtzeitig ankommen würden – aber die Einheimischen hatten hier die Ruhe weg und wir schafften es tatsächlich, noch rechtzeitig den Kuchen abzuholen und am Ziel anzukommen. Die fertige Torte machte übrigens einiges her. Und da ich mich gestern beschwert hatte, dass ich so lange am Strand alleine gelassen worden war, zierte als kleine Entschädigung mein Initial sogar noch zusätzlich zum Initial des Geburtstagskindes die Torte.

18 - Geburtstagstorte

Über den eigentlichen Veranstaltungsort kann ich zwar einiges erzählen, allerdings habe ich das wichtigste von allen nicht herausfinden können: den Namen des Musikclubs. Es handelte sich dabei um eine im ersten Obergeschoss eines Gebäudes befindliche Art Discothek, in der aber natürlich vornehmlich die lokal beliebten Musksorten wie Merengue, Bachata und Reggeaton gespielt wurden. Der Ort war ganz normal geöffnet und gut gefüllt, für die Feiernden der Party hatte man jedoch die sogenannte VIP Lounge, eine Empore mit weißen Sitzmöbeln oberhalb der Tanzfläche reserviert. Es gab rosa Champanger und natürlich viel Bier, vor allem die lokale Marke Presidente und das hier ebenfalls sehr beliebte Corona. Außerden wurde natürlich getanzt, viel getanzt.

19 - Party in Puerto Plata

Der Abend war bereits weit fortgeschritten und die Torte hatte bereits erste Kollateralschäden hinnehmen müssen, als wir gegen kurz vor 3:00 Uhr endlich drei Funkenfontänen in den Kuchen gesteckt und angezündet wurden, um das Geburtstagskind noch einmal hoch leben zu lassen.

20 - Geburtstagstorte 21 - Feuerwerk auf Geburtstagstorte / Fireworks on birthday cake

Nachdem die Lichter abgebrannt waren, wurde der Kuchen schließlich unter den Anwesenden aufgeteilt. Jetzt beim zerlegen sah man auch, dass hier viel mit Holzstäbchen, Strohhalmen und einer Styroporplatte getrickst worden war, um den Kuchen stabil zu halten. Nach Aufteilung eines Teils des Kuchens, die Reste nahmen wir mit nach Hause, löste sich die Party dann schließlich auf und es muss schon fast vier Uhr gewesen sein, also wir schließlich in die Betten fielen und fast unmittelbar einschliefen.
Verständlicherweise begann der nächste Tag daher auch erst gegen Mittag. Wir aßen zu Hause ein Sandwich und brachen dann in Richtung Puerto Plata auf – denn ich hatte bisher die Strände in Sosua und Cabarete zwar ausführlich erkunden können, war aber noch nie in der Provinzhauptstadt am Meer gewesen. Das sollte sich heute ändern. Am westlichen Ende der Stadt bogen wir in Richtung der dort gelegenen Playa Costambar ab. Durch ein bewachtes, aber offenes Tor kamen wir in ein Gebiet, in dem wohl vornehmlich Luxus-Ferienhäuser angesiedelt waren. Alle fünfhundert Meter waren hier Bremsschwellen in die Straße eingelassen, so dass es größtenteils nur in Schrittgeschwindigkeit voran ging. Nachdem wir direkt an der Strandpromenade das Auto auf einem bewachten Parkplatz im Schatten einiger Bäume abgestellt hatten, erkundeten wir den nahgelegenen, mit zahlreichen Palmen schattig bewachsenen Strand, an dem sich natürlich einige Bars und Restaurants befanden. Das Publikum hier schien aber eher einheimischer Natur zu sein, ich sah weniger westliche Touristen. Schließlich ließen wir uns in einer Bar mit Namen “El Carey” nieder und bestellten einige Getränke. Von dessen Terasse hatte man einen schönen Blick auf einen Teil des Ozeans, in dem sich zahlreiche Badegäste tummelten.

22 - Am Strand in Puerto Plata / At the beach in Puerto Plata

24 - Badende am Strand in Puerta Plata / Bathing at beach in Puerto Plata

Natürlich wurde auch hier wieder viel einheimische Pop-Musik gespielt und es wurde natürlich auch wieder gerne und viel getanzt – das gehört in der Karibik scheinbar einfach zum Lebensgefühl. 😉

23 - Tanz im El Carey / Dance in El Carey

Am späteren Nachmittag machten wir uns dann auf den Rückweg, legten allerdings noch einen kleinen Zwischenstop in der Pizzeria San Fernando in der Camino Real in Puerto Platas Innenstadt ein – ein Schnellrestaurant das ich ja bereits hier und dort erwähnte hatte – um einen Abendsnack zu uns zu nehmen. Ich entschied mich dabei für eine “kleine” Pizza Salsiccia Italiana für 320 Pesos, die in relativ kurzer Zeit frisch für mich zubereitet wurde.

25 - Pizza Salsicca Italiana - Puerto Plata

Neben Stücken von verschiedenen Wurstsorten wie Salami und Mortadella bestand der Belag aus Zwiebeln, Mais, Tomaten und natürlich viel Käse. Definitiv kein leichter Genuss, aber dennoch – oder gerade deswegen? – sehr lecker.
Wieder im Appartment angekommen, standen wir vor dem Problem war wir mit dem vielen restlichen Kuchen von gestern machen sollten, der noch immer im Kühlschrank wartete. So kam es zu der Entscheidung, in den nahegelegenen, etwas einfachereren Teil von Cangrejo zu fahren und die dortigen Leute, vor allem die Kinder, mit den Resten der riesigen Torte zu beglücken. Und unser Geschenk wurde natürlich dankbar angenommen. 🙂

26 - In Cangrejo 01 27 - In Cangrejo 02

Hinzu kam, dass ich als “Blanco” scheinbar eine ziemlich Attraktion für die Jungen und Mädchen war – viele Touristen kommen hier nämlich bestimmt nicht her.
Am späteren Abend verschlug es uns dann schließlich noch einmal nach Cabarete. Wobei Nachtfahrten in der Domnikanischen Republik etwas sind, was ich selbst meinem schlimmsten Feind nicht wünsche. Die Menschen hier fahren ja schon Tagsüber als gäbe es kein Morgen und überholen selbst in Hochrisikosituationen gnadenlos. Hinzu kommen die vielen Motorradfahrer, die weder rote Ampeln noch irgend welche anderen Verkehrsregeln berücksichtigen. Aber Nachts ist wirklich die Hölle, denn das Fernlicht bleibt bei den meisten Autos scheinbar immer eingeschaltet, egal ob jemand entgegen kommt oder nicht. Und als wäre das noch nicht genug, montieren sich viele Fahrer noch riesige, ultrahelle LED-Panels am Frontgrill oder auf dem Dach, die den Gegenverkehr noch zusätzlich zu blenden. Es macht Nachts wirklich keinen Spaß, in der Dominikanischen Republik über Land zu fahren. Aber dennoch kamen wir schließlich unbeschadte in Cabarete an und begaben uns in eine der Standbars, die jetzt kurz vor Mitternacht zu einer Diskothek mit Türstehern mutiert war.

28 - Nacht in Sosua / Night in Sosua

Am Stand war weniger los, aber im Gebäude wurde auch hier wieder viel getanzt und natürlich getrunken. Lange blieben wir aber nicht, denn leider war ja morgen bereits meine Rückreise angesetzt und ich hatte noch einiges zu packen. Daher kehrten wir schließlich schweren Herzens in die Unterkunft zurück.

Flug nach Puerto Plata / Tag am Strand [27. & 28.07.2017]

Friday, July 28th, 2017

Es war mal wieder soweit, mein Weg sollte mich erneut in die Dominikanische Republik führen. Grund war eine Einladung zu einem Geburtstag, der am Samstag dort gefeiert werden sollte, also hatte ich noch ein paar Tage meines nicht mehr sehr reichhaltigen Resturlaubs zusammengekratzt und begab mich – nach viel zu wenig Schlaf – mit gepacktem Koffer um etwa 3:30 Uhr zum S-Bahnhof Leuchtenbergring in München, um mit der ersten S-Bahn der Linie S8 zum Münchner Flughafen zu fahren.

01 - Am S-Bahnhof München

Durch die noch fast leeren Gänge des Münchner Flughafens ging es vom S-Bahnhof in den Terminal 1 zum Check-In-Schalter von Air Berlin. Trotz der in der Presse breit ausgeführten Probleme dieser aktuell in finanziellen Schwierigkeiten steckenden Fluglinie hatte ich bereits vor Wochen wieder meinen Flug in die Dominikanische Republik hier gebucht, denn Air Berlin hatte mich bisher nur wenig enttäuscht. Außerdem erreicht ich mit diesem Flug meinen Silver-Status als Vielflieger – das wollte ich natürlich nicht verpassen. 😉
Es war kurz nach vier Uhr früh, als ich am Schlater ankam, doch ich war nicht ganz der erste, einige Leute hatten sich bereits am noch geschlossenen Schalter bereits angestellt. Ich hatte natürlich bereits online über meine Mobiltelefon-App eingecheckt, musste aber noch meinen Koffer abgeben und meine Bordkarte erhalten.

02 - CheckIn - AirBerlin - Flughafen München

Nachdem ich die Bordkarte erhalten hatte und durch die Sicherheitskontrollen in den Abflugbereich gekommen war, hatte ich noch über 1,5 Stunden Zeit bis zum Abflug um 6:30 Uhr bzw. Beginn des Boardings um 5:45 Uhr. Also trieb ich mich etwas herum und bekam dabei auch gleich etwas Appetit, weswegen ich mir eine Salamibrezel und einen großen Kaffee an einen der dortigen Verkaufsstände holte – zum stolzen Preis von 11 Euro – aber das war im Flughafen nicht anders zu erwarten gewesen.

03 - Salamibrezel & Kaffee - Flughafen München

Dafür war die Brezel zumindest angenehm frisch und die Garnitur aus Frühlingszwiebeln gab ihr eine sehr leckere Note. Und auch der Kaffee war sehr gelungen. Bei den Preisen hatte ich das aber auch nicht anders erwartet.
Schließlich begann pünktlich das Boarding und mit nur wenigen Minuten Verspätung hob der Airbus A300 dann auch um kurz nach halb sieben vom Münchner Flughafen in Richtung Düsseldorf ab.

04 - Abflug von München

Nach etwa einer Stunde Flug landeten wir dann sicher in Düsseldorf und ich hatte noch viel Zeit bis zum Abflug meines eigentlichen Fluges nach Puerto Plata, der um 11:20 Uhr starten sollte. Somit begann ein langes Warten, das ich damit überbrückte dass ich noch einmal über Skype mit meinem Kontakt in Puerto Plata sprach, mich mit verschiedenen Dingen im Duty Free Shop des Flughafens eindeckte und noch die eine oder andere Zigarette in der Raucher-Lounge genoss. Schließlich begab ich mich zur Passkontrolle in Richtung es Gate B35 und wartet die letzte dreiviertel Stunde, bis das Boarding endlich begann.

05 - Gate B35 - Flughafen Düsseldorf

Vom Abflugterminal stiegen wir hinunter auf das Rollfeld, wo Busse auf uns warteten, die uns zum etwas abseits stehenden Flugzeug brachten. Das hatte ich so bisher nicht erlebt, aber alles war gut durchorganisiert und funktionierte ohne Probleme.
Die lange Strecke wurde wie üblich mit einem Airbus A330 bestritten. Ich hatte ein paar Euro mehr investiert und mir einen XL-Sitz in der ersten Reihe der Economy Class am Notausgang reserviert. Das Versprach mehr Beinfreiheit und Komfort während des fast neunstündigen Flugs. Bereits kurz nach dem Start wurde dann das erste Mahl serviert. Man konnte zwischen vegetarischer Pasta und Hähnchen wählen, wobei ich mich für das Hähnchen entschied. Dabei handelte es sich um Hähnchenbrustfilet mit Zitronen-Thymian-Sauce, das mit Möhren und Kartoffelgratin serviert wurde. Dazu gab es außerdem einen Salat mit Kräuterkäse, etwas Käsekuchen, Wasser und ein paar Cracker.

06 - Hähnchenbrustfilet mit Zitronen-Thymian-Sauce - Air-Berlin

Ich fand die Zusammenstellung sehr gelungen. Natürlich handelte es sich um aufgewärmtes Essen, aber geschmacklich gab es aus meiner Sicht nichts daran auszusetzen.
So gestärkt nutzte ich die nächsten Stunden zuerst mit etwas Schlaf, dann sah ich mir auf dem Unterhaltungssystem den Trickfilm “as Boss Baby” an und versuchte dann noch ein weiteres Mal, ein wenig die Augen zu schließen. Außerdem wurden die Formulare für die Einreise verteilt, die ich natürlich pflichtbewußt ausfüllte.

07 - Flug nach Puerto Plata

Etwa eine Stunde vor der Landung servierten die Flugbegleiter noch eine zweite, kalte Mahlzeit in Form von Würstchen mit Kartoffelsalat. Dazu gab es Schoko-Kirsch-Kuchen, Frischkäse und wiederum Cracker. Kaum war ich mit diesem Mahl fertig, wurden die Anschnallzeichen auch schon eingeschaltet und der Landeanflug auf Puerto Plata begann.

09 - Anflug auf Puerto Plata 01 10 - Anflug auf Puerto Plata 02

Da ich ziemlich weit vorne saß, konnte ich das Flugzeug direkt nach den Insassen der Business Class recht früh verlassen und kam an die Kontrollen, bevor die Massen hier ankamen. Für 10 Euro erhielt ich die Tourist Card, dann ging es zur Passkontrolle und schließlich zum Band der Kofferausgabe. Und dort verlor ich meinen Vorsprung komplett wieder, denn mein Koffer kam als einer der letzten aus den Tiefen des Flughafens von Puerto Plata.
Jetzt musste ich nur noch die aufdringlichen Kofferträger an der Zollkontrolle abwehren, danach verließ ich schließlich das Flughafengebäude und wurde dort schon erwartet. Mit dem bereitstehenden Mietwagen, einem Kia, ging es direkt zur Unterkunft. Jetzt brauchte ich erst einmal eine Dusche.
Später am Nachmittag gönnte ich mir noch ein Gericht, das ich hier in der Dominikanischen Republik zu schätzen gelernt hatte: Yaroa.

11 - Yaroa

Auf einer mit Ketchup und Mayo garnierten Portion Pommes Frites ruhte dieses Mal – im Gegensatz zu früheren Versionen, wo es Hackfleisch gewesen ist – eine Portion Pulled Chicken, das wiederum mit Käse überbacken wurde. Kein leichter Genuss, aber immer wieder lecker. Ich muss das unbedingt bei Gelegenheit mal nachkochen – natürlich in einer Deluxe-Version.
Danach ging es früh ins Bett, ich war einfach zu geschlaucht von der langen Reise.
Der nächste Tag sollte für mich hauptsächlich am Strand von Sosua stattfinden. In Vorbereitung für die morgige Geburtstagsfeier hatte meine Gastgeberin Termine beim Friseur und im Nagelstudio, also wurde ich – gemeinsam mit einem Neffen und einer Nichte von ihr – am Strand von Sosua abgeladen

12 - Sosua Beach 01
13 - Sosua Beach 02

und verbrachte dort die nächsten Stunden in Sonne und bei einigen alkoholfreien Fruchtpunschen sowie einem ausgiebigen Brunch, bzw. späten Frühstück.

14 - Breakfast at Sosua Beach

Ansonsten geschah wenig berichtenswertes an diesem Tag, es gab noch ein paar Vorbereitungen für Morgen zu treffen, aber das ist eher uninteressant für diesen Blogeintrag. Einzig erwähnenswert wäre noch unser Besuch im der Panderia Pasteleria Tio Pan in Puerto Plata, wo wir eine mehrstöckige Torte für morgen bestellten – denn eine solche Torte scheint hier in der Dominikanischen Republik einfach zu einer Geburtstagsfeier dazu zu gehören.

15 - Panderia Pasteleria Tio Pan - Puerto Plata

Mehr dann also Morgen, vom Tag der Party.

Erneuter Aufbruch nach Puerto Plata [11.04.2017]

Tuesday, April 11th, 2017

Für das Osterfest in diesem Jahr hatte ich mir mal etwas besonderes überlegt und beschlossen, es in der Karibik oder besser gesagt in der Dominikanischen Republik zu verbringen. Der Preis für den Flug bei der von mir bevorzugten Fluglinie Air Berlin war zwar ziemlich happig, aber ich war dennoch bereit das Geld auszugeben, um mal wieder etwas mehr Sommer zu erleben. Heute, am Dienstag dem 11. April ging es nun also los und wie üblich verzichtete ich darauf, in der Nacht zu schlafen und machte mich bereits um kurz vor vier Uhr früh auf den Weg zum S-Bahnhof, um mit der S8 in Richtung des Flughafens zu fahren.

S8 Richtung Flughafen - München

Die Fahrt dorthin in der relativ leeren S-Bahn verlief ereignislos und auch auf dem Weg durch die verwaist wirkenden Gänge des Flughafens zum Check-In-Schalter von Air Berlin passierte nichts erwähnenswertes.

Airport Munich

Allerdings wurde als Sondermeldung in der iPhone-App von Air Berlin bereits seit gestern angezeigt, dass es bei Personen welche die EU verlassen zu intensiveren Passkontrollen mit Suche in allen Fahndungsdatenbanken kommen würde und dass man sich auf längere Wartezeiten einstellen müsste. Und ich hatte ursprünglich den Flug um 8:20 Uhr von München nach Düsseldorf gebucht, mit dem ich allerdings nur knapp 45 Minuten Zeit zwischen Ankunft und Abflug haben würde. Und ein Kollege hatte mich gestern mit der lapidaren Bemerkung: “Na, das wird aber knapp!” auch noch zusätzlich etwas in Unruhe versetzt, weswegen ich nun hier am Flughafen versuchte, meinen Verbindungflug auf den früheren 6:30 Uhr Flug umzubuchen. Zum Glück war der zugehörige Schalter, der gegenüber des Check-Ins lag, so früh bereits besetzt und die dortige Dame machte es, natürlich gegen Aufpreis, tatsächlich möglich dass ich zwei Stunden früher flog – auch wenn ich dafür einen Business-Class Platz nehmen musste. Aber lieber ein paar Euro mehr bezahlt als den Flug verpassen – so dachte ich zumindest.
Der eigentlich Check-In ging dann relativ schnell und auch die Sicherheitskontrolle verlief ohne Probleme, so dass ich schließlich endlich im Sicherheitsbereich angekommen mich dazu entschloss, mich erst einmal mit einem Kaffee und einem kleinen Snack in Form einer Laugenstange mit Wachholderschinken zu stärken. Den Preis von fast zehn Euro für beides nahm ich zähneknirschend in Kauf.

Pretzel stick with ham & coffee / Laugenstange mit Wacholderschinken & Kaffee @ Airport Munich

Dann ging es zum Abfluggate, wo nach einigem Warten schließlich das Boarding startete. Der Flug im kleinen Airbus A320 nach Düsseldorf, der weniger als eine Stunde dauerte, verlief ereignislos und dort angekommen machte ich mich sogleich auf den Weg zu den Passkontrollen, um keine Zeit zu verschwenden. Doch dort angekommen, fühlte ich mich ziemlich verarscht, denn es war absolut NICHTS los dort. Es hätte eigentlich nur noch der vetrocknete Busch gefehlt, der vor den Passkontrollschaltern über den Boden geweht wird, um die Farce komplett zu machen. Ich sprach den freundlichen Bundespolizisten auch noch einmal darauf an, während er meinen Reisepass kontrollierte, aber der winkte nur ab. Ich hatte den Aufpreis für den früheren Flug mir also sparen können – sehr ärgerlich. Aber ich nahm es mit Humor und nutzte die Zeit, noch ein wenig im Duty Free Bereich des Düsseldorfer Flughafens zu Shoppen, bevor ich mich schließlich zum Gate C35 begab, wo bereits mein Airbus A330 in Richtung Puerto Plate vorbereitet wurde.

Air Berlin Airbus A330 to Puerto Plata @ Airport Düsseldorf

Nicht aus Hunger, sondern wohl eher aus Langeweile orderte ich mir in den zwei Stunden Wartezeit bis zum Abflug sogar noch eine Currywurst mit Brötchen für etwa fünf Euro an einem der Tresen im Abflugterminal.

Currywurst & Brötchen @ Airport Düsseldorf

Dann endlich begann das Boarding und ich hatte mir für diesen Langstreckenflug mal etwas besonderes gegönnt. Ein Platz in der Business-Class war mir zwar zu teuer gewesen, aber ich hatte mir einen XL-Sitzplatz mit besonders viel Beinfreiheit direkt am Fenster reserviert. Das kostete zwar 75 Euro extra, aber so würde ich wenigstens meine Ruhe haben und ein wenig schlafen können – so hoffte ich.

AB 7382 to Puerto Plata @ Airport Düsseldorf

Nach Abschluss des Boardings machte sich der Airbus auf den Weg zur Startbahn und hob wenig später ab. Während wir immer weiter in den Himmel stiegen, dachte ich so bei mir, dass jetzt eigentlich nichts mehr passieren kann. Doch ich sollte mich geirrt haben. Noch während des Steigfluges auf Reiseflughöhe ging ein Ruck durch das Flugzeug, wenig später folgte ein zweiter Ruck und wir bemerkten schließlich, dass der Pilot begann den Steigflug abzubrechen. Dann erklang die Stimme des Kapitains in der Passierkabine und verkündete, dass beide Autopiloten des Airbus ausgefallen seien und dass die Flugkontrolle es nicht zuließ, dass man ohne Autopilot über den Atlantik flöge. Daher müsse man nun zum Flughafen Düsseldorf zurückkehren und dort alles überprüfen lassen.
Weiter erfuhren wir erst einmal nichts, während des Flugzeug weiter sank und über eine große Schleife zum Flughafen zurückkehrte.

Return to Airport Düsseldorf

Rückkehr nach Düsseldorf

Wieder gelandet fuhren wir allerdings nicht zurück zum Terminal, sondern zu einem der Hangars von Air Berlin, vor dem wir parkten während eine Treppe ans Cockpit gefahren wurde und einige Techniker an Bord kamen. Die Passagiere sollten erst einmal sitzen bleiben. Ich befürchtete etwas, dass ich die Nacht hier in Düsseldorf verbringen und erst morgen früh nach Puerto Plata käme, denn eine zweite Treppe für die Passagiere wurde wenig später heran gefahren.

At the Air Berlin Repair Hangar

Doch nach einer bangen Stunde verkündete der Pilot schließlich, dass man das Problem habe beheben können und dass wir nun zu unserem eigentlichen Flug aufbrechen würden. Wenig später stiegen wir dann wieder in den Himmel und erreichten schließlich unsere Reiseflughöhe von 10.000 Metern, wo das Boardpersonal sogleich damit begann, Getränke auszuteilen und wenig später auch schon das erste, warme Menu zu servieren. Es bestand die Auswahl zwischen einem vegatarischen Pasta- und einem Geflügel-Gericht, wobei ich mich natürlich für das Geflügel entschied.

Chicken meat loaf with spaetzle & onion sauce / Geflügelhackbraten mit Knöpfle & Zwiebelsauce

Dieses entpuppte sich als Geflügelhackbraten mit Knöpfle, Zwiebelsauce und grünen Bohnen, dazu wurde Käse, einige Cracker und ein Dessert in Form eines Beerenmousses serviert. Das Hauptgericht war natürlich aufgewärmt, aber Qualitativ durchaus hochwertig. Ich war auf jeden Fall damit sehr zufrieden.
Nach dem Essen sah ich mir einen der Filme aus dem Entertainment-Angebot – Marvels Dr. Strange mit Benedikt Cumberbatch – an, außerdem füllte ich die Einreiseformulare aus, die man im Flugzeug verteilte. Dann versuchte ich etwas zu schlafen, was mir auch für einige wenige Stunden gelang. Als ich wieder aufwachte, hatte man wohl bereits die zweite Mahlzeit serviert gehabt, doch eine des Stewardessen hatte mir glücklicherweise etwas zurückgelegt, so dass ich doch noch in den Genuss der zweiten, kalten Mahlzeit kam.

Chicken breast & noodle salad / Hähnchenbrust & Nudelsalat

Es handelte sich um eine marinierte, gebratene und wieder erkaltete Hähnchenbrust mit etwas Nudelsalat, einem Stück Käsekuchen, ein wenig Frischkäse und wieder Crackern, dazu gab es noch Wasser, einen Kaffee und Orangensaft als Getränke.
Wenig später verließ der Flieger auch schon seine Reiseflughöhe und setzte zur Landung am Flughafen Puerto Plata an – mit fast drei Stunden Verspätung.

Anflug auf Puerta Plata / Arrival at Puerto Plata

Zum Glück kam ich recht früh aus dem Flugzeug und konnte mich weit vor den Pulk an Fluggästen setzen, so dass ich schnell das “Eintrittsgeld” in Form von 20 Dollar für die Tourist-Card bezahlen, dann die Passkontrolle passieren konnte und schließlich am Gepäckband ankam, das gerade angelaufen war und die ersten Koffer ausspuckte. Leider musste ich hier recht lange warten, bis endlich auf mein guter alter Samsonite aus dem Tiefen des Flughafens nach oben befördert wurde, aber das machte nicht viel aus, da am Zoll scheinbar niemand kontrollierte.
Ich brauchte also nur noch die aufdringlichen Kofferträger abwimmeln, die sich sogleich bemühten mir den Koffer wieder zu entreißen, um sich damit ein paar Pesos zu verdienen.
Und draußen empfing mich nicht nur eine feuchte Hitze, sondern auch einige Personen die mich begrüßten und abholen wollten. Somit war alles letztlich doch noch gut ausgegangen und wir fuhren gemeinsam zur Unerkunft, wo ich mich erst einmal von der anstrengenden und langwierigen Anreise erholen konnte.