Lasagne al forno – das Rezept

Irgendwie war mir heute mal wieder nach Lasagne gewesen. Also wälzte ich einige Rezepte und stellte mir daraus ein eigenes zusammen. Dabei entschied ich mich dazu, möglichst wenig Fertigprodukte zu verwenden, welche die Zubereitung vielleicht vereinfacht hätten – wenn ich am Wochenende koche scheue ich selten den Aufwand einige Zutaten auch mal selbst zuzubereiten, ich finde das schmeckt einfach besser. Auch wenn die Verwendung von Béchamelsauce bei Lasagne wegen ihrer hohen Fettwerte immer gerne kritisiert wird und es durchaus Alternativen gibt, wählte ich hier jedoch die klassische Zubereitung mit dieser Sauce.
Aber genug der langen Vorrede, kommen wir nun zum heutigen Kochexperiment: Einer Lasagne al forno, so zumindest die Bezeichnung hier in Deutschland. In Italien bezeichnet man diese Zubereitungsform wohl eher als Lasagne pasticciate bzw. Lasagne alla casalinga.

Was benötigen wir also für eine Auflaufform – das entspricht 3-4 Portionen (je nach Appetit).

Für die Bolognese-Schicht brauchen wir

300g Rinderhack / Mett / Faschiertes
01 - Zutat Rinderhack

1 mittelgroße Zwiebel
02 - Zutat Zwiebel

130g Knollensellerie
03 - Zutat Knollensellerie

130g Möhren / Karotten
04 - Zutat Möhren

2 Knoblauchzehen
05 - Zutat Knoblauchzehen

75g durchwachsenen Speck
06 - Zutat Speck

1 Dose geschälte Tomaten (400g)
07 - Zutat geschälte Tomaten

1 TL Italienische Kräuter – eine Mischung aus roten Zwiebeln, Petersilie, Basilikum, grünem Knoblauch, Oregano und Thymian, die man auch als TK-Ware kaufen kann. Ich hatte mich hier für ein Produkt von Iglo im praktisch wiederverschließbaren Becherchen entschieden, gibts aber auch noch günstiger in einfachen Pappverpackungen. Wer will kann das ganze natürlich auch selbst mischen, ich wüßte aber jetzt auch Anhieb nicht wo ich grünen Knoblauch finden könnte… 😉

12 - Zutat Italienische Kräuter 13 - Zutat Italienische Kräuter - Packung

2 EL Tomatenmark
14 - Zutat Tomatenmark

einen Schuß trockenen Rotwein
11 - Zutat Rotwein

sowie etwas Olivenöl zum anbraten und Salz und Pfeffer nach Belieben zum Würzen.

Für die Bechamel-Sauce benötigen wir des weiteren

40g Butter
08 - Zutat Butter

40g Mehl (Weizenmehl Typ 405)
09 - Zutat Mehl

250ml Milch (1,5% Fett)
10 - Zutat Milch

333ml Fleischbrühe
15 - Zutat Fleischbrühe

ca. 170ml fettreduzierte Sahne zum Kochen (200g)
16 - Zutat Sahne

75g Käse – ich nahm hier Edamer, es geht aber natürlich auch Gouda oder Emmentaler. Hinzu kommt natürlich noch eine weitere Menge Käse zum bestreuen der fertigen Lasagne
17 - Zutat Emmentaler

sowie zum Würzen Salz, Pfeffer und Muskatnuss.

Außerdem benötigen wir

ca. 6 Platten Lasagne – am besten die Variante ohne Vorkochen
18 - Zutat Lasagneplatten

Kommen wir nun zur Zubereitung. Die ersten Schritte ähneln grob meiner Bolognese-Sauce, ich habe aber einige Details hier geändert, daher gehe ich auf den kompletten Prozess ein.

Zuerst schälen, waschen und zerschneiden wir Knollensellerie und Karotten und zerkleinern sie sehr fein – ich verwendete hierzu die Küchenmaschine.

19 - Möhren raspeln 20 - Sellerie raspeln

21 - Gemüse geraspelt

Die Zwiebel schälen wir und würfeln wir fein. Ich hätte zwar auch hier wieder die Küchenmaschine nehmen können, ich finde aber dass Zwiebeln ihren Geschmack weitaus besser entfalten wenn man sie nicht allzu sehr zerkleinert.
22 - Zwiebel würfeln

Außerdem schneiden wir den Speck in kleine Würfel. Hier hätte man natürlich auch fertig gewürfelten Speck verwenden können, aber da ich diesen noch im Kühlschrank hatte und er verbraucht werden musste verarbeitete ich ihn vom Stück.
23 - Speck würfeln

Speck und Zwiebeln und in der Knoblauchpresse gepresste Knoblauchzehen braten wir nun in einer Pfanne oder einem Topf mit etwas Olivenöl an.
24 - Speck und Zwiebeln anbraten

Dann fügen wir das Rindergehackte hinzu und braten es krümelig an bis es gräulich wird.
25 - Gehacktes anbraten

Es folgen nun die 2 EL Tomatenmark, die wir unter das Gehacktes heben und kurz mit anschwitzen,
26 - Tomatenmark mit anschwitzen

dann geben wir die geraspelten Möhren und das Sellerie hinzu,
27 - Karotten und Sellerie hinzu

vermischen es gut mit den anderen Zutaten und braten es ebenfalls für einige Minuten mit.
28 - anbraten

Als nächstes geben wir die geschälten Tomaten samt Saft in die Pfanne und lassen sie kurz mit bruzzeln. Dabei sollte sie langsam etwas zerfallen, wenn nicht können wir mit einem Pfannenwender auch etwas nachhelfen.
29 - Tomaten rein

Nun geben wir den Teelöffel mit den italienischen Kräutern hinzu und heben sie unter
30 - Mit Kräutern würzen

um das ganze noch abschließend mit Salz und Pfeffer zu würzen.
31 - Mit Salz und Pfeffer würzen

Zum Schluss löschen wir alles mit einem Schuss Rotwein ab, mischen diesen gut unter und lassen es auf niedriger Stufe zu einer dicklichen Masse köcheln.
32 - Mit Rotwein ablöschen

Während die Bolognese vor sich hin köchelt, wenden wir uns der Zubereitung der Béchamelsauce zu. Dazu lassen wir zuerst die Butter in einem Topf zergehen
33 - Butter zerlassen

und geben dann unter ständigem Rühren mit einem Schneebesen das Mehl nach und nach zu der Butter. Hier sollte das Ganze nach Möglichkeit nicht dauerhaft verklumpen, wenn es aber doch passieren sollte können wir alles durch ein feines Sieb pressen und dadurch wieder “entklumpen”.
34 - Mehl einrühren

Anschließend geben wir Fleischbrühe, Milch und Sahne in den Topf, vermengen alles gut mit dem Butter-Mehl-Gemisch und lassen es kurz aufkochen.
35 - Brühe, Sahne und Milch hinzu

Nachdem wir die Platte wieder auf eine niedrigere Stufe gestellte haben, geben wir den Käse hinzu und lassen in gelegentlichem Rühren in der Sauce schmelzen.
36 - Käse rein

Zuletzt würzen wir alles noch mit Salz, Pfeffer und Muskatnuss (die ich hierzu frisch rieb) und lassen es kurz auf niedriger Stufe köcheln. Sobald die Masse eindickt, nehmen wir sie sofort von der Platte und stellen diese ab.
37 - würzen

Nachdem wir den Ofen auf 180Grad zum vorheizen eingestellt haben, kommen wir nun zur Schichtung unserer Lasagne. Dazu fetten wir mit etwas Butter eine Kasten- oder Auflaufform aus und bestreichen den Boden mit etwas von der Béchamelsauce.
38 - mit Bechamelsauce bestreichen

Dann legen wir den so bestrichenen Boden der Form mit Lasagneplatten aus, wobei die Sauce primär dazu da ist zu verhindern dass die Platten bei den folgenden Schritten hin- und her rutschen.
39 - Lasagneplatten hinein

Auf die Lasagneplatten geben wir eine dünne Schicht der Bolognesesauce
40 - Bolognemischung drauf

und bestreichen sie wieder mit Béchamelsauce.
41 - Mit Sauce bestreichen

Darauf kommt wieder eine Schicht Lasagneplatten
42 - weitere Schicht Platten

eine weitere Schicht Bolognese
43 - noch mal Bolognesmischung drauf

und wieder etwas Béchamel.
44 - Sauce darüber

Auf eine letzte Schicht von Lasagneplatten
45 - noch mal Lasagneplatten

geben wir dann den Rest der Bolognese-Mischung
46 - Rest Bolognese drauf

sowie noch einmal etwas Sauce
47 - Bechamelsauce

und bestreuen das Ganze dann mit geraspelten Käse.
48 - Mit Käse bestreuen

Ist der Ofen auf 180 Grad vorgeheizt, schieben wir die Form auf der mittleren Schiene ein und lassen sie dort für ca. 45-50 Minuten überbacken.
49 - Im Ofen überbacken

Ich war bei der ersten Schicht mit der Bolognese etwas zu großzügig umgegangen, daher reichte es nicht mehr ganz für die obere Schicht – wenn man aber etwas sparsamer damit umgeht, reicht die Menge meiner Einschätzung genau für eine klassische Drei-Schichten-Lasagne.

Sobald der Käse geschmolzen und schon goldbraun gebacken ist, hier ist natürlich auch Augenmaß und nicht nur die Vorgabe von 45 Minuten maßgeblich, können wir die Lasagne aus dem Backofen entnehmen.
50 - fertige Lasagne

Am besten lassen wir sie nun vor dem Anschneiden für einige Minuten ruhen, da sie wie mehrere Rezeptschreiber in meinen Quellrezepten warnten, ansonsten zusammenfällt. Habe ich zwar noch nie erlebt, aber ich hielt mich dennoch dran – schaden konnte es jedenfalls nicht. Nach kurzer Ruhezeit können wir den Inhalt der Form leicht mit Hilfe eines Pfannenwenders zerteilen und servieren.
51 - Lasagne - serviert

Meine Kreation erwies sich bereits nach den ersten Bissen als mehr als nur gelungen – nein – sie war absolut genial geworden und zählte wohl zu einer der besten Lasagnen die ich jemals verzehrt habe. Ob das nun die Kräuter, die Béchamelsauce oder einfach nur die Kombination war, die diese Lasagne so herausragend hatte gelingen lassen kann ich dabei leider nicht sagen, aber der Geschmack war wirklich einmalig. Ich hätte mich regelrecht reinknien können, aber mehr als die Hälfte der Auflaufform schaffte ich beim besten Willen nicht.

51 - CloseUp

Was die Kalorienwerte angeht ist so ein Gericht natürlich nichts für Leute mit Diätbestrebungen, 40g Butter haben da schon einiges an Fett zu bieten und da hilft auch die Verwendung von fettarmer Milch und fettreduzierter Sahne nur wenig. Aber das war es mir wert gewesen – dieses Rezept bekommt einen Ehrenplatz in meiner Rezeptsammlung und wird mit Sicherheit nicht das letzte Mal auf meinem Speiseplan gestanden haben. Natürlich hätte man hier noch mit einem Lorbeerblatt in der Bolognesesauce, anderen Gewürzen oder verschiedenen Käsesorten experimentieren können – und ich bin nicht abgeneigt diese Zubereitung trotz des wunderbaren Geschmackes trotzdem noch mal zu variieren – aber für heute kann ich nur sagen dass ich absolut zufrieden mit dem Ergebnis war. Den Rest tue ich nach dem Abkühlen abgedeckt in den Kühlschrank, ein bis zwei Tage sollte sich das Ganze dort halten. Sobald ich getestet habe inwieweit man so eine Lasagne in der Mikrowelle aufwärmen kann, werde ich das natürlich hier festhalten.

Nachtrag: Mehr zum Thema aufwärmen dieses Gerichtes gibt es hier zu lesen.

Guten Appetit

Flammkuchen mit Räucherlachs – das Rezept

Für den heutigen Sonntag hatte ich mir mal etwas ganz besonderes als Kochexperiment herausgesucht: Flammkuchen mit Lauch und Räucherlachs. Abgesehen von etwas Pfannen-Naan hatte ich bisher keine große Berührung mit selbst gemachten Teigen gehabt, also handelt es sich hier mal wieder um eine Quasi-Premiere. Natürlich ist der echte Elsässer Flammkuchen mit Speck belegt, aber irgendwie erschien mir diese Variante mit Lachs einfach noch verlockender. Aber genug der langen Vorrede, kommen wir nun zum heutigen Kochexperiment und Rezept.

Was brauchen wir an Zutaten für 2-3 Portionen?

Für den Teig benötigen wir:

300g Mehl – ich wählte normales Weizenmehl vom Type 405
01 - Zutat Mehl

1 Päckchen Trockenhefe
02 - Zutat Trockenhefe

200ml lauwarmes Wasser
03 - Zutat Wasser

2 Esslöffel Sonnenblumenöl
04 - Zutat Sonnenblumenöl

sowie eine Prise Salz

Für den Belag brauchen wir außerdem:

1 große Stange Lauch / Porree
05 - Zutat Lauch

200g Schmand (1 Becher)
06 - Zutat Schmand

60 – 70g Käse – ich hatte mir etwas Emmentaler besorgt
07 - Zutat Käse

130g – 150g Räucherlachs
08 - Zutat Räucherlachs

den Saft einer halben Limette
09 - Zutat Limette

sowie zum Würzen Muskatnuss und Pfeffer – das Salz benötigen wir wie bereits oben erwähnt für den Teig.
10 - Gewürze

Kommen wir nun zur Zubereitung:

Zuerst geben wir aus Mehl, Öl, Hefe und etwas Salz in ein passendes Behältnis, vermengen es mit einander und kneten den so entstehenden Teig gut durch. Ich verwendete dazu einen Mixer mit Knethaken, denn kneten mit der Hand wäre mit zu kraftaufwändig gewesen.
11 - Teig kneten

Ist alles gut vermengt, stellen wir den Teig abgedeckt an einen einigermaßen warmen Ort und lassen ihn dort für ca. 30 Minuten gehen.
12 - Teig gehen lassen

Während der Teig arbeitet, wenden wir uns den anderen Zutaten zu. Wir waschen die Stange Lauch und schneiden sie in Ringe.
13 - Lauch schneiden

Schmand und Käse verrühren wir miteinander zu einer Masse, würzen sie kräftig mit Salz und Muskatnuss und geben den frisch gepressten Saft der halben Limette hinzu. Alles vermengen wir natürlich gut miteinander.
14 - Schmand vermischen

Nach ca. 30 Minuten ist der Teig gut aufgegangen und an Masse zugenommen. Nun können wir ihn verarbeiten
15 - Teig aufgegangen

Auf einer mit Mehl ausgelegten Arbeitfläche rollen wir den Teig aus – dabei sollte man auch die die Oberfläche mit Mehl bestreuen da der Teig ziemlich klebrig ist und sonst an der Rolle hängen bleibt.
16 - Teig ausrollen

Den Lauch blanchieren wir in etwas kochendem Wasser,
17 - Lauch blanchieren

brausen ihn dann mit kaltem Wasser ab und lassen ihn etwas abtropfen.
18 - Lauch abbrausen

Jetzt ist auch der richtige Zeitpunkt den Backofen einzuschalten und damit zu beginnen ihn auf 230 Grad bei Ober- und Unterhitze vorzuheizen.

Den ausgerollten Teig geben wir auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech, wobei wir schnell vorgehen müssen da der Teig noch weich ist und sich schnell verzieht. Dort angekommen bestreichen wir ihn mit der Mischung aus Schmand, Käse und Gewürzen.
19 - Teig mit Schmand besteigen

Anschließend verteilen wir den blanchierten Lauch gleichmässig auf der Schmand-Käse-Masse. Ich zerschnitt ich die größeren Ringe dabei noch etwas. Meine Befürchtungen dass die Poreestange nicht reichen würde erwiesen sich dabei als unbegründet – die Menge von einer Stange ging genau auf.
20 - Mit Lauch belegen

Zum Schluss schneiden wir noch den Räucherlachs in Streifen und verteilen sie auf den Lauchringen.
21 - Mit Lachsstreifen belegen

Ist der Backofen inzwischen komplett vorgeheizt, können wir das Backblech auf die mittlere Schiene dort einschieben.
22 - Im Ofen backen

Wie ich nach etwa acht Minuten feststellen durfte, ging der Teig beim Backen ziemlich stark hoch, was ich aber nicht als Nachteilhaft ansah – ich mag fluffige Böden. 😉 Dabei hatte ich den verfügbaren Teig wirklich ziemlich flach ausgerollt. Ich muss zugeben dass ich nicht allzu viel vom Backen verstehe, aber ich vermute dass ich hier etwas weniger Hefe hätte nehmen sollen.
23 - Teig geht auf

Nach etwa fünfzehn Minuten ist unser Flammkuchen schließlich fertig – wir können das Blech entnehmen und den Ofen ausschalten.
24 - Flammkuchen mit Räucherlachs / Tarte Flambee with smoked salmon - fertig gebacken

Am besten lässt man den Flammkuchen kurz abkühlen, damit man ihn beim schneiden etwas fixieren kann. Mit einem leicht gezackten Messer hatte ich schließlich Erfolg und konnte meine heutige Kreation probieren.
25 - Flammkuchen mit Räucherlachs / Tarte Flambee with smoked salmon - Einzelstück

Die würzige Käse-Schmand-Mischung mit angenehm weichen Porree-Ringen und dem leckeren Räucherlachs ergaben auf dem luftig-lockeren Boden einen Flammkuchen so wie ich mag. Ich hatte ja etwas was die Würzung angeht ja befürchtungen dass es zu lasch werden würde – doch das war vollkommen unbegründet gewesen.

26 - Flammkuchen mit Räucherlachs / Tarte Flambee with smoked salmon - CloseUp

Ein wirklich gelungenes Gericht das ich vorbehaltlos weiter empfehlen kann. Einzig mit der Hefe muss man wohl etwas vorsichtig sein wenn man nicht auf besonders fluffige Böden steht wie ich. Für mein erstes Backofengericht das nicht als Fertigprodukt aus der TK-Truhe eines Supermarktes stammt kann ich auf jeden Fall sehr zufrieden sein.

Lachs-Brokkoli-Nudelauflauf – das Rezept

Auch am heutigen Sonntag wollte ich natürlich eine Kleinigkeit essen und was lag da Näher als mal wieder etwas leckeres zu kochen. In meiner Rezeptsammlung stieß ich bei der Suche nach etwas passendem auf einen interessant klingenden Auflauf aus Lachs, Nudeln und Brokkoli der es mir wert schien heute mal von mir zubereitet zu werden.

Was brauchen wir also für 3 bis 4 Portionen?

250g Lachsfilet – ich hatte hier zu einfachem TK-Lachs gegriffen
01 - Zutat Lachsfilet

250g Nudeln – ich wählte Farfalle, es geht aber natürlich auch mit allen anderen Nudelsorten
02 - Zutat Nudeln

200g Brokkoli – ich verwendete auch hier TK-Ware, aber es geht selbstverständlich ebenfalls mit frischem Gemüse (wenn verfügbar)
03 - Zutat Brokkoli

150g Créme legere – man kann natürlich auch Créme fraiche verwenden, aber ich hatte diese noch im Kühlschrank
04 - Creme legere

2 EL Milch
05 - Zutat Milch

100ml Sahne
06 - Zutat Sahne

150g Käse – hier entschied ich mich für Gouda, aber Emmentaler wäre natürlich auch gegangen
07 - Zutat Gouda

zum Würzen schwarzen Pfeffer, Salz und Cayennepfeffer
08 - Gewürze

sowie den Saft einer Zitrone
09 - Zutat Zitrone

Kommen wir nun zur Zubereitung:

Zuerst kochen wir die Nudeln gemäß Packungsanleitung
10 - Nudeln kochen

und blanchieren den Brokkoli für 2-3 Minuten.
11 - Brokkoli blanchieren

Sahne, Creme legere und der Milch vermischen wir in einem geeigneten Gefäß
12 - Sahne und legere mischen

und würzen es mit Salz, Pfeffer und Cayennepfeffer.
13 - Würzen

Außerdem geben wir noch einen Schuß Zitronensaft in die Masse.
14 - Schuß Zitronensaft zugeben

Das Lachsfilet schneiden wir dann in mundgerechte Stücke. Ich hatte das tiefgefrorenen Fischfilet in der Mikrowelle auf der entsprechenden Stufe (Auftaustufe) vorher aufgetaut und somit in schneidefähige Konsistenz gebracht. Gefrorenen Fisch kann man ja leider schlecht schneiden, höchstens zerhacken…
15 - Lachs schneiden

Jetzt wäre der richtige Zeitpunkt den Ofen auf 200 Grad Ober- und Unterhitze vorzuheizen.

Nachdem wir die Nudeln abgegossen und abgeschreckt haben, vermischen wir sie mit den Lachsfilet-Stücken, etwas des Käse und den Brokkoli, den ich etwas kleiner geschnitten und gebrochen hatte, in eine ausgefettete Auflaufform
15 - Alles in Auflaufform geben

und übergießen alles gleichmäßig mit der gewürzten Mischung aus Creme legere und Sahne. Ich hatte ja befürchtet dass es zu wenig Nudeln wären und war drauf und dran gewesen noch ein paar mehr zu kochen – aber alle Zutaten Gemeinsam ergaben eine gute Füllung der Auflaufform.
16 - Mit Sauce übergiessen

Die Sahne lassen wir etwas in die übrige Masse eindringen und schwenken die Form ggf. etwas um eine optimale Verteilung zu erreichen.
17 - übergossen

Nun können wir den Rest des Käses auf die Masse aus Nudeln, Fisch und Brokkoli streuen.
18 - Mit Käse bestreuen

Ist der Ofen vorgeheizt geben wir die so gefüllte Auflaufform auf der mittleren Schiene in die Backröhre.
19 - Im Ofen backen

Nach ca. 45 Minuten, der Käse sollte goldgelb und knusprig aussehen, können wir das Gericht dann wieder entnehmen.
20 - Lachs-Brokkoli-Nudelauflauf - Fertig überbacken

Mit einem Pfannenwender oder einem anderen passenden Werkzeug können wir einen Teil aus der Auflaufform lösen und servieren.
21 - Lachs-Brokkoli-Nudelauflauf - Auf-Teller

Ich übergoss es vor dem Verzehr noch mit etwas Zitronensaft als Garnitur. Insgesamt fand ich es wirklich sehr gelungen und lecker, einziger kleiner Kritikpunkt war dass ich das ganze noch etwas kräftiger hätte Würzen können. Zwar gaben der Fisch und das Brokkoli zusammen mit dem Käse diesem Gericht ganzen ein angenehmes Aroma und auch die Sahne mit seinem Salz, Pfeffer und Cayennepfeffer taten ihren Dienst, aber ich hätte wohl noch irgend ein weiteres Gewürz verwenden sollen. Würzmittel habe ich ja mehr als genug, allerdings war ich unsicher was zu Fisch und Brokkoli passen würde – also ließ ich unnötige Experimente. Es war zwar nicht wirklich lasch, aber als Hunderprozentig perfekt würde ich es auch nicht bezeichnen. Ich werde mich mal schlau machen was man da noch beigeben könnte. Über Hinweise würde ich mich natürlich freuen. Eine weitere Alternative wäre die Verwendung von Saurer Sahne statt der Creme légere gewesen, das hätte dem ganzen bestimmt auch eine besondere Note gegeben. Werde ich mir auf jeden Fall für das nächste Mal merken.
22 - Lachs-Brokkoli-Nudelauflauf - CloseUp

Insgesamt würde ich das heutige Kochexperiment aber doch als gelungen bezeichnen. Die Menge reicht auf jeden Fall auch noch für morgen, ich denke dass das Gericht sich abgekühlt und mit etwas Frischhaltefolie überzogen ein bis zwei Tage im Kühlschrank halten wird. Über die Eignung für die Mikrowelle berichte ich hier, sobald ich mehr weiß.

Update vom 08.03.2011:
Nachdem ich am Montag Abend mehr Lust auf Brot gehabt hatte, habe ich den Rest des Auflaufes am Dienstag Abend verzehrt. Und auch aufgewärmt aus der Mikrowelle muss ich sagen war es sehr lecker und wird von mir somit auch als vollkommen mikrowellentauglich eingeordnet. Selbst zwei Tage nach Zubereitung und abgedeckt im Kühlschrank aufbewahrt immer noch ein absoluter Genuß. 🙂

Burrito mit Hackfleisch-Reis-Füllung – ein Kochexperiment

Heute wollte ich mal wieder etwas kochen, doch irgendwie konnte ich mich Anfangs nicht richtig entscheiden was ich machen könnte. Dann kam ich auf die Idee, dass ich schon lange keinen richtigen Burrito mehr gegessen hatte – vor allem hier in Deutschland. Also besorgte ich mir noch ein paar Zutaten und machte mich ans Werk. Ich entschied mich dabei für eine Zubereitung mit einer mexikanisch angehauchten Rinderhack-Reis-Füllung. Gleich zu Beginn sei dabei jedoch angemerkt, dass es sich um ein wirkliches Kochexperiment handelt – über Anmerkungen und Verbesserungsvorschläge jeder Art würde ich mich sehr freuen. Wichtig war mir dass dabei etwas wie hier oder hier in San Francisco bzw. hier in Boston dabei heraus kommt, mein Ergebnis nicht aber dem Teil aus Köln gleicht. 🙂

Was brauchen wir also?

100g Reis – ich verwendete Vollkornreis den ich noch vorrätig hatte, hier wäre aber auch Langkornreis denkbar
01 - Zutat Reis

eine kleine Dose Kidneybohnen (125g Abtropfgewicht)
02 - Zutat Kidneybohnen

eine kleine Dose Mais ( ca. 100g)
03 - Zutat Mais

2 kleine Tomaten
04 - Zutat Tomaten

1-2 Chilischoten
05 - Zutat Chilis

1 kleine Zwiebel
06 - Zutat Zwiebel

1/2 kleine Paprika
07 - Zutat Paprika

250g Rinderhack
08 - Zutat Rinderhack

1 Zehe Knoblauch
09 - Zutat Knoblauch

etwas Guacamole und/oder Sour Cream – wobei man Guacamole in hiesigen Supermärkten meist in den Knabberzeug-Regalen und nicht bei den Tortillas und anderen mexikanischen Zutaten findet. Wer mag, kann die Guacamole natürlich auch selbst machen.
10 - Zutat Guacamole

einige Weizen-Tortillawraps
11 - Zutat Tortillawrap

sowie zum Würzen Salz, Pfeffer, Chilipulver und etwas Tabasco.

Zuerst kochen wir den Reis nach Packungsbeschreibung.
12 - Reis kochen

Während der Reis vor sich hin kocht, entkernen wir die Chilis und zerschneiden sie in kleine Quadrate.
13 - Chili schneiden

Außerdem ritzen wir die Tomaten kreuzförmig ein, übergießen sie mit kochendem Wasser und schälen, entkernen und würfeln sie anschließend.
14 - Tomaten häuten

Die Zwiebel hacken wir zusätzlich in kleine Würfel.
15 - Zwiebeln schneiden

Ist der Reis fertig gekocht, entnehmen wir ihn dem Kochbeutel und stellen ihn erst einmal bei Seite.
16 - fertiger Reis

Nun kommen wir zur Zubereitung der Hackfleisch-Füllung:
Zuerst schwitzen wir die gepresste Knoblauchzehe mit den Chilis in etwas Öl in einer Pfanne an.
17 - Knoblauch und Chilis anschwitzen

Dann fügen wir Zwiebeln und Rinderhack hinzu und zerteilen alles ein wenig mit einem Pfannenwender
18 - Rinderhack und Zwiebeln beigeben

um das Ganze kräftig mit Salz, Pfeffer und Chilipulver zu würzen.

19 - Mit Salz und Pfeffer würzen 20 - Mit Chili würzen

Ist alles einigermaßen durch, fügen wir zuerst die Paprika hinzu und lassen sie kurz mit anbraten.
21 - Paprikawürfel hinzugeben

Dann folgen die Tomatenwürfel
22 - Tomaten beifügen

die Kidneybohnen
23 - Kidneybohnen hinzufügen

und der Mais.
24 - Mais addieren

Zum Schluß schmeckte ich das ganze noch mit einem Schuß Tabasco ab und ließ es einige Minuten auf mittlerer Stufe in der Pfanne schmoren.
25 - Mit Tabasco abschmecken

Nachdem die Pfanne abgestellt war, ging es daran den Burrito zu füllen.

Zuerst erwärmen wir den fertigen Weizentortilla etwas. Da ein einmal erhitzter Tortilla schnell auskühlt und trocken wird, nahm ich mir die Teigfladen einzeln vor und steckte sie für etwa 45 Sekunden in die Mikrowelle, wobei ich sie mit etwas Küchenpapier umgab, damit sie nicht schon während des Erwärmens austrocknen. Alternativ kann man das Ganze auch in einem vorgeheizten Backofen bei 200Grad tun, allerdings erschien es mir etwas aufwändig wegen einzelner Burritofladen den Backofen einzuschalten.
26 - Tortilla erwärmen

Dann ging es ans füllen:
Wir nehmen also den warmen Tortilla-Teigfladen
27 - Burrito füllen Anfang

bestreichen ihn mit etwas Sour Cream
28 - Mit Sour Cream bestreichen

und fügen die Hackfleisch-Gemüse-Mischung darauf hinzu.
29 - Mit Füllung belegen

Nun folgt etwas Guacamole
30 - Mit Guacamole bestreichen

und der Reis, den ich hier auf die Guacamole gegeben habe.
31 - Mit Reis belegen

Dann folgt das Rollen des Burritos, das sich als etwas Tricky herausstellte. Als beste Lösung stellte sich heraus, dass man während man die einen beiden Seiten umschlägt die anderen Seiten mit den Daumen nach Innen drückt und sie somit in den Burrito legt. Dabei hat mit dieses Video auch ein wenig geholfen und soll deswegen nicht unerwähnt bleiben. Und das Ergebnis konnte sich durchaus sehen lassen.
32 - Burrito rollen

Mit Sicherheit war das ganze noch nicht hundert Prozent perfekt – vor allem weil ich leider keine Silberfolie im Haus hatte um den Burrito nach dem Rollen etwas zu stabilisieren wie ich es aus den Burrito-Restaurants in San Francisco kannte, dennoch habe ich mir die Burritos die bei meinem Experiment heraus kamen schmecken lassen und war mit dem Ergebnis durchaus zufrieden.
33 - Gefüllter Burrito - Inhalt

Dabei gebe ich gerne zu, dass erst mein zweiter Versuch den Burrito zu rollen einigermaßen gut gelungen ist, aber daher nenne ich das ganze ja auch “Kochexperiment”. 🙂
Alternativ hätte man natürlich noch mit anderen Zutaten und vor allem etwas Käse in der Füllung herum spielen können. Viele Rezepte die ich in deutscher Sprache gefunden hatte sprachen auch noch davon, die Burritos mit Käse zu überbacken, das hätte aber nicht meinen selbst gestellten Vorgaben entsprochen, einen amerikanischen Westküsten-Burrito zu fabrizieren. Ich konnte mit dem Ergebnis auf jeden Fall recht zufrieden sein. Sollte es Anmerkungen und Tipps zu dem Thema geben, würde ich mich über Kommentare jeglicher Art sehr freuen.

Guten Appetit

Original Hessische Kartoffelsuppe – das Rezept

Auch am heutigen Sonntag war mir mal wieder nach kochen. Dabei fiel meine Wahl auf ein Rezept aus meiner alten Heimat Hessen: Eine Original Hessische Kartoffelsuppe wie ich sie hier ja schon mal verzehrt hatte. Nur selbst gekocht hatte ich sie noch nie, aber dieses Versäumnis holte ich heute endlich mal nach.

Für drei bis vier kleine oder zwei große Portionen brauchen wir folgende Zutaten:

5-6 Kartoffeln (ca. 600g)
01 - Zutat Kartoffeln

1 mittelgroße Zwiebel
02 - Zutat Zwiebel

2 mittlere Karotten / Möhren
03 - Zutat Kartotten

1 Stange Lauch
04 - Zutat Lauch

2 Stiele Sellerie – im Originalrezept war zwar von Knollensellerie die Rede, das hatte ich aber nicht bekommen und bin daher auf Staudensellerie ausgewichen
05 - Zutat Sellerie

1/2 Becher Schlagsahne
06 - Zutat Schlagsahne

100-125g durchwachsenen Speck
07 - Zutat Speck

500-600ml Fleischbrühe
09 - Zutat Fleischbrühe

1 EL Schweineschmalz – was hier in Bayern übrigens Speckfett zu heißen scheint
08 - Zutat Schweineschmalz

sowie zum Würzen Salz, Pfeffer und ein Lorbeerblatt.

Kommen wir nun zur eigentlichen Zubereitung:
Zuerst waschen und schälen wir das Gemüse
10 - waschen und schälen

und schneiden Karotten, Sellerie, Lauch und Zwiebel in Würfel sowie die Kartoffel in Scheiben.
11 - schneiden

Nun zerlassen wir etwas Schweineschmalz in einem Topf
12 - Schmalz zerlaufen lassen

und braten den Speck darin an.
13 - Speck anbraten

Dann fügen wir das gewürfelte Gemüse hinzu und braten es einige Minuten ebenfalls mit an.
14 - Gemüse hinzugeben

Ist das Gemüse etwas angebraten, geben wir die Kartoffelscheiben hinzu
15 - Kartoffeln dazu

und gießen sie mit der Fleischbrühe auf.
16 - Mit Fleischbrühe aufgießen

Das Gemüse sollte dabei gut mit Flüssigkeit bedeckt sein.
17 - Gemüse bedeckt halten

Nun würzen wir das ganze kräftig mit Salz und Pfeffer und fügen das Lorbeerblatt hinzu.
18 - würzen

Nun muss alles 30 bis 40 Minuten auf mittlerer Stufe vor sich hin köcheln. Ich nutzte die Zeit mit Hilfe von etwas zerlassener Butter etwas Weißbrot in einer Pfanne zu rösten – zu Hessischer Kartoffelsuppe gehören diese Röstwürfel einfach dazu.
19 - Röstis machen

Mit Hilfe eines Schneebesens müssen wir kurz vor Ende der Garzeit die Suppe glatt rühren, wobei wir darauf achten dass die nun weich gekochten Kartoffeln auch in kleine Stücke zerfallen.
20 - glatt rühren

Dann rühren wir noch einen halben Becher Schlagsahne unter und schalten die Platte aus. Das Gericht kann nun serviert werden.
21 - Sahne hinzufügen

Und fertig ist die Original Hessische Kartoffelsuppe – gekocht mit in hier in Bayern gekauften Zutaten. 🙂
22 - Hessische Kartoffelsuppe - fertiges Gericht

Das Ergebnis entsprach genau dem was aus meiner Heimat her kannte. Mit einigen gerösteten Weißbrotwürfeln vermengt ein wirklicher Genuss. Und gekühlt im Kühlschrank aufbewahrt hält sich diese Spezialität auch problemlos drei bis vier Tage und kann dann Portionsweise z.B. in der Mikrowelle wieder aufgewärmt werden. Ich finde sogar dass sie dann noch einen kleinen Deut besser schmeckt – wenn das überhaupt möglich ist. 😉
Als Variation wäre es noch denkbar, zusätzlich einige Erbsen oder andere hinzuzufügen. Ob man sie dann natürlich noch Original Hessisch nennen kann, sei an dieser Stelle mal so dahin gestellt. Früher war ich ja nicht so der Suppen-Fan, aber das hat sich inzwischen glücklicherweise geändert, und bei dieser leckeren Spezialität mache ich, selbst wenn, gerne mal eine Ausnahme.

Ich wünsche also guten Appetit