Archive for the ‘software’ Category

ShowMyPC

Wednesday, July 18th, 2007

ShowMyPC ist ein Programm, mit dessen Hilfe man seinen Desktop übers Internet einer anderen Person anzeigen kann – gesichert über SSH und Passwort. Und das beste: es handelt sich dabei um ein Open Source Projekt und ist daher (momentan noch?) kostenlos. Ähnliche Anwendungen kannte ich bisher nur kostenpflichtig. Kleiner Nachteil: Aktuell gibt es nur eine Windows-Version – Releases für MacOS (*lechz*) und Linux sind geplant – jedoch leider ohne verbindlichen Zeitrahmen. Ich kann mir gerade im Gespräch mit Kunden oder auch in den vielen Privat-Supportfällen Anwendungsbereiche für ein solches Tool vorstellen. Mit Proxys soll es gem. Angaben der Entwickler zwar nicht laufen, jedoch kommt es angeblich mit Firewalls zurecht. Muß ich bei Gelegenheit mal testen – und sei es aus einer Windows VM von OS X aus. 😉

[via]

DivX 6.6 kostenlos

Friday, June 8th, 2007

Für kurze Zeit bietet DivX seine aktuelle DivX Version 6.6 kostenlos im Netz für Windows und Mac an – das einzige was man dazu angeben muß ist eine gültige Email-Adresse, an welche der Lizenzcode geschickt werden kann. Wer also unter keiner zu ausgeprägte Spam-Phobie leidet, sollte jetzt zuschlagen.

PS: Alternativ kann man natürlich auch eine Wegwerf-Emailadresse von trash-mail.de verwenden. (ungetestet)

Joost – ein Erfahrungsbericht

Friday, May 18th, 2007

Habe Joost nun bereits einige Tage in Betrieb und möchte die Zeit nun nutzen, mal meine bisherigen Erfahrungen hier niederzuschreiben. Wie die meisten wohl wissen handelt es sich bei Joost (ehemals als “Venice Project” bekannt) um einen durchaus interessanten Ansatz einer Internet-TV Implementierung auf Basis eines P2P-Clients. Das heißt daß die Videos nicht ausschließlich auf zentralen Servern gespeichert sind, sondern auch von den Clients die sie empfangen weiter verteilt werden. Unter Berücksichtigung der Tatsache, was für Datenmengen für ein qualitätsmässig einigermaßen aktzeptables Video gestreamt werden müssen, eine wirklich sinnvolle Idee. Außerdem kommt der H.264 MPEG4 Codec bei Joost zum Einsatz, der im Vergleich zu MPEG-2 das Datenvolumen auf etwa ein Drittel reduziert.

Installation:
Meine erste Idee war das ganze auf meinem G5 zum Einsatz zu bringen, der ja inzwischen immer mehr zu meinem privaten Media-Center mutiert. Aber leider hatte ich dabei eine Tatsache übersehen: Neben dem Windows-Client existiert derzeit nur ein Mac OS X Client für Intel-Prozessoren – der Client für PowerPC ist wie jener für Linux-Betriebssysteme noch in Entwicklung. Also mußte das gute MacBook Pro für den Test herhalten. Wie beim Mac in den meisten Fällen üblich bestand der Download dabei aus einem .dmg File, aus dem man nach dem Mounten einfach via Drag & Drop das Programm in seinen Programme-Ordner zieht. Damit war die Installationsprozedur bereits beendet.

Betrieb:
Beim ersten Start meldete sich natürlich erst einmal Little Snitch um mir anzuzeigen, daß hier jemand ins Internetz connecten wolle. Nachdem ich für jeden Server die Verbindung freigegeben hatte, konnte ich bald einen ersten Blick auf die im ersten Moment sehr aufgeräumt wirkende Oberfläche (im Fullscreen-Modus) werfen.


Joost Applikation – Klick für größeres Bild

Diese besteht vornehmlich aus drei Elementen: dem linken Button für die Kanalliste, den rechten Button mit Titel “MyJoost” und dem Player. Ganz oben wird der aktuelle Kanal angezeigt und rechts daneben wird ein rundes Symbol angezeigt, welches die Controls ausblendet. Klickt an in den Abspielbereich, verschwinden diese ebenfalls ohne daß man mit dem Mauszeiger bis in die obere rechte Ecke fahren muss.

Kanalliste
Ein Klick auf den linken Button öffnet die Kanalliste im Zentrum des Bildschirms. Die Kanäle scrollen dabei sozusagen “im Kreis”, also wenn man unten angelangt ist, fängt die Liste wieder von oben an und durch einmaligen Klick auf einen Kanal bekommt man die in ihm angebotenen Sendungen zu sehen. Zu jeder Sendung sind dabei über einen mit “I” versehenen Button Informationen abzurufen oder man kann die Sendung über einen Doppelklick (oder einfachen Klick auf den Play-Button) starten.


Kanalliste – Klick für größeres Bild

Neben verschiedenen Kanälen mit Musik oder Sportsendungen finden sich in der Liste auch Dinge wie “Guinness Record TV” mit Weltrekordversuchen, “SciFi Atlantis” mit (B-Klasse) Science Fiction Sendungen oder “Braindead” mit amerikanischen Polizei-Verfolgungen sowie einer Sendung ähnlich dem von MTV bekannten “JackAss”. Ein kleines Highlight ist dabei wohl der Lassie-Channel mit den alten Schwarzweiß-Episoden dieser Serie. 😉 Es sei zu erwähnen, daß man jede dieser Sendungen zu jeder Zeit abrufen kann, also nicht an irgendwelche Sendungszeiten gebunden ist. Was ich etwas bedauerte war die Tatsache, daß die National Geographics Sender hier nicht verfügbar sind – und im Vergleich zur der Liste bei Joost.com erschien mir die Kanalliste doch sehr viel kürzer als das, was dort als “Worldwide” gekennzeichnet ist. Aber nach etwas genauerem hinsehen fand ich schnell den Channel Catalog, der alle weiteren Kanäle beinhaltet, die man aus dem Katalog schnell in die Liste hinzufügen (oder entfernen kann).


Channel Catalog – Klick für größeres Bild

Das Verwalten der Channels gestaltet sich als recht einfach – man wählt den gewünschten Kanal aus und bekommt eine Detailansicht, in der man den Channel seiner Kanalliste hinzufügen, ihn wieder entfernen oder direkt auf ihn umschalten kann.


Kanaldetails – Klick für größeres Bild

Nachdem man sich eine Sendung ausgesucht und diese aktiviert hat, dauert es einen kurzen oder manchmal auch etwas längeren Moment bevor die Sendung startet. Selten passiert es dabei, daß man die Meldung erhält die Sendung sei derzeit nicht verfügbar oder daß ohne weitere Meldung einfach zur nächsten Sendung des selben Senders geswitched wird. Bei Channels die sich nicht in der Standardliste befinden dauert es leider sogar extrem lange bis sich überhaupt etwas tut – wohl ein Nachteil der gewählten P2P Variante.
Ich möchte an der Stelle jedoch verzichten, mich über die Inhalte selbst auszulassen – immerhin ist es noch eine Beta und glaubt man gewissen Quellen soll sich das Angebot da ja bald stark verbreitern.

Player
Der im unterem Zentrum des Bildschirms platzierte Player ähnelt in den Grundbedienelementen den meisten anderen Implementationen dieser Art.


Joost Player – Klick für größeres Bild

Man findet dort Play/Pause, nächste Sendung, vorherige Sendung, dazu ein Lautstärkeregler mit Mute-Funktion rechts sowie links vier weitere Buttons für das Beenden der Applikationen, dem Umschalten zwischen Fenster- und Vollbildmodus, dem Zugriff auf das eigene Profil und dem Zugriff auf die Hilfe. Darunter findet man eine Zeile mit der aktuellen Sendung und der Möglichkeit durch die verfügbaren Sendungen zu browsen, ohne dazu die Channelliste zu öffnen oder die aktuelle Sendung zu unterbrechen. Ganz unten findet sich die Liste der Sender, die man auf ähnliche Art und Weise durchscrollen kann. Ganz unten gibt es schließlich noch eine Suche, mit der man die Sendungen aller Kanäle durchsuchen kann. Durch Eingabe eines entsprechenden Suchbegriffes sieht man eine kategorisierte Ergebnisliste.


Suchergebnis – Klick für größeres Bild

MyJoost
Was wäre eine heutige Web 2.0 Anwendung ohne eine Personalisierungs- und Communityfunktion? Natürlich verzichtet auch Joost nicht darauf und bietet in der Sektion MyJoost Soziale Interaktion z.B. über Instant Messenging, Widgets mit Newsticker, Notizblock oder einer Uhr sowie Ratingfunktionen.


MyJoost Widget Menu – Klick für größeres Bild

Habe mal ein wenig damit herumgespielt, aber bisher noch keinen wirklichen Mehrwert gefunden.

Anzeigequalität und Geschwindigkeit der Sendungen:
Da natürlich die Geschwindigkeit und vor allem die Anzahl der Aussetzer stark von der Internetverbindungsgeschwindigkeit abhängt, sei zu Anfang dieses Abschnittes bemerkt, daß ich über DSL3000 verfüge und die folgenden Tests sowohl mit WLAN (54Mbit) als auch mit kabelgebundenen LAN (100MBit) durchgeführt habe, wobei ich zwischen den beiden Varianten keine signifikanten Unterschiede feststellte. Gerade zu Beginn der Sendungen kommt es dabei leider immer mal wieder zu Aussetzern und Hängern, was sich jedoch irgendwann einzupendeln scheint. Alles in allem laufen sie jedoch flüssig. Die Qualität ist dabei wirklich gut.


Bildqualität – Klick für größeres Bild

Unvermittelt werden die Sendungen jedoch durch kurze Werbespots (hauptsächlich HP und Virgin Money und neuerdings auch Opel und Nike) unterbrochen – wobei die Einstreuung recht zufällig erscheint. Gut, ich habe mir keine der Sendungen zwei mal angesehen, aber es kam zu Unterbrechungen an Stellen, wie sie im Kommerzfernsehen eher unüblich sind (mitten in einem Beitrag zum Beispiel). Ich schiebe dies aber auf die Betaphase und hoffe zum anderen natürlich auch, daß es später einer Variante geben wird, wo man komplett auf Werbung verzichtet (z.B. gegen Bezahlung). Immerhin sind die ständigen Werbeunterbrechungen einer der vielen Gründe, warum ich Normalfernsehen bereits vor Jahren abgeschafft habe.

Fazit:
Obwohl es sich bei Joost noch um eine Beta handelt, zeigt die aktuelle Version 0.10.2.72720s des Clients doch, was technisch heutzutage möglich ist. Besonders positiv fiel mir dabei die vollkommene Unabhängigkeit von Zeiten auf, an die man sich ja beim Standard-TV halten muß. Sollte die TV-Industrie sich dazu durchringen können, ihre Produktionen wie Serien, Shows oder Filme durch ein Angebot wie Joost zweitzuverwerten, bin ich mir ziemlich sicher daß es genügend Interessenten finden würden, die für einen solchen Dienst auch zahlen würden. Vorraussetzung wären natürlich auch die Verfügbarkeit von Angeboten in der jeweiligen Landessprache oder aber eine umschaltbare Tonspur. Ein weiteres interessantes Feature wäre mit Sicherheit auch das Einstellen eigener Inhalte in ein solches System, ähnlich wie man es von YouTube oder Sevenload her kennt. Aber aufgrund der großen Gefahr daß sich durch eine solche Option schnell auch urheberrechtlich geschützte Werke ins System “verirren” könnten, wird man davon vorerst so und so wohl eher absehen. Aber für den eigentlichen Start von Joost im Sommer sollen ja bereits Verhandlungen mit verschiedenen Anbietern laufen, so daß es wohl bis dahin spannend werden dürfte.
Technik und Stabiltät sind jedenfalls aktuell mehr als aktzeptabel – kommen auch noch die richtigen Inhalte, könnte Joost (oder einer der bereits in den Startlöchern stehenden Me-Too-Applikationen) eine wirklich rosige Zukunft bevor stehen. Einzige Befürchtung wäre die zu starke Verkommerzialisierung durch z.B. zu häufige Werbeeinblendungen, was das zarte Pflänzchen des Internet-TV wohl sehr schnell wieder verkümmern ließe. Warten wir also ab, wie es sich entwickeln wird.

PS: Ich habe natürlich noch Joost Einladungen übrig – wer also Interesse hat kann sich in den Kommentaren oder via Mail gerne melden.

Miranda IM und libeay32.dll

Thursday, May 10th, 2007

Bereits seit gestern gab es Probleme mit meinem Miranda IM Client unter Windows. Während unter OS X natürlich das gute alte Adium X die erste Wahl im Bereich Multiprotokoll-Clients ist, nutze ich unter Windows bereits seit Jahren Miranda. Alle versuche, mich von den Vorteilen anderer Clients zu überzeugen waren da bisher fruchtlos. Aber mit einem mal kam beim starten die Meldung “Der Einsprungpunkt HMAC_set_flags wurde in der DLL libeay32.dll nicht gefunden“. Ein wenig recherche im Internet brachte hervor, daß es sich dabei um eine von drei DLLs handelt, die unter Windows zum Betrieb von OpenSSL notwendig sind. Langsam ging mir ein Licht auf – ich hatte aus betrieblichen Gründen vor ein paar Tagen ein Programm mit OpenSSL unterstützung installiert – dies hatte wohl die bestehende DLL durch eine ältere Version ersetzt. Zum Glück fand sich im Wiki von Miranda eine recht einfache Lösung des Problems: Einfach eine ZIP-Datei mit den benötigten Versionen der DLLs herunterladen, diese in Programme\Miranda IM\ Verzeichnis legen und die App startet nun wieder ohne Probleme.

Second Life

Sunday, October 29th, 2006

Habe mir gestern Abend mal Second Life angeschaut.

Jetzt stellt sich mir aber die Frage nach dem Sinn des ganzen. Es existieren weder zu bekämpfenden Gegner noch Quests wie man es aus MMORPG Spielen wie z.B. World of Warcraft oder Dark Ages of Camelot kennt. Für einen riesigen Chatraum erscheint es mir dann doch etwas zu aufwendig. Sehe ich aktuell keinen großen Sinn drin, verstehe beim besten Willen nicht warum das so als Hype gehandelt wird. Ich gucks mir noch ein paar mal an, aber wenn ich keinen tieferen Sinn entdecke, werde ich mich wohl wieder verabschieden aus meinem Second Life.
Nachtrag [29.10.2006 22:00 Uhr]: Es scheint wie ich später auf deren Webseite las, gibt es in Second Life offensichtlich doch Funktionen um Kampfspiele oder ähnliches zu veranstalten. Dabei definiert es sich jedoch eindeutig nicht als MMORPG. Die Performance ist außerdem ziemlich übel, aber das liegt wohl daran daß die Server (noch) nur in den USA lokalisiert sind.
Ein großer Aspekt des Spieles scheint mir jedenfalls virtueller Kommerz zu sein. Sehr vieles kostet virtuelles Geld und viele Spieler versuchen auf irgend eine Art Geld zu verdienen – meist mit dem Herstellen und verkaufen irgend welcher mehr oder weniger kurioser Artikel oder von Skripten. Im normalen Leben ist Handel Basis einer funktionierenden Wirtschaft, aber in einer virtuellen Welt, in der man echtes Geld gegen virtuelles umtauschen kann (wenn auch mit Umtauschrate von zwischen 240 und 280 virtueller Linden-Dollars zu einem US-Dollar) um in der virtuelle Gegenstände zu kaufen, die nicht real existieren. Es hatte schon seine Gründe, warum Blizzard in WoW es untersagt, das dortige Gold gegen echtes Geld zu verkaufen. Fangen bald wieder Jugendliche in China an, Second Life zu spielen um damit einige wenige windige Geschäftemacher reicher zu machen? Die Möglichkeiten hier sind ja noch einfacher, man muß das erwirtschaftete Geld nur wieder in echtes umtauschen. Na ja, ich weiß nicht. Wie man hier lesen kann inverstieren heute die die US-amerikanischen Spieler bereits ca. 450.000 Dollar am Tag – bei einer Umtauschrate von 240:1 sind das zwar “nur” 1.875 Dollar aber schon mal ganz gut für den Anfang. Immerhin soll das Spiel auch noch in anderen Ländern lokalisiert ausgerollt werden (sh. z.B. hier), dadurch sollte sich diese Summe noch vervielfachen. In Verbindung mit bezahlter Werbung, den kostenpflichtigen Premium Accounts (die zum Besitz von virtuellem Land notwendig sind) sowie einigen anderen Einnahmequellen eine wahre Gelddruckmaschine. Für den Betreiber schön, aber ich habe wirklich Befürchtungen daß es genutzt werden könnte um Unbedarfte abzuziehen. Vielleicht unbegründet, aber sie sind da.

Democracy Frontend

Saturday, October 21st, 2006

Bei Democracy handelt es sich um ein Open Source Webvideo- und Vodcast-Frontend für Windows, Mac OS X und Linux mit Fedora Core.
Im ersten Moment erinnert das Interface etwas an iTunes, ist aber in einigen Bereichen etwas anders aufgebaut. Werfen wir einmal einen genaueren Blick drauf:

Navigation und Übersicht
Im linken Bereich befindet sich eine Navigationsleiste, die sich wieder in drei Sektionen aufteilt. In der oberen Sektion (1) findet man den Zugriff auf den sog. Channelguide, die bereits heruntergeladene Sammlung an Filmchen / Vodcasts, aktuell herunterladende Dateien und eine Suche.
Der Mittlere Bereich (2) umfasst die abonnierten Channels, wobei die Zahlen in den grünen Ovalen die Zahl der heruntergeladenen, aber nicht gesehenen Filme und in blauen Ovalen die Zahl der neuen, unbetrachteten Post anzeigen. Channels lassen sich entweder über das im Bereich (1) zu findende Channel Guide abonnieren oder direkt durch die Eingabe eines RSS Feeds.
Im unteren Bereich (3) kann man sich schließlich Playlists via Drag & Drop anlegen, mit deren Hilfe man dann zum Beispiel Videos und Videocasts in einer bestimmten Reihenfolge ansehen kann.

Channel Guide
Der Channel Guide ist ähnlich der Podcast-Seite des iTunes Musicstore aufgebaut. Auf der Hauptseite werden jedoch nur englischsprachige Channels bzw. Videocasts – um zu einer deutschsprachigen Übersicht zu gelangen muß man im rechten Menu des Channelguides “More Languages” und dann “German wählen. Während ich diesen Artikel schreibe sind 63 Videocasts in Deutsch verfügbar, aber die Zahl wächst ständig. Gestern bei der Erstinstallation waren es nur 54 gewesen. Es ist aber zu hoffen, daß eine direkte deutsche Lokalisierung bald verfügbar sein wird. Im deutschen Channel Guide finden sich dann neben den wahrscheinlich schon bekannten Vodcasts der ARD Tagesschau oder des ZDF heute Journal auch WDR Quarks & Co, das Deutsche Welle Journal und sogar Kindersendungen wie Kapitän Blaubär und die Sendung mit der Maus. Der Blick in das Channel Guide lohnt also auf jeden Fall.

Suchen
Die einfach aufgebaute Suchseite bietet aktuell Zugriff auf Dienste wie “Yahoo Video”, “Google Video”, “YouTube” und “BlogDigger”

Ein kleines “Schmanckerl” hier ist, daß man wie ich entdecken konnte damit z.B. YouTube Videos herunterladen kann. Das Format ist FLV, welches z.B. mit dem Video Lan Client (VLC) dann problemlos lokal wiedergegeben werden kann.
Solche Suchen lassen sich auch speichern – sie tauchen dann als Channel in der Navigationsleiste auf. Was ich vermisst habe ist eine Metasuche über mehrere Suchmaschinen sowie eine Möglichkeit neue Suchmaschinen hinzuzufügen. Ich denke dabei z.B. an Sevenload. Des weiteren werden z.B. bei youTube nur die ersten 20 Suchergebnisse angezeigt ohne eine Möglichkeit zu blättern. Hier besteht also noch deutlicher Verbesserungsbedarf.

Sammlung
In der Sammlung hat man eine Übersicht über die aktuell heruntergeladenen und verfügbaren Videos.

Links ein Icon des Videos (wenn verfügbar), daneben die Beschreibung gemäß des Feeds aus dem es geladen wurde und schließlich ganz rechts ein Block mit Optionen, dem ich hier etwas mehr Aufmerksamkeit zukommen lassen möchte.
Es werden das Datum der Veröffentlichung, die Dateigröße und das Format angezeigt. Optional kann darunter (wenn verfügbar) noch ein Link auf die zugehörige Webseite auftauchen. “Show File” öffnet ein OS X Finder bzw. Windows Explorer Fenster mit dem Verzeichnis, in dem die Datei gespeichert ist. Die beiden rechten oberen Buttons “Share it” und “Star it” leiten auf die Seite von videobomb.com – den Link zu dem Video per email an einen Freund zu schicken ist so möglich – jedoch zum versehen des Videos mit einem “Star” benötigt man einen Account bei dieser Seite. Ich persönlich würde selbst bei der Share it Funktion vorsichtig sein – wer weiß was diese (mir bisher unbekannte) Seite mit den verwendeten email macht. Spam kriege ich auch so schon genug.
Unterhalb dieser Buttons sieht man “Expires in 5 days” – dies bedeutet daß dieses Video in 5 Tagen automatisch gelöscht wird – eine Funktion die man für jeden Channel einzeln einstellen kann und die dem Benutzer hilft die Datenflut etwas einzudämmen 😉 “Speichern” speichert nicht etwa die Datei auf Platte, sondern löscht nur das Expire Date und behält das Video permanent, solange man nicht den rechts daneben liegendenDelete Button verwendet, um die Datei entgültig zu löschen.

Downloading
Zuletzt werfen wir noch einen Blick auf die Download-Queue des Programms. Hier tauchen alle Videos auf, die sich aktuell im Prozess der Herunterladens befinden.

Neben dem Icon und der Beschreibung wie wir sie schon aus dem Bereich “Meine Sammlung” kennen tauchen rechts auch wieder die Datei-Informationen über Größe, Format und Releasedatum sowie die beiden Buttons “Share it” und “Star it” auf. Außerdem sieht man einen Fortschrittsbalken, die (vermutete) verbleibende Downloadzeit sowie die aktuelle Übertragungsrate des Downloads. Sehr praktisch ist, daß ganz oben rechts der noch verbleibende Speicherplatz auf der Festplatte, auf die er herunterlädt angezeigt wird. Im Optionsmenu des Programmes gibt es im übrigen eine Funktion, die den Download beim unterschreiten eines bestimmten Restspeicherplatzes unterbindet. Somit lässt sich verhindern daß Democracy die ganze Platte mit seinen Videos belegt.

Die Videos können nach erfolgtem Download dann im rechten Hauptbereich des Fensters oder aber im Full Screen Mode abgespielt werden. Die Qualität entspricht natürlich der wahrscheinlich bekannten Webvideo-Qualität wie man sie von YouTube oder abonnierten Vodcasts für den iPod kennt. Man sollte hier also nicht zu viel erwarten. Alles in allem halte ich das Programm jedoch für eine wirklich nette Innovation, die beim abonnieren, herunterladen und ansehen von Webvideos aller Art mehr als nur eine Alternative zu z.B. iTunes darstellt, welches ja nur auf Vodcasts beschränkt ist. Bei mir wird dieses Programm mit Namen Democracy wohl dauerhaft Einzug in meine Sammlung an Webapplikationen halten.