Archive for the ‘windowswelt’ Category

Second Life

Sonntag, Oktober 29th, 2006

Habe mir gestern Abend mal Second Life angeschaut.

Jetzt stellt sich mir aber die Frage nach dem Sinn des ganzen. Es existieren weder zu bekämpfenden Gegner noch Quests wie man es aus MMORPG Spielen wie z.B. World of Warcraft oder Dark Ages of Camelot kennt. Für einen riesigen Chatraum erscheint es mir dann doch etwas zu aufwendig. Sehe ich aktuell keinen großen Sinn drin, verstehe beim besten Willen nicht warum das so als Hype gehandelt wird. Ich gucks mir noch ein paar mal an, aber wenn ich keinen tieferen Sinn entdecke, werde ich mich wohl wieder verabschieden aus meinem Second Life.
Nachtrag [29.10.2006 22:00 Uhr]: Es scheint wie ich später auf deren Webseite las, gibt es in Second Life offensichtlich doch Funktionen um Kampfspiele oder ähnliches zu veranstalten. Dabei definiert es sich jedoch eindeutig nicht als MMORPG. Die Performance ist außerdem ziemlich übel, aber das liegt wohl daran daß die Server (noch) nur in den USA lokalisiert sind.
Ein großer Aspekt des Spieles scheint mir jedenfalls virtueller Kommerz zu sein. Sehr vieles kostet virtuelles Geld und viele Spieler versuchen auf irgend eine Art Geld zu verdienen – meist mit dem Herstellen und verkaufen irgend welcher mehr oder weniger kurioser Artikel oder von Skripten. Im normalen Leben ist Handel Basis einer funktionierenden Wirtschaft, aber in einer virtuellen Welt, in der man echtes Geld gegen virtuelles umtauschen kann (wenn auch mit Umtauschrate von zwischen 240 und 280 virtueller Linden-Dollars zu einem US-Dollar) um in der virtuelle Gegenstände zu kaufen, die nicht real existieren. Es hatte schon seine Gründe, warum Blizzard in WoW es untersagt, das dortige Gold gegen echtes Geld zu verkaufen. Fangen bald wieder Jugendliche in China an, Second Life zu spielen um damit einige wenige windige Geschäftemacher reicher zu machen? Die Möglichkeiten hier sind ja noch einfacher, man muß das erwirtschaftete Geld nur wieder in echtes umtauschen. Na ja, ich weiß nicht. Wie man hier lesen kann inverstieren heute die die US-amerikanischen Spieler bereits ca. 450.000 Dollar am Tag – bei einer Umtauschrate von 240:1 sind das zwar „nur“ 1.875 Dollar aber schon mal ganz gut für den Anfang. Immerhin soll das Spiel auch noch in anderen Ländern lokalisiert ausgerollt werden (sh. z.B. hier), dadurch sollte sich diese Summe noch vervielfachen. In Verbindung mit bezahlter Werbung, den kostenpflichtigen Premium Accounts (die zum Besitz von virtuellem Land notwendig sind) sowie einigen anderen Einnahmequellen eine wahre Gelddruckmaschine. Für den Betreiber schön, aber ich habe wirklich Befürchtungen daß es genutzt werden könnte um Unbedarfte abzuziehen. Vielleicht unbegründet, aber sie sind da.

Democracy Frontend

Samstag, Oktober 21st, 2006

Bei Democracy handelt es sich um ein Open Source Webvideo- und Vodcast-Frontend für Windows, Mac OS X und Linux mit Fedora Core.
Im ersten Moment erinnert das Interface etwas an iTunes, ist aber in einigen Bereichen etwas anders aufgebaut. Werfen wir einmal einen genaueren Blick drauf:

Navigation und Übersicht
Im linken Bereich befindet sich eine Navigationsleiste, die sich wieder in drei Sektionen aufteilt. In der oberen Sektion (1) findet man den Zugriff auf den sog. Channelguide, die bereits heruntergeladene Sammlung an Filmchen / Vodcasts, aktuell herunterladende Dateien und eine Suche.
Der Mittlere Bereich (2) umfasst die abonnierten Channels, wobei die Zahlen in den grünen Ovalen die Zahl der heruntergeladenen, aber nicht gesehenen Filme und in blauen Ovalen die Zahl der neuen, unbetrachteten Post anzeigen. Channels lassen sich entweder über das im Bereich (1) zu findende Channel Guide abonnieren oder direkt durch die Eingabe eines RSS Feeds.
Im unteren Bereich (3) kann man sich schließlich Playlists via Drag & Drop anlegen, mit deren Hilfe man dann zum Beispiel Videos und Videocasts in einer bestimmten Reihenfolge ansehen kann.

Channel Guide
Der Channel Guide ist ähnlich der Podcast-Seite des iTunes Musicstore aufgebaut. Auf der Hauptseite werden jedoch nur englischsprachige Channels bzw. Videocasts – um zu einer deutschsprachigen Übersicht zu gelangen muß man im rechten Menu des Channelguides „More Languages“ und dann „German wählen. Während ich diesen Artikel schreibe sind 63 Videocasts in Deutsch verfügbar, aber die Zahl wächst ständig. Gestern bei der Erstinstallation waren es nur 54 gewesen. Es ist aber zu hoffen, daß eine direkte deutsche Lokalisierung bald verfügbar sein wird. Im deutschen Channel Guide finden sich dann neben den wahrscheinlich schon bekannten Vodcasts der ARD Tagesschau oder des ZDF heute Journal auch WDR Quarks & Co, das Deutsche Welle Journal und sogar Kindersendungen wie Kapitän Blaubär und die Sendung mit der Maus. Der Blick in das Channel Guide lohnt also auf jeden Fall.

Suchen
Die einfach aufgebaute Suchseite bietet aktuell Zugriff auf Dienste wie „Yahoo Video“, „Google Video“, „YouTube“ und „BlogDigger“

Ein kleines „Schmanckerl“ hier ist, daß man wie ich entdecken konnte damit z.B. YouTube Videos herunterladen kann. Das Format ist FLV, welches z.B. mit dem Video Lan Client (VLC) dann problemlos lokal wiedergegeben werden kann.
Solche Suchen lassen sich auch speichern – sie tauchen dann als Channel in der Navigationsleiste auf. Was ich vermisst habe ist eine Metasuche über mehrere Suchmaschinen sowie eine Möglichkeit neue Suchmaschinen hinzuzufügen. Ich denke dabei z.B. an Sevenload. Des weiteren werden z.B. bei youTube nur die ersten 20 Suchergebnisse angezeigt ohne eine Möglichkeit zu blättern. Hier besteht also noch deutlicher Verbesserungsbedarf.

Sammlung
In der Sammlung hat man eine Übersicht über die aktuell heruntergeladenen und verfügbaren Videos.

Links ein Icon des Videos (wenn verfügbar), daneben die Beschreibung gemäß des Feeds aus dem es geladen wurde und schließlich ganz rechts ein Block mit Optionen, dem ich hier etwas mehr Aufmerksamkeit zukommen lassen möchte.
Es werden das Datum der Veröffentlichung, die Dateigröße und das Format angezeigt. Optional kann darunter (wenn verfügbar) noch ein Link auf die zugehörige Webseite auftauchen. „Show File“ öffnet ein OS X Finder bzw. Windows Explorer Fenster mit dem Verzeichnis, in dem die Datei gespeichert ist. Die beiden rechten oberen Buttons „Share it“ und „Star it“ leiten auf die Seite von videobomb.com – den Link zu dem Video per email an einen Freund zu schicken ist so möglich – jedoch zum versehen des Videos mit einem „Star“ benötigt man einen Account bei dieser Seite. Ich persönlich würde selbst bei der Share it Funktion vorsichtig sein – wer weiß was diese (mir bisher unbekannte) Seite mit den verwendeten email macht. Spam kriege ich auch so schon genug.
Unterhalb dieser Buttons sieht man „Expires in 5 days“ – dies bedeutet daß dieses Video in 5 Tagen automatisch gelöscht wird – eine Funktion die man für jeden Channel einzeln einstellen kann und die dem Benutzer hilft die Datenflut etwas einzudämmen 😉 „Speichern“ speichert nicht etwa die Datei auf Platte, sondern löscht nur das Expire Date und behält das Video permanent, solange man nicht den rechts daneben liegendenDelete Button verwendet, um die Datei entgültig zu löschen.

Downloading
Zuletzt werfen wir noch einen Blick auf die Download-Queue des Programms. Hier tauchen alle Videos auf, die sich aktuell im Prozess der Herunterladens befinden.

Neben dem Icon und der Beschreibung wie wir sie schon aus dem Bereich „Meine Sammlung“ kennen tauchen rechts auch wieder die Datei-Informationen über Größe, Format und Releasedatum sowie die beiden Buttons „Share it“ und „Star it“ auf. Außerdem sieht man einen Fortschrittsbalken, die (vermutete) verbleibende Downloadzeit sowie die aktuelle Übertragungsrate des Downloads. Sehr praktisch ist, daß ganz oben rechts der noch verbleibende Speicherplatz auf der Festplatte, auf die er herunterlädt angezeigt wird. Im Optionsmenu des Programmes gibt es im übrigen eine Funktion, die den Download beim unterschreiten eines bestimmten Restspeicherplatzes unterbindet. Somit lässt sich verhindern daß Democracy die ganze Platte mit seinen Videos belegt.

Die Videos können nach erfolgtem Download dann im rechten Hauptbereich des Fensters oder aber im Full Screen Mode abgespielt werden. Die Qualität entspricht natürlich der wahrscheinlich bekannten Webvideo-Qualität wie man sie von YouTube oder abonnierten Vodcasts für den iPod kennt. Man sollte hier also nicht zu viel erwarten. Alles in allem halte ich das Programm jedoch für eine wirklich nette Innovation, die beim abonnieren, herunterladen und ansehen von Webvideos aller Art mehr als nur eine Alternative zu z.B. iTunes darstellt, welches ja nur auf Vodcasts beschränkt ist. Bei mir wird dieses Programm mit Namen Democracy wohl dauerhaft Einzug in meine Sammlung an Webapplikationen halten.

IE 7 ist da

Donnerstag, Oktober 19th, 2006

Na und?
Wie Golem gleich in einem vierseitigen Artikel berichtet ist nun die 7er Version des Internet Exploder …äh… Explorer (vorerst nur in englisch) veröffentlicht worden. Die erste Sicherheitslücke gibts auch gleich dazu. Und die neuen Funktionen (z.B. Tabbed Browsing, Popup-Schutz, Phishing-Filter) locken keinen Hund hinterm Ofen hervor. Kennt man von Firefox oder Opera schon länger. Den Acid2 Test besteht er auch wieder nicht wie man bei Golem sehen kann. %nenene%
Ich nutze den IE sowieso nur im Notfall für einige ausgewählte Dinge (z.b. MS MyMail, Virtual Conferencing) weil es nur dort ohne Probleme funktioniert.
Außerdem: Warum sollte ich mir einen Browser installieren, der jede angesurfte URL zum angeblichen „Phishingschutz“ an M$ schickt. Nein danke!!!!
Zumindest ist MS so fair und stellt ein Tool zur Verfügung, daß die automatische Installation verhindern kann.

Windows Echtheitsprüfung = Spyware (?!)

Freitag, Juni 9th, 2006

Wie die Internet-Aktivistin Lauren Weinstein in ihrem Blog berichtet telefoniert die Windows Echtheitsprüfung (Windows Genuine Advantage, kurz WGA) täglich bzw. bei jedem Booten mit Microsoft. Ich will nicht wissen was sie da alles mitteilt. Welche Webseiten besucht wurden, welche Mails mit Outlook empfangen wurden, womöglich persönlich Daten? Microsoft sieht sich in Erklärungsnöten und behauptet natürlich es würde nichts übertragen. Na ja, wers glaubt….
Ich bin echt froh daß ich Mails und Online-Banking privat nur noch mit dem Mac mache. Nicht daß meine Spam-Mails und Newsletter oder mein permanent niedriger Kontostand interessant für MS wären – aber alleine der Gedanke stört mich schon. 😉
Diese Firma nutzt ihre Marktstellung wirklich schamlos aus. Nicht nur daß sie mit ihrem komischen Vista-Geraffel den Benutzer komplett entmündigt – nein – sie spioniert ihn auch noch zusätzlich aus. Leider muß ich ja gerade beruflich noch sehr viel mit Windows arbeiten – aber Vista kommt mir so lange es geht nicht auf die Maschinen. Wenn die Windows-Echtheitsprüfung schon spioniert will ich nicht wissen was diese neue Version des Betriebssystems alles macht.
Mir ist durchaus bewußt daß es den meisten Anwendern egal ist – aber mich stört es schon aus Prinzip daß ein Produkt für das ich bezahlt habe mich ausspioniert.

Vista ohne Hintertür?

Dienstag, März 7th, 2006

Wie man liest hat Microsoft die Forderung nach einer Hintertür in Vista abgewiesen. Ich lach mich tot. Wozu sollte man also noch eine weitere Hintertür (zusätzlich zu den TCPA Hintertüren die sowieso drin sind) einbauen – könnte ja das System noch instabiler machen als es eh schon sein wird. 😉

Google Desktop v3 – Datenschutz adé ?

Donnerstag, Februar 9th, 2006

Wie man bei nickles.de lesen kann geht Google mit der neuen Version seiner Desktop-Suche einen sehr gewagten Schritt und hebt jegliche Privatsphäre auf, indem einfach die Dokumente des Benutzers auf deren Server kopiert. Angeblich damit man seine Dokumente auch von woanders durchsuchen kann. Brauch das wer ? Ich glaube nicht wirklich – wenn ich was unterwegs brauche nehme ich es mir auf Memorystick oder Wechselplatte bzw. meinem Notebook mit und suche es nicht bei einer öffentlich zugänglichen Suchmaschine. Langsam glaube ich wirklich, daß Google sich zur dunklen Seite gewendet hat oder daß ihnen ihr Erfolg einiges aus ihren sonst so genialen Hirnen weggebrannt hat (z.B. Ethik oder daß die Nutzer vielleicht nicht wollen, daß Google ihre Korrespondenz oder Dokumente mitliest).
Ich habe diesem Programm von Anfang an sehr skeptisch gegenüber gestanden und es nie genutzt – zum Glück – denn wer sagt daß dies mit der Dokumentenübetragung nicht bereits seit Version 1.0 im Geheimen passiert ? Mann Mann Mann, so kann man sich wirklich das Vertrauen der Nutzer kaputt machen

Browserstatistics

Samstag, Januar 28th, 2006

Mit bedauern sehe ich gerade, daß immer noch die über ein Drittel meiner Besucher offensichtlich den Internet Explorer von MS verwenden. Mann, Mann, Mann – das Ding ist unsicher und nicht gerade eine Empfehlung – eher das Gegenteil. Ich möchte noch ein mal darauf hinweisen, daß Opera und auch Firefox sehr gute Alternativen zum IE sind und weniger Gefahren bieten, sich irgend etwas einzufangen.
Auf der anderen Seite sehe ich mit Frohlocken, daß bereits an dritter Stelle ein OS X Browser ist – ich bleibe dabei daß OS X das bessere Betriebssystem ist – allerdings mit der Einschränkung daß es dringend einer Verbesserung des Finders bedarf. Aber da scheint sich Apple für die nächste OS X Version ja bereits nach einer Abhilfe umzusehen.

IE und erwachsen ?

Mittwoch, Januar 25th, 2006

Philipp vom Sinus Weblog schreibt in Der Internet Explorer wird erwachsen:

… Vielleicht setzen sich die Mozilla-Entwickler, Opera, Apple und Microsoft endlich an einen Tisch und reden über die Zukunft. HTML 5, das sich speziell auch für Webapplikationen eignen soll, braucht schließlich einen breiten Support. Ich habe ja nie wirklich geglaubt, dass es mit der 6er Version vom Internet Explorer wirklich aus sein soll. Schließlich kommen immer neue Standards, neue Trends, und gerade Microsoft sollte sich dabei als Führer etablieren.

Nicht für Ungut, aber warum bitte soll Microsoft sich als Führer etablieren? Damit sie alle Standards so anpassen, daß sie ausschließlich unter Windows laufen, so wie sie es meistens tun ? Ich erinnere nur an MSHTML und diese ach so tollen Export-Funktionen ihrer Office-Produkte, die in Nicht-IE-Browsern aussahen wie hingerotzt. Nein danke! Wenn sich die oben genannten Leute zusammensetzen, dann doch bitte in einer gleichberechtigten Partnerschaft zur Entwicklung eines Standards, den man nicht ausschließlich gemeinsam mit anderen Microsoft-Produkten verwenden kann. Wenn so etwas geschieht, dann doch bitte so daß ich es in Opera unter Windows, Safari auf OS X und Firefox unter Linux aufrufe und in allen Rendering-Engines ein gleich gut nutzbares Ergebnis herauskommt. Ich habe nichts gegen Microsoft selbst, arbeite auch (neben OS X) mit Windows, aber IE nutze ich aus Sicherheitsgründen seit Jahren nur noch dann, wann es sich nicht vermeiden lässt. Und um ehrlich zu sein glaube ich auch nicht (lasse mich jedoch gerne vom Gegenteil überzeugen), daß die Sicherheitsänderungen im IE 7 wirklich so toll sind. Die Bestrebungen, die ich bisher von Microsoft gesehen habe, gingen doch mehr in die Richtung „Wir machen mal halbherzig was, damit es so aussieht als ob.“ Mit Sicherheit werde ich mir den IE7 ansehen, aber die Enttäuschungen durch MS in den letzten Jahren waren dann doch zu groß, als daß ich blauäugig auf deren Expertise vertraue. Sorry, aber den inzwischen entstandenen Vertrauensverlust werden sie durch eine neue Versionsnummer bei mir nicht wettmachen können.